Gedenken in der einstigen Synagoge

Veranstaltung des Freundeskreises der Synagoge Hainsfarth mit Dr. Johannes Friedrich

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Fünf Mädchen vom Jugendtreff Hainsfarth verlasen die 20 Namen der ehemaligen jüdischen Mitbürger, die im KZ Theresienstadt umkamen.

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Vorsitzende Sigried Atzmon mit dem früheren Landesbischof Dr. Johannes Friedrich und Zweitem Bürgermeister Klaus Engelhardt. Foto: FR Presse

„Die Unterschiede im Glauben müssen uns zusammenbringen und dürfen uns nicht auseinanderführen.“ Der frühere evangelische Landesbischof Dr. Johannes Friedrich erklärte auf einer Gedenkveranstaltung in der ehemaligen Synagoge: „Dem Antisemitismus können wir nur begegnen, wenn wir mehr über das Judentum wissen.“
Organisiert hatte die Feier zum 76. Jahrestags des Judenpogroms der Freundeskreis der Synagoge Hainsfarth mit ihrer Vorsitzenden Sigried Atzmon. Sie durfte eingangs von Hermann Waltz, dem Vorsitzenden des Ornbauer Kulturvereins, eine Solidaritätserklärung entgegennehmen, die von 70 Ornbauern unterzeichnet ist und in der sie postulieren: „Nie wieder Judenhass!“ Gäste der Gedenkfeier waren Nördlingens Oberbürgermeister Hermann Faul und Bezirksrat Peter Schiele.
Die würdige Feier eröffneten Lena Engelhardt, Eva Kraus, Mariam Mebert, Jessica Schröppel und Elena Kieweg vom Hainsfarther Jugendtreffs, die die Namen der jüdischen Mitbürger verlasen, die von 1942 bis 1945 im Konzentrationslager Theresienstadt umkamen. Ludwig und Michael Burger begleiteten die Feier musikalisch.
Das Ereignis in der Novembernacht 1938 nannte Sigried Atzmon „Enthemmung pur“. Die Synagoge in Hainsfarth sei nur aus Rücksicht gegenüber den Nachbargebäuden nicht abgebrannt, sondern nur beschädigt worden. Sie dankte dem früheren Bürgermeister Max Engelhardt, der trotz anfänglichem Widerstand und Anfeindungen das Projekt der Synagogensanierung anging. „Heute haben wir ein Haus der Begegnung, auf das wir alle stolz sein können“, befand Sigried Atzmon. Die Vorsitzende setzte sich mit der aktuellen gesellschaftlichen Situation auseinander und bezweifelte, dass die Menschen aus dem Holocaust gelernt haben: „Ich sage Nein!“ Immer wieder gebe „Schockwellen des Judenhasses“. Meist dauere es peinlich lange, bis sich Widerstand rege und oftmals bleibe der Protest bei Lippenbekenntnissen. Die Vorsitzende freimütig: „Das kann ich nicht mehr ertragen.“
Dr. Johannes Friedrich, der vor seiner Zeit

Vorsitzende Sigried Atzmon vor der Tafel mit den Namen der Opfer.

Vorsitzende Sigried Atzmon vor der Tafel mit den Namen der Opfer.

als evangelischer Landesbischof in Bayern (1999 bis 2011) evangelischer Pfarrer in Jerusalem war (1985 bis 1991) und heute noch Nahostbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, äußerte sich zum Verhältnis von Christen und Juden. Er bekräftigte die Entscheidung des Deutschen Bundestags gegen ein gesetzliches Verbot der Beschneidungen und meinte, auch die Erklärungen der drei Religionen sei eindeutig ausgefallen. Friedrich verteidigte die 1998-er Erklärung der bayerischen Landeskirche zum Verhältnis von Juden und Christen. Jesus sei Jude gewesen, nicht Christ. „Unsere besondere Beziehung“, so der frühere Landesbischof, „liegt nicht in der Differenz, sondern in der Gemeinsamkeit.“ Aus den Unterschieden dürften nicht Gegensätze stilisiert werden. Das Verhältnis von Christen zu Juden müsse immer anders sein als das zu anderen Religionen. Friedrich stellt auch aktuelle Bezüge her, indem er die jüdische Sabbatheiligung als Vorbild für die christliche Sonntagsruhe rühmte.
„Luther und die Juden, das ist immer noch ein umstrittenes Thema“, erklärte Dr. Johannes Friedrich. Er sprach von „verletzenden Schmähungen“ des Reformators. Nicht zuletzt hätten ihn die Nazis gern als Kronzeugen zitiert. Dennoch werden Kritik an Luther von vielen als Heiligenbeleidigung empfunden. „Es ist gut, dass sich die Amtskirche gegen pauschalierende Gegenüberstellungen wehrt“, befand der Redner und verwahrte sich gegen „religiöse Intoleranz“. Er hat die Erwartung, dass im Lutherjahr 2017 noch Klarstellungen erfolgen.

 

FDP-Mandatsträger informieren

Mandatsträger FDP 5036x3353Die vier FDP-Mandatsträger im Landkreis informieren künftig online über ihre Arbeit. Im „Falk-Report“ erscheinen die kommunalpolitischen Beiträge von Dr. Axel Peiffer aus Muhr am See (Kreisrat), Sigrid Niesta-Weiser aus Gunzenhausen (Kreistag), Alexander Kohler aus Weißenburg (Stadtrat) und Werner Falk aus Gunzenhausen (Stadtrat).  Auf unserem Foto sind sie von links nach rechts abgebildet. Sie haben sich kürzlich im Parkhotel „Altmühltal“ getroffen, um den gemeinsamen Service vorzubereiten.

Der Informationsdienst „Das liberale Quartett“ geht zugleich an per Mail an die Mitglieder, Freunde und Sympathisanten der FDP im Landkreis. Alle vier wollen aber nicht nur informieren, sondern auch Themen zur Diskussion stellen, die von allgemeinem Interesse sind und sich hauptsächlich auf den Landkreis beziehen. Sie hoffen auf einen intensiven Dialog.

Noch vor Weihnachten wird der erste Informationsdienst „Das liberale Quartett“ erscheinen.

 

Weihnachten kommt mit Riesenschritten

Originelle Dekorationsideen

STV_Weihnachtskugeln_Cover_20x20cm.inddAuch wenn wir es nicht wahrhaben wollen, Weihnachten mit allem Drum und Dran kommt mit großen Schritten auf uns zu. Man sollte also schon langsam an die diesjährige Weihnachtsdekoration denken …

Wer handwerklich ein wenig geschickt ist und Freude damit hat, besondere Einzelstücke an seinen Weihnachtsbaum zu hängen oder diese zu verschenken, der findet in den beiden im Stocker Verlag erschienenen Büchern zahlreiche Ideen und Anleitungen.

Helga König zeigt in ihrem Buch „Weihnachtskugeln – Einfach überzogen und aufwändig bestickt“, wie einfach und persönlich Weihnachtskugeln gestaltet werden können. Mit Stoff überzogene Acryl- oder Styroporkugeln werden auf unterschiedlichste Weise dekoriert (Kreuzstich, Druck, Bemalung). Bunte Bänder kommen ebenfalls zum Einsatz. Es werden neben Kugeln aber auch andere Formen, wie Glocken, Sterne, Bäume etc. verziert. Mehr als 100 Schritt-für-Schritt-Abbildungen erklären die Vorgangsweise.

Etwas aufwändiger gestaltet sich da schon die Herstellung des selbstgesägten Weihnachtsschmucks. In „Weihnachtsschmuck selbst gesägt“ findet der Hobbybastler zahlreiche traditionelle, aber auch unkonventionell-zeitgemäße Motive und Ideen für die Herstellung von Weihnachtsschmuck aus Holz. Sogar aus gebrauchten CDs lassen sich wunderschöne glitzernde Objekte für den Weihnachtsbaum herstellen. Im Buch werden aber auch Anleitungen für Krippen, Türkränze und Lichterbögen geboten.

Für die Bearbeitung mit der Dekupier-Säge*, aber auch mit der einfachen Laubsäge finden sich die passenden Werkstücke.

Feldpostkarten als geschichtliche Zeugnisse

Der Historiker Dr. Daniel Schönwald hat sie ausgewertet

Der Historiker Dr. Daniel Schönwald (rechts) mit den Geistlichen Martin Geisler und Hermann Kaussler.

Der Historiker Dr. Daniel Schönwald hat sie ausgewertet

Im Rahmen des monatlich stattfindenden Frauenkreises der Kirchengemeinde Kalbensteinberg fand ein Vortrag zum Thema „100 Jahre Erster Weltkrieg“ statt. Referenten waren der aus Kalbensteinberg stammende Historiker Dr. Daniel Schönwald, der eine Auswahl von Feldpostkarten aus dem Pfarrarchiv und teils von Leihgaben aus Privatbesitz präsentierte, sowie Pfarrer i.R. Hermann Kaussler, aufgewachsen in Neuenmuhr, zuletzt 25 Jahre Pfarrer in Eibach und heute in Wolkersdorf wohnend, der kurzweilig über Erinnerungen seiner Familie an die Erlebnisse im Ersten Weltkrieg referierte. Er berichtete Trauriges wie Erheiterndes – beides gehöre zur Aufbereitung der Kriegserlebnisse, wie der 80jährige nachdenklich bemerkte.

Im ersten Teil des Vortrags präsentierte Daniel Schönwald eine Auswahl aus über 1000 Feldpostkarten und -briefen an den damaligen Kalbensteinberger Pfarrer Gottfried Putz aus der Zeit zwischen 1914 bis 1918. Putz schickte den mehr als 100 Korrespondenzpartnern aus der Kirchengemeinde regelmäßig Pakete, geistliche Literatur und Tröstendes an die Front, die Soldaten antworteten von Zeit zu Zeit. Doch so mancher Briefverkehr endete jäh mit dem Tod des Soldaten. In der Kirchengemeinde Kalbensteinberg gab es bis Kriegsende 26 Gefallene und Vermisste.

Schönwald konnte – nicht zuletzt unter Zuhilfenahme der „Kriegsstammrollen“ im Kriegsarchiv in München – die Schreiber größtenteils identifizieren und den einzelnen Haushalten im Ort zuordnen, was bei den Zuhörern auf großes Interesse stieß.

FDP sagt: Gunzenhäuser Jugendzentrum gehört auf den Prüfstand

Vorstoß von FDP-Stadtrat Werner Falk

Zu einer Diskussion über die Neuausrichtung der offenen Jugendarbeit in Gunzenhausen hat die FDP aufgefordert. Vor allem stellen die Liberalen die heutige Konzeption des Kommunalen Jugendzentrums in Frage. Ihr Stadtrat Werner Falk sprach auf dem vergangenen Wirtshausdiskurs „FalkTalk“ im Gasthaus Heidi Eiden von einer längst überfälligen Korrektur angesichts der nur mehr sehr geringen Frequenz des Jugendzentrums.
„Die Gesellschaft von heute ist nicht mehr die von

Das Jugendzentrum in Gunzenhausen ist nur bedingt geeignet.

Das Jugendzentrum in Gunzenhausen ist nur bedingt geeignet.

gestern. Das gilt vor allem für die Jugend“, erklärte der Kommunalpolitiker. Die Einrichtung des Kommunalen Jugendzentrums vor rund dreißig Jahren sei richtig gewesen und habe dem Zeitgeist entsprochen. Die Bedürfnisse der Jugendlichen seien heute ganz andere. Falk berichtete, das Jugendzentrum werde heute nur mehr täglich von ganz wenig Jugendlichen besucht. Die Tatsache, dass alle einen Migrationshintergrund hätten, sei ihm vom zuständigen Sozialarbeiter bestätigt worden. Ein Arbeitsschwerpunkt sei daraus aber nicht abzuleiten. Die baulichen Gegebenheiten des Hauses neben der Spitalkirche ließen es nicht zu, die Räume neu nach den heutigen Erfordernissen zu ordnen. Die Jugendlichen hätten vor allem den Wunsch nach einem geeigneten Musik-Übungsraum. Die Auslagerung in das „Jola“-Haus in der Schützenstraße werde nicht als zukunftsträchtig empfunden.
„Wir sollten eine neue Konzeption suchen, wenn wir das Jugendzentrum erhalten wollen“, erklärte Werner Falk, der die jährlichen Kosten für die Stadt mit rund 90000 Euro bezifferte. Auch die Standortfrage stelle sich neu. Er hält es für zweckdienlich, nicht nur die offiziellen Stellen in diese Suche einzubinden, sondern über die Neuen Medien und an den Schulen eine Umfrage unter den Gunzenhäuser Jugendlichen zu machen. Falks Aufforderung: „Der Diskussion sollten wir nicht aus dem Wege gehen“.

Neues Konzept für den Fachwerkstadel wünschenswert
Der Kommunalpolitiker sprach sich beim „FalkTalk“ auch dafür aus, für den Fachwerkstadel am Schießwasen eine neue, bessere Nutzung zu finden. Die dort untergebrachte „Endlerkrippe“ finde schon seit vielen Jahren kein Interesse mehr, nicht einmal in der Weihnachtszeit. Deshalb sei das Haus auch in den letzten Jahren nicht einmal mehr periodisch geöffnet worden. Die Tatsache, dass dort die „Weiperter Heimatstube“ untergebracht sei, lege den Gedanken nahe, dort ein „Haus der Partnerschaften“ einzurichten. Somit könnten sich dort auch die Partnerstädte Frankenmuth und Isle präsentieren. „Wir brauchen aber keine statische Sammlung, sondern eine aktive Nutzung des Hauses“, sagte Werner Falk. Seiner Meinung nach könnten dort die Partnerschaftskomitees kleine Veranstaltungen (Lesungen, Ausstellungen mit ausländischen Gästen) veranstalten. In diesem Zusammenhang äußerte der Stadtrat den Wunsch, analog der Regelung auf Bezirksebene auch für Gunzenhausen eine trinationale Partnerschaft anzustreben. Dies hätte eine weitere Städtepartnerschaft (mit einer polnischen Stadt in der Partnerregion Pommern) zur Voraussetzung.

Baumboom auf dem Reutberg

Nach vielen Jahren des Stillstands in der privaten Bautätigkeit auf dem Reutberg II rührt sich jetzt endlich was. Gleich sieben (!) Baustellen gibt es in diesen Wochen. Für den neuen Bürgermeister Karl-Heinz Fitz ist das ein gutes Omen, dass es aufwärts geht mit Gunzenhausen. Für die Bauherren hat die Stadt gleich zwei „Zuckerl“ anzubieten: 20 Prozent Preisnachlass gibt es auf alle städtischen Grundstücke, daneben noch den „Kinderbonus“. Das heißt: 4000 Euro Preisnachlass pro Kind (die Regelung gilt auch für die nächsten 10 Jahre, in denen Kinder geboren werden).  Die neuen Grundstückseigentümer müssen spätestens fünf Jahre nach dem Kauf mit dem Bauen beginnen. Das Angebot der Stadt steht noch bis Jahresende 2014. Was danach ist, kann jetzt noch nicht gesagt werden. Im Stadtrat besteht allerdings die Neigung, das Programm fortzuführen, vor allem die Kinderkomponente aufrecht zu erhalten.

Im Kreis Ansbach ist immer was los

 Landkreis Ansbach im Feste-Kalender der Metropolregion

Bild

Landrat Dr. Jürgen Ludwig (Zweiter von links), Erich Ritzenberger (Stadtsoldat der Kinderzeche Dinkelsbühl, rechts im Bild) und Rothenburgs Bürgermeister Dieter Kölle (links im Bild) präsentierten gemeinsam mit Moderator Michael Jakob die Veranstaltungen des Landkreises Ansbach bei der Vorstellung des Feste-Kalenders der Metropolregion Nürnberg auf der Consumenta 2014.

Im größten Landkreis der Metropolregion Nürnberg ist immer etwas los. Dies ist nun auch im Feste-Kalender der Metropolregion Nürnberg zu sehen. „Bei uns gibt es weit über 100 Kirchweihen und viele Veranstaltungen rund um unsere regionalen Produkte wie Fisch, Kraut, Lamm, Most und Wein. Der Landkreis Ansbach ist zudem bekannt für seine vielfältigen Feste. Diese reichen von international beliebten Musikfestivals bis hin zu historischen Festspielen“, betont Landrat Dr. Jürgen Ludwig. Fünf der Veranstaltungen finden sich im Feste-Kalender: das für karibische Klänge bis hin zum Balkan-Raggae bekannte Afrika-Festival in Wassertrüdingen sowie der geschichtsträchtige Meistertrunk bei dem die Bürgerinnen und Bürger ihren trinkfesten Bürgermeister feiern, der Rothenburg o.d.T. 1631 vor der Zerstörung bewahrte und der stimmungsvolle Rothenburger Reiterlesmarkt, der die Stadt alle Jahre wieder in ein Weihnachtsmärchen verwandelt. Die Kreuzgangspiele in Feuchtwangen, die in romantischer Atmosphäre immer wieder aufs Neue mit der Aufführung literarischer Welterfolge verzaubern sowie die Kinderzeche in Dinkelsbühl, die alljährlich die Rettung der Stadt Dinkelsbühl durch eine Handvoll Kinder im 30-jährigen Krieg feiert.

Der Landrat bedauert allerdings, dass in dem Kalender nur Platz für je fünf Feste der 23 Landkreise und kreisfreien Städte der Metropolregion Nürnberg war: „In unserem Landkreis mit 974 Ortsteilen gibt es so viele Feste und kulturelle Entdeckungen, dass der Kalender sehr gut allein durch den Landkreis Ansbach gefüllt werden könnte. Mein großer Dank gilt hier den Kulturschaffenden, Vereinen und ehrenamtlich Engagierten im Landkreis Ansbach, die diese Vielfalt an kulturellen Höhepunkten erst möglich machen“, so Dr. Ludwig.

Insgesamt bietet der Kalender eine Auswahl von 150 Festen in der Metropolregion und ist für Bürger kostenfrei ab Mitte November in den Rathäusern der Städte, Märkte und Gemeinden erhältlich. Weitere Informationen zu Festen und Veranstaltungen im Landkreis Ansbach Ansbach sowie eine Übersicht der anstehenden Weihnachstmärkte 2014 finden sich auf der Internetseite des Landkreises Ansbach unter www.landkreis-ansbach.de.

Landrat Dr. Jürgen Ludwig (Zweiter von links), Erich Ritzenberger (Stadtsoldat der Kinderzeche Dinkelsbühl, rechts im Bild) und Rothenburgs Bürgermeister Dieter Kölle (links im Bild) präsentierten gemeinsam mit Moderator Michael Jakob die Veranstaltungen des Landkreises Ansbach bei der Vorstellung des Feste-Kalenders der Metropolregion Nürnberg auf der Consumenta 2014.

Ein Dankeswort vom Verleger

Falk Ehrung Schnell 3872x2592-001Mit einem Empfang im Kaisersaal der Nürnberger Burg hat Verleger Bruno Schnell den langjährigen Mitarbeitern seiner Unternehmensgruppe (rund 1800 Beschäftigte) gedankt.

Einer wurde für 50 Jahre Betriebstreue geehrt: Werner Falk, der langjährige Redakteur des Altmühl-Botens. Er absolvierte von 1964-67 eine Lehre als Schriftsetzer und dann ein Volontariat in der Redaktion des Altmühl-Botens. Von 1969 an gehörte er der Redaktion an, 1986 übernahm er die Leitung der Redaktion und hatte sie 27 Jahre lang inne. Zum 1. November gab er die Leitung ab, um im Frühjahr 2014 für den Stadtrat und den Kreistag zu kandidieren. Seit 1. Mai 2014 ist er FDP-Stadtrat in Gunzenhausen, seit 1. September lebt er im Un-Ruhestand.

Verleger Bruno Schnell dankte ihm im Rahmen des Empfangs und überreichte ihm neben der obligaten Dankurkunde ein wertvolles Geschenk. Foto: Fengler/NN

Aktionstage bei der Oettinger Brauerei

Brauereiführungen für Mitarbeiter sowie „Azubi-Team-Tag“

Die Auszubildenden des Brauhauses zusammen mit Personalleiterin Monika Steidle, Ausbildungsleiter Technik Jürgen Reiß und Braumeister Ludwig Metz.

Die Auszubildenden des Brauhauses zusammen mit Personalleiterin Monika Steidle, Ausbildungsleiter Technik Jürgen Reiß und Betriebsleiter Ludwig Metz.

Mitarbeitern die anderen, ihnen fremden Abteilungen der Brauerei zu zeigen, Familienmitgliedern, Kindern und Ehegatten die Möglichkeit zu geben, den Arbeitsplatz ihres Papas, ihres Partners zu zeigen, war die Motivation laut technischem Betriebsleiter Ludwig Metz, nach längerer Pause wieder Brauereiführungen für Mitarbeiter und ihre Angehörigen durchzuführen. Sehr schnell waren die sechs angebotenen Termine ausgebucht. So wurden Gruppen mit je 50 Personen von den Oettinger Braumeistern Ludwig Metz, Hans Dietrich, Jürgen Reiß, Alexander Leykauf, Hannes Bayerlein und Tobias Michel durch den Betrieb geführt. Die jüngste Teilnehmerin war die Tochter eines Füllereimitarbeiters im Alter von sechs Monaten. Die Besucher waren von der technischen Ausstattung und der Sauberkeit der Anlagen beeindruckt.

Voller Stolz zeigten die Mitarbeiter ihren Familien ihre Arbeitsplätze und beschrieben ihnen die verfahrenstechnischen Abläufe. Bestens informiert und mit einem guten Gefühl verließen die letzten Besucher gegen 21 Uhr die Brauerei. Gleich am nächsten Tag veranstaltete die Brauerei für ihre Auszubildenden einen „Azubi-Team-Tag“. An einer von Norbert Metz, Mitarbeiter des Landschafts-pflegeverbandes Ansbach, geführten Wanderung am Hesselberg lernten sich die Azubis aus den verschiedenen Ausbildungsberufen wie Fachkräfte für Lebensmitteltechnik, Bierbrauer, Berufskraftfahrer, Industriekaufleute, Studenten des dualen Studiengangs Bachelor of Arts BWL-Industrie und zwei Praktikanten der Studiengangs Ernährungs- und Versorgungsmanagement kennen und erlebten gemeinem einen Tag außerhalb der Brauerei.

Personalleiterin Monika Steidle und der Ausbildungsleiter Technik Jürgen Reiß begleiteten die 13 Azubis bei der Wanderung. Danach hieß es nicht Bier brauen, sondern Käse herstellen beim Schmalzmüller. Der Aktionstag wurde mit einer Wanderung zur Forstquell Brauerei in Fürnheim, dem Stammhaus der Oettinger Brauerei GmbH, und einer kleinen Führung durch Ludwig Metz abgerundet. Die Brauereiführungen für Mitarbeiter und der Azubi-Tag zeugen von einer höchst intakten Unternehmenskultur und einem Betrieb, in dem sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wohlfühlen. Von der Resonanz begeistert, wird es sicher im nächsten Jahr eine Wiederholung der Veranstaltungen geben.
Die Oettinger Brauerei beschäftigt am Standort Oettingen 420 Mitarbeiter und stellt vier Millionen Hektoliter Getränke pro Jahr her. Insgesamt umfasst die Oettinger Gruppe vier Brauereien in Deutschland.

Kerstin Loy als „Titelheldin“

Magazin „Landfrauenküche“ gibt es jetzt im Buchhandel

Der Bayerische Rundfunk hat jetzt das Magazin „Landfrauenküche“ herausgebracht. Auf 116 bunten Seiten werden die sieben Landfrauen porträtiert, die an der letzten Staffel der beliebten TV-Sendung mitgewirkt haben, darunter Kerstin Loy aus Gunzenhausen-Aha. Die Zeitschrift kostet 4,80 Euro und ist im Buchhandel erhältlich.

Autorin Kati Hofacker von der „Landidee“-Redaktion des BR hat spannende Geschichte über die Landfrauen geschrieben – von Kerstin Loys Hühnern, die alle „Hermine“ heißen, bis zur Weinprobe mit der unterfränkischen Winzerin. Die Fotos  von Daniel Reiter setzen die Frauen glänzend ins Szene und sie künden vielseitigen ländlichen Umfeld der jungen Frauen, die sich einig sind: „Am Land ist es doch am schönsten1“

Kerstin Loy ist alles andere als eine traditionelle Bauersfrau. Die Enkelin des in Gunzenhausen bestens bekannten Gastwirts Jus Schwab ist Reiseverkehrsfrau und arbeitet auf dem Hof sozusagen im Nebenerwerb. Mit ihrem Mann Michael und den Schwiegereltern Anneliese und Richard Loy bewirtschaftet sie einen modernen Bauernhof mit 96 Kühen, die in drei neuen Ställen gehalten werden. Den dortigen Melkroboter steuert Kerstin vom Smartphone aus, wenn sie einmal im Jahr mit ihrem Mann eine Woche Urlaub macht.

Im Magazin stellt die sympathische Landfrau ihre Rezepte vor, die sie für die Sendung zubereitet hat, darunter zartes Rindfleisch und Spargelsuppe. Sie wirbt aber auch für ihre „Lieblingsplätze“. Zu denen zählen natürlich Gunzenhausen mit ihrem Lieblingslokal (Gasthaus Lehner), dem Altmühlsee mit seiner Vogelinsel sowie dem Naturpark Altmühltal mit Eichstätt.