Programm von „KunstKlang“

Christiane Karl präsentierte die 12. Saison

Die künstlerische Leiterin von KunstKlang, Christiane Karg, stellte gemeinsam mit Feuchtwangens Bürgermeister Patrick Ruh die 12. KunstKlang-Saison 2025/2026 vor. Es gibt wieder insgesamt vier Konzerte, darunter das traditionelle Konzert um Valentinstag und das Sommer-Konzert im Kreuzgang zum Abschluss.


Seit 2014 bringt „KunstKlang“ die Stadt Feuchtwangen zum Klingen. Am 28. Juli 2025 hat die künstlerische Leiterin Christiane Karg das Programm der inzwischen 12. Saison der Öffentlichkeit vorgestellt. Es ist die Begeisterung und der Zuspruch des Publikums, die Christiane Karg immer wieder antreiben, neue Programmideen zu entwickeln.
Auch das 12. Programm enthält eine Vielfalt unterschiedlichster Musik und Themen. Alt bewährt und bekannt sind zwei Termine: Das traditionelle Konzert zum Valentinstag, das immer am 14. Februar stattfindet, und das Sommer-Konzert im Kreuzgang, das jedes Jahr die Sommer-Festspielzeit abschließt.
Feuchtwangens erster Bürgermeister Patrick Ruh bedankte sich für das große Engagement von Christiane Karg für die Stadt und die Gesellschaft. KunstKlang sei „wie ein aufklarender Himmel“, so der Rathauschef.

Komposition & Politik: Volkseigenton
Sonntag, 7. Dezember 2025, 19 Uhr, Stadthalle Kasten


Einen ganz besonderen Abend gestalten Axel Ranisch, Ragna Schirmer und Matthias Daneck, wenn sie der Frage nachgehen, ob die DDR einen eigenen Ton hatte. Wie politisch sind musikalische Kompositionen? Welches Bild zeichnet die Lyrik der DDR, welches Ideal fokussiert die Kunst, welche Zukunft leuchtet auf? Die Pianistin Ragna Schirmer, der Schlagzeuger Matthias Daneck und der Schauspieler, Regisseur und Autor Axel Ranisch beleuchten in Wort und Musik die vier Dekaden der DDR-Historie, zeigen Widersprüche zwischen Avantgarde und Anpassung auf, setzen Musik und Lyrik ins Spannungsfeld zwischen Regime-Kritik und -Treue. Neben bekannteren Namen wie Paul Dessau, Friedrich Goldmann, Bertolt Brecht, Thomas Brasch, Sarah Kirsch und Eva Strittmatter nehmen die drei Künstler*innen auch weniger Bekanntes in den Blick. Die Werkauswahl stellt Privates und Politisches, Persönliches und Parteiisches nebeneinander. Ein Streifzug durch die Jahre 1949 bis 1990, der angesichts derzeitiger Spannungsfelder auch Anlass zu aktueller Auseinandersetzung sein kann.


Mozarts geheime Brief an das allerliebste Bäsle-Häsle
Samstag, 14. Februar 2026, 19 Uhr, Stadthalle Kasten


Mozart und seine Cousine Marianne Thekla Mozart: Sie schrieben sich regelmäßig Briefe. Briefe, die lange im Verborgenen blieben, weil sie mal obszön, mal analerotisch und oftmals auch unappetitlich waren. Neun dieser Briefe von Wolfgang Amadeus Mozart an seine Base von 1777 bis 1781 sind heute noch erhalten. So schreibt Mozart unter anderem: „Meine Schwester gibt Ihnen tausend cousinische Küsse, und der Vetter gibt Ihnen das, was er Ihnen nicht geben darf.“ 1914 wurden in einer ersten kritischen Gesamtausgabe der Briefe alle anstößigen Stellen gestrichen. Eine Liebelei, die so gar nicht in das Bild von Mozart der damaligen Zeit passen wollte. Isabel Karajan und Christiane Karg spüren diesem Mozart nach und formen ein Bild des zerrissenen Musikgenies.


Barocke Pracht waren Pomp und Freude
Sonntag, 3. Mai 2026, 19 Uhr, Stadthalle Kasten


1967 in Eltville am Rhein geboren, zählt der Countertenor Andreas Scholl seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den herausragenden Sängern der Alten Musik. Er studierte an der schweizerischen Schola Cantorum Basiliensis bei Richard Levitt und René Jacobs. Mit einem Einspringer katapultierte Scholl sich in den Olymp der Alten Musik: auf Wunsch von René Jacobs trat der Sänger 1993 bei einem Liederabend im Pariser Théâtre Grévin auf. 1998 sang er erstmals den Bertarido in Händels „Rodelinda“ beim Glyndebourne Festival, 2006 debütierte er in dieser Rolle an der Metropolitan Opera. Bereits ein Jahr zuvor wurde er als erster Countertenor in der Geschichte zur Last Night of the Proms eingeladen. In Feuchtwangen ist Andreas Scholl mit seiner Ehefrau Tamar Halperin zu erleben. Gemeinsam öffnen sie die Türen in die facettenreiche Klangwelt der Barockmusik.

Verklärte Nacht
Sonntag, 16. August 2026, 19 Uhr, Kreuzgang


„Klingt, als ob man über die noch nasse ‚Tristan‘-Partitur gewischt habe“: Nicht allen Zeitgenossen gefiel 1899 Arnold Schönbergs wagemutige Komposition „Verklärte Nacht“. Das hatte auch mit der Vorlage zu tun: In Richard Dehmels Gedicht geht es um ein unehelich gezeugtes Kind – und um einen verzeihenden Gatten. Skandal! Das vielfach ausgezeichnete Quatuor Agate, dessen Name an eine Jugendliebe von Johannes Brahms erinnert, hat sich auf Wunsch von Christiane Karg Verstärkung geholt. In der zauberhaft schönen Atmosphäre des romanischen Kreuzgangs erklingt dieses wohl beliebteste Werk Arnold Schönbergs, ein Gipfel spätromantischer Entwicklung

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