Das Leben auf der Festung Wülzburg

Dr. Daniel Burger schreibt dazu in der Publikation „villa nostra“

Viel ist geschrieben worden über die Wülzburg bei Weißenburg. Meist war die Baugeschichte das zentrale Thema. Der aus Weißenburg stammende Historiker Dr. Daniel Burger, der derzeit am Staatsarchiv Bamberg tätig ist, hat dazu sechs Beiträge veröffentlicht. Ihn hat schon als Schüler die Festung gefesselt. Ihm ist der 2002 erschienene Wülzburg-Führer zu verdanken.
Im neuen Heft „villa nostra“, das von der Stadt dreimal jährlich ausgegeben wird, befasst sich Dr. Burger mit dem Leben in der Festung. Er bezieht sich dabei auf ein Einzelbeispiel, nämlich das das katholischen Kuraten Nikolaus Mayer (1777-1845) und zitiert aus dessen kritischen Bericht „Leiden und Freuden auf Wülzburg“.
Der Geistliche ist 1825 dort aufgezogen, um die Soldaten und Gefangenen des Festungsgefängnisses zu betreuen (die Protestanten hatten eine eigene Pfarrei Wülzburg). Mayer aber wurde auf der Wülzburg nicht froh, so dass er schon nach einem Dreivierteljahr um Versetzung bat. Es muss gewaltig frustriert gewesen sein, denn er zerstritt sich mit dem Bataillonsarzt und auch den Offizieren, zudem hielt er bei seinen Beschwerden den Dienstweg nicht ein und äußerte sich über den Militärstand despektierlich. Tatsächlich wurde er abgezogen. Danach aber hatte die Kirche zwei Jahre Probleme, die Stelle wieder zu besetzen. Sein Nachfolger fand auch keinen rechten Gefallen an seiner dreijährigen Arbeit auf der Burg. Alois Meixner hinterließ, er habe Stoff genug für einen Roman. Autor Burger findet es schade, dass der Geistliche seine Kümmernisse nicht aufgezeichnet hat.
Kurat Mayer beklagte sich über das Offizierskorps: „Einige derselben gebährdeten sich wirklich wie die jungen Kälber, wenn sie weggebunden werden“. Der Bataillonsarzt machte sich beispielsweise betrunken in der Kirche an eine sittsame Jungfrau mit unzüchtigen Gebährden heran. Am Neujahrstag störten ihn die Soldaten mit „Geigen-Gekratze und Tanz“, so dass er Angst bekam. Der „Rumor“ bis 3 Uhr morgens machte ihm „ Bangigkeit vor dem Einsturze der Gespunddecke“.
Mit den Kommandanten der Festung Wülzburg befasst sich der zweite Beitrag in „villa nostra“. Stadtarchivar Reiner Kammerl hat dazu nicht nur im Stadtarchiv, sondern öauch im Staatsarchiv Nürnberg rechierchiert.
Die „Weißenburger Blätter“ (so der Untertitel) können bei der Stadtverwaltung kostenlos bezogen werden.

Die fürstliche Jagd

Vortrag von Dr. Arno Störkel am 27. Januar

Mit der fürstlichen Jagd beschäftigt sich seit Jahren wissenschaftlich der Würzburger Historiker Dr. Arno Störkel. Zu seinem Lieblingsthema hält er am Mittwoch, 27. Januar, um 19.30 Uhr einen Vortrag im Gasthof „Adlerbräu“ . Eingeladen hat ihn der Verein für Heimatkunde Gunzenhausen.
Seit Jahrtausenden jagen die Menschen Tiere. Um sich zu ernähren, um sich der Bedrohung durch Raubtiere zu erwehren, und bald auch, um durch das Erlegen von großen oder gefährlichen Beutetieren Prestige zu erlangen. Im Mittelalter wurde die Jagd zum Privileg des Adels und die „Hohe Jagd“ auf Hirsch und Wildschwein ein Privileg der Fürstlichkeiten, die damit ihre herausgehobene Stellung demonstrierten. Auch die Herzöge von Württemberg und die Markgrafen von Ansbach und Bayreuth betrieben solche oft prächtigen und aufwendigen fürstlichen Jagdveranstaltungen, auch hier in der Gegend um Gunzenhausen.
Anhand einer vor wenigen Jahren an die Öffentlichkeit gelangten Serie von barocken Jagdgemälden hat Dr. Arno Störkel das Phänomen der fürstlichen Jagd untersucht und in einem Buch zusammengefasst. Der Würzburger Historiker hat nach seiner Biographie Markgraf Alexanders u.a. über die Ansbacher Truppen in Amerika und die Beziehungen der Markgrafen nach Berlin gearbeitet; in diesem Jahr soll eine Biographie von Friederike Louise erscheinen, der nach Ansbach verheirateten Schwester des großen Friedrich.

Landratsvize beim „Schobberli-Rollen“

Auftaktveranstaltung mit prominenter Küchenhilfe

Omas Küche Muhr

Rollen von „Schobberli“ (Kartoffelnudeln) für die kulinarische Aktionswoche „Essen wie bei Muttern – traditionelle Küche aus Altmühlfranken“. Von links: Berta Jäger (DEHOGA-Kreisvorsitzende), Robert Westphal (stellvertretender Landrat ), Bernhard Heinz (Gasthaus – Pension „Zum Hirschen“)

Am 15. Januar startet die erste kulinarische Aktionswoche im Jahr 2016 unter dem Motto „Essen wie bei Muttern – traditionelle Küche aus Altmühlfranken“. Anlässlich der Auftaktveranstaltung in Muhr am See konnte in die Geheimnisse der Zubereitung traditioneller Gerichte eingetaucht werden. Deren anschließende Verkostung machte Lust auf mehr.
Bei der Auftaktveranstaltung zur ersten kulinarischen Aktionswoche im Gasthaus „Zum Hirschen“ in Muhr am See konnten sich vorab Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Direktvermarktung und Gastronomie von Qualität und Bodenständigkeit der traditionellen Gerichte aus Altmühlfranken überzeugen. Doch bevor es an das kulinarische Genießen ging, mussten die Anwesenden selbst in der Küche mit Hand anlegen. Da konnte und durfte auch stellvertretender Landrat Robert Westphal nicht außen vorbleiben. Im passenden Altmühlfranken-Kochgewand half er in der Küche tatkräftig mit. Angeleitet wurde er dabei durch die Küchenchefs: Bernhard Heinz, Ines Wieland und Sohn Max. Und so wurden dort von vielen Köchen fränkische Kartoffelsuppe, gebratene Leber mit Kartoffelstampfer, sowie Schobberli (Kartoffelnudeln) und Bratäpfel zubereitet.
Am gedeckten Tisch im gemütlichen Gewölbekeller wurde dann eifrig diskutiert: heißen die Kartoffelnudeln in Altmühlfranken nun Schobberli, Äbir oder Baunzer. Das Ergebnis blieb offen. Einig war man sich jedoch, dass es „bei Muttern“ schon immer am besten geschmeckt hat und die Freude war groß die Erinnerungen und damit die Geborgenheit, Gemütlichkeit und Wärme die von dieser Heimatküche ausgeht, wieder einmal spüren zu können. So mancher war derart inspiriert von den gebotenen Speisen, dass er bekräftigte nun selbst diese auch in seiner Küche wieder öfters aufleben zu lassen.
Wer auf den Geschmack dieser traditionellen Küche in Altmühlfranken kommen möchte, kann dies vom 15. bis zum 24. Januar in acht teilnehmenden Gastronomiebetrieben tun und aus über 40 kulinarischen „Altmühlfranken-Klassikern“ auswählen.
Weitere Informationen zu dieser Aktionswoche und eine Auflistung aller teilnehmenden Gastronomiebetriebe mit den angebotenen Gerichten finden sich im Aktionsflyer „Essen wie bei Muttern – traditionelle Küche aus Altmühlfranken“ und unter www.altmuehlfranken.de/essen-wie-bei-muttern (auch im weiter unten stehenden Beitrag des Falk-Reports „Essen wie bei Muttern“).

Sexuelle Gewalt gegen Frauen – Thema ist brisanter denn je

Frauen müssen Gleichstellung aktiv einfordern

In Anbetracht der jüngsten Ereignisse der Silvesternacht in Köln ist es umso wichtiger, jungen Frauen Selbstbewusstsein zu vermitteln und weiterhin für Toleranz sowie Gleichberechtigung einzutreten.
Die Ereignisse in der Silvesternacht in Köln zeigen es: das Thema sexuelle Gewalt gegen junge Frauen ist brisanter denn je. Ungeachtet der Scheußlichkeit, mit der junge Männer Frauen in Feierlaune bedrängt, belästigt und teilweise auch misshandelt haben und natürlich ohne die Schuld der Täter in Frage zu stellen, ist es wichtig, Mädchen zu stärken und ihnen Werkzeug mitzugeben, wie sie sich gegen derartige Angriffe behaupten können.
Die Mädchen von heute können sich eben nicht auf den Errungenschaften der vorkämpfenden Mütter- oder Großmütter-Generation ausruhen. Sie müssen ihr Recht auf (sexuelle) Selbstbestimmung und Gleichstellung auch heute noch aktiv einfordern. Dazu benötigen Sie ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein, müssen sich in ihrer eignen Haut wohl fühlen und mit sich im Reinen sein.
Auf der anderen Seite ist es wichtig, alle Jugendlichen auf dieses Thema zu sensibilisieren und sich für einen respektvollen und wertschätzenden Umgang zwischen den Geschlechtern und deren Lebensentwürfen einzusetzen.
Die Eröffnungsveranstaltung der Kampagne „Uns geht’s ums Ganze“ am kommenden Montag,  18. Januar 2016, um 10 Uhr im Wildbadsaal in Weißenburg widmet sich genau dieser Thematik. Vorträge zu sexueller Gewalt, Sexualpädagogik, Selbstwert und Selbstbehauptung bieten neben der Vorstellung der Mädchen- bzw. Jugendarbeit im Landkreis die Grundlage für eine anschließende Diskussion. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
Bei Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich bitte an sina.scheiblhofer@altmuehlfranken.de oder
melden sich unter 09141/902 227. Eine Anmeldung ist möglich, aber nicht notwendig.

Asyldebatte: Probleme nicht verschleiern, sondern offen diskutieren!

Von Werner Falk, FDP-Stadtrat in Gunzenhausen

Für die Pegida-Schreihälse ist alles klar, aber die besonnenen Bürger in unserem Land wissen, dass die Probleme, die mit der massenhaften Zuwanderung nach Deutschland bestehen und zunehmen, nur zufriedenstellend gelöst werden können, wenn Europa an einem Strang zieht. Aber danach sieht es in der aktuellen Debatte nicht aus. Wie können die Verweigerer unter den europäischen Staaten an die Kandare genommen werden? Schließlich geht es um eine gerechte Lösung, eine nach dem Geist der europäischen Verträge. Können den Staaten, die sich nicht an der Aufnahme von Bürgerkriegsflüchtlingen beteiligen, finanzielle Konsequenzen angedroht werden, ein Stopp von EU-Fördergeldern? Das wird rechtlich und auch politisch nicht einfach sein. Aber es muss ja wohl Instrumente geben, um die Staaten zu disziplinieren. Die Ultima ratio wäre: Ausschluss aus der EU bei nachhaltigem Verstoß gegen die Grundsätze der Union. Ich denke, es wäre nicht schlecht, ein solches Szenario einmal darzustellen, damit die Öffentlichkeit in Ungarn, Polen, Slowenien, Slowakei, Tschechien, Rumänien, Bulgarien und Griechenland (die Liste ist sicher nicht ganz vollständig) erfährt, wie ihr Leben aussieht, wenn sie ohne EU leben müssen. Ich denke, sie können nicht allein bestehen. „Mehr nationale Souveränität = weniger europäisches Geld!“ So muss sich das separatistische Gedankenspiel auswirken, denn verstanden wird nicht die Sprache der Humanität, sondern nur die des Geldes.
Kein Flüchtling, der dem Elend in Syrien und dem Irak entkommen kann, wird sich in ein Erdloch in der Slowakei, in Rumänien oder Bulgarien verkriechen wollen. Es ist doch verständlich, dass der Drang in die hochentwickelten Industrieländer stärker ist. Ich frage mich, was würde wohl passieren, wenn von heute auf morgen 20000 Flüchtlinge an der Schweizer Grenze stünden? Das neutrale Land, das es sich vielfach sehr leicht macht, könnte sich ein Drama nicht leisten. Oder doch?
Die Verteilung der Flüchtlinge muss aber auch in Deutschland gerecht erfolgen. Auch hier ist die unterschiedliche Leistungsfähigkeit zu berücksichtigen. Bayern, Baden-Württemberg und Hessen sind nun einmal potenter als Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg oder Sachsen-Anhalt.
Ich sorge mich mit vielen anderen besonnenen Leuten im Land um das politische Klima in Deutschland. Die Flut der Asylbewerber und die gewalttätigen Formen ihrer Diskriminierung lassen einen Rechtsruck erwarten. In Ungarn, Frankreich und Polen, auch in Holland sind die rechtspopulistischen Kräfte gestärkt aus den Wahlen hervorgegangen. Ich bin überzeugt, dass Deutschland viele Menschen aufnehmen kann, die einem Bürgerkrieg entfliehen. Etliche werden wieder in ihre Heimat zurückkehren, wenn dort wieder ordentliche Verhältnisse herrschen. In Deutschland können wir nur einen Teil der Flüchtlinge integrieren. Einen festen Arbeitsplatz werden auch nur die wenigsten Menschen bekommen, die anderen vergrößern unseren Bevölkerungsanteil, der von Sozialhilfe lebt. Können unsere Sozialsysteme das aushalten? Das fragen sich die Menschen zurecht. Wenn die Zahl derer immer weiter anschwillt, die Sozialleistungen erhalten, aber keinen Beitrag für die Solidaritätskassen leisten, dann wird die Finanzierung dieses Sozialstaats problematisch. Protest auf breiter Front wird es wohl erst geben, wenn die deutschen Steuerzahler finanziell stärker belastet werden und womöglich der Kampf um die Arbeitsplätze beginnt, wenn die Konjunktur nachlässt.
Die Lösung kann nur darin bestehen, dass die leistungsfähigen europäischen Länder zusammenstehen und die Aufnahme der Asylbewerber gemeinsam bewältigen. So wird die Last für jeden Staat erträglich. Eine Mauer oder einen Zaun um Deutschland zu ziehen, das kommt wohl vor angesichts unserer Geschichte und 25 Jahre nach der Überwindung der Teilung nicht infrage. Jeder, der den Zuzug regeln will, muss sagen, wie er sich das konkret vorstellt. Eine Erklärung der Regierung mit Nennung einer Obergrenze wird nicht ausreichen, um die Flüchtlinge fernzuhalten.
Kommt es aber zu einer wahren „Völkerwanderung“ von Wirtschaftsflüchtlingen aus Afrika und anderen Regionen der Welt nach Europa, wie sie der frühere Bundesminister Carl-Dieter Spranger in den neunziger Jahren für den Fall vorhergesagt hat, dass die Not dort nicht zu lindern ist, dann bekommt die Zuwanderung eine ganz neue Quantität.
Ich finde, es sollte endlich Schluss sein mit dem Populismus, den die CSU und ihr Parteivorsitzender jede Woche aufs neue auftischen. Die Partei ist in der Regierungsverantwortung. Konsequenterweise müsste die CSU die Regierung verlassen, wenn sie es ernst meint mit ihren Forderungen. Eigentlich hat sie nur Angst, die rechte Flanke des politischen Spektrums freizugeben und Stimmen an die AfD und andere zu verlieren, die sich am rechten Rand tummeln. Das Strauß-Vermächtnis, dass rechts von der CSU keine etablierte Partei geben darf, gilt noch immer und treibt  Seehofer und die Seinen um.

Die Vorgänge in der Silvesternacht in Köln führen uns vor Augen, welche Probleme auf uns zukommen, wenn die verschiedenen kulturellen Wertvorstellungen aufeinanderprallen. Meines Erachtens darf sich der Rechtsstaat den Kriminellen gegenüber nicht als Schwächling präsentieren, über den sich die Täter auch noch lustig machen. Wer das Gastrecht in unserem Land schon wenige Wochen oder Monate nach seiner Ankunft missachtet und grob verletzt, also straffällig wird, der verdient es nicht, hier leben zu dürfen und sollte daher umgehend abgeschoben werden. Unser deutschen Mitbürger erwarten Entschlossenheit im Handeln der Regierung und der nachgeordneten Behörden. Der soziale Friede in unserem Land ist ein zu wichtiges Gut, als dass er von Leuten gefährdet werden darf, die es nicht gut meinen mit ihrer neuen Heimat. Wer hier zu Gast ist, der muss sich in deutsche Gesetzmäßigkeiten fügen. Das ist ein unumstößlicher Grundsatz.

Franken – ein Land guter Autoren

Gute Beteiligung am 1. Fränkischen Kurzgeschichtenpreis

Bis zum 31. Dezember 2015 konnten sich Schreibfreudige mit einer selbst verfassten Kurzgeschichte zum Thema »Biergarten« um den Fränkischen Kurzgeschichtenpreis 2016 bewerben. Nun liegt eine erste Bilanz vor: Über 400 Einreichungen, darunter 318 gültige Beiträge – das ist ein neuer Rekord für den ars vivendi verlag und die Nürnberger Nachrichten, die bereits seit 2012 gemeinsam Literaturpreise vergeben.Fränkischer Literaturpreis
»Die hohe Teilnehmerzahl hat uns richtig überrascht, ein schönes Weihnachtsgeschenk … und natürlich auch ein Statement dafür, welchen Stellenwert die oft scheinbar vernachlässigte Gattung der Kurzgeschichte in der gegenwärtigen Literaturwelt hat!«, freut sich Jury-Mitglied Magdalena Haid.
Unter den Bewerbern für den Fränkischen Kurzgeschichtenpreis sind übrigens keineswegs nur Franken oder Wahlfranken: Aus ganz Deutschland kamen die Biergartentexte, aus Österreich, der Schweiz – sogar von deutschsprachigen Schreibenden aus den USA, aus Frankreich, Dänemark und Indonesien.
Etwas über drei Monate hat die Jury nun noch Zeit, unter ihnen den Sieger des Jurypreises zu ermitteln; denn am 22. April, einen Tag vor dem Tag des Buches (und Bieres), findet die feierliche Preisverleihung in der Lederer Kulturbrauerei in Nürnberg statt.
Davor kann das Publikum allerdings selbst mitbestimmen, wer den Publikumspreis erhält. Ab dem 1. Februar 2016 sind die zehn besten Einreichungen, die die Jury bis dahin ermittelt hat, auf der Homepage www.fraenkischer-kurzgeschichtenpreis.de hochgeladen und in voller Länge lesbar – wer biszum 15. Februar für seinen Favoriten stimmt, hat die Chance auf eines von zehn Exemplaren des ars vivendi-Buchs Biergartenlandschaften, in dem die Siegergeschichte des ersten Jury-Preises abgedruckt sein wird.
Weitere Informationen finden Sie unter www.fraenkischer-kurzgeschichtenpreis.de.

„Essen wie bei Muttern“

Traditionelle Küche kehrt zurück nach Altmühlfranken

Mit dem neuen Jahr 2016 starten auch die kulinarischen Aktionswochen Altmühlfrankens in eine neue Runde. Den Auftakt macht die Aktion „Essen wie bei Muttern – traditionelle Küche aus Altmühlfranken“ vom 15. bis 24. Januar.
„Essen bei Muttern“ – damit verbinden wir immer Heimat, Geborgenheit und Gemütlichkeit. Und natürlich schmeckt‘s bei Muttern immer am besten! An ihrer Kochkunst wissen wir einiges zu schätzen. Traditionelle fränkische Gerichte deren Rezepte von Generation zu Generation weitergegeben und stets weiter verbessert wurden, haben sich zu kulinarischen Höhepunkten für Zunge und Gaumen entwickelt. Diese „Hausmannskost“, wie man gerne sagt, überzeugt durch ihre Einfachheit. Nicht immer sind exotische Zutaten oder komplizierte Techniken notwendig, um eine ausgezeichnete Mahlzeit zu kreieren. Viele Rezepte orientieren sich an regionalen Saisonprodukten. Die Generationen unserer Mütter und Großmütter verwendeten zum Kochen das, was die Felder gerade hergaben.Woche
Wenn wir heute an regionale kulinarische „Klassiker“ denken wie Krautwickel, Sauerbraten, Reiberdatschi, Schobberli, Tellersülze oder Bratapfel kommen bei vielen Erinnerungen an die Kindheit auf, als man Mutter oder Großmutter voller Vorfreude auf das Lieblingsessen beim Gemüse schneiden oder Kartoffeln putzen geholfen hat. Ein Stück dieses Gefühls, der Heimat, der Geborgenheit und der Gemütlichkeit wollen wir mit den kulinarischen Aktionswochen zurückholen. Genießen Sie in den acht teilnehmenden Gaststätten die Gerichte, die seit Generationen schmecken und lassen Sie sich gleichzeitig von den raffinierten Ideen und originellen Interpretationen der traditionellen Rezepte überraschen. 43 Gerichte zum Thema „Essen wie bei Muttern – traditionelle Küche aus Altmühlfranken“ warten auf den Speisekarten der teilnehmenden Gastronomiebetriebe auf Verkostung und Wiederentdeckung.

Neu – das „Genießer-Heftla“

Neu bei den kulinarischen Aktionswochen 2016 ist das „Genießer-Heftla“. In diesem scheckkartengroßen „Heftla“ kann man sich Besuch und Genuss eines Aktionsgerichtes im jeweiligen Gastronomiebetrieb mit einem Stempel bestätigen lassen. Gleichzeitig kann der Gast angeben, wie Ihm die Aktion „gemundet“ hat. In den Kategorien „Atmosphäre“, „Qualität & Geschmack“ sowie „Service“ kann man über die Vergabe von Schulnoten seine Meinung äußern. Und dieses „kulinarische Engagement“ wird auch belohnt: denn nach der letzten kulinarischen Aktion 2016 schickt man das Genießer-Heftla an die Zukunftsinitiative altmühlfranken des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Sind dort mindestens 3 Stempel von teilnehmenden Gastronomiebetrieben zu finden, nimmt man an der Verlosung attraktiver Preise teil. Diese reichen von Essensgutscheinen bis zu einer Übernachtung für 2 Personen inklusive Regionalmenü in Altmühlfranken. Das Genießer-Heftla ist bei der Zukunftsinitiative altmühlfranken und in allen teilnehmenden Gastronomiebetrieben erhältlich.
Weitere Informationen zur Aktionswoche sowie eine Auflistung der beteiligten Betriebe und aller angebotenen Gerichte finden sich im aktuellen Aktionsflyer „Essen wie bei Muttern – traditionelle Küche aus Altmühlfranken“ und unter www.altmuehlfranken.de/essen-wie-bei-muttern.

Teilnehmende Betriebe

GASTHAUS „ZUM HIRSCHEN“ – www.zumhirschen-muhr.de
Ansbacher Straße 4, 91735 Muhr a. See, Tel. 09831 3940
• Fränkische Kartoffelsuppe
• Krustenbraten an Dunkelbiersoße mit Klöße und bayrisch Kraut
• Leber mit Apfelringen an Stopfer und Salat
• Tellersülze vom Schweinskopf mit Bratkartoffeln
• Schobberli (Kartoffelnudeln) mit Apfelmus
• Bratapfel mit Vanilleeis
LANDGASTHAUS „JÄGERHOF“ – www.jaegerhof-absberg.de
Deutschordenstraße 4, 91720 Absberg, Tel. 09175 865
• Rinderbrühe mit hausgemachten Griesnockerln
• Fränkischer Kartoffeleintopf mit gebratenen Speckstreifen in der
Terrine serviert
• Geschmorte Rinderroulade mit Rosenkohl und Semmelkloß
• Fränkische Krautwickel mit Specksoße und Kartoffel-Pastinakenstopfer
• Hausgemachte Zwetschgenknödel mit Bröselbutter und Vanillesoße
PARKHOTEL ALTMÜHLTAL – www.aktiv-parkhotel.de
Zum Schießwasen 15, 91710 Gunzenhausen, Tel. 09831 5040
• Fränkische Kartoffelsuppe
• Rinderroulade mit Kartoffelpüree und glasierten Karotten
• Fleischküchle mit Kartoffel-Endiviensalat
LANDGASTHOF „ZUM SCHNAPSBRENNER“–
www.schnapsbrennerei.com
Dorfstraße 67, 91174 Spalt-Großweingarten, Tel. 09175 79780
• Fränkische Bratwurstsuppe
• Geröstete Grießsuppe
• Krustenbraten mit fränkischen Mehlknödeln, dazu Krautsalat mit Speck
• Sauerbraten vom fränkischen Weiderind mit Lebkuchensoße, dazu
Bandnudeln mit Semmelbrösel und Salat der Saison
• Krautwickerl mit Kartoffelstampf, braunen Zwiebeln und Gemüsegarnitur
• Paniertes Schweinekotelett mit Kartoffel-Gurkensalat
• Apfelstrudel mit Vanillesoße
• Reisbrei mit Apfelmus und Zimt-Zucker
GASTHOF „ZUM GOLDENEN LAMM“ –
www.gasthof-zum-goldenen-lamm.de
Marktstraße 16, 91757 Treuchtlingen-Wettelsheim, Tel. 09142 9689-0
• Apfelspalten im Schinkenmantel gebraten auf winterlichen Blattsalaten
mit Preiselbeer-Dressing und Baguette
• Geschmorte Rinderroulade „Hausfrauen Art“ mit Speck, Zwiebel und
Gurke gefüllt auf Senfrahmsoße, dazu hausgemachte Eierspätzle
• Krautwickel auf Kümmelsoße mit Kräuterkartoffeln und gemischtem Salat
• Gesurte Schweinebäckchen auf Spitzkohl und gebratenem Brezenknödel
• Hausgemachte Reiberdatschi mit Apfelmus oder Preiselbeerschmand
HOTEL-GASTHOF SAMMETH-BRÄU –
www.sammeth-braeu.de
Marktplatz 1, 91746 Weidenbach, Tel. 09826 6240 0
• Fränkische Hochzeitssuppe
• Rinderroulade mit Semmelklößen und Blaukraut
• Hausgemachte Sülze mit Bratkartoffeln
• Fränk. Krustenschäufele mit Klößen und Salatteller
• Weincreme vom fränkischen Riesling
Essen wie bei Muttern – traditionelle Küche
aus Altmühlfranken
Kulinarische Aktionswoche
15. bis 24. Januar 2016
GASTHOF „ZUM GÜLDENEN RITTER“ –
www.zum-gueldenen-ritter.de
Burggasse 1, 91757 Schambach, Tel. 09142 9689-0
• Fränkische Kartoffelsuppe mit Würstchen
• Rahmspinat mit Spiegelei und Salzkartoffeln
• Rinderroulade „Hausfrauenart“, roher Kloß und Apfelblaukraut
• Kassler mit Sauerkraut und Kartoffelstampfer
• Karthäuser Klöße mit Vanillesoße

BRANDENBURGER HOF –
www.brandenburger-hof-weissenburg.de
Niederhofener Straße 18, 91781 Weißenburg, Tel. 09141 974100
• Kartoffelsuppe
• Krautwickel mit Stopfer
• Gulasch mit Salzkartoffeln
• Baunzer mit Apfelmus
• Blutwurstgröstl
• Apfelschmarrn mit Zimtzucker

Integration und Inklusion sind zwei liberale Werte

Gedanken von Stadtrat Alexander Kohler (FDP), Weißenburg

So wie Freiheit mit dem liberalen Gedanken untrennbar verbunden ist, sind auch die beiden Begriffe „Inklusion“ und „Integration“ in ihrem Wortsinn Bestandteile unseres liberalen Denkens und Handelns(?). Inklusion ist das Einbinden von Bürgerinnen und Bürgern mit Behinderungen (z.B. geistige Behinderungen oder körperliche Behinderungen) in alle Ebenen unserer Gesellschaft und das Ermöglichen eines weitgehend eigenständigen Lebens. Dagegen ist Integration eher als Aufgabe zu verstehen, Menschen, die originär nicht zu unserer Gesellschaft gehören, als Bürger einzubinden. Beides hohe Ziele, beides aber funktioniert nicht so einfach. Lassen Sie mich ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern, denn da wird die Problematik sehr deutlich. Kohler 07.02.2013 20-40-18.2013 20-40-18
Inklusion. Mit meiner Tochter (ein behindertes Kind) führt meine Familie seit fast 20 Jahren ein offensiv inklusives Leben. Wir versuchen das Kind/junge Frau überall mitzunehmen, einmal, weil wir ihr die Welt eröffnen möchten, zum anderen, um auch Sensibilität für Behinderungen in unserem Umfeld zu schaffen. Dass es dabei oft zu Konflikten gekommen ist, können sie sich sicher denken. Behinderte, gerade geistig behinderte, können sich halt nicht so einfach an gesellschaftliche Normen halten, wozu auch. Doch das Leben besteht nicht nur aus dem geschützten und immens wertvollen Teil in Schule, Werkstatt und Tagesstätten, sondern es findet Zuhause, in der Familie, bei Verwandten, auf der Straße, in Geschäften, bei Veranstaltungen, im Theater, im Kino, im Gottesdienst, im Freibad, auf Ämtern …….usw. statt. Hier merke ich, dass es in den letzten 10 Jahren zu Veränderungen gekommen ist, dass mehr Wert darauf gelegt wird, Menschen mit Behinderungen mitkommen zu lassen, dass Aufklärung und Information Ängste und Vorurteile ausgeräumt haben. Oft werde ich von in dieser Sache unsicheren Menschen gefragt: „Wie soll man denn auf jemand mit Behinderung zugehen“. Meine Antwort: „Ganz normal und ohne Scheu und ehrlich, versuchen Sie es – es klappt, ganz sicher – und das Schönste, Sie bekommen viel Dankbarkeit zurück und ein gutes Gefühl“. Wegschauen und Weggehen wären billige egoistische Möglichkeiten, aber keine Problemlösungen. Inklusion versteht man nicht nur als instrumentalisierenden Begriff, sondern als Aufgabe. Und je mehr die Gesellschaft, also Sie und ich und die vielen anderen Menschen auch ein inklusives Umfeld schaffen, um so mehr trauen sich behinderte Menschen, deren Eltern, Angehörige, Freunde und und und auch eine uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu. Und dann erst wird es zu einem Gewinn für beide Seiten. Und dann haben wir ein großes Ziel erreicht.
Davon abgegrenzt die Integration. Seit einem halben Jahr ist in meiner Familie ein Mädchen aus Kamerun/Afrika (au pairs) und möchte unser Deutschsein (?) kennenlernen. Zunächst war die Konversationssprache Französisch mit allen Schwierigkeiten, denn Begriffe können sehr wohl übersetzt werden, was aber nicht bedeutet, dass damit auch die inhaltlichen, verbindlichen (emotionale oder ideelle) Werte mit enthalten sind. Zunächst dachte ich, dass es ähnlich wie bei Inklusion wichtig sei, möglichst viel von unserem Leben zu zeigen. Freunde, Geschäfte, Bildungsmöglichkeiten, Kultur, usw. So denkt man, habe der Mensch aus einem anderen Kulturkreis die schnellste und effektivste Möglichkeit sich zu integrieren. Dies ging jedoch komplett daneben und endete erst einmal mit Verweigerung und Ablehnung. Was war geschehen? Heute möchte ich es als Überforderung unseres Gastes mit unserem Anspruchsdenken beschreiben. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, zwei kleine Geschichten. Das Mädchen war sehr traurig und teilweise melancholisch/depressiv. Nach intensiven Fragen stellte sich heraus, dass sie gerne zu ihrer Freundin, die in Hamburg lebt, reisen möchte. Und, dass sie anfangs dachte, dass dies jeden Abend täglich mit der Metro problemlos möglich wäre (Hamburg-Weißenburg) und halt dann doch nicht funktionierte, konnte sie nicht verstehen. Käse wächst am Baum. So jedenfalls dachte unser Gast und verabscheut (noch heute) Käse, denn eine Frucht, die so streng riecht kann man ja nicht essen.
Viele Geschichten könnte ich noch erzählen, doch allen ist gleich, dass sie mit einer mangelnde Information über unser Land und unser Denken zu uns nach Deutschland gekommen ist. Besser wurde es für das Mädchen und uns als Gastfamilie, als wir begonnen haben ihr zu erzählen, wie wir Deutsche ticken, warum wir pünktlich sind, wer unsere Straßen bezahlt, warum wir kostenfrei Schulen und Universitäten besuchen können, warum wir Steuern zahlen, dass Mann und Frau die selben Rechte besitzen, dass wir nur einen (Ehe-) Partner haben. Sie konnte vieles nicht glauben, wahrscheinlich auch heute noch nicht. Doch sie hat ein Gespür dafür bekommen, wie unser Leben in Deutschland funktioniert, was verlangt wird und dass die gebratenen Gänse nicht in den Mund fliegen. Sie glaubte das aber. Hier sehe ich, gerade in der aktuellen Flüchtlingsproblematik eine riesige Herausforderung. Deren Lösung ist aber nicht die Aufgabe von Regierung und Helferkreisen, sondern dies ist Aufgabe von uns allen. Sagen wir deutlich und ohne Beschönigungen an, wie es in Deutschland funktioniert. Freundlich, ehrlich und bestimmt. Nur dann kann eine Integration funktionieren, nur dann versteht auch der Fremde, wie er seinen Platz in unserer Gesellschaft finden und ausfüllen kann.
Eine besondere Herausforderung ist es für uns, wenn wir mit unserem behinderten Kind und unserem afrikanischen Gast gemeinsam in der Öffentlichkeit auftreten. Da treffen eben Inklusion und Integration knallhart aufeinander. Zwei große Herausforderungen, die allen Seiten erhebliches abverlangen. Jedoch eine Aufgabe, die liberal denkenden Menschen zur Herzensaufgabe wird. Vielleicht kann dies auch eine Aufgabe für Sie, lieber Leser, werden. Danke.

Bayerns FDP fordert Sanktionen gegen Saudi-Arabien

Verhältnis zu Saudi-Arabien überprüfen

Auf ihrer Klausurtagung in Hirschaid hat der Landesvorstand der FDP Bayern folgende Resolution beschlossen:
„Am ersten Jahrestag der Auspeitschung des liberalen Bloggers Raif Badawi fordert die bayerische FDP die Bundesregierung auf, die Beziehungen zu Saudi-Arabien neu zu justieren. Die jüngste Massenhinrichtung, die Unterdrückung jeglicher Opposition, die Inhaftierung und Misshandlung politischer Gefangener, die katastrophale rechtliche Situation der Frauen, der Export fundamentalistischer religiöser Ideologie, die Duldung der Finanzierung von Terrorgruppen durch saudische Staatsbürger und die kriegerischen Aktivitäten im benachbarten Yemen dürfen nicht ohne diplomatische und wirtschaftliche Konsequenzen bleiben.
Saudi-Arabien verstößt systematisch gegen die Menschenrechte. Enthauptung, Verstümmelung und Auspeitschung sind Teil des saudischen Rechtssystems. Ehebruch, Homosexualität oder der Abfall vom islamischen Glauben werden mit dem Tod bestraft. Frauen dürfen ohne ihren männlichen Vormund kaum Entscheidungen treffen. Demokratie und Meinungsfreiheit existieren in Saudi-Arabien nicht.
So wie das Land im Inneren die Menschenrechte verletzt, so exportiert es nach Außen den islamischen Fundamentalismus. Saudi-Arabien bekämpft zwar im Rahmen der Anti-IS-Koalition den islamistischen Terrorismus, fördert aber gleichzeitig dessen ideologische Wurzeln: Es verbreitet die radikale Lehre des Wahhabismus in der ganzen Welt und sponsert islamische Gotteskrieger vom Balkan über Syrien bis nach Afghanistan.
Die UN-Menschenrechtscharta stellt klar: Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person. Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden. Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit. Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung. Diese universellen Rechte müssen Leitlinien unserer Außenpolitik sein. Wir müssen uns konsequent für ihre Einhaltung einsetzen und diejenigen unterstützen, die dafür eintreten.
Wir erkennen an, dass Saudi-Arabien als Regionalmacht und Erdölexporteur ein wichtiger politischer und wirtschaftlicher Akteur im Nahen Osten ist. Es ist richtig, dass Deutschland und seine europäischen und nordamerikanischen Partner diplomatische Beziehungen zum Königshaus in Riad aufrecht erhalten und es bei der Suche nach Lösungen für Konflikte wie etwa in Syrien oder im Irak einbinden. Dies darf jedoch kein Blankoscheck des Westens für die Missachtung der Menschenrechte sein.
Solange sich die Menschenrechtssituation in Saudi-Arabien nicht verbessert und die saudische Regierung keine wirksamen Schritte gegen die Finanzierung des islamistischen Terrors unternimmt, fordert die FDP Bayern:
– einen sofortigen Stopp aller deutschen Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien,
– den Verzicht auf Ölimporte aus Saudi-Arabien,
– dass die Bundesregierung gemeinsame Sanktionen mit ihren internationalen Partnern anstrebt.

Für uns Freie Demokraten steht fest: Die Verantwortung der Politik für die Menschenrechte endet nicht an den eigenen Landesgrenzen.“

Romantiker in der Fränkischen Schweiz

Vortrag beim „Historischen Stammtisch“ in Weißenburg

Beim „Historischen Stammtisch“ ist am Mittwoch, 13. Januar, um 20 Uhr im Gasthof „Goldener Adler“ Andrea May vom Bezirk Mittelfranken zu Gast. Sie referiert zum Thema „Romantiker in der Fränkischen Schweiz“. Wenn auch die Region touristisch eingebüßt hat, gilt sie immer noch als Wandermekka, vor allem für die Freunde des Gerstensafts, denn in der „Fränkischen“ gibt es bekanntlich die höchste Brauereidichte Deutschlands. Wilhelm Heinrich Wackenroder (1773–1798) und Ludwig Tieck (1773–1853) haben die Gegend um Muggendorf erkundet und ihre Reiseeindrücke in schriftlicher Form festgehalten. Nur zehn Jahre später erschien das Werk „Merkwürdigkeiten der Gegend um Muggendorf“ von Johann Christian Rosenmüller (1771–1821), welches als erster Reiseführer der „Fränkischen Schweiz“ angesehen wird. Der Vortrag befasst sich in der Hauptsache mit der Frage, inwieweit die Romantiker als die „Entdecker“ der „Fränkischen Schweiz“ anzusehen sind, welche Rolle ihnen im Hinblick auf die Entwicklung der Region hin zum Reiseland zukommt und welche Spuren gegebenenfalls bis heute greifbar sind.