Zwei für einen Nothofer

Nachfolger am Klinikum Altmühlfranken gefunden

Führungswechsel in der Abteilung Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Klinikum Altmühlfranken: Dr. Wilhelm Nothofer, Chefarzt im Ruhestand (li.), die beiden neuen Chefärzte Dr. Bernd Krieg (2. v. li.) und Dr. Florian Faber (re.) mit Vorstand Christoph Schneidewin (2. v. re.)

Nach fast 20 Jahren am Klinikum Altmühlfranken ging Dr. Wilhelm Nothofer vor wenigen Tagen in den Ruhestand. Am 1. Oktober 2001 begann er als Chefarzt der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Krankenhaus Gunzenhausen. Kurz vorher fiel die Entscheidung für den Zusammenschluß des damaligen Kreiskrankenhaus Gunzenhausen und des Städtischen Krankenhauses Weißenburg. Als Kommunalunternehmen
„Kliniken des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen“ spezialisierten sich die beiden Kreiskliniken auf unterschiedliche medizinische Schwerpunkte – Allgemeinchirurgie und Gastroenterologie in Weißenburg und Unfall- und Wiederherstellungschirurgie sowie Kardiologie in Gunzenhausen. „Die Schwerpunktbildung hat die Chefarztstelle in Gunzenhausen für mich interessant gemacht, da ich mich bei den Barmherzigen Brüdern in Regensburg mit Endoprothetik, Unfallchirurgie und Fußchirurgie genau in diese Richtung qualifiziert hatte“ erklärt Dr. Nothofer. Damals hat sich unter dem engagierten Chefarzt die Unfall- und Wiederherstellungschirurgie in Gunzenhausen innerhalb kurzer Zeit nicht nur einen sehr guten medizinischen Ruf sondern auch ein breites Behandlungsspektrum mit Endoprothetik, Wirbelsäulen-, Hand- und Fußchirurgie erarbeitet. Bestätigt wurde das Engagement durch die Zertifizierung als Endoprothetikzentrum und Regionales Traumazentrum zur Versorgung Schwerstverletzter.

Eine Doppelspitze als Nachfolge

Die Nachfolge von Dr. Wilhelm Nothofer übernehmen gleich zwei hochkarätige Chirurgen. Dr. Bernd Krieg, ein erfahrener Orthopäde, Unfallchirurg und Handchirurg wird als ausgewiesener Spezialist in der minimalinvasiven Endoprothetik Chefarzt der Endoprothetik, Unfallchirurgie und Handchirurgie. Schon im Jahr 2019 übernahm er die Position des Leitenden Oberarztes in Gunzenhausen und wuchs mit seiner fachlichen Expertise und seinem Spezialwissen schnell in eine tragende Rolle innerhalb der Chirurgie am Klinikum Gunzenhausen. Das Fränkische Seenland lernte der gebürtige Stuttgarter nicht nur während der letzten zwei Jahre sondern schon während seiner Studienzeit als aktiver Triathlet kennen und schätzen.
Im August wird Dr. Florian Faber, ein erfahrener Neurochirurg, Orthopäde und Unfallchirurg als zweiter Chefarzt hinzukommen. Dr. Faber war bisher Leiter der Sektion Wirbelsäulenchirurgie in der Orthopädischen Universitätsklinik Regensburg am Asklepios Fachkrankenhaus Bad Abbach und übernimmt am Klinikum Altmühlfranken Gunzenhausen den Bereich Wirbelsäulenchirurgie und Neurochirurgie als Chefarzt. In Bad Abbach haben sich die beiden Spezialisten Dr. Krieg und Dr. Faber auch kennengelernt. Gemeinsam waren sie in der Orthopädischen Universitätsklinik Regensburg tätig, haben schon dort Hand in Hand zusammengearbeitet und knifflige Fälle gemeinsam zum Erfolg geführt.

Vielseitig, hochspezialisiert und erfahren

Dr. Bernd Krieg sammelte Erfahrungen in der Orthopädie und Unfallchirurgie bevor er sich in Fulda zum Handchirurgen und weiterhin in der Ellenbogen- und Schulterchirurgie qualifizierte. Es folgen 10 Jahre Tätigkeit in Regensburg am Krankenhaus Barmherzige Brüder und in Bad Abbach. Schwerpunkte bei den Barmherzigen Brüdern waren die operative Orthopädie mit den Schwerpunkten Endoprothetik und Wechselendoprothetik und die Behandlung von Unfallverletzten. Zuletzt war er in der Orthopädischen Universitätsklinik Regensburg am Asklepios Fachkrankenhaus Bad Abbach in der Endoprothetik tätig und spezialisierte sich auf schonende minimalinvasive endoprothetische Eingriffe am Hüftgelenk. Für die Patienten bedeutet dies die schnellere Rückgewinnung der Mobilität und eine Verminderung der Einschränkungen nach der Operation.
Der Münchner Dr. Florian Faber war lange in München in der Orthopädie und Unfallchirurgie tätig und qualifizierte sich dann am Klinikum Großhadern als Neurochirurg, wo er mehrere Jahre tätig war. Seine Spezialisierung liegt in der konservativen und operativen Behandlung von Verschleißerkrankungen der Wirbelsäule vor allem auch im neurochirugischen Bereich. Als besondere Qualifizierung bringt er im Bereich der Wirbelsäule für den Patienten schonende minimalinvasive und endoskopische Operationstechniken zum Einsatz. Ein weiterer Schwerpunkt des erfahrenen Neurochirurgen sind Verletzungen im Kopfbereich, was besonders im Hinblick auf die Schwerstverletzten-versorgung im Traumazentrum von großer Bedeutung für die Menschen der Region ist. Da Dr. Faber auch die Weiterbildung zur speziellen orthopädischen Chirurgie hat wird er sich auch im Endoprothetikzentrum unterstützend einbringen.
„Ich freue mich zusammen mit Dr. Florian Faber, einem ausgewiesenen Spezialisten in der Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie, den guten Ruf und die hervorragende medizinische Behandlungsqualität am Klinikum Altmühlfranken, die Dr. Nothofer in Zusammenarbeit mit seinem Team und der Pflege erreicht hat, weiterzuentwickeln“ erklärt Dr. Krieg.
Für Vorstand Christoph Schneidewin ist klar „Wir schätzen uns glücklich, dass wir mit Dr. Krieg und Dr. Faber zwei ausgewiesene Spezialisten in der
Orthopädie und der Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie gewinnen konnten. Durch die neuen minimalinvasiven Operationsverfahren erweitern wir unsere Expertise in der Endoprothetik und in der Behandlung von Verschleißerkrankungen der Wirbelsäule zum Wohle der Patienten erheblich. Die äußerst erfahrenen Chirurgen Dr. Krieg und Dr. Faber sind eine große Bereicherung für unser Klinikum.“

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Die Beiträge kommen vom Herausgeber und von Gastautoren. Im Mittelpunkt stehen kommunalpolitische und gesellschaftspolitische Themen. In meiner Eigenschaft als Vorsitzender des Vereins für Heimatkunde Gunzenhausen ist es mir wichtig, historische Beiträge zu veröffentlichen.

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One Thought on “Zwei für einen Nothofer

  1. Gut zu wissen, dass es für Chirurgen möglich ist, sich in mehrere Fachbereiche zu spezialisieren, wie Hand- und Fußchirurgie. Ich kann mir vorstellen, dass die Ausbildung dazu sehr aufwendig ist. Ich habe großen Respekt vor den Leuten, die diesen Weg wählen.

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