Porträt von Wilhelm von Reichenau

Vortragsveranstaltung am 20. März in Eichstätt

Der Eichstätter Diözesangeschichtsverein hat eine Einladung der Pfarrgemeinde weitergeleitet, die der Kenntnisnahme der Heimat- und Geschichtsfreunde in Altmühlfranken empfohlen wird.

Zum Thema „Wilhelm von Reichenau (1464-1496) – Reformbischof und Reichspolitiker in einer Zeit des Umbruchs“ referiert  Dr. Bertram Blum am 20. März,  um 19.30 Uhr  im Eichstätter Pfarrheim St. Marien, 1. Stock, Pater-Philipp-Jeningen-Platz 2.

Prof. Erich Naab, der Vorsitzende des Diözesangeschichtsvereins, bemerkt dazu: Der reformorientierte Bischof war im spätmittelalterlichen Eichstätt umgeben von humanistisch geprägten Persönlichkeiten. Er setzte die Reformpolitik seines Vorgängers Johann Wilhelm III. von Eych fort. Seinen Generalvikar Johannes Vogt ließ er das Bistum visitieren. Die Neugründung zweier Augustiner-Chorfrauen-Stifte, Marienstein bei Eichstätt und Marienburg in Abenberg dienten seinem Reformwillen …

Humor erhält gesund

Humor als Gesundheitsförderung

Am Dienstag, 26. März, um 18.30 Uhr findet in Gunzenhausen das nächste „PflegeFORUM altmühlfranken“ statt. Die Mitglieder des PflegeFORUMs der Gesundheitsregionplus laden dazu alle beruflich Pflegenden ein. Es geht um „Humor – eine gesunde Ressource in der Pflege“.

Sind Sie humorvoll oder kennen Sie Menschen, die diese Wesensart auszeichnet? Ja? Dann können Sie sich glücklich schätzen, denn mit einer gewissen Portion Humor lässt es sich leichter leben. Humorvolle Menschen begegnen alltäglichen Schwierigkeiten und Ereignissen mit Heiterkeit und einer gewissen Gelassenheit.

Die Kraft und Wirkung von Humor wird oft verkannt, er bietet vor allem auch im beruflichen Alltag einen Ausgleich. Denn wo Humor ist, ist auch ein Lachen und Lachen wiederum verbindet, trägt zu einer positiven Stimmung bei und ist gesundheitsfördernd – auch in der Pflege.

Deshalb lautet das Thema des neunten Pflegeforums altmühlfranken „Humor – eine gesunde Ressource in der Pflege“. Gerade Pflegekräfte sind häufig starken körperlichen und seelischen Belastungen ausgesetzt, umso wichtiger ist es, seine Gesundheit zu pflegen und zu stärken. Humor hilft dabei und ist eine gute Möglichkeit seine Gesundheit aktiv zu fördern.

Wie man Humor entwickeln kann zeigt der „Klinikclown“ Andreas Schock. Anhand seiner eigenen Geschichte erzählt er, wie ihm seine humorvolle Art in vielen Situationen weiterhilft und wie er andere Menschen mit seiner Heiterkeit anstecken und zum Lachen bringen kann.

Andreas Schock ist Heilerziehungspfleger, Diplom-Pflegewirt und Dozent an einer Heilerziehungspflegeschule. Er besitzt eine abgeschlossene Weiterbildung in Clownspädagogik und ist weltweit unterwegs, um Menschen mit der heilenden Kraft des Humors zu begegnen. Einen Einblick in seine Arbeit konnte man bereits in seinem Kinofilm „Joy in Iran“ erhalten – eine berührende Dokumentation über den Einfluss von Humor und die Kraft des Lachens über Ländergrenzen hinweg.

Am Dienstag,  26. März, wird Andreas Schock speziell für beruflich Pflegende den Aspekt Humor in der Gesundheitsförderung aus seiner Sicht darstellen. Beginn ist um 18.30 Uhr im Markgrafensaal in Gunzenhausen. Pflegekräfte können sich bei der Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus telefonisch unter 09141 902-426, per E-Mail unter gesundheitsregion@landkreis-wug.de oder online unter www.altmuehlfranken.de/pflegeforum anmelden.

Ich stehe zu Schwarz-Rot-Gold

Deutschlandfahne nicht den Rechtsradikalen überlassen

Ich lebe als bewusster Franke, als patriotischer Deutscher und als überzeugter Europäer. Die Deutschlandflagge zu hissen – damit habe ich überhaupt kein Problem. Wenn vornehmlich politisch links stehende Politiker glauben, es sei schon „reaktionär“, öffentlich zu den deutschen Farben zu stehen, dann habe ich dafür keinerlei Verständnis.  Wir dürfen den Rechtsradikalen nicht erlauben, sich als die „besseren Deutschen“ zu produzieren. Das tun wir aber, wenn wir nicht eindeutig Flagge zeigen – und das im wörtlichen Sinne.

Ich halte es mit dem sozialdemokratischen Bundespräsidenten Walter Steinmeier, der uns auffordert, Schwarz-Rot-Gold nicht den rechten Schwadronierern zu überlassen, sondern die Farben selbstbewusst zu tragen. Wir müssen Deutschland im Herzen, aber Europa im Kopf haben, denn als Nationalstaaten haben wir in einer globalisierten Welt keine Zukunft. Nur als europäische Einheit können wir gegenüber den anderen Machtgiganten China, USA und Russland bestehen. Das müsste doch allen klar sein. Der Brexit führt uns vor Augen, wo es hinführt, wenn nationale Egoismen überhand nehmen.

Überzeugen kann auch nicht der „ungarische Weg“, der darauf beruht, einerseits die europäischen Einheitsbemühungen zu verdammen, andererseits aber doch von den Fördertöpfen der EU gut zu leben. Im gleichen Maße verwerflich ist das Theater der italienischen Polit-Schauspieler, die offen Stimmung gegen Europa machen, um ihre politische Existenz  zu rechtfertigen.

WERNER FALK, Vorsitzender der FDP und Stadtrat in Gunzenhausen

WIR in ALTMÜHLFRANKEN

Regionalmesse ist vom 4. bis 7. April in Gunzenhausen

Ein Umschlagplatz für neue, innovative Ideen und alles, was uns heute und morgen beschäftigt, wird die Regionalmesse „WIR in ALTMÜHLFRANKEN“ genannt, die vom 4. bis 7. April auf dem Schießwasen in Gunzenhausen stattfindet. Die  Organisation liegt in den Händen der Messe- und Ausstellungsorganisation Josef Werner Schmidt GmbH (Mörslingen).  Diese hat in Gunzenhausen und Umgebung einen guten Namen, denn sie war früher für die „Altmühlschau“ verantwortlich.

WIR steht in diesem Fall für Wirtschaft-, Informations- und Regionalausstellung. Neuheiten rund um die Themen Bauen, Wohnen, Energie, Gesundheit, Senioren, Familie, Freizeit, Mobilität, Outdoor und Sport werden angeboten. Die Eröffnung ist am Donnerstag, 4. April, um 10.30 Uhr in der Ausstellungshalle B im Rahmen einer Jazz-Matinee mit dem Saxophonquintett „Saxissimo“ des Simon-Marius-Gymnasiums Gunzenhausen.

Die Messe gliedert sich in Holz- und Forstwirtschaft, Gesundheit und Fitness, Outdoor-Paradies Altmühlfranken, Treffpunkt für Mobilität und Energie, Zukunft der Senioren, Bauen, Natur  sowie neue Wohntrends. Vom 14. bis 28. März können sich die potenziellen Besucher schon einmal an einem Gewinnspiel beteiligen (wir-altmühlfranken.de). Die Gewinner  können sich auf der Messe von einem Profi-Stylisten beraten lassen und erhalten das Styling ihrer Wahl.

Den Senioren können sich einem kostenlosen Gesundheitscheck unterziehen. Sie zahlen gegen Vorlage ihres Ausweises nur 4 Euro Eintritt, am Donnerstag nur 3 Euro.  Wie die Ausstellungsleitung mitteilt, sind die BBV-Landfrauen, die Lebenshilfe und das BSZ-Ansbach-Triesdorf auf der Messe präsent, um regionales Essen zu einem fairen Preis anzubieten.

Die Eintrittspreise: 5 Euro für Erwachsene, Rentner und Behinderte mit Ausweise 4 Euro, Jugendliche und Studenten mit Ausweis 3 Euro, Kinder (bis 13 Jahre)  1 Euro, 16-Uhr-Ticket 4 Euro, Familienkarte (zwei Erwachsene mit bis zu drei Kindern 10 Euro. Geöffnet ist die Ausstellung täglich von 10-18 Uhr.

Neubau der Diakonie in Polsingen

Wohnheim mit 24 Plätzen soll entstehen

Der Bezirksausschuss unterstützt das Vorhaben der Polsinger Heime, einen Ersatzneubau für ein Wohnheim mit 24 Plätzen in Polsingen (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) zu errichten. Hinter dem Projekt steht die Diakonie Neuendettelsau als Träger der Polsinger Heime. Konkret handelt es sich bei dem Projekt um das erste von zwei geplanten Heimen, diese sollen ein bestehendes, nicht mehr sanierungsfähiges Haus mit insgesamt 50 Plätzen ersetzen. Nach dem Bezug der Neubauten sieht die Planung vor, den Altbau abzureißen. Die Förderrichtlinien des Bezirks Mittelfranken sehen für das Bauprojekt gemäß der vorliegenden Kostenschätzung eine Förderung von maximal 640.000 Euro vor. Das sind etwa zehn Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtkosten.

Stadtrats-Entscheidung vorweggenommen?

Gegen Gifteinsatz im Burgstallwald

So hat es im letzten Jahr im Burgstall ausgesehen, als sich der Schwammspinner entpuppte und zum Fraß ansetzte. Foto: FR Presse

Der Schwammspinner wird auch in diesem Jahr wieder den Burgstallwald befallen und schädigen. Es ist nur die Frage, wie stark die Schädigung ausfallen wird.

Im letzten Jahr hat der Staatsforst darauf verzichtet, eine Bekämpfung mit dem Helikopter durchzuführen, da die Aktion nicht meterscharf abgegrenzt werden kann und sich in der Umgebung das Freibad, die Brunnen der Stadt, die Reha-Krankenhäuser der AWO und der Stiftung Hensoltshöhe befinden.

Diese Ausschluss-Kriterien gelten auch heuer. Wie die Experten festgestellt haben, hängt die Schädigung der Eichen auch mit der geringen Niederschlagsmenge zusammen, die im letzten Jahr zu verzeichnen war – und die vielleicht auch heuer zu erleben sein wird. Dennoch: im letzten Jahr hat es den sogeannten Johannistrieb, also den zweiten Austrieb und somit neue Blätter) gegeben.

Damit der Burgstall von einer Insektenbekämpfung mit den umstrittenen Mitteln „Mimic“ und „Dippel ES“ ausgenommen werden kann, ist auf die stringenten EU-Regelungen für FFH-Gebiete (Fauna-Flora-Habitat) zu verweisen. Demnach besteht die Gefahr für Menschen und Tier weniger durch die Raupen, als durch das versprühte Gift. Die Meinung der Experten dazu weichen voneinander ab. Die Staatsforsten (Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, LWF) haben inzwischen entschieden (siehe Bericht vom 12. März/Falk-Report), dass eine Bekämpfung aus der Luft nicht vorgenommen wird.

Notwendig ist auf jeden Fall eine Umwelt-Verträglichkeitsprüfung, an der neben den Staatsforsten auch Umweltverbände beteiligt sind. Verwiesen wird auf die Regelung der Stadt Bad Windsheim, die es schon im letzten Jahr abgelehnt hat, ihre umfangreich vom Schwammspinner gefallenen Waldflächen besprühen zu lassen, um nicht negative Auswirkungen auf den Bäderbetrieb in Kauf nehmen zu müssen.

Der Stadtrat wird sich in seiner nächsten Sitzung mit der Problematik befassen und ganz sicher der Empfehlung der Staatsforsten folgen.

WERNER FALK

Cäsar in Altmühlfranken

Kulinarische Aktionswochen vom 15. bis 31. März 2019 in zehn Restaurants

Vor der „Schlacht am Herd“: Küchenchef Peter Bartenschlager, Landrat Gerhard Wägemann, MdL Manuel Westphal, Wirtin Melanie Schröder, Auszubildender Thomas Kwint und Seniorchefin Erna Kleemann. Foto: FR Presse

 

Der Donnerstags-Stammtisch, der sich über eine klassisch-fränkisch Metzelsuppen freuen kann, mit Gastwirt Karl Kleemann und Landrat Gerhard Wägemann. Foto: FR Presse

Vom „Bratwurstravioli“ über den „Limesspieß“ bis zum „Tisana Gemüsetopf“  und noch viel weiter reicht die Palette der kulinarischen Leckerbissen, die in den nächsten zwei Wochen in Altmühlfranken in zehn Gasthäusern angeboten werden. Bei der Eröffnung im Gasthaus Kleemann in Pfofeld hatte Landrat Gerhard Wägemann überhaupt kein Problem, die Philosophie der Aktionswochen verständlich zu machen: „Wir sind ein Römerlandkreis, da darf man sich nicht wundern, dass hier auch römisch gekocht wird.“

In der gemütlichen Gaststube machen sie Werbung für die Aktionswochen: MdL Manuel Westphal, Landrat Gerhard Wägemann, Ines Wieland („Hirschen“, Muhr), Hans Neretter (Lamm, Wettelsheim), Christa Walther (Schnapsbrenner, Großweingarten), Betty Städler (Brandenburger Hof, Weißenburg), Altbürgermeister Fritz Walter (Absberg), Melanie Schröder (Pfofeld) und Regionalmanager Andreas Scharrer. Foto: FR Presse

Das Land am Limes, der inzwischen Weltkulturerbe geworden ist, hat nach Darstellung von Regionalmanager Andreas Scharrer mehr zu bieten als Bratwürste und Schäufele: „ Bei uns in Altmühlfranken paaren sich die fränkischen Spezialitäten mit den mediteranen Köstlichkeiten der Römer. Dass sich die Gastronomie in Altmühlfranken inzwischen dank der kreativen Impulse der Zukunftsinitiative „altmühlfranken“  gut entwickelt hat, das bestätigte zum Aktionsauftakt Melanie Schröder, die mit ihrem Bruder Marco das Traditionsgasthaus in Pfofeld weiter betreibt: „Bei uns läuft einiges sehr positiv.“ Sie und ihr Gasthof sind sozusagen mittendrin, denn: „Der Limes durchtrennt die Gemeinde, ein Teil ist germanisch, der andere römisch.“  Ihr Haus wartet in den nächsten Wochen mit einer ganzen Palette themenbezogener Gerichte auf:  vom Obelix-Spezialburger über den Limesspieß bis hin zum Römerteller.

Mit Kochschürze und –mütze präsentierte sich Landrat Gerhard Wägemann  – von seiner körperlichen Konstitution her ohnehin kein Kostverächter – in der Küche als kundiger Chef. Seine „Assistenten“: MdL Manuel Westphal, Küchenmeister Marco Schröder, der Auszubildende Thomas Kwint sowie Gastwirt Karl Kleemann und Seniorchefin Erna Kleemann.

Die neun anderen beteiligten Restaurants sind (in Klammern jeweils eines ihrer „römischen“ Angebote): Hirschen in öMuöhr am See (Römergulasch mit Legionärsbrot),Jägerhof in Absberg (Bratwurstravioli), Brandenburger Hof in Weißenburg (Fränkische Spaghetti), Adlerbräu in Gunzenhausen (Saltimbocca „alla romana“), Schnapsbrenner in Großweingarten (Schweinesteak mediterian), Goldenes Lamm in Wettelsheim (Römertopf-Gulasch), Parkhotel Altmühltal in Gunzenhausen (römischer Spanferkelrollbraten ), Zum Hirschen in Wald (Caesarensteak unter Olivenkruste), Zum Hochreiter in Spalt-Enderndorf (Tisana-Gemüsetopf).

WERNER FALK

„Darmkrebs – ich doch nicht!

Vortragsreihe Gesundheit im Dialog des Klinikums Altmühlfranken

Dr. Gentsch

Darmkrebs steht an zweiter Stelle der bösartigen Erkrankungen bei Männern und Frauen. An Dickdarmkrebs erkranken jedes Jahr in Deutschland etwa 68000 Menschen neu und 25000 sterben jährlich daran. Die Häufigkeit dieser Krebserkrankung hängt neben erblichen Faktoren mit dem Lebensstil in den westlichen Industrienationen zusammen.

 Der Vortrag von Dr. Christine Gentsch findet im Rahmen der Vortragsreihe „Gesundheit im Dialog“ am Mittwoch, 27. März, in den Räumen der Berufsfachschule für Krankenpflege am Klinikum Altmühlfranken Weißenburg statt. Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

„Knochenbrüche im Alter – was tun?“

Dr. Skutetzky

Mit dem Alter nimmt das Sturzrisiko zu, auch die Zahl der Knochenbrüche steigt. Die Gründe hierfür sind vielfältig, wie Sehbeeinträchtigungen, unsicheres Gehen und Schwindel, auch die Knochensubstanz wird im Alter brüchiger, viele leiden unter Osteoporose.

Der Vortrag „Knochenbrüche im Alter –was tun?“ von Dr. medic Skutetzky findet am Dienstag,  26. März, im Rahmen der Vortragsreihe „Gesundheit im Dialog“ um 19 Uhr statt. Veranstaltungsort ist der Konferenzraum 1 im EG des Klinikums Altmühlfranken Gunzenhausen.

 

 

 

Wer packt denn jetzt das Smartphone weg?

Gut besuchter Vortrag in der Reihe Medienwelten mit dem Experten Thomas Feibel

Thomas Feibel sprach auf der Veranstaltung in der Stadtbücherei. Foto: B. Gutmann

Kinder erziehen – das war zu allen Zeiten keine einfache Aufgabe. Doch derzeit brennt eine Frage den Eltern besonders unter den Nägeln: Welche Rolle spielt das Smartphone im Leben meines Kinders und im Familienleben? Der Experte für Kindermedien und Autor Thomas Feibel hat bei seinem Vortrag in der Stadt- und Schulbücherei dieses Thema aufgegriffen, das auch Titel seines neuen Sachbuches ist: „Jetzt pack doch mal das Handy weg“. Den Aufruf, das Smartphone mal aus dem Auge und aus dem Sinn zu lassen, betrifft dabei beileibe nicht nur die Kinder, sondern auch jene Leute, die den Kindern das Gerät überlassen haben.

Da ist sich der von Bürgernetzverein und Bücherei eingeladene Referent der Reihe Medienwelten sicher: „Es ist in der Geschichte der Medien das erste Mal, dass wir unsere Kinder vor etwas beschützen wollen, was uns auch persönlich betrifft.“ Auf dieses Statement Thomas Feibels bezog sich auch Büchereileiterin Carolin Bayer: „Eltern, Pädagogen und Erziehende können die Anregungen aufgreifen und ihre eigenes Nutzungsverhalten reflektieren.“

Smartphones gibt es erst seit elf Jahren. Und es ist einfach eine Tatsache, dass auch viele Erwachsene die Balance des Umgangs noch nicht gefunden haben. Wer den Gedanken des Medienexperten Feibel folgt, dem wird klar: Es gibt keine Patentrezepte und diese wird Thomas Feibel auch nicht liefern, doch greift er als Vater von vier Kindern die Sache auch mal von einer anderen Seite auf: Wo möchten wir das Smartphone denn aus unserer Privatsphäre ausschließen und „Familienzeit zurückerobern“? So macht er den Vorschlag, doch ein Körbchen für alle Smartphones in der Familie aufzustellen. Da kommen die Geräte – auch die der Eltern – hin, wenn es daheim exklusive Zeit für die Familie geben soll, beispielsweise bei den Mahlzeiten oder vor dem Zubettgehen. Eltern können auch vereinbaren, dass das Smartphone dort bleibe, bis die Hausaufgaben erledigt sind.

Und dann gibt es da noch das Draußen: Exklusive Zeit mit Kindern und ohne Smartphone ergibt sich auch bei Familienausflügen und Aktivitäten, die für Kinder interessanter sind als das Smartphone. Thomas Feibel scherzt: „Ein Restaurantbesuch mit Kindern ist kein Candle-Light-Dinner. Wer Kinder dabei hat muss sich auch mit ihnen beschäftigten und kann sich eben nicht in Ruhe unterhalten.“ Das Smartphone als Mittel gegen Langeweile, bis das Essen kommt geht für ihn nicht. In den USA heißen digitale Geräte zur Kinderunterhaltung übrigens „Shut-up-toys“, also Halt-die-Klappe-Spielzeuge. Doch ehe der Referent auf das Thema Regeln zu sprechen kommt, spannt er einen weiten Bogen zum Thema Medienerziehung.

Bei den vielen Lehrkräften, Erziehenden und den Studentinnen und Studenten der Fachakademie für Sozialpädagogik Hensoltshöhe kam er gut an mit seiner Aufforderung Medienkompetenz doch durch Lesefähigkeit zu ersetzen und sich zu fragen, ob man denn als Erwachsener Medien „lesen“ könne. Bei Büchern und dem linearen Lesen ist das noch einfach. Bei Internetpublikationen müsse man schon etwas mehr Orientierung beweisen und auch ein gewisses Misstrauen pflegen. Provokant fragt Thomas Feibel: Ist die Online-News-Seite wirklich eine Nachrichten-Plattform oder ist das nicht in erster Line ein Shop? Wer kennt all die Zugriffsmöglichkeiten seiner APPs, denen gewohnheitsmäßig dem „Einverstanden-Häkchen“  zugestimmt wird.

Der Referent ist der Meinung: Auch die bei den Kindern beliebten Spiele sollten Eltern „lesen“ können! Beim Thema Gaming bewegt sich Thomas Feibel auf einem Terrain, auf dem wohl kaum ein anderer mehr Erfahrungen gesammelt hat. Schon zur Begrüßung verwies Monika Wopperer darauf, dass der Medienexperte seit langem den „Tommi-Kindersoftwarepreis“ als Vorsitzender bereut. 2018 waren bei der Auswahl der Preisträger-Spiele mehr als 3500 Kinder beteiligt, die in 20 ausgewählten Bibliotheken neue Spiele testen konnten. Für ihn steht erst einmal fest: Spielen ist eigentlich etwas Gutes und man müsse akzeptieren, dass Computerspiele eben Spaß machen. Hinzu kommt: Der Computer hat mehr Zeit als die Erwachsenen!

Dennoch: Thomas Feibel findet es nicht gut, dass viele Spiele heute erst einmal kostenlos gespielt werden können, um die Spieler mit den Regeln vertraut zu machen, dann aber „Verbesserungen“ – ein tolles Gaspedal für Autorennen oder Edelsteine oder die jeweilige Währung des Spiels gekauft werden müssen. So werde mit dem auch bei Erwachsenen beliebten Spiel „Clash of Clans“ täglich ein Umsatz von 5 Millionen US-Dollar gemacht. Viele solcher Spiele melden sich auch bei den Gamern, wenn die mal zu lange Pause machen. Notfalls auch in der Nacht: „Dein Dorf wurde angegriffen….“

Für Thomas Feibel steht fest: Das Smartphone, das die Eltern dem Kind ja erlaubt haben, bedeutet für die Kinder erst einmal „die legitimierte Lizenz zum Spielen“. Für alle weiteren Regeln und Beschränkungen sind wiederum die Eltern, nicht die Kinder verantwortlich. Wer nicht wisse, was die Kinder da so spielen, der habe ja seine Experten daheim sitzen und könne ja die Kinder fragen. Sich unbedingt zeigen lassen, was die Kinder spielen, aber auch weiterhin gemeinsam Brettspiele spielen – das hält der Referent für sinnvoll. Er verspricht: Beim gemeinsamen Spielen kommt man auch ins Gespräch. „Da erfahren Sie mehr von ihren Kindern als beim üblichen Mittagsverhör nach der Schule.“

Überhaupt ergreift Thomas Feibel während seines Vortrags immer wieder die Partei der Kinder und übernimmt ihre Sichtweise und kommt so zu erfrischenden Statements. Er schreibt auch Kinder- und Jugendbücher, die mit dem Thema Mediennutzung zu tun haben. Dabei kommt er mit dem jungen Publikum ins Gespräch. Wenn er dabei sein Sachbuch „Jetzt pack doch mal das Handy weg“ erwähnt, dann bekommt er oft die gleiche Antwort von den Kindern: „Ja, das sag ich meiner Mama auch öfter, wenn ich will, dass sie mir zuhört!“

Viel los im Wörnitzpark

Themengärtner beginnen zu Bauen

Hier werden in zwei Monaten ein Wasserbassin und viele Stauden die Besucher inspirieren.

Nachdem der Schnee sich nun vorerst völlig aus Mittelfranken verzogen hat, geht es auf der Gartenschau der Heimatschätze in Wassertrüdingen richtig los. Die Themengärtner beginnen im Wörnitzpark nun mit ihrer Gestaltung und ein Modulhaus hat seinen Platz gefunden.

Gerade mal 70 Tage trennen uns noch von der Gartenschau in Wassertrüdingen. Es wird also Zeit, dass sich was tut in den Parkflächen. Im Klingenweiherpark wird daher fleißig am Weihersteig gearbeitet und die Bergrose fertig gestellt. Im Wörnitzpark, wo die erhöhten Beete und Gärten bereits seit einer Weile auf ihre Bepflanzung warten, beginnen nun die Themengärtner mit ihrer Arbeit. Im N-ERGIE Garten wird bereits gehämmert und gesägt, um bis zur Eröffnung einen tollen Garten mit Holz-Pavillon zeigen zu können. Während der 108 Tage Gartenschau kann man sich dann über regional erzeugte Energien, moderne Energielösungen und Energieeffizienz informieren. Die Mitarbeiter der N-ERGIE bieten zudem kostenlose Vorträge an, in welchen jene Themen noch einmal genauer veranschaulicht werden.

Der Garten- und Landschaftsbau Grygar aus Hainsfarth ist ebenfalls schon mit dem Bau seines Gartens beschäftigt. Dieser Themengarten wird ab dem 24. Mai unter dem Motto „Urlaubsfeeling zu Hause“ stehen und zur Entspannung und Erholung einladen. Momentan wird bereits am Wasserbassin gearbeitet, welches zusammen mit Stauden, Farnen und Schirmplatanen ein mediterranes Flair versprühen wird.

Direkt gegenüber vom N-ERGIE-Garten hat am Dienstag ein Modulhaus der Zimmerei Stark aus Auhausen Platz gefunden. Es wurde per Tieflader angeliefert und innerhalb von 2 Stunden mit einem Kran spektakulär an seinen Platz gehoben. Das Mini- und Modulhaus „GrünSchnabel“ misst gerade mal zwölf auf fünf Meter, hat eine Wohnfläche von knapp über 60 Quadratmeter und könnte beliebig erweitert oder versetzt werden. Die Besucher der Gartenschau können sich im Modulhaus rund um das Thema Holz und Nachhaltigkeit beim Bauen informieren. Zudem kann man sich den Trend des minimalistischen Wohnens hautnah im „GrünSchnabel“ zu Gemüte führen.

Bis jedoch die Besucher kommen können, arbeiten alle Handwerker und Gärtner fleißig an ihren Werken. Vieles muss noch bepflanzt werden, das Modulhaus wird noch eine Terrasse bekommen und die Hecken müssen noch sprießen – dann allerdings ist alles bereit für die Gartenschau der Heimatschätze in Wassertrüdingen.