Gemeindezentrum für Wald

Aus dem Gunzenhäuser Stadtrat berichtet

Das nach Kirchenrat Hermann von Bezzel benannte Gemeindehaus im Gunzenhäuser Ortsteil Wald wird im Frühjahr 2026 abgerissen und weicht einem Neubau an gleicher Stelle in der Nähe des Falkenhausen-Schlosses. Das Projekt ist ein Gemeinschaftswerk von Kirchengemeinde und Stadt , denn neben dem zweigruppigen Kindergarten (mit Kinderkrippe) bekommt dort auch das evangelische Pfarramt seinen neuen Platz. Ein Gemeindesaal rundet das in U-Form angelegte Gelände ab.

Seit zehn Jahren wird über einen Ersatz des viel zu klein gewordenen Kindergartens beraten. Nun steht die Planung der Raith-Architekten aus Kelheim und das Projekte tritt in seine konstruktive Phase.  6,8 Millionen Euro wird der Bau kosten, 3,5 Millionen davon müssen von der Stadt aufgebracht werden.  Mit der Fertigstellung wird am Jahresende 2027 gerechnet.

Seniorenbeirat wird verstärkt

Der Gunzenhäuser Seniorenbeirat ist auf zehn Personen begrenzt. In der letzten Zeit waren aber nur mehr acht Positionen besetzt. Das Gremium bekommt jetzt Unterstützung von Sabine Mann. Sie amtiert bis 2027.

Wechsel im Stadtrat

Zwei personelle Wechsel gibt es im Stadtrat. Stefan Bauer, der bisher der FW-Fraktion angehörte, geht zur SPD-Fraktion, der auch seine Frau Bianca angehört, die sich 2026 erneut um das Bürgermeisteramt bewerben will.  Damit hat jetzt die SPD-Fraktion fünf Sitze, die FW nur mehr zwei. Außerdem hat Stadtrat Peter Reitmaier aus Schlungenhof seinen Wechsel von der Liste Piraten/Die Linke zu den Grünen vollzogen, die damit auf sechs Sitze anwächst.

Vergabekriterien erlassen

Wenn das Gewerbegebiet Scheupeleinsmühle infolge des Baues eines Kreisverkehrs in der Oettinger Straße erweitert werden kann, dann stehen der Stadt an diesem Standort rund 5,5 Hektar an neuer Gewerbefläche zur Verfügung. Damit dort nicht nur Lagerstätten gebaut werden, sondern möglichst produktive Betriebe oder Dienstleistungsunternehmen, die Arbeitsplätze bieten, hat der Stadtrat jetzt neue Vergabekriterien für den Zuschlag an die Bauwerber beschlossen.

Stadtwerke schließen positiv ab

Mit einem zwar geringen, aber immerhin nennenswerten Jahresüberschuss von 159000 Euro schließen die Stadtwerke das Wirtschaftsjahr 2024 ab. Das gab Geschäftsführer Roland Dücker bekannt.  Die Umsätze verringerten sich allerdings von 46,3 Millionen in 2023 auf 35,2 Millionen Euro. 91 Prozent machen die Geschäfte mit Strom und Gas aus.  Bei den Bädern besteht ein Defizit von 1,9 Millionen Euro (Juramare 1,3 Mio, Waldbad 546000 Euro).  Nach den Angaben des Geschäftsführers ergibt sich im Waldbad am Limes eine Kostendeckung von 37 Prozent, beim Juramare von 46 Prozent.  Das Hallenbad Juramare wurde von 148000 Menschen besucht (2023: 144000), wobei 40000 Besucher auf das Saunadorf entfallen. In das Waldbad am Limes gingen 69000 Leute (vorher 63000). Es war 2024 an 121 Tagen geöffnet (durchschnittlich kamen am Tag 574 Badegäste).

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