Lob für Umweltmanagement

Schaeffler beteiligt sich am Umwelt- und Klimapakt Bayern

Landrat Manuel Westphal überreichte Benjamin Koszorus, dem Werkleiter der Schaeffler Technologies AG & Co. KG Gunzenhausen, Betriebsratsvorsitzendem Andreas Schmid und Jakob Rummel (Verantwortlicher der Abteilung Umweltschutz des Werks Gunzenhausen), die Urkunde des Umwelt + Klimapakts Bayern vor einer der neu geschaffenen naturnahen Flächen auf dem Werksgelände. Foto: LRA

Wirtschaft und Umwelt müssen Hand in Hand gehen. Mit dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) hat das Schaeffler Werk in Gunzenhausen bereits die Weichen für einen wirksamen Beitrag zum Umweltschutz gestellt. Nun geht das Unternehmen noch einen Schritt weiter und wird Mitglied im Umwelt- und Klimapakt Bayerns. Der Betrieb setzt dabei auf eine intelligente und sparsame Verwendung von Ressourcen, spart Kosten und zeigt auf der anderen Seite gesellschaftliche Verantwortung. Durch die freiwillige Teilnahme am Abkommen stellt das Unternehmen sicher, dass alle Umweltaspekte von Energieverbrauch bis zu Abfall und Emissionen rechtssicher und transparent umgesetzt werden. Landrat Manuel Westphal hat nun im Rahmen eines Unternehmensbesuchs die Urkunde des Umwelt- und Klimapakts übergeben.

Das Thema Nachhaltigkeit gehört für Werksleiter der Schaeffler Technologies AG & Co. KG Gunzenhausen Benjamin Koszorus nicht erst seit heute zur den bedeutendsten Handlungsfeldern, mit welchem sich die Industrie beschäftigen muss. Aus diesem Grund wurde im Gunzenhausener Betrieb bereits der Strombedarf vollständig auf erneuerbare Ressourcen umgestellt. Auch für die Zukunft hat sich das Werk ehrgeizige Ziele gesteckt. Der Frischwasserverbrauch soll bis 2030 um 20 Prozent reduziert und auch die Lieferketten hinsichtlich der Einhaltung der Ziele überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Über allen Zielsetzungen steht das Bestreben die gesamte Produktion CO² neutral abzuwickeln.

Als erste Maßnahme wurde damit begonnen die zur Verfügung stehenden nicht versiegelten Flächen in naturnahe Räume umzuwandeln. „Wir setzen hier insbesondere auf die Ansiedlung regionaler Pflanzen und Gehölze, um Kleintieren und Insekten einen Rückzugsort zu bieten“, erklärte Jakob Rummel aus der Abteilung Umweltschutz des Werks. Zur Unterstützung wurden darüber hinaus auch einige Insektenhotels aufgestellt. Als nächste Aufgabe steht die Begrünung der Fassaden der Produktionshallen an. Zur Umsetzung arbeitet der Betrieb mit der Lebenshilfe Altmühlfranken zusammen. Für Werksleiter Benjamin Koszorus ist das eine gewinnbringende Partnerschaft für beide Seiten: „Die Beschäftigten verfügen über die relevante Expertise und können einer geregelten Beschäftigung nachgehen. Gleichzeitig können wir als Betrieb auf diese Weise den Aspekt der Gemeinnützigkeit weiter vorantreiben“.

Da sich das Schaeffler Werk in Gunzenhausen in einem Mischgebiet befindet, sind ohnehin nicht nur rein ökologische Aspekte von Nachhaltigkeit gefragt. Der Betrieb will zukünftig seiner Verantwortung gegenüber den ansässigen Nachbarn gerecht werden und Emissionen, wie beispielsweise Lärm, reduzieren. Zur Messung der Nachhaltigkeit des Werks gibt der weltweit tätige Konzern einen Nachhaltigkeitstracker vor. Mit diesem Rating kann das Unternehmen die umgesetzten Maßnahmen und deren Wirkung ständig kontrollieren und gegebenenfalls nachjustieren.

Für Landrat Manuel Westphal ist die Teilnahme am Umwelt- und Klimapakt Bayern ein bedeutender Schritt hin zu einem CO² neutralen Landkreis: „Den Industrieunternehmen kommt bei der Umgestaltung unserer Region eine ganz besondere und oftmals nicht einfache Rolle zu. Umso mehr freut es mich, wenn die großen Betriebe wie das Schaeffler Werk hier in Gunzenhausen eine Vorreiterrolle einnehmen und kleinere Betriebe als Wegweiser unterstützen.“

Der Umwelt- und Klimapakt Bayern geht in der praktischen Umsetzung von betrieblichen Umweltschutzmaßnahmen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus und zeigt die besondere Verantwortung der Unternehmen gegenüber der Umwelt, dem Klima sowie dem Lebensraum. Neben der Vorbildfunktion gegenüber anderen Firmen kann dies auch die Markt- und Wettbewerbschancen erhöhen. Für den Staat bedeutet das Abkommen, dass umwelt- und klimapolitische Zielsetzungen weiter vorangetrieben werden können und mit den Unternehmen langfristige und verlässliche Partner für einen Dialog zwischen Staat und Wirtschaft gewonnen werden können. Der größte Gewinner des Umwelt- und Klimapakts Bayern ist aber schlussendlich die Umwelt, welche durch verstärkte Bewusstseinsbildung zugunsten Umwelt- und Klimaschutzzielen sowie Verhaltensänderungen nachhaltig gestärkt werden kann. Weitere Informationen zum Programm gibt es unter: www.umweltpakt.bayern.de  

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