Wochenmarkt bleibt

Er ist wichtiger Versorger in dieser schwierigen Zeit

In Zeiten der Corona Pandemie werden vereinzelt Stimmen laut, auch Wochenmärkte nicht mehr stattfinden zu lassen. Gerade in diesen Zeiten sollten staatliche Vorgaben konsequent und einheitlich beachtet werden. Laut der Allgemeinverfügung der Bayerischen Staatsregierung vom 16. März 2020 ist der Lebensmittelhandel von der Betriebsuntersagung ausdrüclich ausgeschlossen.

Wochenmärkte sind wichtige Versorger der Bevölkerung. Im Übrigen sind Wochen- und Bauermärkte auf der sogenannen Positivliste der Bayerischen Staatsregierung vom 23. März 2020, die als ergänzende Auslegung für die vorbenannte Allgemeinverfügung dient, ausdrücklich aufgenommen.

Zudem dürfte die Gefahr, sich zu infizieren, in Lebensmittelmärkten, beim Bäcker oder Metzger höher sein, als im Freien am Wochenmarkt.

Deshalb hält die Stadt Gunzenhausen, so Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, wie im Übrigen auch andere Städte im Landkreis, am Wochenmarkt in Gunzenhausen fest, solange es keine andere hoheitliche Weisung gibt. Jede Person kann selber entscheiden, ob sie den Wochenmarkt zum Einkaufen aufsucht.

Wochenmarktbesucher werden gebeten, mindestens 1,5 m Abstand zu anderen Personen zu halten.

Darüber hinaus sollte schon im Eigeninteresse auf den sonst üblichen Plausch verzichtet werden.

„Wenn dies beachtet wird, kann der Wochennmarkt erhalten bleiben und weiterhin einen Beitrag für die sehr geschätzte Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln in Gunzenhausen leisten“, so der Bürgermeister.

Kein AST mehr

AST-Betrieb in Treuchtlingen und Weißenburg wird eingestellt

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wird der Betrieb der Anrufsammel-Taxis in Treuchtlingen und Weißenburg ab Samstag, den 28. März 2020, vorübergehend eingestellt. Dies haben die beiden Betreiber, die Taxizentrale Weißenburg und Treuchtlingen, beim Landratsamt beantragt.

Sobald das Anrufsammel-Taxi in Treuchtlingen und Weißenburg wieder zur Verfügung steht, wird das Landratsamt die Öffentlichkeit informieren. In Gunzenhausen und Pleinfeld steht das Anrufsammel-Taxi derzeit auch weiterhin ohne Einschränkungen zur Verfügung.

Bretonisch mit Meerblick

Wohlfühlkrimi aus dem emons-Verlag

Am westlichsten Punkt der Bretagne im Finistère, Presqu’île de Crozon, liegt Camaret sur Mer, diesen Ort am Ende der Welt besucht die Autorin Gabriela Kasperski seit Jahren. In „Bretonisch mit Meerblick“ (der neue Krimi erscheint am 25. Mai 2020 im emons-Verlag) umzeichnet sie einen Krimischauplatz mit hohen regional Bezug. Das etwas rückständiges Fischerdorf Camaret sur Mer, der Fischfang, das sommerliche Muschelfester „Moules et Frites“, die bretonischen Tänze, der Einfluss der Kelten, die Menhire, dessen Sagen bilden die Kulisse für die spannende Unterhaltungslektüre mit viel Lokalkolorit.

Schokolade zum Frühstück, Intrigen frei nach Shakespeare, und tödliche Strömung: Mit dem Wohlfühlkrimi „Bretonisch mit Meerblick“ von Gabriela Kasperski startet eine neue fesselnde Krimireihe. Die Buchhändlerin Tereza Berger, vierzig, geschieden, süchtig nach Milchschokolade, erbt ein Haus in der Bretagne, auf der malerischen Presqu’île de Crozon. Es entpuppt sich als neobretonische Bruchbude an der Dorfstraße von Camaret sur-Mer.

Trotzdem ist es Liebe auf den ersten Blick – hier will sie sich den Traum einer eigenen Buchhandlung erfüllen. Als ein Deutscher, der das Künstlerdorf zu einer Touristenattraktion machen wollte, tot am Strand gefunden wird, gerät Tereza unter Verdacht. Irgendjemand will sie aus dem Dorf vertreiben. Doch das weckt Terezas Kampfgeist. Sie stellt eigene Nachforschungen an, entdeckt eine mordsmässig schöne Landschaft, eine keltische Sage und ein gefährliches Beziehungsgeflecht. Die liebenswert chaotischen Detektivin Tereza Berger verliebt sich in die atemberaubende Halbinsel mit tödlicher Strömung am Ende der Welt.

Tereza Berger, vierzig, geschieden, süchtig nach Milchschokolade, erbt ein Haus in der Bretagne, auf der malerischen Presqu’île de Crozon. Es entpuppt sich als neobretonische Bruchbude an der Dorfstraße von Camaret‑sur-Mer. Trotzdem ist es Liebe auf den ersten Blick – hier will sie sich den Traum einer eigenen Buchhandlung erfüllen. Als ein Deutscher, der das Künstlerdorf zu einer Touristenattraktion machen wollte, tot am Strand gefunden wird, gerät Tereza unter Verdacht. Irgendjemand will sie aus dem Dorf vertreiben. Doch das weckt Terezas Kampfgeist …

Gabriela Kasperski war als Moderatorin im Radio- und TV‑Bereich und als Theaterschauspielerin tätig. Heute lebt sie als Autorin mit ihrer Familie in Zürich und ist Dozentin für Synchronisation, Figurenentwicklung und Kreatives Schreiben.

Gabriela Kasperski: „Bretonisch mit Meerblick“, Kriminalroman, Broschur, 256 Seiten, ISBN 978-3-7408-0796-2, 12 Euro.

Gewinner und Verlierer

Die Spitzenkandidaten im Vergleich

Wie haben die Spitzenbewerber der Parteien bei der letzten Stadtratswahl abgeschnitten? Das Licht fällt zunächst auf Dr. Werner Winter, den Fraktionschef der Freien Wähler. Der Unterwurmbacher steigerte seinen persönlichen Stimmenanteil von 2689 (2014) auf 4120 Stimmen. Das sind sage und schreibe 53,2 Prozent mehr. Hinter ihm rangiert Werner Falk von der FDP, der seinen Anteil von 1928 auf 2817 Stimmen erhöhte, was einem Zuwachs von 31,5 Prozent entspricht. Peter Schnell, der Fraktionschef der Grünen, stockte von 2102 auf 2657 Stimmen und kommt somit auf eine Zuwachsquote von 26,4 Prozent. 

Auf der Verliererseite stehen Angela Schmidt, die Fraktionsvorsitzende der SPD. Sie büßte 23,8 Prozent der Stimmen (3175 statt 4172 vor sechs Jahren) ein.  Mit einem Minus von 11,8 Prozent abfinden muss sich Manfred Pappler, der Fraktionschef der CSU.  Sein Anteil reduzierte sich von 3569 auf 3146 Stimmen.  Zu berücksichtigen ist bei diesen Zahlen, dass die Wahlbeteiligung, also die Zahl der Wähler, vor sechs Jahren zwei Prozent höher lag als 2020. Für den einen ist das eine positive Aussage, für den anderen eine negative. Für Linke/Patrioten gibt es keinen Vergleichsmaßstab, da sich die Liste heuer das erste Mal an der Stadtratswahl beteiligte.

… und bei der Kreistagswahl

Bei einem Vergleich der Ergebnisse der Kreistagswahl ist zu berücksichtigen, dass der bisherige Fraktionschef Peter Gallenmüller heuer nicht mehr dabei war, auch nicht Erkan Dinar von den Linken.  Der Zahlen sind absolut vergleichbar, denn die Zahl der Wähler war 2014 und 2020 fast gleich. Joachim Federschmidt, der Fraktionschef der SPD, stürzte von 20267 auf 12045 Stimmen ab, was einer Quote von 40,5 Prozent entspricht.  Noch schlimmer erwischte es Sigrid  Niesta-Weiser von der FDP. Sie erhielt zwar 17 Prozent mehr Stimmen (5895 gegenüber 4878), schied aber trotzdem aus, weil Werner Falk ein Plus von 38,7 Prozent (7342 statt 4494) für sich verzeichnen konnte. Mit 7,1 Prozent weniger Stimmen (12276 gegenüber 13216 vor sechs Jahren) muss sich Josef Miehling, der Fraktionschef der Freien Wähler, zufrieden geben.  Seine Landratskandidatur verschaffte Reinhard Ebert von der ÖDP ein sattes Plus von 43,9 Prozent (10632 statt 7388).

Zuwachs für die FDP

Analyse der Stadtrats- und Kreistagswahl

Für die FDP erfolgreich: Dr. Axel Peiffer (Kreistag), Sigrid Niesta-Weiser (Stadtrat) und Werner Falk (Kreistag und Stadtrat). Foto: Studio Formann

Stadtrat Gunzenhausen

Die Wahlbeteiligung lag 2020 bei 55 Prozent und damit um 2 Prozent niedriger als vor sechs Jahren.  Abgegeben wurden für die FDP 9874 Stimmen, das sind 6,3 Prozent.  Das sind  2,2 Prozent mehr als 2014 (6618 Stimmen = 4,1 Prozent).

Auf Werner Falk entfielen 2817 Stimmen. Das sind 889 Stimmen oder 31,5 Prozent mehr als 2014 (1928 Stimmen).

Auf Sigrid Niesta-Weiser entfielen 1109 Stimmen. Das sind 446 Stimmen oder 40,2 Prozent weniger als 2014 (1555 Stimmen).

Das zweite Mandat für die FDP war nur möglich,  weil 21 Bewerber auf der Liste in der Summe mehr Stimmen brachten als die 9 Bewerber im Jahr 2014. Der Erfolg beruht folglich auf der Tatsache, dass die Partei eine fast vollständige Bewerberliste präsentieren konnte. Jeder Kandidat hat seinen Teil dazu beigetragen.

Die FDP erhält mit diesem Ergebnis den Fraktionsstatus und ist folglich auch in den Ausschüssen vertreten.

Kreistag Weißenburg-Gunzenhausen

Die Wahlbeteiligung lag 2020 mit rund 62 Prozent gleichauf mit 2014. Abgegeben wurden für die FDP 74174 Stimmen, das entspricht einem Anteil von 3,1 Prozent. Vor sechs jahren waren es 71183 Stimmen oder 3,0 Prozent.

Auf Dr. Axel Peiffer entfielen 8141 Stimmen. Das sind 1437 Stimmen mehr oder 17,6 Prozent (2014: 6704 Stimmen).

Auf Werner Falk entfielen 7342 Stimmen. Der Zuwachs beträgt 2848 Stimmen oder 38,7 Prozent (2014: 4878 Stimmen).

Das Stimmenplus von 17,2 Prozent (5895 Stimmen gegenüber 4878 von 2014) für Sigrid Niesta-Weiser  reichte nicht für das zweite Mandat.

Die FDP strebt wie bisher eine Ausschussgemeinschaft mit der ÖDP an. Das ermöglicht ihr die Präsenz in  drei oder vier Ausschüssen.

Recyclinghöfe geschlossen

Neue Verfügung schlägt voll durch

Vorübergehende Schließung der Recyclinghöfe in Weißenburg und Gunzenhausen sowie der in der Trägerschaft des Landkreises stehenden Wertstoffhöfe in Pleinfeld und Treuchtlingen wegen der Corona-Pandemie

Auf Grund der heute bekanntgegebenen Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege, in der für den Zeitraum vom 22.03.2020 bis einschließlich 03.04.2020 eine vorläufige Ausgangsbeschränkung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erlassen wurde, sieht sich das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen dazu gezwungen, die beiden Recyclinghöfe des Landkreises in Weißenburg und in Gunzenhausen sowie die ebenfalls in der Trägerschaft des Landkreises laufenden Wertstoffhöfe in Pleinfeld und Treuchtlingen für den Zeitraum der Geltungsdauer dieser Ausgangsbeschränkung zu schließen.

Diese Schließung erfolgt vor dem Hintergrund, dass laut dieser neuen Allgemeinverfügung das Verlassen der eigenen Wohnung nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt ist. Da die Entsorgungssicherheit für die Bürgerinnen und Bürger im Bereich der Abfallentsorgung durch die eingerichteten Holsysteme mit der Restmülltonne, Biotonne, Papiertonne und dem „Gelben Sack/Tonne“ während des Zeitraums dieser vorläufigen Ausgangsbeschränkung weitgehend sichergestellt ist, bittet das Landratsamt für die vorübergehende Schließung der genannten Recyclinghöfe und Wertstoffhöfe um Verständnis. Bei auftretenden Fragen oder Problemen im Bereich der Abfallentsorgung während des Zeitraums der Schließung können sich die Bürgerinnen und Bürger unter der Telefonnummer 09141/902-283 direkt an das Landratsamt wenden.

Zwölf weitere Corona-Fälle

Zur Virus-Entwicklung im Kreis Ansbach

Es gibt seit heute 12 weitere labordiagnostisch nachgewiesene Infektionsfälle und damit insgesamt 38 bestätigte Corona-Fälle in Landkreis Ansbach und Stadt Ansbach. Bislang wurden bereits mehr als 200 Kontaktpersonen der Erkrankten durch das Gesundheitsamt für Landkreis Ansbach und Stadt Ansbach getestet. Weitere Kontaktpersonen werden fortlaufend vom Gesundheitsamt ermittelt, informiert und bekommen Termine für die Testung.

„Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger um ihre Mithilfe. Retten Sie Menschenleben, indem Sie daheim bleiben und nur die notwendigsten Einkäufe erledigen. Diese Maßnahmen sind zwingend, um die eigene Familie, sich selbst, und damit auch medizinisches Personal und die Menschen an den Kassen in lebensnotwendigen Einkaufsbereichen zu schützen. Gerade den Bürgerinnen und Bürgern, die in diesen Bereichen arbeiten, möchten wir unseren größten Dank und unsere größte Anerkennung für ihre Leistung aussprechen. Die Ausgangsbeschränkungen sind zeitlich begrenzt und je besser wir diese umsetzen, umso schneller werden wir die Infektionsketten durchbrechen und die aktuelle Situation überwinden können“, so Landrat Dr. Jürgen Ludwig.

„Das medizinische Personal in den Gesundheitsämtern arbeitet derzeit mit Hochdruck und im Schichtbetrieb daran, die Kontaktpersonen der Erkrankten zu ermitteln. Sobald uns ein Testergebnis vorliegt, wird dieses noch am gleichen Tag von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gesundheitsamtes für Landkreis Ansbach und Stadt Ansbach mitgeteilt“, betont Dr. Franziska Lenz, Leiterin des Gesundheitsamtes für Landkreis Ansbach und Stadt Ansbach.

„Zudem haben wir die Information erhalten, dass als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes getarnte Kriminelle in Landkreis und Stadt Ansbach unterwegs sind. Bitte lassen Sie diese nicht ins Haus!“, appellieren Landrat Dr. Jürgen Ludwig und Jörg Scherbaum, Leiter des Fachbereichs für Sicherheit und Ordnung im Landratsamt Ansbach, an die Bevölkerung.

Der Hausmüll wird weiterhin wie gewohnt zu den angegebenen Terminen abgeholt. Allerdings ist bis auf Weiteres keine Anlieferung von Asbest- und künstlichen Mineralfaserabfällen an die Müllumladestation Im Dienstfeld in Aurach möglich.

Weitere Informationen zum Coronavirus, Hygienemaßnahmen sowie weiterführende Links werden regelmäßig unter www.landkreis-ansbach.de aktualisiert.

Zum Tod von Hermann Bauer

Markt Berolzheimer Altbürgermeister ist mit 80 Jahren gestorben

Hermann Bauer, hier auf dem Gunzenhäuser Wochenmarkt. Foto: Falk

Andere Kommunalpolitiker rühmen sich der Kilometer von Straßen und Kanälen, die in ihrer Amtszeit realisiert wurden, angesichts der Lebensleistung von Hermann Bauer, dem Altbürgermeister von Markt Berolzheim, erscheinen derlei Leistungen geradezu profan.  Er war von 1978 bis 2008, also 30 Jahre,  ehrenamtlicher Bürgermeister der Altmühltalgemeinde.

Hermann Bauer war der Schöpfer des „Berolzheimer Geistes“ , der sich vor allem in zweifacher Hinsicht für die Öffentlichkeit manifestierte. Einmal tat der Rathauschef offenherzig Abbitte für seinen Vater, der in der NS-Ära als Ortsgruppenleiter in Erscheinung getreten war, indem er sich für die Errichtung eines Sühnemals zum Gedenken an die ehemals jüdische Bevölkerung Markt Berolzheims engagierte, ein anderes Mal setzte er sich in einem Akt von beeindruckender Zivilcourage für eine Mitbürgerin ein, die aufgrund einer Tat von der Boulevardpresse  Deutschlands als „Todesengel“ vorverurteilt wurde. Hermann Bauer gelang es, eine Solidarität unter den Bewohnern seiner Gemeinde herbeizuführen, die einmalig war –  und die sich in das Bewusstsein der Menschen eingegraben hat. Erwachsen ist daraus bis heute jener oben erwähnte Gemeinschaftsgeist, der die „B-heimer“ bis heute auszeichnet. Übertragen hat er sich stets auch auf das politische Miteinander in der Kommune.

Schlitzohrig wie er war gelang es ihm auch, den Bau einer riesigen Mülldeponie in seiner Gemeinde abzuwehren, indem er die Buchleite zum Naturschutzgebiet erklären ließ. Somit war das umstrittene Projekt „gestorben“ bevor es überhaupt konkret werden konnte.

Hermann Bauer, der Zimmermeister, war stets von zupackender Art. Er engagierte sich als Gemeinderat, 2. Bürgermeister und Feuerwehrkommandant und stand als Kreisbrandmeister bzw. Kreisbrandinspektor mit an der Spitze der Feuerwehren im Landkreis.

Er war der „gute Hirte“ seiner Gemeinde. Ihn stützte sein kräftiger Wanderstab, den er auch bei sich führte, wenn er regelmäßig den Gunzenhäuser Wochenmarkt besuchte.

Am Freitag, 20. März, ist seine Urne in  aller Stille der heimatlichen Erde übergeben worden. Die Corona-Pandemie wollte es zwangsläufig so. Zu gegebener Zeit will seine Witwe Annemarie, der unsere Zuneigung in schwerer Stunde gilt, zu einer Trauerfeier einladen.

WERNER FALK

Sieben Corona-Fälle

Appell: Soziale Kontakte einschränken

Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gibt es derzeit sieben bestätigte Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind (Stand: 20.03.2020). Die aktuellen Zahlen werden immer in der Übersichtskarte des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/index.htm#karte aktualisiert.

Die Kontaktpersonen der beiden neu hinzugekommenen Fälle werden vom Gesundheitsamt ermittelt und verständigt, damit die Infektionsketten unterbrochen werden können.

Landrat Gerhard Wägemann und das Gesundheitsamt des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen appellieren weiterhin an die Bevölkerung, soziale Kontakte weitestgehend einzuschränken: „Nur mit sozialer Distanz können wir die Infektionskurve weiter abflachen. Wir tragen Verantwortung füreinander und sollten vor allem aus Rücksicht und Respekt der älteren Menschen gegenüber, aber auch zum eigenen Schutz, möglichst zuhause bleiben.“

Die Coronaviren werden überwiegend über Tröpfen übertragen. Die Verwendung von Desinfektionsmittel und das Tragen von Einmalhandschuhen oder eines Mundschutzes erzeugen ein falsches Sicherheitsgefühl, was dazu führen kann, dass zentrale Hygienemaßnahmen vernachlässigt werden.

Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, empfiehlt das Gesundheitsamt regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen. Außerdem sollte man mit den Händen möglichst nicht in den Mund, die Nase oder die Augen fassen. Menschenansammlungen sollten vermieden und ein Abstand von möglichst 1,5 bis 2 Meter eingehalten werden. Auch Händeschütteln sollte unterlassen werden. Beim Niesen und Husten sollten der Mund und die Nase mit der Ellenbeuge und nicht mit der Hand bedeckt werden.

Strom aus der Natur

Die Grünen schweben nicht nur wegen der tollen Umfragewerte auf Bundesebene, sondern auch wegen der Zuwächse bei der jüngsten Kommunalwahl auf „Wolke 7“. Energie aus der Natur zu gewinnen – das ist eine ihrer Positionen. Deshalb verlangen sie einen stärkeren Ausbau von dezentralen Windkraft- und Solaranlagen. Die Stromentnahme aus der Natur kommentiert ein unbekannter Zeitgenosse mit diesem Schild am Altmühlssee bei Schlungenhof, wahrscheinlich ist es aber ein Zyniker.    Foto: Falk