Monthly Archives: Juli 2017

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Bayern soll “Radlland Nummer 1” werden

Regierung hat “Radverkehrsprogramm Bayern 2025” vorgelegt

Mit meiner Hilfe wurden die Radwege des Zweckverbands Altmühlsee neu beschildert.

Der Freistaat will noch mehr tun, damit Bayern das „Radlland Nummer 1“ in Deutschland wird. Schon werden 30 Prozent der Staatsstraßen von einem Radweg flankiert (bei Bundesstraßen sind es 50 Prozent).

Wie die Staatsregierung in ihrem „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ ankündigt, liegt der Radverkehrsanteil derzeit bei 10,5 Prozent und damit über dem Durchschnitt aller Bundesländer. Innenminister Joachim Herrmann nennt die Argumente für die Verlagerung von mehr Verkehr auf das umweltfreundliche Fahrrad:

–           81,4 Prozent der Haushalte Deutschlands besitzen mindestens ein Rad.

–          40 Prozent des motorisisierten Individualsverkehrs beweg sich im 5-k m-Bereich

–          Mehr als 75 Prozent aller Wege liegen in einem Entfernungsbereich von bis özu 10 Kilometern (unabhängig vom Verkehrsmittel)

–          – Das Interesse an Pedelecs steigt. Die Wirtschaft erwartet, dass schon in wenigen Jahren 15 Prozent aller Räder Pedelecs sein werden, zumal es bald schon E-Bikes für Lastentransporte gibt.

–          Bei der jüngeren Bevölkerung steigt die Bereitschaft,  öfter auf das Fahrrad umzusteigen.

Entsprechend einer Internetumfrage des Innenministeriums sind folgende Punkte für die Radler von größtem Interesse:

–          Mehr Radwege (86,6 Prozent)

–          Fahrradabstellmöglichkeiten (74,4 Prozent)

–          Geteerte Radwege (68,4 Prozent)

–          Fahrradwegweisung (68,2 Prozent)

–          Fahrradmitnahme  in öffentlichen Verkehrsmitteln (66,6 Prozent)

 

91 Prozent für Bezirksrätin Christa Naaß

Neue  2. Vizepräsidentin und Schatzmeisterin des Bayerischen Bezirketags

Christa Naaß ist die neue Zweite Vizepräsidentin und Schatzmeisterin des Bayerischen Bezirketags. Bei ihrer Wahl erhielt die mittelfränkische stellvertretende Bezirkstagspräsidentin bei der Vollversammlung des Bayerischen Bezirketags in Würzburg 39 von 43 abgegebenen gültigen Delegiertenstimmen. Das entspricht einer Zustimmungsquote von 91 Prozent.

Nach ihrer Wahl dankte sie für das ihr entgegengebrachte Vertrauen. In ihrem neuen Amt werde sie sich verstärkt um eine noch bessere Vernetzung des Bezirketags mit den anderen politischen Ebenen bis hinauf in den Bayerischen Landtag und den Deutschen Bundestag einsetzen. Das sei, so Naaß, umso wichtiger, wenn man bei den aktuellen Themen wie dem Bundesteilhabegesetz und der Reform des Pflegestärkungsgesetzes im Sinne der dritten kommunalen Ebene weitere Akzente setzen wolle. Dafür werbe sie und versicherte den Delegierten, jenseits aller Parteigrenzen das neue Amt im Präsidium in diesem Sinne zu nutzen.

Bezirketagspräsident Josef Mederer (rechts) sprach Christa Naaß zu ihrer Wahl seine herzlichen Glückwünsche aus. Er bot ihr eine weiterhin gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit an und freue sich vor diesem Hintergrund auf die kommenden gemeinsamen Aufgaben im Präsidium des Bayerischen Bezirketags. Die Wahl von Christa Naaß war notwendig geworden, da der bisherige Zweite Vizepräsident und Schatzmeister, Norbert Hartl (Bezirk Oberpfalz), seine Ämter zum 1. Februar dieses Jahres niedergelegt hatte.

Fragen zum Weidenbacher Pflegeheim

Mavridis: Projekt ist derzeit unkalkulierbar

_Derzeit ist das Projekt in der Bauphase. Foto: Mavridis

In Weidenbach-Triesdorf entsteht durch Abrisse und Neubauten eine neue Mitte. Aktuell wird der Anbau der ehemaligen Hauptschule abgerissen. Weitere Abrisse im Umfeld sollen folgen. Dafür entsteht ein Bürgersaal mit Altersheimkomplex. In Rahmen der Dorferneuerung soll dann auch noch der ehemalige Schulplatz neu gestaltet werden. Die Kosten für den Steuerzahler gehen in die Millionen. Wie hoch die Ausgaben insgesamt sind, bleibt aber unklar.
Das Projekt “Weidenbacher Pflegeheim” ist dem Bürgermeister Gerhard Siegler (Freie Wähler) ein “Herzensanliegen”. Für den Fraktionsführer der Liste Weidenbach-Triesdorf, Carl-Alexander Mavridis ist das Vorhaben unkalkulierbar. Tatsächlich ist bis heute nicht bekannt, zu welchen Kondition der Investor bereit ist, in Weidenbach-Triesdorf ein Pfegeheim zu errichten. Zwar wurde zwischen der Marktgemeinde Weidenbach und der römisch-katholischen Stiftung Liebenau, die der Diözese Rottenburg-Stuttgart unterstellt ist, ein “Grundlagenvertrag” unterzeichnet. Allerdings ist dieses Vertragswerk, welches vom Investor vorgelegt und vom Marktgemeinderat abgenickt wurde, weiterhin geheim.
Fest steht, dass die Gemeinde Weidenbach für das Vorhanben kräftig in Vorleistung gegangen ist und weiter kräftig Geld ausgibt. So wurden die angrenzenden bebauten Grundstücke in der Schulstraße (Bauernhof Grauf) und in der Ringstraße (Villa Dr. Schubert) aufgekauft und, wenn es nach dem Willen des Marktgemeinderats geht, abgerissen. Ob allerdings der Abrisssbeschluss in der jüngsten Sitzung des Gremiums Bestand hat, ist fraglich. Denn da der Beschluss nichtöffentlich getroffen wurde, so Mavridis, wurde die Entscheidung der Kommunalaufsicht beim Landratsamt Ansbach angezeigt. Eine Wertung steht allerdings noch aus.
Damit die künftigen Bewohner des Pflegeheims kulturell unterhalten werden und sozialen Austausch genießen können, stellt die Marktgemeinde in unmittelbarer Nähe zum Altersheim einen großen Saal für 200 Personen her. Dafür wird aktuell der jüngste Anbau an die ehemalige Hauptschule abgerissen. Zu diesem Zweck wurde auch schon das Mehrgenerationenhaus samt Bücherei ausgebaut und vergrößert und um den Bereich Haushaltsnahe Dienstleistungen erweitert. Wer vom Bürgermeister Gerhard Siegler hingegen ein Konzept erwartet mit Zielen, Zweck und Zahlen, wird enttäuscht. Fehlanzeige. Gesamtplanungen existieren nicht. Lediglich einzelne Baupläne werden als Konzepte bezeichnet.
Ob das Projekt Pflegeheim in Weidenbach-Triesdorf wirklich kommt, ist trotz der bisherigen großen Investitionen weiter fraglich. Denn bei der Diskussion um das Projekt im Gemeinderat vor einem Monat, als es konkret um die Bau des Altersheims mit 34 Plätzen ging, blieb der Bauherr dem Gremium fern. Auch sind die Grundstücke weiterhin im Gemeindebesitz. Deshalb hat die Stiftung Liebenau die besseren Karten. Für Mavridis ist die Sache klar: “Investiert die Gemeinde zu wenig, bleibt der Investor einfach fern. Den Schaden hat der Steuerzahler. Falls Gewinne entstehen, sackt diese allein der Investor ein.”

“Team FDP” mit 103 Startern

Das Bürgerfest bot den Rahmen für die Eröffnung des Stadtradelns

Ingrid Pappler, Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Stadtrat Werner Falk vom “Team FDP” und Chantal Robert (Isle-Komiteevorsitzende) beim Start.

Rathauschef Karl-Heinz Fitz hatte die Ehre, sich in einem behindertenfreundlichen Gefährt niederlassen zu dürfen, das von einer jungen Frau der Regens-Wagner-Stiftung gelenkt wurde.

Mit Ingrid Pappler, der Vorsitzenden der “Agenda 21” in Gunzenhausen, äußerte sich der Bürgermeister zufrieden über die Teilnahme von derzeit 31 Teams. Das “Team FDP” stellt mit 103 Teilnehmern aktuell die stärkste Formation.

Teamkapitän ist Stadtrat Werner Falk, der seinen Mitradlern für die Teilnahme dankt. “Wir wollen, dass Gunzenhausen wieder ein ordentliches Ergebnis einfährt”, erklärt er und ermuntert, die Zeit bis zum 23. Juli zu nutzen, um zusätzliche Kilometer “runterzureißen”. Einen Druck gibt es aber nicht, jeder soll so fahren, wie er denkt und wie es seine Zeit und Kraft erlauben.

Beeindruckende Menschen stellen sich vor

Kiss-Wanderausstellung „Selbsthilfe zeigt Gesicht“ eröffnet

Unser Foto zeigt Bezirkstagspräsident Richard Bartsch im Gespräch mit Elisabeth Benzing (links) und Gabriele Lagler (Mitte).

„Selbsthilfe zeigt Gesicht“ ist der Titel einer Wanderausstellung, die ab dem heutigen Mittwoch, 5. Juli, für rund drei Wochen im Bezirksrathaus in Ansbach gezeigt wird. Zu sehen sind beeindruckende Foto-Portraits von Menschen mit verschiedenen Erkrankungen, auch Angehörige, wie die Mutter eines epilepsiekranken Kindes, kommen zu Wort. Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt von Kiss Mittelfranken und Studierenden der Evangelischen Hochschule Nürnberg.

Der Verein Kiss Mittelfranken steht für Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen in Mittelfranken, dieser vermittelt Kontakte zu Selbsthilfegruppen, rund 900 gibt es in der Region, und berät Menschen bei der Suche nach geeigneter Unterstützung. Fünf Kontaktstellen mit 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter koordinieren die Hilfe, sie sind über Mittelfranken gut verteilt, in Ansbach hat eine davon ihren Sitz. Bei der heutigen Ausstellungseröffnung stellten Gabriele Lagler, Geschäftsführerin von Kiss Mittelfranken und Elisabeth Benzing, Leiterin der Kontaktstelle in Nürnberg-Fürth-Erlangen und stellvertretende Geschäftsführerin von Kiss Mittelfranken die Arbeit von Kiss vor und führten in die Ausstellung ein.

Der Bezirk Mittelfranken unterstützt Kiss Mittelfranken und die regionalen Selbsthilfegruppen, im letzten Jahr mit insgesamt 440.000 Euro. Die Ausstellung ist bis Freitag, 28. Juli zu den Öffnungszeiten des Bezirksrathauses, montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei. Kostenlose Informationsbroschüren über die Ausstellung liegen aus.

Schonungslos: “Schluss mit Luther”

Ein kritischer Blick auf den Reformator

Auch ein halbes Jahrtausend nach seinen berühmten 95 Thesen sind Martin Luthers Popularität und Ansehen ungebrochen. Tatsächlich aber zeichnet der allgegenwärtige Luther-Kult ein Bild, das mit den Fakten kaum etwas gemein hat.

Eigentlich müsste sich der kritische Blick auf Hass und Fanatismus des Reformators richten, auf krude Lehren, Tötungsmanie, Aberglauben und reaktionäres Obrigkeitsdenken. Stattdessen wird er gefeiert als Freiheitsheld, als Pionier der Neuzeit. Die Abgründe von religiöser Doktrin und ideologischer Verbohrtheit verschwinden hinter der schonfärberischen Rede von Luthers »Schattenseiten«, hinter Anekdoten und Legenden.

Kirchen und Theologie haben an Aufklärung über den realen Luther kein Interesse. Indem Henkel Luther selbst ausgiebig zu Wort kommen lässt, zeichnet er ein entlarvendes und wenig schmeichelhaftes Bild dieses radikalen Reformators.

“Schluss mit Luther” von Peter Henkel;  Von den Irrwegen eines Radikalen; Tectum-Verlag, ISBN 978-3-8288-3958-8; 198 Seiten, Klappenbroschur;  18,95 Euro.

Museumsnacht in Feuchtwangen

Gottesbilder in der zeitgenössischen Kunst

Noch bis zum 20. August ist im Rahmen des Feuchtwanger Kunstsommers 2017 die Ausstellung „Ecce Homo. Gottesbilder in der zeitgenössischen Kunst.“ zu sehen. Die Schau wird durch zahlreiche Begleitveranstaltungen umrahmt und inhaltlich ergänzt. In den kommenden zwei Wochen stehen gleich 3 Termine auf dem Programm, auf die wir hinweisen möchten.

Am Freitag,  7. Juli,  findet ab 23.30 Uhr die Museumsnacht mit dem Ensemble der Kreuzgangspiele statt. Zwei Theologen – ein evangelischer und ein katholischer – liefern in der nächsten Woche spannende Einblicke und Hintergründe: Am Freitag, 14. Juli, hält Prof. Klaus-Peter Jörns um 18 Uhr einen Vortrag mit dem Titel „Notwendige Abschiede. Auf dem Weg zu einem glaubwürdigen Christentum” und am Sonntag, 16. Juli,  ist der Domkapitular und langjährige Kunstreferent des Bistums Würzburg, Dr. Jürgen Lenssen, für eine öffentliche Führung zu Gast. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei.

Ländlichen Raum nicht abhängen!

Resolution von sechs Gemeinden im Grenzraum

In einer gemeinsamen Resolution fordern Petra Wagner als Oberbürgermeisterin der Stadt Oettingen, Werner Baum als 1.Bürgermeister der Stadt Treuchtlingen, Franz Bodenmüller als 1.Bürgermeister der Gemeinde Hainsfarth, Helmut Schindler als 1.Bürgermeister der Gemeinde Westheim, Susanne Feller-Köhnlein als 1.Bürgermeisterin der Marktgemeinde Heidenheim und Josef Weiß als 1.Bürgermeister der Gemeinde Gnotzheim eine höhere Priorisierung beim Ausbau der Staatsstraße 2216.
Der Zustand der Staatsstraße 2216 zwischen Oettingen und Treuchtlingen ist in weiten Teilen von einer äußerst kritischen Fahrbahnqualität und damit Sicherheit der Strecke sowie von einer in weiten Teilen unzureichenden Fahrbahnbreite geprägt. Seit Jahren wird am Fahrbahnzustand nur punktuell nachgebessert. Dementsprechend bietet sich den Verkehrsteilnehmern nur noch eine Straßenqualität, die einen Großteil der Bürgerinnen und Bürger sogar zu Umwegrouten motiviert. Dies ist besonders ärgerlich, wenn der für Pendler wichtige ICE-Bahnhof Treuchtlingen angefahren wird, der bis ins nördliche Schwaben einen bedeutendes Einstieg in das nationale Fernstreckennetz darstellt.
Aber auch die Bürgerinnen und Bürger aus dem südwestlichen Teil des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen  fühlen sich von ihrer Kreisstadt abgehängt, die ebenfalls nur über zeitaufwändige Ausweichrouten sicher zu erreichen ist.

Es sind vor allem die geringen Fahrbahnbreiten, die angesichts immer größerer LKW-Dimensionen und überbreiter landwirtschaftlicher Fahrzeuge einen großen Anteil von Verkehrsteilnehmern von dieser Staatsstraße fernhält. Dies führt dann zu deutlich reduzierten Kfz-Frequenzen, die zusätzlich eine höhere Priorisierung des Ausbaus verhindern!

Auch die Lage des Raums am jeweiligen äußersten Rand der Bezirke Mittelfranken und Schwaben hat wohl zusätzlich dazu geführt, dass dem Ausbau der St2216 in der Vergangenheit nicht die notwendige Aufmerksamkeit zuteil geworden ist.
Von gleichwertigen Rahmenbedingungen dieses ländlichen Raums mit städtischen Regionen – von der Landespolitik immer wieder betont – ist dieser Raum zwischen Oettingen und Treuchtlingen aber in der Tat noch weit entfernt. Sehr unverblümt hat dies die Bayerische Staatsregierung Helmut Schindler als 1.Bürgermeister von Westheim zu verstehen gegeben. Als er im Rahmen der dezentralen Verlagerung von Staatsbehörden in die ländlichen Räume eine in seiner Gemeinde gelegene, ausreichend geräumige und sofort bezugsfertige Immobilie anbot, wurde die fehlende Infrastruktur als ein Argument bemüht, diesen Standort auszuschlagen. Infrastrukturdefizite, die Landesbeamten wohl nicht zugemutet werden sollten, müssen hingegen von der Bevölkerung des ländlichen Raums schon über Jahre erduldet werden!

Die Unterzeichner dieser gemeinsamen Resolution an die Bayerische Staatsregierung als Baulastträger dieser Straße erwarten daher,

die Priorisierung der St2216 für den Ausbau zu erhöhen;
die vom Zustand dieser Staatsstraße in ihrer Entwicklungsperspektive abhängigen
Kommunen im ländlichen Raum nicht im Stich zu lassen und
den Bewohnern dieses Raums wieder das Gefühl zu verleihen, dass eine angemessene Erreichbarkeit in allen Teilen des Freistaats kein Privileg zentral gelegener Regionen und deren Bevölkerung bleibt.
Die Unterzeichner dieser gemeinsamen Resolution gehen davon aus, dass ihren berechtigten Interessen auch gerade deswegen Beachtung geschenkt wird, weil ihre jeweilige Randlage in den betroffenen Bezirken Schwaben und Mittelfranken mitunter eine vorrangige Gewichtung verhindert hat.