Monthly Archives: Februar 2019

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Startschuss fürs Jubiläumsjahr

50 Jahre Naturpark Altmühltal: Neue Broschüre lädt ein zum Mitfeiern

Mit der neuen Jubiläumsbroschüre im Biotopgarten des Informationszentrums Naturpark Altmühltal: (von links) Christoph Würflein, Geschäftsführer des Naturpark Altmühltal, Anton Knapp, Eichstätter Landrat und Vorsitzender des Vereins Naturpark Altmühltal, Monika Klement vom Umweltzentrum Naturpark Altmühltal und Klaus Dorsch von der ausführenden Agentur Magenta4.

 2019 feiert der Naturpark Altmühltal seinen 50. Geburtstag mit einem Fest im Informationszentrum Naturpark Altmühltal sowie zahlreichen Jubiläumsführungen. Letztere stellt – ebenso wie die Besonderheiten der Landschaft in der Jubiläumsregion – eine eben erschienene Broschüre vor.

Die Landschaft des Naturpark Altmühltal ermöglicht an vielen Stellen einen Einblick in die Erdgeschichte, in der vor rund 150 Millionen Jahren der Urvogel Archaeopteryx seine Runden über einem jurazeitlichen Meer zog. 50 Jahre scheinen im Vergleich dazu eine sehr kurze Zeitspanne zu sein, aber gerade für den Naturpark Altmühltal haben sie 2019 eine besondere Bedeutung: 1969 wurde der Verein Naturpark Altmühltal (Südl. Frankenalb) und damit auch der Naturpark an sich gegründet – seit einem halben Jahrhundert setzt er sich für die Balance von Landschaftsschutz und sanftem Tourismus ein.

Am 25. Juli 1969, dem Tag der Unterzeichnung im Gräflichen Neuen Schloss in Pappenheim, war der neue Naturpark der größte in Deutschland. Das stellte aber nicht seine einzige Besonderheit dar: Der Naturpark Altmühltal machte nicht an Landkreis- oder Bezirksgrenzen halt, sondern orientierte sich an seiner landschaftlichen Einheit. So gehörten zu den Gründungsmitgliedern die damals kreisfreien Städte Eichstätt und Weißenburg, die Landkreise Beilngries, Donauwörth, Eichstätt, Gunzenhausen, Hilpoltstein, Kelheim, Neuburg, Riedenburg, Weißenburg und Ingolstadt sowie der Wittelsbacher Ausgleichsfond.

Ganz in ihrem Sinne steht auch im Jubiläumsjahr die Landschaft des Naturpark Altmühltal im Vordergrund. Das zeigt die Broschüre „50 Jahre Naturpark Altmühltal“, die ab sofort kostenlos beim Informationszentrum Naturpark Altmühltal erhältlich ist. Neben einem kurzen Abriss der Geschichte und der Aufgaben des Naturparks stellt die Broschüre die Landschaftselemente vor, die charakteristisch für den Naturpark Altmühltal sind: darunter naturnahe Buchenwälder, Trockenrasen und Wacholderheiden, Flüsse, Felsen, Höhlen oder Steinbrüche. Zu jedem Naturraum gibt es ein Angebot an Jubiläumsführungen, bei denen die Teilnehmer von geschulten Naturparkführern begleitet werden. Sie richten sich an Touristen genauso wie an Einheimische, die die „grünen“ Seiten ihrer Heimat besser kennenlernen wollen. Die Touren beginnen im März und enden im November, einen Überblick findet man auch im Internet unter www.naturpark-altmuehltal.de /50-jahre.

Zum Mitfeiern lädt außerdem das Jubiläumsfest am 14. Juli 2019 im Informationszentrum Naturpark Altmühltal: Bei diesem Thementag stellen sich unter anderem die Naturparkführer mit vielen Mitmachaktionen und Workshops vor.

Mehr Informationen: Informationszentrum Naturpark Altmühltal, Notre Dame 1, 85072 Eichstätt, Telefon 08421/9876-0, info@naturpark-altmuehltal.de, www.naturpark-altmuehltal.de/50-jahre

Bewegungs- und Singspiele…

… für den Alltag mit Babys

Am Montag, 4. März 2019, besucht Carola Hecht das Babycafé Mini-Maxi-Treff. Die erfahrene Sprachtherapeutin bringt für die Eltern allerlei Anregungen und Tipps für Bewegungs- und Singspiele mit Babys im ersten Lebensjahr mit.

Für die Kinder steht im Veranstaltungsraum ein Spielbereich zur Verfügung.

Die Veranstaltung findet kostenlos von 9.30 bis 11.00 Uhr in den Räumlichkeiten der Frühförderung Kinderhilfe in Treuchtlingen statt. Anmeldungen nimmt das Sekretariat der Frühförderung unter 09142/2430 entgegen.

Spritzige Getränke für die Faschingszeit

 Aus Streuobst der Region lassen sich gute prickelnde Mostvarianten herstellen

Die Faschingszeit ist auch die Zeit der prickelnden Getränke. Im Streuobstland Franken gibt eine ganze Menge prickelnder, spritziger Getränkevarianten aus gutem Streuobst. In der Regel haben diese Apfel- und Birnenmostvarianten auch deutlich weniger Alkohol.

Klassische fränkische Moste haben häufig ein hohes Maß an Säure und sind für viele, gerade junge Menschen, nicht wirklich eine Alternative zum Bier oder Wein. Als sog. Apfel-Seccos hat die Streuobstinitiative „hesselberger“ schon vor vielen Jahren begonnen, gefällige Apfelmostvarianten in Anlehnung an französischen „Cidre“ auf den Markt zu bringen. Im Gegensatz zu klassischem fränkischem Most, bei dem der gesamte Fruchtzucker durch die Gärung in Alkohol umgewandelt wird, verbleibt bei einem „Cidre“ ein Rest des Fruchtsaftes unvergoren und stellt eine sog. Süß- bzw. Geschmacksreserve dar. Der fein ausgebauten Most aus Streuobst wird als „hesselberger Apfel-Secco, halbtrocken“ vermarktet. Dabei wird der Most weinartig ausgebaut und mit Süß- bzw. Geschmacksreserve versehen. Aus dem hesselberger Grundmost aus Boskoop- und Bohnäpfeln wird einen prickelnden Apfel-Secco mit 5,4 Vol% Alkohol. Mit einer Zugabe von reiner Holunderblüte ist der bekannte „Holler-Secco“ entstanden, ebenfalls eine prickelnde Mostvariante.

Die hesselberger Seccos „Kir“ und „Birne-Kirsch“ sind klassische „Cidre“, da bei diesen alkoholischen Getränken der reine Most mit den Zugaben von Johannisbeersaft oder Süßkirschensaft eine Süß- und Geschmacksreserve erhält.

Allen Streuobst-Seccos von hesselberger ist der geringe Alkoholgehalt von 4-5,4 Vol%. – im Gegensatz zu 10-13 Vol% von Sekten auf Traubenbasis – gemein. Damit lässt sich in der Faschingszeit prickelnd und  gut feiern ohne schnell an die Alkoholgrenze zu kommen. Wer es ganz ohne Alkohol möchte, findet im relativ neuen alkoholfreien Secco „Apfeltraum“ von hesselberger das Richtige. Spritzig, fruchtig und prickelnd, aber ganz ohne Alkohol..

Spitzen – Mantillas aus Spanien

Ausstellung im Klöppelmuseum Abenberg vom 10. März bis 22. Dezember 2019

Eine historische Abbildung der “kleinen Decke”, wie die spanische Spitze auf Deutsch genannt wird.

Ausstellungseröffnung mit Start in die Museumssaison am 10. März, 14 Uhr, anschließend Einladung ins Museumscafé im Schottenturm. „Mantilla“ ist spanisch und heißt übersetzt „kleine Decke“. Mit kleinen Decken hat die aktuelle Ausstellung im Abenberger Klöppelmuseum jedoch nur wenig zu tun. Gezeigt werden vielmehr handgeklöppelte Spitzentücher von beeindruckender Größe. Vor allem in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts war die Spitzen-Mantilla in Spanien weit verbreitet. Mantillas finden sich in jedem Winkel tief in den Truhen der Großmütter. Aber auch heute noch werden sie zu besonderen Anlässen getragen: an religiösen Festtagen, zu feierlichen Prozessionen, beim Stierkampf, bei Hochzeiten.

Die Mantillas, zuerst schwarze Seidentücher, wurden mit immer breiteren schwarzen Spitzen besetzt, bis sie schließlich völlig aus schwarzer Seidenspitze bestanden. Weiße Mantillas sind eher selten und werden nur bei speziellen Anlässen getragen. Sie waren grundsätzlich für den Stierkampf bestimmt, mit dem die Saison eröffnet wurde, für Taufen und Geburtstagsfeiern, für den Ostermontag sowie für Hochzeiten zum hellen Kleid.

In der Ausstellung sind die vier unterschiedlichen Typen der Mantilla – die „Mantilla toalla“, die „Mantilla de casco“, die „Mantilla de cerco“ und die „Mantilla de terno“ – zu sehen. Gestickte Mantillas, zahlreiche Fotos und besondere Schmuckstücke ergänzen die Ausstellung.

Für das Abenberger Klöppelmuseum  ist es eine große Freude, dass Maria Greil aus Madrid ihre Spitzenkostbarkeiten für die Ausstellung zur Verfügung stellt. Sie klöppelt selbst und hat zum Abenberger Klöppelmuseum eine besondere Beziehung, kommt ihre Familie väterlicherseits doch aus der benachbarten fränkischen Hopfenstadt Spalt.

So werden die internationalen Verbindungen durch das Klöppeln weiter belebt und finden beim Klöppelfest am 22. September ihren Höhepunkt. Dann kommt Maria Greil mit einer Gruppe Klöpplerinnen aus Spanien nach Abenberg um das traditionelle Klöppelfest mit einer Mantilla-Modenschau und spanischem Temperament zu bereichern.

Klöppelmuseum Abenberg, Burgstr. 16, 91183 Abenberg, Tel. 09178/ 9061,8 info@museen-abenberg.de, www.museen-abenberg.de

Öffnungszeiten: April bis Oktober: Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr; März/November/Dezember:                       Donnerstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr; Feiertage geöffnet.

Wie kann Inklusion gelingen?

Gesprächsrunde mit MdL Manuel Westphal

Die Teilnehmer der Inklusionsrunde in Gunzenhausen gaben dem Landtagsabgeordneten Manuel Westphal einen umfassenden Einblick in das Thema Inklusion in Kindertagesstätten. Bild: Büro Westphal

Während eines Austauschtreffens von Kindergartenleitungen im vergangenen Frühjahr war der Wunsch nach einer ähnlichen Gesprächsrunde zum Thema Inklusion aufgekommen. Der Stimmkreisabgeordnete für den Bayerischen Landtag Manuel Westphal nahm diesen Vorschlag gerne an und brachte verschiedene Akteure an einen Tisch, die Inklusion begleiten und fördern. Da die Initiative des Treffens vor allem auch von der Leiterin des Kinder- und Familienzentrums Wilhelm Löhe (KiFaZ) Diana Leickert ausging, fand die Runde im Lutherhaus in Gunzenhausen statt.

Das Thema Inklusion hat viele Gesichter, Herangehensweisen, Lösungsansätze und auch Akteure. „Jedem von uns begegnet Inklusion. Nur sehen wir oft nicht genau genug hin, um zu erkennen, was eigentlich dahintersteckt. Damit uns Inklusion mit ihren vielen Herangehensweisen gelingen kann, muss sie in jedem Lebensbereich eine Rolle spielen. Der Beginn wird oft in den Kindertagesstätten gesetzt. Damit die Inklusion dort aber funktionieren kann, sind die Rahmenbedingungen wichtig. Um diese zu diskutieren und kennenzulernen, habe ich das Austauschtreffen initiiert“, verdeutlichte Westphal.

Dem Landtagsabgeordneten Manuel Westphal war es ein wichtiges Anliegen am Beispiel des Kinder- und Familienzentrums Wilhelm Löhe (KiFaZ) einen gemeinsamen Ansatz zu finden, um das Thema Inklusion in Kindertageseinrichtungen zu beleuchten. Seit vielen Jahren wird im KiFaZ Inklusion gelebt. Einrichtungsleitung Diana Leickert schilderte zu Beginn der Runde ihre Erfahrungen beim Thema Inklusion. In Gunzenhausen war man Vorreiter und hat die evangelische Einrichtung zu einem inklusiven Kinder- und Familienzentrum weiterentwickelt. „Unser Ziel ist es, jedem Kind individuell Leben innerhalb der Gesellschaft zu ermöglichen. In unseren Gruppen lernen die Kinder voneinander und begegnen sich auf einer Ebene. Damit dies gelingen kann, sind wir vor allem auf personelle Ressourcenzuweisungen angewiesen, die wir über die Eingliederungshilfe des Bezirks Mittelfranken erhalten“, erklärte Leickert zu Beginn des Gesprächs.

Die Eltern der betroffenen Kinder müssen selbst einen Antrag zur Eingliederungshilfe beim Bezirk stellen. „Wir können dabei nur unterstützen. Das Antragsverfahren ist sehr kompliziert und für die Familien oft nicht einfach, da in diesem Moment klar definiert wird, dass das eigene Kind Einschränkungen hat. Der Umgang damit fällt den Eltern oft sehr schwer. Wird kein Antrag aus Angst vor den Folgen einer solchen, ärztlich festgestellten Einschränkung gestellt, bleibt es der Einrichtung überlassen, ob das Kind trotzdem aufgenommen wird – allerdings ohne zusätzliche personelle Unterstützungsleistung. Neben dem Recht eines Kindes auf individuelle Entwicklungsbegleitung, Bildung und Schutz und dem Recht auf einen Kitaplatz können das nicht die angedachten Konsequenzen sein und widersprechen letztlich auch der Grundidee der Inklusion“, führte Leickert weiter aus.

Der Bezirk hat die Problematik bereits erfasst und die Situation in Teilen entschärft: „Im Rahmen eines vereinfachten Verwaltungsverfahrens kann vom Bezirk Mittelfranken ein Entgelt basierend auf zehn Fachdienststunden bewilligt werden. Dabei reicht das Attest eines Kinderarztes aus“, erklärte Klaus Zander als Vertreter des Bezirks. Auch der Integrationsbeauftragte des Bezirks Lothar Baumüller hat an der Inklusionsrunde teilgenommen.

Weiterhin sei es für die Einrichtungen aufgrund des teilweise langen Antragsverfahrens oft schwer zu kalkulieren, welche Betreuungsleistungen vorgehalten werden müssen. Auch hier sieht Leickert und auch Dekan Klaus Mendel als Vertreter des Einrichtungsträgers Verbesserungsbedarf: „Wünschenswert wäre eine pauschale Finanzierung, wenn eine Einrichtung gewisse Qualitätsstandards im Bereich der Inklusion erfüllt. So könnte viel flexibler auf den Bedarf reagiert werden!“

„Viele Einrichtungsleitungen haben einfach nicht die Zeit, sich mit dem System Inklusion zu beschäftigen. Dazu gehört eben auch viel Planung, Personalgespräche, Elterngespräche und vieles mehr. Auf die Einrichtungsleitungen kommt bei einem inklusiven Ansatz sehr viel zu, was bei der aktuell sehr hohen Auslastung kaum zu bewerkstelligen ist. Dies sehe ich vor allem als Hürde für Einrichtungen, sich inklusiv auszurichten. Die Pauschalfinanzierung und die Vereinfachung des Verfahrens würde hier sicherlich für Abhilfe sorgen“, beschreibt Cornelia Blendinger, Fachberaterin des „Evangelischen KITA-Verbandes Bayern“ im Dekanat, ihre Erfahrungen.

Zander teilte an dieser Stelle mit, dass bereits ein Informationsschreiben des Bezirks an die Einrichtungen in der Region versandt wurde bzw. beim Abschluss einer neuen Leistungs-/Vergütungsvereinbarung versandt wird. Weiter wird gegenwärtig zusammen mit den mittelfränkischen Jugendämtern ein Leitfaden für Kindertageseinrichtungen erarbeitet. Durch solche Maßnahmen kann sicherlich die Aufmerksamkeit auf das Thema gezogen werden und die Möglichkeiten, die dafür existieren, beleuchtet werden. Die Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen und Behörden spielt dabei eine wichtige Rolle, sind sich auch Stefan Lahner und Karin Baumgärtner vom Jugendamt des Landkreises sicher. Allerdings sind auch die Träger und die Kommunen gefragt, den Mehrwert einer inklusiven Einrichtung zu erkennen und ihre Leitungen zu unterstützen.

„Wir in Gunzenhausen sind sehr froh über die Aktivitäten des KiFaZ. Inklusion wird bei uns großgeschrieben. Wir nehmen zum Beispiel an dem Modellprojekt ‚Inklusive Kommune‘ der Lebenshilfe Gunzenhausen und Regens Wagner Absberg teil und haben dabei nur gute Erfahrungen gesammelt. Wichtig bei dem Thema ist, dass alle Beteiligten dahinterstehen. Die Diskussion muss auf allen Ebenen angestoßen werden, also auch im Stadt- und Gemeinderat“, verdeutlichte Bürgermeister Fitz, der gemeinsam mit dem Hauptamtsleiter Klaus Stephan an der Gesprächsrunde teilgenommen hatte.

Am Ende der Gesprächsrunde hat Westphal einen umfangreichen Einblick in die praktischen Herausforderungen im Bereich der Inklusion in Kindertageseinrichtungen erhalten. „Die großen Linien, die zum Beispiel gesetzliche Regelung betreffen, können wir aus unserer Runde heraus natürlich nicht ändern. Doch ist es für mich ein wichtiger Schritt, im Dialog die Herausforderungen zu benennen und einen Ansatz zu finden, wie wir aktiv für unsere Einrichtungen Verbesserungen erreichen können. Dies kann uns sicherlich auch schon mit kleinen Maßnahmen gelingen. Die Ergebnisse der heutigen Gesprächsrunde werde ich der zuständigen Staatsministerin Kerstin Schreyer zukommen lassen. Sehr gerne habe ich die Ministerin auch zu einer nächsten Gesprächsrunde in einer ähnlichen Zusammensetzung eingeladen, um unsere Anliegen zu positionieren. Die Ministerin hat ihr Kommen auch bereits zugesagt. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch eine inklusive Einrichtung in der Region mit der Ministerin besichtigen“, resümierte Westphal.

 

Die Teilnehmer der Inklusionsrunde in Gunzenhausen gaben dem Landtagsabgeordneten Manuel Westphal einen umfassenden Einblick in das Thema Inklusion in Kindertagesstätten. (Bild: Büro Westphal)

 

Landkreisbündnis dankt

Volksbegehren war auch im Kreis ein großer Erfolg

Die Vertreter des Landkreisbündnisses “Rettet die Bienen” feiern zusammen den 18-Prozent-Erfolg in Bayern.

„Großen Dank an alle, die Zeit, Weg und Mühe nicht gescheut haben, um das Volksbegehren Artenvielfalt zu unterschreiben“ – dieses Fazit zieht das Landkreisbündnis „Volksbegehren Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ dieser Tage auf seiner Nachbesprechung der 14-tägigen Eintragungsfrist. Mit den 17,6 Prozent im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen liege man nahe am bayernweiten Rekordwert von 18,4 Prozent, womit man „sehr, sehr zufrieden sei“ – so die Aussage in einer Pressemitteilung des Bündnisses. Damit habe sich der hohe Einsatz in Form von Plakatierung, Infoständen und Öffentlichkeitsarbeit bezahlt gemacht, so das Bündnis in einer Pressemitteilung.

Das Ergebnis sei umso höher zu bewerten, weil die um diese Jahreszeit auftretenden Wettererscheinungen wie Kälte, Niederschlag und Glatteis nicht gerade einladend gewesen seien, um zum Rathaus zu gehen. Gerade in Flächenlandkreisen wie Weißenburg-Gunzenhausen sei der Weg in die Rathäuser oder Verwaltungsgemeinschaften zudem oft auch weit.

Die Bündnisbeteiligten beobachten jetzt mit Interesse, ob es bei den anstehenden Gesprächen, zu denen die Bayrische Staatsregierung eingeladen hat, von deren Seite zu einem akzeptablen Gesetzesvorschlag kommt. „Wenn es ohne Volksentscheid zu einem klaren, wirkungsvollen Gesetz für den Artenschutz kommt, soll uns das auch recht sein“, sind sich die Bündnispartner einig, „faule, verwässerte Vorschläge werden wir aber nicht akzeptieren“.

Das Bündnis betont nochmals dass es nicht darum gehe, die Bauern an den Pranger zu stellen, „diese Unterstellung wurde von Leuten in die Diskussion gebracht, die von den Fakten ablenken und Emotionen hochkochen wollten“. Diese Strategie habe aber glücklicherweise bei den Menschen nicht verfangen.

Bayerische Autos sind keine Bedrohung

FÖST: Bayerische Autos sind ein Gewinn für die USA

In den nächsten 90 Tagen will Präsident Trump über die Erhebung von Strafzöllen auf europäische Autos entscheiden.

Dazu erklärt der Vorsitzende der bayerischen FDP Daniel Föst: „Die Bayerische Autoindustrie schafft Jobs und Steuereinnahmen in den USA. Wenn die amerikanische Regierung nun von einer Bedrohung der nationalen Sicherheit spricht, dann ist das völlig abwegig.“

Von der Regierung fordert Föst jetzt eine klare Haltung und Gegenmaßnahmen auf europäischer Ebene: „Wir müssen als Europäische Union jetzt zusammenhalten und gegen diesen Irrsinn einstehen. Die deutsche Regierung hat sich lang genug von Präsident Trump einschüchtern lassen und muss jetzt Stärke zeigen.“

Feuerwehr verloste Zweisamkeit

Originelle Aktion zum Valentinstag

Unser Bild zeigt die Gewinner der Valentinstagsaktion Mathias und Natalia Wasner und Manuel Reuter vom Team der Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr Stadt Gunzenhausen(v.l.n.r.)

Eine durchaus außergewöhnliche Aktion veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr Stadt Gunzenhausen auf Ihrer Facebookseite.

Passend zum Valentinstag am 14. Februar suchten ein paar schöne Stunden, bei einem 5-Gänge Candle Ligt Dinner, einen glücklichen Gewinner. Die Aktion, veranstaltet auf der Facebookseite der örtlichen Feuerwehr, fand großen Anklang. Über 100 Leute nahmen am Gewinnspiel teil und hofften am Valentinstag mit einem Löschfahrzeug von zuhause aus abgeholt zu werden.

Teilnehmer auch von außerhalb

 Voraussetzung war allerdings, dass man innerhalb der Stadt Gunzenhausen wohnt. Wir hatten auch Teilnehmer bis aus dem Landkreis Kulmbach und aus dem unterfränkischen Rottendorf, erzählt Manuel Reuter vom Team der Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr. Das Glück hatten schlussendlich Mathias und Natalia Wasner aus Gunzenhausen. Mit dem Löschfahrzeug wurden die beiden von zuhause aus ins Land-Gut-Hotel Adlerbräu am Marktplatz chauffiert und durften dort bei leckerer Entenbrust, Rehrücken und dem ein oder anderen Glas Wein, ein paar schöne Stunden in Zweisamkeit verbringen.

„Das war genau das was wir gebraucht haben“, erzählte Mathias Wasner auf der Rückfahrt. Die beiden Renovieren gerade ihr neues Zuhause und vor kurzen kam auch noch das zweite Kind hinzu. „Da bleibt aktuell nicht viel Zeit zu zweit, umso schöner war es einmal wieder einen entspannten Abend bei leckerem Essen zu genießen und dann dazu auch noch mit einem Feuerwehrauto abgeholt zu werden, einfach traumhaft!“.

Eine Überraschung legte die Feuerwehr noch obendrauf.

 Am Parkplatz des dortigen Klinikums wurde kurzerhand die Drehleiter in Stellung gebracht. Bei Nacht und in 27m Höhe konnten die beiden so noch einen tollen Ausblick über das beleuchtete Gunzenhausen genießen. Es war ein rundum gelungener und schöner Abend zu zweit und auch die Feuerwehrler freute es, dass sie mit ihrer Aktion im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit, einem tollen und sympathischen Paar einen schönen Abend bescherten.

Aus Eberles literarischer Fundgrube

Gedichte von Volker Eberle, Gunzenhausen

Freie Demokraten beziehen Position

Aussagen zu bezahlbarem Wohnraum, Schulkonzepten und Fischökologie

Von links: Gabriele Bartram, Ortsvorsitzende FDP Weißenburg; Kristine Lütke, Mitglied Landesvorstand FDP Bayern; Thomas Geilhardt, Kreisvorsitzender FDP Weißenburg-Gunzenhausen. Foto: Lüling

Die mittelfränkischen Freien Demokraten wählten mit Kristine Lütke eine neue Vertretung im Landesvorstand der FDP Bayern. Die 36-jährige Pflegeunternehmerin aus Nürnberg war im vergangenen Jahr die Bundesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren Deutschland und wurde als eines von 40 Talenten in Wirtschaft und Politik unter 40 Jahren in Deutschland ausgezeichnet.

Das Präsidium des Parteitages am 9. Februar wurde von Gabriel Bartram, Ortsvorsitzende der FDP Weißenburg geleitet. Die Ziele für das Jahr 2019 und 2019 des Bezirksvorstands stellte der Kreisvorsitzende der FDP Weißenburg-Gunzenhausen und stellvertretende Bezirksvorsitzende Thomas Geilhardt vor. Mit dem Blick auf die Kommunalwahl streben die liebaralen mindestens 70 Mandatsträger an. Aktuell verfügen sie über 39 Mandate. Auch die Zahl der Mitglieder soll weiter steigen. Aktuell sind es knapp 900. In 2019 und 2020 sollen jeweils 100 neue Mitglieder dazu kommen

Bezahlbaren Wohnraum schaffen 

Die Freien Demokraten fordern eine Fristenregelung für das Genehmigungsverfahren von Bauanträgen, um diese deutlich zu beschleunigen. Konkret soll eine dreimonatige Frist eingeführt werden. Verstreicht diese, gilt das Bauvorhaben als genehmigt. Um der Lebenswirklichkeit Rechnung zu tragen sollen Baugenehmigungsverfahren zukünftig digital eingereicht und bearbeitet werden. Dazu seien sogenannte Dokumentenmanagementsysteme (DMS) nötig. „Wir dürfen keine Ausreden mehr gelten lassen“, fordert der Bezirksvorsitzende und Schwabacher Stadtrat Axel Rötschke, meist würden Einführungszeiten von zehn Jahren bis zur vollständigen Anwendbarkeit der DMS prognostiziert. „Wir müssen endlich parallel arbeiten. Neue Verwaltungsanträge werden nur noch digital eingereicht und bereits laufende Verfahren werden eben wie bisher abgearbeitet“, schlägt Rötschke vor.

Alternative Schulkonzepte fördern

Die FDP Mittelfranken setzt sich zudem für eine verstärkte Förderung alternativer Schulkonzepte ein. So fordere die FDP eine Stärkung des DALTON-Prinzips unter Mitwirkung der jeweiligen schulischen Gremien. So würde klassischer Unterricht den verschiedenen Ansprüchen einzelner Schüler nicht immer gerecht. Insbesondere im Hinblick auf Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, Zeitmanagement und verbesserte schulische Leistungen biete das DALTON-Konzept die bestmögliche und effektivste Vorbereitung auf Herausforderungen im Alltag im Beruf. Denn wie der klassische, lineare „nine-to-five“-Job die zeitgemäße Arbeitsform nicht mehr repräsentiere, könne das ebenso gestaltete Schulkonzept, Schüler nur unzureichend individuell fördern.

Wasserkraft und Fischökologie in Einklang bringen

Die Freien Demokraten wollen Fischpopulationen in Fließgewässern wirksam schützen. „Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten Fischwanderhilfen – sogenannte Fischtreppen – an Wasserkraftanlagen“, erklärte Bezirksrat Markus Lüling. Um deren Funktion für die Fischwanderung zu sichern, müssten Kraftanlagenbetreiber notwendige die Mindestwassermengen zur Verfügung stellen. Zudem müssten Kraftwerksbetreiber die notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Fischpopulationen treffen, etwa geeignete Rechensysteme oder Bypassanlagen zum Fischabstieg.

„Wir müssen Wasserkraft und Fischökologie besser als bisher in Einklang bringen“, forderte Lüling. Dazu müsste der bayerische Landtag wirksame Parameter und Kriterien in Genehmigungsverfahren für Wasserkraftanlagen einsetzen, die mithilfe hinreichender Mindestwassermengen eine zufriedenstellende biologische Funktion von Fischwanderhilfen sicherstellen.

THOMAS GEILHADT