Das neue Gunzenhausen

Immer wieder Neuigkeiten für die Gäste

Ein Blickfang in nächtlicher Stunde: die neue Stadthalle. Foto: FR Presse

In diesen Tagen kommen viele Gäste nach Gunzenhausen, um hier mit ihren Freunden die Kirchweih zu feiern. Bei einem abendlichen Bummel über den Festplatz werden sie am Rande auch die neue Stadthalle entdecken, die vor allem nachts einen blendenden Eindruck macht. An den Anblick bei Tageslicht müssen sich einige Gunzenhäuser erst noch gewöhnen, denn die moderne Architektursprache ist nicht jedermanns Sache.

Die Gäste werden auch entdecken, dass sich in der Stadt an allen Ecken und Enden baulich viel getan hat in den letzten Jahren. Auffällig sind zwei neue Wohnprojekte: das Limes-Caree an der Schützenstraße, an dem kaum ein Kerwabesucher vorbei kommt. Der Gunzenhäuser Investor Andreas Schüller (fcmm-Bauträgergesellschaft) erstellt die Anlage, die 30 meist kleinere Wohnungen umfasst, darunter sehr attraktive Penthouse-Wohnungen. Und zum anderen können die Gäste an der Ecke Theodor-Heuss-Straße/Weinbergstraße ein weiteres Projekt der Bosch-Bauträgergesellschaft aus Gunzenhausen erkennen. Dort wird nach dem Spatenstich wenige Tage vor Kerwabeginn mit Hochdruck am Bau von 25 Wohnungen (aufgeteilt in zwei Häuser) gearbeitet (siehe dazu weiteren Bericht im Falk-Report).

Gast aus Frankenmuth-Reese

Jerry Ortner und Glenn Mossner sind da

Keine Gunzenhäuser Kirchweih ohne Gäste aus den Vereinigten Staaten von Amerika! Zum 59. Mail weilt der gebürtige Gunzenhäuser Jerry (Gerhard) Ortner (rechts) auf der Kerwa, und zwar mit seinem Freund Tim. Er gehört sozusagen zum lebenden Inventar der Kirchweih. So gibt es immer wieder überschwängliche Freudenszenen, wenn Jerry seinen lieben Mitmenschen begegnet, die er aus Jugendjahren oder von vielen Begegnungen in den letzten Jahrzehnten kennt. Der Gast aus Lake Haversud in Arizona reist stets schon einige Tage vor dem Festbeginn an, um sich in den Gunzenhäuser Traditionsgasthäusern mit Freunden zu treffen. Und natürlich hat er seinen angestammten Platz auf der Ehrentribüne ganz in der Nähe des Bürgermeisters. Renate Herrmann, die Vorsitzende des Freundeskreises Frankenmuth, und ihr Mann Gerhard (links) freuen sich, dass sie heuer mit Glenn Mossner (Zweiter von links) einen weiteren Mann aus den USA Gastfreundschaft gewähren dürfen. Glenn ist der Bruder von Ruben Mosssner, den viele ältere Gunzenhäuser bestens kennen. Er kommt aus Reese, einem Nachbarort der Gunzenhäuser Partnerstadt. Foto: FR Presse

Für Wahl gut gerüstet

FDP bietet parteifreien Persönlichkeiten eine Plattform

Das Kerwaküchle gehört einfach dazu, wenn im „Alten Rathaus“ die Gunzenhäuser Kirchweih inoffiziell gestartet wird. Das findet auch Stadtrat Werner Falk. Foto: D. Popp

Wir erleben in dieser Zeit, wie sich die parteipolitischen Kräfteverhältnisse in Deutschland und Europa verändern. Die Konservativen und auch die Sozialisten sind in etlichen Ländern Europas von der Oberfläche verschwunden. Der größte Teil der Stimmen von enttäuschten Wählern, die sie verloren haben und immer noch einbüßen, gehen an Parteien am linken und rechten Rand des Parteienspektrums, wobei bei uns in Deutschland die Linke aus historischer Sicht nicht die Alternative ist, sondern vielmehr die politische Rechte in Gestalt der AfD.  Sie besteht gleichermaßen aus verärgerten  Unions- und SPD-Wählern, wobei Wahlanalytiker feststellen, dass gerade die  früheren Stammwähler der SPD, also die klassische Arbeiterschaft, in das Lager der rechten Protestpartei wechselt.

Die Chance der Freien Demokraten sehe ich angesichts dieser Entwicklung in der Mitte, dort wo die Leistungsträger der Gesellschaft intelligente politische Lösungen suchen. Der gut qualifizierte Facharbeiter, der seinen Weg gegangen und dem sozialer Aufstieg gelungen ist, kann dort verortet werden. Aber natürlich all jene, die den Mittelbau unserer Gesellschaft bilden. Sie wollen nicht die Reglementierung ihres Lebens durch den Staat, auch nicht dessen soziale Rundumversorgung unter völliger Verkennung des Leistungsprinzips. Sie wollen nicht den ungenierten Zugriff des Staats auf das private Eigentum. Die Stimme derer, die es im Leben zu etwas gebracht haben, ist die FDP. Sie ist die Antwort auf die Sozialdemokratisierung der CDU und die Konturlosigkeit der SPD.

CSU kann nicht mehr mit Kadavergehorsam rechnen

Nach diesem bundespolitischen Ausflug lassen Sie mich zurückkehren zu den Niederungen der Politik in Kreis und Stadt. Hier bei uns in Altmühlfranken erkennen wir eine stabil gebliebene CSU, die aber längst nicht mehr mit dem Katavergehorsam der konservativen Wähler rechnen kann. Wir sehen eine wenig attraktive SPD, die fürchten  muss, dass der Zersetzungsprozess in Berlin und andernorts und die damit einhergehende,  sich beschleunigende Bedeutungslosigkeit auf die Kommunalpolitik überzugreifen droht. Sie hat es schwer, ihr politisches Potenzial  zu vitalisieren. Und den Kommunalpolitikern der Freien Wähler ist es bisher nicht vergönnt, von der Regierungsbeteiligung in München zu profitieren. Zudem haben sie in Altmühlfranken ihre besten Zeiten hinter sich. Wie man hört, will sich die Linke rüsten und von der AfD weiß man nicht, ob sie kommunalpolitisch in Erscheinung tritt.  Jedenfalls hat sich bisher im Landkreis und in der Stadt noch kein „Frontkämpfer“ positioniert, von den „Fußtruppen“ weiß man nichts.

Erstmalig: 20 Bewerber auf der Liste

Bei uns Freiheitlichen richten sich die Blicke nach vorn. Nach vielen Wahlkämpfen, die wir mit acht oder  höchstens zwölf Stadtratskandidaten geführt haben, wodurch der durchschlagende Erfolg ausgeblieben ist,  treten wir 2020 erstmals in der Nachkriegsgeschichte in Gunzenhausen mit einer umfangreichen Stadtratsliste an. Wir öffnen uns gegenüber den parteifreien Mitbürgern, wollen die Verkrustungen lösen. Wir bieten 15  Bewerbern eine Chance, sich dem Wähler zu stellen.  Verantwortungsbewussten Bürgern, die sich auf ein zeitlich befristetes Engagement einlassen, bieten wir ein  Podium. Wir haben mit ihnen eine programmatische Wahlplattform geschaffen, aber wir wollen ihnen keine parteipolitischen Fesseln anlegen.

Ich denke, unsere Liste ist „wettbewerbsfähig“, denn:

  • 25 Prozent der Kandidaten sind jünger als 40 Jahre. Wir geben somit der Jugend eine Chance, aber natürlich kommt es auf die Solidarität der jungen Wähler an, wenn ihre Leute erfolgreich sein sollen.
  • Und 50 Prozent unserer Kandidaten haben einen wirtschaftspolitischen und unternehmerischen Hintergrund.

Erklärung zur Bürgermeisterfrage:

Der FDP-Ortsverband hat in seiner Sitzung vom 23. Juli beschlossen, bezüglich der Bürgermeisterwahl keine Empfehlung auszusprechen.

 Ich möchte dazu ein persönliches Wort sagen:  Seit der Wahl im Frühjahr 2014 haben Bürgermeister Fitz und ich ein sehr vertrauensvolles Verhältnis zueinander. Er hat den Ratsausschuss in die Geschäftsordnung aufgenommen, damit ich auch in dieser vertraulichen Runde in die Entscheidungen eingebunden bin.  BM Fitz hat stets ein offenes Ohr und  auch einen kurzfristigen Termin für mich, wenn ich ein Problem mit ihm besprechen will. Er ist ein sehr erfolgreicher Bürgermeister, das ist auch meiner Aufstellung „Die Ära Fitz ist eine Ära des Erfolgs für den Stadtrat“ zu entnehmen. Er hat sich nicht zweimal bitten lassen, wenn wir um seine Unterstützung gebeten haben (Neujahrsempfang, Besuch MdB Hessel, Besuch MdB Dr. Buschmann).

Kerwa kann kommen

Wirtschaftsjunioren hatten ins „Alte Rathaus“ geladen

Kirchweihauftakt der Wirtschaftsjunioren mit MdL Westphal, WJD-Vize Christian Mayr, MdB Auernhammer, die Spalter Bierkönigin Johanna Merkenschlager, Stefan Meier, Bürgermeister Fitz, Wirtin Erika Wüst, Vorsitzender Alexander Herzog und Carolin Bögelein. Foto: FR Presse

Zum festen Bestandteil der Gunzenhäuser Kirchweih gehört von jeher die Auftaktveranstaltung im Gasthaus „Altes Rathaus“. Früher war es ein Auftakt, zu dem die Stadt die Vertreter des öffentlichen Lebens und der an der Kirchweih beteiligten Persönlichkeiten einlud, später übernahmen die Wirtschaftsjunioren diese schöne Tradition. Gastwirtin Erika Wüst tafelt die bekannt guten gebratenen Schäufele auf, dazu am Schluss noch Kaffee und die leckeren Küchle und Striezel. Natürlich lässt sich Stadtbrauerei Spalt nicht zweimal bitten und platziert inmittel der geselligen Runde ein Faß Festbier, das von Vorsitzendem Alexander Herzog mit drei Schlägen gekonnt angezapft wurde.

Sowohl Bürgermeister Karl-Heinz Fitz wie etliche Stadträte, Dekan Klaus Mendel, der Bundestagsabgeordnete Artur Auernhammer aus Oberhochstatt, Landtagsabgeordneter Manuel Westphal sowie Vertreter der Banken gehörten zur Kirchweih-Eröffnungsrunde.

Küchle zum Auftakt

Regionalmanager Dieter Popp und seine Frau finden Gefallen am Küchle.

Die Gunzenhäuser Kirchweih ohne Auftaktveranstaltung im Traditionsgasthaus „Altes Rathaus“ ist für viele nicht vorstellbar. Stadtrat Werner Falk nimmt sich nicht aus, denn er verkehrt heuer im 50. Jahr ununterbrochen bei Wirtin Erika Wüst (früher bei ihrer Mutter Anni Kratz). Fehlen dürfen beim Kirchweihauftakt natürlich nicht das bestens gelungene Festbier sowie zum Abschluss die köstlichen Kirchweihküchle, wie unser Foto mit Regionalmanager Dieter Popp und seiner Fraui verrät. Foto: FR PRESSE

Den Absturz geprobt

FFW Gunzenhausen macht sich fit

Sie haben sich in der Absturzsicherheit geübt.

Sechs Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Gunzenhausen bildeten sich im August an insgesamt vier Abenden und zwei Samstagen im Thema Absturzsicherung weiter.

Feuerwehrangehörige, die in absturzgefährdeten Bereiche arbeiten, müssen über die Grundtätigkeiten hinaus, speziell aus- und fortgebildet werden. In der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Gunzenhausen wird diese Ausbildung in einer eigenen Gruppe mit dem Namen „Absturzsicherung“ durchgeführt.

Feuerwehrangehörige, die in absturzgefährdeten Bereiche arbeiten, müssen über die Grundtätigkeiten hinaus, speziell aus- und fortgebildet werden. In der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Gunzenhausen wird diese Ausbildung in einer eigenen Gruppe mit dem Namen „Absturzsicherung“ durchgeführt.

Das Tückische an der Absturzgefahr ist, dass sie im Einsatz oder bei Übungen nicht als Gefahr wahrgenommen wird. Im Vergleich dazu ist zum Beispiel die Gefahr von Atemgiften spürbarer, schließlich reagiert der Körper beim Einatmen von Rauch häufig sofort mit Husten oder tränenden Augen. Bereits in der Grundausbildung (MTA Lehrgang) müssen alle Feuerwehrangehörige für die Maßnahme Absturzsicherung sensibilisiert werden.

Um aber tatsächlich mit dem Gerätesatz Absturzsicherung im Einsatz arbeiten zu dürfen, braucht es noch einer spezielleren Ausbildung. Diese führten im August an 4 Abenden und 2 Samstagen die Multiplikatoren Christian Brunner, Andreas Seegmüller und Simon Hartmann bei der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Gunzenhausen durch. In verschiedenen Ausbildungsblöcken wurden Grundlagen, spezielle Knoten, das Arbeiten auf Dächern und Erste Hilfe Maßnahmen im Seil geschult. In vielen praktischen Ausbildungseinheiten konnte das theoretische Wissen dann direkt nach der Theorieausbildung in der Praxis umgesetzt werden.

Siegel für IT-Sicherheit

Präsident Daniel Kleffel lobt Gunzenhausen

Präsident Daniel Kleffel übergab an Bürgermeister Karl-Heinz Fitz Siegel und Urkunde. Rechts daneben Medienreferent Horst Schäfer und Michael Pentza von der Stabsstelle für Informations- und Kommunikationstechnik sowie Datenschutzbeauftragter Thomas Engelhardt. Foto: FR Presse

Die Weichen für die digitale Zukunft sind in Gunzenhausen gestellt. Als fünfte Kommune im Freistaat darf sich die Stadtverwaltung mit dem Siegel „Kommunale IT-Sicherheit“ schmücken.  Wie Daniel Kleffel, der Präsident des Landesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, bei der Auszeichnung im Haus des Gastes erklärte, ist Gunzenhausen ein Musterbeispiel für die Sicherheit von Daten im kommunalen Bereich. Bisher haben nur vier bayerische Kommunen das Prädikat erhalten, darunter das mittelfränkische Burgbernheim.

Die Anerkennung durch das LSI ist vor allem auf die gute Arbeit des städtischen Medienreferenten Horst Schäfer zurückzuführen und auch der Datenschutzbeauftragte der Stadt, Rechtsanwalt Thomas Engelhardt, hat seinen Anteil daran.  Beide sind zusammen mit Thomas Pentza und Stefan Scherzer die Experten, die Bürgermeister  Karl-Heinz Fitz lobt: „Ich bin stolz auf sie, denn sie machen ihre Arbeit mit Herzblut.“ Und Präsident Daniel Kleffel findet, dass die Bayerische Verwaltungsschule und die landesweite IuK-Tagung in Gunzenhausen vom Wissen Schäfers profitieren. „Gunzenhausen ist weiter über dem Level hinaus“, erklärte der Chef des Landesamts. Horst Schäfer gab das präsidiale Lob umgehend an den Rathauschef weiter: „Die Digitalisierung klappt nur, wenn der Chef mitmacht.“

Kleffel nutzte in Gunzenhausen die Gelegenheit, sein Landesamt vorzustellen. Es ist im Dezember 2017 aufgrund eines einstimmigen Landtagsbeschlusses gegründet worden.  Der Schutz des digitalen Behördennetzes und die Zusammenarbeit mit den Kommen nannte er als Hauptaufgaben des LSI.  „Die Technik allein machts nicht, es braucht eine Organisation, die weiß was zu tun ist, wenn es einen Vorfall gibt“, äußerte er gegenüber Pressevertretern. Notwendig sei die Sensibilität der Mitarbeiter.

Kaum oder nur schlecht verschlüsselte behördliche Daten werden nicht nur in den Vereinigten Staaten gesühnt, wenngleich dort die höchsten Strafzahlungen fällig sind. Hierzulande ist Krauss-Maffei  in Treuchtlingen vor einiger Zeit „straffällig“ geworden. Wie Präsident Daniel Kleffel  im Haus des Gastes betonte, seien Angriffe auf IT-Systeme von Verwaltungen und Firmen an der Tagesordnung. Dabei gehe es um Erpressung, Sabotage oder den Versuch, sensible Daten zu stehlen.  Digitale Angebote für Bürger auf der Basis von E-Government-Lösungen zu schaffen, sei für die Zukunft eine wesentliche Aufgabe der Kommunen. Die Bürger hätten einen Anspruch darauf, dass mit ihren Daten in der öffentlichen Verwaltung sicher umgegangen werde und diese vor unberechtigtem Zugriff geschützt würden. Das E-Government-Gesetz verpflichte sie ebenso wie alle anderen Behörden des Freistaats zur Einführung von Informationssicherheitskonzepten. Sie müssten auf die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden, um  Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit sicherzustellen.

Bayern hat nach Mitteilung des Präsidenten als erstes Bundesland eine eigenständige IT-Sicherheitsbehörde, nämlich das LSI in Nürnberg mit Außenstellen in Würzburg und Bad Neustadt/Saale, vor zwei Jahren geschaffen.  Es soll demnächst von 70 auf 200 Experten ausgebaut werden. Daniel Kleffel: „Die Gemeinden werden nicht kontrolliert, sie bekommen von uns Hilfe.“ Und Bürgermeister Karl-Heinz Fitz  pflichtet ihm bei: „Wir haben mit Thomas Engelhardt einen Juristen und einen ehemaligen Stadtrat als Datenschutzbeauftragten, der auch die technischen Verhältnisse vor Ort kennt.“

Die Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung ist auch ein Thema der nächsten IuK-Tagung in Gunzenhausen am 25. Und 26. September. In der Stadthalle beraten Experten  die aktuelle E-Government-Situation in Deutschland in der Konsequenz des Onlinezugangsgesetzes vom Sommer 2017. Zu den Referenten gehören Experten der Uni München, der  Ohm-Hochschule Nürnberg und von bayerischen Ministerien. Einen Blick in die digitale Zukunft wirft dabei der Münchner „chief digital officer“ Thomas Bönig.

WERNER FALK

Devise: Stadtnahes Wohnen

Spatentisch bei Projekt der Bosch-Immobilien

An der Ecke Theodor-Heuss-Straße/Weinbergstraße entsteht die Bosch-Wohnanlage.

Wo einst die Gunzenhäuser und ihre Gäste den Minigolf-Ball schlugen, da entsteht jetzt ein Wohnpark der Bosch-Immobilien GmbH mit 25 Wohnungen, die auf zwei Gebäude aufgeteilt sind.

Wie Geschäftsführer Patrick Bosch beim Spatenstich in Anwesenheit von Bürgermeister Karl-Heinz Fitz und Vorstandsmitglied Hermann Meckler von der Volksbank Mitttelfranken-West sowie der Investoren und künftigen Bewohner mitteilte, werden an der Ecke Weinbergstraße/Theodor-Heuss-Straße auf dem Gelände des früheren Minigolfplatzes 25 anspruchsvolle Wohnungen in guter Lage gebaut.

Spatenstich mit Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Michaela und Patrick Bosch sowie Vorstand Hermann Meckler von der Raiffeisen-Volksbank Mittelfranken West. Fotos: FR Presse

Bereits in den letzten Wochen herrschte in der Weinbergstraße Hochbetrieb. Das Ausbaggern des Areals und die Fundamentierungsarbeiten gingen so voran, wie man das von der Firma Bosch-Bauträgergesellschaft kennt: flott. Die beiden Häuser sind, so Geschäftsführer Patrick Bosch, durch ein gemeinsames Treppenhaus miteinander verbunden. Die Wohnungen haben einen Zuschnitt von 40 bis 70 Quadratmetern und eignen sich somit vorzüglich für Single-Haushalte und Kleinfamilien. „Wir haben bisher schon gut verkauft, aber ein paar sind noch frei“, sagt der Inhaber. Alle Wohnungen sind dank eines modernen Aufzugs barrierefrei zu erreichen. Noch einen Vorteil hat die Immobilie: der Stadtbus hält praktisch vor dem Haus.

In der Vermarktung des Objekts ist bisher alles bestens gelaufen, was ein Verdienst der Marketingleiterin Julia Loy ist. Der Chef lobte in Anwesenheit des Rathauschefs und einiger Stadträte die Arbeit seines Bauleiters Bögelein und vergaß auch das Engagement seiner Ehefrau Michaela nicht. #

Wie es sich bei einem Spatenstich gehört, stießen die Gäste, darunter etliche Eigentümer der Wohnungen und Baufachleute auf das gute Gelingen des Projekts mit einem Glas Sekt an. Zudem durften sie sich mit einer „Zwickten“ stärken.

WERNER FALK

Krankheit weitet sich aus

Demenz in den Mittelpunkt rücken

Von 13. bis 22. September 2019 findet erstmals die Bayerische Demenzwoche statt. Auch die Region Altmühlfranken beteiligt sich mit verschiedenen Veranstaltungen und macht damit auf das Thema aufmerksam.

Die Schuhe landen in der Spülmaschine, das noch schmutzige Geschirr im Küchenbuffet oder das Zurechtfinden im Supermarkt führt plötzlich zu Schwierigkeiten. Dies alles können Hinweise auf die Krankheit Demenz sein. Demenzpatienten vergessen oft ganze Begebenheiten und gewohnte Abläufe und Aufgaben, wie zum Beispiel Kaffee kochen oder Schnürsenkel binden, sind nicht mehr möglich.

Demenzpatienten können oft alltägliche Aufgaben nicht mehr ausführen. Mit der Demenwoche sollen Betroffene, Angehörige, Pflegende und Interessierte über die Krankheit informiert werden. Vor allem regionale Angebote stehen dabei im Mittelpunkt. Bildnachweis: Lena Kagerer/Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

Bereits 1,7 Millionen Menschen in ganz Deutschland, davon 240.000 Menschen in Bayern, sind von der Erkrankung betroffen. Und weil in unserer Gesellschaft der Anteil älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger steigt, wächst gleichzeitig auch die Zahl. Im Jahr 2050 werden schätzungsweise drei Millionen Menschen betroffen sein. Vor allem ältere Menschen erkranken an einer Demenz. Die am meisten verbreitete Form ist Alzheimer.

Die Bayerische Demenzwoche rückt das Thema Demenz vom 13. bis 22. September 2019 in den Fokus der Öffentlichkeit. Auch Altmühlfranken beteiligt sich mit verschiedenen Veranstaltungen an der Aktion des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege. Die Fäden laufen bei der Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus zusammen, als Kooperationspartner sind das Klinikum Altmühlfranken, die Alzheimergesellschaften Weißenburg und Gunzenhausen, die katholische Pfarrgemeinde in Weißenburg, die Caritas, Diakonie und die AWO mit im Boot.

„Demenz ist sowohl für die Erkrankten als auch für Angehörige eine große Belastung. Mit der Teilnahme an der Bayerischen Aktionswoche möchten wir über die regionalen Angebote und Beratungsstellen informieren“, sagt Landrat Gerhard Wägemann. „Es darf kein Tabu sein, über Demenz zu sprechen oder Hilfsangebote anzunehmen! Unser gemeinsames Ziel muss eine Gesellschaft sein, in der Menschen mit Demenz ganz selbstverständlich ihren Platz haben“, so die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege in ihrem Grußwort.

Den Beginn der Demenzwoche läutet der Vortrag „Ressourcenerhaltende Maßnahmen mit Bewegung, Musik und Geräten“ am Dienstag, 12. September, um 18 Uhr, in der Zentralen Diakoniestation Weißenburg ein. Am Sonntag, 15. September, findet um 10 Uhr ein Gottesdienst in der Heilig-Kreuz-Kirche in Weißenburg statt und im Rahmen des Ökumenischen Pfarrfestes in Pleinfeld wird ein Demenz-Parcours aufgebaut sowie der Film „Zwei Zucker“ gezeigt. Los geht es hier am selben Tag um 11 Uhr.

Das 10. PflegeFORUM altmühlfranken wird am Dienstag, 17. September, um 19 Uhr von Landrat Gerhard Wägemann eröffnet und informiert im kunststoffcampus bayern in Weißenburg beruflich Pflegende sowie Interessierte über die „MAKS-Therapie – Demenz bremsen ohne Medikamente“. Der Mittwoch, 18. September, bietet ab 14 Uhr einen Tanznachmittag im Wohnpflegeheim in Wengen sowie ein Angehörigentreffen im Familienzentrum Sonnenhof in Gunzenhausen mit einer Betreuungsgruppe für Betroffene ab 15.30 Uhr.

Dass man in jedem Stadium und auch präventiv etwas gegen die Demenz tun kann wird am Donnerstag, 19. September, um 19.30 Uhr im Vortrag „Demenz vorbeugen – geht das?“ im kunststoffcampus bayern in Weißenburg durch den Präventionsexperten Dr. med. Claus Daumann erläutert. Am gleichen Tag steht die Alzheimer Gesellschaft auf dem Gunzenhausener Wochenmarkt für Fragen und Anliegen zur Verfügung. Am Dienstag, 24. September, wird im Söller im alten Rathaus in Weißenburg die besondere Lesung „Der alte König in seinem Exil“ angeboten. Abschließend findet ein weiterer Vortrag am Dienstag, 22.10.2019, um 19 Uhr, im Klinikum Altmühlfranken in Gunzenhausen statt. Schwerpunkt ist hier die Entlastung von Angehörigen.

Während der gesamten Demenzwoche bietet die Caritas in Weißenburg und Gunzenhausen Sprechstunden rund um das Thema Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung an. Termine können unter den Telefonnummern 09141 2616 (Weißenburg) und 09831 8809556 (Gunzenhausen) vereinbart werden.

Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Nähere Informationen sind im Veranstaltungsflyer und auf der Website der Demenzwoche in Altmühlfranken unter www.altmuehlfranken.de/demenzwoche zu finden. Der Flyer liegt in den Gemeinden, Bibliotheken und im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen aus.

FDP nominiert für Stadtrat

20 Bewerber treten an

Stadtrat Werner Falk (Mitte) führt die Liste der 20 Bewerberinnen und Bewerber an. Eventuell werden noch vier weiterre nominiert. Von links: Reinhard Adolphs, Daniel Stein, Erna Hohenstein, Christian Mayr, Beate Steinweg-Pitsch, Dr. Kurt Schubert, Sigrid Niesta-Weiser, Timo Jungwirth, Werner Falk, Jürgen Meyer, Dustin Bajorek, Bianka Bauer und Hans Meckel. Sieben Kandidaten fehlen auf dem Foto.

Unsere 20 Stadtratskandidaten

Am vergangenen Dienstag, 3. September, haben die Freien Demokraten ihre Stadtratskandidaten nominiert. Sie können mit 20 Bewerbern ins Rennen gehen und behalten sich vor, noch weitere vier Kandidaten nachzunominieren.

Hier das Ergebnis auf einen Blick:

1 Werner Falk (69), Journalist und Stadtrat, Weinbergstraße 26, 91710 Gunzenhausen (in Einzelwahl gewählt mit 15:0 Stimmen)

2 Sigrid Niesta-Weiser (64), Rechtsanwältin, Emil-von-Behring-Straße 12, 91710 Gunzenhausen (in Einzelwahl gewählt mit 7:5 Stimmen bei zwei Enthaltungen und einer Stimme für B. Bauer, auf Beate Steinweg-Pitsch entfielen 5 Stimmen)

3 Dustin Bajorek (35), Bestattungsfachkraft, Bussardstraße 3, 91710 Gunzenhausen (in Einzelwahl gewählt mit 8:7 Stimmen, auf Timo Jungwirth entfielen  7 Stimmen

Die folgenden Kandidaten wurden in Blockwahl gewählt (alle 15 Stimmen):

4 Beate Steinweg-Pitsch (53), Kaufmännische Leiterin, Laubenzedel 123, 91710 Gunzenhausen

5 Timo Jungwirth (30), Ingenieur, Aha 201, 91710 Gunzenhausen

6 Bianka Bauer (51), Immobilienmaklerin, Hensoltstraße 48, 91710 Gunzenhausen

7 Reinhard Adolphs (68), Produktmanager/Diplomwirtschaftsingenieur, Hermann-Löns-Weg 10, 91710 Gunzenhausen

8 Jürgen Meyer (56), Kaufmann, Schulstraße 16, 91710 Gunzenhausen

9 Dr. Kurt Schubert (69), Diplomchemiker, Tulpenweg 10, 91710 Gunzenhausen

10 Robert Lehner (52), Leitender Angestellter, Sichlingerstraße 23, 91710 Gunzenhausen

11 Erna Hohenstein (71), Krankenschwester, Schwanenweg 5, 91710 Gunzenhausen

12 Nadja Wagner (49), Nachhilfedozentin, Bahnhofstraße 35, 91710 Gunzenhausen

13 Carlo Joachim Loos (75), Geschäftsführer, Limesstraße 16, 91710 Gunzenhausen

14 Jochen Müller (44), Servicetechniker, Aha 28, 91710 Gunzenhausen

15 Lesley Loy (71),  Hotelmanagerin, Marktplatz 24, 91710 Gunzenhausen

16 Alexander Saalbaum (37), Vertriebsingenieur, Schulstraße 25, 91710 Gunzenhausen

17 Hans Meckel (81),  Diplomingenieur/Rentner, Wolfgang-Krauß-Straße 10, 91710 Gunzenhausen

18 Daniel Stein (30), Student, Frauenknechtstraße 21, 91710 Gunzenhausen

19 Günter Künzer (73), Diplomkaufmann, Austraße 12, 91710 Gunzenhausen

20 Christian Mayr (35),  Bankbetriebswirt/Unternehmensberater, Büchelberg 232, 91710 Gunzenhausen