37 kreative Geschichtenerzähler

 Vielfalt von eigenen Texten beim literarischen Abend

Fotos: B. Guthmann/Stadt Gunzenhausen

Deutsch als Schulfach – das heißt nicht nur Grammatik büffeln und Rechtschreibung üben. Im Deutschunterricht des Simon-Marius-Gymnasiums entstehen auch viele eigene Texte und es gibt immer wieder junge Schreibtalente zu entdecken. Beim literarischen Abend des Simon-Marius-Gymnasiums präsentierten 37 junge Schreiberinnen und Schreiber aus den fünften bis siebten Klassen ihre Märchen, Fabeln und Erzählungen und erhielten viel Anerkennung für ihre Kreativität.

Gastgeberin des dritten literarischen Abends war die Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen. Deren Leiterin Carolin Bayer freute sich, den Schülerinnen und Schülern sowie deren engagierten Lehrkräften eine Plattform geben zu können, um ihre Ergebnisse und Bemühungen einem größeren Publikum zu präsentieren. Nach dem Unterricht oder am Nachmittag halten sich viele SMG-Schüler noch in den Büchereiräumen auf und dies sei auch eine Intention der Bibliotheksarbeit, die Bücherei als Lernort zur Verfügung zu stellen.

Die jungen Moderatorinnen Mira Sprügel und Joanna Olympus, beide aus der sechsten Klasse,  führten mit viel Charme durch den Abend und erläuterten gleich zu Beginn: Alle Texte sind im Unterricht oder als Hausaufgabe entstanden, alle  37 Mitwirkenden haben sich freiwillig gemeldet und sich bei den Proben intensiv auf ihren Vortrag vorbereitet. Auch den musikalischen Rahmen des Abends gestalteten die Schülerinnen und Schüler mit Stücken gespielt auf dem E-Piano, Gitarre und Blockflöte.

Märchen als literarische Gattung standen in der fünften Klasse auf dem Lehrplan und die Schüler ließen sich von den Brüdern Grimm und von Märchenschreibern aus aller Welt inspirieren. Bühne frei für Bettler, Zauberer und einen liebenswert großzügigen Schmetterling hieß es nun. Dieser verschenkte all seine Farben an andere Tiere und trat am Ende als graue Motte zur Wahl der „Miss Blumenwiese“ an.

Drei bekannte Fabeldichter Aesop, Jean de la Fontaine und Gotthold Ephraim Lessing waren die Vorbilder der jungen Fabeldichter, die im Unterricht ein ausführliches Portfolio mit Informationen zu Fabeln, Bildern und eben auch mit den Erlebnissen ihrer eigenen Fabelwesen erstellt hatten. In einer kleinen Spielszene wurde der kleine Hickhack zwischen Storch und Fuchs dargestellt: Der gerissene Fuchs serviert dem Storch ein Festessen auf zu flachen Tellern, sodass er dies mit seinem Schnabel nicht greifen kann. Als Revanche lädt der Storch den Fuchs ein und schenkt Wein in schmale Gläser ein. Hieraus kann der Fuchs mit seiner breiten Schnauze nicht trinken.

Schwarzen Humor bewiesen die Autorinnen sogenannter Postkarten-Krimis, die in einer Vertretungsstunde entstanden sind. Bei solchen Miniatur-Krimis soll die Handlung so kompakt dargestellt werden, dass der Krimi auf einer Postkarte Platz findet. Mit einer Spielszene aus dem Französischunterricht unterhielten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6c. Beim Drehtag für einen Werbespot für Katzenfutter gibt es eine Panne, denn die Katze mag das Futter nicht, also muss Ersatz gefunden werden.

Das Schreiben nach einer literarischen Vorlage steht ebenfalls in der sechsten Klassenstufe auf dem Lehrplan. Hier wurden Lügengeschichten ganz im Sinne des Barons von Münchhausen geschrieben. Beim „Picknick in der Lawine“ prahlte der Lügenbaron damit, wie er sich aus einem vier Meter hohen Schneeberg befreit hatte: Ausgestattet mit einem Löffel und einer Banane machte er aus dem Lawinengefängnis Bananeneis und futterte sich in die Freiheit. Selbstverständlich besteht der Baron noch weitere Abenteuer mit Leichtigkeit, befreit sich aus einem Fluss voller Piranhas oder rettet sich von einem sinkenden Schiff.

Zwei Balladen von Johann Wolfgang von Goethe „Der Zauberlehrling“ und „Totentanz“ hatten Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen ausgewählt und ihr Vortrag wurde mit großen Applaus belohnt. Mit Sinn für Humor und eng an den eigenen Erfahrungen hatten die Siebtklässer auch eigene balladenhafte Texte verfasst – so auch ein Dschungelabenteuer aus dem Geschicklichkeitsspiel Doodle Jump.

Für den gelungenen Abend bedankte sich Büchereileiterin Carolin Bayer bei der Leiterin der Fachschaft Deutsch Renate Wittmann sowie bei den beteiligten Lehrkräften Christel Seidenath, Isabella Vavvas, Anne Krug, Verena Schmidt, Cornelia Rudolf, Tobias Günter und Cornelia Stegmeier. Einen großen Schlussapplaus bekamen die Schüler für ihre engagiert vorgetragenen Beiträge. Mit einem kleinen Geschenk bedankte sich die Stadt- und Schulbücherei und Carolin Bayer bei den jungen Talenten: „Ihr habt eure Kreativität unter Beweis gestellt und ihr habt uns mit eurem Auftritt gezeigt, dass Literatur lebendig werden kann.“

Geld für kommunale Hochbauprojekte

Zuweisungen an Gemeinden in der Region

Das Bayerische Finanzministerium hat heute die Zuweisungen für kommunale Hochbauprojekte bekanntgegeben. In unserer Region werden acht Projekte mit insgesamt rund 3,9 Mio. Euro gefördert. „Die Zuwendungen nützen vor allem der Bildung und Betreuung unserer Kinder“, verdeutlicht der Landtagsabgeordnete Manuel Westphal.

Acht Projekte können in diesem Jahr im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen mit 3.958.000 Euro gefördert werden. So erhält unter anderem die Stadt Gunzenhausen Fördermittel für die Generalsanierung der Sporthalle der Stephani-Schule. Die Gemeinde Haundorf wird beim Neubau der Kindertageseinrichtung St. Martin in Gräfensteinberg unterstützt und die Stadt Weißenburg bei der Brandschutzertüchtigung der Grundschule.

„Mit der Förderung wird der ländliche Raum weiter gestärkt. Die wohnortnahe Betreuung und Bildung unserer Kinder sollte in jedem Teil Bayerns gegeben sein. Mit der Förderung der Hochbaumaßnahmen werden viele wichtige Projekte in unserer Region unterstützt“, bekräftigt Westphal.

Die Bauförderung von öffentlichen Schulen und die Förderung von Baumaßnahmen von Kindertageseinrichtungen nach Art. 10 FAG stellen einen der Schwerpunkte des kommunalen Finanzausgleichs dar. In diesem Jahr erreicht der kommunale Finanzausgleich bayernweit den Rekordwert von ca. 9,5 Mrd. Euro. Ein Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der kommunalen Investitionskraft. Aufgrund des nach wie vor ungebrochen hohen Investitionsbedarfs der Kommunen insbesondere beim Bau von Schulen und Kindertageseinrichtungen wird der Haushaltsansatz für die Förderung des kommunalen Hochbaus in 2018 auf dem hohen Niveau von insgesamt 500 Millionen Euro fortgeführt.

Von Gunzenhausen nach Urumqi

Robert Wiehn und Hans Metz berichteten über Liegerad-Tour

Robert (Bob) Wiehn (links) und Hans Metz waren auf großer Tour.

Wenn einer eine Radtour macht, dann kann er was erzählen! Besonders, wenn diese Tour 7000 Kilometer weit und man dafür drei Monate lang unterwegs ist. Hans Metz und Robert Wiehn berichteten in der Stadt- und Schulbücherei von ihrem Radabenteuer und zeigten dazu „Beweisfotos“. Die Route ging von Gunzenhausen nach Berlin, dann weiter nach Polen, Lettland, Litauen, Russland, Kasachstan bis nach China. Das Ziel der beiden überzeugten Liegerad-Fahrer war Urumqi, die Hauptstadt der autonomen Uiguren-Provinz Xingjiang.

Hans Metz und Robert Wiehn hatten ihre Tour nach China selbstverständlich gut geplant: Sie hatten sich beide die gleichen Liegeräder angeschafft, damit es weniger Ersatzteil-Probleme geben könne. Kartenmaterial war vorhanden und bis zu einer gewaltigen Regendusche im letzten Drittel der Strecke gab es auch ein funktionierendes Fahrrad-Navi.

Einen „kleinen“ Umweg über Berlin hatten die beiden Radabenteurer zu Beginn der Tour eingeplant, denn das China-Visum, das sie dort bekamen, war nur drei Monate lang gültig. Auf dem Weg durch Deutschland sind die beiden wohl so manchem Liegerad-Kollegen begegnet, während ab der polnischen Grenze ihre Fahrzeuge dann als kleine Sensation galten. „Jede Wette, dass mindestens 100 Leute auf unseren Rädern probesitzen wollten!“, meinte Hans Metz. Tatsächlich zeigten die beiden Bilder, wie sie auf viel befahrenen Straßen von ihren Bewunderern angehalten wurden und diese dann unbedingt ein Selfie mit Liegerad knipsen wollten.

Diese 7000 km lange Strecke wurden von den Liegeradfahrern zurückgelegt. Fotos: G. Guthmann

Durch masurische Wälder orientierten sich Hans Metz und Robert Wiehn zuerst in nördlicher Richtung, um Weißrussland und die Ukraine zu umfahren. Sie radelten durch Lettland und Litauen und weiter ging es entlang der weißrussischen Grenze nach Moskau. Den beiden Gunzenhäusern war nicht nur die sportliche Herausforderung wichtig, sondern auch die Begegnungen am Rande der Strecke. Deshalb hatten sie neben vielen Landschaftsbildern, Bildern des russisch-orthodoxen Klosters Neu Jerusalem und Bildern aus der russischen Metropole auch sehr originelle Foto-Dokumente mitgebracht wie das von der ersten Wodka-Verbrüderung mit erstaunlich großen Pappbechern.

„Durch Moskau nicht mit dem Rad fahren“ – so der Rat der beiden Abenteurer, die sich trotzdem bis zum Roten Platz durchgekämpft hatten. Eine touristisch interessante Route schlugen die Liegerad-Fahrer nach dem Aufbruch aus Moskau ein und besuchten die Städte des „goldenen Rings“ von Sergijew Possad bis Wladimir. Weiter ging es an der Wolga entlang. Bei Kilometer 3200 musste der erste Platten geflickt werden – erstaunlich bei den mitunter doch sehr, sehr schlechten Streckenverhältnissen.

Bei Katharinenburg überquerten die Radfahrer den Ural und nun stand eine lange Tour durch die sibirischen Birkenwälder bis nach Omsk an. Diese sibirische Großstadt liegt am Irtysch, einen Fluss, den bei uns, obwohl mehr als 4000 Kilometer lang, kaum jemand kennt.

„Noch 100 Kilometer bis China, schöne Straße, schönes Wetter, schöner Wind!“ – Hans Metz und Robert Wiehn bringen es fertig, auch die größten Strapazen ihrer Reise mit Gelassenheit hinter sich zu bringen. Doch auf diesem Streckenabschnitt gab es nicht nur gewaltigen Gegenwind, sondern auch allerhand Stopps: „Jeder Autofahrer wollte Fotos mit uns machen!“

Nach dem Überqueren der Grenze nach China und der Ankunft auf uigurischem Gebiet wurde das Vorankommen durch so manchen Willkürakt chinesischer Polizisten erschwert. In der autonomen Region Xingjiang sind die dort lebenden Uiguren einer strengen Kontrolle

durch die chinesischen Behörden und Polizei unterworfen. Diese Kontrolle bekommen auch Touristen zu spüren. Dennoch gab es auch hier wieder viele Gesten der Gastfreundschaft.

Mit viel Wärme berichteten Hans Metz und Robert Wiehn von den Menschen, die sie auf ihrer Reise kennengelernt haben. Und ein bisschen stolz sind sie natürlich auch auf die verletzungsfrei bewältigten 7000 Reisekilometer. Die Zuschauer belohnten den Vortrag mit herzlichem Applaus und hatten am Ende da schon noch eine Frage: „Wohin soll es denn als nächstes gehen?“

 

Abenteuerreisen und die schönsten Fahrrad-Fernwege und Radkarten für die Region

„Reisen erweitert den Horizont“ – Unter diesem Motto hat das Team der Stadtbücherei eine kleine Buchauswahl und ein Verzeichnis mit Berichten über Reisen abseits der üblichen Touristenrouten zusammengestellt. Hier geht es beispielsweise ums „Couchsurfing im Iran“, um eine Weltreise als Wohnungstauscher oder um die abenteuerliche Ferntour, die drei Freunde in einem alten Londoner Taxi unternommen haben.

Doch es muss nicht immer ein exotisches Reiseziel sein: Eine sehr umfangreiche Auswahl an Radwanderwegen findet sich im Reisebestand der Bücherei. Darunter viele Tipps für das Radeln in der Region und Franken sowie  gutes Kartenmaterial für Radfernwege. Neu angeschafft wurden Karten und Tipps für den Bodensee-Radweg, den Bodensee-Königssee-Radweg, den Ostseeküsten-Radweg sowie die Alpen-Überquerung auf der Via Claudia Augusta, also entlang der alten Römerstraße. Beliebt sind auch Touren entlang von Flüssen: Neu sind hier Tourenkarten für den Inn, den Main, das Werratal und das Neckartal.

BABETT GUTHMANN

Umbesetzung im Kreuzgang-Ensemble

Julia Suzanne Buchmann spielt das Gretchen

Julia Suzanna Buchmann übernimmt die Rolle von „Gretchen“ in Feuchtwangen. Foto: Alex Bach

Die Rolle des Gretchens in „Faust“, für die ursprünglich Katharina Wittenbrink vorgesehen war, wurde kurzfristig vor Probenbeginn von Julia Suzanne Buchmann übernommen. Sie wird zudem in „Wie im Himmel“ die Rolle der Amanda spielen.
Julia Suzanne Buchmann wurde 1995 in St. Gallen in der Schweiz geboren. Nach dem Abitur zog sie nach Hamburg, um ihre Schauspielausbildung an der Schule für Schauspiel Hamburg zu absolvieren. Bereits während ihres Studiums war sie am Schauspielhaus Hamburg im Stück „Ich kann nicht mehr“ (Regie: René Pollesch) zu sehen. Sie schloss ihre Ausbildung im September 2017 erfolgreich ab und spielte im Anschluss am Harburger Theater Annika im Stück „Pippi Langstrumpf“ (Regie: Ulrich Meyer-Horsch).
Der Verband deutschsprachiger privater Schauspielschulen zeichnete sie mit dem Exzellenz-Siegel aus. Das Siegel wird den „interessantesten und besten Absolventen des Jahres 2017″ verliehen.
Infos und Karten zu den Kreuzgangspielen gibt es im Kulturbüro der Stadt Feuchtwangen, Marktplatz 2, 91555 Feuchtwangen, Telefon: 09852/904 44, auf www.kreuzgangspiele.de und auf www.reservix.de

Fördermittelberatung von der LfA

Nächster Termin am 24. Mai im LRA

Der nächste Beratungstermin im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen findet am Donnerstag, 24. Mai 2018, von 9 bis 16 Uhr im Landratsamt Weißenburg–Gunzenhausen, Bahnhofstraße 2, 91781 Weißenburg, Besprechungsraum A 1.24 (1. Stock) statt. Eine telefonische Anmeldung ist unbedingt erforderlich unter der Telefonnummer 09141 902-244.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.lfa.de.

 Mittelständler können die zinsgünstigen Förderkredite der LfA für verschiedene Vorhaben einsetzen: für Gründungen ebenso wie für Wachstumsvorhaben, Innovationen, Umweltschutzprojekte oder auch zur Steigerung der Energieeffizienz im Unternehmen. Das Förderangebot steht Existenzgründern, klassischen Familienbetrieben, innovativen Hightech-Startups oder etablierten Mittelständlern gleichermaßen zur Verfügung. Die geförderten Unternehmen kommen branchenübergreifend aus dem Handwerk, der Industrie, den Handels- und Dienstleistungsunternehmen sowie den Freien Berufen.

Die Vorteile der Förderung: Die Darlehen bieten tilgungsfreie Anlaufjahre und niedrige Zinssätze, die über die gesamte Laufzeit von mehreren Jahren fest sind. So kann man langfristig kalkulieren und den geringeren Schuldendienst auf viele Jahre verteilen. Zudem ist über eine Verbindung verschiedener Förderprogramme oft eine günstige und verlässliche 100-Prozent-Finanzierung denkbar. Förderung heißt neben äußerst günstige Darlehen auch, dass bei Bedarf Risikoentlastungen möglich sind: Risikoentlastungen helfen, wenn einem Unternehmen die nötigen banküblichen Sicherheiten fehlen, um aus eigener Kraft die Kreditzusage seiner Hausbank zu bekommen.

Die Förderkredite werden grundsätzlich bei den Hausbanken der Unternehmen beantragt. Nach der Antragsprüfung bringt das Unternehmen zusammen mit der Hausbank den Antrag mit allen erforderlichen Angaben und Unterlagen auf den Weg. Die Zusage erfolgt bei der LfA in der Regel innerhalb von zwei Wochen. Die Auszahlung der Förderdarlehen erfolgt dann wieder über die Hausbank je nach zeitlicher Durchführung des Vorhabens. Wichtig ist es, mit der Förderbank zu besprechen, welches der zahlreichen Förderangebote das passende ist. Damit wird der anschließende Gang zur Hausbank optimal vorbereitet. Diesen Schritt unterstützt die LfA mit ihrem persönlichen Beratungsangebot in Weißenburg.

 Fachlicher Ansprechpartner: Zukunftsinitiative altmühlfranken, Felix Oeder, Tel. 09141 902-244

Der Ferienpass wird 40!

Eine Erfolgsgeschichte wird 40 Jahre

Spendenübergabe durch Frank Sarres von der Sparkasse Mittelfranken Süd und Ursula Waschkuhn-Hofmann von der Sparkasse Gunzenhausen an Landrat Gerhard Wägemann und die Ferienpassorganisatoren der Kommunalen Jugendarbeit Dagmar Buchner und Dominik Haußner. Darüber freut sich die Klasse 3b der Grundschule Ellingen zusammen mit ihrer Lehrerin Hannelore Tauber. Foto: LRA

Seit nunmehr vier Jahrzehnten bietet die Aktion Ferienpass der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises Kindern und Jugendlichen ein attraktives und abwechslungsreiches Programm für die Ferien- und Sommerzeit.

Auch im Jubiläumsjahr beteiligen sich in und um Altmühlfranken über 100 Einrichtungen mit freien bzw. ermäßigten Eintritten an der Aktion. Mit einem oder mehreren kostenlosen Besuchen locken die Freibäder und Museen im Landkreis und der Region und unter anderem auch das Planetarium, das DB-Museum und das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg, die Tropfsteinhöhlen in Velburg und in Essing, das Eisenbahnmuseum in Nördlingen,  die Schwabacher Marionettenbühne und viele mehr.

Ermäßigungen gibt es zum Beispiel für die Ferienpass-Kinovorstellungen in den Sommerferien, für die Tretbootfahrten auf dem Brombach- und Hahnenkammsee, für die Kindervorstellungen im Weißenburger Bergwaldtheater, für das Labyrinth im Maisfeld Absberg, für die Minigolfanlagen und weitere attraktive Angebote.

Für 5,00 Euro ist der Ferienpass ab sofort bei allen Sparkassen und Raiffeisenbanken, den Schulen, Stadt- und Gemeindeverwaltungen, Büchereien und im Landratsamt erhältlich. Familien mit mehr als zwei Kindern über vier Jahren erhalten den dritten und jeden weiteren Ferienpass kostenlos.

Er gilt wie immer ab Pfingstsamstag, 19. Mai, bis zum Ende der Sommerferien, also genügend Zeit ihn gemeinsam mit Eltern und Freunden zu nutzen.

Zusätzliche Freizeitangebote für die Zeit der Sommerferien werden, wie gewohnt, in der Ferienzeitung veröffentlicht. Diese liegt Ende Juni bei den Verkaufsstellen auf.

Weitere Informationen sind bei der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises unter Telefon 09141/902251 erhältlich.

Aus dem Leben eines Landtierarztes

Hans Christ: „Der Apfel fällt nicht weit vom Pferd“

Auch in seinem mittlerweile vierten Band mit heiteren Tiergeschichten präsentiert sich der Salzburger Tierarzt Dr. Hans Christ wieder als würdiger Nachfolger des beliebten Fernsehtierarztes Dr. James Herriot. Während Letzterer in der Serie „Der Doktor und das liebe Vieh“ hierzulande für Lachen vor den TV-Schirmen sorgte, amüsiert Christ in gedruckter Form. Beiden gemeinsam: Oft sind es nicht nur die Tiere, die einer einfühlsamen Behandlung bedürfen, sondern auch die Menschen benötigen die (tier-) ärztliche Zuwendung. Es sind einfache Geschichten aus dem täglichen Leben, die dem alten Journalistenmotto gerecht werden: Die besten Geschichten schreibt das Leben.

So erfährt man im neuen Band mit dem Titel „Der Apfel fällt nicht weit vom Pferd“ unter anderem, warum Schweine nicht von der Hochzeitstorte naschen sollen und welche Gefahren bei der Rettung von Regenwürmern lauern. „Halbe“ Katzen, die vollgenommen werden wollen, und Lamas, die ihre sprichwörtliche Nachträglichkeit unter Beweis stellen, sorgen genauso für eine breite Skala amüsierter Reaktionen zwischen nachdenklichem Schmunzeln und schallendem Lachen wie Schweine, die als Ehetherapeuten auftreten.

Ein Muss nicht nur für Tierbesitzer, sondern für alle Freunde einer gediegenen Unterhaltung. Der gebürtige Wiener Dr. Hans Christ führt seit 1990 eine Tierarztpraxis in Bad Hofgastein (Salzburg). Bisher sind bereits drei Bände mit lustigen Tiergeschichten aus der Landtierarztpraxis im Verlag F. Sammler erschienen.

Hans Christ: „Der Apfel fällt nicht weit vom Pferd“ (Episoden aus dem Leben eines Landtierarztes), 216 Seiten, 9,90 Euro, Stocker-Verlag Graz, ISBN 978-3-85365-283-1.

 

Was Innovation wirklich bedeutet

Streitschrift für barrierefreies Denken

Allerorten werden die innovativen Kräfte in Wirtschaft, Technik, Politik und Gesellschaft beschworen – aber Technologieskandale und scheiternde Großprojekte erwecken den Eindruck: Es geht nicht voran in Deutschland. Was Innovation wirklich bedeutet und wie man die Kräfte des barrierefreien Denkens nutzen kann, zeigt Wolf Lotter, Gründungsmitglied und ständiger Autor des Wirtschaftsmagazins »brand eins« in seinem neuen Buch.
Lotter schont uns nicht: Gerade Deutschland tut sich schwer mit Veränderungen und Erneuerungen. Doch wenn wir auf dem Weg von der Industrie- zur Wissensgesellschaft nicht auf die Rote Liste der bedrohten Arten geraten wollen, müssen wir einen Weg radikaler Gedankenfreiheit beschreiten.
Innovation bedeutet für Lotter die Bereitschaft zu beständiger Infragestellung und zum Experiment. Das heißt, die Forderung nach Interdisziplinarität und Kreativität ernst zu nehmen. Und es heißt auch, den Mut zu Irrtum und Irrweg zu haben, zu einer Gesellschaft des Versuchens statt des Verzagens zurückzukehren und die Innovation nicht nur den Jungen zu überlassen, sondern zu einem generationenübergreifenden Projekt zu machen. Voraussetzung für ein solches Denken ist die Rückbesinnung auf echte Bildung, der Respekt vor Wissen und Know-how.
So können die Menschen lernen, dem Neuen angstfrei zu begegnen und der Zukunft zu vertrauen: »Man plant oder gestaltet Zukunft nicht«, wie Lotter erklärt, »sondern ist in der Lage, mit ihr umzugehen. Man plant auch keine Innovation, sondern schafft Raum, um sie entstehen zu lassen.«

Wolf Lotter: „Innovation“ (Streitschrift für barrierefreies Denken), ISBN 978-3-89684-262-6,  224 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 18 Euro, Edition Körber Hamburg.

Gigantisches Interesse an Mühlen

Dr. Daniel Schönwald referierte in Gunzenhausen

Die Hühnermühle. Das zweite Haus von links steht noch, das Walmdachhaus  im Vordergrund ist im Überleiter verschwunden. Foto: Archiv Friedrich Kolb

Die Mühlen im Brombachtal – sie sind Geschichte. Zwölf von ihnen hat es gegeben, übrig geblieben ist nur die Mandlesmühle. Sie ist heute das Informationszentrum für das Fränkische Seenland, in dem das der eher technische Begriff „Überleitung von Altmühl- und Donauwasser in das Regnitz-Main-Gebiet“  umfassend erklärt wird.  Die anderen leben im Bewusstsein der Menschen von heute  nur noch in der Erinnerung, und vielfach nicht einmal mehr das, denn die jungen Leute haben keine Vorstellung mehr von der einstigen Mühlenlandschaft im Brombachtal.

Sie in Erinnerung zu rufen, das war die Intention des Vereins für Heimatkunde Gunzenhasuen in Verbindung mit dem Kalbensteinberger Historiker Dr. Daniel Schönwald. Das Interesse an den Verhältnissen vor dem Bau der Seen ist offenbar gigantisch. Waren schon bei einer Veranstaltung in Absberg an die 100 Zuhörer versammelt, so quetschen sich 90 Interessierte in die „Seeadlerstuben“ des Gunzenhäuser Gasthofes „Adlerbräu“, weitere 50 mussten abgewiesen werden. Sie können jetzt auf eine Wiederholung des Vortrags in Gräfensteinberg hoffen.

Unter den Gästen weilten etliche Angehörige von früheren Mühlenbesitzern und viele Menschen aus dem Absberger Umland, denen die Thematik bestens vertraut ist. Wie Dr. Daniel Schönwald bemerkte, sind Basis für seine eigenen Forschungen das Mühlen-Büchlein (Walter Hahns 1976/Hauptlehrer Graf). Er bezieht sich auf die Kirchenbücher von Absberg und Thannhausen, teils auch von Fünfbronn und Gräfensteinberg.

Interessant ist, dass bis 1812 die Sägmühle (bei Enderndorf) und die Birkenmühle (wie vermutlich auch Öfeleinsmühle) nach Thannhausen eingepfarrt waren, der Rest evangelischerseits nach Absberg Sogar die Belzmühle, die in den oft zitierten Listen nicht auftaucht,  gehörte bis 1880 kirchlich nach Absberg, dann erst nach Pleinfeld. Die unteren Brombachmühlen  waren in der Regel katholisch, aber katholische Kirchenbücher konnte Dr. Schönwald nicht heranziehen. Das soll Gegenstand einer weiteren Forschungsarbeit sein.

Anhand der Häuserchronik konnte der Vortragende die Besitzverhältnisse der Mühlen darstellen. Auffällig ist, dass viele Mühlen offenbar zuvor den Rittern von Absberg gehörten, dann aber nach und nach an den Deutschen Orden verkauft wurden. Beispiele: 1309 Verkauf der Öfeleins- und der Scheermühle  und 1310 der Neumühle , 1398 Beutelmühle, Furthmühle und Hühnermühle,  Birkenmühle 1474 Tausch, Grafenmühle 1397, Griesmühle 1503, Langweidmühle (war schon 1536 beim DO), Mandlesmühle (erstmals 1315 Verleihung durch Bischof von Eichstätt,noch 1801 Teil des eichstättischen Pfleg- und Kastenamts Sandsee), Mäusleinsmühle (1398 ),  Sägmühle (zuerst Fütterer 1538, 1586 Düll/Thill (genannt Hack von Suhl) geerbt, 1649 an Haller, 1673 dann an Harsdörffer), Belzmühle  (schon 1897 abgebrochen).

In den Archivalien tauchen immer wieder die Familien Walter, Bögel, Seybold und Rupp als richtiggehende Müllerdynastien auf. In der achten Generation sind die Walters als Mühlenbesitzer zu nennen. Als letzter Repräsentant ist Altbürgermeister Friedrich Walter von Absberg zu nennen.

Dr. Schönwald will seine Forschung gegebenenfalls ergänzen und veröffentlichen. Wie Vorsitzender Werner Falk bekräftigte, wäre dies ein bedeutender Gewinn für die Heimatforschung, ebenso die systematische Archivierung des Film- und Bildmaterials von Friedrich Kolb, der einen historischen Schatz aufbewahrt. Seine Kurzfilme von den einstigen Mühlen sowie der Mühlstraße können nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Gäste des Vortragsabends konnten so einen Eindruck von den Verhältnissen vor über vierzig Jahren erfahren.

wfa

Gartentage in Dennenlohe

Im grünt und blüht im Schlosspark

Die 19. Dennenloher Schloss- und Gartentage („Bayerns blühendste Gartenmesse“) haben begonnen. Sie dauern bis 13. Mai. Die Sonne scheint, alle Rhododendren und Azaleen blühen,  es gibt ein vielseitiges Programm mit Kutschfahrten, Führungen, Vorträge und Konzerte!

Die weiteren Veranstaltungen im Mai:

20.05.  Pfingstsonntagskonzert und immer noch Hauptblüte!

21.05.  Pfingstmontagskonzert um 14 Uhr im Lustgarten

27.05.  Klangparktag mit Konzert auf der Schlossterrasse

31.05.  Klangparktag mit Konzert auf der Schlossterrasse