Mit dem Mond durchs Gartenjahr 2016

Leben und Arbeiten in Harmonie mit Mond und Planeten

Mondkalender 2016Nur ein Mondkalender mit astronomisch korrekten Daten führt zum Erfolg! Jedoch beruhen fast alle am Markt erhältlichen Mondkalender auf den astrologischen Sternzeichen, die allerdings längst nicht mehr gültig sind. Heute durchläuft die Sonne diese Sternzeichen im Laufe eines Jahres zu anderen Zeiten, als dies in der Antike der Fall war. Da sich die Erde nicht gleichmäßig, sondern wie ein Kreisel dreht, verändert sich unser Blick auf den Himmel und auf die Gestirne, wodurch mittlerweile die Sonne zu Frühlingsbeginn im Zeichen der Fische steht und nicht, wie noch zu Christi Geburt, im Zeichen des Widders. In den letzten 2000 Jahren hat sich der Sternbildhintergrund vor dem Lauf der Sonne also um fast ein ganzes Sternzeichen verschoben!

So wurde in fast allen Mondkalendern der 4. Mai 2015 als Blatttag angeführt, weil er im Sternzeichen des Skorpions stünde. In Wirklichkeit stand dieser Tag aber im Sternbild der Waage und war daher kein Blatttag (Wasserzeichen), sondern ein Blütentag (Luftbild).

„Mit dem Mond durchs Gartenjahr“ basiert im Gegensatz zu nahezu allen anderen im Handel erhältlichen Mondkalendern auf den astronomisch korrekten Sternbildern und nur diese haben Einfluss auf Pflanzen und Gesundheit!

MIT DEM MOND DURCHS GARTENJAHR 2016, ISBN 978-3-7020-1534-3, 113 Seiten, durchgehend farbig bebildert, brosch.,  8,95 Euro.

Start des 10.000-Häuser-Programms

 Manuel Westphal:  Bayern unterstützt seine Bürger  bei energetischer Gebäudesanierung

„Diesen Dienstag starten wir das bayerische 10.000-Häuser-Programm als wichtigen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz. Mit Zuschüssen helfen wir Hausbesitzern bei der energetischen Modernisierung ihrer Häuser“, erklärt Landtagsabgeordneter Westphal.

Mit dem neuen Förderinstrument für selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser unterstützt Bayern die energetische Modernisierung im Gebäudebestand und besonders energieeffiziente Neubauten ebenso wie den beschleunigten Austausch veralteter, ineffizienter Heizungsanlagen. Der Nutzen für die Bürger ist hoch: Mehr Unabhängigkeit, mehr Komfort, weniger Energieverbrauch, weniger CO2-Ausstoß, weniger Heizkosten. Zielgruppe ist vor allem der Altbau; es gibt aber auch Anreize für den Neubau.

Abgeordneter Westphal: „Zur Energiewende gehört die Wärmewende. 40 Prozent der Energie werden in Gebäuden eingesetzt. Mit dem neuen Programm werden daher innovative Heizungen und Energiespeichersysteme gefördert. Bayern schafft damit auch ein Konjunkturprogramm für Mittelstand und Handwerk und macht Ernst beim Klimaschutz.“ Zudem will das Programm neue Techniken voranbringen und Gebäude zum Beispiel über intelligente Stromnetze in das Energiesystem der Zukunft einbinden.

Ergänzend wies MdL Westphal darauf hin, dass das 10.000-Häuser-Programm ein Alleinstellungsmerkmal für Bayern darstelle – eine vergleichbare Förderung gebe es in keinem anderen Bundesland.

Um eine möglichst große Breitenwirkung zu erzielen und um die Bürger in unterschiedlichen Lebenssituationen zu erreichen, gliedert sich das 10.000-Häuser-Programm in zwei Teile: den Programmteil „EnergieSystemHaus“ für grundlegende Sanierungen (oder energieeffiziente Neubauten) sowie den Programmteil „Heizungstausch“ für diejenigen, die keinen großangelegten Umbau verwirklichen wollen oder können.

Das Programm ist für ein Gesamtbudget von 90 Millionen Euro ausgelegt und hat eine Laufzeit von vier Jahren (2015 bis 2018). Der Zuschuss geht von 1.000 Euro bis maximal 18.000 Euro. Je anspruchsvoller das Bauvorhaben, umso höher die Förderung. Die Antragstellung ist sehr unbürokratisch geregelt. Sie erfolgt in Abstimmung mit KfW-Förderverfahren unter Nutzung vorhandener Daten und Unterlagen.

Informationen im Internet und Antragstellung unter www.energiebonus.bayern.de

Netzwerk „Naturstein Altmühlfranken“ präsentierte sich

Auftritt bei den „Steinreichen5“

Das im Mai gegründete Naturstein-Netzwerk trat am 29./30. August das erste Mal öffentlich in Erscheinung. Während der alljährlichen Sommeraktion der Netzwerkpartner der STEINreichen5 präsentierte sich das Netzwerk in Form eines Informationsstandes.150914_Netzwerk NATURSTEIN Altmühlfranken präsentierte sich_Bild_Quelle_Jan_Stephan
Bereits zum wiederholten Male organisierten die Kommunen des Zusammenschlusses der STEINreichen5, Langenaltheim, Mörnsheim, Pappenheim, Solnhofen und Treuchtlingen, ihr Familiensommerfest. Dieses Jahr war federführend die Gemeinde Solnhofen zuständig, sodass die Sommeraktion auf dem Gelände der Henle Plattenwerke GmbH & Co.KG stattfand.
Die STEINreichen5 treten als assoziierte Partner innerhalb des Netzwerks NATURSTEIN Altmühlfranken auf und wollen den Unternehmen neben den beiden Landkreisen somit bestmögliche kommunale Unterstützung bieten. Während des ersten Netzwerktreffens wurde aus diesem Grund entschieden, den Zusammenschluss der derzeit sechs Industrieunternehmen in Kooperation mit den Landkreisen Eichstätt und Weißenburg-Gunzenhausen mittels eines Messestandes der Öffentlichkeit vorzustellen.
Anhand eigens gestalteter Plakate wurde auf dem Werksgelände über Vorgeschichte, aktuelle Projekte sowie Ziele des Netzwerks informiert. So mancher interessierte Bürger konnte intensiver ins Gespräch mit den Verantwortlichen des Informationsstandes kommen und auf Wunsch konkretere Informationen erhalten. Ebenso wurde den geladenen Ehrengästen das Anliegen des Netzwerks während des offiziellen Presserundgangs näher gebracht.
Als besondere Aktion wurde ein Gewinnspiel für die Besucher angeboten, bei dem es interessante Preise zu gewinnen gab. Neben Erlebnispreisen wie einer Bootstour oder Museumsführungen warten unter anderen auch zwei Archaeopteryx Silbermünzen oder eine echte Solnhofener Fossilie auf die glücklichen Gewinner. Die knapp 200 ausgefüllten Gewinnspielkarten, auf welchen die Besucher vier lösbare Fragen beantworten mussten, zeigen das rege Interesse an der Aktion. Alle Preise wurden von den Partnern des Netzwerks NATURSTEIN Altmühlfranken zur Verfügung gestellt.
Die Gewinner werden in den nächsten Tagen informiert und zur Gewinnübergabe im Rahmen des nächsten Netzwerktreffen im Oktober einladen. Foto: Jan Stephan

Die einen wachsen, die anderen schrumpfen

Zur demografischen Entwicklung in Bayern

In diesen Tagen, in denen Zehntausende von Bürgerkriegsflüchtlingen aus Syrien und andere Asylbewerber nach Bayern kommen, ist oft zu hören, dass nur die Zuwanderung dem demografischen Wandel im Freistaat positiv beeinflussen kann, denn die Geburtenrate ist weiter rückläufig. „Weniger älter, bunter“ – auf diese Kurzformel wird das Problem oft gebracht. Aber die Sache ist differenzierter als der flüchtige Leser glauben darf.
Das Statistische Landesamt für Bayern prognostiziert stabile Bevölkerungszahlen und sagt, dass Wanderungsüberschüsse das Geburtendefizit kompensieren können. Aber was sind Wanderungsüberschüsse? Es sind wohl nicht nur die jungen Familien, die aus anderen Gegenden Deutschlands in die attraktiven bayerischen Städte und Regionen mit tollen wirtschaftlichen Perspektiven kommen, es sind auch ausländische Familien, die hier eine neue Heimat und Lebensperspektive finden können. Zwar sind die gegenwärtigen Flüchtlingsprobleme gravierend und für den Freistaat auch teuer, aber die Gesellschaft kann auch einen Vorteil aus dem „Wanderungsüberschuss“ ziehen. Das war übrigens zu allen Zeiten so. Die Bayern und Franken lebten nach dem Krieg in wirtschaftlichen schlechten Zeiten, dennoch haben sie den millionenstarken Zustrom von Heimatvertriebenen über die Jahre gut bewältigt. Man darf sogar sagen, dass die Flüchtlinge von einst zu tragenden Säulen unserer Gesellschaft geworden sind.
Die Statistiker sagen, dass sich das Durchschnittsalter der Bayern von 43 Jahre (die Zahl stammt aus dem Jahr 2012) auf 45 Jahre im Jahr 2032 erhöhen wird. Die Zahl der Personen unter 65 Jahren wächst demnach um sechs Prozent, während die Zahl der über 65-Jährigen um vierzig Prozent (!) steigt. In Deutschland steigt der Seniorenanteil bis 2060 auf 30,6 Prozent, in ganz Europa auf 28,4 Prozent. In diesen Zahlen ist natürlich die neuesten Wanderungswelle aus dem Ausland nach Europa, Deutschland und Bayern noch nicht berücksichtigt. Ohne Zuwanderung von außen wird die europäische Bevölkerung bis zum Jahr 2050 um 50 Millionen Menschen schrumpfen.
Die aktuelle Zuwanderung aus dem Ausland wird den Bevölkerungsanteil mit einem Migrationshintergrund von jetzt 20 Prozent auf 25 Prozent (im Jahr 2024) erhöhen.
Die demografischen Entwicklungen innerhalb Bayerns gehen auseinander. Ein Bevölkerungswachstum wird vor allem für die fünf Städte/Regionen erwartet: Großraum München, Regensburg und Erlangen, Landkreise Erding und Freising. Die Stadt München wird um sieben Prozent zunehmen. Aber in 30 von 96 Landkreisen und kreisfreien Städten (das sind 31 Prozent) nimmt die Bevölkerung ab, stabil bleibt die Bevölkerungszahl in 30 Landkreisen (entspricht 31 Prozent), aber in 36 Landkreises und kreisfreien Städten (das sind 37 Prozent) nimmt die Bevölkerung ab. Am stärksten trifft es den früheren Grenzlandkreis Wunsiedel, für den ein Geburtendefizit von 18,2 Prozent in den nächsten zwei Jahrzehnten prognostiziert wird.
Die Informationen sind dem Informationsbrief Nr. 8 des Bayerischen Städtetags entnommen.

Experten restaurieren in Rieter-Kirche

Oellermann-Schüler sind in Kalbensteinberg am Werk

Kalb Kirche

Sie kennen „ihre Pappenheimer“ bestens: die Restauratoren Ingo Trüper und Anja Maisel (Foto: Thomas Müller)

Den Restauratoren Ingo Trüper und Anja Maisel sind die Kunstwerke in der Kalbensteinberger Rieter-Kirche bestens vertraut. Alljährlich kommen die beiden Spezialisten für mittelalterliche Gemälde und Skulpturen für einen Tag nach Kalbensteinberg und fahnden dort nach Anzeichen für Schädigungen.

So auch in diesem Jahr. Meist arbeiten sie im Stillen vor sich hin, kaum wahrgenommen von der Öffentlichkeit, säubern Schnitzereien und kleben Farbabplatzungen und Risse an den Figuren. Diesmal wollten sie aber höher hinaus: mit der nötigen Vorlaufzeit war die Wartung der an den Langhauswänden hängenden rieter’schen Totenschilde geplant. Die befinden sich in einer Höhe, die laut Berufsgenossenschaft nicht mehr mit Leitern erklommen werden darf. Mit der Einrüstung wurde schließlich eine Fachfirma beauftragt, die mit der notwendigen Sensibilität bis hin zum obersten Engelspaar ein stabiles Gerüst installierte.

Dem Expertenblick entging nichts. Mit Fingerspitzengefühl säuberten die Restauratoren die Objekte und klebten sich absplitternde Farbaufträge und fragile Kleinteile wie der Helmzier oder dem Gitter an einem geschnitzten Turnierhelmchen. Substanzielle Schäden waren nicht festzustellen. Auch Holzwurmbefall, der sich erschreckenderweise in den letzten Jahren verstärkt in den Langhausbänken und der Empore des Kalbensteinberger Gotteshauses ausgebreitet hat, konnte zumindest an den Schilden nicht festgestellt werden. Die zahlreich vorhandenen Bohrlöcher waren sehr viel älteren Datums. Vermutlich zeigen in den 70er Jahren aufgebrachte Holzschutzmittel ihre Restwirkung. Damals wurden „ordentlich“ die Rückseiten der Schnitzwerke eingestrichen, wie Ingo Trüper weiß.

Die beiden in Rückersdorf bei Nürnberg ansässigen Restauratoren haben vor fast 15 Jahren die Werkstatt ihres Vorgängers Eike Oellermann übernommen, bei dem Trüper bereits mehrere Jahre in Diensten stand. In der Metropolregion sind sie übrigens auch keine Unbekannten. Ihrem fachmännischem Blick wird die Kunst noch weit bedeutenderer Kirchen anvertraut, u. a. die der Schwabacher Stadtkirche oder auch der berühmte „Engelsgruß“ in der Nürnberger Lorenzkirche, den sie erst 2013 – unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit – in Augenschein genommen hatten. Aber auch hier in Kalbensteinberg kennen sie „ihre Pappenheimer“. So sehen sie ihre Verantwortung nicht zuletzt darin, den Zustand der Kunstwerke über die Jahre im Auge zu behalten und mögliche Veränderungen zu verfolgen. Damit gewährleisten sie eine Kontinuität, die häufig, sei es durch Überlastung oder Desinteresse bei den Verantwortlichen in den Kirchengemeinden, sonst nicht mehr gegeben wäre. Sie würden rechtzeitig Alarm schlagen und mit Pinsel und Paste anrücken, wäre was im Argen. Für die Kunstwerke ist es natürlich am allerbesten, wenn es für die beiden erst gar nichts zu tun gibt.

THOMAS MÜLLER

Info-Terminal neu aufgelegt

Absberger Relaunch der Internetpräsentation

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Bildbeschreibung (v.l.n.r.): IT-Fachmann Hermann Kuffner und Metallbauer Tobias Buchholzer mit den Mitarbeitern der Tourist-Info Heidi Rammler und Angela Böhm sowie Bürgermeister Helmut Schmaußer (Foto: Müller)

Das Terminal der Tourist-Info am Absberger Rathaus wurde überarbeitet und steht nun wieder den Urlaubern zur Verfügung. Der Eingriff wurde notwendig, nachdem die bisherige Infostation während der laufenden Saison ihren Dienst versagte. Die Absberger Tourist-Info nutzte die Gelegenheit zu einem Relaunch. Die Inhalte sowie das visuelle Erscheinungsbild wurden grundlegend überarbeitet und auf das Wesentliche zu reduziert. Dabei wurde Wert gelegt auf einfache Bedienung.

Aber auch technisch hat sich einiges Verändert. Mit einem sehr viel größeren Display und neuer Hardware im Innern ist die Gemeinde nun wieder auf der Höhe der Zeit. Für die Installation sowie die Programmierung sorgte Hermann Kuffner mit seiner Schwabacher Firma Data-Result, aus deren Hause auch das Zimmervermittlungssystem des Fränkischen Seenlands „Tourist-X“ stammt.

Einen zentralen Punkt der Infostation bildet die Gastgeber- und Zimmersuche. Die jeweils verfügbaren Unterkünfte werden direkt vom Tourist-X-Server abgerufen. Ein Highlight: per QR-Code ist das Ergebnis der Zimmersuche auf das Smartphone übertragbar. Daneben ist auch ein Veranstaltungskalender, Wissenswertes A-Z, ein Ortsplan und ein Gastronomieverzeichnis verfügbar.

Das neue Design lehnt sich an die visuelle Linie des Tourismusverbands Fränkisches Seenland, dessen Bildsprache auch weitgehend in den Broschüren der Absberger Tourist-Info wiederkehrt. Gestalterisch stand hierfür Grafikdesigner Thomas Müller zur Seite.

Die Edelstahlarbeiten führte Metallbauer Tobias Buchholzer durch. Der Igelsbacher Jungunternehmer überzeugte durch eine frische und flexible Herangehensweise. Absbergs Bürgermeister Helmut Schmaußer dankte den beteiligten Unternehmen für die professionelle Umsetzung.

THOMAS MÜLLER

Gedenken an Dr. Fritz Flath

Der frühere FDP-Bezirksvorsitzende verstarb vor zehn Jahren

Zu den prägenden Persönlichkeiten der mittelfränkischen FDP darf Dr. Fritz Flath, der langjährige Bezirksvorsitzende und stellvertretende Landesvorsitzende, gezählt werden. Als ein leidenschaftlicher Liberaler ist er in die Geschichte eingegangen. Am 14. September jährt sich der Todestag des Arztes aus Muhr am See zum 10. Mal.Flath I
Er ist zwar in Dortmund zur Welt gekommen, aber seine Jugendjahre hat Fritz Flath in der ostpreußischen Metropole Königsberg erlebt. Hier hat er das Gymnasium besucht , an der Klosterschule in Roßleben an der Unstrut legte er das Abitur ab. Er studierte Medizin und promovierte 1943. Die Kriegsjahre erlebte er als Truppen und Lazarettarzt. Zwei Jahre dauerte seine Gefangenschaft in Schottland und in den USA.
Wie viele seiner Zeitgenossen verlor Fritz Flath seine angestammte Heimat. 1945 verschlug es ihn nach Franken, und zwar nach Muhr am See. Hier praktizierte er Jahrzehnte als ein Landarzt der typischen Prägung. Frühzeitig reifte in ihm die Bereitschaft, sich am Aufbau von demokratischen Strukturen im neuen Staat zu beteiligen. Er leistete unheimlich harte Kärrnerarbeit, um liberale Politik in den Köpfen der Wähler festzusetzen. Kein Einsatz war ihm zuviel. Er suchte nicht die große Arena, um seine politischen Gedanken zu verbreiten. Mit der größten Leidenschaftlichkeit kämpfte er für liberale Politik auf allen Ebenen.
Er wurde 1960 in den Gemeinderat von Altenmuhr gewählt und war von 1978-1984 Zweiter Bürgermeister der Kommune, die sich dank seines frühzeitigen Antrags heute „Muhr am See“ nennen darf. Von 1960-1990 war Dr. Flath auch Mitglied des Kreistags und stets der Fraktionsvorsitzende.
Auf überregionaler Ebene engagierte er sich in der FDP. Er war zunächst stellvertretender Bezirksvorsitzende, dann Bezirkschef und stellvertretender bayerischer Landesvorsitzender. Dem Landtag gehörte er von 1970-1982 an. Vor allem als Soziallpolitiker hatte er Format. Flath engagierte sich für die Randgruppe in der Gesellschaft und er beließ es nicht bei frommen Reden. Die ihm zustehende Diätenerhöhung zahlte er an eine ganze Reihe von karitativen Einrichtungen aus. Er half auch unterstützungsbedürften Einzelpersonen mit großzügigen privaten Spenden.
Privat wie politisch war Dr. Fritz Flath immer ein großartiger Idealist. Er hätte sich das politische Handwerk erleichtern können, indem er auf Kompromisse eingegangen wäre, aber das wäre für ihn der bequeme Weg gewesen. Den aber wollte er nie gehen!
Was Dr. Flath physisch geleistet hat, das überschreitet das normale Maß bei weitem. Neben der Arztpraxis und den Hausbesuchen bei den ländlichen Patienten zur Tages- und Nachtzeit fand er Zeit für die Sitzungen der Partei auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene. Er als die Belastung zu groß wurde übergab er die Praxis in die Hände von Dr. Axel Peiffer (bis heute Gemeinderat und FDP-Kreisrat).
Die Öffentlichkeit honorierte seinen politischen Einsatz mit der Verleihung des Bayerischen Verdienstordens, des Bundesverdienstkreuzes, der Kommunalen Verdienstmedaille in Silber und die Gemeinde Muhr am See ernannte ihn zu ihrem Ehrenbürger.
In seiner Frau Olli hatte der Politiker stets eine verständnisvolle und aufopferungsvolle Frau an der Seite. Von seinen drei Kindern lebt heute Tochter Winni Rathsmann mit ihrer Familie im Anwesen der Familie in Muhr am See.
Seine persönlichen und politischen Freunde gedenken in diesen Tagen, in denen sich sein Todestag zum zehnten Mal jährt, eines Mannes, der für seine liberale Überzeugung gelebt hat, dem kein materielles Opfer zuviel war, um Menschen in Not zu helfen. Die ihn gekannt haben, verneigen sich vor seiner Lebensleistung.
WERNER FALK

Effiziente Sprachlehrmethode für Migranten

EHP-Leiter Grzega hielt Hauptvortrag bei internationaler Konferenz in Innsbruck

 Dr. Joachim Grzega


Dr. Joachim Grzega

Die Arbeit von EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega findet auch immer mehr internationale Anerkennung. So war er nun zu einer Sprachwissenschaftler-Tagung an die Universität Innsbruck eingeladen. Dort hielt er einen Hauptvortrag über seine Arbeit vor Akademikern aus vielen EU-Ländern, der Schweiz, Russland, Georgien, Südkorea und Japan. Insbesondere sollte Grzega sein Sprachlehrkonzept Sprach-Not-Arzt demonstrieren, da dieses nach der derzeitigen Forschungsliteratur die effizienteste Deutsch-Lehrmethode für Migranten und Flüchtlinge darstellt. Gleichzeitig verdeutlichte Grzega, dass wir auch wegen unseres wirtschaftspolitischen Wortschatz die Zusammenhänge zwischen westlicher Politik und den Zuständen in den Ländern der Flüchtlinge und Migranten nicht immer klar sehen. Für ein differenziertes Denken sei vorteilhaft, dass es bereits alternative wissenschaftlich begründete Modelle wie die ökosoziale Marktwirtschaft mit Global Marshall Plan gebe. Schließlich erwähnte der Hauptorganisator noch Grzegas internationale Eurolinguistik-Tagungen im EHP. Grzega nutzte die Gelegenheit, um das Altmühltal auch für weitere Konferenzen anzupreisen.

Vegetarische Kochkunst aus Italien

Autoren sind zwei italienische Gastronomie-Pioniere

Vegetarissimo_webMalu Simões und Alberto Musacchio folgten vor über 30 Jahren ihrem Traum: raus aus der Stadt und mitten im ländlichen Umbrien ein vegetarisches Restaurant eröffnen! Der Versuch gelang mit riesigem Erfolg.
Nun erscheint ihr Buch „Vegetarissimo“ (Jan Thorbecke Verlag), durch das man die italienische Küche von einer ganz besonderen Seite kennenlernen kann: köstliche vegetarische Gaumenfreuden von Antipasti über Primi Piatti und Secondi bis hin zu zartschmelzenden Dolci. Beste frische und saisonale Zutaten sorgen zusammen mit innovativen Ideen für Rezepte, bei denen einem das Wasser im Munde zusammenläuft. Mit einem Vorwort von Schauspieler und Vegetarier Hannes Jaennicke und dank veganer und glutenfreier Varianten bleiben keine Wünsche offen.

Malu Simões und Alberto Musacchio führten in den 80er-Jahren ein Restaurant in Perugia, entschieden aber, dass es Zeit für eine Veränderung sei. Sie kauften einen verwilderten Besitz auf dem Land und machten daraus eines der ersten vegetarischen Restaurants Italiens. Angegliedert ist ein Hotel (Country House Montali – www.montalionline.com). Heute sind Hotel und Restaurant sehr erfolgreich und haben bereits mehrere Preise erhalten.

Malu Simões/ Alberto Musacchio: „Vegetarissimo!“ (Feine vegetarische Kochkunst aus Italien), Format 22 x 28 cm, 328 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag und Leseband,  34 Euro, ISBN 978-3-7995-0679-3.

Gesunde Ernährung kann so einfach sein

Food- und Reisejournalistin berichtet von eigenen Erfahrungen

Low-Carb mit Genuss_webTori Haschka liebt gutes Essen über alles. Bis vor einigen Jahren ernährte sich die Food- und Reisejournalistin fast ausschließlich von Kohlen-hydraten wie Brot, Kartoffeln, Pasta und Reis. Als Konsequenz fühlte sie sich schlapp, aufgebläht und oft hungrig. Inzwischen hat sie eine gesunde Alternative gefunden und teilt ihre liebsten Rezepte in „Low Carb mit Genuss“ (Jan Thorbecke Verlag). Auf der Suche nach einer besseren, gesünderen Ernährung ließ sie sich auf ihren Reisen von Rezepten aus aller Welt inspirieren. Entstanden ist eine ganz eigene kreative Küche voller gesunder Rezepte, die fit und lange satt machen. Statt Nudeln und Reis kommen Quinoa, Chia oder Kichererbsen zum Einsatz. Heute ist Tori gesünder, hat schönere Haut und hat ohne jede Mühe trotz der Geburt ihres Babys mehrere Kilos abgenommen. Es erstaunt, wie einfach und köstlich eine gesunde Ernährung sein kann!

Tori Haschka ist Food- und Reisejournalistin. Sie entwickelt Rezepte und schreibt u.a. für The Vine, The Coop Magazine, The Huffington Post, The Sunday Times und Lovefood.com. Ihr Blog eatori.com wurde als einer der sechs besten kulinarischen Reiseblogs weltweit ausgezeichnet. »Low Carb mit Genuss« spiegelt ihre liebsten Rezepte, die sie genießt, wenn sie mal nicht auf Reisen ist.

Tori Haschka: „Low Carb mit Genuss“ (100 kreative Rezepte mit den richtigen Kohlenhydraten), Format 20 x 25 cm, 176 Seiten, Hardcover,  22,99 Euro, ISBN 978-3-7995-0662-5