„Alt-Gunzenhausen“ neu erschienen

 70. Jahrbuch des Vereins für Heimatkunde seit 1923

Gerade noch rechtzeitig vor Weihnachten ist „Alt-Gunzenhausen“, das Jahrbuch des Vereins für Heimatkunde Gunzenhausen, erschienen. Zwölf Beiträge von zehn Autoren beleuchten die lokale Historie auf 272 Seiten. Das erste Exemplar überreichte Vorsitzender Werner Falk im Rathaus an Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. Die seit 1923 Jahren erscheinende Publikation wird von der Stadt finanziell gefördert.

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Das neue Jahrbuch „Alt-Gunzenhausen“ präsentierten Vorsitzender Werner Falk (rechts) und sein Stellvertreter und Stadtarchivar Werner Mühlhäußer (links) Bürgermeister Karl-Heinz Fitz.

„Unser Schriftleiter und 2. Vorsitzender Werner Mühlhäußer ist zugleich der Stadtarchivar. Das ist eine Personalunion, die der Stadt und dem Verein nützt.“ Bei der Vorstellung des 70. Jahrbuchs hob der Vorsitzende hervor, dass die Autoren von „Alt-Gunzenhausen“ alle unentgeldlich forschen und schreiben. „Indem sie immer wieder neue Facetten der Stadt- und Regionalgeschichte darstellen, verdienen sie öffentliche Anerkennung und Respekt“, betonte der Vereinsvorsitzende. Er dankte auch dem Bezirk Mittelfranken, Landrat Gerhard Wägemann und der Sparkasse Gunzenhausen für die immerwährende Unterstützung. Der 305 Mitglieder zählende Geschichtsverein sei stets bemüht, neue Freunde zu gewinnen. Falks Werbetrommel: „Die Jahresgabe Alt-Gunzenhausen gibt es für unsere Mitglieder gratis. Das ist ein einmalig günstiges Angebot bei einem Jahresbeitrag von nur 18 Euro.“
Dass die Beiträge wissenschaftlich fundiert sind, das ist für Werner Mühlhäußer das Qualitätsmerkmal von „Alt-Gunzenhausen“. Dem Stadtarchivar gelingt es immer wieder, dem Verein neue Autoren zuzuführen und den „Stamm“ bei der Stange zu halten. Er begleitet die Autoren fach- und sachkundig.
Zum Inhalt der Publikation
Zur Finanzierung drohender Kriege, vornehmlich zur Abwehr der „Türkengefahr“ hat Kaiser Maximilian I. 1495 den „Gemeinen Pfennig“ eingeführt. Werner Kugler greift den damals auf vier Jahre begrenzten „Soli“ auf und erläutert am Beispiel der Heidenheimer Klosteruntertanen die steuerliche Belastung, zudem veröffentlicht er die Steuerlisten von 43 Orten.
Ein Gemälde von 1606 interpretieren Karl Rieger und Hermann Thoma („Die missglückte Sauhatz des Grafen von Graveneck, Pfleger von Arberg“). Es befindet sich im Markgrafenmuseum Ansbach und zeigt szenische Darstellungen der Saujagd. Die Autoren verorten das Ölbild des unbekannten Malers in die Landschaft zwischen Kemmathen und Großlellenfeld.
Hermann Thoma, der sich in den Jahrbüchern 2005 und 2006 mit den „Hexenverfolgungen im Oberen Stift des Hochstifts Eichstätt“ befasst hat, fügt 2015 einen Teil III hinzu und widmet sich ausgiebig dem Schicksal der Apollonia Veit aus Ornbau, die 1616 durch das Schwert hingerichtet und verbrannt wurde. In einer Kastenamtsrechnung hat er im Untertitel „Henkerkosten“ die Geschichten von 18 weiteren Frauen gefunden und zeichnet ihre „Straftaten“ akribisch auf. Thoma hofft, dass sich die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt zu einer umfassenden wissenschaftlichen Aufarbeitung der Hexenverfolgungen durchringen kann.
Die mittelalterlichen Herrschaftsverhältnisse im Mittelalter beschreibt Siglinde Buchner in ihrem Beitrag „Dittenheim und Sausenhofen, ihre Dorfherren und ihre vergessenen Turmburgen“. Die Grafen von Oettingen und die Marschälle von Pappenheim teilten sich die Untertanen untereinander auf. Es waren keine Wehranlagen und Schlösser, sondern Wohnanlagen, deren Standorte sie verortet.
Siglinde Buchner, die auch ehrenamtliche Archivpflegerin des Landkreises ist, erläutert die 13 Blätter der „Dorfordnung von Gnotzheim aus dem Jahr 1662“, die noch im Original vorliegt. Im „Gericht-Buch“ geht es um alte Flurnamen, die heute noch gebräuchlich sind (Furzwiesen, Wolfsbuck, Galgenwiese), aber auch um Vieh- und Gänsehirten.
„Die Pfarrei Degersheim und ihre Gemeindeglieder am Ende des 17. Jahrhunderts“ listet Werner Kugler auf. Er kann sich auf ein Familienregister aus dem Jahr 1692 stützen. Es enthält alle Namen der Gemeindeglieder, auch die Zahl der Kinder, Mägde und Knechte. Angelegt hatte es Pfarrer Ernst Heinrich Friedlein, der auch in Meinheim und Ursheim tätig war.
„Die Gemeindeflur der Stadt Gunzenhausen und ihre Verwaltung im 19. Jahrhundert“ beschreibt Werner Neumann anhand der Flurordnung von 1820. 2662 Menschen lebten 1852 in der Stadt, 45 davon in den Einöden Weinberg, Lohmühle (früher: Bettelmühle), Reutberghof, Leonhardsruh, Walkmühle und Fallhaus. Er stellt den Flurer vor, der nicht nur den Felddieben auf der Spur war, sondern auch auf die Einhaltung der Grenzen achtete.
2015 beging die Stadt das Jubiläum „150 Jahre Eisenbahn“. Jürgen Huber zeichnet in seinem Beitrag „Der frühe Eisenbahnanschluss von Gunzenhausen“ die Geschichte der Bahn und des Bahnhofs nach. 1849 war die Strecke Gunzenhausen Augsburg-Hof durchgehend befahrbar. 2100 Arbeiter waren eingesetzt. Sie bevölkerten Gunzenhausen, das zu dieser Zeit gerade einmal 2700 Einwohner hatte. Bayerns König Max II. unternahm auf der Strecke Donauwörth-Gunzenhausen seine erste Eisenbahnfahrt. Um 1895 passierten täglich 45 Züge den Bahnhof. Der letzte Personenzug auf der Strecke Nördlingen-Gunzenhausen verkehrte 1985, der Güterverkehr endete 1994.
„Gemeinderecht, Gemeinheitsteilung, Flurbereinigung“. Das ist der Titel von Dr. Adolf Meiers Beitrag über die Nutzung der Flur in den Beispielsgemeinden Windischhausen, Heidenheim, Hechlingen, Hohentrüdingen, Gnotzheim, Ornbau und Mitteleschenbach. Er berichtet von der Mitteleschenbacher Dorfordnung von 1529 und erzählt die Episode, wonach es bei einer Strafe von zwei Gulden verboten war, vor dem Bartholomäustag Waldobst (Holzbirnen und –äpfel) „herabzuschütteln“. Dem Flurer war ausdrücklich das Recht zugesprochen, das Geld in der bischöflichen Gastwirtschaft zu vertrinken.
Das segensreiche Werk der Franziskanerinnen in Gunzenhausen würdigt Günter Dischinger („Das Franziskanerinnenkloster Gunzenhausen 1921-2013“). Zur Stammbesatzung gehörten in 92 Jahren 22 Schwestern, davon sechs Oberinnen.
Was hat der Schriftsteller Thomas Mann mit der Stadt an der Altmühl zu tun? „Thomas Mann, Gunzenhausen und die Rote Hilfe“ ist der Titel einer Geschichte von Dr. Martin Weichmann, die hier zu Lande das erste Mal zu lesen ist. Drei Gunzenhäuser Burschen hatten 1931 ein ketzerisches Lied gesungen und waren dafür eine Woche im Gefängnis gelandet. Über den Vorfall berichtete seinerzeit nicht der Altmühl-Bote und auch nicht das NS-Organ „Der Stürmer“, wohl aber das kommunistische „Tribunal“ in Berlin. Und woher rührt die Beziehung zum berühmten Schriftsteller? Thomas Mann hatte sich wiederholt gegen die missbräuchliche Anwendung des Gotteslästerungsparagrafen als Mittel zur Beschneidung der Meinungsfreiheit gewandt. So gelangte ihm auch der Vorgang in Gunzenhausen zur Kenntnis, über den das kommunistische Berliner Wochenblatt schrieb: „In Gunzenhausen haben Genossen einen Strafbefehl über eine Woche Gefängnis erhalten, weil sie durch Absingen des so populär gewordenen Lieds „3 Vaterunser bet´ ich nicht, an einen Herrgott glaub` ich nicht“ Gotteslästerung begangen haben sollen.“
„Die Katastrophe vom 16. April 1945“ titelt Werner Mühlhäußer und schildert den Bombenangriff auf Gunzenhausen, dem nach verlässlichen Angaben 141 Menschen zum Opfer fielen. In bisherigen Angaben war von 163 bis 160 Toten die Rede. Erstmals wird die vollständige Opferliste veröffentlicht. Fliegerangriffe hatte es zuvor schon im April 1941 und im Februar 1944 sowie in den ersten Monaten 1945 gegeben. Zu Schaden kamen dabei auch 358 Gebäude, davon wurden 24 völlig zerstört.
„Alt-Gunzenhausen“ , herausgegeben vom Verein für Heimatkunde Gunzenhausen, ist für 15 Euro im örtlichen Buchhandel erhältlich.

Neubau der Zweifachturnhalle in Weidenbach

Vertragsunterzeichnung zur Regelung der Rechtsbeziehungen

Die über 40-Jahre alte Einfachsporthalle des Marktes Weidenbach ist inzwischen für den Schulsport in Weidenbach/Triesdorf zu klein und stark sanierungsbedürftig. Im Rahmen eines Gesamtraumprogrammes für Hallensportstätten für den Schulsport in Weidenbach/Triesdorf werden der Landkreis Ansbach und der Markt Weidenbach eine neue Zweifachsporthalle errichten. „Der Landkreis Ansbach und der Markt Weidenbach arbeiten im Bereich des Schulsports seit Jahren eng zusammen. Ich freue mich, dass wir den Schülerinnen und Schülern der Markgrafengrundschule Weidenbach, des Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Ansbach/Triesdorf sowie der Fachoberschule und der Berufsoberschule in Triesdorf mit dem Bau der Zweifachturnhalle neue Möglichkeiten zur Ausübung des Schulsportes bieten können. Ebenso werden die Studentinnen und Studenten der Hochschule Triesdorf von den neuen Räumlichkeiten profitieren. Für sie ist eine Nutzung zur Freizeitgestaltung vorgesehen“, so Landrat Dr. Ludwig.

Die Vertragsverhandlungen zur Regelung der Rechtsbeziehungen sowie der Finanzierung für den Neubau der Zweifachturnhalle zwischen dem Landkreis Ansbach und dem Markt Weidenbach sind abgeschlossen und wurden durch die politischen Gremien des Landkreises und des Marktes Weidenbach beschlossen. Der Landkreis Ansbach wird sich an den Kosten für einen Hallenteil der Zweifachsporthalle beteiligen und erhält entsprechende Nutzungsrechte. Der Bau der Halle wird 2016 begonnen und 2017 abgeschlossen.

Die Vertragsunterzeichnung durch  Bürgermeister Gerhard Siegler und  Landrat Dr. Jürgen Ludwig  ist am Dienstag, 29. Dezember 2015.

Den Menschen mit Leib, Herz und Verstand ansprechen!

Programm der Katholischen Erwachsenenbildung Donau-Ries 2016

„Von Mut bis Barmherzigkeit – Menschliche und spirituelle Grundhaltungen eines Jüngers Jesu“ – So lautet der Vortrag von Weihbischof Florian Wörner aus Augsburg bei einer der ersten der fast Tausend Veranstaltungen im Programmheft der Katholischen Erwachsenenbildung Donau-Ries. Die diesjährige Epiphanietagung vom 3.-6.1.2016 im Bildungshaus St. Ulrich in Hochaltingen steht unter dem Motto „Evangelisation – Das Abenteuer der Jüngerschaft Jesu“.

Vorsitzende Walburga Mehl

Vorsitzende Walburga Mehl

Das Thema Barmherzigkeit als christliche Tugend, aber auch als Forderung, ja als Herausforderung für uns heutige Menschen durchzieht das ganze Programm der KEB Donau-Ries. Die Zentralen Veranstaltungen und auch viele der Veranstaltungen in den Pfarreien des Landkreises stehen im Zeichen des Hl. Jahres der Barmherzigkeit, das Papst Franziskus am 8.12.2015 eröffnet hat.
Daneben gibt es aber auch Vorträge und Seminare zu vielen anderen Themen von A wie „Altern hat seine Zeit“ in Donauwörth bis Z wie „Mit Schwung in die Zukunft“ in Deiningen.
In den Eltern-Kind-Gruppen werden Tipps gegeben, wie man mit den Jüngsten singen, spielen, basteln und die Natur entdecken kann. Die zahlreichen Frauengruppen greifen verschiedene aktuelle Themen auf oder vermitteln neue Kenntnisse und Fähigkeiten z. B. bei einem Teeseminar. Bei Bildungsfahrten in die nähere und weitere Umgebung, wie auch in den vielen Seniorenkreisen kommt auch die Seele nicht zu kurz, denn die meisten Veranstaltungen sind keine reinen Schulungs- oder Informationsveranstaltungen, sondern sie wollen immer den ganzen Menschen ansprechen mit Leib, Herz und Verstand.
Alle Veranstaltungen stehen für die interessierten Besucher aus dem Landkreis und der näheren Umgebung offen. Zum Jahreswechsel wird das Programmheft 2016 der KEB Donau-Ries in allen katholischen Pfarreien des Landkreises verteilt.

Das komplette Programm der Katholischen Erwachsenenbildung Donau-Ries ist auch im Internet unter www.keb-donau-ries.de abzurufen, teilt  Vorsitzende Walburga Mehl aus Reimlingen mit. Sie ist übrigens die Schwester des Gunzenhäuser Tierarztes Dr. Wolfgang Mehl.

Mit neuem Messekonzept auf Consumenta

33 Consumenta-Besucher freuten sich über Gewinne aus Altmühlfranken

1.200 Besucher nahmen am Gewinnspiel der Zukunftsinitiative altmühlfranken des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen auf der Consumenta 2015 teil. Nun war es endlich soweit: 33 glückliche Gewinner erhielten ihre Preise.

Die Gewinner mit Landratsvize Robert Westphal (links)

Die Gewinner mit Landratsvize Robert Westphal (links)

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen präsentierte sich im Oktober 2015 auf der Consumenta in Nürnberg – der größten Publikumsmesse Bayerns – mit neuem Messekonzept. Ein neues Standdesign griff das farbenfrohe Altmühlfranken-Logo auf und erstmals schlossen sich regionale Unternehmen, Dienstleister und Kommunen dem Landkreis an, um gemeinsam auf einer Fläche von ca. 280 m² Altmühlfranken zu präsentieren.
Erstmals wurde den Messebesuchern des Landkreis-Standes auch die Teilnahme an einem Gewinnspiel ermöglicht. Hierzu mussten sie folgende Frage beantworten: „Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist auch bekannt als…?“ Natürlich war die richtige Antwort: „Altmühlfranken – der starke Süden“. Über 1.000 Teilnehmer setzten ihr Kreuzchen an der richtigen Stelle und wanderten in den großen Lostopf aus dem die 33 glücklichen Gewinner gezogen wurden.
Mitte Dezember war es dann soweit: im Foyer des Landratsamtes in Weißenburg erhielten die bis aus Nürnberg angereisten Gäste persönlich durch Herrn Robert Westphal – als stellvertretenden Landrat – ihre Gewinne überreicht. Alle waren glücklich und freuten sich sichtlich über die vorgezogene weihnachtliche Bescherung. Die regionalen Präsente aus Altmühlfranken wurden dabei von den beteiligten Messepartnern zur Verfügung gestellt. Viele der Gewinner versprachen auch 2016 Altmühlfranken wieder einen Besuch abzustatten. Sei es auf der Consumenta oder durch einen „echten“ Besuch der zahlreichen „Sehenswürdigkeiten“ im Landkreis.

Unternehmertreff bei ASG in Gunzenhausen

Das junge Unternehmen hat den Deutschen Innovationspreis bekommen

Zu einem  Unternehmertreffen mit Firmenbesichtigung bei Actuator Solutions GmbH in  Gunzenhausen  (www.actuatorsolutions.de) hat das  Unternehmernetzwerkes Region Hesselberg AG für Donnerstag, 28. Januar 2016,  18.30 Uhr, in die  Richard-Stücklen-Straße 19 eingeladen.

Die Actuator Solutions (ASG) entwickelt und fertigt Aktuatoren im Telekommunikationsbereich, der Medizintechnik und in der Automobilindustrie. Neben bestehenden Produkten in der Steuerung und Regelung von Flüssigkeiten und im Bereich der Mikroaktuatorik entstehen in der ASG auch hoch innovative Stellelemente und Antriebe für Prothesen und Endoskope. Extrem dünne Drähte können aufgrund ihrer Formgedächtnislegierung Ihre Länge ändern, sobald sie über eine Schalttemperatur erwärmt werden. Dieser Effekt wird für leichte, kleine, leise und sehr sparsame Stellelemente genutzt, die sich im Fahrzeugsitz, der Kaffeemaschine wie auch in der Handykamera oder dem Spielzeug wiederfinden.

Mit seinem Aktuator für Handykameras gewann ASG den Deutschen Innovationspreis 2014 in der Kategorie Mittelständische Unternehmen und wurde 2014 auch als TOP 100 Innovator ausgezeichnet. Geschäftsführer Markus Köpfer wird das Unternehmen vorstellen.

Vorankündigung: 25. Februar 2016: Großer Empfang der Wirtschaft im Landkreis Ansbach 2016 / Hesselberghalle Wassertrüdingen Ab sofort können Sie sich direkt auf unserer Anmeldeseite unter http://unternehmernetzwerk-hesselberg.de/?post_type=events&p=1552 anmelden!

„Brombachseer“ als Publikumsrenner

Kirschen profilieren weiter das Fränkische Seenland

Mit dem „Brombachseer BergKirsch“ und dem „Brombachseer KirschFeuer“ sind jetzt gleich zwei Produkte der Manufaktur-Linie „Echt Brombachseer“ wegen der hohen Konsum-Nachfrage ausverkauft.
Beide Produkte wurden als Neukreationen mit einer zwar hohen, aber dennoch vorsichtig kalkulierten Startmenge erzeugt. Während der zu den Dessertweinen zählende BergKirsch – am Brombachsee auch als Kirsch-Sherry bezeichnet – bereits im Frühjahr nach der zeitlich notwendigen Fassreife wieder zur Verfügung stehen wird, kann das „Brombachseer KirschFeuer“ – also der Kirschglühwein – erst wieder im nächsten November rechtzeitig zu Beginn der Advents- und Weihnachtsmärkte genossen werden!Brombachseer2

Der große Erfolg beim „Brombachseer KirschFeuer“ war überall auf den Weihnachtsmärkten zu spüren, wo er unter anderem angeboten wurde. So haben sich zahlreiche Besucher vor allem auf den Märkten von Spalt, Gunzenhausen, Pleinfeld, Treuchtlingen, Oettingen und Wolframs-Eschenbach über den aromatischen Geschmack des ausschließlich aus Brombachseer Kirschen der diesjährigen Ernte bestehenden Glühweins begeistert gezeigt. Und etliche Besucher aus dem Nürnberger Raum mussten enttäuscht werden, dass dieser heimische Kirsch-Glühwein nicht auch bereits auf dem Nürnberger Christkindels-Markt angeboten wurde.
Immerhin kann man aber den alkoholfreien „Brombachseer KirschTraum“ noch beziehen, der ebenfalls eine sehr gute Resonanz gefunden hatte. Beide Produkte haben damit aber auch unter Beweis gestellt, dass man auch aus heimischen Früchten und erntefrisch verarbeitet, ausgezeichnete Wintergetränke erzeugen kann, die sich auf diesem sehr heiß umkämpften Markt im ersten Jahr sogar respektabel behaupten konnten.
Für das kommende Jahr werden daher nicht nur diese beiden nun gut eingeführten Produkte verfügbar sein, sondern die Produktpalette wird evtl. um ein oder zwei weitere Glühweinvarianten aus Echt Brombachseer Früchten erweitert. Denn die Sortenvielfalt unserer Obstgärten ermöglicht noch sehr viel mehr Varianten an Regionalspezialitäten. Aber es ist ein vielversprechender Anfang gemacht worden und der Name des Brombachsees steht jetzt auch für eine umfassende Produktvielfalt.
Neben dem KirschFeuer ist schon vor einigen Tagen auch der sehr gut eingeführte BergKirsch zur Neige gegangen, so dass momentan aus der Reihe der Sherry-Linie nur noch der BergApfel als ebenfalls fruchtbetonter regionaler Aperitif zur Verfügung steht. Aber auf den neuen BergKirsch muss nicht sehr lange gewartet werden, denn die neue Ernte reift in den Fässern und wird im zeitigen Frühjahr abgefüllt werden können.
Es ist erkennbar, dass mit den „Echt Brombachseer-Produkten“ der Region ein wertvoller und gerne nachgefragter Imageträger erwachsen ist. Und es sind nun schon neun unterschiedliche Regionalspezialitäten, die unter diesem Markennamen das Profil des Fränkischen Seenlandes stärken.

Dieter Popp, Regionalberater

Weihnachts- und Neujahrsgruß von MdL Westphal

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ein ereignisreiches Jahr 2015 liegt nun schon bald hinter uns und das neue Jahr 2016 wirft bereits seine Schatten voraus.
Viele von uns werden die Zeit nunmehr nutzen, um innezuhalten und eine persönliche Jahresbilanz zu ziehen.
Auch ich als Ihr Landtagsabgeordneter im Stimmkreis Ansbach-Süd, Weißenburg-Gunzenhausen blicke zurück auf das fast vergangene Jahr und möchte an dieser Stelle ein kurzes Fazit ziehen.

Vielen von uns wird das Jahr 2015 sicherlich aufgrund der Terroranschläge auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ und der schrecklichen Taten, die sich vor wenigen Wochen in Paris ereignet haben, in Erinnerung bleiben. An dieser Stelle möchte ich noch einmal mein Mitgefühl an alle Angehörigen der Opfer der Terroranschläge aussprechen.

Die Krisen und Kriege in der Welt spüren wir aber auch in anderer Hinsicht nunmehr unmittelbar in unserer Region. Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen, kommen zu uns nach Deutschland, zu uns in die Region. Sie müssen untergebracht und versorgt werden. Behörden, deren Mitarbeiter und viele ehrenamtliche Helfer stemmen diese Mammutaufgabe seit vielen Monaten, wofür ich mich bei allen recht herzlich bedanken möchte.
Zukünftig wird es darauf ankommen, den Menschen noch mehr als bisher vor Ort, in deren Heimat zu helfen, aber auch diejenigen zu integrieren, die bei uns bleiben. Es wird aber auch nötig sein, den Zustrom von Flüchtlingen zu begrenzen und zu kontrollieren. Wenngleich wichtige Schritte bereits unternommen worden sind, wird uns all dies trotzdem noch vor große Herausforderungen stellen.
Neben diesen Themen, die ganz Deutschland und ganz Bayern bewegen, kann man feststellen, dass unsere Region selbst auf ein erfolgreiches und vielversprechendes Jahr 2015 zurückblicken kann. Mit verschiedenen Maßnahmen konnten wir auch in diesem Jahr einen großen Schritt nach vorne machen und unsere Heimat weiterentwickeln.Westphal Manuel Pressefoto1

Vor allem die Entscheidung, das Landesamt für Schule und Kultur in den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zu verlagern, setzte ein wichtiges Zeichen für unseren ländlichen Raum. Dieser Beschluss wird derzeit durch die zuständigen Ministerien abgearbeitet und planerisch umgesetzt.

Auch der Kunststoffcampus in Weißenburg konnte erfolgreich seine Arbeit aufnehmen und hat sich bereits in sehr positiver Art und Weise entwickelt.

Darüber hinaus ist eine Stärkung unserer Gemeinden und Städte von besonderer Bedeutung. Daher freut es mich, dass unsere Kommunen im kommenden Jahr von Schlüsselzuweisungen durch den Freistaat Bayern in Höhe von insgesamt über 34 Millionen Euro profitieren werden.

Auch durch weitere Zuwendungen etwa der Bayerischen Landesstiftung, des Kulturfonds und der kommunalen Hochbauförderung profitiert unsere Region. Mit diesen Mitteln können bedeutende Bau- und Kunstwerke sowie Kulturveranstaltungen in unserer Region erhalten werden, aber auch der Bau und die Sanierung von Schulen, schulischen Sportanlagen und Kindertageseinrichtungen erfolgen. Besonders erfreulich ist die Förderung des Freistaats für das Klosterprojekt in Heidenheim. Der Umbau kostet insgesamt über zehn Mio. Euro und wird vom Freistaat Bayern, allein im ersten Bauabschnitt mit über 2,1 Mio. Euro gefördert.

Auch die Infrastruktur konnte gestärkt werden. Mehrere Maßnahmen in unserer Region wurden in das „Strukturprogramm Staatsstraßen“ aufgenommen und können in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Ebenso geht der Ausbau des Radwegenetzes voran, wovon nicht nur wir vor Ort profitieren, sondern auch unsere Region als Urlaubsziel gestärkt wird.

Gemeinsam haben wir es im laufenden Jahr durch vielfältige Maßnahmen geschafft, die Lebensqualität in unserer Region weiter zu verbessern. Ich wünsche mir, dass sich diese positive Entwicklung auch im kommenden Jahr fortsetzt und sich unsere Heimat in allen Bereichen weiterhin für alle Generationen lebenswert gestaltet.

Ich bedanke mich an dieser Stelle auch für die gute Zusammenarbeit mit allen Verantwortlichen, insbesondere mit Landrat Gerhard Wägemann, mit allen Bürgermeistern sowie mit allen staatlichen und kommunalen Behörden und deren Mitarbeitern. Auch ihrerseits wurde eine sehr gute Arbeit zum Wohl unserer Region geleistet.

Mein Dank gilt des Weiteren allen Unternehmern, die im abgelaufenen Jahr bei uns tätig waren und Arbeitsplätze angeboten oder neu geschaffen haben. Sie tragen viel zu einem guten Miteinander und zur Entwicklung unserer Region bei und verdienen auch zukünftig unsere besondere Unterstützung.
Genauso möchte ich mich bei allen ehrenamtlich engagierten Menschen in unserer Region für ihre wichtige Arbeit bedanken. Gerade die aktuelle Situation zeigt, wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist.

Sehr geehrte Damen und Herren,
gemeinsam dürfen wir nun auf ein Jahr blicken, das mit neuen Hoffnungen aber auch Herausforderungen auf uns wartet. Mit Ihrem Engagement und Ihren guten Vorsätzen wird es uns gelingen, auch diese zu meistern.

Ich bedanke mich für Ihr Vertrauen, das Sie auch in diesem Jahr in mich und meine Arbeit gelegt haben. Abschließend wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie ein gesegnetes Weihnachtsfest, alles Gute, vor allem aber Gesundheit und Gottes Segen für das neue Jahr 2016.

Ihr
Manuel Westphal
Mitglied des Bayerischen Landtages

Neues Magazin der Business Lounge erschienen

Netzwerkmagazin für Unternehmer und Führungskräfte in Westmittelfranken

BusinessDie Unternehmen aus dem Fränkischen Seenland will das Marketingnetzwerk TRUST verstärkt mit in seine Aktivitäten einbeziehen. Zum Gedankenaustausch waren bei der letzten „Business Lounge“ im Mercedes-Autohaus Ansbach (Elpersdorf) auch Repräsentanten aus Gunzenhausen zugegen: Patrick Bosch (Vorsitzender des Stadtmarketings Gunzenhausen), Hans-Georg Degenhart vom IHK-Gremium Weißenburg-Gunzenhausen, Udo Kleeberger (Chef der gleichnamigen Bäckerei in Gunzenhausen), Stefan Meier (Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren und Filialleiter der VR-Bank Mittelfranken West in Gunzenhausen),  Tina Gebhardt von „Heizomat“ in Gunzenhausen-Heidenheim und Stadtrat Werner Falk (FDP) vom Onlinedienst „falk-report.de“.

Wie der Falk-Report berichtete, war der Gedankenaustausch für alle ein Gewinn. Mit dabei waren auch Unternehmer aus dem grenznahen Hohenlohe- und dem Ostalbkreis. Im Magazin werden auch das Gunzenhäuser Planungs- und Bauträgerunternehmen von Patrick Bosch („Planen & Bauen“) und die Grafikdesignerin Doreen Herzig (Pleinfeld) vorgestellt. Darüberhinaus lernt der Leser etliche Unternehmen aus der Region kennen. Es sind nicht immer die Globalplayers, die Schlagzeilen machen,  die kleinen Mittelständler sind innovativ.

Den Austausch mit den Entscheidern in der mittelständischen Wirtschaft suchten auch Vertreter der Politik, darunter der Ansbacher Landrat Dr. Jürgen Ludwig und sein Stellvertreter Stefan Horndasch.

Weihnachtskonzert im Liebfrauenmünster

Weihnachtskonzert WolframsAm Samstag, 26. Dezember 2015, um   16 Uhr ist das  traditionelle Weihnachtskonzert mit Weihnachtsmusik aus verschiedenen Epochen im Liebfrauenmünster in Wolframs-Eschenbach.

Mitwirkende sind Piano Activo (Klavier). Maximilian Rüb (Orgel), Thomas Burger (Orgel), Münsterchor Wolframs-Eschenbach, Männerensemble des Münsterchores, Kammerchor Wolframs-Eschenbach. Die Leitung hat Jörg Scholkowski.

Veranstalterin ist die katholische Pfarrei Mariä Himmelfahrt. Der Eintritt ist frei!

Fitz hat die Stadtpolitik gut moderiert

Haushaltsrede von Stadtrat Werner Falk, FDP

Dass im nächsten Jahr die steuerliche Belastung der Bürger von Gunzenhausen nicht ansteigt, das ist die gute Nachricht. „Wir schaffen das!“, sagt die Bundeskanzlerin. Wir schaffen die vielen Investitionen auch, die wir mit rund 30 Millionen Euro bis 2020 eingeplant haben, davon 8,4 Millionen im nächsten Jahr. Dass sich der Etat zu 25 Prozent aus neuen Krediten finanziert, das ist zu verantworten angesichts der historisch niedrigen Zinsen von o,5 Prozent. Wir dürfen unserem Kämmerer vertrauen, dass er die Verschuldung stets im Auge hat.
Zum Verwaltungshaushalt:
Die Personalkosten steigen um 5,2, Prozent. Ich wage die Aussage, dass die Belastung der Mitarbeiter nicht in allen Abteilung des Rathauses die gleiche ist, deshalb sollte es möglich sein, Personalverschiebungen vorzunehmen bevor wir künftig an Stellenmehrungen herangehen. Wir müssen je nach Bedarfslage reagieren können. Dass sich die immer wieder ändern kann, wissen wir. Meiner Meinung nach kann es auch im Öffentlichen Dienst keine Garantie geben, dass jemand bis ans Ende seines Berufslebens auf dem gleichen Dienstposten verbleiben kann.
Wir haben in den Vorberatungen vom Kämmerer gehört, dass die Stadt seit 1974 den gleichen Gewerbesteuer-Hebesatz von 320 Prozent hat. Sie könnte auf 380 Prozent gehen, ohne dass dies unter dem Strich die Personengesellschaften, also die kleinen Betriebe, stärker belasten würde. Treffen würde es wohl die Kapitalgesellschaften. Wir hören auch, dass die Gewerbesteuerhöhe bei der Ansiedlung neuer Betriebe keine große Rolle spielt. Ich denke, wir sollten im nächsten Jahr die Thematik rational angehen und sie nicht mit Emotionen beladen.
Bei der Straßenreinigung ist vor 2017 nicht mit einer Erhöhung zu rechnen, die gesplittete Abwasserabgabe greift erst im übernächsten Jahr (2017). Das sind gute Nachrichten für die Steuer- und Abgabenzahler. Auch mit der Straßenausbaubeitragssatzung müssen wir uns heute noch nicht beschäftigen, aber für alle Zeit können wir ihr nicht aus dem Wege gehen, denn Zweidrittel der bayerischen Gemeinden haben sie schon. Sinnvoll wäre ein gemeinsames Vorgehen aller Kommunen. Dieser Ansicht des Kämmerers kann ich mich anschließen.
Zum Vermögenshaushalt und den Investitionen:
Dass wir 2016 bei der Realisierung der von mir beantragten „Seepromenade“ einen Schritt vorankommen, indem wir eine durchgehende Beleuchtung für 60000 Euro installieren, das freut mich. Dass wir aber 380000 Euro für den Bau eines Feuerwehrhauses in Laubenzedel ausgeben, also für ein Haus mit vier Wänden und einem Dach, das kann ich nicht nachvollziehen. Wollen wir uns ein „Spitzenhäusla de Luxe“ leisten? 100000 Euro davon entfallen auf den Grunderwerb. Ich denke, im Ortsteil müsste es doch auch ein geeignetes städtisches Grundstück geben.
Abschließend stelle ich fest, dass sich die Stadt mit den geplanten und anvisierten Investitionen auf einem guten Weg befindet. Loben möchte ich unseren Bürgermeister, der die Stadtpolitik gegenüber dem Bürger moderiert und gut verkauft, was wir wiederholt erleben durften. Ich wünsche ihm weiterhin heitere Gelassenheit, aber auch eine robuste Durchsetzungsfähigkeit. Beides hat er bisher eindrucksvoll gezeigt.
Zum Schluss noch eine nicht ganz so ernst gemeinte Bemerkung zum Stellenplan. Ich gehöre ja zu denen, die den öffentlichen Verwaltungen kritisch gegenüberstehen, aber das soll nicht heißen, dass ich mich an einer Diffamierung von Beamten beteilige, die Ruhestandsbeamten eingeschlossen. Ich mache mir aber Gedanken, wie wohl das Menschenbild des Kämmerers aussieht. Wie ich dem Stellenplan entnehme, unterscheidet er zwischen Beschäftigten (also Menschen, die arbeiten) und Beamten. Gibt es einen solchen Unterschied und worin besteht er? Ist vielleicht die Definition richtig, wonach der Beamte den Beschäftigten arbeiten lässt, ihn quasi nicht an der Arbeit hindert? Vielleicht kann uns aufklären.