Tag Archives: Gunzenhausen

Dr. Amesöder führt IHK

Nachfolger von Paul Habbel

Der neue Vorsitzende Dr. Simon Amesöder (Fünfter von links) mit den Vorstandsmitgliedern, Landrat Wägemann, MdL Westphal und Bürgermeister Fitz sowie IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Lötzsch und Karin Bucher von der Ansbacher Geschäftsstelle.

Dr. Simon Karl Amesöder (RF Plast GmbH, Gunzenhausen) wurde bei der konstituierenden Sitzung des IHK-Gremiums Weißenburg-Gunzenhausen (IHKG) zum neuen Gremiumsvorsitzenden für fünf Jahre gewählt. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden in der Amtsperiode 2020 bis 2024 Hans-Georg Degenhart (Degenhart Eisenhandel GmbH & Co. KG, Gunzenhausen), Harald Höglmeier (HP-T Höglmeier Polymer-Tech GmbH & Co. KG, Ellingen) sowie Mathias Meyer (Karl Meyer Buch + Papier Inh. Mathias Meyer, Weißenburg) gewählt.

Bei der konstituierenden Sitzung dankte der scheidende Vorsitzende Paul Habbel den wiedergewählten und ausscheidenden IHKG-Mitgliedern, für das jahrelange Engagement und die vertrauensvolle Zusammenarbeit im IHK-Ehrenamt.

Der neu gewählte Vorsitzende Simon Karl Amesöder bedankte sich für die Wahl und das dadurch ausgesprochene Vertrauen und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit mit dem neuen Gremium.

Die regionalen Vertretungen der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken setzen sich in ihren Bezirken bei Politik und Verwaltung für wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen ein

und halten den Kontakt zu den Unternehmen vor Ort. Wichtige Aufgaben der IHK-Gremien sind Stellungnahmen zu Infrastrukturvorhaben, zur Bauleitplanung und zu Einzelhandelsprojekten.

Nicht zuletzt engagieren sie sich intensiv für die berufliche Bildung und für die Schaffung zusätzlicher Lehrstellen.

Das neue Onlineportal

Für Gewerbetreibende drei Informationsveranstaltungen

Für Gewerbetreibende aus Altmühlfranken gibt es am 28. Januar 2020 in Treuchtlingen, am 5. Februar 2020 in Weißenburg und am 10. Februar 2020 in Gunzenhausen jeweils um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung zum Onlineportal in-altmuehlfranken.de. Die Zukunftsinitiative altmühlfranken lädt dazu ein.

Das landkreisweite Onlineportal befindet sich – wie angekündigt – bereits seit Mitte Dezember 2019 in der Testphase. Rund 30 Händler, Dienstleister und Gastronomen wurden bislang auf die Plattform gebracht, weitere werden in den nächsten Wochen hinzukommen. Diese „Projektpioniere“ machen sich derzeit vertraut mit den Bestellabläufen, testen die Werkzeuge wie zum Beispiel die Eventkommunikation, kümmern sich um Produktbilder und -texte, nutzen den Prospekt- und Speisekarten-Upload oder stellen die allgemeine Nutzerfreundlichkeit auf die Probe.

Erste Kunden aus der Region haben bereits den landkreisweiten Lieferservice der jungen Firma YOULOG GmbH aus Weißenburg genutzt, der integrativer Bestandteil des regionalen Online-Marktplatzes ist. Schon in der Testphase können so Online-Bestellungen am nächsten Werktag ausgeliefert werden. Und selbstverständlich sind auch sogenannte „Click & Collect“-Bestellungen möglich: Produkte, die online gekauft und reserviert, vor Ort aber direkt abgeholt werden können.

Für Gewerbetreibende mit Sitz im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist es jederzeit möglich, sich am Projekt zu beteiligen und das eigene Unternehmen auf „in-altmühlfranken.de“ zu präsentieren. Hierfür müssen nicht zwingend Produkte angeboten werden, auch die Möglichkeit eines reinen „Schaufensters“ besteht.

Was kostet mich ein Eintrag? Wie läuft das mit dem Lieferdienst und der Bestellabwicklung? Wie viel Zeit muss ich für den Onlineauftritt investieren? Wer hilft mir bei Verständnisproblemen oder technischen Fragen?

Auf diese und viele weitere Fragen geben die Informationsveranstaltungen Antworten, die jeweils in den drei großen Städten angeboten werden. Vor Ort wird Projektleiter Andreas Haderlein detailliert auf die Möglichkeiten der Onlineplattform eingehen und die Anforderungen an die Gewerbetreibenden beleuchten. Ein tiefer Praxisbezug soll dabei Einblicke in die Funktionsvielfalt des Portals geben, sodass Interessierte jedweder Branche am Ende aus erster Hand eine klare Vorstellung bekommen, welche Vorteile das Online-Portal für das eigene Geschäft bietet.

Folgende Termine werden angeboten:

•        Dienstag, 28. Januar 2020: Treuchtlingen, Kulturzentrum Forsthaus

•        Mittwoch, 5. Februar 2020: Weißenburg, kunststoffcampus bayern

•        Montag, 10. Februar 2020: Gunzenhausen, Markgrafensaal im Haus des Gastes

Die kostenfreien Veranstaltungen beginnen jeweils um 19 Uhr. Eine vorherige Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen erforderlich, diese ist online über folgenden Link möglich: www.altmuehlfranken.de/schulung.

Ein allgemeiner Fernsehbeitrag über das Onlineportal Altmühlfranken wird voraussichtlich am Sonntag, den 02. Februar 2020, ab 17.45 Uhr (vorbehaltlich Programmänderungen) in der Frankenschau im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt.

Als Brandenburg zum Fürstentum Ansbach kam

Umfangreiches Werk ist erschienen

Das Mittelalter in Franken war geprägt von der Herrschaft der Hohenzollern. Markgraf Alexander war ihr letzter Fürst (bis 1792) des Fürstentums Brandenburg-Ansbach. Wie es 1417 zur Belehnung des zollerschen Burggrafen Friedrich VI. von Nürnberg kam, das ist ein umfangreiches Kapital für sich, das zwölf Wissenschaftler aus Franken und Brandenburg jetzt im 105. Jahresband des Historischen Vereins für Mittelfranken auf 468 Seiten von verschiedenen Seiten aus beleuchten.

Das repräsentativ aufgemachte Buch ist als Ergebnis einer Tagung zu sehen, die 2017 in Ansbach anlässlich des 600-jährigen Jubiläums des Übergang der brandenburgischen Kurfürstenwürde an die Hohenzollern stattfand. Herausgeber sind die Privatdozent Dr. Mario Müller und der aus Gunzenhausen stammende Prof. Georg Seiderer (Uni Erlangen-Nürnberg), der das Werk als „erste interdisziplinäre, grenzüberschreitende und vergleichende landesgeschichtliche Arbeit“ rühmt. Tatsächlich ist die Schrift eine gemeinschaftliche Präsentation des Historischen Vereins für Mittelfranken und der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg.

Burggraf Friedrich war zunächst Statthalter des römisch-deutschen Königs Sigmund (auch: Sigismund), der von 1433 bis 1468 auch Kaiser war. Der Regent übertrug die Mark Brandenburg, in der er von 1378-1388 und 1411-15 zugleich Kurfürst war, an die Hohenzollern. Diese Belehnung vollzog sich zwischen 1417 auf dem Konstanzer Konzil. Prof. Seiderer ordnet die Vorgänge ein: „Die Übertragung war Ausgangspunkt einer dynastischen Erfolgsgeschichte, die die fränkischen Hohenzollern auf den Thron der der Könige von Preußen und des deutschen Kaisers führte.“

Zuvor schon waren  Colmberg und Leutershausen (1318) von den Grafen von Truhendingen an die Hohenzollern und somit an das Fürstentum Ansbach gegangen, es folgten 1331 Ansbach (von den Grafen von Oettingen), 1364 Schwabach (voön Graf Joöhann von Nassau), 1368 Gunzenhausen (von Wilhelm von Seckendorff) sowie  1371 Wasertrüdingen und 1378 Uffenheim (von den Grafen von Hohenlohe).

Zusätzlich zum formalen Akt auf dem Pergament von 1415 kam es im Rahmen des Konzils zu einem feierlichen Belehnungsakt. Friedrich zog mit 400 Pferden, ebenso vielen Gefolgsleuten und vier Wägen in die Stadt ein. Früh am Morgen des 18. Aprils 1417 ritten die Posaunenbläser und Pfeifer von Konstanz durch die Stadt. Es folgen die vielen Diener des Kurfürsten und Massen an Schaulustigen, die mit roten Fähnchen winken. Am Hauptmarkt war eine kleine Bühne, geschmückt mit goldenen Tüchern, aufgebaut; zwei Wappen verweisen auf Friedrich von Hohenzollern: der Löwe der Burggrafen von Nürnberg und der rote Adler von Brandenburg. Friedrich knieten nieder, als König Sigismund die offizielle Belehnungsurkunde verlas. Die Kurfürsten-Kollegen übergaben Friedrich einen Reichsapfel und ein Zepter als Zeichen seiner neuen Macht. Natürlich wird das Ganze von festlichen Tafeleien begleitet – und von Chronisten festgehalten.

Friedrich VI. übernahm nach dem Tod seines Bruders Johann III. auch das Fürstentum Kulmbach und seinem eigenen Tod 1440 übernahm sein Sohn Friedrich II. die volle Regierungsgewalt in der Mark Brandenburg. Friedrich VI. starb am 20. September 1440 auf der Burg Cadolzburg und wurde im Zisterzienserkloster Heilsbronn beigesetzt, allerdings ist das zeigenössische Grabmonument nicht erhalten geblieben.

Das Buch ist über den Historischen Verein für Mittelfranken sowie über den Buchhandel (ISBN 978-3-96049-071-5) zu beziehen.

Stadt ehrte Mitarbeiter

Fitz: Jeder ist an seinem Platz wichtig

Bürgermeister Fitz dankte Stadtkämmerer Werner Stützer für 45 Jahre Dienst bei der Stadt. Fotos: Ingeborg Herrmann
10 Jahre: von links: Anita Wittmann, Christoph Dietlein, Andrea Huber, Jan Kretzer

Im Rahmen der Betriebsfeier der Stadt Gunzenhausen und der Hospitalstiftung Gunzenhausen wurden zahlreiche Mitarbeiter für ihre langjährige Treue zu ihrem Arbeitgeber geehrt. Einige Mitarbeiter wurden in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

15 Jahre: von links: Stefan Brändlein, Michael Schneider, Friedrich Sixtbauer, Margit Wenk

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz ging in seiner Ansprache auf die Bedeutung der Mitarbeiter für die Stadt Gunzenhausen und für die Hospitalstiftung ein. „Dabei ist jeder Mitarbeiter in seiner Position und an seinem Platz wichtig“, so Fitz.

20 Jahre: von links: Peter Kehrstephan, Angelika Vorbrugg, Helga Bahls, Carola Reiner, Petra Herzog, Eva Maier

Personalratsvorsitzender Georg Braun von der Stadt und Janina Buchholzer von der Hospitalstiftung dankten den Mitarbeitern dafür, dass sie ihre Arbeit nicht als Durchgangsstation sondern als Berufung sehen und ihren Dienst im Sinne der Bürger und im Falle der Hospitalstiftung für die älteren Menschen tun.

25 Jahre: Petra Zenkert

Ganz bewusst wurde auf lange Reden verzichtet, um den Mitarbeitern wie auch den ehemaligen Bediensteten die Möglichkeit zu geben, sich zu unterhalten.

30 Jahre: von links: Gustav Girschele, Thomas Billmeyer
35 Jahre: von links: Harald Gebhardt, Claudia Pietrzak, Petra Schneider, Klaus Stephan, Marlies Stein
40 Jahre: Monika Frank

Im Foyer der Stadthalle war ein großes Büfett aufgebaut, das vom Personalamt und dem Personalrat in Eigenregie organisiert wurde und in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Hauswirtschaft des Burkhard-von-Seckendorff-Heimes und des Ausbildungszweiges Hauswirtschaft des beruflichen Schulzentrums Gunzenhausen als „Food trucks“ präsentiert und aufgebaut wurde.

In den Ruhestand gingen: von links: Gustav Nowotny, Helga Bahls, Andreas Metter, Marlies Stein und Christa Wiedemann

Junge Union spendet 1.050 Euro

Geld für die Jugendarbeit in Gunzenhausen


Manuel Blenk, der Kreisvorsitzende der Jungen Union Weißenburg-
Gunzenhausen, hat an Bürgermeister Karl-Heinz Fitz einen Spendenscheck in Höhe von 1.050 Euro für die Jugendarbeit in Gunzenhausen überreicht. Das ist der Reinerlös der Eisolympiade auf der Eisbahn. Die Junge Union will mit der Eisolympiade einen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen und auf soziale Projekte aufmerksam machen. In den vergangenen fünf Jahren der Eisolympiade wurden insgesamt über 5.000 Euro für soziale Projekte weitergegeben.

Die Junge Union möchte damit den Grundstein für einen Baucontainer in der Kernstadt legen. Die Jugendlichen möchten auch hier, ähnlich wie dies bereits in den Ortsteilen möglich ist, einmal unter sich sein können.

Der Rathauschef erklärte dazu: Die Jugendarbeit hat in Gunzenhausen bereits mit dem Jugendzentrum, den Streetworkern und der Jugendsozialarbeit eine feste Struktur, deren Weiterentwicklung und Anpassung an die Zeit durch die Stadtverwaltung und den Stadtrat überprüft werden muss. Er gab dabei auch zu bedenken, dass die Jugendarbeit in den Ortsteilen anders strukturiert ist als in der Kernstadt.
Bürgermeister Karl-Heinz Fitz zeigte sich bei der Spendenübergabe aber durchaus offen für eine Modernisierung der Jugendarbeit in Gunzenhausen und für die dafür erforderlichen weiteren Gespräche.
Auch für die kommende Eisbahnsaison in Gunzenhausen ist wieder eine Eisolympiade geplant, versicherte Manuel Blenk und es können sich interessierte Teams, die auch aus Privatpersonen
bestehen können, das ganze Jahr über beim ihm melden. Die Junge Union ist der festen Überzeugung, dass die Eisbahn der Stadt sehr gut zu Gesicht steht und ist daher seit Anfang an mit der Eis-Olympiade dabei.
KLAUS HEGER

Dank an die Helfer

Dank der Stadt und der Geschäftsleute

Bürgermeister Fitz, IHK-Vizepräsidentin Gruber und der Wirtschaftsreferent Zuber dankten den THW-Helfern und Feuerwehrleuten für ihren Einsatz.


Die Stadt Gunzenhausen bedankte sich zusammen mit dem Einzelhandelsverband und der städtischen Wirtschaftsförderung auch dieses Jahr wieder bei den aktiven Helferinnen und Helfern des THW mit einem Mittagessen in der THW-Unterkunft in der Weißenburger Straße für den Auf- und Abbau sowie die jährlichen Wartungsarbeiten der Weihnachtsbeleuchtung der Stadt.
THW-Chef Willi Rettlinger begrüßte Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Wirtschaftsreferent Andreas Zuber und die Einzelhandelsverbandsvorsitzende Erika Gruber in der Unterkunft
des THW und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und das gute Miteinander nicht nur bei der Weihachtbeleuchtung, sondern das ganze Jahr über. Er wünschte seinen aktiven Helferinnen und Helfern möglichst wenig Einsätze und ein gutes Einsatz- und Ausbildungsjahr 2020.
Für Bürgermeister Karl-Heinz Fitz ist die jährliche Unterstützung durch das THW und die Freiwillige Feuerwehr Gunzenhausen bei der Weihnachtsbeleuchtung der Stadt keine Selbstverständlichkeit und daher ging sein besonderer Dank auch an diese beiden Hilfsorganisationen. Die Weihnachtsbeleuchtung ist ein wichtiger Baustein für die Stadt und
wird von den zahlreichen Gästen in der Vorweihnachtszeit auch sehr geschätzt, berichtete er von seinen zahlreichen Gesprächen. Die Beleuchtung mit ihren 60 Sternen und rund sechs Kilometer
Girlanden soll auch in Zukunft in dieser Form weiter beibehalten werden und wird immer wieder schrittweise modernisiert. So wurde vor rund 10 Jahren eine vollständig neue Beleuchtungsanlage gekauft und diese 2014 auf LED Leuchtmittel umgestellt. Dies hat nicht nur den Stromverbrauch erheblich gesenkt, sondern auch den Ersatz der Leuchtmittel von
jährlich 3000 Glühbirnen auf jetzt nur noch jährlich 10 LED-Lampen verringert und somit die Betriebskosten erheblich gesenkt, berichteten die THW-Helfer.
Auch Erika Gruber bedankte sich ganz herzlich für die geleistete Arbeit und Unterstützung bei den Helferinnen und Helfern. Ohne die Weihnachtsbeleuchtung wäre die Innenstadt in Gunzenhausen sehr trist, stellte sie fest. Besonders in der Vorweihnachtszeit vermittelt die
Weihnachtsbeleuchtung eine besondere Atmosphäre in der Stadt freute sie sich. Sie bat daher besonders die junge Helfergeneration dem THW treu zu bleiben und dies Unterstützungsarbeiten auch weiterhin für die Bürger in Gunzenhausen mit durchzuführen.
Mit einem gemeinsamen Mittagessen – es gab Gulasch mit Nudeln aus der THW-Küche – endete die kleine Feierstunde und die 32 anwesenden aktiven Helferinnen und Helfer bekamen das Gefühl, dass ihre Arbeit für die Stadt auch von ihr entsprechend anerkannt und wertgeschätzt wird. Heinz Rettlinger vermisste nur die Unterstützung der Anwohner und
Einzelhändler bei den Abbau- und Aufbauarbeiten wie dies in früheren Jahren immer der Fall war: „Früher bekamen die Helferinnen und Helfer, die bereits in den frühen Morgenstunden mit den Arbeiten beginnen, immer wieder einmal ein warmes Getränk gereicht, was bei
den oft sehr widrigen winterlichen Witterungsverhältnissen immer eine schöne und erwärmende Anerkennung war“.
KLAUS HEGER

Operette in der Stadthalle

Wiener Bühne am 17. Januar in der Stadthalle

Am 17. Januar 2020 um 19.30 Uhr kommt die Operettenbühne Wien in die Stadthalle Gunzenhausen und zeigt die Operette „Schwarzwaldmädel“ von Leon Jessel, die Welterfolge feierte.

Heftige Turbulenzen im idyllischen Schwarzwalddorf St. Christoph: Der verwitwete Domkapell­meister Blasius Römer bereitet sich auf seinen großen Tag beim diesjährigen Cäcilienfest vor, als Hans und Richard, zwei als Wandermusikanten getarnte Berliner und die eilig nachgereiste Verehrerin Malwine, vor der Hans eigentlich auf der Flucht ist, das Dorf in allerlei amouröse Verwicklungen stürzen! Die Gefühls­verwirrungen machen auch vor dem alternden Römer nicht halt, als dieser vom Schwarzwaldmädel Bärbele, seiner jungen Magd, einen Dankeskuss für eine geliehene Tracht bekommt. Gewürzt durch die humorig-unpassenden Auftritte des Berliner Kaufmanns Schmußheim, münden schließlich beim Feste alle Liebeswirren in eine fulminante Rauferei … 

Mit dem durchschlagenden Erfolg bei der Berliner Uraufführung wurde dieses reizende, ganz in der Tradition eines Vogelhändler stehende Werk bis heute zu einer der beliebtesten Operetten im deutschsprachigen Raum. Melodien wie „Mädle aus dem schwarzen Walde“ und der Walzer „Erklingen zum Tanze die Geigen“ wurden zu unvergänglichen Hits. Nicht umsonst wurde die Operette nach der Uraufführung innerhalb von zehn Jahren fast 6.000 Mal aufgeführt und steht noch heute in der Publikumsgunst ganz oben.

Mit ihrer bezaubernden und spielfreudigen Inszenierung wurde die Operettenbühne Wien bereits zweimal mit diesem Klassiker gefeiert. Seit über 20 Jahren gilt die Operettenbühne Wien unter Heinz Hellberg mit ihrem stets erstklassigen österreichischen Solistenensemble als Garant für stilsichere Produktionen mit genau dem Charme, den die Operettenfreunde so lieben!

Inszeniert wird die Operette von Prof. 
Heinz Hellberg, die musikalische Leitung hat Laszlo Gyüker.

Karten gibt es — unter anderem — bei der Gunzenhäuser Tourist­ Information (Rathausstraße 12, Tel. 09831/508-109), der Buchhandlung Fischer (Hensoltstraße 35 a, Tel. 09831/2380), der Tabakbörse Stöhr (Ansbacher Str. 11, Tel. 09831/89428) und beim Altmühl­ Boten (Marktplatz 47, Telefon 0 9831/ 5 00 80) und bei www.reservix.de.

Dynamisch verspielt

Wladimir Barantschikov zeigt seine neueren Arbeiten

Der Künstler Wladimir Barantschikov stellt in der Stadtbücherei aus. Foto: Babett Gutmann

Mit seiner Kunst ist Wladimir Barantschikov weltweit unterwegs, hat an Gruppenausstellung in Russland, in China und Taipeh teilgenommen und bei Einzelausstellungen in vielen europäischen Ländern und in den Vereinigten Staaten seine Werke präsentiert. Seinen Lebensmittelpunkt aber hat er seit langem in Gunzenhausen, mitten am Marktplatz.

Und die Inspiration für seine Bilder findet er in der Natur, beispielsweise bei seinen fast täglichen Abstechern zum Altmühlsee, wo er die „Energie von Wasser und Luft“ als kreative Kraftquelle empfindet. Die Stadt- und Schulbücherei gibt noch bis zum 29. Februar mit 27 Ölbildern und einigen Mischtechnik-Arbeiten einen guten Überblick über die neueren Arbeiten des aus Kirgisien stammenden Künstlers.

Wladimir Barantschikov zeigt seine neueren Arbeiten

Zunächst war für die spannungsreiche Werkschau der Titel „Der phantastische Realismus des Wladimir Barantschikov“ angedacht – doch so leichtfertig kann man ihn und sein Werk eigentlich nicht unterbringen. Aufgewachsen ist er mit der Bildsprache des sozialistischen Realismus auf der einen Seite, mit muslimischer Kunst auf der anderen. Während des Studiums an der Kunstfachschule St. Petersburg und anschließend an der Kunstakademie St. Petersburg mit Schwerpunkt monumentale Malerei hatte er Zugang zu einer der größten Sammlungen der klassischen europäischen Kunst in der Eremitage.

Einer von Barantschikovs Favoriten ist Hieronymus Bosch. Der niederländische Renaissancemaler ist für ihn der erste Surrealist, der versucht hat, die innere Welt der Menschen mit ihren Versuchungen künstlerisch zu spiegeln. Ihm sind in der Ausstellung zwei Bilder gewidmet: die „Melodie für Hieronymus Bosch“ und  der „Turm von Babel“, eher ein Künstler- oder Selbstporträt, in dem kleine Dämonen und ein zum Himmel strebender Turm-Hut ein starkes Eigenleben entwickeln. Reminiszenzen an Vermeer, die flämische Malerei und auch an Albrecht Dürer werden mit verfremdeten Bildzitaten und raffinierten Überlagerungen gefeiert.

Doch neben dem Rekurs auf die europäische Kunstgeschichte lassen sich in Barantschikovs Ölmalerei auch klare Statements zu aktuellen gesellschaftlichen Themen entdecken. „Erinnerungen an die Zukunft“ imaginiert eine Traumwelt als Zuflucht, die den Bildfiguren aber unerreichbar erscheint. Die Landschaften in „Dunkle Magie“ oder „Ein idealer Ort“ erinnern an High-Fantasy-Schauplätze. „Die Reise ins Licht“ oder „Digitaler Buddha“ erscheinen als Seelenreisen ins Sehnsuchtsland des Lichts.

Die Vielfalt der Bilder entspricht dem Ideenreichtum des Künstlers Barantschikov. Die Leserinnen und Leser der Stadt- und Schulbücherei kennen ein Werk des Künstlers besonders gut: Vor etwa 15 Jahren hat der Künstler die Stirnwand in der Kinderbuchabteilung gestaltet: die „Brautwerbung im Mittelalter“.

Neujahrsempfang mit Starkoch

Alexander Herrmann begeisterte mit authentischem Auftritt

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, stv. Vorsitzender Christian Mayr, die beiden Vierheller-Wirtinnen , Stargast Alexander Herrmann, Vorsitzender Alexander Herzog und Landrat Gerhard Wägemann, den die Wirtschaftsjunioren mit einem Geschenk verabschiedeten. Foto: FR Presse

Wer den fränkischen 2-Sterne-Koch Alexander Herrmann einlädt, der hat den Erfolg bereits mitgebucht. So war es nicht verwunderlich, dass der Neujahrsempfang der Gunzenhäuser Wirtschaftsjunioren auf eine starke Resonanz stieß und die Stadthalle fast bis auf den letzten Platz gefüllt war. Beim abschließenden Sektempfang im Foyer drängten sich die Gäste bei  Partygebäck, Bier und Saft.

Ein Wiedersehen mit dem Starkoch gab es nach fünfzehn Jahren für Mareike Falk, die damals an der Wirsberger Hotelrezeption tätig war.

„In Gunzenhausen läuft es rund“. Mit diesen Worten fasste Rathauschef Karl-Heinz Fitz die Stimmung in der Stadt zusammen. Er und seine Pressechefin Ingeborg Herrmann hatten für den Neujahrsempfang eine etwas andere Präsentation gewählt als sonst. Und die kam bei den Gästen aus Nah und Fern glänzend an. Die Jungfilmer Florian Burger, Tim Guthmann und Julius Löhner hatten zusammen mit Wolfgang Löhner ein Video gedreht, das die Stadt auf sehr ansprechende Weise präsentierte. Vor allem die hohe Qualität der Aufnahmen bestach und legt die Bewertung nahe, dass die jungen Filmer  auf einem guten Wege sind, sich zu professionalisieren. Die Texte von „Autor“ Karl-Heinz Fitz waren mit den tollen Aufnahmen und Schnitten gut synchronisiert. Das Gesamtwerk beeindruckte und fand großen Gefallen. Immer wieder war von den Gästen dickes Lob zu hören. Und es bestätigte: ein Neujahrsempfang muss kein stupides Herunterbeten von kommunalpolitischen Leistungen sein.

Alexander Herzog, der Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren Gunzenhausen, hatte ein glückliches Händchen, als er den Sternekoch Alexander Herrmann  als prominenten Gast gewinnen konnte. Der Inhaber eines  Hotels und Restaurants in Wirsberg (bei Bayreuth) ist 1996 in den elterlichen Betrieb eingestiegen – und hat ihn vollständig erneuert. Zwei Michelin-Sterne hat Alexander Herrmann inzwischen bekommen. Er ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, der nicht nur in seiner oberfränkischen Heimat tätig ist, sondern auch als Fernsehkoch ein sympathischer Exponent Franken ist.  Das „Palazzo“ in Nürnberg betreibt er seit zehn Jahren. Es ist eine der erfolgreichsten gastronomischen Adressen dieses in ganz Europa gängigen Formats. Aus seiner Feder stammten auch etliche Kochbücher. Herrmann beschäftigt heute 120 Mitarbeiter, 70 allein in der Gastronomie, 30 in der Hotelerie.

„Die überflüssigste Person im eigenen Betrieb zu werden“, so skizzierte Alexander Herrmann seinen Einstieg in das Gastronomiegeschäft. Und er gab den Gunzenhäuser Unternehmern eine Erfahrung weiter, die es wert ist, durchdacht zu werden: „Nicht im, sondern am Betrieb arbeiten!“ Wie andere Geschäftsleute stammt auch er aus einer „verschrobenen Welt“. Aber er hat sich befreit von den Konventionen, ist dank eines hohen psychologischen Einführungsvermögens neue Wege gegangen. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Respekt vor den Mitarbeitern! Er misst seine Leute nicht an ihren Fehlern, schenkt ihnen Vertrauen.  Den Begriff  „Team“ definiert er für sich ganz neu: TOLL, EIN ANDERER MACHTS!  Im Restaurant in Wirsberg müssen die Mitarbeiter keine Angst vor dem „Powerbriefing“ mit dem Chef haben, denn täglich werden eine Viertelstunde vor der Restaurantöffnung zusammengerufen, um zu hören, was sozusagen im Laden super läuft. Es gibt eben am Arbeitsbeginn keine Fehlerzuteilung durch den allwissenden Chef.  Und doch : den ursprünglichen Schlachtruf („An uns kommt keiner vorbei, wir haben zwei“) musste der 2-Sterne-Koch ändern, denn die im Foyer  auf den Einlass wartenden Gäste  hatten sich verhört („haben frei“) und sich über den Slogan mokiert.  Deshalb das neue Ritual: „An uns kommt keiner vorbei, wir sind es wert!“

Der prominente Gast, zu dessen Leibspeisen das Schnitzel und die Pasta gehörten, erzählte vor den rund 500 Gästen aus dem Nähkästchen der Starköche, die sich wiederholt den kritischen Juroren des „Michelin“-Restaurantführers zu stellen haben. Das „System Michelin“ verschlingt  rund eine Million Euro, erst dann ist der neue Restaurantführer fertig.  Herrmann Erfahrung: „Andere Guides bedienen sich eher fragwürdigen Gastronomiekritikern“.

WERNER FALK

Nah dran an den Bürgern

Stadtrat Werner Falk wurde 70

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz überbrachte an den Jubilar die Glückwünsche des Stadtrats.

Der Altmühl-Bote berichtete in seiner Ausgabe vom 3. Janaur 2020:

Volles Haus und frohes Lachen gestern in der Weinbergstraße 26 auf dem Reutberg I: Stadtrat Werner Falk hatte seinen 70. Geburtstag, und viele kamen, darunter auch fast der komplette Stadtrat.

Werner Falk gehört dem Stadtparlament seit Anfang dieser Wahlperiode an, also ab Mai 2014. Er ist Einzelkämpfer für die FDP, aber allein gelassen fühlt er sich nicht, pflegt er doch zu allen Fraktionen ein gutes Verhältnis. Ein solches besteht auch zu Bürgermeister Karl-Heinz Fitz (CSU).

Der Liberale (auch Ortsvorsitzender der FDP) sei ein geschätzter Mitbürger und als gewählter Vertreter der Stadtbevölkerung sehr engagiert und präsent, sagte Fitz. Von Werner Falk kämen viele Vorschläge, sei es ganz offiziell oder gerne auch beim privaten Treffen im Schwimmbad. Die vielen Ideen und Vorschläge beziehe Falk aus den Gesprächen mit den Gunzenhäusern, sei es bei einer Fahrradtour, am Stammtisch oder beim „FalkTalk“. Zudem äußere sich Falk mithilfe seines Online-Diensts „Falk-Report“.

Der Jubilar ist aber längst nicht nur als Teil des Stadtrats und Repräsentant der FDP, sondern auch als langjähriger Redakteur des Altmühl-Boten

bekannt. Dem Emmy Riedel Verlag gehörte der gebürtige Haundorfer 50 Jahre an, schied 2014 aus dem Beruf – nach 28 Jahren als Redaktionsleiter. In dieser langen Zeit lernte Falk Land und Leute kennen, und viele lernten ihn zu schätzen, im Altlandkreis Gunzenhausen und darüber hinaus. Dabei durchschritt Falk die ungeahnte technische Entwicklung des Druck- und Zeitungswesens. Den Bleisatz erlebte und gestaltete er mit Herzblut mit, doch schon bald hatte er „Kollege Computer“ zu bedienen, und das Internet-Zeitalter brachte neue Herausforderungen für den Tageszeitungsjournalisten mit sich.

Ein weiteres Engagement fand Falk im Verein für Heimatkunde. Seit vier Jahrzehnten wirkt er im Vorstand mit, inzwischen als Vorsitzender. Das immer im Dezember erscheinende Jahresheft ist das Aushängeschild des Vereins.

Dank sagte der 70-Jährige seiner Frau Sibylle und der ganzen Familie. Alle legten sich gestern ins Zeug, um die „dienstlichen“ wie privaten Gäste bestmöglich zu bewirten. So wurde es ein ganz langer Tag in der Weinbergstraße.

dre