Neue Bürgermeisterin

Frankenmuth hat gewählt

Mary  Anne Ackermannn ist die neue Bürgermeisterin von Frankenmuth. Foto: Ingeborg Herrmann

 Am Dienstag, 6. November fanden in Amerika die Zwischenwahlen statt. In Frankenmuth waren die Wähler zur Wahl des Bürgermeisters und eines Teils der Stadträte aufgerufen. Der langjährige Bürgermeister Gary Rupprecht unterlag seiner Herausforderin Mary Anne Ackermann knapp.

Gary Rupprecht war 33 Jahre lang Bürgermeister in Frankenmuth. Der 73-jährige hatte sich noch einmal zur Wahl gestellt. Nun unterlag er Mary Anne Ackerman mit 95 Stimmen. Die Wahlperiode endet am 31. Dezember 2018. Die neue Bürgermeisterin tritt ihren Dienst am 1. Januar 2019 an.

Mary Anne Ackerman lebt mit ihrer Familie seit 30 Jahren in Frankenmuth. Von 2006 bis 2016 war sie Superintendentin für den Schuldistrikt Frankenmuth. Seit 2016 ist sie an der Saginaw Valley State University zuständig für die Ausbildung zukünftiger Schulleiter. Viele Jahre war sie Präsidentin des Frankenmuth Historical Association Board. 2017 wurde sie zur Präsidentin des Rotary Club Frankenmuth gewählt und saß bereits im Stadtrat. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Mary Anne Ackerman war im Frühjahr 2018 bereits in ihrer Funktion an der Saginaw Valley State University in Gunzenhausen. Sie bereitet für 2019 zusammen mit John Kaczinsky, dem Man von Martha Zehnder, eine Fortbildungsreise für angehende Schulleiter nach Finnland und Deutschland vor um die jeweiligen Schulsysteme kennen zu lernen.

Außerdem standen drei Stadträte zur Wahl. Gewählt wurden Paul LaBrenz, Tom Meyer und Chad Ross. Weiter bleiben im Stadtrat Vickie Schmitzer, Beth Bernthal .

Der Stadtrat in Frankenmuth hat zusammen mit dem Bürgermeister 7 Mitglieder, die je nach Amtszeit zu wählen sind. Deswegen wurden nur drei Stadträte gewählt. Die anderen drei Mitglieder bleiben weiter im Amt.

Wiedmann-Design in Holz

Beim Tag des Schreiners informierte das Windsfelder Unternehmen

Kreativität ist das Markenzeichen der Schreinerei.

Sind ein tüchtiger Handwerksmeister und eine kreative Innenarchitektin im Bunde, denn kann eigentlich nichts schief gehen. Diesen Optimismus bestätigen Christian und Anna Wiedmann, die Inhaber der gleichnamigen Schreinerei in Windsfeld.

Beim Tag des Schreiners präsentierte sich das Handwerksunternehmen von seiner kreativen Seite. Die Besucher konnten nicht nur die Top-Ausstattung des Betriebs sehen, sondern anhand einer Bilderwand auch gelungene handwerkliche Leistungen bestaunen.  Mit nach Hause nehmen durften die Gäste das neue Image-Magazin „Das Schöne“, in dem sich die Schreinerei Wiedmann in Kooperation mit dem Schreiner-Fachverband präsentiert. Fotos zeigen herausragende technische Leistungen, gepaart mit tollen innenarchitektonischen Konzepten, aus dem Kundenkreis des Betriebs. Beispiele: die Alte Vogtei in Wolframs-Eschenbach und der neue Ferienhof „Waldblick“ der Familie Rüger in Haundorf.

Beim Tag des Schreiners waren auch die kleinen Besucher beschäftigt.

Seniorchef Friedrich Wiedmann und seine Frau, die beide noch voll im Betrieb mitarbeiten, können stolz sein auf ihre Lebensleistung. Sie haben dem Sohn und der Schwiegertochter ein Unternehmen übergeben, das die Innovationskraft des Handwerks in aller Deutlichkeit offenbart. So ist es nicht verwunderlich, dass die Schreinerei Wiedmann heute zu den Spitzenbetrieben der Branche in Altmühlfranken zählt.  Der Kundenkreis geht sogar darüber hinaus.

Der Handwerksbetrieb widmet sich zum allergrößten Teil dem Möbelbau. Der Türenbau ist ein Faktor, Fenster werden aber lediglich montiert.  Die Firma ist Zulieferin für andere Unternehmen. Sie ist zudem Partnerin einer mittelfränkischen Harfenbauerin. Die hölzernen Teile des Instruments, das international vertrieben wird,  kommen aus Windsfeld.

Logistikexperten diskutierten

 Unternehmertreffen bei Schwan-Stabilo

Das Unternehmergespräch war bei Schwan-Stabilo in Weißenburg.

Wie steht die Branche da? Was sind aktuelle Herausforderungen? Wie sieht die Zukunft in der Logistik aus? Diese und viele weitere Fragen wurden innerhalb einer Expertenrunde geklärt und diskutiert.

 Aus dem traditionellen Unternehmerfrühstück wurde dieses Mal ein After-Work-Treffen, das am Weißenburger Standort der internationalen Firmengruppe Schwan-STABILO stattfand. Eingeladen dazu hatten einmal mehr das regionale IHK-Gremium, die IHK Nürnberg für Mittelfranken sowie der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Erneut wurde die Veranstaltung unter ein spezifisches Thema gestellt, sodass sich rund 60 Teilnehmer mit der Aussage „Logistik im Wandel“ auseinandersetzten. Nach der Begrüßung der Ansbacher IHK-Geschäftsstellenleiterin Karin Bucher und Landrat Gerhard Wägemann wurde das Thema aufgegriffen.

Reiner Hackenberg, Operations Manager Logistics/Supply Chain bei der STABILO International GmbH und Gastgeber des Abends, stellte anschaulich sein Unternehmen vor. Die Firmengruppe ist mit über 700 Millionen Euro Umsatz und mehr als 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 22 Standorten rund um den Globus ein international agierender Konzern und hat drei eigenständige Geschäftsfelder: Kosmetik (Private Label), Schreibgeräte (STABILO) und Outdoor (Deuter, Ortovox, Maier Sports, Gonso).

Das Thema Logistik hat bei STABILO laut Hackenberg einen sehr hohen Stellenwert, schließlich versendet das Unternehmen seine Produkte in die ganze Welt. Doch der Unternehmensbereich sieht sich zunehmend vor besondere Herausforderungen gestellt. Das sind vor allem das sich wandelnde Umfeld wie zunehmende Kundenzentrierung, die immer mehr verlangte Schnelligkeit und der begrenzte Laderaum.

Bei STABILO haben sich die Verantwortlichen frühzeitig auf diese erschwerten Bedingungen eingestellt, wie Hackenberg eindrucksvoll darstellte. Die IT-Systeme der verschiedenen Werke sind weltweit vernetzt, sodass die Produktion sowie die Vorgänge in der Logistik auf zentraler Ebene jederzeit im Blick behalten werden können. Dies seien aus Sicht des Logistikexperten auch konkrete Lösungsansätze, nämlich Transparenz und Automatisierung von Prozessen.

Im Anschluss an das Impulsreferat bat Dr. Karl-Friedrich Ossberger, der in gewohnter Manier die Moderation der Diskussionsrunde übernahm, die Experten nach vorne. Neben Reiner Hackenberg konnten auch die regionalen Speditions- und Logistikunternehmer Stefan Hueber und Matthias Schork als Diskutanten gewonnen werden. Beide sind mit ihren Unternehmen Hueber GmbH & Co. KG sowie der Spedition Wüst GmbH & Co. KG fest im Landkreis verwurzelt. Um auch die wissenschaftliche Sicht des Themas zu beleuchten, wurde die Runde durch den ausgewiesenen Experten Prof. Dr. Constantin May, Academic Director des CETPM-Instituts an der Hochschule Ansbach, komplettiert.

Schnell waren sich die Unternehmer einig, dass immer weniger Fachkräfte für die Branche zu gewinnen seien. Daraus resultiere zwangsläufig, dass verschiedene Tätigkeiten immer weiter automatisiert werden. Auch die Digitalisierung kremple die Logistik teilweise um, so werden beispielsweise Aufträge heutzutage digital an ein Tablet im Führerhaus des LKW gesendet. Eine weitere Herausforderung, die Produzenten, Spediteure und Endkunden gleichermaßen betrifft, ist die immer gravierender werdende Verkehrslage auf Europas Straßen. Lösungsansätze wie das autonome Fahren sieht Prof. May jedoch durchaus kritisch. Zum einen reduziere dieser Ansatz nicht das Verkehrsaufkommen und zum anderen seien bei unseren Verkehrsverhältnissen meist eher teilautonome Assistenzsysteme gefragt. Der Mensch bleibt seiner Meinung nach auch in Zukunft nicht komplett ersetzbar. Auch die Verlagerung der Transportaufträge auf die Schiene funktioniere laut Hackenberg nur zum Teil, da vor allem der Faktor Zeit nicht mit dem Straßentransport mithalten kann.

Allgemein wurde deutlich, dass die Kernaussage „Logistik im Wandel“ mehr als nur eine Phrase ist. Die Branche hat sich tatsächlich gewandelt, von der reinen Transportdienstleistung hin zu automatisierten, digital durchdachten Prozessen innerhalb der Lieferkette. Dass dies nur die aktuelle Lage wiederspiegelt wird spätestens dann sichtbar, wenn man zusätzlich den Einzug der künstlichen Intelligenz betrachtet. Aufgrund des Zusammenwirkens verschiedenster Interessen ist die Lieferperformance mittlerweile eines der Schlüsselkompetenzen von Unternehmen geworden, sodass der Wandel nach Meinung der Experten noch lange nicht vollzogen ist. Diese Gedanken konnten von den Teilnehmern noch bei einem Imbiss vertieft werden, womit eine weitere erfolgreiche Netzwerkveranstaltung zu Ende ging.

Das schriftliche Gedächtnis der Stadt

Stadtarchiv Wolframs-Eschenbach jetzt in neuen Räumen

Eine alte Stadt hat viel zu erzählen – die Deutschordensstadt Wolframs-Eschenbach erst recht. Was über viele Jahrzehnte in den Dachräumen des Museums ungeordnet lagerte, ist nunmehr fein säuberlich geordnet und archiviert: das Stadtarchiv hat seinen Platz im Dachgeschoss des Rathauses gefunden. Es ist Stadtarchivar Oskar Geidners  zäher Energie zu verdanken, dass es so gekommen ist.

Wie er sagt, ist das Wolframs-Eschenbacher Stadtarchiv eines der ältesten und umfangreichsten einer Stadt dieser Größenordnung in Mittelfranken. Es beherbergt neben 151 Originalurkunden ab 1450, 16 Bände ab 1603, über 3500 Akten aus der Zeit von 1579 bis 1950, weiterhin 3800 Rechnungsbände von 1525 bis 1950 und viele Nachlässe, Familenarchive und Sammlungen zur Geschichte der Stadt, ihrer Bürger, der Wirtschaft und Institutionen. Viele Vereinsunterlagen sind als Depot sicher eingelagert. Archiviert sind auch unzählige Presseartikel der letzten Jahrzehnte.

Im Einzelnen handelt es sich um 3803 Rechnungen, darunter 600 Stadtrechnungen ab 1528, 117 Hirtenmeisteramtsrechnungen a b 1547 und 18 Vogteiamtsrechnungen ab 1717.  Dokumentiert ist auch die Almosen-, Armen- und Siechenpflege (ab 1603). Die  3500 Akten geben Einblick in das Schulwesen, Kirchenangelegenheiten, Bau-, Wohnungs- und Straßenwesen, die Landwirtschaft, das Gewerbe und Militärangelegenheiten. Aufgenommen sind auch 136 Akten der Ortsteile Biederbach, Reutern, Selgenstadt und Waizendorf, ferner Nachlässe von Prof. Friedrich Dörr, Dr. Grosher, Max Gruber (Stellwag), Pfarrer Anton Heuberger, Dr. Johann Baptist Kurz, Dr. August Koch und Friedrich Leng.

71 Familienarchive hat Oskar Geidner geordnet, dazu Beiträge über die Ehrenbürger Eduard von Riedel (1813-1864), Prof Dr. Hyacinth Holland (1827-1918), Stadtpfarrer Willibald Müller (1853-1915), Pfarrer Georg Lehner, Konrad Mitterer (Stadtschreiber), Karl Holz (1895-1945), Dr. Johann Baptist Kurz und Josef Maget (Stadtpfarrer).

In der Sammlung gibt es viele Postkarten, Fotos, Bilder, Stiche, CDs, Plakate, Siegel, Münzen, Pläne und Noten zu sehen.

Geidner hat auch verschiedene Vereinsdepots angelegt: Jagdgenossenschaft, Ziegenzuchtverein, Heimatverein, Obst- und Gartenbauverein, Kolpingfamilie, Gesangverein und Katholischer Frauenbund.

Schloss ist nicht gleich Schloss

Michael Scheffold forscht über „Schlüssel, Schlösser und Schlossbeiwerk“

„Schlüssel, Schlösser und Schlossbeiwerk“ ist der Titel der umfangreichen wissenschaftlichen Arbeit von Michael Scheffold.

Wer die „historischen Verschlusseinrichtungen“ – so der wissenschaftliche Begriff für Schlösser und Schlüssel – kennt, der kann auch das Alter von Möbeln sicher datieren.  Michael Scheffold, der elf Jahre an seiner Dissertation gearbeitet hat, gehört zu diesen Experten. Die Wissenschaft hat bisher hauptsächlich dekorspezifische Aspekte der alten Möbelstücke  erforscht.  Eine wahre Fundgrube für ihn war die Sammlung des Fränkischen Freilandmuseums in Bad Windsheim, das mit seinen 110 translozierten Gebäuden und 150000 Objekten, darunter 2500 Möbelstücke, zu den größten Sammlungen Süddeutschlands zählt.  2019 soll, so Museumsleiter Herbert May, ein Bestandskatalog erscheinen, in dem alle bemalten Möbel aus Mittelfranken enthalten sein werden, die seit 2009 im Zentraldepot lagern.

Der Autor Michael Scheffold kennt das Freilandmuseum seit 2003. Elf Jahre hat er nebenberuflich geforscht und nun seine Dissertation der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg vorgelegt.  Jetzt liegt sie auch in Buchform vor, wobei noch zu sagen ist, dass der Autor selbst  vom Skriptum bis zur typografischen Gestaltung Hand angelegt hat.

Die Schlösser haben eine Geschichte, die bis in das 3. Jahrhundert vor Christi zurückreicht. Die alten Griechen haben sie in den römischen Kulturraum überführt. Von den damaligen hölzernen Fallriegelschlössern bis zu den Drehschlössern des 19. Jahrhunderts reicht deren Entwicklungsgeschichte.

Im Fundus des Freilandmuseums befinden sich etliche der Exponate aus Altmühlfranken, die Scheffold in seinem dicken Buch akribisch vorstellt – genau strukturiert und geordnet.  Beispiele: ein eintüriger Kastenschrank mit bemaltem Nadelholz (Signatur: MGIZ) aus dem Jahr 1819 sowie weitere Schränke aus Windsfeld (von Schreiner Johann Georg Dorndasch 1832), Nennslingen (1847), Sammenheim  (1838) und eine Truhe aus Oberhambach (mit einem alten Fallenschloss, um 1610).

„Schlüssel, Schlösser und Schlossbeiwerk“  (Typologische Untersuchung an fest datierten Möbeln aus dem Bestand des Freilandmuseums Bad Windsheim) von Michael Scheffold, 576 Seiten, ISBN 978-3-946457-04-6, 39 Euro, erschienen in der Schriftenreihe des Freilandmuseums Bad Windsheim.

WERNER FALK

Es geht weiter aufwärts!

Gunzenhausen nutzt seine Chancen

Teil des Hochwasserschutz- und Binnenentwässerungsprojekts ist dieses 24 Meter lange und acht Meter hohe Pumpwerk, das später im Boden eingelassen wird.  Es soll 7200 Liter Wasser in der Sekunde in die Altmühl pumpen. Es ist zum Ziel von schaulustigen Besuchern geworden. Fotos: FR Presse

Die Entwicklung der Stadt Gunzenhausen sehe ich sehr positiv. Es geht viel voran und die Menschen haben den Eindruck, dass der Stadtrat mit Bürgermeister Karl-Heinz Fitz an der Spitze die notwendigen Dinge entschlossen angeht. Die stabilen Verhältnisse im Land helfen uns, große Projekte zu realisieren. Die Stadthallensanierung und der Hochwasserschutz stehen im Fokus. Bisher liegen wir gut im Zeitplan. Während die Stadthalle im Frühsommer 2019 in Betrieb gehen kann, dauert der Hochwasserschutz mit der Binnenentwässerung der Stadt und Neugestaltung der Altmühlaue noch über das Wahljahr 2020 hinaus an.

Auf einige Schwerpunkt der kommunalen Arbeit möchte ich eingehen:

Seepromenade:

Das Projekt „Seepromenade“, das von mir 2014 angestoßen wurde und seither kontinuierlich verfolgt wird, soll intensiviert werden. Gewünscht ist die Erweiterung der Beleuchtung  bis zum Seegasthof Schlungenhof, schön wären auch noch einige kleine Verweilstationen.  Ich hoffe darauf, dass es dem Bürgermeister gelingt, das Wasserwirtschaftamt Ansbach mit ins Boot zu bekommen. Dass sich der Beirat des Stadtmarketingvereins der Konzeption anschließt und es um eine „Kunstmeile“  (See-Stadt-Skulptur) erweitern möchte, begrüße ich sehr, denn das Vorhaben entspricht voll und ganz meiner Konzeption.

Bebauung:

Solange die gute wirtschaftliche Lage anhält, sollte die Stadt ihre bauliche Entwicklung fortführen, d.h. neues Bauland zur Verfügung stellen. Wir müssen m.E. realistisch sehen, dass der Boom auch einmal ein Ende haben wird. Die Experten sind sich derzeit aber noch nicht sicher, wann dieser Zeitpunkt gekommen sein wird.

Es wird zwar immer wieder die Forderung nach der Errichtung von Sozialwohnungen oder „sozial verträglichen Wohnungen“ erhoben, aber die Realisierung ist enorm schwierig, denn Wohnungen mit einem Quadratmeter-Mietpreise von fünf bis sechs Euro kann kein Investor anbieten. Die Preise liegen heute in

Einen zündenden Namen hat das FCMM-Projekt in der Gunzenhäuser Schützenstraße  bereits: Limes Caree.

Gunzenhausen üblicherweise bis sechs bis acht Euro, in vielen Gegenden noch darüber. Es bleibt die Frage, ob die Stadt selbst als Bauherr auftreten kann.  Sie bekäme eine staatliche Förderung von 30 Prozent, aber diese Zusage allein reicht natürlich nicht aus, um tätig zu werden. Wie es heißt, ist die städtische Bauverwaltung derzeit mit den großen Projekten, die wir haben, vollständig ausgelastet, ja überlastet. Und verschenken darf die Stadt aus rechtlichen Gründen auch nichts. Es bleibt eigentlich nur die Hoffnung, dass sich ein privater oder genossenschaftlicher Bauträger findet, der so ein Projekt angeht.

Das Projekt des Bauträgers FCMM (Andreas Schüller) geht schnell voran. Es entstehen 30 Ein-, Zwei- und Dreizimmer-Wohnungen.

Die Stadt kann ausreichend Bauland ausweisen. Das tut sie seit Jahren  mit großem Erfolg. Erfreulich ist die Bautätigkeit in Frickenfelden (im neuen Baugebiet Sonnenwiese sind von 46 Plätzen nur mehr drei frei), in der Osianderstraße und in der Weißenburger Straße (Schüller-Projekt in der Schützenstraße). Auch die rechtlichen Voraussetzungen für das Baugebiet „Östliche Nürnberger Straße“ sind weitgehend geschaffen. Die Konditionen für die Veräußerung der ehemaligen Baustoff-Union-Fläche in der Weißenburger Straße müssen überprüft werden,  um auch dort eine Wohnbebauung in den nächsten Jahren zu ermöglichen.  Bisher hat nämlich noch kein Bauträger „angebissen“. Die Auflagen sind nicht einladend.  In der Kernstadt soll qualitätvolles Bauen in attraktiver Lage möglich sein, deshalb  ist Reutberg III als  Perspektive anzusteuern.  Darüber hinaus sollte in einigen Ortsteilen (Oberasbach, Wald, Cronheim, Büchelberg und Pflaumfeld) Bauland erschlossen werden, in Schlungenhof erst nach Klärung der B13-Frage.

Daneben muss in den ländlichen Stadtteilen das Augenmerkt in verstärktem Maße der Innenentwicklung gelten. Dittenheim kann im Landkreis als Beispiel angeführt werden, wie Innerortsentwicklung zu machen ist. Sie beruht natürlich auf der Mitwirkung der privaten Grundeigentümer. Unser Ziel muss es sein, unsere Dorfkerne vor dem Aussterben zu bewahren und die Dörfer in ihrer Charakteristik zu bewahren. Sie sind eine Trumpfkarte für unser Feriengebiet, aber wenn sich in den Dorfkernen ruinöse Anwesen häufen, dann ist  das keine Werbung mehr für unsere schöne Kulturlandschaft im Fränkisches Seenland. An die Grundeigner in Oberasbach, Wald und Unterwurmbach geht die Aufforderung, die einmaligen Angebote des Amts für Ländliche Entwicklung hinsichtlich der Revitalisierung von einstigen landwirtschaftlichen Anwesen zu nutzen.

Soziale Brandherde:

Die sozialen Problemquartiere gibt es nicht mehr nur in der größeren Städten, auch in Gunzenhausen gibt es für Jugendsozialarbeiter und Streetworker einiges zu tun. Nachdem das kommunale Jugendzentrum  nicht mehr zeitgerecht ist, muss eine Neuausrichtung der Jugendsozialarbeit, auch unter dem Gesichtspunkt der Integration von jungen Migranten,  erfolgen. Die Arbeit des Stadtjugendpflegers darf sich nicht auf administrative Tätigkeit und die Organisation einiger Events beschränken, sondern muss sich stärker an neuen Problemfeldern orientieren und die Sicherheit der Bevölkerung im Auge haben.

Reisemobilstellplatz:

Gunzenhausen muss seinen Anspruch, das natürliche Zentrum im Fränkischen Seenland zu sein, immer neu nachkommen. Deshalb ist – ergänzend zum Angebot an den Seen – auch in der Stadt ein attraktiver Reisemobilstellplatz mit etwa 20 Parzellen notwendig, der entweder in städtischer Regie oder als als privates Investment realisiert werden kann.  Ein Mini-Reisemobilplatz von sieben Plätzen erfüllt jedenfalls nicht die Erwartungen, die Stadt Gunzenhausen gestellt werden. Schwerpunkt muss auf jeden Fall  und erkennbar die touristische Entwicklung bleiben.

Investitionen:

In den nächsten Jahren konzentriert sich die Investititonstätigkeit auf zwei Projekte: die Stadthallensanierung und das Hochwasserschutzprojekt mit Neugestaltung der Altmühlpromenade. Die Verschuldung steigt zwar auf 20 Millionen Euro, bleibt aber beherrschbar, wenn der Wille zur Konsolidierung  in den Folgejahren vorhanden ist. Wann dann wenn nicht jetzt sollte die Stadt billiges Geld in die Hand nehmen und zwingende Vorhaben erledigen?

Landesamt für Schule:

Das Projekt der Staatsregierung, in Gunzenhausen das Landesamt für Schule zu etablieren und einen dominierenden Neubau an zentraler Stelle zu schaffen, bedeutet für die Stadt eine Aufwertung,die sich mancher heute noch gar nicht vorstellen kann. Dass es mit dem Aufbau des Landesamts im Provisorium  in der Stuttgarter Straße flott vorangeht, darf uns optimistisch stimmen.

WERNER FALK, Stadtrat der FDP

Stromausfall wegen Kabelschadens

Im Bereich von Wachenhofen

Am Mittwoch, 31. Oktober, kam es um 14.44 Uhr im Bereich des Umspannwerks Wachenhofen, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, zu einem Stromausfall im 20-kV(Kilovolt)-Mittelspannungs-Stromnetz. Betroffen waren insgesamt 19 Ortschaften, darunter Absberg, Alesheim, Markt Berolzheim, Stopfenheim, Theilenhofen und Trommetsheim.

Durch Umschaltmaßnahmen konnte ab 15.28 Uhr ein Großteil der Orte wieder mit Strom versorgt werden. Seit 16.34 Uhr sind alle Kunden wieder am Netz. Auslöser für den Stromausfall war ein durch Baggerarbeiten beschädigtes Kabel. Die Main-Donau Netzgesellschaft bedauert die Störung und bittet alle betroffenen Kunden um Verständnis.

Versunkene Mühlen

Vortrag und Film über die abgebrochenen Brombach- und Igelsbachmühlen wird wiederholt

Die Grafenmühle gehört zu den Anwesen, die im See versunken sind. Foto: Rathaus Absberg

Aufgrund des großen Interesses am Thema Brombachmühlen und dem Andrang bei den Vorträgen in Absberg und Gunzenhausen haben sich Daniel Schönwald und Friedrich Kolb bereit erklärt, nochmal in die „Verlängerung“ zu gehen und zwei Abende dranzuhängen.

Die beiden Referenten bieten daher am 10. und 24. November 2018 die Gelegenheit, mehr über die in den Seen versunkenen Brombach- und Igelsbachmühlen zu erfahren, von der Hühnermühle bis zur Mäusleinsmühle und von der Griesmühle bis zur Sägmühle.

Die Zuhörer erfahren auch Näheres zu den früheren Müllerdynastien wie Walter, Bögel, Seybold oder Rupp – mehr als jede zweite der 14 vorzustellenden Mühlen war wenigstens zeitweilig im Besitz von Abkömmlingen der Dynastie Walter! Die Müllerfamilien heirateten nämlich gerne unter ihresgleichen.

Aufgelockert wird die Häuserchronik über die einzelnen Mühlen durch Fotos aus der Zeit kurz vor oder während dem Abbruch. Friedrich Kolb wird außerdem einen Film über die alte Mühlstraße mit dem wunderbaren Titel „Zauberei und Heimatliebe im Brombachtal“ zeigen, den er damals selbst drehte. Alle Interessierte sind herzlich zu diesen spannenden Heimatabenden eingeladen.

Der erste Vortrag findet am 10. November 2018 um 19.30 Uhr, in der Aula der Gesamtschule Gräfensteinberg statt. Helga Dobner, die Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Gräfensteinberg lädt herzlich dazu ein.

Der zweite Vortrag findet am 24. November 2018 um 19.30 Uhr im Gasthaus Jägerhof in Absberg statt. Hierzu lädt der Vorsitzende Fritz Walter im Namen des Heimatvereins Absberg herzlich ein.

Fünf Jahre Bildungsregion

 Staatssekretärin Carolina Trautner  kommt

Seit 15. November 2013 ist der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen „Bildungsregion in Bayern“. Doch was steckt hinter dem bayernweiten Qualitätssiegel, was hat sich in den letzten fünf Jahren getan, welche Akteure wirken mit?

„Bildungsregionen in Bayern“ ist ein Projekt des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, mit dem Ziel, die Zukunft der jungen Menschen wohnortnah mit einem passgenauen Bildungsangebot zu sichern. Zwei Drittel aller Landkreise und kreisfreien Städte in ganz Bayern sind bereits Bildungsregion, der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen war vor fünf Jahren einer der ersten, der sich beteiligt hat.

Seitdem hat sich viel getan. Es sind regionale Netzwerke und Strukturen in der Bildungslandschaft entstanden, die dazu beitragen, dass die Bildungs- und Teilhabechancen im Landkreis verbessert werden. Es gibt fünf Organisationseinheiten, die sich wie folgt gliedern: Die Geschäftsstelle der Bildungsregion ist am Landratsamt angesiedelt und für die Organisation, Koordination und Projektarbeit zuständig. Der Bildungsrat kümmert sich um die inhaltliche Weiterentwicklung, die Steuerungsgruppe berät die Geschäftsstelle. Die Bildungskonferenz ist ein offenes Veranstaltungsformat für alle Interessierten und dient zur Vernetzung, zum Austausch und zum Einbringen neuer Ideen. Das Bildungsmonitoring bildet die datenbasierte Grundlage für die Weiterentwicklung der Bildungsregion, dies erfolgt anhand eines Bildungsberichtes.

In den letzten fünf Jahren wurden über die Bildungsregion im Landkreis unter anderem zwei iPad-Klassen an der Wirtschaftsschule in Gunzenhausen eingerichtet oder die Weiterbildungsreihe AzubiWerkstatt altmühlfranken für regionale Auszubildende ins Leben gerufen. Auch das regionale Heimat- und Sachunterrichtsbuch für alle Dritt- und Viertklässler im Landkreis wurde gemeinsam mit den Akteuren der Bildungsregion erarbeitet.

Alle, die mehr über die Bildungsregion wissen oder sich mit Ideen einbringen möchten, haben am 16. November 2018 die Gelegenheit dazu. Das fünfjährige Jubiläum der Bildungsregion altmühlfranken wird am Freitag, 16. November, um 17 Uhr im Rahmen einer Festveranstaltung im Werner-von-Siemens Gymnasium in Weißenburg (An der Hagenau 24) gefeiert. Die bayerische Staatssekretärin für Unterricht und Kultus, Carolina Trautner, und Landrat Gerhard Wägemann werden auf die vergangenen fünf Jahre zurückblicken und den Blick in die Zukunft richten.

Am Nachmittag bietet der Marktplatz der Vielfalt bereits zahlreiche Informationsmöglichkeiten und Workshops zum Mitmachen und Mitgestalten. Folgende Workshops werden jeweils um 15 und 16 Uhr angeboten:

  • Unterricht in einer iPad-Klasse
  • Brotzeitboxphysik – Lernen durch Lehren
  • Robbi aus dem Ei – Robotikklasse
  • Grundlagen der Algorithmik mit Physical Computing und Robotik
  • Snappet – die Arbeit mit Kindertablets in der Grundschule
  • Lernen mit Lernbegleitung
  • Interaktive Boards im Unterricht

 

Für die Workshops und den Festakt können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger anmelden. „Der Tag soll jedem die Möglichkeit bieten, sich umfassend über die Bildungsregion und –landschaft im Landkreis zu informieren und sich mit Ideen einzubringen“, wirbt die verantwortliche Mitarbeiterin des Landratsamtes, Greta Weisenseel.

Die Teilnehmerzahl für die Workshops ist begrenzt. Die Anmeldung für die Workshops ab 15 Uhr und den Festakt ab 17 Uhr ist bis 10. November 2018 online unter www.altmuehlfranken.de/5-jahre-bildungsregion möglich. Hier sind auch das detaillierte Programm und nähere Informationen zu den Workshops zu finden.

Fragen rund um die Jubiläumsveranstaltung beantwortet Greta Weisenseel von der Zukunftsinitiative altmühlfranken telefonisch unter 09141 902-289 oder per E-Mail an greta.weisenseel@altmuehlfranken.de.

Bezirksspitze wird neu gewählt

Bezirkstag konstituiert sich am 8. November

Die Wahl und Vereidigung der Bezirkstagspräsidentin oder des Bezirkstagspräsidenten steht im Fokus der konstituieren-den Sitzung des Bezirkstages. Diese beginnt am Donnerstag, 8. November, um 9 Uhr im Bezirksrathaus, Saal Mittelfranken, Danziger Straße 5. Die Sitzung eröffnet Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer.

Die erste Amtshandlung der Bezirkstagspräsidentin oder des Bezirkstagspräsidenten wird die Vereidigung der neu gewählten Bezirksrätinnen und Bezirksräte sein. Danach schließt sich die Wahl der Stellvertreterin bzw. des Stellvertreters der Bezirk-stagspräsidentin oder des Bezirkstagspräsidenten an.

Als weiteren Punkt auf der umfangreichen Tagesordnung steht der Beschluss über die Höhe der Entschädigung für die Bezirksspitze. Nach der Entscheidung über die weitere Stellvertretung der Bezirkstagspräsidentin oder des Bezirkstagspräsidenten wird über die Neubesetzung der Ausschüsse beschlossen. Auch gilt es, die Beauftragten für die Einrichtungen des Bezirks Mittelfranken zu wählen.