„Stadtmarketing Gunzenhausen“ wird gegründet

Aufbruchstimmung in der Stadt

„In Gunzenhausen tut sich etwas!“ Das ist die Feststellung von Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. Er verbindet damit die Einladung zur Gründung der „Stadtmarketing Gunzenhausen e.V.“ am Dienstag, 19. Mai, um 19 Uhr in der Stadthalle.

"Qualitätsstadt Gunzenhausen" nennt sich dieser Kurzführer aus dem Schrenk-Verlag.

„Qualitätsstadt Gunzenhausen“ nennt sich dieser Kurzführer aus dem Schrenk-Verlag.

Tatsächlich ist eine Aufbruchstimmung in der Stadt zu verspüren. Dass es so ist, darf dem Bürgermeister angerechnet werden, der sich mit großem Elan den Aufgaben widmet, die vor der Stadt liegen. Verbessert werden soll das Zusammenspiel von Stadt und Wirtschaft sowie bürgerschaftlichen Initiativen. Es freut mich, dass er  meinen Vorschlag zur  Namensgebung aufgegriffen hat. „Marketing“ beschreibt die umfassende Aufgabe des neuen Vereins viel besser als „Gewerbeverein“.

Karl-Heinz Fitz möchte die Kräfte bündeln, um die Stadt noch besser vermarkten zu können. Deshalb sollen in dem neu zu gründenden Verein auch die Interessengruppen der Wirtschaft vertreten sein, ferner die im Stadtrat vertretenen Parteien und Wählergruppen sowie natürlich möglichst viele Gunzenhäuser als Einzelmitglieder.

Die Stadt ist auf einem gute Wege. Sie wird am 10. Juli offiziell „Service Q“-Stadt, übrigens als erste in Mittelfranken und als dritte in Bayern. Das ist insbesondere dem Engagement des Citymanagers Jocher zu verdanken, der zusammen mit dem Wirtschaftsreferenten Andreas Zuber hartnäckig gearbeitet hat, um das Ziel „Qualitätsstadt“ zu erreichen. Ihnen ist es gelungen, eine Tagung aller deutschen „Service Q-Städte“ nach Gunzenhausen zu bringen (30. September/1. Oktober).

Werner Falk, Stadtrat der FDP

Jubiläumswandern im Altmühltal

Seit zehn Jahren gibt es den Panoramaweg

„Franken entdecken – mein Tag mit dem Bayerischen Rundfunk auf dem Altmühltal-Panoramaweg“: Für Jedermann steht am 29. Mai 2015 eine Jubiläumswanderung auf dem Programm. Eine 14-Kilometer-Tour und eine 18-Kilometer-Variante stehen zur Auswahl.

Der Wanderweg führt an der Pappenheimer Burg vorbei.

Der Wanderweg führt an der Pappenheimer Burg vorbei.

In Solnhofen, bekannt durch die seltenen Originale des Urvogels Archaeopteryx im Museum Solnhofen, geht es los. Wer sich für die 18-Kilometer-Tour entscheidet, wandert zunächst an der Altmühl entlang nach Eßlingen und dann auf dem Altmühltal-Panoramaweg hoch über dem Altmühltal über die „Zwölf Apostel“ zurück nach Solnhofen.

Wer die 14-Kilometer-Tour wählt, geht direkt über den Altmühltal-Panoramaweg Richtung Pappenheim. Kurz vor einem steilen Aufstieg bei Zimmern kann man sich bei der Brennerei Engeler stärken. Pappenheim lädt zur Mittagsrast; die Sendung „Mittags in Franken“ auf Bayern 1 wird von 12:05 Uhr bis 13:00 Uhr LIVE vom Pappenheimer Marktplatz gesendet. Wanderer der Jubiläumstour haben freien Eintritt auf Burg Pappenheim. Am Nachmittag gibt es auf dem zweiten Streckenabschnitt noch einige Überraschungen, bevor die Tour in Treuchtlingen am Stadtschloss endet. Die Frankenschau aktuell im Bayerischen Fernsehen berichtet ab 17:30 Uhr LIVE von der Abschlussveranstaltung.
Mehr zum Wandertag auf der Webseite des BR Studio Franken!

Die Startzeit für die Wanderer in Solnhofen ist zwischen 8:30 und 10 Uhr. Bahn- und VGN-Anschlüsse in Solnhofen, Pappenheim und Treuchtlingen machen die An- und Abreise ganz einfach. Der Spartipp für Wanderer: das TagesTicket Plus des VGN.

Festjahr der Gunzenhäuser Feuerwehr

Veranstaltungsreigen eröffnet

Mit dem Playmobil-Feuerwehrmann an der Seite: Stadtrat Werner Falk.  Das Foto vom Rundgang anlässlich des Tags der offenen Tür hat freundlicherweise  Joachim Seltmann, der stellvertretende Kommandant, geschossen.

Mit dem Playmobil-Feuerwehrmann an der Seite: Stadtrat Werner Falk. Das Foto vom Rundgang anlässlich des Tags der offenen Tür hat freundlicherweise Joachim Seltmann, der stellvertretende Kommandant,  dem Falk-Report überlassen.

Mit einem ganzjährigen Veranstaltungsprogramm feiert die Freiwillige Feuerwehr Gunzenhausen ihr 150-jähriges Bestehen. Zum Auftakt war die Wehr bei der „Messe Altmühlfranken“ in Gunzenhausen präsent und zeigte sich bei einem „Tag der offenen Tür“ am 3. Mai der Öffentlichkeit. Wie stark sich die Gunzenhäuser mit ihrer Feuerwehr verbunden fühlen, das wurde dabei deutlich. Im Beisein von Landrat Gerhard Wägemann und Bürgermeister Karl-Heinz Fitz dankte Lydia Palmowski alle ihren Helfern, die sich im Jahr der Vorbereitungen viel Mühe gegeben haben, um das Jubiläum zeitgemäß zu begehen.
Und so geht es nach dem Plan von Lydia Palmowski (Vorstand) und Swen Müller (Kommandant) weiter:
8. Mai (und 5. Juni sowie 14. August): Grillabend an der Feuerwehrzentrale
22. Juni: Ausstellungseröffnung „150 Jahre FFW Gunzenhausen“ in der Sparkasse Gunzenhausen
28. Juni: Oldtimertreffen auf dem Marktplatz (dabei sind auch Fahrzeuge des THW, der Polizei und des BRK).
25. und 26. Juli: Kreisjugendfeuerwehrtag in Gunzenhausen
7. August: 20 Jahre Althelfer in Gunzenhausen
18. Oktober: Ökumenischer Gottesdienst und Totenehrung in der Stadtkirche.

 

BND ist ein Trauerspiel für das Land

Der Bundesnachrichtendienst muss an die kurze Leine genommen werden!

Aus dem menschlichen Zusammenleben wissen wir: Das Vertrauen zueinander bestimmt die Intensität der Beziehung. Wer vom anderen enttäuscht oder gar betrogen wird, der wird ihm das Vertrauen entziehen.
Wie aber ist das im Verhältnis von Regierungen oder amtlichen Stellen zueinander? Die NSA-Affäre wirft immer mehr die Frage auf, ob die Geheimdienste, vor allem der Bundesnachrichtendienst, noch wo weitermachen dürfen. Meiner Meinung nach müssen die Geheimdienste stärker unter demokratische Kontrolle gestellt werden als bisher. Sicher gibt es Angelegenheiten, die der Geheimhaltung bedürfen und deshalb in der Öffentlichkeit nichts verloren haben, aber der Geheimdienstausschuss des Bundestags und vor allem der Bundessicherheitsrat als das oberste Überwachungsorgan der Geheimdienste, müssen wissen, was die Dienste machen. Wenn es diesbezüglich Mängel und Lücken gibt, dann besteht Aufklärungsbedarf, wie beispielsweise im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags.
Damit sind wir bei der jetzigen Situation. Die Bundeskanzlerin hat sich zurecht vor Monaten darüber beklagt, dass amerikanische Geheimdienste ihr Handy abgehört und auch sonst noch reichlich in Deutschland geschnüffelt haben. „Unter Freunden geht sowas gar nicht!“ Das war ihre klare Meinung – damals. Heute steht der deutsche Auslandsnachrichtendienst (BND) am Pranger, den französischen Präsidenten als Helfer des NSA abgehört zu haben. 2008 soll der BND damit begonnen haben. Die Fragen an die Kanzlerin werden immer drängender. Kann sie darauf hoffen, dass Gras über die Angelegenheit wächst?
Die Koalitionsparteien bieten derzeit ein Bild der Zerrissenheit. Der CDU-Aussschuss-Vorsitzende Sensburg äußert offen seine Verwunderung, wie die Koalitionäre miteinander umgehen. Er hat allen Grund dazu, denn selbst SPD-Chef Gabriel bricht ein Tabu und erzählt von persönlichen Gesprächen mit der Kanzlerin. Andere aus dem Regierungslager raunzen sich öffentlich gegenseitig an und lassen jeden Respekt vermissen. Die „GroKo“ ist zwei Jahre vor Ablauf ihrer Mindesthaltbarkeit schon im Verfallsstadium.
Ich komme zu der Überzeugung, dass in unserem Land schon zuviel überwacht wird. Allein schon unsere Internet-Nutzung ermöglicht einen Zugriff auf unsere Daten, die viele User in der ganzen Breite noch gar nicht wahrnehmen. So werden wir zum gläsernen Menschen. Das ist vielen Menschen nicht recht und dagegen stemmen sie sich zurecht. Die Effizienz des BND ist ohnehin fragwürdig, denn nicht einmal die politische und wirtschaftliche Lage in der einstigen DDR hat er Ende der achtziger Jahre realistisch eingeschätzt, statt dessen schwadroniert von der erfolgreichsten Volkswirtschaft der Ostblock-Länder. Von der tatsächlichen Stimmung unter der Bevölkerung im Unrechtsstaat DDR, wie sie in den Montags-Demostrationen ihren Ausdruck fand, hatte er offensichtlich keinerlei Ahnung.
Wie gut, dass mit dem FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner ein namhafter Liberaler seine mahnende Stimme erhoben und die Bedenken klar formuliert hat, wie es bis dato keiner von den anderen getan hat. Er fordert namens der Freien Demokraten einen Geheimdienstbeauftragten zur Ergänzung der parlamentarischen Kontrollgremien. Die Geheimdienste dürften kein Eigenleben entwickeln, sondern müssten immer an das Recht gebunden sein. Das bestätigt mich in meiner festen Überzeugung: Die FDP hat als Schutzpatronin der Rechtstaatlichkeit ihre Daseinsberechtigung und deshalb muss sie in zwei Jahren wieder in den Bundestag. Wir wollen einmal sehen, ob die Wähler in Bremen am kommenden Sonntag ähnlich denken.
Werner Falk, Stadtrat der FDP, Gunzenhausen

Dennenloher Gartentage vom 14. bis 17. Mai

Sie haben den Ehrentitel: „Bayerns blühendste Gartenmesse“

Vom 14. Mai bis 17. Mai lädt Familie von Süsskind zu den Schloss- und Gartentagen ein. Sie gelten als „Bayerns blühendste Gartenmesse“. Öffnungszeiten täglich von 10 bis 18 Uhr.
Rund 100 Aussteller präsentieren rund um den farbenfrohen Gutshof, im sprießenden Park und im Privatgarten der Familie von Süsskind exklusive Wohn- und Gartentrends, Wissenswertes aus der Pflanzenwelt sowie die neuesten Gartengeräte.

Robert und Sabine von Süsskind bitten zu den Gartentagen.

Robert und Sabine von Süsskind bitten zu den Gartentagen.

Das vielfältige Rahmenprogramm wie Konzerte auf der Schlossterrasse sowie die Ausstellung in der Galerie „Fundstücke“ verleihen Deutschlands blühendster Gartenmesse kulturellen Glanz.
Das Oldtimermuseum und der Gutshof inkl. Marstall Wirtshaus und die Schlossläden sind während der Gartentage nur in Verbindung mit dem Eintritt zu den Schloss- und Gartentagen zugänglich. Das Museum ist an diesen Tagen zum Sonderpreis von einem Euro zu besichtigen.
Die Dennenloher Schloss- und Gartentage sind an allen vier Tagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt für Erwachsene 10 Euro, Parkplatzgebühr 2 Euro, Kinder bis 18 Jahre frei, Hunde an der Leine willkommen.
Das Schlossteam kassiert bei allen Besuchern, die auf dem „Ochsenfeld“ parken, den Eintritt und die Parkplatzgebühr gleich aus dem Auto heraus. Um längere Wartezeiten an den Kassen zu vermeiden wäre es gut, das Geld gleich parat zu haben.

Slow Food Altmühlfranken unterstützt Handwerksbäcker

Gutes Backhandwerk braucht Leidenschaft, Know-how und vor allem Zeit

Zum „Tag des Deutschen Brotes“ am 5. Mai hat der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks eine Verbraucheroffensive unter dem Motto: „Schluss mit dem inflationären Gebrauch des Begriffs Bäcker!“ gestartet. Gestützt auf das traditionelle Bäckerwappen mit den von zwei Löwen getragenen gekreuzten Schwertern und dem Zusatz „Deutsche Innungsbäcker“ soll der Öffentlichkeit präsentiert werden, „wer hierzulande das beste Brot backt“. Ziel ist es, den Verbrauchern mit einer klaren Orientierung mehr Transparenz im undurchsichtigen Wettbewerb zu bieten und die Stammtischhoheit nicht den Discountern zu überlassen.

Bäcker Menzel aus Spalt ist für seine jahreszeitlichen Spezialitäten bekannt.

Bäcker Menzel aus Spalt ist für seine jahreszeitlichen Spezialitäten bekannt.

Die beiden Organisationen Die Bäcker. Zeit für Geschmack e. V. und Slow Food Deutschland e. V. begrüßen die Initiative, Verbraucherinnen und Verbraucher nicht länger im Dunkeln tappen zu lassen und ein für alle Mal zu klären, was unter dem Begriff Bäckerei eigentlich zu verstehen ist. Dieter Popp von Slow Food Altmühlfranken erwartet, dass die Frage „Was genau macht einen Bäcker aus?“ auch durch den Zentralverband des Bäckerhandwerks eindeutig geklärt werden kann. Dazu ist aber vorab ein ehrlicher und offener Diskurs über die Stärken und Schwächen der Bäckerbranche sinnvoll. Die anstehende Werbekampagne des Bäcker-Zentralverbands , zu der auch ein TV-Werbespot unmittelbar vor der „Tagesschau“ gehört, schüttet nun leider das Kind mit dem Bade aus. Man präsentiert ein neues, historisches Qualitätssiegel und macht es sogleich wieder unglaubwürdig, weil es von allen genutzt werden kann, die Mitglied in der Innung und somit im Zentralverband sind. Welche Qualitätsaussage steht hinter einer solchen Botschaft? Bisher ist die einzige Voraussetzung, um Innungsbäcker zu werden, das Tragen eines Meistertitels. Bringt dieser Meistertitel aber unweigerlich die von vielen Kunden erwünschte Qualität wirklich alleine in die Backstube?
Das „Bekenntnis zu Handwerk und Qualität“ unter dem neu aufpolierten Wappen wird, so steht zu befürchten, die weitere Image-Erosion des Backhandwerks wohl nicht aufhalten können. Insbesondere dann nicht, wenn das „Stehen zu den Werten“, zu denen sicherlich Verantwortungsbewusstsein und Aufrichtigkeit zählen, noch nicht in der Führungsspitze der Berufsvertretung angekommen ist. So steht etwa das Motto „Regionalität und Vielfalt gegen Einheitsbrot“, das vom Zentralverband zum „Tag des Deutschen Brotes“ zelebriert wird, im krassen Widerspruch zu Aussagen des Verbandspräsidenten Peter Becker. Beispielsweise zu dessen Äußerung (im Magazin ,Brot‘ 1/2014):

Mir ist völlig egal, ob das Getreide aus Amerika, aus der Ukraine oder der Magdeburger Börde stammt. Ich brauche einfach den optimalen Rohstoff.

Dabei gehört es zunehmend zu den ureigenen Fähigkeiten souveräner Bäcker, aus regionalen Rohstoffen gutes Gebäck herzustellen? Genau hier liegt einer der wichtigsten Unterschiede zwischen handwerklicher und industrieller Fertigung. Gutes Handwerk drückt sich dadurch aus, dass Bäcker und Bäckerinnen mit ihrem Wissen, Know-how und Zeit in der Lage sind, die Herstellungsverfahren an die Rohstoffqualität anzupassen, ohne auf industriell aufbereitete Vorprodukte und gedopte Mehle zurückgreifen zu müssen. Auf dieser Grundlage schöpferischen handwerklichen Könnens erschaffen gerade in Altmühlfranken verantwortungsbewusste Bäcker individuelle Produkte mit Charakter. Das ist es, was die Kunden heute von einem Handwerksbäcker erwarten. Und wie sieht es mit der Kompetenz und Ehrlichkeit aus, wenn Verbandspräsident Becker im gleichen Artikel formulierte:

Bioanbau … hat nichts mit Qualität zu tun, das sind ideologische Ansprüche. …Der konventionelle Anbau ist heute so vernünftig, da überdüngt keiner.

Es geht hier gar nicht um die Frage nach „Bio“ oder „Konventionell“. Aber die Nitratbelastung vieler Gewässer und die daraus erwachsende Kostensteigerung für die Aufbereitung des Trinkwassers sind keine Einbildungen, sondern werden von der Bundesregierung massiv beklagt. Dabei steht diese Nitratbelastung unmittelbar im Zusammenhang mit der knallharten Forderung des Bäcker-Funktionärs nach einem ,optimalen‘ Rohstoff, egal woher er ihn beziehen kann.

Wo fängt eigentlich das Verständnis von Qualität bei der Lebensmittel-Herstellung an? Woran lässt sich Verantwortung ablesen, wenn man vor den ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen der Erzeugung unserer Rohstoffe die Augen verschließt und notfalls den hiesigen Bauern den „Schwarzen Peter“ überlässt, weil man den ,optimalen‘ Rohstoff ja auch aus der Ukraine oder den USA importieren kann?
Der in die Zukunft gerichteten Verantwortung altmühlfränkischer Bäcker, die eine transparente Partnerschaft mit ihren Müllern und Bauern eingehen wollen, steht zudem die offenbar anderen Interessen folgende Aussage des Bäckerverbands-Präsidenten entgegen, der 2012 die „Aufhebung der Blockadehaltung“ gegen die Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen forderte. Weiß der Mann, dass die übergroße Mehrheit seiner eigenen Kunden partout und völlig zu Recht keine gentechnisch manipulierten Rohstoffe auf dem Acker sowie in Brot und Backwaren wünscht?

Die Zukunft des Backhandwerks liegt ausschließlich in der ehrlichen Kommunikation gegenüber den wachsam gewordenen Kunden. Diese erwarten zunehmend Informationen über den gesamten handwerklichen Herstellungsprozess sowie die Herkunft und Qualität der landwirtschaftlichen Rohstoffe. Dies haben offenkundig die Handwerksbäcker an der Basis – im unmittelbaren Kontakt zu den Kunden – verstanden. Denn sie stehen im täglichen Wettbewerb mit werbeintensiven Discounter-Ketten, die uns massiv einreden wollen, dass nur sie wissen, was Handwerks-Qualität ausmacht. Es wird höchste Zeit, dass auch der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks aufwacht. Der „Tag des Deutschen Brots“ bietet dazu den passenden sowie überfälligen Anlass.

Dieter Popp , Slow Food Altmühlfranken, altmuehlfranken@slowfood.de

Die EU-Vogelschutzrichtlinie ist zur „Erfolgsgeschichte“ geworden

Wiesenbrüterbestände sind rückläufig

„Eine Erfolgsgeschichte“ ist die europäische Vogelschutzrichtlinie aus dem Jahr 1979. Das sagt Dr. Norbert Schäffer, der neue Landesvorsitzende des LBV Bayern. Im aktuellen Mitgliedermagazin „Vogelschutz“ (2/2015) rühmt er das „Natura 2000“-Netzwerk als Ergebnis der Vogelschutzgebiete und der FFH-Flächen. Demnach ist es in den EU-Mitgliedsländern verboten, Vogelfallen aufzustellen, in Brut- und Aufzuchtzeiten sowie während des Frühjahrszugs nach Vögeln zu jagen, Nester zu beschädigen oder zu zerstören, ja sogar das Sammeln und der Besitz von Eiern ist untersagt.

Dr. Norbert Schäffer, LBV-Vorsitzender

Dr. Norbert Schäffer, LBV-Vorsitzender

Das massenweise Abschlachten von Vögeln gehört in den allermeisten Ländern Europas der Vergangenheit an, aber es dürfen immer noch Vögel mit ungünstigem Erhaltungszustand“ legal geschossen werden. Wo werden in Frankreich, Italien und Malta jährlich rund 2,5 Millionen Feldlerchen erlegt (in Deutschland hat deren Bestand in den letzten zwanzig Jahren um 40 Prozent abgenommen), ferner eine halbe Million Bekassine (der deutsche Brutbestand beträgt 5500 bis 8500 Paare) sowie Geldregenpfeifer, Kiebitze, Brachvögel, Turteltauben und Knäkenten gejagt. Die EU-Kommission hat einen „Fitness Check“ der EU-Naturschutzrichtlinien angekündigt hat, der LBV erwartet, dass die biologische Vielfalt optimiert wird.
Europaweit gibt es 27384 „Natura 2000“-Gebiete. Sie nehmen einen Flächenanteil von 18,1 Prozent ein (Vergleich Bayern: 745 Gebiete auf 11,3 Prozent der Landesfläche). Das Wiesenbrütergebiet im Altmühltal (Wiesmet zwischen Ornbau und Wald) gehört dazu.
Besorgt ist der LBV-Chef um den Bestand der wiesenbrütenden Arten Uferschnepfe und Braunkehlchen. Wie die Kartierung von 2014 besagt, ist der Bestand der Uferschnepfe in Bayern seit 1980 um 74 Prozent zurück gegangen. Auch das Braunkehlchen ist zur Rarität geworden (Rückgang von 1998 bis 2014 um 71 Prozent).
Der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer verspricht den Vogelfreunden im Land: „Wir werden usn gegen alle Versuche wehren, den gesetzlichen Rahmen, die EU-Voglelschutz- und FFH-Richtlinien, zu schwächen.“

Energie im Kreislauf der Natur

„Heizomat“ präsentiert sich am 9. und 10. Mai

Zum einem „Tag der offenen Tür“ hat die Firma Heizomat in Heidenheim/Maicha eingeladen. Termin: 9. und 10. Mai, von 10 bis 17 Uhr auf dem ehemaligen Bundeswehrkasernengelände in Heidenheim.

Chef Robert Bloos und seine innovative Crew präsentieren wieder einmal ihre technischen Neuheiten, unter denen sich eine neu konzipierte Austragungskette befindet. Sie Heizomatneuwird als „revolutionäre Neuentwicklung zum schneckenlosen Austragen der Hackschnitzel vom Bunker zum Kessel“ beschrieben. Bloos hat sie zum Patent angemeldet.

Neu ist auch „Heizocontrol TS 7“ (mit Siemens-Simatic), die Bloos als „unsere beste Steuerung aller Zeiten“ rühmt.  Weltpremiere hat „Heizotrans Z-3000“, ein Hochleistungswurfgebläse. 40 Kubikmeter Hackschnitzel werden in vier Minuten bewältigt. Zudem stellt das Unternehmen „Heizopump“ vor, eine Brauchwasserwärmepumpe mit Photovoltaik-Funktion.

„Heizomat“ präsentiert sich am 9. und 10. Mai  mit einer umfassenden Schau, die vom Anpflanzen der Eniergiehölzer, über das Ernten (mit Schneid- und Rücktechnik), das Zerkleindern (mit Heizohack-Hand- und Kranmaschinen) bis zum Lagern von Hackgut und dem vollautomatischen Heizen von Holz reicht. Daneben präsentieren sich noch Firmen aus folgenden Bereichen: Landtechnik, Forsttechnik, Stalleinrichtungen, Baumaschinen, Fertigbau, Möbelbau, Baumschule, Direktvermarkter, Holzbau und Hotelerie.

Der Firmenchef verspricht: „Jede Mama erhält zum Muttertag eine tolle Aufmerksamkeit!“ Am Samstag, 9. Mai, ab 18 Uhr spielt die Oktoberfest-Band „Blechblosn“ in der Heidenheimer Halle (Eintritt frei). Zugleich wird die Einweihung der erweiterten Produktionshalle (bisher 200 m, jetzt 350 m lang) begangen. So sind zusätzliche 5000 Quadratmeter Fertigungsfläche entstanden.

Weitere Infos gibt es im Internet (www.heizomat.de)

Hochwasserschutz: „Versagensgefährdung“ ist hoch

Mobile Systeme werden nicht anerkannt

Die bayerische Wasserwirtschaftsverwaltung hält nichts von den mobilen Systemen zur Abwehr von Hochwasser. Wie Amtschef Arndt Bock und Bauoberrat Michael Müller vom Wasserwirtschaftsamt Ansbach am Mittwoch gegenüber den Stadträten von Gunzenhausen erklärten, seien die Systeme nicht überströmungssicher, die „Versagensgefährdung“ sei folglich hoch. Mit ihnen sei nur in einem kurzzeitig gefristeten und räumlich eingegrenzten Fall Hochwasser abzuhalten, keinesfalls sei mit ihnen ein planmäßiger Hochwasserschutz gegeben. Außerdem würden die mobilen Systeme, die hauptsächlich in Ostdeutschland bekannt sind, in Bayern nicht bezuschusst.

Die beiden Vertreter der Wasserwirtschaftsverwaltung erklärten die Konzeption, die jetzt in das rechtliche Verfahren geht. Es sieht vor, die Gunzenhäuser Altstadt im Westen mit einer Schutzmauer vor möglichen Hochwasserfluten zu schützen, die teilweise 1,40 Meter hoch sein wird. In einigen Abschnitten (ingesamt 100 von 600 Metern) sollen mobile Teile eingesetzt werden können. In diesen Bereichen ist von eienr 35-40 Zentimeter hohen Mauer oder Anböschung die Rede. Wie Michael Müller bemerkte, belaufe sich die kürzeste Vorlaufzeit in einem Hochwasserfall vier Stunden. In dieser Zeit müssen die mobilen Elemente eingebaut werden.

Jetzt geht das Verfahren weiter. Der Hochwasserschutz soll in die Freiraumgestaltung der Altmühlpromenade integriert werden. Die Kosten teilen sich die Stadt und der Staat. Gegen fünf Stimmen (Peter Schnell, Helga Betz von den Grünen, Werner Falk von der FDP und Erika Gruber sowie Gerald Brenner von der CSU) votierte der Stadtrat dafür, das Verfahren im Sinne der Planung des Wasserwirtschaftsamts und der Stadt voranzutreiben. Es soll einen „Runden Tisch“ geben, zu dem auch die ISEK-Arbeitsgruppe hinzugezogen wird.

Absberg: Dorfladen, Prunothek und Museum

Neue Nutzung des einstigen Dorfschulhauses

Cornelia Meyer führt mit ihrem Team den Dorfladen Absberg.

Carolin Meier führt mit ihrem Team den Dorfladen Absberg.

Endlich hat das alte Schulhaus (1850 erbaut und seit den siebziger Jahren leer gestanden) eine neue Funktion bekommen. Der Dorfladen (im November eröffnet) die „Prunothek“ (Probierstube für die Liebhaber der veredelten Kirschen-Produkte) und das Museum (es wird künftig im Dachgeschoss seinen Platz haben) bilden eine Einheit. Rund eine Million Euro sind für die Sanierung aufgewandt worden. Der Staat hat sich großzügig gezeigt und für den Umbau des denkmalgeschützten Hauses eine Förderung von rund 430000 Euro gewährt.

Träger sind die Genossenschaft Dorfladen Absberg (Vorsitzender Wilhelm Fries), die Genossenschaft Echt Brombachseer (Vorsitzender Fritz Walter) und die Gemeinde2015-03-20 10.01.28 (Bürgermeister Helmut Schmaußer). Die architektonischen Leistungen für die Neugestaltung lieferte das Gunzenhäuser Planungsbüro Hochreiter & Lechner.

Das Dorf ist stolz darauf, seine lokalen und regionalen Produkte nunmehr in einem Dorfladen vermarkten zu können. Carolin Meier und ihre drei Mitarbeiterinnen bedienen jeden Tag von 6 bis 18 Uhr und samstags bis 12 Uhr ihre Kunden. Sie sind die sympathischen „Aushängeschilder“ der Genossenschaft, die den Dorfladen betreibt. Die einheimischen Obstbrenner stellen aus, die Eier und das Gemüse kommen aus der Nachbarschaft, dazu Honig, Fruchtaufstriche und Walnussöl von der Gelben Bürg. Im Dorfladen gibt es jeden Tag frisches Gebäck und frische Erzeugnisse vom Metzer, dazu eigentlich alles, was ein Supermarkt gewöhnlich in seinem Sortiment hat.
Im Haus an der Hauptstraße präsentiert die „Prunothek“ die Erzeugnisse der einheimischen Obstbrenner. Sie ist zugleich ein Forum für Feinschmecker. „Mit der kleinen Genossenschaften wollen wir die Wertschöpfung in der Region halten“, erklärte Regionalberater Dieter Popp anlässlich der Einweihung im Kreis vieler Gäste, darunter Landratsstellvertreter Robert  Westphal („Ein Projekt, hinter dem Herzblut steckt“).