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15 Autoren schreiben

„Alt-Gunzenhausen“ erscheint im Dezember

An die fünfzehn Beiträge zur regionalen Historie wird das nächste Jahrbuch „Alt-Gunzenhausen“ enthalten. Das kündigte Vorsitzender Werner Falk auf der Vorstandssitzung des Verein  für Heimatkunde im Gasthaus „Zur Altmühlbrücke“ an.

Schriftleiter und 2. Vorsitzender Werner Mühlhäußer, der hauptamtlich als Stadtarchivar tätig ist, hat die Arbeiten von 15 Autoren vorliegen, darunter etliche Verfasser, die das erste Mal  für die Publikation des Vereins schreiben. Werner Somplatzki, der Kreisheimatpfleger für Archäologie, befasst sich mit einem frühgeschichtlichen Siedlungsplatz bei Unterasbach, Sieglinde Buchner, die Kreisarchivpflegerin, schreibt zu Epitaphien als Informationsquellen und geht konkret der Frage nach, wer unter der abgetretenen Grabplatte im Heidenheimer Münster bestattet ist. Ferner widmet sie sich der Geschichte von Nordstetten.

Die konfessionellen Verhältnisse und Sprengelstrukturen der Pfarreien im Kalbensteinberger Land beleuchtet Dr. Daniel Schönwald, der stellvertretende Chef des Landeskirchlichen Archivs in Nürnberg. Über den Dreißigjährigen Krieg in Gunzenhausen und Wolframs-Eschenbach schreiben Stadtarchivar Werner Mühlhäußer bzw. Stadtheimatpfleger Oskar Geidner. „Die Familie Motzel in Arberg“ stellt Karl Rieger vor, während sich Wolfgang Pfahler mit dem Gunzenhäuser Oberkaplan Paul Dayb und seinen Leichenpredigten für Sibylla Maria Rosa (1712s) und Christoph Lorenz Meelführer (1717) befasst. „Der ansbachische Baudirektor Leopoldo Retti und seine Tätigkeit in Gunzenhausen“ stellt Werner Mühlhäußer in einem weiteren Beitrag vor.

Werner Kugler, der vormalige Dekan von Heidenheim, hat unter der Überschrift „Sitzplätze 1., 2. und 3. Klasse und kostenfreie Notsitze“ einen Beitrag zu den Kirchenständen in der Martinskirche von Degersheim (1788) verfasst. Auf die „Orgeln in der Spitalkirche zu Gunzenhausen im  18. bis 20. Jahrhundert“ gehen Tobias Kleemann und Max Pfahler ein und Werner Neumann beschäftigt sich in einem weiteren Beitrag mit dem Armenwesen in Gunzenhausen im 19. Jahrhundert.

Der Begründer des Missionsfests in Gunzenhausen war Pfarrer Johann Friedrich Wucherer in Aha. Über seine Werke schreibt Dr. Joachim Schnürle, stellvertretender Chefarzt des Kurheims Hensoltshöhe, während sich Christian Breit über die Feier „50 Jahre Liederkranz“ im Jahr 1884 auslässt.   In Aussicht stehen noch Beiträge „Ein Abriss der  katholische Volksschule in Gunzenhausen“ von Günter Dischinger und  die „Mühlen in Muhr“ von Günther L. Niekel.

Wie Vorsitzender Werner Falk mitteilte, wird der Verein auch im Winterhalbjahr die Reihe von historischen Vorträgen fortsetzen und im neuen Jahr wieder die bewährten „Samstagsexkursionen“ abhalten.

Breitbandforum in Gunzenhausen

Fachtagung „Smart Regions Bayern“ am 14. November

Die Bayerische Gemeindezeitung veranstaltet am Donnerstag, 14. November, um 9 Uhr in der Gunzenhäuser Stadthalle ihr „7. Bayerisches Breitband-Forum“ mit dem Themenraum „Smart Regions Bayern“. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz und Anne-Marie von Hassel, die Herausgeberin der Bayerischen Gemeindezeitung, sprechen zur Eröffnung der landesweiten Fachtagung.  Eine Videobotschaft von Staatsministerin Judith Gerlach (Digitales) wird zugeschaltet.

Zu den Referenten gehört  Regierungsdirektor Bernd Geisler vom Staatsministerium für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat. Er gibt einen Bericht zum Stand der Breitbandförderung in Bayern. 13 weitere Referenten befassen sich mit dem Fördermodell, der Netzinfrastruktur, der Messtechnik, und dem Glasfaserausbau in den Kommunen. Fachleute berichten zudem über konkrete Anwendungsbeispiele aus verschiedenen Handlungsfeldern.

Positionen der FDP

Schwerpunkte im Kommunalwahlkampf

Für mehr Solidität in der Politik plädierte der mittelfränkische FDP-Bezirksvorsitzende Axel Rötschke auf einer Mitgliederversammlung im Gasthaus „Zum Lauterbacher“.  Verlässliche Partner seien dann wichtig, wenn andere wegbrächen. Sein Credo:  „Wir wollen eine stabile Gesellschaft in bewegten Zeiten“.

Deutschland erlebe eine hysterische Debatte um das Recht der Jugend, „extrem nachzufragen“.  Trends seien en vogue und selbst Spitzenpolitiker wie der bayerische Ministerpräsident Markus Söder gingen eher den Trends nach als dass sie ihrer Vernunft folgten.

Vorsitzender Werner Falk, der an dem von Thomas Thill spontan angesetzten öffentlichen Gedenken an die Opfer des rassistisch motivierten Anschlags auf die Synagoge in Halle teilgenommen hatte,  appellierte an die Menschen in Gunzenhausen, antisemitisches Gerede nicht zuzulassen und ihm couragiert entgegenzutreten, zumal in einer Stadt, in der einst das reichweit erste Hitler-Denkmal gebaut und das erste Judenpogrom begangen wurde.  Aus einer „Strafaktion“ der Wähler dürfe keine Renaissance des radikalen Nationalismus erwachsen. Rechtspopulistische Phrasen dürften nicht gesellschaftsfähig werden.

Von einer „Ära des Erfolgs für den Stadtrat“ sprach Stadtrat Falk, als er auf die Fülle von Projekten seit 2014 zu sprechen kam.  Er nannte u.a. die Binnenentwässerung (mit Hochwasserschutz und Renaturierung der Altmühlaue als Folgemaßnahmen), die Generalsanierung der Stadthalle, die Gründung des Stadtmarketingvereins, die Einführung der Sicherheitswacht, den Erwerb des Bahnhofs, die Ansiedlung des Landesamts für Schule, die Eisbahn, den Ausbau der „Seepromenade“, den Rufbus für die Ortsteile und die Ausweisung von Bauland im großen Stil (allein im Frickenfelder Wohngebiet „Sonnenwiese“ sind in einem Jahr bisher 31 Wohnhäuser entstanden oder werden derzeit gebaut).  Er bekräftigte den Willen der Stadtratsmehrheit, das 4500 Quadratmeter große Gelände in der Weißenburger Straße einem Investor anzubieten, um dort an die 30 Wohneinheiten zu schaffen.

Breiten Raum nahmen in der Diskussion die sachlichen „Eckpunkte“ ein, mit denen die FDP in den Kommunalwahlkampf ziehen will. Zu den Positionen gehören der barrierefreie Bahnhof, ein neues Werbekonzept, die Schaffung eines Handwerkerhofs, das Rathaus online, eine Kostenkontrolle für die Stadthalle, die Sicherung der Arbeitsplätze, die Bekämpfung des Schwammspinners und der Marktplatz als Eventbühne.

Wie Kreisvorsitzender Thomas Geilhardt ankündigte, werden die Freien Demokraten am 19. November ihre Kreistagskandidaten im Hotel „Seehof“ in Langlau aufstellen. Er ist zuversichtlich, eine umfangreiche Liste präsentieren zu können: „Es sieht gut aus“.

Das politische München erkundet

Bildungsfahrt in den Landtag

Das berühmte Foto auf der Eingangstreppe des Maximilianeums ist für alle Besuchergruppen ein Muss: Der Landtagsabgeordnete Manuel Westphal gemeinsam mit der Schäfertanzgruppe Gunzenhausen, der Seniorengruppe aus Meinheim und Dittenheim, dem Gesangverein Oberhochstatt und einigen weiteren Gästen aus Altmühlfranken. (Bild: Büro Westphal)

Auf Einladung des Stimmkreisabgeordneten für den Bayerischen Landtag Manuel Westphal haben rund 100 Personen aus Altmühlfranken den Bayerischen Landtag und die Staatskanzlei in München besucht, darunter die Schäfertanzgruppe aus Gunzenhausen, eine Seniorengruppe aus Meinheim und Dittenheim, eine Abordnung des Gesangvereins aus Oberhochstatt sowie weitere interessierte Teilnehmer.

Die bunt gemischte Gruppe freute sich gemeinsam mit ihrem Abgeordneten Manuel Westphal die Bildungsfahrt in den Bayerischen Landtag anzutreten. Im Maximilianeum erwartete die Besucher ein informativer Film über den Bayerischen Landtag. Bei der anschließenden Diskussion mit Westphal lernten die Gäste den Arbeitsalltag eines Abgeordneten kennen und konnten auch Fragen zu aktuellen Themen stellen.

„Die Landtagsfahrten, zu denen ich zweimal im Jahr verschiedene Besuchergruppen aus dem Stimmkreis einlade, sind immer eine gute Gelegenheit meinen Alltag in München und im Stimmkreis vorzustellen. Auch dieses Mal konnten wir wieder zahlreiche Themen besprechen, wie zum Beispiel die aktuelle Situation der Landwirtschaft. Ich habe mich über das Interesse meiner Gäste an meiner Arbeit sehr gefreut“, so Westphal.

Danach stand für die Gruppe noch die Besichtigung der Staatskanzlei auf dem Programm. Im Rahmen einer Führung lernten die Gäste aus Altmühlfranken das Gebäude kennen und erfuhren auch viel über die Arbeitsweise der Staatskanzlei. Anschließend konnte jeder auf eigene Faust noch München für sich entdecken und die freie Zeit in der Landeshauptstadt nutzen.

Landwirtschaft bittet zu Tisch

Gespräch mit CSU-Agrarpolitiken

Philipp Westphal stellte den Landtagsabgeordneten Petra Högl und Alexander Flierl (zweite und dritte von rechts) den Betrieb in Meinheim vor. Auch Vertreter der regionalen Landwirtschaft hatten sich dem Rundgang angeschlossen. (Bild: Büro Westphal)

Unter dem Motto „Die Landwirtschaft bittet zu Tisch“ haben sich Agrarpolitiker der CSU-Landtagsfraktion mit Landwirten aus Altmühlfranken ausgetauscht. Das Gespräch fand im Rahmen der Stimmkreisbereisung des Arbeitskreises Ernährung, Landwirtschaft und Forsten auf dem Hof der Familie Westphal in Meinheim statt. Die Landwirte nutzten die Gelegenheit, um auf ihre angespannte Situation hinzuweisen, die vor allem durch Änderungen im Naturschutzgesetz und der neuen Düngeverordnung hervorgerufen wurde.

Während der Stimmkreisbereisung des Arbeitskreises Ernährung, Landwirtschaft und Forsten war es dem Abgeordneten Manuel Westphal wichtig, regionalen Landwirten die Möglichkeit zu geben, den Fachpolitikern die angespannte Situation der Betriebe darzustellen.

Ein Thema, das den Landwirten derzeit unter den Nägeln brennt, ist der Umgang mit der Neuregelung der Düngeverordnung. Die bestehenden Düngeregeln wurden in Deutschland auf Druck der EU 2017 bereits verschärft. Doch die Änderungen gingen der EU noch nicht weit genug, weshalb das Bundeslandwirtschaftsministerium nun nochmal nachjustieren musste. Im Rahmen der Düngeverordnung ist Bayern in verschiedene Gebietskategorien unterteilt, abhängig von den ermittelten Nitratwerten. „Unser Landkreis wäre demnach vor allem im Bereich der Altmühl zwischen Gunzenhausen und Weißenburg aber auch bis an die Landkreisgrenze Roth als ‚Rotes Gebiet‘ eingestuft. Hier gelten dann schärfere Auflagen und es dürfte weniger gedüngt werden“, erklärte Westphal.

Die Einteilung der „Roten Gebiete“ ist in ganz Bayern sehr umstritten, weil bei der Frage der ermittelten Werte sonstige Umstände weitestgehend außer Acht bleiben. Besonders das niederschlagsarme Franken wäre von der Kategorisierung schwer betroffen. „Landwirte in roten Gebieten müssten Gülle bis zu zehn Monate lagern. Die Investitionen, die dafür erforderlich werden, liegen im sechsstelligen Bereich pro Betrieb. Wir Landwirte bezweifeln überdies, dass die praxisfremden Regelungen wirklich zu einer Verbesserung des Nitratwertes im Grundwasser führen“, erklärte der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands Erwin Auernhammer.

Den Agrarpolitikern der CSU-Landtagsfraktion ist die Problematik bestens bekannt. Westphal und seine Kollegen führten dazu aus: „Wir kennen ähnliche Sorgen aus anderen Landkreisen, die ebenfalls als ‚Rotes Gebiet‘ eingestuft werden. In verschiedenen Gesprächen mit den zuständigen Ministerien setzen wir uns dafür ein, dass die Einstufung nochmal überprüft wird. Vielleicht gibt es die Möglichkeit zur Nachjustierung einzelner Flächen. Schließlich sind aufgrund der gemarkungsscharfen Abgrenzung oft auch Landwirte betroffen, deren Flächen nicht im Einzugsgebiet der Messstellen liegen. Dafür muss dringend eine Regelung gefunden werden!“

Westphal und Auernhammer bekräftigten zudem, dass sie sich des Themas bereits angenommen hätten: „Wir stehen dazu in engem Austausch mit dem Wasserwirtschaftsamt in Ansbach. Das Einzugsgebiet der Brunnen und die dort vorgenommenen Maßnahmen der Düngung müssen nochmal genau betrachtet werden.“

Die anwesenden Vertreter der regionalen Landwirtschaft waren sich zudem einig, dass der Grundwasserschutz für alle Landwirte sehr wichtig sei und man natürlich bereit sei, sich mit geeigneten Maßnahmen einzubringen. Ob die nunmehr geplanten Regelungen aber wirklich zielführend seien, wurde vielfach bezweifelt. „Nur gesunde Pflanzen bringen ausreichend Ertrag, daher ist der Landwirt auf einen guten Boden mit genügend Nährstoffen angewiesen“, erklärte Auernhammer. 

Doch auch die Auswirkungen der Gesetzesänderungen nach Annahme des Volksbegehrens Artenvielfalt wurde während des Gesprächs thematisiert. „Die Landwirtschaft wurde und wird immer noch an den Pranger gestellt, für etwas, das doch eigentlich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein sollte: den Erhalt der Artenvielfalt. Ich fordere nachdrücklich, dass die Landwirtschaft entlastet wird und unsere Arbeit nicht mit noch mehr Auflagen weiter erschwert wird. Unser Landkreis geht hier mit dem Bienenpakt und den Feld- und Flurführungen des Verbandes für landwirtschaftliche Fachbildung (vlf) bereits einen richtigen Weg“, erläuterte Martin Mutterer, Vorsitzender des vlf aus Alesheim das Anliegen der anwesenden Landwirte. 

Um sich abschließend auch noch ein Bild der Praxis vor Ort zu machen, stellte Philipp Westphal den Landtagsabgeordneten den Betrieb mit Biogasanlage in Meinheim vor.       

Rollende Bürgerversammlung

Angebot an die Senioren der Stadt

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz lädt die Seniorinnen und Senioren der Stadt und der Ortsteile zu einer rollenden Bürgerversammlung am Donnerstag, 28. November ein. Angeregt wurde diese besonders seniorenfreundliche Art der Bürgerversammlung vom Seniorenbeirat.

Die rollende Bürgerversammlung startet mit dem Bus um 14 Uhr am Bahnhof. Von dort aus geht es zu den Punkten in der Stadt, an denen sich in den letzten Jahren sehr viel getan hat bzw. gerade im Gange ist oder in nächster Zeit Veränderungen anstehen. An diesen Punkten erfolgen die Informationen vom Bus aus.

Gegen 15.45 Uhr kommt die Versammlung in der neuen Stadthalle an. Dort gibt es weitere Informationen bei Kaffee und Kuchen. Natürlich kommen auch die Fragen und Anliegen der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht zu kurz.

Nach Ende der Veranstaltung um 17.30 Uhr fährt der Bus zum Bahnhof zurück.

Die Anmeldung erfolgt über den Seniorenbeirat unter Telefon 09831/9548 oder per Email unter seniorenbeirat@gunzenhausen.de.

Neuer Klinik-Vorstand

Christoph Schneidewin kommt am 1. Januar

Nahtloser Übergang: Landrat Gerhard Wägemann (rechts) hat den künftigen Vorstand des Klinikums Altmühlfranken vorgestellt. Christoph Schneidewin (Mitte) wird die Nachfolge von Jürgen Winter (links) ab 01. Januar 2020 antreten. Bildnachweis: Lena Kagerer/Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

Christoph Schneidewin wird der neue Vorstand des Klinikums Altmühlfranken. Ab 01. Januar 2020 wird der aus Nordrhein-Westfalen stammende Diplom-Kaufmann die Geschicke der beiden Krankenhäuser in Gunzenhausen und Weißenburg leiten und damit die Nachfolge von Jürgen Winter antreten.

Landrat Gerhard Wägemann stellte den künftigen Vorstand in einem Pressegespräch vor und verdeutlichte, dass ihm an einer geregelten und kompetenten Nachfolge sehr gelegen war. Das Bewerbungsverfahren hat er deshalb persönlich geleitet. An seiner Seite hatte er die pflegerische und ärztliche Seite des Klinikums Altmühlfranken. Umso erfreulicher ist es, dass nun die Verträge unterzeichnet sind und Christoph Schneidewin zum Jahresanfang seinen Dienst antreten wird.

Der 53-Jährige ist seit März 2018 Mitglied der Geschäftsleitung der Heidekreis-Klinikum GmbH mit den beiden Standorten Soltau und Walsrode. Das Klinikum hat mit rund 1.250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und fast 400 Betten ähnliche Strukturen wie das Klinikum Altmühlfranken. Zudem gewährleistet es, wie in Weißenburg-Gunzenhausen auch, die Grund- und Regelversorgung.

Herr Schneidewin verfügt über fast 30-jährige Erfahrung im Krankenhausmanagement in verschiedenen Einrichtungen. Dazu gehört unter anderem das Allgemeine Krankenhaus Celle in Niedersachsen. Von April 2012 bis Dezember 2016 war er dort Geschäftsführender und Kaufmännischer Direktor. Währenddessen trug er die wirtschaftliche Verantwortung für eines der größten Akutkrankenhäuser Niedersachsens und die rund 1.700 Beschäftigten. In dieser Zeit war er darüber hinaus als Stellvertretender Vorstand der AKH Gruppe tätig. Weitere Stationen waren das Marien-Krankenhaus und das Evangelische Krankenhaus in Bergisch Gladbach.

„Er bringt das notwendige Know-How und die Erfahrung mit, die wir hier in Altmühlfranken brauchen“, betonte Landrat Gerhard Wägemann. Zusätzlich ist Christoph Schneidewin in Baufragen sehr versiert. Diese Kompetenz kann er vor allem im Hinblick auf die geplante Sanierung des Weißenburger Krankenhauses einbringen.

Derzeit lebt Christoph Schneidewin mit seiner Partnerin in Hennef (Sieg) bei Bonn. Gemeinsam werden sie in den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ziehen: „Wir verbringen jede freie Minute in der Natur, sei es am Wasser, beim Wandern, mit dem Rennrad oder Mountainbike. Insofern freuen wir uns schon jetzt, die Region auf diesem Wege zu erkunden“, zeigte sich Christoph Schneidewin bei der Vorstellung im Landratsamt begeistert.

Der bisherige Vorstand Jürgen Winter wird das Klinikum Altmühlfranken zum 31. Dezember 2019 verlassen und an das Leopoldina Krankenhaus in Schweinfurt wechseln. Nachdem die Stelle für den Vorstand des Klinikums Altmühlfranken ausgeschrieben wurde, haben sich über 40 Kandidatinnen und Kandidaten darauf beworben.

Unter der Leitung von Landrat Gerhard Wägemann wurde in einem zweistufigen Auswahlverfahren Christoph Schneidewin ausgewählt und dem Verwaltungsrat Kommunalunternehmen Kliniken des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen vorgeschlagen. Dieser hat den Vorschlag in der letzten Sitzung einstimmig angenommen. Damit sind die Weichen gestellt und Christoph Schneidewin kann ab 01. Januar 2020 die Leitung des Klinikums Altmühlfranken übernehmen.

„Ich freue mich darauf, in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit meinem Team aus allen Mitarbeitenden an den beiden Standorten die bestmögliche medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten sicher zu stellen. Den erfolgreichen Weg, den das Klinikum Altmühlfranken seit langem beschritten hat, möchte ich trotz der schwierigen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen weiter erfolgreich gehen“, so der künftige Vorstand Christoph Schneidewin.

Bundesweit der 8. Platz

Abschlussveranstaltung des Stadtradelns 2019 in Gunzenhausen

Bürgermeister Fitz und Ingrid Pappler mit den Gewinnern der drei ersten Preise. Rudi Herrmann aus Wald gewann das Fahrrad. Fotos: FR Presse/Heger

In diesem Jahr ist Gunzenhausen als 17. Gemeinde im Freistaat als „Fahrradfreundliche Stadt in Bayern“ zertifiziert worden.  Einher gegangen sind damit einige Maßnahmen, wie beispielsweise der radlerfreundliche Ausbau der Oettinger Straße und der Theodor-Heuss-Straße. Eine Lösung für den Bereich Weißenburger Straße/Marktplatz (am Saumarkt) steht indes noch aus. Wie Bürgermeister Karl-Heinz Fitz ankündigte, wird das von der Stadt beauftragte Büro Brenner eine Konzeption ausarbeiten.

Weil ein Grundeigentümer nicht mitzieht ist der vom Straßenbauamt angepeilte Bau eines Radwegs von Frickenfelden in Richtung Brombachsee bisher nicht realisiert worden. Die gleiche Behörde hat aber den Radweg von Unterwurmbach nach Gnotzheim (3,3 km) ausgebaut.

Das „Team FDP“ von Stadtrat Werner Falk kam beim Stadtradeln 2019 auf den 2. Platz. Foto: Heger

Der Rathauschef und seine Mitarbeiter können über zwei E-Bikes verfügen. Das Angebot wird gut angenommen, auch vom Bürgermeister. Neu hinzu gekommen ist ein E-Lastenfahrrad.  Für die sportlichen Radler kommt jetzt noch die Pumptrack-Anlage (zwischen FC-Platz und Recyclinghof) hinzu, die am 10. November eingeweiht wird.

Bürgermeister Fitz äußerte sich in der Stadthalle zufrieden über die Resonanz, die der Rufbus in den ländlichen Stadtteilen findet.  Man sei heute schon so weit, wie man glaubte, in drei oder vier Jahren sein zu können. Als eine Perspektivplanung kündigte Fitz seine Gedanken an, die sich mit der künftigen Nutzung des Bahnhofs verbinden: „Ich möchte den Bahnhof zu einem Mobilitätszentrum gestalten  mit Infobüro des VGN (Bahn), Reisebüro, Fahrrad-Abstellplatz, Fahrrad-Verleihstation und anderen Dingen mehr.“

Wie Ingrid Pappler, die Chefin der „Agenda 21“-Gruppe, mitteilte, hatte Gunzenhausen heuer auch einen „Radelstar“, nämlich den Büchelberger Markus Diepold. Er verzichtete vom 7. bis 27. Juli auf die Nutzung seines Autos und war nur auf seinem Rad und dem Lastenrad unterwegs, mit dem er auch seine drei kleinen Kinder transportierte. Bundesweit kam er auf den 82. Platz (mit 539 km). Hätte es einen Wettbewerb für Lastenradler gegeben, denn wäre er sicher ganz vorne mit dabei gewesen.

Die Stadt Gunzenhausen (Kategorie 10000-49000 Einwohner) belegte bundesweit den 8. Platz und im Wettbewerb „Das fahrradfreundlichste Kommunalparlament“ kam sie bundesweit den 17. Rang (22 von 25 waren dabei). Die 823 Stadtradler fuhren in den drei Wochen 212387 Kilometer (39 Teams), das ist eine Strecke fünfmal um den Äquator.  Mit 44435 Kilometern waren die „Wormer Radler“ am erfolgreichsten, das „Team FDP“ belegte mit 33590 Kilometern den 2. Platz. Von den „Oberasbacher Weiherbuckbikern“ strampelte jeder 902 Kilometer herunter.

Beim Fahrradklimatest des ADTC im Jahr 2018 schnitt Gunzenhausen unter bundesweit 186 Gemeinden mit dem 10. Platz gut ab, in Bayern war sie unter 36 Kommunen die beste (www.fahrradklimatest.de)  Im nächsten Jahr wird der Deutsche Fahrradpreis ausgeschrieben, an dem sich alle beteiligen können, die schöne Fotos, Videos oder kreative Texte haben.

Bei der Abschlussveranstaltung zog Antonia Diepold, die Tochter  von „Stadtradelstar“ Markus Diepold, die Lose einer Tombola, bei der es schöne Sachpreise (18) zu gewinnen gab. Den 1. Preis, ein von der Firma Radsport-Gruber gestiftetes  Tourenrad, gewann Rudi Herrmann aus Wald.

Auf dem Piano begleitete Heinz Horst die Veranstaltung musikalisch, u.a. mit seinem von ihm eigens für das Stadtradeln komponierten Lied „Auf meinem Fahrrad  kann die Freiheit nur grenzenlos sein“. Auf die Teilnehmer wartete am Schluss noch ein vom Team  des Parkhotels Altmühltal angerichtetes kaltes Büfett.

WERNER FALK

Die Menschen suchen nach Halt

Viele sehen sich als Opfer der Globalisierung

Werner Falk: „Viele sind der Weltuntergangstimmung, die in den Medien erzeugt wird, überdrüssig.“

In unserer Gesellschaft gibt es viele Menschen, die sich in der Welt der Anglizismen und der Algorithmen nicht mehr zurecht finden. Sie empfinden sie als Bedrohung. Die Auftritte der Umweltaktivistin Greta und die damit einher gehenden täglichen Weltuntergangsberichte in den Medien erscheinen ihnen überdrüssig.  Politisch haben sie keine Heimat mehr in den „Volksparteien“. Sie werden von Populisten eingefangen.  Dass sie einer ganz einfachen Denkschule folgen,  das sehen wir an deren Erfolgen in Italien, Frankreich und England, um nur einige Beispiele zu nennen. Diese Menschen, die sich vielfach von der Gesellschaft ausgegrenzt fühlen, suchen eine heile, überschaubare Welt. Und sie wenden sich enttäuscht ab von der Globalisierung, die ihnen als neue Weltordnung verheißen wurde. Wie die Populisten in anderen Ländern so schöpft in Deutschland die AfD die Stimmung derer ab, die sich als Opfer der modernen Gesellschaft sehen.

Nun werden viele sagen: 20 oder 25 Prozent  für die Rechtspopulisten müssen wir halt hinnehmen, schließlich sind die restlichen 75 Prozent mustergültige Demokraten. Wenn es bei 20-25 Prozent bliebe, wäre das auch für viele in Ordnung, aber die Ergebnisse der jüngsten Landtagswahlen  in Ostdeutschland zeigen uns, dass es auch mehr sein können. Für Thüringen, das Ende Oktober wählt, werden neue Erfolgszahlen der Rechtspopulisten vorausgesagt. Die vielzitierten „Weimarer Verhältnisse“, die den Nationalsozialisten den Weg geebnet haben, sind dann plötzlich nicht mehr weit weg.

Was den Rechtspopulisten von der AfD fehlt, das ist ein charismatischer Führer, eben ein Matteo Salvini, eine Marine Le Pen oder ein Nigel Farage, eben Typen wie es Jörg Haider und HC Strache in Österreich waren. Ich möchte nicht erleben, was los wäre, wenn in Deutschland eine solche Führergestalt auftauchen würde. Gottlob können die Höckes, Weidels , Gaulands und Ebner-Steiners Deutschland nicht aus den Angeln heben.

Die Konsequenz der „Altparteien“ muss sein, die abtrünnigen Wähler wieder einzufangen. Markus Söder hat das als Erster verstanden, andere weigern sich rechthaberisch und beharrlich.

WERNER FALK, Stadtrat der FDP in Gunzenhausen

Drei Orte sind weiter

Aha, Meinheim und Hohenweiler haben sich qualifiziert

Die Gewinner des diesjährigen Kreisentscheids beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – unser Dorf soll schöner werden“ stehen fest. Aha, Hohenweiler und Meinheim haben die Jury überzeugt und werden den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen im Jahr 2020 beim Bezirksentscheid vertreten.

Am Kreisentscheid des 27. Bundeswettbewerbs haben sich in diesem Jahr Aha, Cronheim, Dettenheim, Filchenhard, Hohenweiler, Maicha, Meinheim, Nennslingen, Oberwurmbach und Unterwurmbach beteiligt. Drei der insgesamt zehn Ortschaften haben mit sehr großem Erfolg teilgenommen:

Aha ist mit vier Voll- und sieben Nebenerwerbbetrieben noch sehr landwirtschaftlich geprägt. Der Straßenraum beeindruckt mit einem breiten, von Bäumen gesäumten Grünstreifen. Darüber hinaus hat sich die Bevölkerung sehr engagiert und Blühstreifen angelegt. Mit dem Neubau des TÜV Service-Centers wird die Möglichkeit der Innenentwicklung eröffnet.

Die kleine Ortschaft Hohenweiler mit 220 Einwohnern besitzt mit seiner Nähe zum Brombachsee eine hohe Lebensqualität. Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen Keller, die unbedingt erhalten werden sollten. Das Neubaugebiet zeichnet sich durch eine gute Gestaltung und Durchgrünung aus.

Meinheim hat seit seiner Silbermedaille auf Bundesebene 2016 unermüdlich an seiner Ortschaft weitergearbeitet. Mit großem Engagement wurde der Friedhof weiterentwickelt, eine ehemalige Gaststätte umgebaut, die Mehrzweckhalle renoviert und der Parkplatz dieser Halle erhielt die lange gewünschten Bäume. Darüber hinaus hat die Gemeinde in der Ortsmitte das ehemalige Raiffeisengebäude erworben und möchte es in ein Bürgerhaus umbauen. Besonders überzeugt in Meinheim hat jedoch der ökologische Aspekt. Die Meinheimer haben auf dem Gelände des Sportplatzes eine Streuobstwiese mit einem Biotop angelegt.

Zusätzlich zu den Nominierungen werden in diesem Jahr zwei Sonderpreise vergeben. Die Jury hat entschieden Dettenheim mit einem Sonderpreis für die Erhaltung und Wiederherstellung alter Bausubstanz im Rahmen der Dorferneuerung auszuzeichnen. Außerdem erhält Nennslingen für die Heranführung der Jugend an die nachhaltige Nutzung der Streuobstbestände einen Sonderpreis.

Besonders herauszustellen ist beim diesjährigen Wettbewerb, dass in allen teilnehmenden Ortschaften zahlreiche positive Maßnahmen umgesetzt wurden und sich die Bürgerinnen und Bürger intensiv mit ihrem Ort auseinandergesetzt haben. Dieses bürgerschaftliche Engagement war auch bei Begehung mit der Kommission im September deutlich spürbar.

So haben Cronheim und Filchenhard ihre Gestaltungsideen im Rahmen der Dorferneuerung gut umgesetzt und ihrem Ort eine neue Mitte gegeben. In Cronheim ist auch die gelungene Sanierung des Pfarrhauses hervorzuheben.

Auch Maicha ist es durch das besondere Engagement der Bevölkerung und der ansässigen Firmen gelungen, der Ortschaft mit einem Dorfhaus einen neuen Mittelpunkt zu geben. Zahlreiche Ehrenamtliche haben viel Zeit und Mühe in die Gestaltung des Dorfhauses gesteckt.

Die kleine Ortschaft Oberwurmbach zeichnet sich durch eine besonders starke Durchgrünung aus und in Unterwurmbach war die Jury von der Neuanlage einer Streuobstwiese mit Baumpaten besonders beeindruckt.

In der Jury saßen die Kreisfachberaterin für Gartenbau und Landespflege Carola Simm, Kreisbäuerin Helga Horrer, Altbürgermeister Fritz Walter aus Absberg als Vertreter der Bürgermeister, der Vorsitzende des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Gerhard Durst, Helen Sylvestre von der Unteren Naturschutzbehörde und Andrea Fina vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Bewertet wurden unter anderem die wirtschaftliche Entwicklung, die Sicherung alter und erhaltenswerter Bausubstanz, die Einfügung neuer Bausubstanz in die bereits vorhandene, eine standortgerechte Eingrünung und Durchgrünung des Ortes, sowie die Schaffung einer lebenswerten, sozialen Umwelt unter Berücksichtigung der Belange der Natur im Dorf und in der freien Landschaft.

Der Wettbewerb bietet den Dörfern eine große Chance. Er rückt die aktuelle Situation der Ortschaften ins Bewusstsein und trägt dazu bei, diese neu zu überdenken. Kaum ein anderer Wettbewerb stärkt so das „Wir“-Gefühl. Hier können Gemeinden mit ihren Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam die Zukunft aktiv gestalten, denn der Wettbewerb stellt Beispielhaftes heraus und regt zur Nachahmung an. Die Freiwilligkeit und die Eigenleistung der Bevölkerung stehen dabei im Vordergrund.

Alle Teilnehmer des diesjährigen Wettbewerbs werden am Samstag, den 07. März 2020 in der Stadthalle in Treuchtlingen ausgezeichnet.