Monthly Archives: Februar 2016

You are browsing the site archives by month.

N-ERGIE engagiert sich für das Ehrenamt

40.000 Euro für junge Menschen in Nürnberg und der Region

Das Ehrenamt ist eine wichtige Säule unserer Gesellschaft. Die N-ERGIE Aktiengesellschaft hat sich deshalb entschieden, auch 2016 Ehrenamtliche bei ihrem Engagement mit insgesamt 40.000 Euro zu unterstützen. Dabei soll die Förderung speziell jene Aktionen und Initiativen zugute kommen, die sich der jungen Generation widmen.

Bereits zum dritten Mal ruft der regionale Energieversorger im Rahmen seiner Spendenaktion „N-ERGIE für junge Menschen“ Projekte in der Region dazu auf, sich für eine Unterstützung zu bewerben. Wichtig ist, dass die Projekte soziale und karitative Ziele sowie eine nachhaltige Wirkung haben.

Auf der Internetseite www.n-ergie.de/junge-menschen sind alle Informationen zu „N-ERGIE für junge Menschen“ zusammengestellt. Dort können Interessierte ihr Engagement über einen Bewerbungsbogen näher vorstellen. Alle Projektvorschläge, die bis zum 31. März 2016 eingehen, werden von einer Jury geprüft. Die Jurymitglieder werden am 4. Mai 2016 über die Verteilung der Fördergelder entscheiden.

Jurymitglieder gesucht

Für die Jury sucht die N-ERGIE Kunden, die sich gerne ehrenamtlich für „N-ERGIE für junge Menschen“ engagieren wollen. Interessierte können sich über junge-menschen@n-ergie.de bewerben unter Angabe von Namen, Vornamen, Adresse, Geburtsdatum und Telefonnummer sowie einer kurzen Begründung, warum sie in der Jury mitwirken wollen.

Wichtig ist, dass die Jurymitglieder nicht selbst in einem der beworbenen Projekte aktiv sind, damit eine faire Entscheidung gefällt werden kann.

Förderung von Ehrenamt

Seit 2008 verzichtet die N-ERGIE auf Weihnachtsgeschenke für Kunden und Partner. Stattdessen spendet der regionale Energieversorger den Gegenwert der Geschenke im Rahmen von Aktionen, um ehrenamtliche Projekte zu unterstützen.

Landesausstellung 2016 „Bier in Bayern“

Prost, Bavaria! Das Bier zur Landesausstellung ist angesetzt

Gruppenbild Protagonisten_klein

Die Protagonisten des Bier-Projektes mit Brauexperten, Vertretern der Brauerei Aldersbach, Vertretern der teilnehmenden Klosterbrauereien und des Hauses der Bayerischen Geschichte sowie dem Komponisten des Marsches im Alten Sudhaus in Aldersbach. © andreashuber-fotografie.de

Die bayerische Bierkultur hat starke klösterliche Wurzeln. Brau¬tradition und qualitativ hochwertige Biere werden den Klosterbrauereien heute noch zugeschrieben, und das Bild der bierbrauenden und –trinkenden Mönche in der Fastenzeit ist ein beliebtes Motiv. Für die Bayerische Landesausstellung, die im ehemaligen Kloster Aldersbach stattfindet, haben sich zwölf bayerische Kloster-brauereien zusammengetan. Das Ergebnis: Zwei besondere Biertypen, die in mit-telalterlichen Klöstern gebräuchlich waren und nun speziell zur Landesausstellung in der niederbayerischen Brauerei Aldersbach gebraut werden. Das Wasser dazu stammt aus den zwölf klösterlichen Betrieben, die Rezepturen sind historisch glaubhaft. Als Neuauflage entstehen ein Pfortenbier, das früher von Bediensteten und Besuchern an der Pforte getrunken wurde, und ein Konventbier, das einst Mönchen und wich¬tigen Gästen vorbehalten war. Die Sude für die Biere wurden nun in Aldersbach im Beisein fachkundiger Experten, wie zum Beispiel Prof. Dr. Ludwig Narziß, eine der führenden Persönlichkeit in der deutschen Brauwissenschaft, Dr. Adrian Forster, Hopfenspezialist, und Andreas Gahr, Leiter der Forschungsbrauerei in St. Johann in der Hallertau, damit sie rechtzei¬tig zur Eröffnung von „Bier in Bayern“ fertig sind. Probieren kann man die Sonderbiere ab Ende April u. a. im Schuhbeck-Festzelt neben dem Ausstellungsgelände.

Der Beginn des klösterlichen Brauwesens lässt sich bis ins Hochmittelalter zurück-verfolgen. In Aldersbach wird wohl seit 1268 Bier gebraut. Zunächst war Bayern jedoch kein Bier-, sondern ein Weinland. Erst ab dem 16. Jahrhundert änderten sich die Trinkgewohnheiten. Nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) begann die Hochphase der klösterlichen Brauereien, die zunehmend nicht nur für den eigenen Bedarf brauten, sondern ihr Bier verkauften. Mit der Aufhebung der Klöster Anfang des 19. Jahrhunderts endete dieses Kapitel der Biergeschichte. Die Klosterbrauerei Aldersbach, Schauplatz von „Bier in Bayern“, wurde in dieser Zeit von den Freiher-ren von Aretin erworben.

Darre, Sau und Esel: Originale in der Landesausstellung
Die klösterliche Braukultur spielt auch in der Landesausstellung eine wich¬tige Rolle. Die Schau findet in den Räumen eines ehemaligen Zisterzienserklosters statt und führt die Besucher auch durch die alte Brauerei. In situ können historische Räumlichkeiten wie das Sudhaus oder die alte Darre bewundert wer¬den. Die Besucher erfahren, was „Sau“ und „Esel“ mit dem Brauprozess zu tun haben. Authentische Großgeräte, mit denen früher Bier hergestellt wurde, kombi¬niert mit medialen Installationen, schaffen besondere Erlebnisse.

Neue Masten im Bereich Gunzenhausen

Stromversorgung durchgehend gewährleistet

Jedes Jahr investiert die Main-Donau Netzgesellschaft rund 100 Mio. Euro in die Stromnetze. Ein großer Posten dabei ist der technische Unterhalt. Darunter fällt auch die Instandhaltung von 110-
Kilovolt(kV)-Hochspannungsleitungen. Entlang der 110-kV-Leitungen zwischen Gunzenhausen, Winterschneidbach und Ketteldorf ersetzt das Unternehmen in den nächsten Wochen insgesamt 36 Masten, die nicht mehr dem heutigen Stand der Technik entsprechen und zudem nicht mehr wirtschaftlich saniert werden können. Bereits in den Jahren 2014 und 2015 hat die Main-Donau Netzgesellschaft zwischen Weißenburg und Winterschneidbach insgesamt 66 Masten ausgetauscht.
Statt der bestehenden Stahlgittermasten kommen Stahlvollwandmasten mit Gittertraversen zum Einsatz. Beim Mastwechsel wird der alte Mast vom Fundament gelöst, per Autokran versetzt und neben dem alten Standort provisorisch verankert. Das bestehende Fundament wird daraufhin ausgegraben und durch ein neues Fundament ersetzt. Auf diesem befestigen die Arbeiter den neuen Mast. Sobald der neue Mast inklusive der Traversen steht und die Leiterseile übernommen wurden, kann der alte Mast entsorgt werden.
Für die großen Geräte, die bei den Arbeiten zum Einsatz kommen, wird die Main-Donau Netzgesellschaft an schlecht erreichbaren Stellen Baustraßen errichten. Während der Arbeiten ist die betroffene Hochspannungsleitung zeitweise spannungslos. Die Main-Donau Netzgesellschaft sorgt durch Umschaltmaßnahmen dafür, dass die Stromversorgung der Anwohner durchgehend gewährleistet ist.
Auch für den Verkehr entstehen keine Beeinträchtigungen: Bei den Arbeiten an Bahntrassen werden Sicherheitsnetze errichtet.

Start der regionalen Vermarktung von Brennholz

Brennholzvermarktung in der edition altmühlfranken

Alexander Reulein (Klimaschutzmanager Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen), Jürgen Fischer (Leiter Forstamt Weißenburg), stellvertretender Landrat Robert Westphal, Eckhard Freist (Vorstand FBG Pappenheim-Weißenburg e.V.), Peter Sammler (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten), Axel Stöhr (Sprecher des Initiativkreises „Bauen mit Holz“)

Alexander Reulein (Klimaschutzmanager Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen), Jürgen Fischer
(Leiter Forstamt Weißenburg), stellvertretender Landrat Robert Westphal, Eckhard Freist (Vorstand
FBG Pappenheim-Weißenburg e.V.), Peter Sammler (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und
Forsten), Axel Stöhr (Sprecher des Initiativkreises „Bauen mit Holz“)

Die Zukunftsinitiative altmühlfranken und die Forstbetriebsgemeinschaft Pappenheim-Weißenburg hatten auf den Energiehof Ellingen eingeladen, um den Startpunkt für die regionale Vermarktung von Brennholz aus altmühlfranken zu setzen. Zukünftig kann regionales Brennholz aus dem Landkreis unter der Marke „edition altmühlfranken“ vermarktet werden.

Hierbei wurden verschiedene Anforderungskriterien definiert, die das Brennholz erfüllen muss, um das regionale Gütesiegel zu erhalten. So muss einerseits gewährleistet werden, dass es sich um Holz aus dem Landkreis handelt. Deshalb wurde ein Radius von 50 km um den Landkreismittelpunkt in Trommetsheim definiert, von woher das geschlagene Holz stammen muss. Des Weiteren muss nachgewiesen werden, dass es sich um Brennholz aus einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung handelt
und der Restfeuchtegehalt des Brennholzes einen Wert von 20 Prozent unterschreitet. Sollte letzteres erreicht werden, so kann zusätzlich noch von einer besonderen Premiumqualität des Holzes gesprochen werden.

Zu jeder Brennholzlieferung wird zudem eine Produktdeklaration beigelegt, die dem Kunden klar aufzeigt, woher das Holz stammt bzw. welche Eigenschaften es besitzt. Darüber hinaus kann mithilfe dieser Produktdeklaration auch ermittelt werden, wie viel Heizöl bzw. CO2-Emissionen eingespart werden. Für den Brennholzkunden wird dadurch sehr transparent ersichtlich, in welchem Maß er schädliche CO2-Emissionen vermeidet und damit aktiv zum Klimaschutz beiträgt.

Ein weiterer Vorteil in der Vermarktung von regionalem Brennholz liegt auch darin, dass das vermarktete Holz nur sehr kurze Wege vom Wald zum Kunden zurücklegen muss und auf weite Transportwege verzichtet werden kann, welche den ökologischen Vorteil des Brennholzes im Vergleich zu konventionellem Öl oder Gas wieder zunichtemachen würden. Neben all diesen ökologischen Vorteilen einer regionalen Brennholzvermarktung wird auch die Wertschöpfung im Landkreis gefördert. Auf dem Energiehof in Ellingen kann das Brennholz aus altmühlfranken bereits
bezogen werden.

Neben dem nun vorgestellten Brennholz aus altmühlfranken gibt es noch die “Altmühlfränkische Bratwurst” und das Aufzuchtprojekt „Sauwohl in Altmühlfranken“, die ebenfalls unter dem Label “edition altmühlfranken” geführt werden.

Eine Hommage an die bunte Blumenwiese

Neuerscheinung im Theiss-Verlag – WBG

Grüne Weide oder farbenprächtiges Blütenmeer, Stadtpark oder Alm: Wiesen sind facettenreiche und faszinierende Lebensräume. Großartig bebildert und anschaulich geschrieben, führt Bruno P. Kremer im Gang der Jahreszeiten durch ein hochspannendes Milieu und ein wichtiges Refugium für unzählige Arten.

www.wbg-darmstadt.deWiesen sind für die meisten Menschen der Inbegriff für ›Natur pur‹. Und das, obwohl in Mitteleuropa vom Menschen wenig bis gar nicht beeinflusste natürliche Wiesentypen nur an ganz wenigen Standorten vorkommen. So gehören Wiesen und Weiden zwar zu den häufigsten Lebensräumen unserer Kulturland­schaften, sind aber als Ökosysteme erstaunlicher­weise relativ jung. Trotzdem sind Wiesen facettenreiche und faszinierende Lebensräume, die einer unglaublichen Vielzahl von Pflanzen und Tieren Heimat bieten.

Großartig bebildert und anschaulich geschrieben, führt Bruno P. Kremer in seinem Buch „Die Wiese“ im Gang der Jahreszeiten durch einen hochspannenden und wichtigen Lebensraum für unzählige Arten, der oft direkt vor der Haustür liegt.

Über den Autor: Dr. Bruno P. Kremer war bis 2012 Hochschullehrer an der Universität zu Köln, zahlreiche Buchveröffentlichungen zu Themen der Umweltbildung, Naturerlebnispädagogik und Regionalwissenschaften.

Bruno P. Kremer: “Die Wiese”, Theiss Verlag – WBG;  192 Seiten mit 180 farbigen Abbilungen und Register, 49,95 Euro, ISBN: 978-3-8062-3101-4

Projekte in Altmühlfranken

Neu: “Ferienakademie Altmühlfranken”

Im Oktober 2015 hatte die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Altmühlfranken mit dem Musikbahnhof Weißenburg über ihren allerersten Projektantrag beraten und einen positiven Beschluss gefasst. Entscheidungsgremium ist der Steuerkreis der LAG, der sich aus 24 Mitgliedern, Vertretern von Kommunen, Unternehmen, Vereinen, Verbänden und Privatpersonen zusammensetzt. In seiner Januar-Sitzung hatte der Steuerkreis nun über 4 Projektanträge zu beraten und jeweils positive Beschlüsse gefasst.

Geschäftsführerin der Lokalen Aktionsgruppe (LAG): Carolin Tischner

Geschäftsführerin der Lokalen Aktionsgruppe (LAG): Carolin Tischner

Der Obst- und Gartenbauverein Nennslingen beantragt den Umbau eines ehemaligen Lagerhauses zur Erlebnismosterei. Die Idee, hier künftig auch ein umfassendes Angebot für Kindergärten und Schulen anzubieten, bei dem die Kinder das Obst auch selbst zu Saft verarbeiten können, kam bei den Mitgliedern des Steuerkreises sehr gut an, und wurde zur Förderung empfohlen.
Als Kooperationsprojekt zwischen der LAG ErLebenswelt Roth und der LAG Altmühlfranken ist die künftige „Brombachseer Kirschen-Ausstellung“ in der Prunothek in Absberg konzipiert. Die finanzielle und inhaltliche Beteiligung der Stadt Spalt ermöglicht einen erhöhten Fördersatz von 70 % für Kooperationen. Die Ausstellung soll künftig auf moderne Art, auch mit interaktiven Modulen, über die Herkunft, die Sortenvielfalt und die Verwendung der heimischen Kirschen informieren. In der Prunothek können dann direkt einige der Kirschprodukte vor Ort verkostet werden.
Auf eine neue Art des Lernens setzt die HERMANN GUTMANN STIFTUNG mit ihrer Projektidee „MAP Ferienakademie Altmühlfranken“. Durch dieses Angebot sollen Mittelschüler und Mittelschülerinnen der 7. und 8. Klassen in den Sommerferien 10 Tage lang interaktiven und erlebnisorientierten Unterricht in Verbindung mit Sport- und Erlebnisprogrammen erhalten. Während dieser Zeit und darüber hinaus sollen die Schüler professionell durch Wissenschaftler, Trainer und Studierende gecoached und betreut werden. Neben den schulischen Aspekten sollen die Teilnehmer ihre Kompetenzen, wie Zeitmanagement, Selbstmanagement, Kommunikation, Konfliktmanagement usw. schulen und erweitern. Durch das ganzheitliche Konzept soll die Persönlichkeit der Teilnehmer gestärkt und so insbesondere auch ihre schulischen und beruflichen Perspektiven verbessert werden.
Als letztes Thema stand ein weiteres Kooperationsprojekt auf der Tagesordnung. Die Stadt Pappenheim, Mitglied in der Nachbarregion LAG MonheimerAlb-AltmühlJura, hat „Eurolinguistik für alle – Sprachliche Schlüssel für die Tore zur Welt“ als Nachfolgeprojekt für das bereits in der Vergangenheit über LEADER geförderte Europäische Haus konzipiert. Hierbei soll es unter anderem darum gehen, Sprachkurse für die Bedürfnisse von Migranten, ehrenamtliche Sprachlehrer, aber auch für Unternehmen in der Region zu entwickeln und durchzuführen. Die Stadt Treuchtlingen will sich hier künftig verstärkt mit einbringen, so dass auch das Europäische Haus mit dem erhöhten Fördersatz für Kooperationen rechnen kann. Der überwiegende Anteil der Fördermittel stammt bei diesem Projekt aus dem Fördertopf der LAG MonheimerAlb-AltmühlJura.
Die nächste Sitzung des Steuerkreises der LAG Altmühlfranken ist für den 19. April vorgesehen. Beratung zur Beantragung von LEADER-Projekten bietet Carolin Tischner von der LAG-Geschäftsstelle, Tel. 09141 902-193. Weitere Informationen auch unter www.lag-altmuehlfranken.de

3000 verschiedene Getränkeartikel für den Landkreis

Landrat Wägemann: Anerkennung für Getränke-Jäger

Bei der Firma Getränke Jäger GmbH in Gunzenhausen wird auf Regionalität und auf die Frische der Produkte besonderen Wert gelegt. Davon konnte sich Landrat Gerhard Wägemann bei einem ausführlichen Unternehmensbesuch persönlich überzeugen.
Nahezu jeder Bürger des Landkreises dürfte schon einmal ein Getränk zu sich genommen haben, welches bei Getränke Jäger zumindest zwischengelagert wurde. Immerhin beliefert der Getränkegroßhandel rund 800 Gaststätten, Getränkemärkte

Seniorchef Rudolf Jäger mit Schwiegersohn und Tochter informierte beim Rundgang den Landrat.

Seniorchef Rudolf Jäger mit Schwiegersohn und Tochter informierte beim Rundgang den Landrat.

und Lebensmitteleinzelhandelsketten im Landkreis und weit darüber hinaus. Auch bei Großveranstaltungen ist die Chance hoch, dass die zum Ausschank kommenden Getränke aus dem Gunzenhausener Lager stammen. Der Betrieb ist somit im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen allgegenwärtig, weshalb sich Landrat Wägemann bei einem Unternehmensbesuch ein genaueres Bild machen wollte.
Der Geschäftsführer Rudolf Jäger, der seit dem Jahr 1970 in der Getränkebranche aktiv ist, führte gemeinsam mit seiner Tochter Susanne Amslinger und deren Ehemann Thomas durch das weitläufige Betriebsgelände. Zu Beginn führt der Weg durch das „Schaufenster“ des Unternehmens, wie Jäger den Getränkemarkt liebevoll bezeichnet. „Hier finden Sie das größte Getränkesortiment des Landkreises, und falls etwas nicht vorrätig ist, wird es besorgt!“, erklärt der Inhaber den Service des Geschäftes. Tatsächlich findet der Kunde eine breite Palette an Produkten vor, vom einheimischen Saft bis hin zu speziellen Marken wie beispielsweise Gletscherwasser aus Italien.
Der im Vergleich zum restlichen Unternehmen eher beschauliche Getränkemarkt auf dem Betriebsgelände ist jedoch nur ein geringer Teil dessen, was die Firma tagtäglich leistet. Das Herz des Betriebes, erklärte Jäger, sei das Büro, in welchem alle Fäden zusammenlaufen. Die Mitarbeiter kümmern sich hier um Verwaltung, Disposition und Logistik, schließlich müssen die 3000 verschiedenen Getränkeartikel bestmöglich vertrieben werden. Insgesamt wurden im Jahr 2015 etwa 2,5 Millionen Einheiten an den Mann gebracht, sei es in Kisten, Fässern oder anderen Gefäßen. Damit diese Dimensionen auch bewältigt werden können, arbeiten mittlerweile 67 Mitarbeiter für das Unternehmen, welche im Sommer durch Hilfskräfte noch einmal aufgestockt werden. Nach Klärung rechtlicher Voraussetzungen arbeiten mittlerweile auch sieben Flüchtlinge auf dem Gelände, welche laut Jäger sehr gut integriert werden konnten.
Im Jahr 1998 entschloss sich Rudolf Jäger aufgrund von Standortgegebenheiten dazu, den Hauptsitz des Betriebs von Kalbensteinberg nach Gunzenhausen in die Industriestraße zu verlegen. Dass diese Entscheidung goldrichtig war, zeigte das enorme Wachstum in den folgenden Jahren. Stetig wurde die Lagerkapazität und das Vertriebsgebiet erweitert, sodass die Getränke nun auf 18.000m² Fläche lagern können und Kunden von Augsburg bis Erlangen beliefert werden. „Mittlerweile verhält es sich so, dass namhafte Getränkehersteller von sich aus eine Anfrage auf Aufnahme in unser Sortiment stellen.“, berichtet Jäger stolz. Um diesen Erfolg und die Zukunft des Unternehmens weiterhin zu sichern, schlug auch die Tochter in die Kerbe des Getränkebetriebs. Nach einer Ausbildung zur Getränkebetriebswirtin an einer Fachschule trat Susanne Amslinger im Jahr 2008 als Geschäftsführerin in das Familienunternehmen ein. Auch ihr Ehemann, Thomas Amslinger, ist für das Unternehmen in führender Position tätig. Ebenso ist die Getränke Jäger GmbH ein Ausbildungsbetrieb und lehrt junge Menschen in drei verschiedenen Berufen.
Diese Fakten beeindruckten auch den Landrat, welcher während der Führung durch die Lagerhallen immer wieder ins Staunen kam. „Dass dieser nach außen hin eigentlich unscheinbare Getränkehandel Geschäfte in einem solchen Ausmaß betreibt, beweist einmal mehr das unternehmerische Potential unseres Landkreises!“, lobte Wägemann. Auch das bewusst geführte regionale Sortiment mit zahlreichen einheimischen Marken wusste Wägemann zu überzeugen. Nach der Führung folgte noch ein interessantes Gespräch zwischen den Geschäftsführern, dem Landrat und der Wirtschaftsförderung des Landkreises, in dessen Verlauf aufkommende Fragen beiderseits geklärt werden konnten. Nach der Verabschiedung reifte einmal mehr die Erkenntnis, dass hinter einem kleinen „Schaufenster“ ein weit über die Grenzen des Landkreises aktives Unternehmen stehen kann.

Für eine seniorenfreundliche Umwelt

Gedanken von Stadtrat Werner Falk (FDP)

Den Senioren gehört die Zukunft! Das ist ein nachdenkenswerter Slogan. Er wird gestützt von den demografischen Daten. Heute sind bereits 20 Prozent der Einwohner in Deutschland über 65 Jahre alt. Dieser Anteil wird sich nach amtlichen Berechnungen bis 2060 weiter steigern, und zwar auf 34 Prozent. Die Hochbetagten (Ü80) sollen dann 14 Prozent ausmachen. Wenn wir den Wissenschaftlern des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung glauben dürfen, dann erhöht sich das Durchschnittsalter der Männer bis 2060 auf 85 Jahre und bei den Frauen auf 89 Jahre.FalkWe (14)-001
Es ist also verständlich, dass sich alle Gedanken machen, wie man der immer älter werdenden Gesellschaft gerecht werden will. Die FDP veranstaltet zum Thema „Leben im Alter“ am 3. Februar 2016 eine Gesprächsrunde mit Experten aus dem Landkreis. Die Partei für ein „Seniorenforum“ ein, das auf Kreisebene institutionalisiert werden und das zwei- oder dreimal im Jahr tagen soll.
Wie ist nun die derzeitige Lage zu bewerten und welche Ansätze gibt es für eine Berücksichtigung der Senioren?
Das „Mehrgenerationenhaus“ ist ein schöner Titel, wenn er der Realität entspricht und es ein konfliktfreies Neben- und Miteinander gibt. Aber ist nicht die Wirklichkeit oft so, dass eben das Nebeneinanderwohnen Probleme macht und Anlass für Ärger gibt? Alten Menschen wird ein größeres Ruhebedürfnis nachgesagt, das sich nicht immer mit dem „Freiheitsdrang“ der Kinder und jungen Familien verträgt. Die Welt besteht nicht nur aus Gutmenschen.
Die Teilhabe der Senioren am öffentlichen Leben vollzieht sich meist durch die Nähe zum öffentlichen Leben. Also dürfen sie nicht abgeschottet leben. Sie dürfen nicht bewusst ausgeschlossen werden, beispielsweise indem ein Altersheim in ruhiger Lage am Waldrand gebaut wird. Das ist in der Vergangenheit vielfach geschehen. In Gunzenhausen hat man das früh erkannt und das Altenheim ins Zentrum der Stadt platziert.
Auf den Dörfern sind die alt gewordenen Menschen vielfach sich selbst überlassen. Die gesellschaftliche Kontrolle funktioniert längst nicht mehr in allen Fällen. Aber es darf auch gefragt werden: Ist jeder sozialisierbar, der sich sein ganzes Erwerbsleben lang nichts um seine Mitmenschen geschert hat, an dem alles vorbeigegangen ist, was in seiner Umgebung los war.
Die neuen Kommunikationstechniken: Wir können uns aufregen über den hohen Fernsehkonsum der Menschen (die Ü50 sehen täglich 301 Minuten fern), aber für die alleinstehenden Senioren ist der Fernseher der am besten funktionierende Bezug zur Außenwelt. Die Vielzahl von Programmen muss nicht schlecht sein und kann bei geistiger Vitalität die alten Menschen fit und kritikfähig halten. Ganz wichtig ist es, ihnen ein Gerät hinzustellen, das beste Bildqualität hat (also keine ausrangierte „Kiste“). Aber tagsüber sollte schon auch noch Zeit bleiben für ein Gespräch mit den Angehörigen.
Was können die Gemeinden tun? Möglich ist es ganz sicher, die Gehwege so zu gestalten, dass alte Menschen mit dem Rollator darauf sicher und bequem gehen können (also möglichst kein grobes Pflaster). Hohe Randsteine behindern zu oft den Zugang zu Gebäuden (öffentlichen wie privaten).
Zentrumsnahes Wohnen liegt im Trend. Fast überall ist die Feststellung zu machen, dass die großen Häuser, die einst für die ganze Familie gebaut wurden, von den nach dem Auszug der Kinder zurückgebliebenen Senioren nicht mehr umfänglich bewirtschaftet werden können. Haus und Garten machen zuviel Arbeit. Wir erleben es: Obgleich im Siedlungsgebiet Gunzenhausen-Reutberg der Stadtbus verkehrt ziehen die alten Menschen in das Stadtzentrum und verkaufen ihre stattlichen Häuser. Die kleinen Stadtwohnungen sind meist ebenerdig oder haben einen Aufzug.
Das Einkaufen ist für alleinstehende Senioren wohl das größte Problem. Private Nachbarschaftshilfe ist gut, wenn sie funktioniert. In Gunzenhausen hat sich die Nachbarschaftshilfe institutionalisiert (Büro im Fachwerkstadel), aber hier ist die Feststellung zu machen, dass es im ersten Jahr mehr Helfer gibt als Bedürftige (!). Der Laden auf dem Dorf fehlt seit langer Zeit schon, auch in der Stadt liegt der Supermarkt meist an der Peripherie. Das ist die Realität! Der Ruf nach einer Einkaufsgelegenheit in der Siedlung ist illusorisch, weil kein Ladenbesitzer davon leben kann. Also bleibt nur die Solidarität auf dem Dorf. Von ihr kann natürlich am ehesten der profitieren, der sich zeitlebens in die Dorfgemeinschaft eingebracht und ihr nicht ferngestanden hat.
Die Mobilität auf dem Land ist natürlich ein ganz wichtiger Faktor, um alten Menschen den Zugang zum Gemeinschaftsleben (Veranstaltungen), Arztbesuche etc. zu ermöglichen. Nicht immer sind die Busverbindungen günstig, um gern angenommen zu werden. Auch diesbezüglich sind die Leistungen durch private und öffentlich organisierte Nachbarschaftshilfe zu nennen.
1.2.2016