Artenschutz im Altmühltal

Projektarbeit wird von Dietmar Herold geleitet

Dietmar Herold und Anett Kroh vor der Silhouette des Altmühlstädtchens Ornbau. Foto: Wittig

Das obere und mittlere Altmühltal gilt als ein schützenswerter Bereich, der sich behördlicherseits auch „Lebensraum Mittelfränkisches Altmühltal“ nennt.  Die Landkreise Ansbach, Weißenburg-Gunzenhausen, der Landesbund für Vogelschutz und der Landschaftspflegeverband Mittelfranken wirken bei diesem Artenschutzgroßprojekt zusammen. Ziele der Projektgruppe, die von dem Gunzenhäuser Biologen Dietmar Herold geführt wird, sind der Stopp des Wiesenbrüterrückgangs und den Erhalt der Grünlandvielfalt.

Die Diagnose des Biologen: Intensive Landwirtschaft, geringe Wasserrückhaltung und Geländevernässung, hoher Prädationsdruck (u.a. durch Nesträuber wie Fuchs und Marder) sowie Störung durch Freizeitaktivitäten. Der Bestand an Kiebitzen und Uferschnepfen ist auffällig zurück gegangen, auch der Große Brachvogel ist gefährdet. Fast alle wiesenbrütenden Vogelarten, die es n Bayern giböt, sind im Wiesmet  (Wiesen zwischen Ornbau und Gunzenhausen) zu finden. Das ganze Objektgebiet geht von Colmberg im Norden bis Trommetsheim im Süden.

Maßnahmenträger sind die beiden Landkreise und die genannten Verbände.  Das Projekt ist für die nächsten zehn Jahre finanziell ganz gut ausstaffiert: 730000 Euro können für den Pflege- und Entwicklungspläne ausgegeben werden, 5,4 Millionen Euro schwer wiegt das Umsetzungsprogramm. Seinen Sitz hat „Lebensraum Mittelfränkisches Altmühltal“ im Ornbauer Rathaus, wo mit Anett Kroh dem Biologen Herold eine Hilfskraft halbtägig zuarbeitet. Das Geld kommt zu 75 Prozent aus dem Bundesumweltministerium und zu 15 Prozent vom Freistaat Bayern (Naturschutzfonds).

Die Basisarbeit von Dietmar Herold besteht zunächst einmal darin, die 19 Gemeinden dieses 7000 Hektar großen Bereiches an einen Tisch zu bringen und mit ihnen den Maßnahmenkatalog zu erarbeiten. Notwendig sind: extensive Landwirtschaft und Weidenutzung, neue Wertschöpfung aus dieser extensivierten Landwirtschaft, Verbesserung des Wasserrückhalts und Besucherlenkung, um Störungen zu vermeiden.

Die Gemeinden können auf unterschiedliche Weise dem „Lebensraum Mittelfränkisches Altmühltal“ helfen, beispielsweise durch Flächentausch. -fa-

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