Müllabfuhr wird teurer

Erhöhung um mehr als 70 Prozent ab 2021

Auf die Kreisbürger kommt eine kräftige Erhöhung der Müllgebühren zu. Der Umweltausschuss des Kreistags hat sich auf seiner Sitzung am 29. Juni mit den künftigen Müllgebühren befasst und die Kalkulation der Verwaltung diskutiert. Danach steigen die Kosten für eine 40-Liter-Tonne im Monat (mit Biotonne) von jetzt 7,60 auf 13,10 Euro an. Das sind 72 Prozent mehr.  Die 60-Liter-Tonne kostet künftig 17,55 Euro (derzeit 9,97 Euro), die 80-Liter-Tonne kommt auf 22 Euro (derzeit 12,34 Euro).

Im nächsten Jahr steigen die Müllgebühren kräftig an.

Damit kassiert der Landkreis die höchsten Müllgebühren aller mittelfränkischen Landkreise.  Der Landkreisdurchschnitt beträgt bei der kleinen Tonne 10,20 Euro, bei den größeren 13,08 bzw. 16,7 Euro. Allerdings ist dieser Vergleich mit Vorsicht zu genießen, denn die Berechnungsgrundlagen sind unter den Landkreisen sehr unterschiedlich.

Die neuen Preise gelten von 2021 bis 2024. Die bisherigen Gebühren waren nach Auskunft des Landratsamts bis Ende 2020 „auskömmlich“, künftig reichen sie aber nicht mehr aus, um die Kosten auszugleichen.

Michael Hufnagel, der Sachgebietsleiter Abfallwirtschaft am Landratsamt, hat auch die Abfallbilanz 2019 erstellt. Aus der geht hervor, dass der Haus- und Geschäftsmüll sowie Sperrmüll mit 12330 Tonnen gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent gestiegen ist (allein der Sperrmüllanteil hat sich um 12 Prozent erhöht).

Um 5,9 Prozent gestiegen ist der Gewerbemüll. Etwas mehr Haushalte als im Vorjahr haben 2019 die Sperrmüllabfuhr auf Abruf in Anspruch genommen (1542). Die Menge erhöhte sich auf 540 Tonnen. Die Altmetallmenge stieg von 5,7 Tonnen auf 23,2 Tonnen, die Menge an Elektrogroßgeräten sank von 52,7 auf 44,4 Tonnen.

Reduziert hat sich die Bioabfallmenge, und zwar um 8,2 Prozent (auf 10676 Tonnen). Der Grünabfall hingegen erhöhte sich um 8,4 Prozent (4812 Tonnen).

Um ein Prozent hat sich die Gesamtwertstoffmenge erhöht. Unverändert blieben die Mengen an Glas, Papier und Altholz.

Die Gesamtabfallmenge (47842 Tonnen im Kreis) blieb mit 506 kg je Einwohner fast gleich (507). Leicht gesunken ist die Gesamtverwertungsquote (mit Grün- und Gartenabfällen) von 74 auf 73,3 Prozent.

37602  Restmüllbehälter haben die Landkreishaushalte, davon rangieren die 40-Liter-Eimer ganz oben (24400), gefolgt von den 60ern (5000) und den 80ern (5399) sowie den 120ern (2000). Gemessen am Jahresleerungsvolumen macht der Restmüll 24 Prozent (61 Millionen Liter im Jahr) aus. Für die Bioabfälle stehen die 240-Liter-Behälter in 31550 Haushalten (Volumenanteil 41 Prozent).

Die Müllgebühren warem vor sechs Jahren um 25 Prozent gesenkt worden. Ohne diesen Nachlass wäre die Erhöhung jetzt nicht ganz so gravierend (um 3 Euro) ausgefallen. Steigende Kosten in allen Bereichen sind für die jetzige Anhebung ursächlich: der neue Recyclinghof in Gunzenhausen (künftig in der Alemannenstraße im früheren Gebäude von Huber & Riedel), die Personalkosten und die Müllabfuhr (2018 zuletzt ausgeschrieben).

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