Innovative Projekte

Gunzenhausen mit dem Stadtmarketingpreis Bayern 2020 ausgezeichnet

Wirtschaftsreferent Andreas Zuber (Mitte) nahm von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger den Preis entgegen. Foto: Neureuther

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sechs Kommunen aus dem Freistaat mit dem diesjährigen Stadtmarketingpreis Bayern ausgezeichnet. Die Gewinnerstädte Fürth, Friedberg, Gunzenhausen und Nabburg sowie die Sonderpreisträger Schweinfurt und Ebermannstadt überzeugten die Fachjury mit innovativen Projekten. Der vom bayerischen Wirtschaftsministerium geförderte und vom Handelsverband Bayern e.V. zusammen mit dem Aktionskreis City- und Stadtmarketing Bayern e.V. initiierte Preis wurde zum zehnten Mal verliehen – erstmals auch in der Kategorie „Corona-Projekte für Stadt und Handel“.

Gunzenhausen konnte sich in der Kategorie der Städte zwischen 10.000 und 20.000 Einwohnern mit dem „Digitalen Adventskalender“ durchsetzen. Das vom Stadtmarketingverein, der Wirtschaftsförderung und dem Citymanagement initiierte und mit vielen weiteren lokalen Akteuren umgesetzte Projekt setzt insbesondere auf die Verknüpfung von digitalen Medien und lokaler Wirtschaft. So versteckten sich hinter den 24 Türchen in der letzten Adventszeit u.a. Kurzvideos, in denen sich Gunzenhäuser Betriebe in Gedichtform vorstellten. Die Gedichte wurden dabei mit viel Leidenschaft und zum Teil in weihnachtlicher Verkleidung von Unternehmerinnen und Unternehmern aber auch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der jeweiligen Betriebe vorgetragen. Auch im Jahr 2021 soll es wieder einen „Digitalen Adventskalender“ auf ingunzenhausen.de geben.

„Bayerns Innenstädte unterliegen einem hohen Veränderungsdruck, der durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie nochmals zugenommen hat. Kommunen und Handelswelt müssen den Wandel aktiv gestalten und insbesondere die Zukunftschancen aus der Digitalisierung ergreifen“, sagte Minister Aiwanger anlässlich der Preisverleihung, „das Stadtmarketing übernimmt dabei die entscheidende Rolle des Koordinators und Managers für die Zusammenarbeit aller städtischen Akteure. Die Gewinner, aber auch alle anderen Teilnehmer, die sich diesem Wettbewerb gestellt haben, zeigen eindrucksvoll, wie intelligente und innovative Konzepte für die Belebung der Innenstädte und des öffentlichen Raums heute funktionieren.“

Das Interesse am Wettbewerb war auch im Jubiläumsjahr ungebrochen. Von 39 Bewerbern schafften es bei vier Größenkategorien, in denen der Preis vergeben wird, jeweils drei in die Endauswahl. Beim erstmals ausgelobten Sonderpreis „Corona-Projekte für Stadt und Handel“ waren es zwei Städte, die sich gegen 16 weitere Bewerber durchsetzen konnten und in die Schlussrunde einzogen. Neben der Projektidee bewertete die Fachjury die Wirkung auf Image und Attraktivität, den Innovationscharakter und die Vorbildfunktion, das Kosten-Nutzen-Verhältnis sowie die Einbindung in die örtliche Stadtmarketing-Strategie.

In der Kategorie 2 – Städte von 10.000 bis 20.000 Einwohner – waren zwölf Bewerbungen eingegangen. In der Schlussrunde standen Ochsenfurt, Lohr am Main und der Preisträger Gunzenhausen. Der Video-Adventskalender entwickle das schon länger bestehende Projekt „Winterzeit“ auf emotionale und überzeugende Art weiter, urteilten die Juroren.

Beim neu geschaffenen und erstmals verliehenen Sonderpreis „Corona-Projekte für Stadt und Handel“ befand die Jury einstimmig, dass beide Projekte in der Endauswahl ausgezeichnet werden. Das Gutschein-System aus Ebermannstadt „EBSer Solidarität“ überzeugte, da es den ortsansässigen Handel fördert und gleichzeitig die Arbeit der lokalen „Corona-Helden“ wertschätzt. Schweinfurt stach mit der Digitalisierungsoffensive „Schweinfurt ist online“ heraus, die in einem systematischen 10-Schritte-Programm die Angebote der lokalen Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister bündelt und sichtbar macht. Besonders innovativ ist dabei der taggleiche Auslieferungsservice.

Alle 14 bei der Preisverleihung anwesenden Nominierten erhielten eine Urkunde. Die Gewinner in den vier Kategorien dürfen sich zusätzlich über Blühpflanzen des Jubiläumssponsors Flower and Shower für die Innenstadt und einen Gutschein für ein Webinar freuen. Der Corona-Sonderpreis ist mit jeweils 1.500 Euro dotiert.

Der Stadtmarketingpreis wird seit 2005 vergeben und vom bayerischen Wirtschaftsministerium gefördert. Die Initiatoren sind der Handelsverband Bayern e.V. und der Aktionskreis City- und Stadtmarketing Bayern e.V. Zu den langjährigen Partnern und Unterstützern gehören der Sparkassenverband Bayern, die Rid Stiftung, Fokus Development und Essert Illuminationen. Die Fachliche Betreuung und Organisation liegt in den Händen der CIMA Beratung und Management GmbH.

Weitere Informationen: www.stadtmarketingpreis-bayern.de

Teile diesen Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Post Navigation