Aus dem „Walder Kochbuch“

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Schon drei Bände des Kochbuchs „Das Erfolgsrezept“ haben die Landfrauen aus dem Gunzenhäuser Stadtteil Wald mit ihren originellen Kochvorschlägen gefüllt. Veronika Wagner, die Pfarrfrau, ist für die Herausgabe verantwortlich. Sie steuert selbstverständlich auch eigene Rezepte bei, schließlich soll jeder wissen, was bei Pfarrers so auf den Tisch kommt und was die Lieblingsnachspeise von Johannes Wagner ist.
Mehr als 10000 Exemplare sind bisher verkauft worden. Der Erlös wurde u.a. der Kindergarten renoviert, was jetzt noch eingeht, das fließt auf das Konto der Hermann-von-Bezzel-Stiftung, die alle Bereich der kirchlichen Arbeit vor Ort unterstützt. Bezzel gehört zu den bekanntesten Persönlichkeiten Walds: er war nach seiner Walder Zeit der erste evangelische Landesbischof in Bayern.

Hildegard Müller-Haderlein

Hildegard Müller-Haderlein

Viele Walder Frauen, aber auch Köchinnen aus der Umgebung, haben handschriftlich ihre Rezepte beigesteuert. Der Falk-Report möchte sich in den Dienst der guten Sache stellen und veröffentlicht in den nächsten Wochen und Monaten eine Serie von Kochrezepten aus den Büchern. Der Herausgeber dankt Veronika Wagner für die Genehmigung und wünscht den Walder Frauen, dass sie weiterhin so einträchtig zusammenhalten und so kreativ sind, wie man es von ihnen kennt. Es ist schön, dass sich Jung und Alt rund um das Falkenhausensche Schloss so gut verstehen. So hat das Dorf Zukunft!

Berufsausbildungsmesse „BAM 2014“ im November

Jetzt ist der Anmeldestart für Aussteller

BAM-Team

Das Organisationsteam und Kooperationspartner der BAM (hinten von links nach rechts Felix Oeder (Zukunftsinitiative altmühlfranken), Stefan Müller (Stadt Weißenburg), Paul Habbel (Gutmann Aluminium Draht), Walter Niederlöhner (Leiter AK BAM, Raiffeisenbank Weißenburg-Gunzenhausen); in der mittleren Reihe Frank Sarres (AK SchuleWirtschaft, Sparkasse Mittelfranken-Süd), Sabine Unterlandstaettner (Zukunftsinitiative altmühlfranken), Horst Maußner (IHK Nürnberg, Geschäftsstelle Ansbach), Silke Stadter (Stadt Treuchtlingen); vorne Ursula Häcker (Förderverein Mittelschule Weißenburg e.V.), Gerhard Durst (Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg), Kathrin Kimmich (Zukunftsinitiative altmühlfranken) Foto.: Tanja Kaufmann

Nachdem die erste landkreisweite Berufsausbildungsmesse in Kooperation mit dem Förderverein Mittelschule Weißenburg e.V. im letzten Jahr einen großen Erfolg verzeichnet hatte, findet nun am 22. November 2014 die „zweite Auflage“ statt. Anmeldungen von interessierten ausbildenden Unternehmen für die Berufsausbildungsmesse altmühlfranken werden ab sofort entgegengenommen.
Letztes Jahr besuchten rund 4.000 Besucher die drei verschiedenen Standorte der Berufsausbildungsmesse altmühlfranken, die in vier großen Hallen in Kooperation mit dem „Bazar der beruflichen Orientierung“ des Fördervereins Mittelschule stattfand. Die überwiegend positive Resonanz, sowohl von Besuchern, als auch von Ausstellern machte deutlich, dass die geplante Weiterführung der Berufsausbildung durchaus Sinn macht. Der Termin für die diesjährige BAM ist der 22. November, von 10:00-17:00 Uhr an allen Standorten.
Die Planungen laufen derzeit schon auf Hochtouren. Zuerst wurden alle Aussteller des letzten Jahres bezüglich einer erneuten Teilnahme abgefragt. Die reservierten Stände wurden bereits in die Hallenpläne eingetragen. Ab sofort startet nun die verbindliche Anmeldephase, auch für Neu-Aussteller.
Im Internet kann man die Hallenpläne einsehen und hier auch die noch frei zu vergebenden Standflächen. Mittels eines Online-Formulars kann man sich für eine ganz bestimmte Standfläche entscheiden. Aufgrund der großen Resonanz der „Altaussteller“ sind nur noch wenige Flächen frei. Eine zügige Anmeldung ist
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für Interessenten also zu empfehlen. Nach wie vor beschränkt sich die Teilnahme auf ausbildende Betriebe aus dem Landkreis, oder Unternehmen, die im Landkreis Filialen unterhalten und dort auch ausbilden.
Im Zuge des Anmeldestarts werden von der Wirtschaftsförderung des Landkreises alle erfassten Ausbildungsbetriebe per Email angeschrieben werden. Darin werden alle erforderlichen Links und Hinweise zum Anmeldeverfahren enthalten sein.
Leider sind jedoch nicht alle ausbildenden Betriebe im Landkreis im Ausbildungsportal gemeldet. Sabine Unterlandstaettner aus der Wirtschaftsförderung hierzu: „Wir würden uns sehr freuen, wenn im Zuge der BAM 2014 sich noch viele ausbildenden Betriebe bei uns melden, egal, ob sie bei der Messe teilnehmen wollen oder nicht, um unser Ausbildungsportal mit den im Landkreis vorhandenen Ausbildungsberufen ergänzen zu können.“
Interessenten können unter www.bam.altmuehlfranken.de alle erforderlichen Informationen einsehen.
Wie auch im letzten Jahr schon, werden die Anmeldungen nach Datum des Eingangs bearbeitet.
Der Ablauf am Tag der Berufsausbildungsmesse orientiert sich im Großen und Ganzen am vergangenen Jahr. Nach der offiziellen Eröffnung um 9:30 Uhr in der Stadthalle Gunzenhausen werden alle Hallen um 10:00 Uhr ihre Pforten für die Besucher öffnen. Das Ende der Messe wird in allen Hallen um 17:00 Uhr eingeläutet.
Nach der Messe soll aber auch dieses Jahr nicht Schluss sein. Eine große „BAM-Party“, die beim letzten Mal immerhin 500 Jugendliche anlockte, ist bereits in Planung. Auf die musikalischen Highlights darf man durchaus wieder gespannt sein. Als Teil des Abendprogramms soll auch dieses Jahr erneut eine große Verlosungsaktion für Spannung sorgen. Jedem ausstellenden Betrieb ist es möglich, einen attraktiven Preis zur Verfügung zu stellen, der während der Party unter den anwesenden Messebesuchern verlost wird. Im vergangenen Jahr durften sich die Gewinner so unter anderem über ein IPhone, ein IPad, aber auch beispielsweise über Ballonfahrten freuen. Über 100 Preise wurden von den Unternehmen gesponsert, und die Veranstalter würden sich freuen, wenn sich die Aussteller auch in diesem Jahr wieder so aktiv an der Tombola beteiligen.

 

Bundesweit „Tag des offenen Denkmals“ am 14. September

Monumente 3872x2592-001Wolframs-Eschenbacher Benefiziatenhaus in „Monumente“

Nach dem Vorbild der mittelalterlichen Bauhütten die traditionellen Handwerkstechniken und somit auch die Denkmalpflege kennen zu lernen, diese Chance bietet die Deutsche Stiftung Denkmalschutz jungen Menschen, die Lust empfinden, bei der Restauration von Denkmälern mitzuwirken. 13 Jugendbauhütten gibt es unter dem Dach der Stiftung. Viele von den Teilnehmern absolvieren ihr „Freiwilliges Soziales Jahr“ in der Denkmalpflege.
In der jüngsten Ausgabe von „Monumente“, dem Magazin für Denkmalpflege in Deutschland, wird die Tätigkeit der Jugendbauhütten vorgestellt. Merh als 50 opartner, private wie öffentliche Geldgeber, unterstützten seit 16 Jahren gezielt die Denkmalpflege in zehn Bundesländern. Private Mäzene finanzieren das Taschengeld der ehrenamtlich arbeitenden Jugendlichen, andere ermöglichen Fach- und Projektseminare, die oftmals von Ehemaligen gleitet werden, die so nach ihrer Meisterprüfung als „Teamer“ wieder etwas zurückgeben wollen von dem, was sie vorher in den Jugendbauhütten an Erfahrungen und Kenntnissen gewonnen haben.
An die 300 junge Menschen von 16 bis 26 Jahren absolvieren jährlich einen Aufenthalt bei einer der Jugendbauhütten. In den letzten 15 Jahren waren es rund 1500, die damit die Weichen für ihren Berufsweg gestellt haben. Bis zum 1. September können sich junge interessierte Menschen bewerben (jugendbauhuetten@denkmalschutz.de)
Der August-Ausgabe der „Monumente“ liegt ein Sonderheft zum „Tag des offenen Denkmals“ bei, der am 14. September bundesweit begangen wird. Thema in diesem Jahr ist die Farbe als Gestaltungselement. Auf einer ganzen Seite ist beispielsweise das Wolframs-Eschenbacher Benefiziatenhaus abgebildet, das von 1623 stammt und mit der Sgrafitto-Gestaltung eine auffällige Fassadengestaltung aufweist. Die Experten der Stiftung befassen sich seit vielen Jahren mit dieser Kratzputztechnik. Den Herausgebern des Magazins ist das Eschenbacher Beispiel offenbar so markant erschienen, dass sie es gleich auf einer ganzen Seite darstellen.
Schirmherr der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist Bundespräsident Joachim Gauck, der regionale Repräsentant ist Holger Bierbaum, der langjährige Gunzenhäuser Stadtbaumeister. Präsidentin ist die ehemalige Oberbürgermeisterin Dr. Rosemarie Wilcken aus Wismar, die 2013 bei einer Ausstellungseröffnung in Gunzenhausen zu Gast war.
Das Magazin „Monumente“ kann bei der Stiftung abonniert werden: Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Schlegelstraße 1, 53113 Bonn (info@denkmalschutz.de). Im Internet (denkmalschutz.de) präsentiert sich die Stiftung ebenfalls.

 

Wassertrüdingen ist Modellstadt

Die bayerische Staatsregierung will ein Sonderinvestitionsprogramm „Bayern barrierefrei 2023 – Modul Bau und Verkehr“ auflegen. Bis in neun Jahren  sollen alle  Einrichtungen im öffentlichen Raum barrierefrei gestaltet sein. Die Modellphase ist jetzt angelaufen. Die Modellkomunen wurden jetzt von der Obersten Baubehörde ausgewählt. Zu ihnen gehört auch die Stadt Wassertrüdingen (aus Mittelfranken auch noch Bad Windsheim). Die Modellphase soll in diesem jahr abgeschlossen werden, damit 2015 ein  Leitfaden erarbeitet werden kann.

Das Ohr an der Bevölkerung haben!

Ulrich Maly, der Nürnberger OB und Präsident des Deutschen Städtetags, kennt sich aus und er weiß von den Erwartungen der Bürger an ihre Stadt. Im jüngsten Informationsbrief des Bayerischen Städtetags äußert er sich folgendermaßen: Die Menschen schauen zunächst auf das Rathaus. Sie fragen nicht nach den Zuständigkeiten. Der Hinweis der Politiker auf die Zuständigkeiten irritiert sie eher und erscheint ihnen als ein Beitrag zur Politikverdrossenheit.

Mit dieser Einschätzung liegt er wohl richtig. Deshalb dürfen sich Kommunalpolitiker nicht als die Lordsiegelbewahrer der staatlichen Gesetzgebung verstehen, sondern müssen ihren Spielraum suchen, um im Rahmen der zulässigen Interpretation praktische Lösungen vor Ort zu ermöglichen.

Für kommunales Handels ist – so Maly – entscheidend, „ob die Menschen sich wohl fühlen“. Die direkt gewählten Stadträte hätten naturgegeben eine enge Verbindung zur Bevölkerung. Der Nürnberger OB: „Das ist mehr ein Beruf für Menschen, die ihr Ohr dicht an der Bevölkerung haben.“

„10H“ ist Seehofers Steckenpferd

Windkraftanlagen: Städtetag ist gegen zu großen Abstand

Bei den Oberbürgermeistern und Bürgermeistern in Bayern findet Ministerpräsident Horst Seehofer mit seiner „10H“ (Mindestabstand zwischen Windenergieanlagen öund Wohnnutzungen) keine Unterstützung. Der sie vertretende Städtetag in Bayern hat ihr Meinung bei einer Expertenanhörung im Wirtschaftsausschss des Landtags ganz klar artikuliert: Das Gesetz darf nicht in Kraft treten!

Im Koalitionsvertrag steht „10H“ als Absichtserklärung. Die notwendige Länderöffnungsklausel ist zwar im Bundesrat gescheitert, aber vom Bundestag beschlossen worden und am 1. August 2014 in Kraft getreten. „Die Befürchtungen des Städtetags, ein gesetzlicher Mindestabstand mache alle Planungen zunichte, ist eingetreten“, sagt dazu Florian Gleich vom Städtetag.

Nach dem Willen der Staatsregierung (jedenfalls der Ansicht von Seehofer) soll die Bayerische Bauordnung nach der Sommerpause geändert werden.

Christian Baumgart im Landesbaukunstausschuss

Dem nach 14 Jahren wieder aktivierten Landesbaukunstausschuss gehört als Vertreter des Bayerischen Städtetags Prof. Christian Baumgart an, der als Baureferent der Stadt Würzburg amtiert. Er war früher Kreisbaumeister des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen.

Innenminister Joachim Herrmann hat sieben Experten aus dem kommunalen Bereich, aus Kunst und Wissenschaft in den Landesbaukunstausschuss berufen. Es ist eine hohe Auszeichnung für Baumgart, diesem Gremium angehören zu dürfen. Der Herausgeber hat Baumgart noch in seiner Eigenschaft als Kreisbaumeister erlebt und ihn als einen fachlich souveränen Mann kennengelernt, der zusammen mit dem langjährigen Landrat Dr. Karl Friedrich Zink sehr erfolgreich gewirkt hat, nicht zuletzt auch zum Schutze der baulichen Denkmäler im Kreis.

Der Landesbaukunstaussshuss bewegt sich auf den Pfaden von Leo von Klenze, dem Leiter der von König Ludwig I.  im Jahr 1829 eingesetzten Monumentalbaukommission.

Jetzt im Handel: „Altmühltaler Most“

Landschaft und Leidenschaft vereinen sich

Most 2592x3872-001Nach dem „BergKirsch“, einem Sherry von Kirschen aus dem Kalbensteinberger Land, wird nunmehr auch der „Altmühlfränkische Most“ vermarktet. Ab sofort ist er in ausgewählten Geschäften (darunter Edeka-Höfler und „Mundart“ in Gunzenhausen) zu haben.

Der Most aus dem „Brombachseer Boskoop 2013“  wird aus den Früchten der Bäume gewonnen, die in den Streuobstwiesen rund um die Dörfer in Altmühlfranken gedeihen. Regionalmanager Dieter Popp hat das Projekt in Szene gesetzt und bis zur Marktreife gebracht. Er sagt: „Most mit seinem natürlichen Fruchtsäure- und Vitamin C-Gehalt sowie den darin enthalteneen Mineralstoffen ist ein beliebter Kalorienarmer Durstlöscher.“ Sortenrein oder als Cuvee kultiviert, stehen mit dem „Altmühlfrankischen Most“ anregend e und leichte Begleiter für einen einzigartigen genuss zur Verfügung.

Andere Regionen wie das österreichische Mostviertel, die Bretage oder die Normandie, der Spessart, der Taunus und die Schwäbische Alb haben den Most längst als regionalen Durstlöscher erkannt. Jetzt zieht Altmühlfranken nach. Für 5,50 Euro gibt es den Most im Handel. Vertrieben wird das Produkt von der „Echt Brombachseer eG“ in Kalbensteinberg.

Weitere Informationen: wwe.echtbrombachseer.de

Bei Mama und Papa leben – auch nach einer Scheidung

Fachtagung in Ansbach mit 40 Experten

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Professorin Hildegund Sünderhauf-Kravets und der Leiter der Erziehungsberatungsstelle des Landkreises Ansbach und der Stadt Ansbach freuten sich gemeinsam über die gelungene Veranstaltung zum Thema Wechselmodell.

„Wenn sich Vater und Kind alle zwei Wochen treffen und etwas Freizeit verbringen, ist das keine vollständige Eltern-Kind-Beziehung“, so Familienrechtsprofessorin Hildegund Sünderhauf-Kravets. Im Rahmen einer Fachtagung im Landratsamt Ansbach erklärte die Familienrechtlerin den geladenen rund 40 Fachleuten aus dem juristischen, sozialpädagogischen sowie psychologischen Bereich das sogenannte „Wechselmodell“. So teilen sich die Eltern im „Wechselmodell“ die Verantwortung gleichberechtigt. Dabei können beide Elternteile das Kind beispielsweise jeweils zu 50 Prozent oder aber auch 40 zu 60 betreuen.

Im letzten Jahr wurden in Deutschland rund 179 000 Ehen geschieden und rund 143 000 Kinder waren davon betroffen. Seit dem Jahr 2000 steigt der Anteil geschiedener Paare kontinuierlich, die das Sorgerecht gemeinsam ausüben. Mittlerweile belegen auch zahlreiche Forschungsergebnisse, dass das gemeinsame Sorgerecht für Kinder wichtig und richtig ist. „Die Scheidungsforschung hat seit Jahrzehnten nachgewiesen, dass es nicht die Trennung an sich ist, die Kinder belastet. Viel belastender ist erstens der Verlust des Kontakts zu einem Elternteil, zweitens der häufig ökonomische Abstieg der Alleinerziehenden und drittens der Konflikt zwischen den Eltern“, betonte Sünderhauf-Kravets in ihrem Vortrag.

Obwohl Jugendämter, Beratungsstellen und Gerichte Eltern hinsichtlich der gemeinsamen Verantwortung für ihre Kinder bereits seit einigen Jahren notfalls auch mit Druck in die Pflicht nehmen, gibt es noch immer Unsicherheiten. So können Richter heute zwar eine Betreuung im Wechselmodell anordnen, allerdings ist das Wechselmodell noch nicht als mögliche Gesetzesalternative festgeschrieben. Ein Verfahren ist derzeit beim Bundesgerichtshof anhängig. „Uns war bei der Organisation der Veranstaltung wichtig, Fachleute für das Thema noch mehr zu sensibilisieren, da die aktuellen Forschungsergebnisse nahelegen, dass Kinder im Wechselmodell insgesamt zufriedener mit der familiären Situation sind“, erklärt der Organisator und Leiter der Erziehungsberatungsstelle des Landkreises Ansbach und der Stadt Ansbach, Diplom-Psychologe Matthias Kaller. „Dies ist uns nach meiner Einschätzung dank des hohen Informationsgehalts der Veranstaltung und der guten Kooperation sehr gut gelungen.“

Hildegund Sünderhauf-Kravets ist seit dem Jahr 2000 Professorin für Familienrecht an der Evangelischen Hochschule Nürnberg. In den vergangenen vier Jahren hat sie sich ausschließlich mit der Forschung über abwechselnde Kinderbetreuung getrennt lebender Eltern beschäftigt. Im letzten Jahr erschien ihr Buch zu dem Thema „Wechselmodell: Psychologie-Recht-Praxis“. Die Mitarbeiter der Erziehungsberatungsstelle des Landkreises Ansbach und der Stadt Ansbach informieren unter der Telefonnummer 0981 – 468 5555 oder per E-Mail an eb-stelle@landratsamt-ansbach.de gerne über das Wechselmodell. Allgemeine Informationen zur Erziehungsberatungsstelle sind unter www.erziehungsberatung-ansbach.de zu finden.

 

 

Nur mit der „Kür“ können wir punkten!

Politische Beurteilung der Stadtratsarbeit durch Stadtrat Werner Falk

„Die Reparaturen an Straßen und Kanälen und auch die Sanierung der Stadthalle gehören für mich zum Pflichtprogramm des Stadtrats, punkten können wir aber nur durch eine gelungene Kür.“ Werner Falk, der Stadtrat der FDP, zählt dazu die Imageverbesserung der Stadt als Zentrum im Fränkischen Seenland. Die wiederum ist seiner Meinung nach nur zu erzielen durch die Überwindung der jahrelangen Stagnation und durch die Realisierung von Projekten, die im Wahlkampf „visionär“ genannt wurden.
Für den liberalen Stadtrat ist nicht nachvollziehbar, wieso SPD und Grüne die Wahl der Bürgermeister-Stellvertreter nach drei Monaten zumTracht-004 Thema machen: „Das ist doch kalter Kaffee.“ Im Stadtrat sei unter dem neuen Bürgermeister eine gute Kooperation feststellbar, das Klima sei freundlich bis kameradschaftlich. Die Personalentscheidungen müssten von allen akzeptiert werden. Falk äußert in einer Presseerklärung wörtlich: „Der Vizebürgermeister von der SPD ist ein angenehmer Mann, er hat ein ordentliches Auftreten und eine pragmatische Herangehensweise.“ Er habe im Mai für Peter Schnell als weiteren Stellvertreter gestimmt, weil der Grünen-Politiker bisher durch gedankliche Kreativität aufgefallen sei. Nun aber sei der politische Alltag eingekehrt und die Stadträte müssten sich um die anstehenden Dinge kümmern. Offenbar seien in den letzten Jahren viele Bürgeranfragen und Anträge liegen geblieben. Vor diesem Hintergrund sei auch das nachlassende Interesse am Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) zu sehen. „Der neue Bürgermeister hat versprochen, dass er sich der bisher anbeantwortet gebliebenen Anfragen und Anträge annimmt“, stellt der FDP-Stadtrat mit Zufriedenheit fest.
Der Stadtrat in seiner Gesamtheit werde nach sechs Jahren nicht daran gemessen, wie viele Kilometer Straßen und Kanäle er ausgebaut habe. Es gehe darum, Projekte anzugehen, die für Gunzenhausen einen Mehrwert hätten. Der FDP-Vorstoß, eine „Seemeile“ zwischen Gunzenhausen und Schlungenhof zu gestalten, sei nur ein Projekt. „Jetzt muss es auf die Schiene gesetzt werden“, verlangt Werner Falk, der sich eine gemeinsame Planung von kreativen Köpfen in der Stadt vorstellen kann. „Wir müssen jedenfalls nicht heute alles planen und morgen das Vorhaben komplett abschließen“, sagte er und spricht von einem „nach oben offenen Prozess“. Die Mitwirkung der Bürger, vornehmlich auch der Menschen, die sich in den ISEK-Arbeitskreisen bereits Gedanken gemacht hätten, sei allemal besser, als sich eine teure Komplettplanung von auswärtigen Gutachtern und Planern überstülpen zu lassen. „Nur so“, macht der Liberale deutlich, „werden sich die Gunzenhäuser mit den städtischen Projekten identifizieren“.
Der liberale Einzelkämpfer erklärt in einer Pressemitteilung, er suche den Kontakt mit den Gunzenhäusern nicht zuletzt auch mit seinem „FalkTalk“-Gesprächsangebot. Alle acht Wochen stelle er sich den Fragen der Bürger und nehme Anregungen auf. „Ich möchte nicht warten, bis die Verwaltung Vorschläge macht, sondern selbst initiativ werden und Impulse geben. So verstehe ich mein Mandat.“