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Kulinarischer Schatz

Aktionswoche „Kartoffel“ im November

Wirt Guido Moezer (Vierter von rechts), seine Lebensgefährtin Michaela Werner und Tochter Bianca Kuhn präsentierten sich mit „Chefkoch“ Gerhard Wägemann und Regionalberater Dieter Popp (links) und weiteren Gastwirten zum Auftakt der „Kartoffelwochen“. Foto: Heger

Im Gasthof „zum Hirschen“ in Wald fiel der Startschuss zu den diesjährigen kulinarischen Aktionswoche rund um die Kartoffel. In der Zeit vom 9. bis 24. November präsentieren insgesamt zehn gastronomische Betriebe in der Region Altmühlfranken die ganze Vielfalt des regionalen Produkts Kartoffel für ihre Gäste.
Mit den kulinarischen Aktionswochen sollen den Menschen die in unserer Region erzeugten Grundnahrungsmittel nahe gebracht werden. 2019 steht hier die „Kartoffel“ im Mittelpunkt. Erntezeit der Erdäpfel – wie sie auch genannt werden – ist der Herbst und früher packte jeder mit an. Deshalb heißen die Herbstferien auch vielerorts noch heute Kartoffelferien. Von morgens bis abends holte man per Hand die kostbaren Knollen aus der
Erde und abends brannten dann die Kartoffelfeuer, denn nach vollbrachter Arbeit schmeckten die über dem Feuer gerösteten Kartoffeln am besten.
Die Gastronomiebetriebe Altmühlfrankens werden während dieser Wochen die vielfältigen Zubereitungsarten dieses kulinarischen Schatzes eindrucksvoll zur Schau stellen. Ob in Form von Kartoffelpuffern, Klößen, Kartoffelspalten oder anderen kreativen Genussideen.
Zum Auftakt der Aktionswoche lud die „Zukunftsinitiative altmühlfranken“ in den Gasthof „Zum Hirschen“ nach Wald ein. Die Gastwirtsfamilie um Guido Moezer, seiner Lebensgefährtin Michaela Werner und der Tochter und Küchenchefin Bianca Kuhn begrüßten die geladenen Gäste aus der Region und luden sie ein, bereits im Vorfeld de diesjährigen Aktionswochen etwas hinter die Kulissen zu schnuppern und sich mit de regionalen Produkt Kartoffel vertraut zu machen. Das neu gestaltete traditionelle Gasthaus besteht bereits seit 1471 und wurde seit dieser Zeit durchgehend als Wirtshaus betrieben.
Landrat Gerhard Wägemann hält die Idee der kulinarischen Wochen bei seiner Begrüßung für sehr gelungen und betonte, dass der Begriff der Regionalität für den Landkreis schon immer eine besondere Bedeutung hat. Die Kartoffel ist ein regionales Produkt, das in seiner Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten immer wieder Überraschungen zu bieten hat.
Bevor die Gäste das vorbereitete regionale 4-Gänge Menü selbst genießen konnten, wurden sie vom Wirt Guido in die Küche gebeten, um bei der Zubereitung der einzelnen Speise selbst mitzuwirken und den Wert der regionalen Küche selbst zu erkennen.
Die geladenen Gäste wurden dafür auch stilgerecht eingekleidet und halfen gerne begeistert in der Küche mit. Unter den Händen der zahlreichen Helferinnen und Helfer entstand ein regionales Kartoffelmenü: Fränkische Kartoffelsuppe mit Speckwürfeln, Karpfenfilet im Kartoffelteig mit Rahmwirsing, Schweinelende im Champignonrahm mit Kartoffelgratin und Bratkartoffeln und als Nachspeise Kartoffelwaffeln mit Zimtzwetschgen. Alle Hilfsköche waren bei der anschließenden Verköstigung begeistert von dem Ergebnis der gemeinsamen Arbeit.
Bei den Aktionswochen rund um die Kartoffel beteiligen sich neben dem Gasthof „Zum Hirschen“ in Wald auch noch das Gasthaus Conrad in Alesheim, der „Brandenburger Hof“ in Weißenburg, das Hotel „Adlerbräu“ in Gunzenhausen, der Gasthof „Zum Goldenen Lamm“ in Wettelsheim, das Gasthaus „Zum Hirschen“in Muhr am See, der Landgasthof „Zum Schnapsbrenner“ in Großweingarten, das Restaurant Chicorée im Parkhotel Altmühlfranken, das Bräustüberl der Fürst Carl Brauerei in Ellingen und das Hotel-Restaurant „Schwarzer Bär“ in Weißenburg.

KLAUS HEGER

Jüdische Viehhändler

Buch von Stefanie Fischer über antisemitische Gewalt in Landgemeinden

Die Juden wurden 1938 verpflichtet, ihr Vermögen zu melden. Unsere „Judenliste“ von Markt Berolzheim bestätigt das.  Foto: Archiv Burmann

368 Seiten hat die umfangreiche Dokumentation  – und Gunzenhausen erscheint schon in der ersten Zeile. Ein Bauer aus Heidenheim wird zitiert: „Die Juden brauchen wir, weil ich mein Vieh ohne Juden nicht an den Mann bringen kann.“ So quittierte er die ersten Versuche von 1933, in Gunzenhausen die Juden vom Viehhandel auszuschließen.

Die Autorin Dr. Stefanie Fischer (42) studierte in Berlin, Jerusalem und in den Vereinigten Staaten von Amerika Museumskunde und Geschichte. Ihr Promotionsstudium schloss sie 2012 am Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin ab. Als wissenschaftlich-pädagogische Mitarbeiterin ist sie seit 2002 für verschiedene Museen und Gedenkstätten tätig. Seit 2012 lehrt und forscht Stefanie Fischer am Zentrum Jüdische Studien Berlin- Brandenburg.

Stefanie Fischer hat unter dem Titel „Ökonomisches Vertrauen und antisemitische Gewalt“ das Schicksal der jüdischen Viehhändler in Mittelfranken erforscht.

„Die Juden waren über Jahrhunderte Mittelsmänner zwischen Stadt und Land“, stellt sie eingangs fest. Gleichsam hat sich die Forschung bisher stark auf das urbanisierte Judentum fokussiert.  Die Autorin liefert hingegen eine historische Untersuchung über das Zusammenleben von Juden und Deutschen im ländlichen Raum.  Die jüdischen Händler standen bei den fränkischen  Bauern anfangs in gutem Ansehen, denn sie kannten sich aus in der Immobilienszene und hatten Kenntnisse von den ländlichen Besitzverhältnissen. Deshalb reichte ihre Einschätzung auch von „gnädige Kreditgeber“ bis „unerbittliche Geldeintreiber“.

Die kleinbäuerliche Struktur Mittelfrankens (60 Prozent der Bauern bewirtschafteten Höfe zwischen 5-10 Hektar) kam den Geschäften entgegen. Wie sie recherchiert hat, gab es zwischen 1919 und 1939 430 Viehhändler, die Hälfte war christliche, 37 Prozent waren Juden.  Zu den größeren Familienbetrieben gehörten die Viehhändler Bermann & Oppenheimer in Markt Berolzheim (später Ellingen), zu den kleinen „Schmusern“  Max und Adolf Fleischmann in Altenmuhr. Die jüdischen Familien waren professioneller als die deutschen Händler, denn 80 Prozent von ihnen hatten 1929 schon einen Telefonanschluss, während es bei den nichtjüdischen nur 27 Prozent waren.  Sie hatten meist auch einen Knecht, der sich um den Stall kümmerte, in dem das Rindvieh „zwischengelagert“ wurde bevor es einen Abnehmer fand. Deutsche Mädchen lebten bei freier Kost und Logis als Haushälterinnen bei den jüdischen Familien. Die Grenzen zwischen jüdischer und christlicher Welt lösten sich auf, wenn es im Dorf um das Zusammenleben ging.  Von der Berolzheimerin  Betty Heilmann ist beispielsweise bekannt, dass sie jeden Tag mit dem Rad nach Gunzenhausen fuhr, um sich dort in der Malerei  und den Schönen Künsten unterrichten zu lassen. Carola Thormann aus Altenmuhr gehörte in den zwanziger Jahren dem „Club der Harmonie“ an, der sich in den Privathäusern traf.  Oder: Paula Stern, die Tochter des Leutershausener Juden Falk Stern. Sie besuchte das Mädchenlyzeum im 50 Kilometer entfernten Fürth und lernte dort  ihren späteren Ehemann Louis Kissinger kennen, dessen Sohn Heinz (Henry) es bis zum amerikanischen Außenminister brachte.

Der jüdische Händler Adolf (!) Bermann

Die Autorin hat für ihre Buchveröffentlichung viele lokalgeschichtliche Quellen ausgewertet (sogenannte Sekundärliteratur) und  Wiedergutmachungsakten herangezogen, während das Archiv des Viehhändlerverbands im Krieg zerstört worden war und somit nichts an Erkenntnissen liefern konnte. Wie sie dokumentiert, übernahmen die Söhne den väterlichen Viehhandel, aber sie lernten auch andere Berufe und machten sogar Karriere wie der Muhrer Semi Mohr, der zum Direktor des weltbekannten Berliner Kaufhauses Wertheim aufstieg.

Der jüdische Viehhändler war an seinem Herrenhut, dem weißen Hemd und dem Stock als Statussymbol zu erkennen. Der Handschlag galt als Geste des Vertrauens, Geld gab es bar auf die Hand. Etliche waren finanziell gut drauf, andere wieder nicht. Der Markt Berolzheimer Moritz Engel gab gegenüber dem Finanzamt Gunzenhausen 1931 ein Bargeldvermögen von 5000 Reichsmark an. Die fränkischen Bauern waren darob natürlich neidisch und so griff die antisemitische Hetze um sich. Die kleinen Landwirte hatten in der Regel wenig Geld, weshalb es durchaus üblich war, dass sich die Händler auf Ratenzahlungen einließen oder die Viehleihe zur Anwendung kam (das Vieh blieb im Eigentum des Händlers, aber der Bauer durfte die Milch verkaufen). Bauern und Händler vertrauten sich wie das Beispiel aus Oberhochstatt  zeigt, wo der Jude Bermann 1927 eine Bürgschaft auf den Hof des ledigen Bauernsohns Andreas Auernhammer übertrug. Das Gegenteil gab es allerdings auch. In diesem Fall war von „Güterschlächtern“ die Rede,  der Muhrer Händler Johann Müller  schwärzte beispielsweise seinen jüdischen Kollegen bei der Landeswucherabwehrstelle an.

Es entsprach jüdischer Wesensart, dass die Händler in en Wirtshäusern das Umfeld möglicher Geschäftspartner auskundschafteten und dabei von den Nöten mancher Bauern erfuhren.  Die jüdischen Händler bedienten sich einer hebräischer Zahlen, um Preisabsprachen gegenüber den deutschen Bauern geheim zu halten.  Von „Dummrechnen“ war die Rede, denn die Bauern konnten weder so schnell rechnen wie die Händler noch kannten sie die lachoudische Händlersprache, die heute noch in Schnelldorf bekannt ist.

Die von staatlicher Seite gewünschten Viehverwertungsgenossenschaften brachten zunächst nicht das erhoffte Resultat, nämlich die Ausschaltung der jüdischen Händler. Die Bauern schimpften über „Kriegswirtschaft nach Berliner Muster“ und fürchteten ein staatliches Viehhandelsmonopol. Lieber waren ihnen da schon die „reellen jüdischen Händler“. Mit den Jahren griff die NS-Ideologie auch in den ländlichen Gegenden um sich. Parteimitglieder verteilten beispielsweise 1927 schon das Hetzblatt „Der Stürmer“ auf lokalen Viehmärkten. Der Ansbacher Stadtrat verlangte, die Juden vom Viehhandel auszuschließen, hingegen verbot der Gunzenhäuser Stadtrat das Verteilen von Druckschriften auf dem Markt. Die Parteigenossen nutzten die schlechte wirtschaftliche Lage der Bauern, um Stimmung gegen die jüdischen Händler zu machen. Aus Sugenheim ist überliefert, dass der Bauern seinen Söhnen zurief: „Geht raus mit der Mistgabel und erstecht den Saujuden!.“ Die antisemitischen Übergriffe häuften sich. 1932 schikanierten und prügelten Gunzenhäuser Parteileute einen jüdischen Kaufmann („Schlagt ihn tot, den Juden!“), in Rothenburg stürzte der SA-Führer Stegmann einen jüdischen Händler in die Jauchegrube. Dennoch: für die Landwirte war die Situation nicht schön, denn die Agrarkrise führte sie in den Ruin. In Bayern gab es 1932 62 Prozent mehr Zwangsversteigerungen als im Jahr zuvor (im Reich: 27 Prozent).

1933 wurden Juden ungeniert „Volksschädlinge“ genannt. Soziale Ausgrenzung, wirtschaftlicher Boykott und Gewalt explodierten regelrecht. In Altenmuhr wurden beispielsweise von Nazis handgeschriebene Plakate mit antisemitischen Sprüchen aufgehängt und den Juden verboten, sie abzunehmen. Bis zum reichsweit ersten Judenpogrom in Gunzenhausen, bei dem zwei jüdische Männer auf bisher nicht vollständig aufgeklärte Weise starben („Schlagt drauf, schlagt drauf!“) dauerte es nicht lange. Selbst dem mittelfränkischen Regierungspräsidenten Hofmann war das zuviel, denn er schrieb an das Innenministerium: „In keinem der 53 mittelfränkischen Verwaltungsbezirke ist es zu derartiger Häufung von Übergriffen gekommen wie in Gunzenhausen.“

Der Wettelsheimer Friedrich Franz meldete antijüdische Gewalt: Der  arbeitslose Viehknecht Johannes Knoll schlug mit  dem dicken Ende des Peitschenstocks auf den Viehhändler Julius Kahn ein. In Markt Berolzheim wurde der Viehhändler Löwensteiner barfüßig durch das Dorf getrieben, vor ihm der trommelnde neunjährige Adolf Schmidt, dahinter eine Meute von einheimischen Männern. Die Blut-und-Boden-Politik der Nationalsozialisten führte zunehmend zur Verdrängung der Juden und zum Ausschluss aus dem Reichsnährstand, in dem alle landwirtschaftlichen Institutionen organisiert waren. Dem Reichsverband des nationalen Viehhandels  gehörten fortan die deutschen „Viehverteiler“  an. Die Geschäftsbeziehungen zu den Juden mussten abgebrochen werden. Die SA kontrollierte das Verhalten in Gunzenhausen indem sie vor dem Haus des jüdischen Rechtsanwalts Salomon Walz patroullierte. Wer sich dennoch mit den Juden einließ, der galt als „Judenknecht“ , beispielsweise der Gunzenhäuser Metzgermeister Georg Fischer, der wegen seiner Zusammenarbeit mit den Viehhändlern Nathan und Ignatz Jochsberger diffamiert wurden (1934). In Ellingen verprügelten arische Viehhändler ihren jüdischen Kollegen Max Gutmann  im Stall des Bauern Christian Link (1936). Die Nationalsozialisten verlangten „judenfreie Viehmärkte“, doch die eingespielten Handelsbeziehungen standen vielfach dagegen.  Der Stallhandel ging vielerorts weiter, aber schon 1935 verlangte die Gunzenhäuser Kreisbauernschaft, den Juden die Handelserlaubnis zu entziehen. Folglich verfügte die Regierung in München, „die Säuberung des Viehhandels von unzuverlässigen Personen“.  Es kam noch schlimmer: Bauern denunzierten Bauern. 1937 unterstellte der  Frickenfelder Gastwirt Karl Bergmann seinem Kollegen August Krug, ihn aus Geschäftsneid bei der Gendarmerie in Gunzenhausen angezeigt zu haben.

Das Angebot der Nationalsozialisten, Juden vor aufgebrachten Deutschen zu schützen, nannte sich vergiftet „Schutzhaft“. Der Weißenburger Kreisleiter und Bürgermeister Michael Gerstner  inszenierte gegenüber dem jüdischen Viehhändlern Bermann und Oppenheimer aus Ellingen seine physische Gewalt, indem er sie 1936 wegen verleumderischer Beleidigung einsperren ließ. Bernhard Bermann musste 108 Tage in Schutzhaft bleiben, weil ihm vorgeworfen wurde, dem Hundsdorfer Landwirt Leonhard Hübner 10000 Reichsmark versprochen zu haben, wenn er den Kreisleiter und den Kreisobmann Maderzholz ermorde.

Immer mehr Juden setzten sich ins Ausland ab und nach 1938 kam es verstärkt zur „Arisierung“ jüdischen Vermögens. Etliche Bauern nutzt die Notlage der Juden aus und zahlten ihre Schulden nicht zurück. Salomon und Hugo Walz in Gunzenhausen hatten 42 solcher Schuldner. So rissen sich überall deutsche Familien das jüdische Eigentum unter den Nagel . Sie zahlten zum Teil nur 80 Prozent des tatsächlichen Wertes von Immobilien, Pelzen oder Möbeln. Zur „Entfesselung des Volkszorns“ kam es schließlich in der Nacht vom 9. auf den 10. November, als sich in Nürnberg der NS-Bürgermeister Willy Liebel brüstete, 26 Juden seien erschlagen worden. Übergriffe gab es überall, auch in Markt Berolzheim, wo der Schmiedemeister Georg Bickel die Synagoge in Brand setzte und Sofie Schönwalter daran hinderte, vor dem Feuer zu flüchten. Als uneinsichtiger„Brutalo“ trat Johann Knoll  hervor, der sich selbst bei der Entnazifizierung noch einen „Judenhasser“ nannte. Im Haus von Adolf (!) Bermann, bei dem er früher als Viehtreiber tätig war,  schlitzte er mit seinem SA-Dolch den Geldsack auf und verstreute die Scheine. Die Polizei blieb passiv und bot keinerlei Schutz vor dem plündernden Mob.  Emanuel und Berta Engel verschanzten sich vor dem SA-Angreifer Karl Loy im Taubenschlag, der Jude Stern und seine Frau stürzten sich aus dem Fenster. Hilfe für sie kam erst am nächsten Tag.

Stefanie Fischer: „Ökonomisches Vertrauen und antisemitische Gewalt – Jüdische Viehhändller in Mittelfranken 1919-1939“; 368 Seiten; ISBN 978-3-8553-1239-5; Wallstein-Verlag, 34.90 Euro.

WERNER FALK

Wunschopa gesucht

Im Kreis: Wunschgroßeltern werden dringend gesucht

Für Gunzenhausen, Treuchtlingen, Solnhofen, Weißenburg und Pleinfeld sucht das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen verstärkt nach netten Ehrenamtlichen, die gerne eine Familie mit Kindern unterstützen möchten. Die Nachfrage nach Wunschgroßeltern im Landkreis ist nach wie vor enorm und das Netzwerk soll weiter ausgebaut werden.

Die kleine Mia streckt drei Finger in die Höhe. „Ich bin zwei“, sagt sie, überlegt kurz und korrigiert: „Nee, drei“. Mia hat am Samstag Geburtstag und übt schon mal, mit drei Fingern in der Luft, ihr neues Alter. Zur Feier ist natürlich auch „die Kiri“ eingeladen, „meine Wunschoma“, erzählt das Mädchen. Die 55-Jährige betreut Mia und ihren fünfjährigen Bruder seit einem Jahr. Sie ist eine von derzeit dreißig Frauen und vier Männern, die im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen als sogenannte Wunschgroßeltern tätig sind.

Mit leuchtenden Augen erzählt die Wunschomi von den Erlebnissen mit Mia: „Wir machen Ausflüge, wir spielen und essen selbstgemachte Pfannkuchen. Die isst sie bei mir so gerne.“ Sie selbst hat eine Tochter, zwei Patenkinder, aber keine Enkel. „Ich habe immer viel mit Kindern zu tun gehabt. Und wer rastet, der rostet“, ergänzt sie lachend. Mias Großeltern leben in Hamburg und daher ist die Familie sehr dankbar so eine liebevolle Unterstützung gefunden zu haben.

Der Einsatz kann sehr vielseitig sein. Man kann das Kind vom Kindergarten abholen, mit ihm zusammen etwas malen oder basteln, auf den Spielplatz gehen oder Geschichten vorlesen. Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Je nach Alter der Kinder findet sich für jeden etwas Passendes. Natürlich bestimmen die Wunschgroßeltern den zeitlichen Umfang der Unterstützung, wobei den meisten Familien mit zwei Stunden in der Woche schon sehr geholfen ist.

Die Wunschgroßeltern in Altmühlfranken leben den Gedanken vom gemeinsamen Miteinander und der gegenseitigen Hilfe und Unterstützung. Es bietet eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten, sei für die Großeltern, die Eltern und allen voran für die Kinder.

Darüber hinaus findet im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen alle sechs Wochen ein Großelterncafé statt, in dem sich die Ehrenamtlichen rege austauschen können. Unterstützt werden die Wunschgroßeltern von der Koordinierungsstelle, die am Landratsamt angesiedelt ist. Frauen und Männer, die sich eine ehrenamtliche Tätigkeit als Wunschoma oder Wunschopa vorstellen können, erhalten bei der Koordinatorin Vanessa Hüttinger entweder telefonisch unter 09141 902-412 oder per E-Mail an wunschgrosseltern@altmuehlfranken.de ausführliche Informationen.

Preis für das Walnussöl

Spitzenprodukt aus dem Landkreis

Das Walnussöl aus Sammenheim wurde von rund 1.000 Leserinnen und Leser der Nürnberger Nachrichten zum Lieblingsprodukt innerhalb der Europäischen Metropolregion Nürnberg gewählt. Foto: Lena Kagerer/Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

Das Walnussöl der Manufaktur Gelbe Bürg wurde mit dem ersten Platz des Publikumspreises der Nürnberger Nachrichten ausgezeichnet. Von zehn Produkten aus der Europäischen Metropolregion setzte sich die Spezialität aus Altmühlfranken durch. Eine große und erfreuliche Überraschung.

Der feine, nussig-milde Geschmack und die goldgelbe Farbe sind kennzeichnend für das Walnussöl der Manufaktur Gelben Bürg aus Dittenheim. Es besteht zu 100 Prozent aus Walnüssen aus dem Nussdorf Sammenheim und der Region Gelbe Bürg. In der Ölmühle kaltgepresst bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe und der sortentypische Geschmack erhalten.

Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen hat sich das regionale Produkt samt der Manufaktur Gelbe Bürg bereits einen Namen gemacht, doch nun erregt es auch über die Landkreisgrenzen hinaus große Aufmerksamkeit. Beim Publikumswettbewerb der Nürnberger Nachrichten wurde das kaltgepresste Öl auf den ersten Platz gewählt.

Mehr als 1.000 Leserinnen und Leser haben abgestimmt. Die Manufaktur aus Dittenheim erhielt dabei mehr als 20 Prozent der Stimmen und landete auf dem ersten Platz. Der zweite Platz ging an Katrin Pöhlmann aus Ebermannstadt im Landkreis Forchheim für ihren Quitten-Meerrettich. Platz drei holte sich der Nürnberger Chocolatier Wolfgang Marx für seine „Lebkugeln“.

Die drei Lieblingsprodukte wurden am Eröffnungstag der Consumenta prämiert und vorgestellt. „Das war für uns eine große Überraschung und geht runter wie Öl“, schmunzelt Landrat Gerhard Wägemann, der sich über die Auszeichnung sehr freut. „Die Manufaktur steht für Qualität, Regionalität und Landschaftsschutz“, so Landrat Wägemann weiter.

Die Genossenschaft Manufaktur Gelbe Bürg wird von rund 140 Landwirten mit Walnüssen beliefert. Meist wachsen diese auf Streuobstwiesen und Hofstellen in und um Sammenheim und den umliegenden Ortschaften rund um den Gelben Berg. Die Nüsse werden in einem aufwändigen Verfahren per Hand ausgelesen. Weitere Produkte der Manufaktur sind die Walnussnudeln, das Walnussmus oder die reinen Walnusskerne. Alle Produkte und Informationen dazu gibt es im Onlineshop der Manufaktur unter www.gelbe-buerg.de.

Am Freitag, den 01. November 2019, wird das Walnussöl am Stand der Europäischen Metropolregion in Halle 1 gemeinsam mit Landrat Gerhard Wägemann vorgestellt. Die drei Gewinnerprodukte sind künftig auch über den Zeitungsshop der Nürnberger Nachrichten erhältlich.

Spezialitätenwettbewerb der EMN

Neben dem NN-Publikumspreis wurde der zweite Spezialitätenwettbewerb der Europäischen Metropolregion Nürnberg durchgeführt. Über 250 Erzeuger aus Franken und der Oberpfalz haben sich beworben. Eine Jury wählte davon nach den Leitlinien der Regionalkampagne „Original Regional“ 169 Regionalprodukte aus, die künftig in der Kulinarischen Landkarte der Metropolregion Nürnberg zu finden sind. Davon sind fünf Produkte aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.

Das Bier Heidenheimer Kloster Dunkel der Fürst Carl Schlossbrauerei aus Ellingen, der Echt Brombachseer Bergkirsch aus Absberg, das Walnussöl der Manufaktur Gelbe Bürg, die schwarzgeräucherten altmühlfränkischen Bratwürste von der Metzgerei Prosiegel aus Markt Berolzheim und die Treuchtlinger Bratwurst der Metzgerei Geißelmeier wurden in die neue Spezialitätenlandkarte aufgenommen. Die Karte gibt es entweder im Landratsamt oder online unter www.unsereoriginale.de.

Pelin Kayis gewählt

Landkreisschülersprecherin aus Gunzenhausen

Pelin Kayis von der Stephani-Mittelschule in Gunzenhausen ist die erste Landkreisschülersprecherin für die Mittelschulen in Altmühlfranken. Zu ihrer Stellvertreterin wurde Nina Fischer von der Brombachsee-Mittelschule in Pleinfeld gewählt.

Die Schülersprecher und deren Stellvertreter der Mittelschulen haben sich zu einem eintägigen Workshop im Adventure Campus in Treuchtlingen getroffen. Dabei wurde Pelin Kayis von der Stephani-Mittelschule in Gunzenhausen als Landkreisschülersprecherin gewählt. Ihre Stellvertreterin wurde Nina Fischer von der Brombachsee-Mittelschule in Pleinfeld.

Um eine fundierte Entscheidung für die Wahl der Landkreisschülersprecher treffen zu können, erhielten die Schülersprecher Gelegenheit, sich durch verschiedenste Aktionen besser kennen zu lernen. Die Aktionen wurden durch das geschulte Personal des Adventure Campus geleitet. Beim Klettern durch Reifen und Seile oder beim Balancieren auf der großen Wippe erkannten sie schnell, dass Aufgaben oft nur durch Teamarbeit und gute Kommunikation gelöst werden können. Darüber hinaus erhielten die Jugendlichen vielfältige Informationen zu den Rechten und Pflichten der SMV, um ihr Amt angemessen erfüllen zu können.

Wilfried Wiedemann (zweiter von links) überreichte einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro an die Schülersprecher der Mittelschulen im Landkreis.
Bildnachweis: Staatliches Schulamt Weißenburg-Gunzenhausen

Die Jugendlichen trugen eigenaktiv zusammen, welche Unternehmungen die SchülerMitVerantwortung in den letzten Jahren an ihren Schulen auf die Beine stellen konnten, besprachen neue Projekte, aber auch Probleme, die es für sie zu lösen galt. Bisher konnten zwar nur wenige der anwesenden Schülersprecher auf eigene Erfahrungen aus der SMV-Arbeit zurückgreifen und die Themen werden an den Schulen unterschiedliche angegangen, doch die gewählten Schülervertretungen zeigten großen Ideenreichtum, Interesse und Engagement.

Dadurch entstand erstmals ein von den SchülerMitVerantwortungen organisierter Wettbewerb zwischen den Mittelschulen. So sollen zum Thema „#Wirsindeins – Die Welt ist bunt“ die eigenen Vorstellungen zu Gemeinschaft und dem Zusammenleben in einer „bunten“ Welt auf einem Foto eingefangen und dargestellt werden. Dank einer Spende der Raiffeisenbank Weißenburg-Gunzenhausen und dem Gewinnsparverein Bayern können die Schulen Geldpreise gewinnen. Die Geldpreise können anschließend für eigene Ideen an der jeweiligen Schule eingesetzt werden.

Die SMV-Koordinationslehrer des Landkreises, Dunja Grünbaum von der Stephani-Mittelschule und James Honig von der Brombachsee-Mittelschule in Pleinfeld, begleiteten den Nachmittag und die Wahlen. Die beiden frisch gebackenen Landkreisschülersprecherinnen Pelin Kayis und Nina Fischer werden nun an den Wahlen auf Bezirksebene teilnehmen.

Möglich gemacht hat das Austauschtreffen der Schülersprecher im Adventure Campus die Bürgerstiftung Weißenburg-Gunzenhausen. Wilfried Wiedemann überbrachte als Vertreter der Stiftung einen Scheck über eintausend Euro. „Mit dieser finanziellen Förderung wollen wir das Engagement für das Gemeinwohl bereits in jungen Jahren steigern“, so Wilfried Wiedemann bei der Übergabe.

Der Leiter des Staatlichen Schulamtes Eduard Gradl bedankte sich bei der Bürgerstiftung, dem akademischen Leiter des Campus Manuel Sand sowie bei den begleitenden Lehrkräften für die Unterstützung und Betreuung der SMV-Arbeit. Den Schülersprechern sicherte er die positive Begleitung der SMV-Arbeit zu und ermunterte sie, auch die nachfolgenden Schülerjahrgänge für das Amt des Klassen- und Schülersprechers zu begeistern und dafür zu gewinnen.

Mehr Geld aus München

Mitteilung von MdL Hauber

Im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs unter-stützt der Freistaat Bayern seine Kommunen jährlich bestmöglich durch allgemeine und besondere Zuweisungen. Im Jahr 2019 sind diese Gesamtleistungen aus dem kommunalen Finanzausgleich auf insgesamt 9,97 Mrd. € gestiegen und haben damit ein neues Rekordniveau erreicht.
Bei den Bedarfszuweisungen und Stabilisierungshilfen 2019 durch den Fre-staat für strukturschwache bzw. von der Demografie negativ betroffene Kommunen Bayerns wurden jetzt in Mittelfranken die Stadt Wassertrüdingen mit 25.562 € bzw. die Landkreise Ansbach mit 250.000 € und der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen mit 300.000 € unterstützt.


MdL Wolfgang Hauber äußerte sich sehr positiv hierzu: „Ich bin sehr dankbar, dass bei dieser Förderung durch den Freistaat unsere Region erneut berücksichtigt worden ist. Bayerns Zukunft wird in den Kommunen vor Ort und von den Menschen vor Ort entschieden. Deshalb brauchen wir starke und handlungsfähige Kommunen und dürfen aber gleichzeitig auch strukturschwache Regionen nicht vergessen. Diese müssen auch von der positiven Entwicklung des Freistaats profitieren.“

Marktwirtschaft schützen

Gefahren für die freiheitliche Gesellschaft

Der Staat greift immer stärker in das Leben der Bürger ein. Bedroht ist daher dessen individuelle Freiheit. Gewiss gibt es viele Menschen, die eine Rundumfürsorge des Staats wollen, aber ist alles andere als das Streben nach einer freiheitlichen Gesellschaft. Die Übergriffe des Staats sind für Liberale ein Alarmsignal, das eine gefährliche Entwicklung andeutet. Ein Beispiel dafür ist der Mietpreisdeckel der rot-rot-grünen Stadtregierung von Berlin. Die Politiker dort lassen sich von der Einschätzung der Experten nicht beeindrucken, wonach durch die Deckelung der Miethöhen keine neuen Wohnungen geschaffen werden. Das ist für die wohnungssuchenden Berliner die schlechteste Nachricht.

Wenn Investitionen nicht vor dem willkürlichen Zugriff des Staats geschützt werden, dann berührt das die Marktwirtschaft in ihren Grundfesten. Jeder Investor fragt sich doch, ob sein Geld gut angelegt ist.  Wenn der Staat Aktienverkäufe besteuert, obgleich er den Menschen zuvor geraten hat, mit dem Aktienkauf für das Alter vorzusorgen, dann ist das überhaupt nicht verständlich.  Die Kritiker sagen, es würden die Grundlagen der Marktwirtschaft so lange geschleift bis von ihnen nichts mehr übrig ist.

Zur Kommunalpolitik in Gunzenhausen

Ich erkenne an, dass die weltweite „Friday for Future“-Bewegung die Menschen für den Klimaschutz sensibilisiert. Einen wirksamen und konkreten Klimaschutz wollen die Freien Demokraten durch die Förderung von technischen Innovationen erreichen. Sie sind mir wichtiger als eine Reihe von Verboten.  Auf der kommunalen Ebene soll ein Beitrag geleistet werden durch die Installation von moderner und energieeffizienter  Technik in öffentlichen Gebäuden.  Der städtische Fuhrpark ist auf E-Mobilität umzustellen.

Die Gunzenhäuser Innenstadt muss als Einkaufsbereich (1a-Lage) attraktiv bleiben. Das geht am besten mit attraktiven Geschäften, die sich spezialisieren, einen guten Service und eine ebenso gute Beratung bieten. Wir sollten darauf achten, dass die innerstädtischen Wohnraumpotenziale besser erschlossen werden, vor allem im Fall einer energetischen Gebäudemodernisierung.

Ich bin für die Erhaltung vitaler Dorfkerne in unseren ländlichen Stadtteilen und wollen  die Sozialstrukturen auf den Dörfern stärken („Innen vor außen“).  Das kommunale Flächenmanagement muss im Rathaus zur Chefsache werden, damit ehemals landwirtschaftlich genutzte und nun leerstehende Immobilien im Dorfkern eine neue Nutzung bekommen können.

Entscheidung zur Umgehung steht bevor

Das Straßenbauamt Ansbach informiert am  11. November in der Stadthalle über das Ergebnis der Variantenprüfung zur Umgehung von Schlungenhof. Der Stadtrat wird sich in seiner Sitzung am 13. November damit befassen und einen Beschluss fassen, wie er sich dazu verhält und wie er zum Bürgerbegehren steht.  Ich möchte nicht vorausgreifen, aber darauf hinweisen, dass rationales Denken und Handeln gefragt ist, d.h. der Stadtrat kann sich allein zur vorgeschlagenen Variante 3.1 äußern. Alle anderen Varianten sind aus dem Spiel. Es macht also keinen Sinn, sich weiterhin über Wunschvarianten den Kopf zu zerbrechen.

WERNER FALK, Stadtrat der FDP

Glühweinzeit kommt

Echt Brombachseer Winterspezialitäten
ab sofort verfügbar

Die „Brombachseer“ wärmen in der kalten Jahreszeit von innen auf.

Die „Echt Brombachseer Glühweinspezialitäten“ sind wieder verfügbar. Mit der Verfärbung unserer Obstbäume ist unverkennbar, dass nach dem Herbst n nun auch die kälteren Jahreszeiten folgen werden.
Auch wenn den Konsumenten schon seit Wochen die die klassischen Winterangebote wie Lebkuchen, Spekulatius und natürlich auch die Glühweine angeboten werden, beginnt die Brombachseer Glühweinzeit erst jetzt. Denn nun erst stehen die Produkte aus frischer Ernte zur Verfügung .


Die Manufaktur Echt Brombachseer kann das äußerst beliebte „Brombachseer KirschFeuer“, den Kirschglühwein mit 8 % vol. Alkohol gleichermaßen wie auch den alkoholfreien „Brombachseer KirschTraum“, das „ApfelFeuer“ aus altmühlfränkischen Streuobstäpfeln mit ebenfalls 8 % vol. Alkohol sowie das „Brombachseer QuittenFeuer“ mit 6 % vol Alkohol nun wieder anbieten

Die Kirschen und Quitten aus der Ernte der Hochstämme unserer Obstwiesen rund um den Brombachsee liefern – wie auch die erntefrischen Äpfel aus altmühlfränksichen Streuobstwiesen – die Grundlage für die Brombachseer Glühweinspezialitäten. Nur über diese nachhaltige Nutzung werden am Brombachsee diese wertvollen und das Landschaftsbild prägenden Hochstämme dauerhaft erhalten
Diese Produkte sind nun auch wieder im gut sortierten regionalen Handel und auch auf den kommenden Advents- und Weihnachtsmärkten, z.B. in Nürnberg, Roßtal, Spalt, Gunzenhausen, Pleinfeld, Treuchtlingen, am Kleinen Brombachsee, in Roth und in München-Obermenzing zu beziehen bzw. zu verkosten. Die Echt Brombachseer Glühweine heben sich dabei als „heiße Botschafter“ des Fränkischen Seenlands etabliert.
Es beginnt nun also wieder die Echt Brombachseer Glühweinzeit, die uns daran erinnert, dass die im Sommer geernteten Kirschen jetzt in einer besonders angenehm veredelten Form auch in der kühleren Jahreszeit zur Verfügung stehen.

Schönes Drachenfest

Diesmal herrschte optimale Bedingungen

Wie bei Sport-Heinrich gab es auch bei den anderen Geschäften Markt-Schnäppchen. Foto: Heger

Dieses Jahr hielt der Wettergott wieder seine schützende Hand über das
Drachenfestes und den Simon- und Judäimarkt. Nachdem vor zwei Jahren wegen der orkanartigen Stürme beide Veranstaltungen abgesagt werden mussten und auch im vergangenen Jahr wegen der starken Regenfälle der Besuch sehr übersichtlich war, drängten sich dieses Jahr bei sonnigem Herbstwetter die Besucher bereits um 11 Uhr durch die Stände am Marktplatz und ließen am Seezentrum Schlungenhof mit ihren Kindern die Drachen steigen.
Bei Windgeschwindigkeiten zwischen 7 und 12 km/h konnten die zahlreichen Besucher am Altmühlsee beim Drachenfest ihre Fluggeräte problemlos in den Himmel steigen lassen und die Drachen bildeten ein wunderbares, buntes Bild am Himmel über dem See. Der Heimatverein
Schlungenhof und die Wasserwacht versorgten in den Hütten die Besucher mit Getränken, Bratwürsten und selbst gebackenen Waffeln. Die Zirkusschule Windspiel bot für die Kinder zusammen mit dem Team von Stadtjugendpfleger Helmar Zilcher ein abwechslungsreiches und lustiges Mitmachprogramm an und die Gruppe „Spaßkoffer“ zeigte am Nachmittag lustige Comedy-Jonglagen.
Am Marktplatz bauten die Händler im sommerlichen Herbstwetter beim Simon- und Judäimarkt bereits vor 11 Uhr ihre Stände auf, um ihre Angebote den zahlreichen Besuchern aus der ganzen Region anzubieten.
Über 30 Einzelhändler rund um den Marktplatz und der Weißenburger Straße beteiligten sich an dem verkaufsoffenen Sonntag. Viele Einzelhändler hatten auch extra für diesen Sonntag verschiedene Aktionen geplant, um die potentiellen Kunden an die Geschäft zu binden und zu informieren. Bonita am Marktplatz bot beim Kauf von drei Einzelteilen einen Rabatt von 20 % an, der BayW- Baumarkt in der Weißenburger Straße bot für Inhaber der BayWa-Card und für Neukunden einen Rabatt von 15 % an, Optik-Matt am Hafnermarkt bot seinen Kunden 50 % auf alle Brillengläser und 30 % auf AKKU-Hörgeräte an, die „Welt der Tracht“ im Zuber-Haus gab 10 % Preisnachlass auf ein Teil nach Wahl der Kunden, beim Bastelfachgeschäft Ideen-Reich gab es wegen der bevorstehenden Geschäftsauflösung Ausverkaufsangebote und die großen und kleinen Kunde konnten selbst basteln und das Optikhaus Gunzenhausen bot 30 % Rabatt auf alle Fassungen und Sonnenbrillen an.
So waren die Einzelhändler auch bei diesem Markt wieder mit der Resonanz der Kunden auf den verkaufsoffenen Sonntag zufrieden. Die Firanten und die Organisatoren des Drachenfestes freuten sich über den guten Besuch.
KLAUS HEGER

Solidarisch mit Bauern

Junge Union verlangt mehr Respekt


Die Junge Union Weißenburg-Gunzenhausen steht an der Seite der Bäuerinnen und Bauern und fordert mehr Solidarität und Respekt gegenüber der Urproduktion/Agrarbranche.
Landwirte aus ganz Bayern beteiligten sich am vergangenen Dienstag an den Demonstrationen gegen die aktuelle Agrarpolitik der Bundesregierung. In den vergangenen Monaten hatte sich in der Bauernschaft viel Unmut aufgestaut: die Verschärfung der Düngeverordnung, der Glyphosat-Ausstieg, der neue Agrarpakt als Folge des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ samt Begleitgesetz, die Einführung des von vielen Seiten kritisierten Tierwohllabels und dazu überbordende Bürokratie, welche den Landwirten kaum noch Zeit für die eigentliche Arbeit lässt; die Gründe für die Proteste sind vielfältig. Die Bäuerinnen und Bauern beklagten außerdem die mangelnde Wertschätzung in der Gesellschaft und die permanenten Schuldzuweisungen.
Die Junge Union Weißenburg-Gunzenhausen stellt sich klar auf die Seite der Landwirte. Die Geschwindigkeit, mit der die Gesetze für mehr Umwelt- und Naturschutz derzeit auf die Branche einstürzen, bedrohen immer mehr landwirtschaftliche Betriebe in ihrer Existenz. Die Bauernschaft sollte zukünftig besser in die Entwicklung alltagstauglicher Vorgaben mit eingebunden werden. Gleichzeitig gebührt den Landwirten mehr Respekt und Anerkennung. Jeder Bürger sollte sich ins Bewusstsein rufen, woher die Lebensmittel kommen, die täglich in vollgefüllten Regalen in den Supermärkten zu finden sind. Die Junge Union Weißenburg-Gunzenhausen fordert mehr Solidarität mit den Bäuerinnen und Bauern, denn es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, regional einzukaufen und damit auch kleinere Landwirte aus der Region zu unterstützen.
Auch der JU-Kreisvorsitzende Manuel Blenk zeigte Verständnis für die Proteste: „Auch die Landwirte in unserem Umkreis sind durch die zahlreichen Verordnungen unter großen Druck geraten und sehen sich gleichzeitig von vielen Seiten Anfeindungen ausgesetzt. Wir stehen hinter unseren Bauern und wünschen uns, dass die Leute beim Einkauf noch gezielter regionale Produkte achten. Für uns ist ganz klar: Eine Zukunft ohne Bauern ist nicht vorstellbar!“
Passend zu diesem Thema findet am Dienstag, 29.Oktober, um 19 Uhr eine Betriebsbesichtigung der Landwirtschaft Dippmann (landwirtschaftlicher Betrieb der CSU- & JU-Kreistagskandidatin Maren Dippmann), in der Flederwischgasse 6 in 91801 Markt Berolzheim mit dem Stimmkreisabgeordneten und Vorsitzenden des Arbeitskreises für Ernährung und Landwirtschaft, Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag Artur Auernhammer MdB sowie dem Landtagsabgeordneten und Landratskandidaten Manuel Westphal MdL statt.