Was sich jetzt ändern muss

Dr. Ingo Friedrich mahnt Korrektur der deutschen Politik an

Dr. Ingo Friedrich

Der Rücktritt von AKK sollte als Chance zur Korrektur der deutschen Politik genutzt werden. Um Schaden von Deutschland und Europa abzuwenden, müssen jetzt in sechs zentralen Bereichen die Weichen neu gestellt werden:

  1. Politische Gewalt in all ihren Formen von der Universität bis zur Kommunalpolitik muss rigoros und mit allen legalen Mitteln bekämpft, beendet und geächtet werden. Sie hat in einer funktionierenden Demokratie keinen Platz und ist durch nichts und gegenüber niemanden zu rechtfertigen.
  2. Radikalität in Form von Hass und Beleidigungen ist die Vorstufe der politischen Gewalt und gehört deshalb genauso geächtet. Weder aus den Reihen der politischen Ränder noch gegenüber den Rändern ist Hass und Beleidigung ein akzeptierbares Mittel.
  3. Die häufig unbarmherzige und harte Kritik der Medien an dem oft so genannten “Wischi-waschi-Kurs” der Volksparteien hat – wenn auch ungewollt – zur Folge, dass die politische Mitte geschwächt und die politischen Extreme gestärkt werden. Mehr Erklären der immensen Komplexität der heutigen Zusammenhänge wäre außerordentlich wichtig und hilfreich.
  4. Die (berechtigte) Kritik an der AfD bleibt viel zu oft an dem einfach zu begründenden Nazi-Umfeld hängen und übersieht dabei völlig die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit den anderen Schwachpunkten der AfD etwa dem fehlenden Rentenkonzept oder dem Ausfall in der Klima-, Europa- und Sozialpolitik. Diese auf den Nazi-Bereich verkürzte Kritik an der AfD führt – auch wieder ungewollt – bei vielen Wählern anscheinend zu einer Protest- und Trotzreaktion, nach dem Motto dann wählen wir diese Partei erst recht, weil sie offenbar mit Ausnahme der Nazidimension alles andere ohne mediales kritisches Hinterfragen “richtig” macht. Das mag man als gebildeter Beobachter bedauern, aber man sollte der Realität ins Auge schauen und entsprechend handeln.
  5. Die CDU muss in der heute für Volksparteien so schwierigen Situation Persönlichkeiten in die Verantwortung wählen, die mit Charisma und Überzeugungskraft wieder breite Bürgerschichten persönlich und inhaltlich an sich binden können ohne ständig darauf hinweisen zu müssen, wir grenzen uns aber ganz sicher von links und rechts deutlich ab. Diese Abgrenzungsstrategie bietet viel zu wenig eigenes Profil und eigene Ausstrahlung, aber genau darauf kommt es heute an.
  6. Die heutige Situation bietet die Chance, dass auch die mit Vielem unzufriedenen Bürger erkennen, dass Extremismus, Radikalität, Hass und Gewalt nicht zu einer gewünschten Verbesserung, sondern in eine Sackgasse mit großen Risiken führen, während eine Volkspartei wie die Union nach 70 Jahren Stabilität und Fortschritt auch der Garant für Demokratie, Wohlstand für alle und Fairness in der Zukunft sein kann.

Kontra Siegler

Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Bürgermeister

Am 10. Februar 2020 hat die Liste Weidenbach-Triesdorf eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Weidenbacher Bürgermeister Gerhard Siegler beim Landratsamt Ansbach eingereicht. Grund ist die Tatsache, dass der 1. Bürgermeister in unmittelbarer Nähe zur Kommunalwahl am 15. März 2020 eine so genannte Rollende Bürgerversammlung am 2. März 2020 kurzfristig anberaumt und dazu alle Rentner ab 65 Jahre mit Wohnsitz im Markt Weidenbach zu einer Bustour samt Kaffee und Kuchen auf Gemeindekosten in den von der Gemeinde selbst betriebenen Bürgersaal eingeladen hat.

Da er selbst Kandidat für den neuen Gemeinderat ist, zudem Kandidat für den neuen Kreistag, sein Stellvertreter neuer 1. Bürgermeister werden will und der zweite Bus wahrscheinlich durch diesen begleitet wird, ist die ganze Tour als unzulässige Wahlkampfwerbung zu begreifen. Es steht also nicht die Informationn aller Bürger im Vordergrund, sondern die Vereinnahmung nur eines Teils der Wahlbevölkerung mittels einer Kaffeefahrt.

Der kommissarische 1. Vorsitzende der Mini-Partei, Carl-Alexander Mavridis, hat deshalb in seiner Funktion als Marktgemeinderat die Kommunalaufsichtsbehörde aufgefordert,  in einem eiligen Rechtsschutzverfahren diese Veranstaltung auf Gemeindekosten zu untersagen.  

Fit in Deutsch

Elf Teilnehmer haben Deutschkenntnisse vertieft

Erste Reihe von links nach rechts:: Landrat Gerhard Wägemann, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte Judith Koch, Ana Trembos, Izabella Szimics, Urszula Jablonska, Ilahe Nagiyeva und Natalia Melnychenko; zweite Reihe: Lehrkraft Regina Blobner, Maxim Cherniavskyi, Vladyslav Nadiezhdin, Zaneta Krejci und Francis Ibizugbe. Foto: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen/Lena Kagerer

Insgesamt elf Migrantinnen und Migranten haben ihre Deutschkenntnisse im Sprachlernprojekt „Fit in Deutsch“ vertieft. Im Rahmen einer offiziellen Prüfung konnten sie das erlernte Wissen unter Beweis stellen. Landrat Gerhard Wägemann händigte Anfang Februar das Sprachzertifikat aus und gratulierte den Prüflingen zum bestandenen Abschlusstest.

Gute Deutschkenntnisse sind wichtig für die Integration von Migrantinnen und Migranten. Sie ermöglichen die Teilhabe am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, im Bildungsbereich und am gesellschaftlichen Leben, bieten Chancen und erleichtern Behördengänge und Arztbesuche.

Doch nicht alle Menschen mit Migrationshintergrund erhalten die Möglichkeit, einen Sprachkurs zu besuchen. Aus diesem Grund hat der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Anfang des Jahres 2019 das Sprachlernprojekt „Fit in Deutsch“ ins Leben gerufen – ein individueller Sprachkurs, der die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Freizeit mit dem Deutsch Lernen ermöglichen soll. Insbesondere Frauen, Berufstätige in Wechselschichten und Personen aus Herkunftsländern, die keinen Zugang zu einem Integrationskurs haben, sind Zielgruppen des Projektes.

Der Sprachkurs ging als Modellvorhaben an den beiden Standorten in Gunzenhausen und Weißenburg an den Start, ist für alle Migranten im Landkreis zugänglich und deutschlandweit einmalig. Das selbstständige Lernen mit Hilfe einer Sprachapp und einem Lehrbuch steht dabei im Vordergrund. An den Wochenenden wird das eigenständig Gelernte im Unterricht unter Anleitung von qualifizierten Lehrkräften vertieft und die mündliche Kommunikation verbessert.

„Das Interesse und die Nachfrage an dem Projekt waren von Anfang an sehr hoch“, erzählt die Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte Judith Koch. Knapp 90 Interessierte kamen zu den beiden Infoveranstaltungen in Gunzenhausen und Weißenburg. 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten bis Ende 2019 den Kurs, elf davon legten im Dezember 2019 den Sprachtest erfolgreich ab, zwei weitere Gruppen werden sich der Herausforderung 2020 stellen.

Die Prüfung bestand aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Acht der elf Prüflinge erreichten das Sprachniveau B1. Dies entspricht nach dem „Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen“ einer selbstständigen Sprachanwendung. Drei Personen haben die Prüfung mit dem Sprachniveau A2 (elementare Sprachanwendung) abgeschlossen.

„Das Sprachlernprojekt ist ein differenziertes Angebot, das speziell auf das Bildungsniveau der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingeht, denn nicht jeder ist auf demselben Stand“, sagte Landrat Gerhard Wägemann bei der Zertifikatsübergabe. „Es ist wichtig, dass wir von Anfang an Möglichkeiten bieten, die Deutsche Sprache zu lernen“, so der Landrat weiter. Den Lehrkräften, insbesondere der anwesenden Lehrerin Regina Blobner, dankte er sehr herzlich für den Einsatz und die gute Zusammenarbeit.

Auch die Kinderbetreuung, die parallel zu den Präsenzphasen angeboten wurde, fand Zuspruch. Pro Termin wurden zwischen vier und sechs Kinder von zwei Babysittern des Bayerischen Roten Kreuzes in Nebenräumen betreut. Die HERMANN GUTMANN STIFTUNG und die lagfa bayern e. V. haben das Projekt finanziell großzügig unterstützt. Weitere Fördergelder wurden zugesagt, sodass das Projekt fortgeführt werden kann. Der Kursstart ist für Frühjahr 2020 geplant.

Fragen zum Sprachlernprojekt „Fit in Deutsch – wir unterstützen Sie auf Ihrem Weg zum Deutschtest“ beantwortet die Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte Judith Koch telefonisch unter 09141 902-227 oder per Mail an judith.koch@altmuehlfranken.de.

Kitaplätze reichen nicht

Enorme Anstrengungen von Gunzenhausen

Im Familienzentrum des neuen Hauses. Foto: FR Presse

So schnell können sich die Verhältnisse ändern: Noch vor zehn Jahren gab es genügend Kindergarten- plätze in der Stadt und den Ortsteilen, heute aber herrscht der blanke Mangel. Und das obgleich die Stadt in letzter Zeit enorm viel getan hat, um die Situation zu entschärfen. Aktuell gibt es elf Kindergärten und Kindertagesstätten mit 629 Plätzen (davon 115 Kitaplätze), dazu die Großtagespflege mit 16 Kleinkindern.

Im Familienzentrum begegnen sich Eltern und Kinder mit Erziehern.


Die Gruppenräume sind ganz toll eingerichtet.

In der Planung sind nach Auskunft von Bürgermeister Karl-Heinz Fitz:

Kindertagesstätte der Lebenshilfe im Hollerfeld mit 2 Kindergärten und zwei Kitas (Baubeginn hoffentlich im Frühjahr 2020)

Kita des BRK in Frickenfelden (zwei Kindergartengruppen, zwei Kita-Gruppen). Der Baubeginn steht noch nicht fest.

Großtagespflege in der Nürnberger Straße (ab Sommer 2020).

Gruppenraum im Kindergarten am Föhrenweg.

Derzeit gibt es folgenden Bestand in der Kernstadt Gunzenhausen: 5 Einrichtungen mit 405 anerkannten Plätzen, davon 330 Plätze in den Kindergärten und 75 in U3-Einrichtungen (unter drei Jahre). Sie sind voll belegt.  Zusätzlich stehen zwei Kinderhorte mit 78 belegten Plätzen zur Verfügung.

In den Ortsteilen sind es so aus: 6 Einrichtungen mit 224 anerkannten Plätzen, davon 200 Kindergartenplätze und 24 U3-Plätze. Belegt sind davon 194 Kindergartenplätze und 40 Kitaplätze. Es ist nichts mehr frei.

In der Großtagespflege in der Bühringer-Straße  („Die kleinen Strolche“) gibt es ein flexibles Betreuungsangebot für 16 Kleinkinder (oder 10 ältere Kinder), die von 6-20 Uhr geöffnet ist. Sie wird von der gfi GmbH betrieben. Die Vormittagsplätze sind alle belegt, am Nachmittag gibt es noch freie Kapazität.

Die Verantwortlichen der Stadt und der Träger (Kirchen und karitative Verbände)  können derzeit nicht genug Plätze schaffen, um tatsächlich alle Wünsche zu befriedigen.

Die Küche der Kindertagesstätte mit Familienzentrum

Die letzte große Investition, die jetzt abgeschlossen wurde, war der Sanierung und die Erweiterung des Integrativen Kinder- und Familienzentrums Wilhelm Löhe am Föhrenweg, ein 6-Millionen-Euro-Projekt unter der Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Gunzenhausen. Bei der Einweihung wurde deutlich, welch großen Anteil die Leiterin Diana Leickert an dem mustergültigen Projekt hat. Prof. Dr. Ralf Haderlein von der  Hochschule Koblenz würdigte vor zahlreichen Eröffnungsgästen die Pionierarbeit von Diana Leickert und ihren wissenschaftlichen Anteil am Entstehen von neuen Konzepten der integrativen Betreuung. Sie selbst war ganz überwältigt angesichts des hohen Lobs und ihres Standpunkts: „Inklusion ist eine Haltung, die man im Herzen trägt.“ Dekan Klaus Mendel offenbarte: „Ich umarme sie gern, denn sie hat Großartiges geleistet!“

Anerkennende Worte von Bürgermeister Karl-Heinz Fitz und Landrat Gerhard Wägemann gab es auch für den Architekten Dominique Dinies von der UTA Stuttgart für die vollständige Holzbau-Konzeption.  Betreut werden dort von 40 engagierten Mitarbeiterinnen 136 Kinder in drei Kinderkrippen und sechs Kindergartengruppen (davon eine Waldgruppe).

WERNER FALK

Falsche Entscheidung

Stellungnahme von Werner Falk zu Thüringen-Affäre

Erklärung von Stadtrat Werner  Falk, Gunzenhausen, zur aktuellen Situation nach der Wahl von Thomas Kemmerich zum thüringischen Ministerpräsidenten:

Der Ausgang der Wahl im thüringischen Landtag war meiner Ansicht kein Zufall, sondern Ergebnis einer Strategie im Vorfeld des Wahlgangs. Insofern tragen die Abgeordneten des Landtags, die Thomas Kemmerich gewählt haben, Verantwortung für ihr Handeln.

Ich hätte an der Stelle von Thomas Kemmerich die Wahl nicht angenommen. Er hätte damit klar zum Ausdruck bringen können, dass sich Liberale nicht zum Steigbügelhalter von Neofaschisten machen lassen. Leider ist diese Chance einer kurzzeitigen Freude wegen, dass ein FDP-Mann Ministerpräsidenten-Würden empfangen  hat, vertan worden.

Dass sich die Wähler in ostdeutschen Bundesländern hinsichtlich der AfD anders verhalten als die im Westen, ist inzwischen eine allgemeine Erkenntnis. Es ist nicht für jedermann nachvollziehbar, dass man sich nach den schlechten Erfahrungen unter der SED-Herrschaft nun den Rechtsradikalen mit ihren faschistoiden Zügen an die Brust wirft. Und doch gibt es dort auf regionaler und kommunaler Ebene  seit Jahren eine Zusammenarbeit der unterschiedlichen parteipolitischen Lager.

Dass der FDP-Parteivorsitzende Christian Lindner um eine schnelle Klärung bemüht ist, das wird von mir sehr begrüßt. Nur so kann der politische Flurschaden begrenzt werden. Nun muss auch die CDU  in Thüringen und im Bund für klare Verhältnisse sorgen.

Die Wählerinnen und Wähler in Bayern, also auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und in der Stadt Gunzenhausen, bitte ich, die Kandidaten vor Ort bei der anstehenden Kommunalwahl nicht für das Verhalten der thüringischen Abgeordneten abzustrafen.

Werner Falk

Rest vom Kerwabaum

An Versicherungsmakler Christian Bund übergeben

Eine Abordnung der Kerwabuam und -madli überreichte zusammen mit Mitgliedern des Kerwazunftvereins symbolisch ein Stück des ersteigerten Kirchweihbaums an den Versicherungsmakler Christian Bund und seine beiden Mitarbeiter Sebastien Walewski und Tanja Milleker in den Kanzleiräumen im Ärztehaus in der Osianderstraße in Gunzenhausen. Das Baumstück soll im Empfangsbereich der Kanzlei aufgestellt werden und den Klienten das soziale Engagement der Kanzlei zeigen. Traditionell versteigerten die Kerwabuam und -madli am Tag der Betriebe die beiden Kirchweihbäume zugunsten wohltätiger Einrichtungen in Gunzenhausen und der Region.
Das höchste Angebot für den Kirchweihbaum kam von Christian Bund dem Versicherungsmakler aus Gunzenhausen mit 3.500 Euro und den Zuschlag für de Kinderkirchweihbaum erhielt die Firma Hartmann Gartengestaltung aus Gunzenhausen zum dritten Mal in Folge für den stolzen Betrag von 3.250 Euro. Den Erlös der Versteigerung werden die Kirchweihbuam nach Bedarf auf die sozialen und wohltätigen Einrichtungen in Gunzenhausen und der Region verteilen. Der Erlös für den Kinderbaum soll in voller Höhe an den Kindergarten in Aha gehen teilte der Auktionator Stefan Meier mit. Die Kinder dieser Kindertageseinrichtung haben den Kinderbaum selbst bemalt und gestaltet, dafür sollen sie als Belohnung auch den gespendeten Betrag für ihren Baum erhalten.
Es ist der besondere Wunsch von Christian Bund, dass ein Teil des Versteigerungserlöse an die Vereine Kinderschicksale Mittelfranken und Between Boarders aus Ansbach (ehemals Helfen ohne Grenzen e.V.), welche die Flüchtlingswaisenhäuser im Dreiländereck Thailand Laos – Burma unterstützen, gespendet wird.
KLAUS HEGER

Bessere Beleuchtung

Weg zum Strandhaus am Hahnenkammsee optimal ausgeleuchtet

Besucher des Hahnenkammsees bei Hechlingen erreichen ihr Ausflugsziel fortan auf erhelltem Pfad. Der Zweckverband Hahnenkammsee hat den Parkplatz sowie die Straße zum Strandhaus mit insgesamt 12 Straßenleuchten ausgestattet und ermöglicht den Besuchern damit ganzjährig und zu jeder Tageszeit den sicheren Weg zur Naturoase Hahnenkammsee.

„Bei der Auswahl der Straßenleuchten haben wir ganz bewusst Wert auf ein stromsparendes und umweltfreundliches Modell gelegt“, sagt Gerhard Wägemann, Landrat und Verbandsvorsitzender des Zweckverbands Hahnenkammsee. So wurde eine im LED-Bereich neuartige und leistungsstarke Amber-Beleuchtung verbaut, welche neben dem geringen Energiebedarf zudem in einem Lichtspektrum leuchtet, welches keine Insekten anzieht. Die Installation der neuen Straßenbeleuchtung knüpft an die Modernisierung des Strandhauses in der vergangenen Saison an. Durch die Beheizung des Gebäudes ist nun eine ganzjährige Nutzung möglich und wird durch den neuen Betreiber, dem „Haus am See – Hahnenkammsee“ auch praktiziert. „Hierzu ist es jedoch erforderlich, als Zweckverband auch die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Gäste sicher zum Strandhaus kommen und auch wieder zurück“, so Wägemann. Die Beleuchtung schaltet sich dabei automatisch mit Einbruch der Dunkelheit ein und endet gegen 22 Uhr. Je nach Bedarf und Saison werden die Betriebszeiten angepasst.

Wie groß ist Bedrohung?

Klinikum Altmühlfranken informiert zu Coronavirus

Karsten Wranik informiert

Erstmals trat das Coronavirus Anfang Januar in der zentralchinesischen Millionenstadt Wuhan auf. Mittlerweile hat die Lungenkrankheit auch Deutschland erreicht. Doch wie gefährlich ist der Coronavirus wirklich? Wie äußern sich die Symptome? Wie überträgt sich die Krankheit und wie kann ich mich schützen? Ist das Klinikum Altmühlfranken gut auf diese Krankheit vorbereitet? Karsten Wranik, Hygienefachkraft am Klinikum Altmühlfranken, beantwortet die wichtigsten Fragen.

Der Informationsabend findet statt am Dienstag, 4. Februar, im Rahmen der Vortragsreihe „Gesundheit im Dialog“ des Klinikums Altmühlfranken in Weißenburg. Beginn ist um 19 Uhr in den Räumen der Berufsfachschule für Krankenpflege.

Alle sind eingeladen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Hochwasserschutz startet

Im April wird mit den Arbeiten an der Altmühl begonnen

So sehen die Planung den neuen Naturraum Altmühl im Gunzenhäuser Westen.

Über 50 Anwohner nahmen die Einladung des Wasserwirtschaftsamtes an und informierten sich in Raum Spielberg in der Stadthalle i Gunzenhausen über die geplanten Baumaßnahmen im Rahmen des Hochwasserschutzes in Gunzenhausen. Der Hochwasserschutz wird durch den Freistaat, Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Ansbach, geplant und gebaut. Die Umsetzung erfolgt in zwei Bauabschnitten. Aktuell zwischen der Oettinger Straße und der Stadthalle, sowie anschließend i Bereich Spitalstraße bis zur Jugendherberge. Im Zuge der Errichtung des Stauraumkanals entlang der Promenade durch die Stadt Gunzenhaus wurde im Herbst 2019 bereits die notwendig Sammelleitung für das anfallende Niederschlags- und Sickerwasser fertiggestellt und die Stadt vo Überschwemmung durch Starkregen geschützt. Somit kann ab April 2020 mit dem Bau de Hochwasserschutzmaßnahmen im ersten Bauabschnitt begonnen werden.
Der Hochwasserschutz besteht im Wesentlichen aus einer 600 Meter langen und 90 cm hohen Hochwasserschutzmauer. Sie wird überwiegend durch die, im Rahmen der Bürgerbeteiligung entwickelten gestalterischen Elemente wie Sitzreihen, Panoramaweg, Landschaftswellen Sonnenterrassen oder einem angeschüttet Deich optisch kaschiert und in das Stadt- und Landschaftsbild eingefügt. Im ersten Bauabschnitt zwischen Stadthalle und der Oettinger Straße wird die Schutzmauer zusätzlich von fünf Aussparungen unterbrochen, um die Sichtbeziehung und Durchgangsmöglichkeiten zwischen der Altmühlaue und der Stadt zu erhalten erläuterte Heidi Böttcher vom Wasserwirtschaftsamt die geplanten Baumaßnahmen. Im Hochwasserfall werden die Öffnungen von der Feuerwehr durch mobile Schutzwände verschlossen und die Stadt von den Wassermengen geschützt. Die Baumaßnahmen beginnen an der Stadthalle und werden in Richtung Oettinger Straße weitergeführt. Als erste Maßnahme werden dafür die Alleebäume auf einer Länge von rund 80 Meter baumschonend versetzt.
Vor Beginn der Baumaßnahmen erfolgt eine Beweissicherung der angrenzenden Grundstücke. Seitens des Wasserwirtschaftsamtes Ansbach wurde das Sachverständigenbüro von Albrech Mast beauftragt den Zustand der angrenzenden Gebäude zu erfassen. Die Beweissicherung dient zur Dokumentation des derzeitigen Zustandes, damit später im Zuge der Baumaßnahmen auftretende Schäden unmittelbar als neue Schäden erkannt und mit den Eigentümern abgerechnet werden können erläuterte der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Thomas Keller.
Nach der Informationsveranstaltung nutzten die Anwohner noch ausgiebig die Möglichkeit ihre Fragen an die anwesenden Fachleute des Wasserwirtschaftsamtes, der Stadtverwaltung, vom Planungsbüro Miller und dem Sachverständigenbüro zu stellen.
KLAUS HEGER

Erfolgreichste Eislaufsaison

Rund 12000 Besucher gezählt

Bürgermeister Fitz und Wirtschaftsreferent Zuber mitden Gewinnern der Tombola.

Mit dem 6. Januar ging die diesjährige inzwischen 6. Eisbahnsaison auf dem Marktplatz in Gunzenhausen zu Ende. Auch am letzten Tag konnte Bürgermeister Karl-Heinz Fitz noch einmal ein „volles Haus“ verzeichnen.

Noch nie wurde die Natureisfläche auf dem Marktplatz von so vielen Eisläuferinnen und Eisläufern genutzt. Über 12.000 Besucher genossen das Eislaufvergnügen. Hinzu kommen über 70 Schulklassen mit insgesamt ca. 1500 Schülern aus der gesamten Region Altmühlfranken. Diese nutzten das kostenfreie Angebot der Stadt Gunzenhausen für Schulen und verlegten ihren Sportunterricht auf die Eisbahn.

Der Dank des Bürgermeisters galt neben den Mitarbeitern des Bauhofs dem Eismeister Klaus Karl sowie den Mitgliedern des Eislaufclubs Gunzenhausen für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Ebenso hat der Stadtmarketingverein Gunzenhausen mit seinen derzeit inzwischen 160 Mitgliedern wie auch der Wirtschaftsförderer Andreas Zuber einen großen Anteil am Erfolg des Eisbahnprojekts.

Die Betreiber der beiden Gastronomiestände unmittelbar angrenzend an die Eisbahn, Harry Gießbeck sowie die Familie Meissel haben den Aufenthalt am Marktplatz zusätzlich bereichert, so Bürgermeister Karl-Heinz Fitz.

Dieser konstatiert auch, dass sich sein Projekt Eisbahn in den zurückliegenden 6 Jahren zur Erfolgsgeschichte entwickelt hat. Aufgrund des starken Zuspruchs konnte diese im Übrigen in der letzten Saison in etwa kostendeckend betrieben werden. So verwundert es nicht, dass benachbarte Kommunen wie Rothenburg, Feuchtwangen oder Schwabach auf die Eisbahn in Gunzenhausen schauen und sich über Einzelheiten informieren.

Im Übrigen ergaben die Frequenzmessungen auf dem Marktplatz, dass das Angebot die Anzahl der Besucher auf dem Marktplatz während der Eislaufsaison erhöht. Hiervon können Geschäfte wie auch gastronomische Betriebe profitieren.

Gerade für Kinder und Jugendliche ist die Eisbahn jedes Jahr ein besonderes Highlight.

Zum Abschluss der Eisbahnsaison wurden traditionell unter den Besitzern von Dauerkarten drei Sachpreise verlost. Die beiden Hauptreise mit Eintrittskarten für das Juramare konnten sich Josephine Kuhn und Felix Volkert sichern. Banu Peköz freute sich über einen neuen Swing Roller der Firma Radsport-Gruber. Die Preise wurden von Glücksfee Fabienne Becker gezogen.

Zum Abschluss der Saison wurde gegenüber Bürgermeister Karl-Heinz Fitz vielfach der Wunsch geäußert, die Eisbahn auf dem Marktplatz in Gunzenhausen auch in der nächsten Saison anzubieten. Diesem Wunsch wird der Bürgermeister gerne nachkommen.