Boss für einen Tag

Projekt des SMG und der Wirtschaftsjunioren

Vorsitzender Alexander Herzog von den Wirtschaftsjunioren (Mitte) und Direktorin Susanne Weigel (rechts dahinter) mit den Schülern und den Vertretern der beteiligten Firmen. Auch MdL Manuel Westphal (Zweiter von links) war dabei. Foto: SMG

Zum Abschluss von „Boss für einen Tag“, eines gemeinsamen Projektes der Wirtschaftsjunioren Gunzenhausen und des Simon Marius Gymnasiums, trafen sich alle Teilnehmer, um Erfahrungen auszutauschen und ein letztes Feedback zum Projekt abzugeben. Neben den teilnehmenden Schülern Angelina Hampel , Emma Lemberger, Lea Ketterle, Laurenz König, Paul Baron, Tim Kühleis und Tim-Louis Wilken (alle Q11) trugen  Alexander Herzog und Christian Mayr als Vertreter der Wirtschaftsjunioren Gunzenhausen, die Vertreter der Unternehmen Dr.  Harald Zels , Patrick Bosch
(bosch & co), Dr. Simon Amesöder (Firma RF Plast ), Manuel Westphal (Landtagsabgeordneter ), Beate Steinweg-Pitsch ( REMA- Fügetechnik ) und die Leiter des Simon Marius Gymnasiums, Susanne Weigel und  Johannes Rei, zum regen Erfahrungsaustausch bei. Auch die KP Ingenieurstechnik hatte ein Angebot für die Schüler.
Bei der interessanten Gesprächsrunde berichteten zuerst die Schüler von ihrem Erfahrungen, die sie im Zuge der Projekts machen konnten, um den anderen Teilnehmern ebenfalls einen kurzen Einblick zu vermitteln und ihr Wissen und ihre Erlebnisse mit ihnen zu teilen. Im Anschluss fügtebn die Unternehmer ihre Sicht der Dinge hinzu. Es wurde allen Anwesenden schnell klar, wie groß die Begeisterung auf beiden Seiten war und welche Mühe sich die teilnehmenden Leiter gegeben haben, um den Tag für die Schüler ansprechend und interessant zu gestalten.
Auch die Vertreter der Wirtschaftsjunioren und die Schulleitung waren sehr interessiert an den Berichten der Schüler und sprachen sich noch einmal ganz klar für das Projekt  aus. Nach den Erfahrungsberichten wurden in der Runde allgemeine aktuelle Themen besprochen. Besonders intensiv waren die Diskussionen über Datenschutz und Social Media. Nicht alle Unternehmen nutzen die sozialen Medien gleich stark und auf dieselbe Weise. Über deren Sinn und  Notwendigkeit wurde reichlich diskutiert. Hier konnten auch die Schüler mitreden, da sie ja sozusagen „Experten“ sind.

LEA KETTERLE

Bunte Stadt spannt die Schirme auf

Auffällige Werbeaktion in Weißenburger Straße

Kommt jetzt die heiß ersehnte Regenzeit? Wer in Gunzenhausen den Marktplatz befährt und sich danach der Weißenburger Straße in Richtung Färberturm nähert, der erlebt die Ankündigung der Regenzeit auf ganz originelle Weise. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz hatte die Idee, den unteren Bereich des Marktplatzes auf diese auffällige Art aufzuwerten. Die bunten Regenschirme sind nicht zu übersehen. Ein Sicherheitsrisiko sind sie auch nicht, denn dort gilt immer noch die Schrittgeschwindigkeit. So ist ein Blick nach oben durchaus erlaubt, ja erwünscht.  Von der Aktion sollen natürlich die Geschäfte in der Weißenburger Straße profitieren.

Gunzenhausen macht jedenfalls wieder einmal mehr von sich reden – und zwar auf höchst angenehme Art und Weise. So kennen wir unser Stadt – und so lieben wir sie.

Foto: FR-Presse

 

Maibaumbrauchtum auch in der Stadt

27 Meter hoch ist der Gunzenhäuser Maibaum

Auf den fränkischen Dörfer darf der Maibaum nicht fehlen. Kaum eine Ortschaft, die auf das Brauchtum verzichtet. In etlichen Orten sind schon die Kinder (mit Hilfe der Väter und Großväter) in Aktion.

Das Maibaumaufstellen ist natürlich für die Jugendlichen auf dem Dorf ein Event, das entsprechend begangen wird. Sicher: manche begnügen sich mit dem eigentlichen Aufstellen einer geschälten Fichte, aber die meisten Dörfer suchen den „Wettstreit“ mit den Nachbarn. So gibt es immer wieder originelle und kreative Maibäume bzw. Maibaumschmuck. Und eines ist geblieben: „Schlamper“, die ihr bewegliches Gut in der Walburginacht draußen stehen lassen (wie sie das an anderen Tagen auch tun), müssen damit rechnen, dass ihre Gerätschaften unter dem Maibaum landen. Der Spott ist dann sicher.

Auch in der Stadt Gunzenhausen gibt es seit Jahr und Tag einen schönen Maibaum. Er wird auf wenig romantische Art postiert, und zwar von einem tonnenschweren Kran der Cronheimer Firma Rachinger. Es ist Millimeterarbeit des Kranführers, den Baum exakt in die vorbereitete Öffnung zu hieven. Das ist auch heuer wieder gut gelungen, wie Touristikchef Wolfgang Eckerlein zufrieden feststellen konnte.  Eine ansehnliche Zahl von Gunzenhäusern hatte sich vor dem Gasthaus „Zum Alten Rathaus“ eingefunden, um das Spektakel zu erleben. Die Neresheimer Klosterstadtmöusikanten gaben musikalisch den Ton an.

Stadtrat Werner Falk vor Ort: „Mir ist es wichtig, Solidarität zu zeigen gegenüber der Stadt. Deshalb bin ich immer dabei. Außerdem schätze ich die Begegnungen mit den Menschen in einer angenehmen Umgebung. Ich danke der Mannschaft des Bauhofes mit ihrem Leiter Gustav Girschele (Foto) für ihren Einsatz.“

Foto: FR Presse

 

Wieder Samstagskonzerte auf dem Marktplatz

Wie Stadttouristikchef Wolfgang Eckerlein ankündigte, beginnen am Samstag, 1. Juni, die traditionellen Samstagskonzerte auf dem Marktplatz, die von der Stadt und dem Gunzenhäuser Unternehmer Heribert Heinzmann („Autoteile Heinzmann“) finanziert werden. Sie sind jeden Samstag von 10 bis 14 Uhr (bis 28. September). Konzipiert sind 17 Konzerte mit 31 Kapellen und Bands.

Altmühlfranken klärt auf

Qualifizierung zukünftiger Ausbilder/innen

In Folge mangelnder zeitlicher und finanzieller Kapazitäten fällt es dem Personal in Klein- und Kleinstunternehmen häufig schwer, die Schulung und anschließende Kammerprüfung zu absolvieren. Um das Ausbildungspotenzial von Klein- und Kleinstunternehmen (KKU) zu stärken, wurde diese JOBSTARTER plus-Initiative ausgeschrieben. Rund 6.000 Personen aus KKU sollen durch die Förderung einer Teilnahme an den Seminaren „Ausbildung der Ausbilder“ (AdA) auf die Prüfung im Rahmen der Ausbildereignungsverordnung (AEVO) vorbereitet werden. Darüber hinaus werden Unterstützungsleistungen für die anschließende Einrichtung und Besetzung von Ausbildungsplätzen in den beteiligten Klein- und Kleinstunternehmen finanziert.
Weitere Informationen auf der Projekthomepage!

Blühpakt Bayern  – Blühender Betrieb
Im Rahmen des „Blühpakts Bayern“ sollen Betriebe dazu animiert werden, ihre Flächen blüh- und bienenfreundlich zu gestalten. Dies hilft nicht nur unseren Bienen, sondern der gesamten Artenvielfalt Bayerns. Um „Blühender Betrieb“ zu werden, müssen von den Betrieben einige Mindestkriterien erfüllt werden.
Genaueres zum Blühpakt Bayern

SCHULEWIRTSCHAFT-Preis 2019: „Das hat Potenzial!“
Mit dem SCHULEWIRTSCHAFT-Preis „Das hat Potenzial!“ prämiert das Netzwerk Unternehmen und Schulen für ihr herausragendes Engagement an der Schnittstelle Schule – Beruf sowie Verlage für innovative Lehr- und Lernmedien zur ökonomischen Bildung. Der SCHULEWIRTSCHAFT-Preis wird in drei Kategorien verliehen.
Details zur Bewerbung


Veranstaltungen / Termine für Unternehmen:

15.05.2019: Beratungstag mit den Aktivsenioren
Telefonische Anmeldung unter 09141 902-244, Weitere Informationen: https://www.altmuehlfranken.de/aktivsenioren

23.05.2019: Beratungstag der LfA Förderbank Bayern
Telefonische Anmeldung unter 09141 902-244, Weitere Informationen: https://www.altmuehlfranken.de/foerdermittelberatung

Übrigens:
Kennen Sie bereits unser Wirtschaftsportal wirtschaft.altmuehlfranken.de  und den Newsletter der Zukunftsinitiative altmühlfranken? Hier geht’s direkt zur Anmeldung: www.altmuehlfranken.de/newsletter

Debatte ist entbrannt

Treuchtlingen: Antrag auf Zutageförderung von Grundwasser

Die Stadtwerke Treuchtlingen beantragten beim Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen im November 2018 eine beschränkte Erlaubnis für das zutage Fördern von Tiefengrundwasser aus dem Nagelbergbrunnen in Treuchtlingen. Es handelt sich dabei um einen Probebetrieb, der sich über sieben Jahre erstreckt. Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen prüft derzeit den Antrag.

Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen ist die zuständige Genehmigungsbehörde für die beantragte Wasserentnahme. Das Wasserwirtschaftsamt Ansbach ist amtlicher Sachverständiger (Fachbehörde). Nach Eingang des Antrages hat das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen ein Gutachten bei der Fachbehörde, dem Wasserwirtschaftsamt Ansbach, angefordert. Dieses liegt dem Landratsamt nunmehr vor.

Das Gutachten wurde von Seiten des Landratsamtes geprüft und am 02. Mai an alle betroffenen Wasserversorger sowie an die Stadt Weißenburg und die Stadt Treuchtlingen verschickt. Diese werden im Anhörungsverfahren gebeten, innerhalb von vier Wochen dazu Stellung zu nehmen. Parallel dazu wird eine Vorprüfung zur Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt. Die Entscheidung darüber wird zu gegebener Zeit im Amtsblatt öffentlich bekanntgegeben. Zudem werden weitere Fachstellen am Verfahren beteiligt.

Die Stadtwerke Treuchtlingen beantragten, innerhalb der nächsten sieben Jahre im Rahmen eines Probebetriebes sukzessive insgesamt 300.000 Kubikmeter mehr Wasser zutage zu fördern. Folgende Entnahmestaffelung wäre vorgesehen:

Betriebsjahr Beantrage maximale Zutageförderung
1. Betriebsjahr 100.000 Kubikmeter
2. Betriebsjahr 100.000 Kubikmeter
3. Betriebsjahr 150.000 Kubikmeter
4. Betriebsjahr 200.000 Kubikmeter
5. Betriebsjahr 250.000 Kubikmeter
6. Betriebsjahr 300.000 Kubikmeter
7. Betriebsjahr 300.000 Kubikmeter

 

Die beantragte befristete Entnahme liegt innerhalb des überdeckten Sandsteinkeupers. Dieser erstreckt sich grob vom Brombachsee im Norden, über Pfaffenhofen im Süden und Regensburg bzw. Amberg im Osten. In dem betroffenen Wasserreservoir lagern rund 25 Milliarden Kubikmeter Grundwasser. Insgesamt wird der Sandsteinkeuper von 35 Wassergewinnungsanlagen erschlossen. Die Gesamtentnahme liegt bei circa 8,1 Millionen Kubikmeter pro Jahr.

Das durch die Stadtwerke Treuchtlingen beantragte Grundwasser dürfte ausschließlich zur Mineralwasserabfüllung verwendet werden. Die Abfüllung des geförderten Grundwassers erfolgt über die Altmühltaler Mineralbrunnen GmbH & Co KG. Die Stadtwerke Treuchtlingen haben als Eigentümer des Brunnens den Antrag gestellt. Der Brunnen wurde im Jahr 1996 gebohrt und bislang nicht genutzt.

Während des Probebetriebes bis zum Jahr 2026 sollen die wasserwirtschaftlichen Auswirkungen der Entnahme im Rahmen eines Probebetriebes ermittelt werden. Dies macht ein Grundwassermonitoring an geeigneten Brunnen und Messstellen erforderlich. Deshalb werden Analysen, Messungen und Betriebspflichten gefordert. Während des Probebetriebes müssten Quantität und Qualität des Grundwasserleiters intensiv überwacht und untersucht werden. Da die beantragte Zutageförderung in einem sehr langsamen Prozess abläuft, sind laut dem Gutachten des Wasserwirtschaftsamtes keine akuten Beeinträchtigungen zu erwarten.

Erst nach Abschluss des Probebetriebs kann beurteilt werden, ob dann entweder eine wie sonst übliche längerfristige Entnahme gestattet werden kann, ein weiterer Probebetrieb bzw. weitere Untersuchungen notwendig sind oder eine komplette Versagung erfolgen muss. Die Genehmigung des Landratsamtes würde in stets widerruflicher Weise erfolgen, darauf haben auch mögliche Investitionen keinen Einfluss. „Die Genehmigung eines Probebetriebs mit Auflagen führt nicht automatisch zu einer dauerhaften Entnahme, sondern muss dann in einem eigenen neuen Verfahren beantragt und erneut beurteilt werden“, stellt Landrat Gerhard Wägemann nachdrücklich fest. Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen wird über die Erteilung oder Versagung der Genehmigung informieren.

Herz und Verstand für Europa

Jeder profitiert von Europa, deshalb zur Wahl gehen!

In wenigen Wochen wählen wir das Europäische Parlament. Diese Wahl wird eine Schicksalswahl für unseren Kontinent, denn es steht viel auf dem Spiel. Der in Europa um sich greifende Nationalismus stellt uns ebenso vor große Herausforderungen, wie die Regulierungswut der politischen Linken. Autoritäre Tendenzen in Polen und Ungarn erschüttern die Grundfeste unserer Demokratie und das Brexit-Chaos führt uns deutlich vor Augen, dass viele unserer gemeinsamen europäischen Errungenschaften heute wieder verhandelbar geworden sind. Europa steckt in einer Krise und die europäischen Werte verlieren zunehmend an Strahlkraft.

Ich kann Parteichef Christian Lindner nur beipflichten: Wir Freie Demokraten stellen uns dem entgegen. Wir wollen Europa wieder zum Leuchten bringen. Gemeinsam mit unseren liberalen Schwesterparteien kämpfen wir für ein starkes, weltoffenes und handlungsfähiges Europa. Wo andere nur Risiken sehen, erkennen wir Chancen. Wir wollen Europas Chancen nutzen!

Wir brauchen wieder Mut zu echten Reformen – in der Bildungspolitik, bei Forschung und Innovation, in der Klima- und Umweltpolitik. Die Welt um uns herum bleibt nicht stehen. Wir dürfen uns nicht länger damit begnügen gut zu sein, wenn wir unseren Wohlstand auch für zukünftige Generationen sichern wollen. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass aus unseren Garagen wieder Zukunft kommt.

Viele haben zu Europa ein eher distanziertes Verhältnis. Das ist eigentlich nicht zu verstehen, denn wir werden täglich mit diesem Europa konfrontiert. Und nicht immer in negativer Weise, wie dies von den Kritikern vielfach suggeriert wird. Europa ist für uns Selbstverständlichkeit geworden und deshalb ist die Motivation für die Teilnahme an der Europawahl auch nicht als stark zu empfinden. Was aber wäre ohne dieses Europa, dessen Errungenschaften wir täglich genießen dürfen? Wir müssen unseren Blick freimachen  für die Vorzüge eines Europas, das uns vieles erleichtert und bequem macht. Das ist nicht nur die absolute Reisefreiheit. Studenten schätzen beispielsweise das Erasmus-Programm, das ihnen zeitweise das Studium an europäischen Universitäten ermöglicht. Jeder Verbraucher profitiert jeden Tag von den vereinheitlichen Standards im Handel. Wir sollten also nicht nur nörgeln und am Stammtisch auf „Brüssel“ eindreschen, sondern kühlen Kopf bewahren und differenzieren. Oder wollen wir das Geschaffene vergessen und denen das Feld überlassen, die offen gegen Europa kämpfen, dafür aber kurioserweise noch belohnt werden und im Europaparlament  noch Diäten kassieren. Diesen Widerspruch sollten wir ihnen nicht durchgehen lassen.

Dieses Europa verdient es, geschätzt zu werden. Was jeder dafür tun kann, das ist die Teilnahme an der Wahl des Europaparlaments am 26. Mai.

Bitte sagen Sie nicht: Europa liegt mir fern! Gerne können wir ins Gespräch kommen. Ich lade Sie ein, an die Informationsstand zu kommen, den die Gunzenhäuser Freien Demokraten am Donnerstag, 16. Mai, und am Donnerstag, 23. Mai (jeweils Markttag) vor der Eisdiele „La Piazza“ aufstellen.

Werner Falk, Stadtrat der FDP in Gunzenhausen

20000 Euro für Festspiele

 Westphals Einsatz hat sich gelohnt

Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hat über Mittel aus dem Kulturfonds für Projekte bis 25.000 Euro entschieden.  „Gemeinsam mit Bürgermeister Dieter Rampe habe ich mich auch dieses Jahr für eine Förderung des Kulturfonds für die Altmühlsee Festspiele eingesetzt. Unser Einsatz hat sich gelohnt: Die Altmühlsee Festspiele erhalten 2019 einen Zuschuss von 20.000 Euro“, freut sich Westphal.

Der Abgeordnete ergänzt: „Die Altmühlsee Festspiele finden in diesem Jahr zum 15. Mal in Muhr am See und an weiteren Spielorten statt. Vom 13. Juni bis zum 21. Juli 2019 können Kulturliebhaber an besonderen Festspielorten Konzerte, Musicals und Theateraufführungen genießen. Die Festspiele haben sich mittlerweile zu einem überregionalen Highlight im Veranstaltungskalender der Region etabliert, deswegen freue ich mich sehr über die Unterstützung des Freistaats.“

Aus dem Kulturfonds können kulturelle Investitionen und Projekte gefördert werden wie Laienmusik und Musikpflege, zeitgenössische Kunst und Museumsarbeit, aber auch Theater, Archive, Bibliotheken und Literatur. Die Vorhaben sollen grundsätzlich von überregionaler, zumindest aber von überörtlicher Bedeutung sein. In der ersten Runde werden nur Fördermittel im Rahmen bis maximal 25.000 Euro bewilligt. Weitere Anträge mit höherer Fördersumme werden in den kommenden Wochen durch den Ministerrat mit Billigung des Haushaltsausschusses beschlossen.

Den Ruhestand wirklich genießen

Ein motivierendes Gesamtpaket Ernie J. Zelinski

Das Erreichen eines aktiven und zufriedenen Ruhestands beinhaltet viel mehr als nur das Sichern adäquater finanzieller Ressourcen. Er umfasst auch alle anderen Aspekte des Lebens. Ernie J. Zelinski bietet in seinem neuen Buch „Die beste Zeit Ihres Lebens“ ein motivierendes Gesamtpaket, wie man sein Leben als Rentner voll auskosten kann. Der Spaß beginnt erst jetzt richtig: Mit erfüllenden Freizeitaktivitäten, kreativen Tätigkeiten, physischem und mentalem Wohlergehen sowie stabiler sozialer Unterstützung wird der Ruhestand zur besten Zeit des eigenen Lebens.

Die meisten Menschen sehen ihrem Ruhestand mit einer Mischung aus Sorge, Hoffung und Unruhe entgegen. Reicht das Angesparte, um den eigenen Lebensstandard zu halten? Wie sieht es mit der Gesundheit aus? Welche erfüllenden Tätigkeiten gibt es noch? Und generell: Was kommt auf einen zu? Ernie J. Zelinski nimmt seinen Lesern die Angst vor dem Rentnerdasein – und macht ihnen Mut, diesen Lebensabschnitt zu genießen und positiv zu gestalten. Sein Buch „Die beste Zeit Ihres Lebens“ bietet damit inspirierende Ratschläge und ein Rundum-Programm, um sein Leben endlich in vollen Zügen zu genießen – frei von Zwängen.

„Was werden Sie mit Ihrer Zeit anfangen, wenn Sie nie gelernt haben, Ihre Freizeit zu genießen?“, fragt Zelinski im Vorwort zu seinem Buch. Die Antworten bleibt er keinesfalls schuldig. Neu an seinem Konzept ist, dass die Finanzen nur ein Teilaspekt einer gelungenen Ruhestandsplanung ausmachen. Ebenso wichtig sind der Mut, den Absprung zu wagen, das Geld ins rechte Licht zur rücken, neue kreative Tätigkeiten für sich zu entdecken und sich um die eigene mentale, physische und spirituelle Gesundheit zu kümmern. „Der Ruhestand ist der ideale Zeitpunkt, der Mensch zu werden, der Sie schon immer sein wollten, und die Dinge zu tun, die Sie schon immer tun wollten“, so Zelinski. Mit diesem Buch sollte es jedem Leser gelingen.

„Die beste Zeit Ihres Lebens“ von Ernie J. Zelinski (Glücklich und frei in den Ruhestand starten), Softcover, 248 Seiten,  14,99 Euro, Wiley-Verlag, ISBN 978-3-527-50978-2.

 

Mehr als nur Abfall

Westphal besuchte die Recyclinghöfe im Kreis

In Altmühlfranken gibt es zwei Recyclinghöfe und 21 Wertstoffhöfe in den Gemeinden, die über das Referat Abfallwirtschaft im Landratsamt betreut werden. Nachdem hier eine wichtige Arbeit für die Menschen in der Region geleistet wird, nahm sich der Landtagsabgeordnete Manuel Westphal in einer sitzungsfreien Woche Zeit, um gemeinsam mit Michael Hufnagel, Leiter der Abfallwirtschaft, die Recyclinghöfe zu besichtigen und mehr über die kommunale Abfall- und Kreislaufwirtschaft zu erfahren.

In Gunzenhausen nahm auch Bürgermeister Karl-Heinz Fitz (links) am Rundgang über das Gelände teil und ließ sich gemeinsam mit Manuel Westphal, MdL (Mitte) von Michael Hufnagel (rechts) die Abfallwirtschaft im Landkreis erklären. (Bild: Büro Westphal)

Zwölf Mitarbeiter betreuen in Weißenburg den Recyclinghof mit Gebrauchtwarenmarkt. „Nach dem Motto ‚Der Eine brauchts nicht mehr, ein andrer freut sich sehr‘ können nicht mehr benötigte aber noch funktionsfähige Haushaltsgegenstände und -geräte abgegeben werden, die wir in den beiden Märkten in Weißenburg und Gunzenhausen noch verkaufen können. Der Gebrauchtwarenmarkt wird an beiden Standorten im Landkreis sehr gut angenommen und hat sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt“, stellte Michael Hufnagel während des Rundgangs am Hof in Weißenburg fest.

Die Haupttätigkeit der beiden Recyclinghöfe besteht aber in der Entsorgung und Verwertung von Wertstoffen und Abfällen. Fast alles kann kostenlos abgegeben werden, lediglich bei Altholz aus dem Außenbereich, Bauschutt, Baustellenmischabfälle, Bau- und Abbruchholz und Dämmstoffen fällt eine Gebühr an. „Die Recycling- und Wertstoffhöfe in unserer Region werden sehr gut angenommen. Die umgeschlagene Menge ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. In Weißenburg werden rund 42.700m³ umgeschlagen, in Gunzenhausen 33.500m³. Tendenz ist seit Jahren steigend“, erklärte Hufnagel.

Der Hof in Weißenburg konnte in den vergangenen Jahren erweitert und die Anfahrt und Abgabe der Stoffe optimiert werden. „In Gunzenhausen haben wir die Möglichkeiten des aktuellen Standortes voll ausgeschöpft. Eine Erweiterung könnte nur auf einem neuen Gelände erfolgen. Wir sind hier in den Planungen“, beschreibt Hufnagel.

In Gunzenhausen arbeiten acht Mitarbeiter am Recyclinghof und betreuen zudem – wie auch in Weißenburg – die umliegenden Wertstoffhöfe. Die Mitarbeiter kommen alle vor allem aus Handwerksberufen oder sind Fachkräfte für Abfall- und Kreislaufwirtschaft. Aushilfen sind vor allem an den Samstagen eingesetzt, da hier gemeinsam mit der Betreuung der Wertstoffhöfe der meiste Andrang herrscht. Auf den Recyclinghöfen ist es auch möglich ein Freiwilliges Ökologisches Jahr abzuleisten. Derzeit gibt es zwei „FÖJler“ in Weißenburg und Gunzenhausen.

„Als Mitglied im Kreisausschuss für Umwelt bin ich sowieso sehr an der Kreislauf- und Abfallwirtschaft in unserem Landkreis interessiert. Aber auch im Landtag werden wir immer wieder mit derartigen Themen konfrontiert, so dass es hilfreich ist, auch Stimmen aus der Praxis gehört zu haben“, erklärt Westphal und führt weiter aus: „Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass an den Recycling- und Wertstoffhöfen in unserer Region eine sehr wichtige Arbeit geleistet wird und man immer gut und freundlich von qualifizierten Mitarbeitern beraten wird. Dieser Eindruck hat sich bei meiner Besichtigung heute noch verstärkt. Mit dem richtigen Recyclen von Abfall leisten wir alle einen großen Beitrag für den Ressourcen- und Umweltschutz.“

Archivare im Nationalsozialismus

 Darstellung über einen wenig erforschten Bereich

Wie haben sich die Archivare des Staats und der Kommunen im Nationalsozialismus verhalten? Eine umfassende Antwort darauf geben 25 Autoren in dem jetzt erschienenen Band „Archive und Archivare in Franken im Nationalsozialismus“. Herausgegeben haben ihn zwei bekannte fränkische Historiker: Prof. Peter Fleischmann und Prof. Georg Seiderer. Ihr Werk ist zugleich die zehnte Ausgabe der „Franconia“, einem Beiheft des Jahrbuchs für fränkische Landesforschung.

Das „Gedächtnis des Staats“ werden die Archive genannt. Die 25 Autoren suchen am Beispiel von vier staatlichen und vielen kommunalen und kirchlichen Archiven Antworten auf die Frage, welche Rolle die Archivare in der NS-Zeit gespielt haben. Unter dem Strich bilanzieren sie: „Die Identifikation reichte von Resilienz bis fanatischer Parteinahme.“ Für die meisten Archivare war das Ende des Dritten Reiches kein wesentlicher Einschnitt in ihrer Biographie. Danach ging es für einfach weiter.

Horst Möller skizziert das politische und gesellschaftliche Umfeld jener Zeit. Ende des Ersten Weltkriegs 1918 waren die Umstände nicht rosig, wirtschaftlich ging es nicht aufwärts. Zu hart und einschneidend waren die Reparationsforderungen der Siegerstaaten. In der Weltwirtschaftskrise waren in Deutschland 40 Prozent der Bevölkerung von Arbeitslosigkeit direkt oder indirekt betroffen, anders ausgedrückt: sechs Millionen Menschen, das waren 30 Prozent der Erwerbstätigen, waren beschäftigungslos.  Die Unzufriedenheit und der Frust äußerten sich explosionsartig: 1933 votierten 60 Prozent der bisherigen Nichtwähler für die NSDAP, die jungen Kriegsheimkehrer waren anfällig für nationalistische und revanchistische Gedanken.  Die Niederlage wurde als schmachvoll empfunden. Die neue Republik war zugleich eine junge, denn 1925 waren nur 5,8 Prozent der Bevölkerung älter als 65 Jahre, 75 Prozent sogar unter 45 Jahre alt. Die nicht funktionierende Demokratie erwies sich als unattraktiv, die „Weimarer Republik“ genoss keine Wertschätzung. Schuld war sie freilich nicht an den Folgen des Kriegs, aber der Kaiser und sein Reich waren  ja nicht mehr da.

Die studentische Jugend war stramm nationalistisch ausgerichtet. An der Uni Halle war die NSDAP bereits 1931 mit 31 Prozent die stärkste Gruppe, in Hamburg waren es mit 42,2 Prozent und in Erlangen mit 75,1 Prozent noch mehr.  Die Wissenschaft unterwarf sich frühzeitig dem neuen System: „Die Wiedergeburt des Deutschen Volkes ist die Erfüllung unserer Sehnsucht“.  Die gehobenen Bildungsschichten waren nicht anfälliger, aber auch nicht resistenter als andere Schichten des Volkes.

Der Beschlagnahmung jüdischen Schrifttums in Mittelfranken widmet sich der aus Weißenburg stammende Dr. Daniel Burger. Er geht auf eine Aktion von Gestapo und SD in Feuchtwangen ein, wo 1938 die Synagoge und andere jüdische Einrichtungen durchsucht wurden. Das Archivmaterial bekam aber nicht die Gemeinde zurück, sondern es landete beim Altmaterialienhändler in Ansbach, der sie in den Papierstampf gab.  Alle Unterlagen, die seinerzeit  beschlagnahmt wurden, gingen an die Reichsstelle für Sippenforschung in Berlin.  Im Staatsarchiv Nürnberg verblieben nur 97 jüdische Personenstandsregister, die später dem „Central Archives for the History oft the Jewish People“ einverleibt wurden. Das vom Reichssippenamt gesammelte Material wurde nach Schloss Rathsfeld in Thüringen ausgelagert, um es vor Bombenangriffen zu schützen. Dort wurden die Archivalien aber auf niemals geklärte Weise vernichtet. Übrig blieben allerdings unentwickelte Mikro-Filme, die später an die Staatsanwaltschaft gingen.

Der aus Gunzenhausen stammende Prof. Georg Seiderer vom Lehrstuhl für Neuere Bayerische und Fränkische Landesgeschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen (FAU) geht auf die Verordnung zum Schutz von Kulturgütern, Bibliotheken und Archivgut (1939) sowie auf den Führererlass von 1942 ein, wonach nur die wertvollsten Kulturgüter in bomben- und feuersichere Räume gebracht werden sollten.  Aber auch die erwiesen sich oft als unzulänglich, denn bei einem Luftangriff auf Kassel wurden 350000 Bände vernichtet, darunter eine „Willehalm“-Handschrift aus dem 13. Jahrhundert. 1943 wurden bei einem Brand der Münchner Staatsbibliothek rund 500000 Bände zu Asche. Sicherer erwiesen sich die Nürnberger Verstecke. Im Keller des Hauses Schmiedgasse 52 überstanden 16 goldene Kaiserurkunden, Briefe von Albrecht Dürer, 4456 Bände der Nürnberger Ratsverlässe und 456 Ansbacher Salbücher das Kriegsgeschehen. Viele Kunstwerke und Archivalien wurden ausgelagert, beispielsweise in das Schloss Sandsee bei Pleinfeld (1941), auf die Pappenheimer und Eichstätter Burg (1942). Bis 1944 war es dank des umsichtigen Handels von Fridolin Solleder, dem seinerzeitigen Leiter des Nürnberger Staatsarchivs, möglich, 97 Prozent der 16 Regalkilometer zu sichern. In Würzburg waren es nur 44 Prozent, die unversehrt geblieben waren. Zu den 32 Orten, die als Verstecke dienten, gehörten auch Einrichtungen in Gunzenhausen, Dennenlohe, Stopfenheim, Weimersheim und Dürrenmungenau.

Wie Nicola Humphreys festgestellt hat, ist am Ende des Dritten Reiches bei staatlichen Behörden eine gezielte Aktenvernichtung erfolgt, die Landratsämter Gunzenhausen und Weißenburg meldeten aber nur „geringfügige Schäden“. Hingegen blieb am Ansbacher Landratsamt nur ein „großer Papierhaufen“ übrig, Teile davon wurden als Anfeuerpapier zweckentfremdet.  In Feuchtwangen wurden „sämtliche Akten der Parteidienststelle“ vernichtet, beschwichtigend hieß das, sie wurden „makuliert“. Das aber blieb nicht ohne Folgen für den seinerzeitigen Landrat Thomas Ziegler. Ihn verteilte das Ansbacher Militärgericht zu zweieinhalb Jahren Gefängnis, weil er Akten lastwagenweise zum Einstampf wegschaffen ließ.

WERNER FALK

„Archive und Archivare in Franken im Nationalsozialismus“ von Peter Fleischmann und Georg Seiderer (Herausgeber), 568 Seiten, ISBN 978-3-940049-25-4, 28 Euro, gedruckt in der VDS Verlagsdruckerei Schmidt in Neustadt/Aisch.