Monthly Archives: März 2020

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Testzentrum im Kreis

Drive-In-Station in Gunzenhausen

Auch in Gunzenhausen gibt es jetzt eine Drive-In-Station. Foto: BR

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen hat in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) ein lokales Testzentrum in Gunzenhausen eingerichtet. Der Betrieb wurde 30. März 202, aufgenommen.

Die Testungen auf das Coronavirus in der Drive-In-Station in Gunzenhausen sind ausnahmslos nur bei Personen möglich, die dafür registriert sind, also einen Termin haben. Personen ohne Termine werden nicht getestet und müssen weggeschickt werden. Die Registrierung für einen Abstrich im Testzentrum und die Terminvergabe erfolgen über den Bereitschaftsdienst der KVB unter der Telefonnummer 116 117. Dort erhalten die betroffenen Personen auch weitere Informationen zum Ablauf des Testverfahrens und zur Anfahrt.

Personen, die den Verdacht haben, sich angesteckt zu haben, sollen in keinem Fall ohne Registrierung oder zu Fuß zum Testzentrum kommen. Dies ist zum Schutz der Ärzte und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr wichtig. Für alle, die selbst kein Auto besitzen, gibt es auch weiterhin den Fahrdienst der KVB. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, wird die Polizei unterstützend vor Ort sein.

Der Ablauf ist klar vorgegeben. Die registrierte Person fährt mit dem Auto zu der vorgegebenen Uhrzeit in die Dive-In-Station, wo in einem ersten Schritt die persönlichen Daten und die Registrierung überprüft werden. Im zweiten Schritt nimmt der Arzt durch das geöffnete Wagenfenster den Abstrich. Für den Test auf das Coronavirus muss das Auto nicht verlassen werden. Die Teststäbchen werden anschließend per Kurier an das zuständige Labor gebracht. Das Testergebnis wird den Betroffenen über den Hausarzt oder das Gesundheitsamt mitgeteilt.

„Das lokale Testzentrum in Gunzenhausen soll den Landkreis entlasten und das Testverfahren effektiver organisieren“, so Philipp Brandl-Michel, Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, die alle Maßnahmen rund um das Coronavirus im Landratsamt koordiniert. Die Infrastruktur und das Hilfspersonal für das Testzentrum hat der Landkreis zur Verfügung gestellt. Die Ärztinnen und Ärzte, die die Testungen vornehmen, werden von der KVB gestellt oder vom Gesundheitsamt verpflichtet.

Um die weitere Ausbreitung zu minimieren, sollen alle Personen, die den Verdacht haben, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben und zu keiner Testung im lokalen Testzentrum in Gunzenhausen aufgefordert wurden, auch weiterhin keine Arztpraxis persönlich aufsuchen. Es soll unbedingt vorher telefonisch Kontakt mit dem Hausarzt oder dem Bereitschaftsdienst der KVB unter der Telefonnummer 116 117 aufgenommen werden.

Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gibt es insgesamt 101 labordiagnostisch nachgewiesene Corona-Infektionsfälle (Stand 31.03.2020). Darunter sind auch bereits genesene Personen enthalten. Diese werden vom Gesundheitsamt nicht gesondert erfasst.

Vorerst keine Schiffsfahrten

Schifffahrt am Altmühlsee kann nicht wie geplant eröffnet werden

Die Schifffahrt auf dem Altmühlsee sollte planmäßig am 11. April ihren Dienst aufnehmen. Bedingt durch die Corona-Krise und die daraus resultierenden Anordnungen muss dies auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Wann die Schifffahrt eröffnet werden kann, wird rechtzeitig bekannt gegeben.

33 weitere Corona-Fälle

Entwicklung des Virus im Kreis Ansbach

Es gibt seit Freitag, 27. März 2020, 33 weitere labordiagnostisch nachgewiesene Infektionsfälle und damit insgesamt 176 bestätigte Corona-Fälle in Landkreis Ansbach und Stadt Ansbach. 147 der mit dem Coronavirus infizierten Personen stammen aus dem Landkreis Ansbach.

„Es gilt die Ausgangsbeschränkungen gemeinsam durchzuhalten und Sozialkontakte zu vermeiden. Je besser wird dies alle umsetzen, desto früher kann das öffentliche Leben wieder hochgefahren werden. Wir alle müssen derzeit für eine Weile unsere sozialen Verhaltensweisen ändern, um gerade ältere und vorerkrankte Menschen zu schützen“, so Landrat Dr. Jürgen Ludwig. Dazu zähle auch, dass die Osterfeierlichkeiten in diesem Jahr anders ausfallen und Osterfeuer nicht stattfinden können. „Das Abbrennen von Osterfeuern als gesellschaftlicher Treffpunkt müssen wir in diesem Jahr auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Vielleicht ist das Anzünden der Johannisfeuer im Juni wieder möglich“, so Jörg Scherbaum, Sachgebietsleiter des Fachbereichs für Sicherheit und Ordnung im Landratsamt Ansbach. Auch das Anliefern von Brennmaterial ist vorerst auf die Zeit nach der Ausgangsbeschränkung verschoben.

„Wir erhalten derzeit immer wieder Nachfragen, ob sich auch das eigene Haustier anstecken kann. Bislang gibt es allerdings keine wissenschaftlich belegbaren Hinweise, dass sich Tiere mit dem Coronavirus anstecken können“, betont Dr. Franziska Lenz, Leiterin des Gesundheitsamtes für Landkreis Ansbach und Stadt Ansbach.

Weitere Informationen zum Coronavirus, Hygienemaßnahmen sowie weiterführende Links werden regelmäßig unter www.landkreis-ansbach.de aktualisiert.

Mut machen!

Geschichten für alle: Die Plattform story.one

Seit jeher verbinden uns Sprache und Geschichten. Auch in Zeiten der sozialen Isolierung während der Corona-Krise sind es Erzählungen, die uns, gemeinsam oder allein, die Zeit vertreiben und uns den Alltag vergessen lassen – und das mitten aus dem Leben gegriffen. Mit Sonja Schiff als Herausgeberin veröffentlich die Plattform story.one unter dem Titel „Corona – Nichts wird mehr sein wie es war“ die 17 schönsten Mutmachgeschichten, die die Erzähler*innen auf story.one gepostet haben und die bisher bis zu 1,7 Millionen Mal gelesen worden sind. In dem Buch werden Geschichten aus dem neuen Alltag, den das Coronavirus mit sich bringt, gesammelt. Die Menschen schreiben über ihre Gefühle, Ängste, Zukunftsvorstellungen und alles, was sie bewegt.

„Corona – Nichts wird mehr sein wie es war“ versammelt wahre Geschichten, die inspirieren und Mut machen: Es geht um die Entdeckung der neuen Langsamkeit, das wieder gefundene Staunen über die Wunder der Natur, um Nachdenken über den Sinn des Lebens und den Unsinn des ungebremsten Konsums, es erzählt ein ehemaliger Sandler aus seinem Leben, ein geplagter Vater von seinem virtuellen Besuch im Kaffeehaus, und Uwe Böschemeyer erinnert an den Mut der 2Trümmerfrauen“ nach dem zweiten Weltkrieg.

story.one ist eine Community für Storyteller: Social Media haben unsere Art zu lesen und zu schreiben längst verändert. Auf story.one kann man Geschichten liken, teilen und kommentieren. Es gibt die Möglichkeit, sich mit anderen zu verbinden und gemeinsam Texte für ein Buch zusammenzustellen. Denn auch Digital Natives schätzen gedruckte Bücher. Ab zwölf Geschichten kann ein Hardcover veröffentlicht werden.

Ähnlich wie YouTube ermutigt story.one alle zum Mitmachen: „Publish yourself!” Wer angemeldet ist, kann selbst Texte veröffentlichen. Die Voraussetzungen sind lediglich, dass jeder Text auf eigenen Erlebnissen basiert – No fiction! – und dass er aus maximal 2.500 Zeichen besteht. Das entspricht etwa der Lesedauer von zwei bis drei Minuten – wie eine gute Anekdote. Dazu bietet die Plattform eine Auswahl rechtefreier Bilder von Unsplash. Die Kommentare gibt jede*r Autor*in selbst frei und auch sonst gilt volle Selbstbestimmung in allen urheberrechtlichen Fragen.

Aus nur zwölf Storys kann dann schon ein eigenes Buch mit Farbbildern und Hardcover werden. Wer sich als Herausgeber*in von den anderen eine Erlaubnis dazu geben lässt, kann Geschichten mehrerer Personen in einem Buch versammeln. Die ersten Bücher sind bereits auf dem Markt, für einen Einheitspreis von 14 Euro. Ab dem elften Exemplar werden zehn Prozent des Nettoverkaufspreises gezahlt. Optional erhält das Buch auch eine ISBN und ist per Print on Demand im gesamten Buchhandel zu kaufen.

Sonja Schiff (Hrsg.): „Corona – Nichts wird mehr sein wie es war“ (17 Geschichten die jetzt Mut machen), 80 Seiten, story.one, ISBN 978-3-99087-141-6, 14 Euro.

Revolution der Mittelschicht?

Dr. Buschmann schrieb für den „Spiegel“ den folgenden Gastbeitrag

Der Zusammenhalt der deutschen Gesellschaft ist angesichts der Corona-Krise beeindruckend. Doch niemand sollte sich täuschen: Lange werden sich das die Leute nicht mehr gefallen lassen. Zugespitzt formuliert: Bald könnte Revolution in der Luft liegen, wenn das so weiter geht. Stellt die deutsche Mittelschicht irgendwann fest, dass ihr Betrieb pleite, ihr Arbeitsplatz verloren oder ihr Aktiensparplan wertlos ist, dann wird sie sich radikalisieren.

Das ist keine Panikmache, sondern eine Lehre aus der Geschichte. Schon der französische Historiker Alexis de Tocqueville lehrte, dass die Bürger eines Staates in Phasen langen Wohlstands immer empfindlicher gegenüber Zumutungen werden, die sie als ungerecht empfinden. Daraus folgt: Revolutionen finden nicht dann statt, wenn es den Menschen am schlechtesten geht. Sie neigen dazu, wenn auf eine lange Periode großen Wohlstands ein plötzlicher Einbruch stattfindet.

Der deutsche Soziologe Theodor Geiger erkannte in der politischen Radikalisierung im Deutschland der 1930er-Jahre eine Reaktion der Mittelschicht auf ihren gesellschaftlichen Absturz in der Weltwirtschaftskrise. Der US-Politologe Samuel Huntington war der Ansicht, dass die Mittelschichten zur Radikalisierung tendieren, wenn sie die Sorge umtreibt, im Vergleich zu anderen Gruppen ihren gesellschaftlichen Status zu verlieren. Und der US-Politologe Francis Fukuyama erinnerte jüngst daran, dass der gesellschaftliche Abstieg von Mittelschichten ein Treiber aggressiver Polarisierung sei.

Die Beschlüsse des Deutschen Bundestages vom 25. März 2020 haben den Zweck, den Bürgern und Betrieben ein wenig Zeit zu verschaffen, um auf den externen Schock der Corona-Krise reagieren zu können. Aber das bisschen Zeit, dass der Staat der Gesellschaft und der Wirtschaft trotz gewaltiger Summen, die mobilisiert worden sind, erkaufen kann, läuft bald ab. Bis dahin müssen medizinische Szenarien und politische Abwägungen her. Sie müssen die Frage beantworten, ab wann es verantwortbar ist und ab wann es sogar geboten ist, die jetzige Ausnahmesituation der sozialen Distanzierung zurückzufahren und schließlich zu beenden.

Für diese Abwägungen wird entscheidend sein, ob bereits zugelassene und ausreichend skalierbar produzierbare Medikamente den Krankheitsverlauf einer Covid-19-Infektion mildern, unterbrechen, der Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Betreuung vorbeugen und die Sterblichkeitsrate signifikant senken können. Solche Medikamente könnten dann schnell und breitflächig zum Einsatz kommen. Die gesundheitliche Gefahrenlage könnte sich dadurch erheblich entspannen. Sämtliche klinische Studien, die diesem Zweck dienen, müssen finanziell und administrativ volle Unterstützung erhalten.

Für diese Abwägungen wird entscheidend sein, ob schnellere und zuverlässige Verfahren für Massentests verfügbar werden. Denn dann wäre es möglich, Menschen, die den Virus verbreiten, schneller zu identifizieren und zu isolieren. Dann wäre es auch denkbar, “sichere Häfen” zu schaffen, in denen sich Menschen aufhalten und dort frei interagieren können, die negativ getestet sind und sich weiterhin engmaschig Tests unterziehen. In diese Abwägung muss der verlässliche Wissensstand zu Hochrisikogruppen einfließen. Wenn sie gezielt so geschützt werden könnten, dass Gesundheitsgefahren für die restliche Bevölkerung auf das Niveau einer schweren Grippewelle sinken würden, wie es der Virologe Alexander Kekulé jüngst formulierte, dann wäre eine Aufhebung des allgemeinen Lock Downs nicht nur verantwortbar möglich, sondern grundrechtlich sogar geboten. Und in diese Abwägung muss auch eine mögliche Radikalisierung der Mittelschicht mit einfließen.

Bürgerpreis ausgelobt

Leitthema: “Gemeinsam, digital und sozial”

Die diesjährige Ausschreibung für den Bürgerpreis des Bayerischen Landtags ist gestartet.  Auch heuer würdigt die bayerische Volksvertretung mit der hohen Auszeichnung wieder herausragendes ehrenamtliches Engagement im Freistaat. Das Leitthema lautet diesmal „Neue Netze, neue Nachbarn. GEMEINSAM DIGITAL SOZIAL“. Dies teilt der Stimmkreisabgeordnete Manuel Westphal mit.

Die neuen Formen der Kommunikation, der Kontaktaufnahme und Teilhabe verändern unser gesellschaftliches Zusammenleben: Früher begegnete man den Nachbarn im Treppenhaus, heute trifft man sich im Internet. Globalisierung und hohe Mobilität verstärken aber mancherorts das Gefühl der nachbarschaftlichen Anonymität und des Aneinander-vorbei-Lebens. Nachbarschaftliche Beziehungen müssen wachsen, sie entstehen nicht von heute auf morgen. Sie erfordern von den Beteiligten, sich für die Gemeinschaft zu engagieren, in sie zu investieren und sich immer wieder aufs Neue zu vernetzen. Das digitale Umfeld ergänzt dabei das soziale Miteinander, ohne es zu ersetzen oder auf das rein Virtuelle zu reduzieren.

Viele Initiativen zeigen, dass digitale Angebote zur Vernetzung die sozialen Begegnungen vor Ort erweitern und die nachbarschaftliche Verbundenheit stärken, indem sie der Anonymität entgegenwirken! In Zeiten der Corona-Krise gilt: Abstand halten kann momentan Leben retten. Die digitale Vernetzung bietet gerade jetzt viele Möglichkeiten, auch von zu Hause aus für andere da zu sein!

Teilnehmen können Bürgerinnen und Bürger sowie gesellschaftliche Gruppen, die sich mit ihren digital basierten Projekten in herausragender und beispielhafter Weise ehrenamtlich engagieren, Menschen zusammenzubringen.

Die Preisträger werden von einem Beirat unter dem Vorsitz von Landtagspräsidentin Ilse Aigner ausgewählt. Der Bürgerpreis 2020 des Bayerischen Landtags ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert. Eine Teilausschüttung des Preisgeldes bleibt vorbehalten. Zudem kann das jeweilige Preisgeld auch in Teilsummen auf mehrere Preisträger aufgeteilt werden.

Die Bewerbungsfrist läuft bis 8. Mai 2020. Die Preisverleihung findet am 29. Oktober 2020 im Bayerischen Landtag statt.

Alle Informationen rund um die Bewerbung finden Sie auf der Internetseite www.buergerpreis-bayern.de oder Sie wenden sich an Frau Juliane Oberndorfer, Bayerischer Landtag | Landtagsamt, Maximilianeum, 81627 München, Telefon 089 4126-2651 oder buergerpreis-bayern2020@bayern.landtag.de.

Erster Todesfall

… im Corona-Zusammenhang in Weißenburg-Gunzenhausen

Jetzt hat es auch die Spitze des Landratsamts getroffen. Seit 24. März befindet sich Landrat Gerhard Wägemann (67) zuhause in Quarantäne, und seit 25. steht fest, dass er an Covid-19 erkrankt ist.

Wie Lena Kagerer, die Pressesprecherin der Behörde, auf Anfrage mitteilte, hatte der Landrat zunächst Fieber, dieses ist mittlerweile abgeklungen. Weitere Symptome sind Kopfschmerzen und Husten. Insgesamt befinde er sich in einem stabilen, nicht besorgniserregenden Zustand. So nehme der Landrat von zuhause aus – er hat ein Haus in Weißenburg – die Dienstgeschäfte wahr und stehe mit dem Amt per Telefon und E-Mail in Kontakt.

In der Weißenburger Behörde arbeite ganz normal der Abteilungsleiter Philipp Brandl-Michel, Wägemanns Stellvertreter im Amt. Er kümmere sich etwa um den inneren Dienstbetrieb und die Führungsgruppe Katastrophenschutz. Kagerer kann deshalb zusammenfassen: „Der Dienstbetrieb ist nicht beeinträchtigt.“ Das gelte auch für den Corona-Krisenstab.

Wie sich Gerhard Wägemann infiziert hat, lässt sich nicht nachvollziehen. Bereits letzte Woche habe er Termine mit persönlichen Begegnungen weitestgehend abgesagt. Inzwischen habe das Gesundheitsamt Wägemanns Kontaktpersonen ermittelt und sie über den positiven Test beim Landrat verständigt. Daraufhin seien auch die Kontaktpersonen, die dem Krisenstab angehören, getestet, und es habe auch darunter Corona-Fälle gegeben. Doch sei sichergestellt, dass dieser Krisenstab wie auch die Führungsgruppe Katastrophenschutz handlungsfähig blieben. Hier laufe die Kommunikation vornehmlich über Telefon und elektronische Medien.

Überhaupt gelte im Landratsamt die Devise, dass das Personal möglichst im Schichtdienst arbeiten und Homeoffice praktiziert werden soll. Letzteres setzt auch Lena Kagerer selbst um.

Stationäre Behandlung in Gunzenhausen

Die Behördensprecherin gab am 26. März auch die neuesten Corona-Zahlen für den gesamten Landkreis bekannt. Danach gab es 62 gesichert Infizierte. Im Gunzenhäuser Krankenhaus wurden fünf Corona- Erkrankte stationär behandelt. Eine künstliche Beatmung oder eine Behandlung auf der Intensivstation war für sie nicht erforderlich. Die Klinik in Weißenburg meldete elf stationäre Fälle, davon drei auf Intensiv und mit Beatmung.

Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gibt es im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus den ersten Todesfall. Ein 88-jähriger Mann mit Vorerkrankungen ist am Freitag, den 27. März 2020, im Klinikum Altmühlfranken in Gunzenhausen an den Folgen der Viruserkrankung verstorben.

Aufgrund seines fortgeschrittenen Alters und seiner Vorerkrankungen gehörte der 88-Jährige zur Hochrisikogruppe. Eine künstliche Beatmung lehnte der Verstorbene in seiner Patientenverfügung ab. Der Mann hatte seinen Wohnsitz im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Weitere Details zu dem verstorbenen Patienten können zum Schutz der persönlichen Daten nicht bekannt gegeben werden.

Mittlerweile haben sich im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen 74 Personen mit dem Coronavirus nachweislich infiziert (Stand: 27.03.2020, 07.30 Uhr). Darunter sind auch bereits genesene Personen enthalten. Diese werden vom Gesundheitsamt nicht gesondert erfasst.

Das Bürgertelefon (09141 902-500) und die telefonische Notfallseelsorge (09141 902-269) im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen sind auch am Wochenende 28./29. März 2020 von 9 bis 14 Uhr erreichbar. Am Montag sind die beiden Hotlines von 8 bis 16 Uhr besetzt. Unter www.landkreis-wug.de/corona sind weitere Informationen nachlesbar.

Glück im Pferdestall

Der Voggendorfer Pferdezüchter Rudolf Wehr hat Zuwachs im Stall bekommen. Drei Tage alt ist dieses Fohlen, das die ersten Gehversuche an der Seite ihrer Mutter unternimmt. Die „Süddeutsche Warmblut“-Stute macht den Züchter glücklich. Er darf in den nächsten Wochen  nochmals  mit Zuwachs rechnen, denn der Geburtstermin zweier Stuten steht bevor.  Foto: Falk

Onlineangebote erweitert

Online und lokal Einkaufen? Das geht!

Die durch die Corona-Pandemie verursachte Krise der Wirtschaft macht auch vor den Unternehmen in Gunzenhausen nicht Halt. Stadtmarketing Gunzenhausen, Wirtschaftsförderung und Citymanagement bieten den heimischen Wirtschaftsunternehmen Unterstützung an, damit diese so gut wie möglich durch die Krise kommen. Die Bevölkerung kann ihren Beitrag dazu leisten, indem sie Bestell- und Liefermöglichkeiten nutzt und bei den lokalen Geschäften online einkauft  oder per Telefon, E-Mail oder WhatsApp bestellt.

Aufgrund der aktuellen Situation hat der Online-Bereich weiter an Bedeutung gewonnen und ist für viele örtliche Unternehmen momentan der einzige Vertriebskanal. Deshalb sind Sichtbarkeit und Online-Handel auch für den stationären Handel und weitere Unternehmen wichtiger denn je. Unsere örtlichen Unternehmer stellen ihre Produkte bzw. Angebote auf der Webseite www.ingunzenhausen.de oder auf www.in-altmuehlfranken.de ein. Das Angebot wird täglich größer. Auf den online-Portalen können Kunden das Warenangebot ansehen bzw. auch gleich einkaufen. Die Gunzenhäuser Unternehmen stellen auf genannten Webseiten außerdem ein, ob und wie sie trotz Schließung erreichbar sind.

Die beiden genannten online-Kanäle bestanden bereits vor der Corona-Krise und sind nun von großem Nutzen für Händler und Kunden. Die Kunden sollten sich bewusst machen, dass es wichtig ist, die örtlichen Unternehmer weiter zu unterstützen und auch jetzt– wenn auch auf anderem Weg – bei ihnen einzukaufen. Unsere Stadt soll auch nach Corona attraktiv bleiben und eine bunte Vielfalt an Einzelhandelsgeschäften bieten.

Bürgerpreis ausgelobt

„Neue Netze, neue Nachbarn. GEMEINSAM DIGITAL SOZIAL“

Die diesjährige Ausschreibung für den Bürgerpreis des Bayerischen Landtags ist gestartet.  Auch heuer würdigt die bayerische Volksvertretung mit der hohen Auszeichnung wieder herausragendes ehrenamtliches Engagement im Freistaat. Das Leitthema lautet diesmal „Neue Netze, neue Nachbarn. GEMEINSAM DIGITAL SOZIAL“. Dies teilt der Stimmkreisabgeordnete Manuel Westphal mit.

Die neuen Formen der Kommunikation, der Kontaktaufnahme und Teilhabe verändern unser gesellschaftliches Zusammenleben: Früher begegnete man den Nachbarn im Treppenhaus, heute trifft man sich im Internet. Globalisierung und hohe Mobilität verstärken aber mancherorts das Gefühl der nachbarschaftlichen Anonymität und des Aneinander-vorbei-Lebens. Nachbarschaftliche Beziehungen müssen wachsen, sie entstehen nicht von heute auf morgen. Sie erfordern von den Beteiligten, sich für die Gemeinschaft zu engagieren, in sie zu investieren und sich immer wieder aufs Neue zu vernetzen. Das digitale Umfeld ergänzt dabei das soziale Miteinander, ohne es zu ersetzen oder auf das rein Virtuelle zu reduzieren.

Viele Initiativen zeigen, dass digitale Angebote zur Vernetzung die sozialen Begegnungen vor Ort erweitern und die nachbarschaftliche Verbundenheit stärken, indem sie der Anonymität entgegenwirken! In Zeiten der Corona-Krise gilt: Abstand halten kann momentan Leben retten. Die digitale Vernetzung bietet gerade jetzt viele Möglichkeiten, auch von zu Hause aus für andere da zu sein!

Teilnehmen können Bürgerinnen und Bürger sowie gesellschaftliche Gruppen, die sich mit ihren digital basierten Projekten in herausragender und beispielhafter Weise ehrenamtlich engagieren, Menschen zusammenzubringen.

Die Preisträger werden von einem Beirat unter dem Vorsitz von Landtagspräsidentin Ilse Aigner ausgewählt. Der Bürgerpreis 2020 des Bayerischen Landtags ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert. Eine Teilausschüttung des Preisgeldes bleibt vorbehalten. Zudem kann das jeweilige Preisgeld auch in Teilsummen auf mehrere Preisträger aufgeteilt werden.

Die Bewerbungsfrist läuft bis 8. Mai 2020. Die Preisverleihung findet am 29. Oktober 2020 im Bayerischen Landtag statt.

Alle Informationen rund um die Bewerbung finden Sie auf der Internetseite www.buergerpreis-bayern.de oder Sie wenden sich an Frau Juliane Oberndorfer, Bayerischer Landtag | Landtagsamt, Maximilianeum, 81627 München, Telefon 089 4126-2651 oder buergerpreis-bayern2020@bayern.landtag.de.