Baustelle am Altmühlsee ist beendet

Am Ostufer des Altmühlsees auf der Höhe von Laubenzedel wurde mithilfe von Vertikal- und Horizontalnetzen eine Wasserfläche von rund 2.700m² zum Schutz vor Fischen und Wasservögeln eingehaust. Das Wasserpflanzenschutznetz ist ein Pilotprojekt, bei dem getestet wird, ob sich die Wasserpflanzen innerhalb des Netzes besser entwickeln als im restlichen See.
Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Wasserpflanzen im See sehr stark von Gänsen und Fischen verbissen werden. Auch gezielte Pflanzungen zeigten keinen Erfolg. Ein gu-ter Bestand an Wasserpflanzen würde sich jedoch positiv auf die Wasserqualität auswir-ken, da sie Nährstoffe aus dem Wasser aufnehmen und somit mit den Cyanobakte-rien/Blaualgen konkurrieren.
Das Wasserpflanzenschutznetz wird von Stahlstangen getragen, die in den Seegrund ein-gerammt wurden. Zwischen den Stangen sind Stahlseile angebracht, an denen die Netze befestigt sind. Zur Stabilisierung des Wasserpflanzenschutznetzes bei Wind, Wellen und Eis ist die Konstruktion mit Ballastgewichten abgespannt.
Innerhalb des Wasserpflanzenschutznetzes wurden Pflanzungen durchgeführt. Je nach Makrophytenart wurden unterschiedliche Methoden angewandt, um die Pflanzen bis zum Verwurzeln am Seegrund zu fixieren. Die Rhizome der Teichrosen wurden beispielsweise auf Sand gefüllte Jutesäcke gebunden und an ausgewählten Stellen im Wasser versenkt.
Manche Bereiche im Wasserpflanzenschutznetz bleiben unbepflanzt, um zu dokumentie-ren, ob sich auch von selbst Pflanzen ansiedeln, wenn kein Fraßdruck durch Vögel und Fische besteht. Die Entwicklung der Wasserpflanzen und damit der Erfolg der Maßnahme wird durch regelmäßige Kartierungen des Tauchtrupps der Technischen Universität Mün-chen dokumentiert und mit Referenzflächen außerhalb des Netzes verglichen.
Die Baustelle wurde im Juli 2025 begonnen und konnte letzte Woche nach einer unfall-freien Bauzeit erfolgreich abgenommen werden.