Grüße von Bürgermeister KH Fitz

Das Stadtoberhaupt äußert sich zur Lage der Stadt

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, meine sehr verehrten Damen und Herren,

die Advents- und Weihnachtszeit lässt uns innehalten in der hektischen Betriebsamkeit des Alltags. Sie lenkt den Blick auf das, was wirklich im Leben zählt. Zum Beispiel ausreichend Zeit für die Familie zu haben und gesund sein. Außerdem die Stadt, in der ich groß wurde und die meine Heimat ist, weiterzuentwickeln und in vielen Bereichen nach vorne zu bringen. Persönliches Glück hängt von den Dingen ab, die man liebt und die einem wichtig und teuer sind.

Üblicherweise blicke ich im Grußwort zum Jahreswechsel zurück und lasse Wichtiges aus den letzten 365 Tagen „Gunzenhausen“ Revue passieren. Mit dieser Tradition möchte ich diesmal brechen und zeitlich etwas weiter ausholen. Sehen Sie es mir nach: Es ist der letzte Weihnachtsgruß, den ich in der Funktion als Erster Bürgermeister der Stadt Gunzenhausen an Sie schreibe.

Was wir während meiner Amtszeit für die Stadt erreicht haben, macht mich stolz. Gunzenhausen hat sich prima entwickelt und ist für die Zukunft sehr gut gerüstet. Zahlreiche wichtige Maßnahmen und Projekte wurden umgesetzt oder auf den Weg gebracht. Hierfür gilt mein besonderer Dank den Mitgliedern des Stadtrats, den Ortsprecherinnen und Ortsprechern, meinen Bürgermeister-Stellvertretern, allen Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmern, Dienstleistern und deren Mitarbeitenden. Mit Hochachtung möchte ich auch meine Kolleginnen und Kollegen im Rathaus hervorheben und spreche allen Ämtern und Abteilungen, nicht zuletzt im Burkhard-von-Seckendorff-Heim und dem Zweckverband Altmühlsee meine Anerkennung aus. Sie zeichnen sich durch großes Engagement sowie Zuverlässigkeit aus und bringen sich in vielfältigster Weise ein. Mir imponieren bis heute der Wille und das Selbstverständnis der städtischen Mitarbeitenden, Gunzenhausen sinnvoll und zukunftsweisend weiterzuentwickeln. Als große Gemeinschaft sorgen wir dafür, dass Menschen gut und gerne hier leben.

Nicht nur jedem Anfang, sondern auch jedem Ende wohnt ein Zauber inne. Wenn ich auf meine Zeit als Erster Bürgermeister zurückschaue, dann haben wir in allen Bereichen angepackt und Großes bewirkt. Beispiele gibt es reichlich, etwa der Hochwasserschutz und die Binnenentwässerung der Altstadt, welche wir 2017 mit der Bürgerschaft zusammen in Angriff genommen haben. Wir haben aus dem Praktischen großen Nutzen für Gunzenhausen gezogen, denn gemeinsam mit unseren Partnern konnten wir zusätzlich ein stadtnahes generationenübergreifendes Freizeit- und Erholungsgebiet entwickeln. Unsere Altmühlpromenade ist ein charmantes Schmuckstück, um das uns andere Städte beneiden.

Beneidet werden wir auch um unsere Stadthalle, die wir in den Jahren 2017 bis 2019 grundlegend saniert haben. Es gibt Menschen, die sprechen immer noch abfällig von einem Leuchtturmprojekt, das vor allem viel Geld gekostet hat. Doch irgendwann werden auch die einsehen, dass die alte Halle nicht mehr herzeigbar und technisch hoffnungslos veraltet war. Andere Kommunen schließen aus Kostengründen gerne mal Einrichtungen der Daseinsvorsorge. Wir möchten das nicht, sind mutig und suchen immer den Weg nach vorne. Es braucht Schwimmbad, Bücherei und eben auch eine brauchbare Stadthalle. Ansonsten leidet die Lebensqualität in unserer Stadt und das kann doch keiner wollen. Heute verfügt Gunzenhausen über ein hochmodernes Tagungs-, Event- und Kongresszentrum mit vielerlei Nutzungsmöglichkeiten. Erst kürzlich wurde der Vorplatz neugestaltet und überzeugt nun als hochwertige Verlängerung des vor der Halle liegenden, erst in diesem Jahr eingeweihten Platz der Wirtschaft.

Wenn wir von großen Baumaßnahmen sprechen, dann dürfen wir die Ansiedlung des Landesamtes für Schule und des Prüfungsamtes des Bayerischen Kultusministeriums nicht vergessen. Wir haben für den Standort Gunzenhausen gekämpft und konnten uns gegen andere attraktive Städte durchsetzen. Heimat einer Behörde zu sein ist ein toller Standort- und Imagefaktor.

Ich freue mich sehr über das Engagement der Deutschen Bahn, unseren Bahnhof barrierefrei umzubauen. Vom Klimawandel und von unserer Vernunft gedrängt, arbeiten wir mit Hochdruck an der Verkehrswende im Stadtgebiet. Wer vom Verbrenner weg möchte, der muss passende, alltagstaugliche Angebote schaffen. Der ÖPNV ist hier ein Schlüssel und nachdem wir 2022 die antreibende und prozesssteuernde Mobilitäts- und Verkehrs-GmbH ins Leben gerufen haben, geht nun alles mit Hochdruck seinen Weg. Der Erfolg gibt uns Recht, wovon nicht nur die permanent steigenden Fahrgastzahlen auf unseren Buslinien oder die erst kürzlich erfolgte Re-Zertifizierung als fahrradfreundliche Stadt zeugen. Der nächsten großen Schritte sind die Sanierung und Nutzungsänderung unseres Bahnhofsgebäudes. Hier entsteht schon bald ein innovatives Mobilitätszentrum mit riesigem Potenzial. 

Gunzenhausen ist ein attraktiver Wohnort mit vielzähligen Möglichkeiten, reich an Kultur und Vereinen, ausgestattet mit guter Infrastruktur und mit besten Voraussetzungen für die Wirtschaft. Wenn ich zurückdenke, so freue ich mich, dass wir die Gewerbegebiete in der Scheupeleinsmühle und Gunzenhausen Nord gut vermarkten und füllen konnten. Besonders die Jahre 2014 bis 2017 sind hier hervorzuheben. Aktuell wird an einer Erweiterung der Gewerbeflächen in der Scheupeleinsmühle gearbeitet. Für die Stadt wäre das ein wichtiger Schritt, denn wir können interessierten Unternehmen aktuell kaum geeignete Flächen zur Ansiedlung oder Weiterentwicklung anbieten. Als Mittelzentrum in einer strukturschwachen Region müssen und wollen wir wirtschaftlich stark sein. Das gilt nicht nur für einen starken Mittelstand, sondern auch für den Handel, das Handwerk, den Dienstleistungssektor und die Landwirtschaft.

Wir entwickeln uns ständig weiter und investieren in die Zukunft. Dazu gehört auch, dass wir Wohnraum und Bauland zur Verfügung stellen wollen. Das betrifft nicht nur die Kernstadt, auch in den Ortsteilen wissen wir um die Notwendigkeiten. So haben wir beispielsweise 2017 in Frickenfelden mit der Sonnenwiese ein neues Baugebiet realisiert. Innerhalb kürzester Zeit waren alle Plätze verkauft und ich bin zuversichtlich, dass uns das auch beim Siedlungsprojekt Reutberg III gelingen wird. Wer in diesem Zusammenhang von einem „Baugebiet für Reiche“ spricht, verweigert sich der Realität. Gunzenhausen ist familienfreundlich und wird auch jungen Familien die Möglichkeit zur Ansiedlung geben.  

Investitionen in die Ausbildung und Sozialisation unserer Kinder zahlen sich langfristig immer aus. Ich bin froh, dass wir die Generalsanierung unserer Stephani-Schule noch in dieser Legislaturperiode auf den Weg gebracht haben. Die „Schule“ ist übrigens eine kommunale Pflichtaufgabe und kein „nice-to-have“, wie manche glauben. Von daher müssen wir als Stadt aktiv werden und können nicht aus Kostengründen von dieser Verpflichtung zurücktreten. Mit der Lehrerschaft und der Regierung arbeiten wir sehr eng und vertrauensvoll zusammen. Entstehen wird ein lebensbejahender schulischer Raum, der modernen Bedürfnissen entspricht und pädagogische Vielfalt zulässt. 

Die Pumptrack-Anlage und die Eisbahn am Marktplatz, das neue Jugendzentrum im ehemaligen Recyclinghof und die Sanierung des Blasturms, ein großes Stadtjubiläum und diverse kleinere Partnerschaftsjubiläen, die Gründung des Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. und des Vereins Hand in Hand gegen Altersarmut, der Umbau des Rathauses und der Bau von mehreren Kindertagestätten und so weiter und so fort – während meiner Amtszeit ist zum Wohle der Stadt viel passiert, von dem Gunzenhausen noch jahrzehntelang profitieren wird. Ich bin zufrieden und dankbar, da ich in einer Kommune leben und wirken darf, die viel bietet und sich prächtig entwickelt. Damit dies so bleibt, bedarf es auch weiterhin Fleiß, Anstrengung, Mühe und Durchsetzungskraft.  

Wir leben in anstrengenden Zeiten und die kommenden Jahre werden ihre Herausforderungen bereithalten. Auch werden die Kritiker sicher nicht weniger, Menschen, denen man als Bürgermeister sowie nie etwas Recht machen kann. Ich kann mich hier nur wiederholen und empfehle nochmals, sich selbst in der Politik zu engagieren. Der Weg steht jedem offen, doch natürlich ist die Ausfüllung dieser meist zeitintensiven, ehrenamtlichen Tätigkeit anstrengender, als gemütlich von zu Hause aus online gegen Maßnahmen oder Projekte anzuschreiben. Wir haben es gut und machen unsere Sache gut. Manchmal müssen wir nur genau hinsehen, um die Schönheit vor der eigenen Haustür zu erkennen. Meiner Nachfolgerin oder meinem Nachfolger wünsche ich alles Gute und ein glückliches Händchen.

Meine Zeit als Erster Bürgermeister endet also bald und ich möchte mich an dieser Stelle nochmals ganz herzlich und besonders bei meiner Frau Angelika und meiner Familie bedanken. Auch wenn es anstrengend war, habt ihr mich unterstützt und wart auch in schwierigen Zeiten für mich da.

Liebe Gunzenhäuserinnen und Gunzenhäuser, ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung und für Ihr vielseitiges Engagement. Gemeinsam haben wir viel erreicht. Lasst uns diesen Weg weitergehen. Wir dürfen stolz auf unsere Heimat sein und sollten dies mit Freude nach außen tragen.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Liebsten Gottes Segen und von Herzen ein seliges, gesundes sowie erfolgreiches Jahr 2026.

Ihr

Karl-Heinz Fitz, Erster Bürgermeister

Falk Report per E-Mail

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