Prominent besetztes Golfturnier

Oliver Röhrl vom „Seehof“ war Mitorganisator

Die „Kinderhilfe Organtransplantation Sportler für Organspende (KiO) vertreten durch Klaus Wolfermann nebst Gattin Friederike wird überstützt von den Teilnehmern des „ 1. Seehof – LC Brombachsee-Charity-Golfturniers“, das auf der Golfanlage Zollmühle ausgetragen wurde.

Am Golfplatz Zollmühle herrschte beim Benefiz-Turnier der „Kinderhilfe Organtransplantation Sportler für Organspende (KiO)“ – verantwortlich waren das Organisations-Team mit Oliver Röhrl vom Strandhotel Seehof, Bernd Müller vom GC Zollmühle und Klaus Wolfermann für KiO – allerbeste Stimmung.  Alle prominenten Mitspieler waren schon vorzeitig im Strandhotel Seehof angereist und verbrachten einen netten Abend beim fränkischen Buffet.

Bernd Müller  stellte den Golfclub in einem Video vor und alle Spieler bekamen ein Birdiebook und einen Logoball überreicht. Dabei waren: Doppelolympiasiegerin im Fünfkampf und mit der 4×100-Staffel Ingrid Mickler-Becker, Sabine Krapf, moderne Fünfkämpferin (und im KiO-Vorstand tätig), die Fußballerinnen Jessica Apholte (Pokalsiegerin) und Britta Unsleber (zweimal Europameisterin), Eisschnellläuferin Sigrid Smuda-Fröschl, der Eisschnellläufer Uwe Jens Mey (er siegte bei Olympia über 500 Meter gleich zweimal und errang Silber über 1000 Meter), Florian Wanner (er war Weltmeister im Judo). Alle weiteren Herren kamen aus der Leichtathletik: 800- Meter-Europameister Hans-Peter Ferner ( mit fünf Teilnahmen an KiO-Turnieren für 2017 der Spitzenreiter unter den prominenten Unterstützern des Vereins), Gerhard Hennige  (über 400 Meter mit und ohne Hindernisse  jeweils Olympiamedaillen-Gewinner), Dr. Gerd Wucherer (mit der 4x100m-Staffel gewann er 1972 die Bronzemedaille), Dr. Franz-Josef Kemper (ebenfalls in der Mittelstrecke zu Hause und über 800 Meter in München auf dem undankbaren 4. Platz. Dazu kam noch der ehemalige 400 Meter-Läufer Jürgen Kalfelder, dem das Verdienst gebührt, zusammen mit Oliver Röhrl das Turnier ins Leben gerufen zu haben. Er hatte Klaus Wolfermann auf die Möglichkeit angesprochen, wozu dieser natürlich nicht lange überredet werden musste, kannte er als gebürtiger Mittelfranke den Brombachsee aus Surfer-Zeiten und den Golfplatz Zollmühle schon aus früheren Jahren von Golfspielen mit Gaby und Peter Kohl und Klaus Pfahler, die selbstverständlich mit von der Partie waren.

Am Turniertag gab es so viele Sonderpreise wie noch nie bei einem Turnier: die längsten Drives schlugen Ingrid Mickler-Becker und Florian Killersreiter, am nächsten zur Fahne lagen Beatrix Steinberger, der Flasche ziemlich nah kam Nikolaus Kögler, nearest to KiO lag Friedrich Mickler-Becker, kurz vor dem Wasser landete Jessica Apholte, der Linde sehr nahe kam Gabriele Trageser und nur um zehn Zentimeter verfehlte Jasmin Brunner die Linie, Dr. Jürgen Buettner lag immerhin 2,55 Meter entfernt. Lediglich die Belohnung für ein Hole in one konnte kein Spieler abholen . Eine Jahresmitgliedschaft im GC Zollmühle wäre der Preis gewesen. Die Brutto-Wertung entschieden Florian Killersreiter und Josef Göbel für sich, Platz 2. belegte Ingrid Mickler-Becker und Wolfgang Rauschenbach, ihre Ehepartner Christiane und Friedrich wurden Vierte. Den 3. Platz sicherten sich Gabriela Trageser und Hans-Peter Ferner, die in der Netto-Klasse A siegten. Christian Krause und Christian Ottmann finden sich auf dem 2. Platz wieder, Beatrix und Peter Steinberger auf Platz 3. Jessica Apholte und ihr Partner Wolfgang Höller rangierte vor Barbara Pielka und Uwe Pihsowotzki . Gila Ferner und Klaus Pfahler heißen die Sieger der Netto-Klasse B. Tolle Siegerpreise, praktischer und flüssiger Art, durften die Gewinner mit nach Hause nehmen , wofür der Dank an Oliver Röhrl vom Strandhotel Seehof ging.

Schrift und Form verbinden sich

Kalligrafie von Silke Dörlitz im Lutherhaus präsentiert

Silke Dörlitz (Zweite von links) und ihr Lebensgefährte Klaus Horrolt (rechts) im Kreis der Freunde, die in großer Zahl zur Aussstellung gekommen waren.

Martin Luthers Tischreden sind berüchtigt. Der Reformator neigte zu deftigen Ausdrücken, um sich verständlich zu machen. In der Gesellschaft für freie Aussprache könnte er gut Ehrenmitglied sein. Er hat die Bibel in die deutsche Sprache übersetzt, das heißt, er hat sie seiner Sprache angepasst, die im 16. Jahrhundert Standard war. Die Texte in der Luther-Bibel waren der Zeit entsprechend in Fraktur, erst im 19. Jahrhundert fand die moderne Antiqua Eingang in das biblische Schriftbild.

„Martin Luther – kalligrafische Impressionen“ nannte sich eine Ausstellung im Lutherhaus, die leider nur einen Tag lang zu sehen war. Möglicherweise werden einige Werke der Gunzenhäuser Kalligrafin Silke Dörlitz noch in der Sparkassen ausgestellt, einige raumhohe Kunstwerke verbleiben noch für einige Zeit im Lutherhaus, weil sie wie maßgeschneidert sind für den Vortragsraum. Pfarrer Claus Bergmann von der evangelischen Gemeinde ist erfreut, dass der Reformator 500 Jahre nach seiner Kirchenrevolution noch so stark präsent ist. Ein Verkaufsrenner ist bekanntlich die Lutherfigur von Playmobil, die inzwischen millionenfach verkauft wurde.

Wie Margarethe Günther vom evangelischen Kirchenvorstand in ihrem Einführungsreferat in Anwesenheit von MdL Manuel Westphal, Landratsstellvertreter Robert Westphal, Bürgermeister Karl-Heinz Fitz und Dekan Klaus Mendel  bemerkte, ist die Frakturschrift als Kunstform auch heute noch lebendig. Sie feiert sogar fröhliche Urständ in der Musik- und Jugendkultur, leider auch bei den Neonazis, die ihre Banner gern in der „deutschen Schrift“ zeigen.

Margarethe Günther (vorn links) neben Bürgermeister Fitz, MdL Manuel Westphal und Landratsvize Robert Westphal.

Silke Dörlitz, die aus Thüringens stammt und in Sonneberg Spielzeugdesign studiert hat, ist eigentlich durch einen Zufall zur Kalligrafie gekommen. Schlüsselerlebnis war eine Begegnung mit Maria Anna Thaller aus Herrieden (Witwe des einstigen  Gunzenhäuser Vereinsbank-Chefs Helmut Thaller), die aus einem Märchenbuch in schöner alter Schrift gelesen hatte. Ihre Reaktion damals:  „Das möchte ich auch können“.   Lange hat es nicht gedauert und Silke Dörlitz ging es an. Sie belegte Kurse und fand bald Gefallen daran, „mit Texten zu spielen“.  Sie kann sich einen  kritischen Einwand nicht verkneifen: „Unsere Grundschüler sollen nicht nur Druckbuchstaben lernen, sondern auch das Schönschreiben.“

Für Silke Dörlitz (sie widmete die Ausstellung ihrem verstorbenen Vater, der ebenfalls künstlerisch tätig war), ihrer Mutter, ihrem Lebensgefährten Klaus Horrolt und dem Freundeskreis war die Präsentation im Lutherhaus eine angenehme Begegnung, die Thomas Werner auf dem Flügel begleitete. Im Foyer zeigten die Buchhändler Ulrike und Thomas Fischer eine schöne Auswahl kalligrafischer Werke.

Übrigens gibt Silke Dörlitz jetzt selbst Kurse in Kalligrafie. Der erste ist am 30. September im Parkhotel Altmühltal, der zweite am 9. Dezember („Kunstvolle Weihnachtspost selbst gestaltet“). Wer Interesse an der Kalligrafie hat, der kann sich auch auf der Hompage (www.doerlitz-kalli.de) informieren.  Für die Künstlerin ist Kalligrafie nicht nur Schönschreiben, sondern auch der spielerische Umgang mit Texten und Formen faszinierend.

Werner Falk

Neuwahlen würden nur AfD helfen

Stellvertretender Landeschef Klein auf Bezirksparteitag in Ellingen

Glückwünsche für die beiden neugewählten Bundestagsabgeordneten Britta Dassler und Katja Hessel (rechts) gab es vom Gunzenhäuser Stadtrat Werner Falk und Kreisvorsitzendem Thomas Geilhardt. Foto: Hofmann

Eine selbstbewusste mittelfränkische FDP präsentierte sich am Samstag in Ellingen. Auf dem Bezirksparteitag scharten sich die Liberalen um ihre beiden neuen Bundestagsabgeordneten Katja Hessel (Nürnberg) und Britta Dassler (Herzogenaurach). Der stellvertretende Landesvorsitzende Karsten Klein, der als unterfränkischer Abgeordneter ins Parlament gekommen ist, erwartet eine schwierige Regierungsbildung von CDU/CSU, FDP und Grünen, sieht aber auch kaum eine andere Konstellation, denn: „Neuwahlen würden nur der AfD helfen und außerdem wollen wir nicht, dass ein Scheitern der Verhandlungen uns zugeschoben wird.“

Die Aufbruchstimmung bei der FDP war allenthalben bemerkbar, die 53 Delegierten und Gäste des Bezirksparteitags im fürstlichen „Schlossbräustüberl“ beglückwünschten sich gegenseitig zum erfolgreichen Abschneiden bei der Bundestagswahl, das die Liberalen mit 10,5 Prozent nach vier Jahren wieder in den Bundestag zurück führte. „Wir sind mit 12 Abgeordneten die zweitgrößte bayerische Landesgruppe, die es je gegeben hat“, erklärte Britta Dassler erfreut. Zudem gehörten der neuen Fraktion 19 Frauen an (von 80), drei kämen allein aus dem Freistaat. Die stolze Bezirksvorsitzende Katja Hessel, die von 2008-2013 Staatssekretärin im Münchner Wirtschaftsministerium war: „Wir müssen also keine Frauenquoten-Diskussion führen“. Mit einer Flasche „Schwabacher Whisky“ dankte sie den Kandidaten .

Dass sich die wiedererstarkte FDP in den jetzt anstehenden Koalitionsgesprächen nicht übernimmt, das wünschte sich die frühere Bundestagsabgeordnete Marina Schuster aus Greding: „Wir müssen ehrlich bleiben in unserem Erwartungsanspruch. Es werden nicht hundert Prozent FDP herauskommen.“

Stellvertretender Landeschef Karsten Klein erklärte zur Strategie im Umgang mit der neu in den Bundestag gekommenen AfD: „Wir wollen sie nicht ausgrenzen, denn sie erhält dann einen Opferkultstatus, wenn niemand mehr über ihre politischen Inhalte redet.“ Er empfiehlt, „klare Kante“ zu zeigen und ihr ummissverständlich deutlich zu machen, dass es im Bundestag keinen Vizepräsidenten geben könne, der durch volksverhetzende Reden bekannt geworden sei: „So einer hat in dieser Position nix verloren.“ Klein sagte, es sei eigentümlich, dass nun die Unionsparteien nach ihrem gemeinsamen Wahlkampf erst eine gemeinsame Position finden müssten. Den FDP-Vize nervt die Diskussion dieser Tage: „Es geht doch um die Zukunft Deutschlands und nicht darum, wie der Sonderstatus der CSU gefestigt werden kann.“ Die „ständig wechselnden Botschaften“ Seehofers nannte er als Hauptgrund für die CSU-Wahlschlappe.

„Die Grünen sind keine einfachen Partner und auch die Union wird uns nichts schenken“, sagte Klein. Die Menschen in Deutschland wollten ein Zuwanderungsgesetz, das längst überfällig sei. Dass mit der CDU eine Regelung möglich sei, zeige die schwarz-gelbe Koalition in NRW. Der Liberale geht davon aus, „dass wir uns mit den Grünen in vielen Punkten schnell einig werden“.  Von den Vorgesprächen unter den möglichen Koalitionsparteien erwarte die FDP zunächst ein Eckpunktepapier zu den schwierigen Punkten, dann könnten die anderen Festlegungen getroffen werden.  Er rät allen Koalitionären,  in den nächsten Wochen keine zu hohen Hürden aufzubauen und nicht aus der Hüfte zu schießen. Neuwahlen seien kein Thema. Sie würden nur Erinnerungen an die Weimarer Republik wecken und allein der AfD helfen.

Auf dem Parteitag präsentierten sich 22 Bewerber für die Landtags- und Bezirkstagswahl im nächsten Jahr. Die Redezeit eines jeden war auf drei Minuten beschränkt. So ging die Parteitagsregie unter der Leitung von Markus Lüling kontrolliert über die Bühne. Die Delegierten wählten den Leutershausener Natursteinunternehmer Alexander Hanel zum Vertreter Mittelfrankens im Vorstand der Bayern-FDP. Grußworte an die Delegierten richteten der Ellinger Bürgermeister Walter Hasl (SPD) und Kreisvorsitzender Thomas Geilhardt (Pleinfeld).

Aufbruchstimmung in Mittelfranken-FDP

Bezirksparteitag im Schlossbräustüberl in Ellingen

Glückwünsche für die beiden neugewählten Bundestagsabgeordneten Britta Dassler und Katja Hessel (Zweite von rechts) gab es vom Gunzenhäuser Stadtrat Werner Falk und Kreisvorsitzendem Thomas Geilhardt. Foto: Hofmann

Eine selbstbewusste mittelfränkische FDP präsentierte sich am Samstag in Ellingen. Auf dem Bezirksparteitag scharten sich die Liberalen um ihre beiden neuen Bundestagsabgeordneten Katja Hessel (Nürnberg) und Britta Dassler (Herzogenaurach). Der stellvertretende Landesvorsitzende Karsten Klein, der als unterfränkischer Abgeordneter ins Parlament gekommen ist, erwartet eine schwierige Regierungsbildung von CDU/CSU, FDP und Grünen, sieht aber auch kaum eine andere Konstellation, denn: „Neuwahlen würden nur der AfD helfen und außerdem wollen wir nicht, dass ein Scheitern der Verhandlungen uns zugeschoben wird.“

Die Aufbruchstimmung bei der FDP war allenthalben bemerkbar, die 53 Delegierten und Gäste des Bezirksparteitags im fürstlichen „Schlossbräustüberl“ beglückwünschten sich gegenseitig zum erfolgreichen Abschneiden bei der Bundestagswahl, das die Liberalen mit 10,5 Prozent nach vier Jahren wieder in den Bundestag zurück führte. „Wir sind mit 12 Abgeordneten die zweitgrößte bayerische Landesgruppe, die es je gegeben hat“, erklärte Britta Dassler erfreut. Zudem gehörten der neuen Fraktion 19 Frauen an (von 80), drei kämen allein aus dem Freistaat. Die stolze Bezirksvorsitzende Katja Hessel, die von 2008-2013 Staatssekretärin im Münchner Wirtschaftsministerium war: „Wir müssen also keine Frauenquoten-Diskussion führen“. Mit einer Flasche „Schwabacher Whisky“ dankte sie den Kandidaten .

Dass sich die wiedererstarkte FDP in den jetzt anstehenden Koalitionsgesprächen nicht übernimmt, das wünschte sich die frühere Bundestagsabgeordnete Marina Schuster aus Greding: „Wir müssen ehrlich bleiben in unserem Erwartungsanspruch. Es werden nicht hundert Prozent FDP herauskommen.“

Stellvertretender Landeschef Karsten Klein erklärte zur Strategie im Umgang mit der neu in den Bundestag gekommenen AfD: „Wir wollen sie nicht ausgrenzen, denn sie erhält dann einen Opferkultstatus, wenn niemand mehr über ihre politischen Inhalte redet.“ Er empfiehlt, „klare Kante“ zu zeigen und ihr ummissverständlich deutlich zu machen, dass es im Bundestag keinen Vizepräsidenten geben könne, der durch volksverhetzende Reden bekannt geworden sei: „So einer hat in dieser Position nix verloren.“ Klein sagte, es sei eigentümlich, dass nun die Unionsparteien nach ihrem gemeinsamen Wahlkampf erst eine gemeinsame Position finden müssten. Den FDP-Vize nervt die Diskussion dieser Tage: „Es geht doch um die Zukunft Deutschlands und nicht darum, wie der Sonderstatus der CSU gefestigt werden kann.“ Die „ständig wechselnden Botschaften“ Seehofers nannte er als Hauptgrund für die CSU-Wahlschlappe.

„Die Grünen sind keine einfachen Partner und auch die Union wird uns nichts schenken“, sagte Klein. Die Menschen in Deutschland wollten ein Zuwanderungsgesetz, das längst überfällig sei. Dass mit der CDU eine Regelung möglich sei, zeige die schwarz-gelbe Koalition in NRW. Der Liberale geht davon aus, „dass wir uns mit den Grünen in vielen Punkten schnell einig werden“.  Von den Vorgesprächen unter den möglichen Koalitionsparteien erwarte die FDP zunächst ein Eckpunktepapier zu den schwierigen Punkten, dann könnten die anderen Festlegungen getroffen werden.  Er rät allen Koalitionären,  in den nächsten Wochen keine zu hohen Hürden aufzubauen und nicht aus der Hüfte zu schießen. Neuwahlen seien kein Thema. Sie würden nur Erinnerungen an die Weimarer Republik wecken und allein der AfD helfen.

Auf dem Parteitag präsentierten sich 22 Bewerber für die Landtags- und Bezirkstagswahl im nächsten Jahr. Die Redezeit eines jeden war auf drei Minuten beschränkt. So ging die Parteitagsregie unter der Leitung von Markus Lüling kontrolliert über die Bühne. Die Delegierten wählten den Leutershausener Natursteinunternehmer Alexander Hanel zum Vertreter Mittelfrankens im Vorstand der Bayern-FDP. Grußworte an die Delegierten richteten der Ellinger Bürgermeister Walter Hasl (SPD) und Kreisvorsitzender Thomas Geilhardt (Pleinfeld).

Elektroautos zu Hause laden

Komplettangebot der N-ERGIE

Das eigene Elektroauto bequem und kostengünstig zu Hause in der Garage aufladen und mit voller Batterie wieder durchstarten – dies bietet das neue Komplettangebot der N-ERGIE Aktiengesellschaft.

Kernstück des Pakets ist eine moderne und leistungsstarke Wandladestation mit elf Kilowatt Leistung und einem Typ-2-Anschluss, die dem europäischen Standard entspricht. Damit können die Autobesitzer ihr Elektrofahrzeug fünfmal schneller als an der Haushaltssteckdose aufladen und vermeiden Risiken, wie durchgeschmorte Stecker und Kabel durch Spitzen- oder Dauerbelastung. Die Wandladestation gibt es wahlweise mit Steckdose oder fünf Meter langem Kabel.

Elektromobilität ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Deshalb unterstützt die N-ERGIE mit ihrem CO2-Minderungsprogramm den Kauf einer Wandladestation mit 250 Euro. N-ERGIE Kunden zahlen dann nur noch 499 Euro brutto. Weitere Informationen zum CO2-Minderungsprogramm unter: www.n-ergie.de/co2.

Alles aus einer Hand
Wer sich für die Wandladestation der N-ERGIE entscheidet, braucht sich um nichts zu kümmern. Die N-ERGIE Experten erkunden bei einem Vorort-Termin alle technischen Erfordernisse und übernehmen die fachmännische Komplettinstallation zum vereinbarten Festpreis.

Da Elektromobilität erst durch das Laden mit grünem Strom nachhaltig wird, bietet die N-ERGIE als drittes Element ihres Pakets preisgünstigen Ökostrom aus der Region: Mit STROM E-MOBIL laden die Fahrzeugbesitzer garantiert CO2-frei erzeugten Strom aus Wasserkraft- und Solaranlagen – dies bestätigt das Zertifikat des TÜV Rheinland.

Elektrofahrer profitieren auch unterwegs davon, N-ERGIE Kunde zu sein: Sie können ihr Auto an allen der mehr als 160 Ladesäulen im gesamten Netz des Ladeverbunds Franken+ zum Vorteilspreis laden. Dieses Netz modernster Ladesäulen wird kontinuierlich weiter ausgebaut. Weitere Informationen unter www.n-ergie.de.

Die N-ERGIE Berater informieren im persönlichen Gespräch, telefonisch oder per E-Mail:

Telefonisch: 0911 802-58300
per E-Mail: elektromobililtaet@n-ergie.de
persönlich im N-ERGIE Centrum, Südliche Fürther Straße 14 (am Plärrer), Nürnberg: (Montag bis Freitag 8:00 bis 18:00 Uhr, Samstag 8:00 bis 13:00 Uhr.

Elektromobilität bei der N-ERGIE
Mit rund 25 Jahren Erfahrung zählt die N-ERGIE im Themenfeld Elektromobilität zu den Vorreitern für eine elektromobile Zukunft.

Gemeinsam mit über 40 weiteren kommunalen Stadt- und Gemeindewerken baut die N-ERGIE seit 2010 eine einheitliche und flächendeckende Ladeinfrastruktur in Nordbayern auf.

In Kürze wird sie das einhundertste Elektrofahrzeug in ihren Fuhrpark integrieren. Damit verfügt sie über eine der größten rein elektrisch betriebenen Flotten.

 

Wo die guten Geister wohnen …

Wo gibt es die fränkischen Obstbrände?

Dass die Fränkische Schweiz eine weltweit einzigartige Vielfalt an Bränden, Geisten und Likören bietet, dürfte kein Geheimnis sein. Allein im Landkreis Forchheim werden rund 300 Brennereien gezählt! Um hier nicht den Überblick zu verlieren, bietet dieses Buch allen Liebhabern hochprozentiger Genüsse eine erlesene Auswahl der besten 44 von ihnen. Alte, beinahe in Vergessenheit geratene Sorten warten darauf verkostet, traditionsreiche Familienbetriebe warten darauf entdeckt zu werden – ebenso wie die zahlreichen Natur- und Kulturdenkmäler in unmittelbarer Nachbarschaft.
Eine geistreiche Erkundungsreise in das Land der malerischen Streuobstwiesen mit persönlichen Empfehlungen, ausgewählten Ausflugstipps und wissenswerten Exkursen, allen wichtigen Infos zu Einkehr, Verkauf und Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Mit dabei: Zahlreiche stimmungsvolle Naturaufnahmen und poetische Aperitifs, regionale Spezialitäten, handwerkliche Tradition, hochwertige Produkte, pittoreske Orte und zauberhafte Landschaften!
Zu den Autoren: Achim Schnurrer, geboren 1951, lebt als Autor in der Nähe Forchheims. Unter dem Pseudonym Lucas Bahl hat er zahlreiche Romane, darunter auch zwei Krimis bei ars vivendi, veröffentlicht (www.luc-bahl.de); Christiane Richter ist als selbstständige Foto-Designerin in Fürth tätig (www.photografie-richter.de).
Achim Schnurrer  und Christiane Richter: “ Schnaps-Führer Fränkische Schweiz“, Geistreiche Touren zu den 44 besten Brennereien, Freizeitführer Klappenbroschur, ISBN 978-3-86913-873-2, 270 Seiten, 16,50 Euro.

Jetzt nicht korrumpieren lassen!

Nachdenkliches nach der Bundestagswahl

Nun ist die Bundestagswahl gelaufen, sogar super für die FDP. Ihr stehen einige Optionen offen. Vieles spricht dafür, dass sie sich an der Regierungsbildung beteiligen wird.

Patriot und Europäer: Stadtrat Werner Falk

Durch die Teilhabe an der Macht darf sich die Partei nach dem löblichen „Genesungsprozess“ in der letzten vier Jahren aber nicht korrumpieren lassen. So gesehen hätte ich mir eine Konstellation gewünscht, die es der Partei nun erlaubt, sich in der parlamentarischen Opposition weitere vier Jahre regenerieren und sich klar als Freiheitspartei profilieren zu können.

Die ist nach dem Aderlass in der Folge der verloren gegangenen letzten Wahl (2013) meines Erachtens derzeit personell noch nicht optimal aufgestellt. Ich möchte jedenfalls jetzt nicht Vorgänge erleben, wie sie nach dem grandiosen Wahlsieg von 2009 (14,5 Prozent) die Partei in den Abgrund geführt haben. Die geläuterte FDP, der sich seit 50 Jahren angehöre, sollte sich in allen Facetten des politischen Alltags so formieren, dass sie als seriöse liberale Kraft in Deutschland wahrgenommen wird. Vor allem die programmatische Ausrichtung darf sich nicht auf einige Sektoren beschränken (Wirtschaftspolitik), sondern  muss alle gesellschaftlichen Bereiche umfassen. Sie muss mithelfen, dass in Deutschland ein soziales Klima herrscht, das dem Wohlergehen aller dienlich ist – und nicht nur dem oberen Drittel der Gesellschaft.

Ich erwarte, dass bei den kommenden Gesprächen in Berlin ohne zeitlichen Druck die Problemfelder besprochen werden.  Eine Koalition wird immer bedeuten, dass Abstriche von der reinen Lehre zu machen sind, aber die sich jetzt programmatisch gemauserte FDP darf sich nicht prostituieren.

Werner Falk, Stadtrat der FDP in Gunzenhausen

Die CSU brutal abgestraft

Gedanken zur Bundestagswahl

Wer hätte das gedacht? Die SPD  rutscht  im Bund, aber vor allem in Bayern weiter ab. In München-Land rangiert sie mit 14 Prozent – gemessen an den Zweitstimmen – hinter der FDP mit 15,3 Prozent! Und die Reihe der auffälligen Resultate lässt sich fortsetzen:  Wahlkreis Rosenheim SPD  11,3 Prozent, AfD  13,9 Prozent; Wahlkreis Rottal-Inn: SPD 12,8, AfD  16,5 Prozent; Wahlkreis Landsberg SPD 12,7, FDP 14,2 Prozent; Wahlkreis Wolfratshausen-Bad Tölz SPD 11, FDP 12,4 Prozent. Diese Resultate machen die SPD ratlos. Was soll sie tun? Das Führungspersonal austauschen bringt nichts, denn die Partei hat schon zu viele Funktionsträger verschlissen.  Und nichts ist besser geworden. Eigentlich benötigt sie einen programmatischen Return, der sich wieder interessant macht. Noch hängt ihr aber das Klischee der Arbeiterpartei an, obgleich die Arbeiter längst ganz anders wählen (im schlimmsten Fall AfD).

Vor Jahrzehnten hätte wohl niemand geglaubt, dass die CSU in Bayern einmal nur 38 Prozent bekommen würde. Nun ist die Situation aber da und mit ihr das große Rätseln über die Strategie.  Sie hat gewaltig an die AfD und nur in geringerem Maße an die FDP verloren. Gravierende Ergebnisse sind:  AfD-Anteil in Deggendorf 19,2 Prozent, in Straubing 18,4 Prozent, in Schwandorf 17,4 Prozent und in Rottal-Inn 16,5 Prozent. Dahinter steht das Signal: Trotz aller Verheißungen von Franz Josef Strauß, rechts von der CSU keine Partei zuzulassen, hat sie Konkurrenz am rechten Rand bekommen.  Genützt hat ihr das Gezerre mit der Schwesterpartei CDU und der Kanzlerin in der Flüchtlingsfrage (Obergrenze 200000) überhaupt nichts. Die Wähler haben sich für das Original entschieden und nicht für die Kopie. Ein wesentlicher Grund für die Wahlniederlage liegt aber in der Wankelmütigkeit der Politik ihres Vorsitzenden Horst Seehofer. Der ranghöchste Populist im Freistaat hat stets versucht, das Fähnchen so  in den Wind zu stellen, dass die Partei damit gut segeln konnte.  Er hat die im Freistaat versprochene Energiewende versemmelt, indem er dem Prostest regionaler Gruppen  nachgegeben, ja deren Argumente übernommen hat. Natürlich hat Seehofer die Sensoren, um möglichst widerstandsfrei Politik machen zu können, aber sie haben am 24. September arg getrogen. Kein Wunder, dass die Menschen der  Schaukelpolitik Seehofers überdrüssig sind. Viele erwarten einen radikalen Schnitt – und der heißt, Seehofer auf das Altenteil zu schicken.  Momentan wagen sich nur Kritiker an die Öffentlichkeit, die nichts zu befürchten haben, aber der Druck auf ihn erhöht sich Woche für Woche. Die CSU braucht jetzt einen Chef, der klare konzeptionelle Vorgaben liefert. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ fragen sich selbst langjährige Wahlkämpfer der Union, die in aller Regel dem Gewinner alles erlauben, aber keine Gnade gegenüber dem  Verlierer (siehe die Experimente mit Erwin Huber und Günther Beckstein) kennen.  Einer, der für die Stimmung in der Partei und in der Öffentlichkeit eine ebenso sichere Nase hat wie Seehofer ist Peter Gauweiler. Er hat inzwischen ganz klar gesagt, was getan werden muss: Jetzt klären, wie es weiter gehen soll!

Für die CSU gilt, was auch für die anderen Parteien nicht falsch ist: Die Wahl ist als eine Zäsur zu sehen. Das bedeutet auch, dass personell ein Schnitt zu machen ist, auch in der FDP. Wenn jetzt wieder die Kandidaten von 2013 aus den Löchern gekrochen kommen, die sich fünf Jahre lang dort verkrümelt hatten, dann ist das sehr kritisch zu sehen.  Sowohl die mittelfränkische Bezirksvorsitzende Katja Hessel (früher: Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium) als auch andere haben sich nicht mit Aktivitäten überschlagen, um es einmal vorsichtig auszudrücken, aber sie versuchen sich jetzt wieder zu positionieren, wenn es um die Posten geht.  Auch in der Bayern-FDP gibt es junge und neue Gesichter, die vielleicht noch nicht ministrabel sind, aber sie stehen für eine geläuterte FDP.

Werner Falk, Stadtrat der FDP in Gunzenhausen

An der Langeweile selbst schuld

Die Landratswahl im Rückblick

Der konkurrenzlose Sieger: Gerhard Wägemann.

Vollständig im Schatten der Bundestagswahl hat die Wahl des Landrats im Kreis Weißenburg-Gunzenhausen gestanden. Das ist nicht verwunderlich, hatte es doch nur einen Kandidaten gegeben.  Das war eine langweilige Angelegenheit. Darüber sollte sich jetzt aber niemand aus dem Umfeld der anderen Parteien echauffieren. Sie hatten es ja in der Hand gehabt, die Wahl interessanter zu machen, indem sie Gegenkandidaten aufgestellt hätten. Das aber wollte sich wegen der Aussichtslosigkeit niemand antun. Allein Andreas Schreiner aus Höttingen von den „Piraten“ hatte sich um bemüht, ein alternativer Vorschlag zu sein, aber er konnte die erforderliche Unterstützer-Unterschriften für seinen Wahlvorschlag nicht beibringen.

Dabei wäre es für den einen oder anderen Nachwuchspolitiker  (oder Seiteneinsteiger) durchaus eine Chance gewesen, sich bekannt zu machen, um es später noch einmal zu probieren. So ist es nicht verwunderlich, dass sich „Spaßnummern“ ergeben, wie Michael Luff aus Theilenhofen demonstriert hat.  Durch seine Aktion im Internet hat er immerhin Aufmerksamkeit gefunden in Teilen der Gesellschaft, für die der Spaßfaktor mehr zählt als seriöse Politik. Amüsant ist die Geschichte auf jeden Fall. Wer weiß, ob und wann Michael  Luff als „Geläuterter“ auf die politische Bühne zurück kommt?

Die Ergebnisse der Landratswahl in den einzelnen Gemeinden stoßen nicht einmal bei den Parteistrategen auf große Beachtung. Sie sind ohne jegliche Aussage. Für den Amtsinhaber Gerhard Wägemann, der in den letzten Jahren vieles richtig gemacht hat, ist das Ergebnis von 89,2 Prozent eigentlich nur eine Marginalie, quasi nicht mehr als ein Tagebucheintrag. Für die Statistiker noch interessant:  4946 Stimmen haben andere Landkreisbürger bekommen, die meisten Michael Luff, Hans Ortner und Andras Schreiner.

Werner Falk, Stadtrat der FDP in Gunzenhausen

Islam in der Erstarrung

Mangel an Religionsfreiheit in der islamischen Welt

Religionswissenschaftler Dr. Michael Blume

Ein bemerkenswertes Buch hat Michael Blume, Autor der Wochenzeitung „Die Zeit“, veröffentlicht. Im Falk-Report ist es bereits vorgestellt worden. Heute möchte ich noch einige Feststellungen des Autors nachschieben, die mir bemerkenswert erscheinen und einer nüchternen Betrachtung des Islam in der Welt dienlich sind.

Durch den Mangel an Religionsfreiheit erleben die islamischen Institutionen eine Lähmung. Wichtig ist in diesem Zusammenhang das Verbot des Buchdrucks 1485 in der islamischen Welt. Während der Buchdruck für die Verbreitung des Christentums eminent wichtig war und zu dessen Blühte führte, hat das Verbot eine Erstarrung des Islam bis heute bewirkt. Die Frage ist, ob dem Islam bei Ausklammerung der  Entwicklungen in den letzten Jahrhunderten nun eine „digitale Reformation“ gelingt.

Der Autor stellt die Frage, weshalb in der islamischen Welt so selten die Demokratie gelingt. Sie hängt ganz wesentlich mit dem Einfluss des Öl zusammen, der zur Formierung der so genannten „Rentenstaaten“ geführt hat. Darunter versteht der Autor jene Länder, die passiv vom vorhandenen Öl leben, aber sonst nichts für die Entwicklung ihrer Länder tun.

Und dann sind es die Verschwörungstheorien, die immer und überall herumgeistern. Sie kennzeichnen die islamische Welt bis heute. Vieles ist irrational und vom Gefühl gesteuert. Das führt dazu, dass der „Islamische Staat“ (also die radikalen Kräfte im Islam, die sich im IS gefunden haben) auch keine Scheu hat,  Muslime zu töten.

Für den Autor stellt sich die Frage, was Muslime und Nicht-Muslime tun können, um die Krise des Islam zu überwinden.  Und Michael Blume kommt zu der Erkenntnis, dass an der Reduzierung des Gas- und Ölverbrauchs in der ganzen Welt kein Weg vorbei führt. Nur sie kann die Länder des Islam zwingen, neu zu denken und ihr Schicksal selbst zu bestimmen. Bisher aber verharren sie in der bequemen Hängematte, genießen die zuverlässigen Einnahmen der (meist amerikanischen) Ölfördergesellschaften, tun aber sonst nichts für die Fortentwicklung ihrer Gesellschaften. Nur niedrigere Renteneinkommen  (also die Verringerung der Einnahmen aus dem Ölgeschäft)  für die autoritären Eliten in den Ölstaaten in den arabischen Regionen können eine Wende bewirken für die dort lebenden Menschen.

Für notwendig hält Blume auch, die Lehrpläne umzuschreiben. Bis heute erfahren nämlich Schüler in den islamischen Gesellschaften nichts von der Geschichte der Weltreligionen. Deshalb der Appell des Autoren:  Es muss eine friedvolle Bildungsreformation des Islam geben, um ihn aus seiner Krise zu führen.

Eines müssen die Menschen in den  Gesellschaften des Westens wissen: Der „Islamische Staat“, also jene selbst ernannten Kämpfer für eine reaktionäre Gesellschaft, sind nicht der Islam. Sie haben allerdings die ganze Religion in Verruf gebracht.

Die Lektüre des Buches von Michael Blume  (Titel: „Islam in der Krise“) kann nur jedem empfohlen werden, der sich nicht mit den alltäglichen und oberflächlichen Nachrichten in den Medien zufriedengeben will, die leider auch dazu geführt haben, dass in der breiten Öffentlichkeit heute eine Islam-Angst herrscht.  Tatsächlich befindet sich der Islam nach Ansicht des Kenners in einer Krise. Nicht zuletzt sind es die jungen und gebildeten Menschen, die ihre islamischen Heimatländer verlassen, weil ihnen die Welt dort zu eng wird und sie keine Perspektiven sehen, wie sie ein selbstbestimmten Leben führen können.

Werner Falk