IuK-Tagung in Gunzenhausen

Seit25 Jahren treffen sich die IT-Experten aus den bayerischen Kommunen

An der diesjährigen Tagung nahmen 180 Experten teil. Links Michael Pentza, der in Gunzenhausen die Leitung der IuK-Stabsstelle übernommen hat. Rechts im Bild Bezirkstagsvizepräsidentin Naaß, Bürgermeister Fitz und Landratsvize W. Baum. Foto: StGun

Seit 25 Jahren ist die Stadt Gunzenhausen der Treffpunkt für Führungskräfte und Verantwortliche aus der kommunalen und staatlichen IT. Der Bayerischen Akademie für Verwaltungs-Management ist es gelungen, gemeinsam mit den bayerischen kommunalen Spitzenverbänden und der Stadt Gunzenhausen, die Gunzenhausener IuK-Tage zu etwas ganz Besonderem zu machen. An zwei Tagen beschäftigten sich vor kurzem über 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – die Hälfte war Online zugeschaltet – mit aktuellen Themen zur Digitalisierung, IT-Sicherheit und Datenschutz in Verwaltung und Schulen.

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz bedankte sich in seinem Grußwort bei Veranstaltern und Besuchern für die langjährige Treue zu Gunzenhausen. Mit der modernisierten „neuen“ Stadthalle bietet die Stadt alle technischen Voraussetzungen zur Durchführung solcher „hybrider“ Tagungen. Laut Fitz seien die Online-Teilnehmer damit „vollständig in die Tagung einbezogen“, mit einer wichtigen Ausnahme: „Das Flair unserer Stadt und die persönlichen Begegnungen und der Austausch beim Abendprogramm sind im besten Sinne analog – ein Besuch von Gunzenhausen lohnt sich immer“.

Der stellvertretende Landrat Werner Baum und Christa Naaß, Bezirkstagsvizepräsidentin von Mittelfranken, betonten in ihren Grußworten die Bedeutung der Digitalisierung und die damit verbundenen Herausforderungen für die Mitarbeitenden in den Verwaltungen.

Das neue Bayerische Digitalgesetz stand im Fokus der Aufmerksamkeit. Es ist seit dem 1. August 2022 in Kraft und in Umfang sowie Bedeutung derzeit bundesweit wohl einzigartig. Für Dr. Wolfgang Denkhaus, im bayerischen Staatsministerium für Digitales wesentlich an der Vorbereitung und Umsetzung des Gesetzes beteiligt, ist es „ein Großer Wurf“, denn „das Gesetz hat den Anspruch, Digitalisierung im Freistaat umfassend zu regeln“. Im Kern verankert das Gesetz grundlegende digitale Staatsziele für den Freistaat und schafft eine Charta digitaler Rechte und Gewährleistungen für Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen in Bayern. Für Dr. Denkhaus beschreibt das Gesetz ein modernes, effizientes und flexibles digitales Verwaltungsrecht, welches Bürokratieabbau und Modernisierung von Staat und Verwaltung ermöglicht. Ebenfalls regelt es den Rechtsrahmen im Verhältnis zum Onlinezugangsgesetz des Bundes.

Neben weiteren Praxisthemen zur „Digitalen Souveränität in der Verwaltung“ und Erfahrungsberichten zum Einsatz von „Bots und neuronalen Netzen“ ging es am ersten Tag auch um den Ist-Stand und einen Ausblick der Digitalisierung in Schulen. Landkreise, Städte und Gemeinden sind als Sachaufwandsträger hier stark gefordert. Thomas Ströse vom Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus erläuterte Aktuelles zur „BayernCloud Schule“.

Am zweiten Tagungstag dominierten die Themen IT-Sicherheit und Datenschutz. Thomas Pfister, IT-Referent des Bayerischen Bezirkstags, informierte über die IT-Sicherheitsverordnung und seitens des Landesamts für Sicherheit in der Informationstechnik wurde eindringlich auf die derzeitige aktuelle Bedrohungslage und die damit verbundenen Schutzmaßnahmen des Landesamts hingewiesen.

„Kommunikation ist möglich, aber unwahrscheinlich“ – Wie gelingt erfolgreiche Kommunikation für Führungskräfte? Mit dem Vortrag des bekannten Autors, Keynote Speakers und Lehrbeauftragten Dr. Marco Freiherr von Münchhausen endeten die 25. Gunzenhausener IuK-Tage. 

Für Gertrud Kast von der Geschäftsführung der Bayerischen Akademie für Verwaltungs-Management waren die diesjährigen IuK-Tage wieder eine rundum gelungene Veranstaltung und „wir freuen uns bereits am 18.und 19. Oktober mit den „Bayerische Datenschutztagen“ wieder Gast in der Stadthalle Gunzenhausen sein“.

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