Lammtage vom 23. Juni bis 2. Juli

Eröffnung durch Landrat Wägemann

Küchenchef Bernhard Heinz und Landrat Gerhard Wägemann geben die Fleischwürfel in die Pfanne. Es sekundieren Altbürgermeister Fritz Walter, Klaus Fackler vom Landschaftspflegeverband, Wirtin Ines Wieland und Bürgermeister Dieter Rampe. Foto: FR-Presse

Lammbratwürste mit Rosmarinkartoffeln und Bohnen,  irischer Lammeintopf in fränkischer Interpretation  oder Lammleber rosa gebraten mit Organgenfilets auf Kräutersalat – die Auswahl hört sich doch gut an. Und sie ist es auch. Testen können es die Gäste von sieben Restaurants in Altmühlfranken vom 23. Juni bis 2. Juli während der „Lammtage“.

Er nimmt den Mund nicht zu voll: Landrat Wägemann testet auf Geheiß von Gastwirt Bernhard Heinz den irischen Lammtopf.

Die Lammtage sind eine Aktion der Zukunftsinitative „altmühlfranken“ (ZIA).  Ziel ist es, die Regionalvermarktung zu forcieren. Die Menschen in der Region können die Erfahrung machen, dass Lamm aus Altmühlfranken genau so gut, wenn nicht besser schmeckt als das Fleisch vom neuseeländischen Schaf.  Obendrein ist sind die Schafherden in Altmühlfranken die besten Landschaftspfleger. Sie grasen den Magerrasen ab und erhalten so die Charakteristik einer Gegend.  Das „Altmühltaler Lamm“ gibt es inzwischen seit zwanzig Jahren. Es ist zu einem Qualitätsmerkmal geworden.

Landrat Gerhard Wägemann ist  bemüht, das einheimische Produkt in Frontstellung zu bringen: „Wer Lamm aus Neuseeland kauft, der leistet keinen Beitrag zum Landschaftsschutz in unserer Heimat.“  Und Klaus Fackler vom Landschaftspflegeverband Mittelfranken  äußerte bei der Eröffnung der „Lammtage“ im Gasthaus „Zum Hirschen“ in Muhr am See:  „Eine Produktion mit Substanz und nicht nur ein schönes Label.“

Wie es bei der Eröffnung der Aktionstage der ZIA schon Tradition ist, griff der Landrat zum scharfen Messer, um für den irischen Lammeintopf das Fleisch in gleichmäßig große Würfel zu schneiden. Klaus Fackler (FW-Kreisrat aus Treuchtlingen), Bürgermeister Dieter Rampe aus Muhr am See, Altbürgermeister Fritz Walter aus Absberg und Andreas Scharrer, der Chef der Zukunftsinitiative „altmühlfranken“, schnippelten nach einer Kurzeinweisung unter Anleitung von Bernhard Heinz und Ines Wieland, den Inhabern das Gasthofes, Karotten und Kartoffeln für den Eintopf.  Die Söhne Max und Markus hatten schon im Vorfeld der „Küchenschlacht“ den Fond zubereitet.  Küchenchef Bernhard Heinz präsentierte den Eröffnungsgästen aber nicht nur den gut gewürzten „Irish Stew“, sondern auch Lammkotelett mit Rosmarinmarinade und ein leckeres Eis dazu.

Wer sich fragt, woher er denn das Lammfleisch aus der Region beziehen kann, der bekommt Rat vom Flyer, den Regionalmanager Andreas Scharrer eigens für die „Lammtage“ herausgegeben hat: Schäferei Grimm in Suffersheim, Schäferei Bauernfeind in Biburg, Familie Hüttinger in Weißenburg (Am Birkhof 60), Schäferei Lechner in Markt Berolzheim, Schäferei Neulinger in Pappenheim-Geislohe, Berg- und Hügelschäferei Schmidt in Heidenheim, Schäferei Wörlein in Stopfenheim, beim „Steinhof“ in Westheim sowie in den Metzgereien Geißelmeier in Treuchtlingen, „Zum Schneck“ in Suffersheim und Wörlein in Bieswang.

Andreas Scharrer ist mit der Kooperation zufrieden: „Unsere Gastronomiebetriebe arbeiten ständig daran, ihren Gästen einen ausgezeichneten Service, kulinarischen Genuss und eine einzigartige Wohlfühlatmosphäre zu bieten.“ Einige waren schon beim Wettbewerb „Bayerische Küche“ erfolgreich. An der diesjährigen Aktion sind beteiligt: Parkhotel Gunzenhausen, Gasthaus „Zum Hirschen“ in Muhr am See, Gasthaus „Zum Hochreiter“ in Enderndorf, Landgasthaus „Jägerhof“ in Absberg, Gasthaus „Brandenburger Hof“ in Weißebnburg, Landgasthoöf „Zum Schnapsbrenner“ in Großweingarten und Gasthof „Zum Lamm“ in Wettelsheim.

N-ERGIE unterstützte bei Storchenberingung

„Personalausweis“ für Wassertrüdinger Jungstörche

Drei junge Weißstörche in Wassertrüdingen sind ab sofort eindeutig zu identifizieren: Thomas Ziegler, Storchenexperte aus Feuchtwangen, brachte Mitte Juni spezielle Fußringe an den Jungvögeln in ihrem Nest in der Flussaue an. Unterstützt wurde er von Mitarbeitern der N-ERGIE Service GmbH, einem Tochterunternehmen der N-ERGIE Aktiengesellschaft.

Die N-ERGIE Service GmbH stellte für den Einsatz einen Hubsteiger zur Verfügung. Dieser kommt normalerweise bei Arbeiten an Freileitungen zum Einsatz. Von der sicheren Arbeitsbühne des Hubsteigers aus war es Thomas Ziegler möglich, in etwa 15 Meter Höhe den Gesundheitszustand der Jungstörche zu prüfen und diese mit einem Fußring auszustatten.

Weißstörche werden beringt, um Aufschluss über ihre Zugrouten oder ihre Population zu erhalten. Den eingravierten Erkennungsnummern werden in einer Datenbank Informationen über Geburtsort, Alter und Flugrouten zugeordnet.

Die Wassertrüdinger Störche gehören inzwischen fest zum Stadtbild. Die Großvögel finden in den Storchenwiesen im Wörnitzgrund ideale Bedingungen und eine gute Futtergrundlage.

Die N-ERGIE unterstützte die Stadt Wassertrüdingen zum wiederholten Mal bei ihrem Engagement für die Störche.

Bartsch traf den neuen Präsidenten Macron

Gedenkzeremonie mit den mittelfränkischen Partnern

Bezirkstagspräsident Richard Bartsch und seine Stellvertreterin Christa Naaß sowie Bezirksrat Peter D. Forster (rechts im Bild) mit dem neuen Präsidenten Emmanuel Macron (links) auf dem Gang durch das Ruinendorf Oradour-sur Glane.

Der mittelfränkische Bezirkstagspräsident Richard Bartsch weilte in Begleitung seiner Stellvertreterin Christa Naaß, des Bezirksrats Peter D. Forster, des stellvertretenden Verwaltungsleiters Wolf-Dieter Enser und Sylvie Feya (beim Bezirk zuständig für die Partnerschaft mit der Region Nouvelle-Aquitaine/früher Limousin) in Frankreich und hatte dort eine Begegnung mit dem neuen französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macon.  Stationen der Reise waren Ansbachs Partnerstadt Anglet, die Regionalhaupstadt Bordeaux sowie die beiden Massaker-Orte Tulle und Oradour-sur Glane.

Staatspräsident Emmanuel Macon führte die Ehrengäste bei der 73. Gedenkfeier für das Massaker vom 10. Juni 1944 an. Mit dabei der Präsident der mittelfränkischen Partnerregion Nouvelle-Aquitaine Alain Rousset, 1. Vizepräsident Gérald Vandenbroucke, der frühere Limousin-Präsident und heutige Europaabgeordnete  Jean-Paul Denanot, der Präsident des Departements Haute-Vienne Jean-Claude Leblois, Limoges Oberbürgermeister Émilie Roger Lombardi, Abgeordnete und Senatorinnen, Vertretungen aus vielen Kommunen Europas. Auch der deutsche Botschafter Nikolaus Meyer-Landrut und Generalkonsul Wilfried Krug waren mit dabei. Den neugewählte französischen Staatspräsidenten  begleiteten  500 Schulkinder. Er besuchte die historischen Orte und nahm sich viel Zeit für die Menschen vor Ort. Bezirkstagspräsident Richard Bartsch legte für den Bezirk Mittelfranken eine Kranz am Ehrenmal nieder.

Nach der Gedenkzeremonie kam Staatspräsident Emmanuel Macron zum Eintrag in das Goldene Buch ins Rathaus. Mit dabei Bundesministerin a.D. Gerda Hasselfeld,  Bezirkstagspräsident Richard Bartsch und Gäste aus Spanien und Griechenland sowie der Gemeinderat aus Oradour mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Rathauses. Die Bundestagsvizepräsidentin aus Niederbayern setzt sich seit zehn Jahren sehr engagiert für Kontakte nach Oradour ein. Die Bundesrepublik hat sich an der Renovierung der Kirche im Ort mit 380000 Euro beteiligt. Auch eine Delegation aus der oberbayerischen KZ-Stadt Dachau war mit von der Partie.

Ansbach und Anglet

Präsidenten unter sich: Richard Bartsch, Emmanuel Macron, Gerda Hasselfeldt mit Robert Hebras (Überlebender des Massakers). Mit Scherpe: Oradours Bürgermeister Philippe Lacroix.

Seit 49 Jahren pflegen die etwa gleich großen Städte Ansbach und Anglet im Baskenland an der Atlantikküste partnerschaftliche Beziehungen. Mit der neuen Regionsaufteilung in Frankreich kam damit die 34. Kommunalpartnerschaft unter das Dach der Beziehungen „Mittelfranken – Nouvelle Aquitaine“. Bezirkstagspräsident Richard Bartsch, seine Stellvertreterin Christa Naaß, Bezirksrat Peter Daniel Forster als Beauftragter für Jugend und Sport, der stv. Direktor der Bezirksverwaltung Wolf Dieter Enser und Sylvie Feja vom Bezirksrathaus statteten der neuen „Partnerschaft“ einen Besuch ab. Bürgermeister Claude Olive und der 2. Bürgermeister und Beauftragte für Kultur und Städtepartnerschaft Jean-Michel Barate empfingen die Delegation. Beim Empfang im Rathaus und vielen Gesprächen wurden die Kontakte intensiviert.

Weitere Station war in Tulle: In der Hauptstadt der mittelfränkischen Partnerregion Corrèze verübten am 9. Juni 1944 die Waffen-SS ein Massaker: 99 Franzosen wurden öffentlich hingerichtet und viele in Konzentrationslager deportiert. Darunter auch der Vater des langjährigen 2. Bürgermeisters und Generalrates aus Tulle. Er kam in das KZ-Hersbruck und verstarb dort im Frühjahr 1945. Seinen Sohn konnte Präsident Richard Bartsch schon oft in MIttelfranken begrüßen.   Zusammen mit dem deutschen Generalkonsul Wilfried Krug legte Bezirkstagspräsident Richard Bartsch bei der Gedenkfeier einen Kranz nieder.

 

Landwirtschaftsminister Brunner kommt

Politischen Abend im Meinheim

Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner kommt in den Landkreis. Am Donnerstag, 15. Juni, um 19 Uhr spricht er im Meinheimer Festzelt in der Gartenstraße über die aktuelle Landwirtschaftspolitik im Freistaat.

Darüber hinaus weist MdL Manuel Westphal aus Meinheim darauf hin, dass am gleichen Tag bereits ab 11  Uhr der

TAG DER LANDWIRTSCHAFT

in Meinheim startet. Dabei werden mehr als 30 Aussteller aus der Region (etwa Lohnunternehmen, Landtechnikhändler, Landwirtschaftliche Lehranstalten Triesdorf, Maschinenring, Bauernverband) vor Ort sein. Es gibt auch eine Ausstellung von Oldtimmern der Landtechnik und vieles mehr. Um 11Uhr wird der Tag offiziell eröffnet und es wird einen Rundgang über das Gelände geben. Die Ausstellung findet ebenfalls am Festplatz statt.

7. SeenLandMarkt auf der Badehalbinsel

 Festival-Charakter am 17./18. Juni

125 Aussteller präsentieren am 17. und 18. Juni auf dem SeenLandMarkt in Absberg ihre handgemachten Produkte – das sind so viele wie noch nie. Doch trotz der wachsenden Größe in den vergangenen sieben Jahren ist von Hektik auf der Badehalbinsel keine Spur. Der SeenLandMarkt ist und bleibt ein Ort zum Bummeln, Ausprobieren und Genießen. Dafür sorgt der Zweckverband Brombachsee auch heuer wieder mit einem ansprechenden Rahmenprogramm im Biergarten und Kinderbereich; und dank der erweiterten Öffnungszeiten können die Marktbesucher den Samstag bei guter Musik sogar bis 20 Uhr ausklingen lassen.

Am 17. und 18. Juni lockt der „SeenLandMarkt“ die Besucher auf dem Badehalbinsel nach Absberg. Foto: Dietz / ZVB

„Der SeenLandMarkt ist kein Markt, über den der Besucher mal schnell drüber geht und dann wieder nach Hause fährt“, findet Gerhard Wägemann, Vorsitzender des Zweckverbands Brom-bachsee. „Er lädt vielmehr ein zum Bummeln durch die breiten Gassen, in denen es dank der großzügigen Marktfläche nie eng wird. Er lädt ein zum Staunen, Ausprobieren und Zuschauen.
Viele Kunsthandwerker führen ihr Können direkt an den Ständen vor. Und er lädt ein zum Aus-ruhen und Genießen im gemütlichen Marktbiergarten, wo Nachwuchsbands aus der Region für den musikalischen Rahmen sorgen. Damit hat der SeenLandMarkt eigentlich fast schon Festival-Charakter.“

Treue Aussteller, aber auch viele neue Gesichter

Unter den 125 Ausstellern, die an den beiden Markttagen ihre Produkte präsentieren, sind viele bekannte Gesichter. Einige der Kunsthandwerker sind dem Markt seit seiner Geburtsstunde treu und kommen jedes Jahr wieder gerne nach Absberg. Aber auch ein gutes Duzend neuer Ausstel-ler sind hinzugekommen: Etwa die Marke „Frankenstrand“ aus Niederhofen mit selbstdesignten T-Shirts rund um’s Fränkische Seenland, eine Hutmacherin oder ein Schmuck-Designer, der an seinem Stand Miniaturmalerei vorführt.
Auch im Kulinarik-Bereich gibt es heuer noch mehr Vielfalt. Insgesamt sorgen knapp 30 Gast-ronomiebetriebe aus der Region dafür, dass kaum ein kulinarischer Wunsch offenbleibt. Neben die klassischen altmühlfränkischen Spezialitäten wie etwa der Bratwurstsemmel gesellt sich erst-mals die „Stullenschmiede“ aus Weißenburg mit kreativen, teils vegetarischen und veganen Brot-aufstrichen. Auch Falafel, die herzhaft-würzigen Kichererbsen-Knödel, finden in diesem Jahr Einzug auf den SeenLandMarkt. Daneben gibt es Kartoffel-Spiralis, Flammkuchen, Pulled Pork, Baumstriezel, Küchle, Crêpes, Kuchen, Kaffee, Bier von regionalen Brauereien und vieles mehr.

Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie

„Der Markt ist auch ein tolles Anlaufziel für Familien“, weiß Dieter Hofer, Geschäftsleiter beim Zweckverband Brombachsee. „Die Kinder können im beschatteten Sandkasten buddeln oder beim LBV-Stand spielerisch etwas über die Tierwelt am Brombachsee lernen.“
Im schattigen Biergarten im Zentrum des Marktplatzes spielen auch heuer wieder Nachwuchs-bands aus der Region. Den Anfang machen am Samstagmittag „Dead Steag“ aus Schwabach, die gemütlichen Blues-Rock über das Gelände schicken. Weiter geht es mit Akustik-Rock von Oceanside aus Treuchtlingen. Erstmals bleiben Biergarten und Kulinarik-Stände heuer bis 20 Uhr geöffnet, dazu spielen „The Crunchy Buns“ aus Ettenstatt Cover-Versionen bekannter Rock- und Popsongs. Am Sonntagvormittag wird der Marktbetrieb traditionell mit dem Seenlandgot-tesdienst und der Schäferwagenkirche eröffnet. Zum Mittagstisch spielt dann Diana Orter aus Absberg ein musikalisches Heimspiel mit ihrer Akustik-Gitarre. Den musikalischen Tagesaus-klang stemmen „The Brush“, eine neue Akustik-Gruppe aus Pleinfeld.
Geöffnet ist der Markt am Samstag, 17. Juni, von 10 bis 20 Uhr und am Sonntag, 18. Juni, von 10 bis 18 Uhr. Programm, Marktplan und eine Liste der Aussteller sind online unter www.zv-brombachsee.de/seenlandmarkt abrufbar.

600 Jahre jüdische Geschichte

Sonderführung im Rahmen des 900-jährigen Stadtjubiläums Schwabach

Am 18. Juni 2017, 14 Uhr ist das „Jüdische Museum Franken“in Schwabach geöffnet. „Marx und Mazzen – ein Streifzug durch 600 Jahre jüdische Geschichte in Schwabach“ ist das Thema des Aktionstags.
Warum wird ein Hase in der Laubhütte gejagt? Wie schmecken koschere Gummibärchen? Wie werden Mazzen gebacken und was hat Karl Marx mit alldem zu tun? Lernen Sie auf unserem Streifzug das einstige jüdische Zentrum Schwabachs rund um die Synagogengasse kennen. Die ehemals jüdischen Gebäude wie die Synagoge, das Rabbinerhaus und das Lehrhaus sind bis heute erhalten und gewähren faszinierende Einblicke in das jüdische Leben der Stadt. Den Höhepunkt des Rundgangs bildet der Besuch der über 200 Jahre alten Laubhütte im Jüdischen Museum Franken: mit ihrer einzigartigen spätbarocken Wandmalerei ist sie ein wahres Kleinod fränkisch-jüdischen Kulturerbes (Eitnritt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro).

Die übrigen Veranstaltungen im Juli 2017:

Sonntag, 2. Juli, 14 Uhr im Jüdischen Museum in  Schnaittach
  Führung zum 1. Sonntag im Monat. Thema: Medinat Aschpah – jüdisches Leben auf dem Lande. Eintritt: 5 € / erm. 4 €

So, 2. Juli, 14 Uhr  im Jüdischen Museum in  Schwabach
 Führung zum 1. Sonntag im Monat. Thema: Hasenjagd in der Sukka – auf den Spuren fränkisch-jüdischer Geschichte in Schwabach. Eintritt: 5 €/ erm. 4 €

So, 2. Juli, 14 Uhr im Jüdischen Museum in Fürth  Führung zum 1. Sonntag im Monat. Thema: Pilpul, Berches & Holekrasch – jüdisches Leben in Franken. Eintritt: 5 €/ erm. 4 €

So, 16.Juli, 14 Uhr  im Jüdischen Museum Franken in  Schnaittach (Synagoge) Vortrag „Heimat Schnaittach? – Die Geschichte der Familie Freimann“. Eintritt: 5 € / 3 € erm.

Benefizveranstaltung für Kloster

Am 10. Juni im Klosterinnenhof in Heidenheim

Das Theaterprojekt „Singende Steine“ nach dem Roman von Fernand Pouillon erzählt vom
Bau des mittelalterlichen Zisterzienserkloster Le Thoronet in der Provence. Die Handlung ist quasi eine Parallele zur Geschichte des Heidenheimer Münsters.

Wann und wo: Samstag, 10. Juni,  um  19 Uhr im Klosterinnenhof  (Zugang über Heidenbrünnlein). Karten und Getränke sind bereits ab 18 Uhr im Klosterinnenhof erhältlich. Die Aufführung selbst findet im Kapellensaal statt.

Worum geht es: Das Stück versetzt in das 12 . Jahrhundert – in die Zeit als auch Kloster Heidenheim von Reformmönchen grundlegend umgebaut wurde. Wir erleben die Geburtsstunde der berühmten Zisterzienserabtei Le Thoronet. Aus der Sicht des damaligen Baumeisters, dem Mönch Wilhelm Balz, wird uns vom tagtäglichen Ringen auf einer riesigen Baustelle erzählt. Wir hören von Wilhelms Berufung und seinen Visionen, von erbitterten Kämpfen gegen Naturgewalten, von seinem Ringen um Disziplin und Gehorsam, um Askese und Spiritualität, die bei aller Verstrickung im irdischen Geschäft täglich neu zu leben war. Einige verblüffende Parallelen zum aktuellen Baugeschehen und den gegenwärtigen Herausforderungen am Kloster Heidenheim zeichnen sich ab!

Mit Ihrem Besuch (Eintritt: 15 Euro) unterstützen Sie den Umbau am Kloster Heidenheim!

Mit dem Liegerad nach China

Gunzenhäuser sind derzeit unterwegs

Hans Metz, der Liegeradler, ist mit Freunden einige Monate unterwegs bis China. Derzeit ist Russland erreicht.

Hans Metz schickt uns den ersten Bericht von seiner mehrmonatigen Liegerad-Reise mit seinem Freund Robert („Bob“) Wiehn nach China.

Aus Zilupe in Lettland schreibt er: Nun sind wir seit Wochen auf unserer großen Radtour und dem Ziel, Shanghai und China im Oktober zu erreichen, etwas näher gekommen. Nach rund 1800 geradelten Kilometern haben wir Russland erreicht. Das Wetter passt prima, nachdem die ersten Wochen kalt und regnerisch waren.

Wir radeln 80-100 km am Tag, gestern in Lettland 130  heute 114. Oft ist es hügelig, da merkt man den Anhänger und das Gepäck,  besonders anstrengend sind Schotterwege.

Bis jetzt läuft alles gut, wir haben auch noch nicht unser Zelt gebraucht. Unsere Unterkünfte haben alle Kategorien 0 – 3 Sterne. Heute 0.5-Sterne-Plattenbau!

Wir haben an der Grenze zu Weissrussland einen 66-jährigen getroffen, der etwa die gleiche Strecke fährt, nur gemächlicher. Abends sind wir totmüde, da spielt die Übernachtungs-Qualität eine geringe Rolle. Die Menschen winken uns zu, machen Fotos, stellen Fragen, die wir oft nicht verstehen.

Morgen sind wir dann schon das zweite Mal in einer neuen Zeitzone und euch somit zwei Stunden voraus.

Überwältigend sind die Kunstschätze in den russisch-orthodoxen Kirchen.

Die zweite Mail kommt aus der schönen altrussischen Stadt Vladimir, 100 km östlich von Moskau. (Partner Stadt von Erlangen ). Sie gehört zum sogenanntem goldenen Ring. Das sind absolut sehenswerte, gewachsene Orte mit interessanter Vergangenheit.

Das Wetter hat uns veranlasst, eine Radelpause einzulegen. Wir haben hier einen Wintereinbruch, 1 – 10 Grad mit Regen. Die Leute haben ihre Wintersachen an. Wir könnten also gerne 10 Grad von Euch aus Deutschland brauchen. Daher haben wir tolle Sehenswürdigkeiten in der Umgebung mit dem Bus besucht. Als goldenen Ring bezeichnet man altrussische Städte nordöstlich von Moskau. Er zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und beliebtesten Reisezielen Russlands. Orte, entstanden zwischen dem 11. und 17. Jahrhundert, zum Teil älter als Moskau. Als Zeichen des Reichtums wurden hier unzählige Kirchen und Klöster gebaut. Überall glänzen die vergoldeten Zwiebeltürme der Orthodoxen Kirchen und Klöster. Auch aufwendig konstruierte Holzkirchen haben wir besucht, echt sehenswert.

Hans, der Fernliegeradler

Die deutsche Kanzlerin muss es richten!

Ein Kommentar zur aktuellen weltpolitischen Lage

Irgendwie gerät die Welt aus den Fugen, wenn gewisse Standards des internationalen Zusammenlebens nichts mehr gelten. Von dem neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump ist man inzwischen ja schon einiges gewöhnt, aber dass er so  ungeniert auf der Weltbühne herumtrampelt, das haben viele doch nicht für möglich gehalten. Mit der Kündigung des Pariser Vertrags zum  Weltklimaschutz hat er sein jüngstes „Kabinettsstückchen“ geliefert. Nur Staaten wie Syrien oder Nicaragua haben sich bisher dem Abkommen ferngehalten, immerhin 195 Staaten der Welt haben sich auf die gemeinsamen Standards festgelegt.

Wenn auch das Klimaschutzabkommen bei manchen Experten in der Kritik steht, so ist doch beachtlich, dass sich weltweit so viele Staaten dazu bekennen. Ehrlich: Für die meisten Länder ist die Unterschrift ein reines Lippenbekenntnis und die armen Staaten verbinden damit die Erwartung, vom industriellen Westen Hilfsgelder zu bekommen. Ob diese Mittel aber tatsächlich in Asien und Afrika in den Klimaschutz investiert werden, wird von den Kritikern in Frage gestellt.

Wichtig ist bei der Entscheidung des US-Präsidenten die dahinter stehende Philosophie, wonach die wirtschaftliche Entwicklung der Vereinigten Staaten („Amerikca first“)  durch das Klimaschutzabkommen gebremst wird. Trump hat der Ölindustrie zu viele Versprechungen gemacht, die er jetzt einlösen will.

Es ist zu erwarten, dass es mit seiner Anti-Klimaschutz-Politik ähnlich läuft wie mit seiner Ankündigung, Moslems aus bestimmten Ländern von den USA fernzuhalten, eine Mauer an der mexikanischen Grenze zu bauen und Handelshemmnisse für die Automobilhersteller aus Deutschland zu schaffen. Die Ansätze Trumps  müssen größtenteils noch durch die politischen und juristischen Gremien. Sie sind daher zunächst einmal pure Verbalakrobatik.  Wirksam wird die Kündigung erst 2020 und glücklicherweise erst  einige Tage nach der ersten Amtszeit des Präsidenten, wie findige Chronisten recherchiert haben.  Ein neuer Präsident könnte also zurückrudern. Das aber ist Zukunftsmusik. Der jetzt Amtierende wird wohl in den nächsten Jahren noch genügend Porzellan kaputtschlagen, wenn er nicht gebremst wird. Man darf mit Spannung erleben, wie sich sein Umfeld weiter verhält.

Die Vorgänge zeigen: Es kommt künftig noch mehr als bisher auf die politisch erfahrene deutsche Kanzlerin an! Sie hat sich in den letzten Tagen in ihrer Münchner Bierzeltrede  schon auffällig klar über Trump geäußert und signalisiert, dass sie willens ist, ihre Führungskraft auszuspielen. Nicht nur die Deutschen, wohl auch die anderen Völker erwarten von ihr, dass sie dem US-Präsidenten die Stirn bietet. Diplomatisch geschickt hat sie die Fühler nach China und Indien ausgestreckt. Diese Länder sind zwar auch große Klimasünder, aber sie stellen sich wenigstens der gemeinsamen Aufgabe. Das Verhalten Trumps eröffnet neue Perspektiven in der Weltpolitik. Es erwartet uns eine spannende Zeit, in der Twittermeldungen die klassische Diplomatie ersetzen.

Innenpolitisch hat Trump damit der Kanzlerin einen riesigen Gefallen getan. Positioniert sie sich als diejenige Politikerin von internationalem Rang, die sich nicht einschüchtern lässt, hat sie alle auf ihrer Seite, denen Trumpf zuwider ist. Und das sind wohl die meisten Menschen in Deutschland – und nicht nur hier. Merkel muss im engen Schulterschluss mit Emmanuelle Macron die Dinge in Europa richten. Die weltpolitische Entwicklung muss dazu führen, dass die Europäer wieder enger zusammenrücken und sich behaupten – nicht nur gegenüber China und Russland, sondern auch gegenüber den USA.

Werner Falk, Stadtrat der FDP in Gunzenhausen

Wer macht mit beim Stadtradeln?

„Team FDP“ ist mit starkem Team wieder dabei

Sie rühren die Werbetrommel für das Stadtradeln 2017: Gabi Bayerlein von Radsport-Gruber, Agende 21-Chefin Ingrid Pappler und FDP-Stadtrat Werner Falk (Team FDP).

Das Stadtradeln geht in eine neue Runde. Auch 2017 werden die Gunzenhäuser  aufgerufen, sich vom 2. bis 22. Juli   zu beteiligen. Ich gehe davon aus, dass die Teilnehmer von 2016 auch heuer wieder mit von der Partie sind. Ich bitte alle, die ihre Kilometer online eingetragen haben, das wieder so zu machen. Allen anderen, die ihre Kilometer-Leistungen lieber händisch eintragen, bringe ich die Listen demnächst vorbei.

Meine Bitte geht an alle, die in Gunzenhausen leben, hier arbeiten oder  – als Auswärtige – einem Gunzenhäuser Verein angehören, beim Stadtradeln mitzumachen, um damit auch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.  Daneben ist das Radeln ja gesund und erhält körperlich fit.

Wir haben in und um Gunzenhausen ein ansehnliches Netz von Radwegen. Gegenwärtig sind Eva Kraft vom Zweckverband Altmühlsee und ich dabei, die Radwege neu zu beschildern. Aus Blau wird Grün, außerdem wird mancher Schilderwald ausgelichtet.  Dieser  ehrenamtliche (und unentgeldliche) Job macht mir riesigen Spaß, denn ich bin glücklich, wenn die Radler eine zuverlässige Radwegführung vorfinden.

Wer mitmachen will, der kann sich unter „stadtradeln.de“ im Internet anmelden („Team FDP“). Ich möchte niemanden parteipolitisch vereinnahmen. Mit geht es nur darum, möglichst viele Radler zur Mitwirkung zu animieren. Es ist ja auch keine wirkliche Mühe, die täglich mit dem Rad zurück gelegten Kilometer zu notieren und die Zettel wöchentlich in den Rathaus-Briefkasten zu werfen (oder eben die Meldung online zu machen). Wer Probleme mit der Anmeldung hat, dem helfe ich gern.

Gerne weise ich auf einige Aktivitäten der Agenda 21 hin. Die Startveranstaltung ist am 2. Juli im Rahmen des Bürgerfests. Der Freiluft-Gottesdienst ist um 9.30 Uhr, danach ist Startschuss zur ersten gemeinsamen Radtour um den Altmühlsee. Jeweils eine 20 Kilometer lange Strecke wartet auf die Teilnehmer am Montag, 3. Juli, Montag, 10. Juli und Montag, 17. Juli auf die Radler. Die Agenda 21-Chefin Ingrid Pappler führt an diesen drei Tagen jeweils ein Feierabendradeln durch. Treffpunkt ist jeweils um 19 Uhr am Rathaus.

Eine Adel-Lesung gibt es am Donnerstag, 6. Juli, um 19.30 Uhr bei Zweirad-Gruber, eine Brezenaktion am Sonntag, 9. Juli, von 9 bis 11 Uhr an der Bäckerei Kleeberger in der Industriestraße 17 und am Sonntag, 16. Juli, am Bäckerei-Cafe Kleeberger in der Weißenburger Straße 72. Die Abschlussveranstaltung ist am 24. Oktober.

Werner Falk, Teamkapitän