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Tabakanbau in Franken

Infozentrum soll eingerichtet werden


Das Auslaufen von Fördermitteln der Europäischen Union für den Tabakanbau bedeutet für die fränkischen Anbaugebiete einen tie-fen Einschnitt. Um zu verhindern, dass das Wissen um die lange Tradition in Vergessenheit gerät, soll in der ehemaligen Tabaktrocknungshalle in Rudelsdorf, einem Ortsteil der Gemeinde Kammerstein im Landkreis Roth, ein Informationszentrum eingerichtet werden.

Ein Vorhaben, das der Bezirk Mittelfranken mit einem Zuschuss in Höhe von 4.000 Euro unterstützt. Im Inneren des Gebäudes soll unter anderem die Geschichte des Tabaks sowohl weltweit wie auch speziell in der Region aufgezeigt werden. Die Tabakpflanze wird beleuchtet mit einem Schwerpunkt auf den in der Region bevorzugt angebauten Sorten, dem so genannten Rund- und Spitz-blatt. Darüber hinaus wird die besondere Bedeutung der Trocknung hervorgehoben. Beim Blick auf die weitere Verarbeitung bis hin zum Genussmittel wird nicht nur ein kritischer Blick auf die Schattenseiten des Tabakkonsums geworfen. Auch wird es darum gehen, welche Zäsur die auslaufenden Fördermittel für die Landwirte mit sich brachte. Der Außenbereich der früheren Trocknungshalle kann zur Ergänzung der Präsentati-on in die Planungen eingebunden werden.

Der Zuschuss des Bezirks Mittelfranken wurde von den Mitgliedern des Kulturausschusses in seiner jüngsten Sitzung bewilligt, insgesamt brachten die Bezirksräte Fördermittel in Höhe von 7.000 Euro für die Förderung von Museen, Sammlungen und Ausstellungen auf den Weg.

SNW führt FDP-Liste an

Nominierung der Kreistagskandidaten

Kreisrätin Sigrid Niesta-Weiser (Mitte) führt die Kandidatenmannschaft der FDP für den Kreistag an. Vierter von rechts Kreisvorsitzender Thomas Geilhardt.

Mit den vier Leitlinien Digitalisierung, faire Chancen, Gesundheitsversorgung sowie Klimaschutz vor Ort gehen die Freien Demokraten in den Kreistagswahlkampf. Die Fraktionsvorsitzende Sigrid Niesta-Weiser (Gunzenhausen) wurde am Mittwoch im Hotel „Seehof“ in Langlau einstimmig zur Spitzenkandidatin gewählt.  Auf den Plätzen hinter ihr  rangieren Kreisrat Dr. Axel Peiffer aus Muhr am See und Stadtrat Werner Falk aus Gunzenhausen. 47 Bewerber bemühen sich um ein Mandat.

MdB Katja Hessel

Wie Niesta-Weiser erklärte, sollen Anträge der Bürger bei den Behörden nicht nur, aber auch digital und unabhängig von Zeit und Raum erledigt werden können. An die Kommunen ergeht die Aufforderung, für die digitale Infrastruktur zu sorgen, vom Bund und Freistaat verlangen die Freien Demokraten die Schließung der Wirtschaftlichkeitslücken.  Die Spitzenkandidatin: „Wir schlagen einen IT-Campus im Kreis nach dem Vorbild des Kunststoffcampus zur Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft im Bereich der Digitalisierung vor“. Der Kreis soll branchenübergreifende Möglichkeiten für ausgelagerte IT-Arbeitsplätze (Coworking Spaces) schaffen.

Kreisrätin Sigrid Niesta-Weiser

Das Bürgerrecht auf Bildung müsse flankiert werden von einer Lebenskultur im Landkreis, die Leistung und Einsatz wertschätze. Die Kommunen als Sachaufwandsträger hätten, so Sigrid Niesta-Weiser, einen Anspruch auf langfristige Planung des Freistaats bezüglich der Geldverteilung.  Unstrittig sei  für die Freien Demokraten die Fortführung und der Ausbau der Projekte der Zukunftsinitiative „altmühlfranken“  (ZIA), vor allem wenn es um die Förderung der Chancengleichheit gehe.

Die Fraktionschefin sagte, die FDP wolle Gesundheitsversorgung vom Patienten aus denken. Auch die Menschen auf dem Land hätten einen Anspruch auf schnellen Zugang zu einer hochwertigen Gesundheitversorgung, vor allem auch durch ambulante Versorgung mit niedergelassenen Ärzten. Was bisher in der Gesundheitsregion Altmühlfranken getan wurde, das findet die Anerkennung der Partei. Die Aktion des Kreises,  angehende Ärzte an die Region zu binden, zeige erste Erfolge. „Hoffentlich“, so Niesta-Weiser, „kann somit der Ärztemangel gelindert werden“.  Zu unterstützen seien Ärzte-Netze und andere Kooperationsmodelle.

Die Kommunen werden von den Freien Demokraten aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um dem globalen Klimawandel entgegen zu treten. Der Kreis solle konkrete Klimaziele definieren. Mit dem notwendigen finanziellen Aufwand müsse der größtmögliche Nutzen erreicht werden. „Unsere Leitlinie“, die Gunzenhäuser Rechtsanwältin, „ist die wirtschaftliche Vernunft ohne ideologische Scheuklappen“.

Konkret fordern die Freien Demokraten in ihren Leitlinien die Staatsregierung auf, den Altmühlsee so weit zu vertiefen, dass die Blaualgenbeeinträchtigung nachhaltig verringert und eine dauerhafte Qualität des Wasser gesichert ist.

MdB Hessel: „Bürokratiemonster verhindert“

Dem Kreisvorsitzenden Thomas Geilhardt war es gelungen, die und Bundestagsabgeordnete Katja Hessel für die Leitung der Nominierungsversammlung zu gewinnen. Die Nürnbergerin sitzt im Finanzausschuss des Bundestags und ging in ihrer Rede auf die jüngsten Beschlüsse ein, von denen sie die Neufassung der Grundsteuer als besonders wichtig hält. Die FDP habe der Bundesregierung zur notwendigen Zweidrittelmehrheit verholfen, um das Grundgesetz so zu ändern, wie das vom Bundesverfassungsgericht angemahnt worden war.  „Wir haben Zähne gezeigt“, sagte die Liberale und nannte die Einführung einer Öffnungsklausel, die auch von Bayern im Bundesrat verlangt werde. „Wir haben“, ist sich Hessel ganz sicher, „ein Bürokratiemonster verhindert. Ein „Scholzgeschenk“ nannte sie die Zustimmung der Union zur Grundrente.

Die Nürnberger Steueranwältin  bezweifelt indes die Wirksamkeit so mancher Steuergesetze, beispielsweise der Entfernungspauschale. Eine höhere Werbekostenpauschaule als die Mobilitätsprämie. Die Experten verlangten zurecht Gesetze, die auch in der Praxis gut umgesetzt werden könnten.

Katja Hessel äußerte sich auch zum Streit in der Bonner Koalition und zur Lage der Union: „Ich habe den Eindruck, dass einige Abgeordnete aufwachen und aufmüpfiger werden.“ Sie ließen einfach nicht mehr alles durchgehen.

WERNER FALK

Regional einkaufen

Direktvermarkter sind in Broschüre aufgelistet

Für alle, die gerne regionale Lebensmittel einkaufen, gibt es ab sofort die neu aufgelegte Direktvermarkterbroschüre. Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

Die Neuauflage der landkreisweiten Direktvermarkterbroschüre ist da. Sie ist im Landratsamt, in den Gemeinden, bei Banken und bei den Erzeugern selbst erhältlich.

Möchten Sie wissen, wo es in der Region frisches Lammfleisch, Honig, Spargel, Fruchtsäfte oder andere schmackhafte heimische Produkte gibt? Dann lohnt sich ein Blick in die Broschüre „Regional einkaufen“. Über 100 Direktvermarkter, die ihre Produkte ab Hof oder auf Bauern- und Wochenmärkten in Altmühlfranken verkaufen, sind in dem 74-seitigen Werk zu finden. Dabei ist die Vielfalt der hier angebotenen Produkte beeindruckend. Allein 60 Sorten Gemüse und Salate kann man direkt in und aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen kaufen.

Aber auch wer bereits verarbeitete Produkte wie Brot, Butter, diverse Aufstriche, Käse, Joghurt, Wurst- und Fleischwaren oder Nudeln einkaufen will, wird in der neu aufgelegten Broschüre fündig. Einige Höfe bieten zudem Dienstleistungen und Zusatzprodukte an, sodass auch diese in der Broschüre aufgelistet werden. Darunter fallen Dienstleistungen wie die Baumpflege und Kübelpflanzenüberwinterung oder spezielle Produkte wie zum Beispiel Wolle, Brennholz und Christbäume.

Zur besseren Orientierung ist der regionale Einkaufsführer in verschiedene Abschnitte unterteilt. Dabei sind die beiden Schnellübersichten der Betriebe und Produkte inklusive dem Detailverzeichnis das Herzstück. Die Übersicht der Betriebe ermöglicht auf vier Seiten die gezielte Suche nach einem Erzeuger. Diese sind zugleich durchnummeriert, sodass man im Detailverzeichnis die Betriebe mit deren Kontaktdaten, Öffnungszeiten und Produkten findet.

Die Nummern sind aber auch in der neu hinzugekommenen Produktübersicht gelistet. Sucht man zum Beispiel nach einer Vermarktungsstelle von frischem Fisch aus heimischen Gewässern, so stehen hinter dem Produkt alle Nummern der Betriebe, die das Produkt verkaufen.

Weiterhin gibt es eine Übersicht über alle Wochen- und Bauernmärkte, eine Auflistung aller Mostereien und Brennereien im Landkreis sowie einen Saisonkalender für Obst, Salate und Gemüse, aus dem die Angebotszeiten ersichtlich sind. Wer aktiv etwas für den Klimaschutz tun möchte, verzichtet auf Obst und Gemüse aus fernen Landen und bevorzugt Produkte mit kurzen Wegen und einer entsprechend guten Öko-Bilanz.

Ergänzt wird die Broschüre durch die Darstellung der regionalen Initiativen, wie zum Beispiel das Regionalbuffet Fränkisches Seenland, sowie der Information über die im Landkreis verwendeten Qualitätszeichen und Gütesiegel, wie zum Beispiel Demeter oder Bioland.

Die Direktvermarkterbroschüre wurde vom Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen herausgegeben und ist in Kooperation mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten entstanden. Die Neuauflage wurde erstmalig auf der Consumenta vorgestellt. Ab sofort ist der regionale Einkaufsführer im Landratsamt, in den Gemeinden, bei Banken und den Direktvermarkten erhältlich. Auch online ist die Broschüre unter www.altmuehlfranken.de/direktvermarktung einsehbar.

Die Wehrkirchen

Bilderausstellung „Wehrkirchen“ im Landratsamt Ansbach

Heimatkundler per Exzellenc: Edmund Zöller. Foto: Werner Falk

Im Landratsamt Ansbach kann in diesen Tagen die interessante Bilderausstellung „Wehrkirchen“ des Kreisheimatpflegers Edmund Zöller erlebt werden. Es bieten sich informative Einblicke zu zahlreichen befestigten Kirchen im Landkreis Ansbach. „Durch die Ausstellung möchte ich allen Besucherinnen und Besuchern ein eher wenig beachtetes Stück fränkische Heimat näherbringen“, betont der 94-jährige Kreisheimatpfleger Edmund Zöller. So hat er einige der interessantesten Exponate aus seinem riesigen Bilderarchiv für die Ausstellung ausgewählt.

Landrat Dr. Ludwig unterstützt die Bemühungen: „Wenn Aspekte wie Heimat, Kultur oder Geschichte gelebt und belebt werden, dann berührt dies Menschen und trägt zur Identität unserer Region bei. Die Bilderausstellung „Wehrkirchen“ zeigt wichtige Kulturgüter aus dem Landkreis Ansbach und trägt zur Pflege dieser bei. Ich danke unserem Kreisheimatpfleger Edmund Zöller für seinen unermüdlichen Einsatz und freue mich, wenn viele Menschen die Ausstellung besuchen.“ Die Bilderausstellung „Wehrkirchen“ kann im Foyer des Landratsamtes Ansbach bis einschließlich 29. November 2019 besichtigt werden.

 

Regionale Produkte

Beim Spezialitätenwettbewerb erfolgreich

Von links: Landrat Gerhard Wägemann gratulierte den Landkreisgewinnern des zweiten Spezialitätenwettbewerbs der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Ausgezeichnet wurden die Treuchtlinger Bratwurst von der Metzgerei Geißelmeier, der Brombachseer Bergkirsch von Echt Brombachseer, das Kloster Dunkel vom Kloster Heidenheim und der Schlossbrauerei Fürst Carl, das Walnussöl der Manufaktur Gelbe Bürg und die Schlotengerle der Metzgerei Prosiegel (nicht im Bild). Bildnachweis: Metropolregion Nürnberg/Foto: Rudi Ott

Fünf kulinarische Produkte aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen haben beim zweiten Spezialitätenwettbewerb der Europäischen Metropolregion gewonnen. Die Auszeichnung erfolgte auf Consumenta in Nürnberg, der größten Verbrauchermesse Süddeutschlands.

Prämiert wurden die Treuchtlinger Bratwurst der Metzgerei Geißelmeier, der Brombachseer Bergkirsch von Echt Brombachseer, das Walnussöl der Manufaktur Gelbe Bürg, die Schlotengerle der Metzgerei Prosiegel und das Kloster Dunkel vom Kloster Heidenheim und der Schlossbrauerei Fürst Carl. Auch Landrat Gerhard Wägemann nahm an der Preisverleihung der Gewinnerprodukte des Spezialitätenwettbewerbs teil und freut sich über den Erfolg: „Ich gratuliere den Erzeugern zu dieser tollen Auszeichnung.“

Insgesamt haben 257 Erzeuger aus Franken und der Oberpfalz am Wettbewerb teilgenommen, davon wählte eine Jury 169 Gewinnerprodukte nach den Leitlinien der Regionalkampagne „Original Regional“ aus. Die Herstellung der Produkte erfolgt zum überwiegenden Teil in der Metropolregion, die Grund- und Rohstoffe stammen zu 80 Prozent aus der Region. Zudem sind die „Originale“ wichtig für den Erhalt der vielfältigen Kulturlandschaften in der Metropolregion, wie zum Beispiel Teichlandschaften, Magerwiesen oder Mittelgebirge.

Die prämierten Produkte dürfen sich nun „Unsere Originale“ nennen und zieren die neue Kulinarische Landkarte der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Die Produktauswahl reicht von Fleisch- und Wurstwaren bis hin zu Ölen, Backwaren, Bieren, Weinen oder Aufstrichen. Interessierte können die Kulinarische Landkarte ab sofort online unter www.unsereoriginale.de herunterladen oder im Landratsamt abholen.

Über Original Regional

Im Netzwerk von Original Regional arbeiten 29 Regionalinitiativen zusammen, in denen wiederum rund 1500 Direktvermarkter und Erzeuger organisiert sind. Die Ziele der Regionalkampagne Original Regional sind die Stärkung der regionalen Identität, die Sicherung gewachsener Kulturlandschaft und des Brauchtums. Regional erzeugte Lebensmittel und Produkte erhalten die hohe Lebensqualität in der Metropolregion Nürnberg. Original Regional berät und informiert die Verbraucher über die Vorteile regional erzeugter, traditionell hergestellter und gentechnikfreier Produkte. www.original-regional.info

Kulinarischer Schatz

Aktionswoche „Kartoffel“ im November

Wirt Guido Moezer (Vierter von rechts), seine Lebensgefährtin Michaela Werner und Tochter Bianca Kuhn präsentierten sich mit „Chefkoch“ Gerhard Wägemann und Regionalberater Dieter Popp (links) und weiteren Gastwirten zum Auftakt der „Kartoffelwochen“. Foto: Heger

Im Gasthof „zum Hirschen“ in Wald fiel der Startschuss zu den diesjährigen kulinarischen Aktionswoche rund um die Kartoffel. In der Zeit vom 9. bis 24. November präsentieren insgesamt zehn gastronomische Betriebe in der Region Altmühlfranken die ganze Vielfalt des regionalen Produkts Kartoffel für ihre Gäste.
Mit den kulinarischen Aktionswochen sollen den Menschen die in unserer Region erzeugten Grundnahrungsmittel nahe gebracht werden. 2019 steht hier die „Kartoffel“ im Mittelpunkt. Erntezeit der Erdäpfel – wie sie auch genannt werden – ist der Herbst und früher packte jeder mit an. Deshalb heißen die Herbstferien auch vielerorts noch heute Kartoffelferien. Von morgens bis abends holte man per Hand die kostbaren Knollen aus der
Erde und abends brannten dann die Kartoffelfeuer, denn nach vollbrachter Arbeit schmeckten die über dem Feuer gerösteten Kartoffeln am besten.
Die Gastronomiebetriebe Altmühlfrankens werden während dieser Wochen die vielfältigen Zubereitungsarten dieses kulinarischen Schatzes eindrucksvoll zur Schau stellen. Ob in Form von Kartoffelpuffern, Klößen, Kartoffelspalten oder anderen kreativen Genussideen.
Zum Auftakt der Aktionswoche lud die „Zukunftsinitiative altmühlfranken“ in den Gasthof „Zum Hirschen“ nach Wald ein. Die Gastwirtsfamilie um Guido Moezer, seiner Lebensgefährtin Michaela Werner und der Tochter und Küchenchefin Bianca Kuhn begrüßten die geladenen Gäste aus der Region und luden sie ein, bereits im Vorfeld de diesjährigen Aktionswochen etwas hinter die Kulissen zu schnuppern und sich mit de regionalen Produkt Kartoffel vertraut zu machen. Das neu gestaltete traditionelle Gasthaus besteht bereits seit 1471 und wurde seit dieser Zeit durchgehend als Wirtshaus betrieben.
Landrat Gerhard Wägemann hält die Idee der kulinarischen Wochen bei seiner Begrüßung für sehr gelungen und betonte, dass der Begriff der Regionalität für den Landkreis schon immer eine besondere Bedeutung hat. Die Kartoffel ist ein regionales Produkt, das in seiner Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten immer wieder Überraschungen zu bieten hat.
Bevor die Gäste das vorbereitete regionale 4-Gänge Menü selbst genießen konnten, wurden sie vom Wirt Guido in die Küche gebeten, um bei der Zubereitung der einzelnen Speise selbst mitzuwirken und den Wert der regionalen Küche selbst zu erkennen.
Die geladenen Gäste wurden dafür auch stilgerecht eingekleidet und halfen gerne begeistert in der Küche mit. Unter den Händen der zahlreichen Helferinnen und Helfer entstand ein regionales Kartoffelmenü: Fränkische Kartoffelsuppe mit Speckwürfeln, Karpfenfilet im Kartoffelteig mit Rahmwirsing, Schweinelende im Champignonrahm mit Kartoffelgratin und Bratkartoffeln und als Nachspeise Kartoffelwaffeln mit Zimtzwetschgen. Alle Hilfsköche waren bei der anschließenden Verköstigung begeistert von dem Ergebnis der gemeinsamen Arbeit.
Bei den Aktionswochen rund um die Kartoffel beteiligen sich neben dem Gasthof „Zum Hirschen“ in Wald auch noch das Gasthaus Conrad in Alesheim, der „Brandenburger Hof“ in Weißenburg, das Hotel „Adlerbräu“ in Gunzenhausen, der Gasthof „Zum Goldenen Lamm“ in Wettelsheim, das Gasthaus „Zum Hirschen“in Muhr am See, der Landgasthof „Zum Schnapsbrenner“ in Großweingarten, das Restaurant Chicorée im Parkhotel Altmühlfranken, das Bräustüberl der Fürst Carl Brauerei in Ellingen und das Hotel-Restaurant „Schwarzer Bär“ in Weißenburg.

KLAUS HEGER

Preis für das Walnussöl

Spitzenprodukt aus dem Landkreis

Das Walnussöl aus Sammenheim wurde von rund 1.000 Leserinnen und Leser der Nürnberger Nachrichten zum Lieblingsprodukt innerhalb der Europäischen Metropolregion Nürnberg gewählt. Foto: Lena Kagerer/Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

Das Walnussöl der Manufaktur Gelbe Bürg wurde mit dem ersten Platz des Publikumspreises der Nürnberger Nachrichten ausgezeichnet. Von zehn Produkten aus der Europäischen Metropolregion setzte sich die Spezialität aus Altmühlfranken durch. Eine große und erfreuliche Überraschung.

Der feine, nussig-milde Geschmack und die goldgelbe Farbe sind kennzeichnend für das Walnussöl der Manufaktur Gelben Bürg aus Dittenheim. Es besteht zu 100 Prozent aus Walnüssen aus dem Nussdorf Sammenheim und der Region Gelbe Bürg. In der Ölmühle kaltgepresst bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe und der sortentypische Geschmack erhalten.

Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen hat sich das regionale Produkt samt der Manufaktur Gelbe Bürg bereits einen Namen gemacht, doch nun erregt es auch über die Landkreisgrenzen hinaus große Aufmerksamkeit. Beim Publikumswettbewerb der Nürnberger Nachrichten wurde das kaltgepresste Öl auf den ersten Platz gewählt.

Mehr als 1.000 Leserinnen und Leser haben abgestimmt. Die Manufaktur aus Dittenheim erhielt dabei mehr als 20 Prozent der Stimmen und landete auf dem ersten Platz. Der zweite Platz ging an Katrin Pöhlmann aus Ebermannstadt im Landkreis Forchheim für ihren Quitten-Meerrettich. Platz drei holte sich der Nürnberger Chocolatier Wolfgang Marx für seine „Lebkugeln“.

Die drei Lieblingsprodukte wurden am Eröffnungstag der Consumenta prämiert und vorgestellt. „Das war für uns eine große Überraschung und geht runter wie Öl“, schmunzelt Landrat Gerhard Wägemann, der sich über die Auszeichnung sehr freut. „Die Manufaktur steht für Qualität, Regionalität und Landschaftsschutz“, so Landrat Wägemann weiter.

Die Genossenschaft Manufaktur Gelbe Bürg wird von rund 140 Landwirten mit Walnüssen beliefert. Meist wachsen diese auf Streuobstwiesen und Hofstellen in und um Sammenheim und den umliegenden Ortschaften rund um den Gelben Berg. Die Nüsse werden in einem aufwändigen Verfahren per Hand ausgelesen. Weitere Produkte der Manufaktur sind die Walnussnudeln, das Walnussmus oder die reinen Walnusskerne. Alle Produkte und Informationen dazu gibt es im Onlineshop der Manufaktur unter www.gelbe-buerg.de.

Am Freitag, den 01. November 2019, wird das Walnussöl am Stand der Europäischen Metropolregion in Halle 1 gemeinsam mit Landrat Gerhard Wägemann vorgestellt. Die drei Gewinnerprodukte sind künftig auch über den Zeitungsshop der Nürnberger Nachrichten erhältlich.

Spezialitätenwettbewerb der EMN

Neben dem NN-Publikumspreis wurde der zweite Spezialitätenwettbewerb der Europäischen Metropolregion Nürnberg durchgeführt. Über 250 Erzeuger aus Franken und der Oberpfalz haben sich beworben. Eine Jury wählte davon nach den Leitlinien der Regionalkampagne „Original Regional“ 169 Regionalprodukte aus, die künftig in der Kulinarischen Landkarte der Metropolregion Nürnberg zu finden sind. Davon sind fünf Produkte aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.

Das Bier Heidenheimer Kloster Dunkel der Fürst Carl Schlossbrauerei aus Ellingen, der Echt Brombachseer Bergkirsch aus Absberg, das Walnussöl der Manufaktur Gelbe Bürg, die schwarzgeräucherten altmühlfränkischen Bratwürste von der Metzgerei Prosiegel aus Markt Berolzheim und die Treuchtlinger Bratwurst der Metzgerei Geißelmeier wurden in die neue Spezialitätenlandkarte aufgenommen. Die Karte gibt es entweder im Landratsamt oder online unter www.unsereoriginale.de.

Mehr Geld aus München

Mitteilung von MdL Hauber

Im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs unter-stützt der Freistaat Bayern seine Kommunen jährlich bestmöglich durch allgemeine und besondere Zuweisungen. Im Jahr 2019 sind diese Gesamtleistungen aus dem kommunalen Finanzausgleich auf insgesamt 9,97 Mrd. € gestiegen und haben damit ein neues Rekordniveau erreicht.
Bei den Bedarfszuweisungen und Stabilisierungshilfen 2019 durch den Fre-staat für strukturschwache bzw. von der Demografie negativ betroffene Kommunen Bayerns wurden jetzt in Mittelfranken die Stadt Wassertrüdingen mit 25.562 € bzw. die Landkreise Ansbach mit 250.000 € und der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen mit 300.000 € unterstützt.


MdL Wolfgang Hauber äußerte sich sehr positiv hierzu: „Ich bin sehr dankbar, dass bei dieser Förderung durch den Freistaat unsere Region erneut berücksichtigt worden ist. Bayerns Zukunft wird in den Kommunen vor Ort und von den Menschen vor Ort entschieden. Deshalb brauchen wir starke und handlungsfähige Kommunen und dürfen aber gleichzeitig auch strukturschwache Regionen nicht vergessen. Diese müssen auch von der positiven Entwicklung des Freistaats profitieren.“

Schönes Drachenfest

Diesmal herrschte optimale Bedingungen

Wie bei Sport-Heinrich gab es auch bei den anderen Geschäften Markt-Schnäppchen. Foto: Heger

Dieses Jahr hielt der Wettergott wieder seine schützende Hand über das
Drachenfestes und den Simon- und Judäimarkt. Nachdem vor zwei Jahren wegen der orkanartigen Stürme beide Veranstaltungen abgesagt werden mussten und auch im vergangenen Jahr wegen der starken Regenfälle der Besuch sehr übersichtlich war, drängten sich dieses Jahr bei sonnigem Herbstwetter die Besucher bereits um 11 Uhr durch die Stände am Marktplatz und ließen am Seezentrum Schlungenhof mit ihren Kindern die Drachen steigen.
Bei Windgeschwindigkeiten zwischen 7 und 12 km/h konnten die zahlreichen Besucher am Altmühlsee beim Drachenfest ihre Fluggeräte problemlos in den Himmel steigen lassen und die Drachen bildeten ein wunderbares, buntes Bild am Himmel über dem See. Der Heimatverein
Schlungenhof und die Wasserwacht versorgten in den Hütten die Besucher mit Getränken, Bratwürsten und selbst gebackenen Waffeln. Die Zirkusschule Windspiel bot für die Kinder zusammen mit dem Team von Stadtjugendpfleger Helmar Zilcher ein abwechslungsreiches und lustiges Mitmachprogramm an und die Gruppe „Spaßkoffer“ zeigte am Nachmittag lustige Comedy-Jonglagen.
Am Marktplatz bauten die Händler im sommerlichen Herbstwetter beim Simon- und Judäimarkt bereits vor 11 Uhr ihre Stände auf, um ihre Angebote den zahlreichen Besuchern aus der ganzen Region anzubieten.
Über 30 Einzelhändler rund um den Marktplatz und der Weißenburger Straße beteiligten sich an dem verkaufsoffenen Sonntag. Viele Einzelhändler hatten auch extra für diesen Sonntag verschiedene Aktionen geplant, um die potentiellen Kunden an die Geschäft zu binden und zu informieren. Bonita am Marktplatz bot beim Kauf von drei Einzelteilen einen Rabatt von 20 % an, der BayW- Baumarkt in der Weißenburger Straße bot für Inhaber der BayWa-Card und für Neukunden einen Rabatt von 15 % an, Optik-Matt am Hafnermarkt bot seinen Kunden 50 % auf alle Brillengläser und 30 % auf AKKU-Hörgeräte an, die „Welt der Tracht“ im Zuber-Haus gab 10 % Preisnachlass auf ein Teil nach Wahl der Kunden, beim Bastelfachgeschäft Ideen-Reich gab es wegen der bevorstehenden Geschäftsauflösung Ausverkaufsangebote und die großen und kleinen Kunde konnten selbst basteln und das Optikhaus Gunzenhausen bot 30 % Rabatt auf alle Fassungen und Sonnenbrillen an.
So waren die Einzelhändler auch bei diesem Markt wieder mit der Resonanz der Kunden auf den verkaufsoffenen Sonntag zufrieden. Die Firanten und die Organisatoren des Drachenfestes freuten sich über den guten Besuch.
KLAUS HEGER

Solidarisch mit Bauern

Junge Union verlangt mehr Respekt


Die Junge Union Weißenburg-Gunzenhausen steht an der Seite der Bäuerinnen und Bauern und fordert mehr Solidarität und Respekt gegenüber der Urproduktion/Agrarbranche.
Landwirte aus ganz Bayern beteiligten sich am vergangenen Dienstag an den Demonstrationen gegen die aktuelle Agrarpolitik der Bundesregierung. In den vergangenen Monaten hatte sich in der Bauernschaft viel Unmut aufgestaut: die Verschärfung der Düngeverordnung, der Glyphosat-Ausstieg, der neue Agrarpakt als Folge des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ samt Begleitgesetz, die Einführung des von vielen Seiten kritisierten Tierwohllabels und dazu überbordende Bürokratie, welche den Landwirten kaum noch Zeit für die eigentliche Arbeit lässt; die Gründe für die Proteste sind vielfältig. Die Bäuerinnen und Bauern beklagten außerdem die mangelnde Wertschätzung in der Gesellschaft und die permanenten Schuldzuweisungen.
Die Junge Union Weißenburg-Gunzenhausen stellt sich klar auf die Seite der Landwirte. Die Geschwindigkeit, mit der die Gesetze für mehr Umwelt- und Naturschutz derzeit auf die Branche einstürzen, bedrohen immer mehr landwirtschaftliche Betriebe in ihrer Existenz. Die Bauernschaft sollte zukünftig besser in die Entwicklung alltagstauglicher Vorgaben mit eingebunden werden. Gleichzeitig gebührt den Landwirten mehr Respekt und Anerkennung. Jeder Bürger sollte sich ins Bewusstsein rufen, woher die Lebensmittel kommen, die täglich in vollgefüllten Regalen in den Supermärkten zu finden sind. Die Junge Union Weißenburg-Gunzenhausen fordert mehr Solidarität mit den Bäuerinnen und Bauern, denn es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, regional einzukaufen und damit auch kleinere Landwirte aus der Region zu unterstützen.
Auch der JU-Kreisvorsitzende Manuel Blenk zeigte Verständnis für die Proteste: „Auch die Landwirte in unserem Umkreis sind durch die zahlreichen Verordnungen unter großen Druck geraten und sehen sich gleichzeitig von vielen Seiten Anfeindungen ausgesetzt. Wir stehen hinter unseren Bauern und wünschen uns, dass die Leute beim Einkauf noch gezielter regionale Produkte achten. Für uns ist ganz klar: Eine Zukunft ohne Bauern ist nicht vorstellbar!“
Passend zu diesem Thema findet am Dienstag, 29.Oktober, um 19 Uhr eine Betriebsbesichtigung der Landwirtschaft Dippmann (landwirtschaftlicher Betrieb der CSU- & JU-Kreistagskandidatin Maren Dippmann), in der Flederwischgasse 6 in 91801 Markt Berolzheim mit dem Stimmkreisabgeordneten und Vorsitzenden des Arbeitskreises für Ernährung und Landwirtschaft, Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag Artur Auernhammer MdB sowie dem Landtagsabgeordneten und Landratskandidaten Manuel Westphal MdL statt.