Der Alpenverein wächst

Fünfgrößter Sportverband in Deutschland

Immer jünger und weiblicher wird der Deutsche Alpenverein. Die etablierten Parteien hätten so eine Entwicklung gern, aber sie haben es nicht so gut wie der DAV. 1,3 Millionen Mitglieder hat der Verband, 4,1 Prozent mehr als im letzten Jahr. Der Frauenanteil liegt bei 42,6 Prozent – auch das ein vorbildlicher Wert.

Den größten Zuwachs hat es bei den 19-25-Jährigen gegeben (plus 6,2 Prozent). Dennoch sind immer noch die 41-60-Jährigen die stärkste Gruppe.

Im Osten wächst der Alpenverein ebenfalls (plus 7,7 Prozent) – allerdings ausgehend von einem niedrigen Niveau (80000 Mitglieder).  Der DAV in Bayern ist mit rund 600000 immer noch der stärkste, gefolgt von Baden-Württemberg.

Heuer begeht der Alpenverein sein 150-jähriges Jubiläum. Daran beteiligen sich alle 356 Sektionen mit ihren 20000 Touren- und Kursleitern, 26764 Ehrenamtlichen.  Die Mitglieder können bundesweit 322 Berghütten nutzen, außerdem 207 Kletteranlagen.

Klaus Dörrfuss, der Vorsitzende der Gunzenhäuser Sektion mit ihren mehr als 700 Mitgliedern, hat in diesen Tagen das Veranstaltungsprogramm für 2019 vorgestellt.

Das Programm kann beim Vorsitzenden Klaus Dörrfuss (E-Mail: klaus.doerrfuss@dav-gunzenhausen.de/Telefon 09831/6879500) angefordert werden.

Apotheke vor Ort erhalten

Versandhandelsverbot für verscheibungspflichtige Mittel muss kommen

„Wir halten daran fest, dass das Versandhandelsverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel kommen muss.“ Darauf pocht die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag und bekräftigt so ihre Haltung der letzten Jahre. „Gegenläufige Gedankenspiele, die offenbar im Bundesgesundheitsministerium kursieren, lehnen wir ab! Denn Arzneimittelsicherheit ist Patientensicherheit. Die gute Versorgung durch Apotheken vor Ort wollen wir erhalten – und zwar mit der dort geleisteten persönlichen Beratung, den Nacht- und Notdiensten, der Notfallversorgung und der Arzneimittelherstellung“, sagte Bernhard Seidenath, gesundheitspolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion im Vorfeld der Mitgliederversammlung des Apothekerdachverbands ABDA.

Der Koalitionsvertrag auf Bundesebene enthalte nicht ohne Grund die klare Aussage, dass sich die Koalition für ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten einsetzt, so Manuel Westphal, der als Berichterstatter im Gesundheits- und Pflegeausschuss für das Thema Apotheken zuständig ist. „Die CSU hat sich immer klar für das Versandhandelsverbot positioniert und tut dies weiterhin. Wir brauchen auch künftig die Apotheken vor Ort als wichtige Daseins-Dienstleister für eine wohnortnahe Arzneimittelversorgung.“ Nicht ohne Grund haben mehr als zwei Drittel der Staaten der Europäischen Union einen Versandhandel verschreibungspflichtiger Medikamente unterbunden. „Es darf uns nicht kalt lassen, dass ein Drittel der Apotheken in ihrer Existenz bedroht werden, wenn der Versandhandel käme. Dabei sind Apotheken die niedrigschwelligen Anlaufstationen für gesundheitliche Probleme, die auch ohne Termin aufgesucht werden können. Die Apotheke vor Ort ist weit mehr als eine Medikamenten-Verkaufsstelle“, betonte Seidenath.

Positiv sei der geplante, mit einem Maßnahmenkatalog verbundene Dialogprozess. „Wir beteiligen uns daran gern. Dabei sollten auch die Möglichkeiten der Digitalisierung angesprochen und endlich angegangen werden. Das Papier-Rezept ist ein Dinosaurier. Wir müssen endlich auch im Gesundheitswesen das digitale Zeitalter einläuten – und brauchen deshalb das E-Rezept. Wir sind bereit, die Überlegungen und Vorhaben, die in diese Richtung weisen, zu unterstützen“, erklärte Seidenath.

Werner Falk führt die FDP

Ortsverband Gunzenhausen der Freien Demokraten hat neue Leitung

Die neue Führungsmannschaft der Gunzenhäuser FDP mit Vorsitzendem Werner Falk (Zweiter von links), Stellvertreterin Sigrid Niesta-Weiser (links), Schriftführerin Winni Rathsmann und Beisitzer Jürgen Meyer. Foto: FR Presse/J. Loos

Zum neuen Vorsitzenden des FDP-Ortsverbands Gunzenhausen ist Stadtrat Werner Falk gewählt worden. Er tritt damit die Nachfolge von Pierre Horrolt an, der im letzten Jahr zurückgetreten war. Seine Stellvertreterin ist Kreisrätin Sigrid Niesta-Weiser, Schriftführerin Winni Rathsmann aus Muhr am See und Beisitzer Jürgen Meyer aus Gunzenhausen.

Sigrid Niesta-Weiser, die in den letzten Monaten den Ortsverband kommissarisch geführt hatte, widmete dem jüngst verstorbenen langjährigen Stadtrat Diethelm Schoen ein ehrendes Gedenken. Sie sprach von einem „großen Verlust“ für die Liberalen im Kreis. Der Ortsverband habe ihm viel zu verdanken. 52 Jahre habe er der Partei angehört und über viele Jahrzehnte sei er das Aushängeschild der FDP gewesen. „Er hat Gunzenhausen und die FDP stark in das Bewusstsein gerückt“, sagte die langjährige Wegbegleiterin. In das Gedenken eingeschlossen war auch Studiendirektor i.R. Horst Wahl, der nach 40jähriger Mitgliedschaft verstorben ist.

Nach dem formalen Wahlvorgang unter der Leitung des Kreisvorsitzenden  und stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Thomas Geilhardt (Pleinfeld) diskutierten die Mitglieder über das vom 31. Januar bis 13. Februar laufende Volksbegehren „Rettet die Bienen“ durchaus kontrovers. Der Kreisvorstand will dazu in seiner Sitzung am 16. Januar eine abschließende Meinungsbildung herbeiführen.

Der neue Ortsvorsitzende Werner Falk kündigte an, die Parteiarbeit künftig stärker inhaltlich ausrichten zu wollen. Er will, dass sich die FDP an den aktuellen Bedürfnissen der Menschen ausrichtet und zu den anstehenden gesellschaftlichen Fragen klar Stellung bezieht. „Wichtig ist mir die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen für Menschen, Tiere und Pflanzen“, erklärte er im Rahmen der Diskussion, in der die grundsätzlichen Positionen liberaler Politik zur Sprache kamen. Die gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahre und die Wahlergebnisse der jüngsten Zeit zeigten, dass die Menschen den bisherigen Stil und die Inhalte der Politik in Frage stellten.  Falk äußerte sich zustimmend zur Ankündigung des Kreisvorsitzenden, die „Pleinfelder Gespräche“ zu nutzen, um die Inhalte liberaler Politik zu aktualisieren.  Kreisrätin Sigrid Niesta-Weiser betonte, die wirtschaftliche Kompetenz der Partei müsse ihr Kern bleiben. Die Bürger dürften nicht noch stärker mit staatlichen Reglementierungen in ihrem Aktionsfeld eingeschränkt werden.

„Ich möchte die Kommunikation unter den Mitgliedern verbessern“, bemerkte der neue Vorsitzende zum künftigen Arbeitsprogramm der „Mitmachpartei“, wie sich die Liberalen nach ihrem Parteichef Christian Lindner nennen. Neben dem „FalkTalk“, das als ein Gesprächsangebot an die Gunzenhäuser zu sehen ist, sollen viermal im Jahr die Inhalte liberaler Politik von den Mitgliedern und Sympathisanten diskutiert werden.

Stadtrat Werner Falk äußerte sich abschließend auch zum Zentren- und Entwicklungskonzept für Gunzenhausen und hob hervor, dass nach Feststellung des Gutachters der örtliche Einzelhandel 54 Prozent der Kaufkraft der Gunzenhäuser abschöpfe, was ein hoher Wert sei. Die „qualifizierte Grundversorgung“ in der Innenstadt sei illusorisch, denn Investoren wollten mindestens 400 Quadratmeter Verkaufsfläche. Durch das neue Zentrenkonzept dürften die Gewerbefreiheit und der Wettbewerb nicht ausgehebelt werden. „Das Konzept kann deshalb auch nicht als Schutzmechanismus  für ansässige Betriebe vor lästiger Konkurrenz missverstanden werden“, erklärte der Stadtrat. Der Bessere setze sich bei den kleinen Läden als auch bei den großen Märkten durch.  Das Kaufverhalten habe sich verändert und es werde sich weiter verändern. „Ich verkenne nicht, dass der Onlinehandel gewaltige Probleme für den stationären Handel bringt, aber er lässt sich auch nicht aufhalten“, erklärte der Kommunalpolitiker. Der örtliche Einzelhandel könne aber durch konsequente Qualitätsorientierung in Angebot und Service seinen Rang behaupten.

Rieter-Kirche: Nationale Bedeutung

Einstufung als kulturelles Erbe

Freuen sich über die Bewertung durch das Landesamt für Denkmalpflege (v.li): Manuel Westphal, MdL, Pfarrer Martin Geisler, Kirchenvorsteher Thomas Müller und Bürgermeister Helmut Schmaußer mit einem der wertvollen Kunstgegenstände der Rieterkirche – dem „Palmesel“.

Die Kirche St. Marien und Christophorus in Kalbensteinberg, bekannt als Rieter-Kirche, ist nun als national bedeutsames Denkmal eingestuft worden. Sie ist seit Langem als „Fränkisches Schatzkästlein“ bekannt, weil sich dort viele im Original erhaltene Kunstschätze befinden, da Kirche und Inventar nie bei einem Brand oder Krieg zerstört wurden. „Mit der Einstufung als national bedeutsames Denkmal wurde nun auch nach außen hin deutlich, dass die Rieter-Kirche nicht nur für die Region eine herausragende Stellung hat, sondern das kulturelle Erbe Deutschlands in besonderer Weise prägt“, freuten sich Pfarrer Martin Geisler, der Kirchenvorsteher Thomas Müller, Bürgermeister Helmut Schmaußer und der Stimmkreisabgeordnete für den Bayerischen Landtag Manuel Westphal, auf deren Anregung die Einstufung erfolgte.

Erbaut 1464 von der Nürnberger Patrizierfamilie Rieter, wurde das spätgotische Gotteshaus unter Hans Rieter (1564-1626) auch ein Ort der Kunst und der Selbstinszenierung. Der Innenraum des Gotteshauses entwickelte sich unter seinem Majorat nicht nur zu einem Gedächtnisraum für die Stifterfamilie, sondern vor allem auch zu einem bedeutsamen Sammelort mittelalterlicher Kunstschätze. Die reiche Ausstattung ist bis heute erhalten und hat der Kirche den Beinamen „Schatzkästlein Frankens“ eingebracht. Neben zahlreichen bildlichen Darstellungen, Figuren und Kunstgegenständen, meist aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, seien als besonders herausragende Objekte die Theodorus-Ikone, die Seitenaltäre aus der Werkstatt Michael Wolgemuts, die „Bilderbibel“, der Kolbenturnierhelm oder der „Palmesel“ genannt. Das Gotteshaus gehört damit zu den wertvollsten Sakralbauten in der Region.

„Die besondere kunsthistorische Bedeutung resultiert vor allem aus der reichen Ausstattung der Kirche. Neben konstruktiven Besonderheiten entwickelte sich der Kirchenneubau durch das Mäzenatentum und den Kunstverstand des Nürnberger Patriziergeschlechts derer von Rieter zu einem Sammlerort zahlreicher Kunstschätze von herausragender Bedeutung , einem außergewöhnlichen Sakralbau quasi musealen Charakters“, so der Generalkonservator Prof. Dipl.-Ing. Architekt Matthias Pfeil in seiner Stellungnahme.

Aufgrund dessen wird die Rieter-Kirche als national bedeutsam und prägend für das kulturelle Erbe der Bundesrepublik Deutschland angesehen.

„Die Rieter-Kirche ist ein Aushängeschild, das weit über unseren Landkreis hinaus wahrgenommen wird. Sie ist eine der kunsthistorisch wertvollsten Kirchen in unserer Region. Es freut uns ganz besonders, dass es gelungen ist, dass das Landesamt für Denkmalpflege dieses Gotteshaus auf unsere Anregung hin als national bedeutsam einstuft. Aufgrund dessen gibt es auch weitere Möglichkeiten bei der Sanierung der Kirche, was dem Erhalt der Kirche nachhaltig helfen wird“, so Geisler, Müller, Schmaußer und Westphal unisono.

Zukunftsszenarien in der digitalen Gesellschaft

Lesung und Diskussion in der Stadt- und Schulbücherei

Zum Auftakt der 12. Medienwelten-Veranstaltungsreihe von Bürgernetzverein und Stadt- und Schulbücherei ist in diesem Jahr ein Blick in die digitale Zukunft geplant, der sicherlich unerwartete Impulse und zündenden Diskussionsstoff liefern wird. Am Donnerstag, 17. Januar, um 19.30 Uhr liest Autorin Theresa Hannig aus ihrem Zukunftsroman „Die Optimierer“ und steht bei der anschließenden Diskussion Rede und Antwort.

Die Münchner Autorin und IT-Sicherheitsberaterin stattet ihre düstere Gesellschaftsvision für das Jahr 2052  mit Details aus, die gar nicht so weit weg von unserer Gegenwart zu sein scheinen:  Europa ist durch High-Tech-Überwachung vom Rest der Welt abgeschottet. Hochentwickelte Roboter sorgen für Sicherheit und Wohlstand. Jeder Bürger wird von der Agentur für Lebensberatung rund um die Uhr überwacht, selbstverständlich nur, um für jeden den perfekten Platz in der Gesellschaft zu finden. Für diesen vermeintlich makellosen Gesellschaftsentwurf hat Theresa Hannig das Wort „Optimalwohlökonomie“ erfunden.

Die Veranstaltung mit Theresa Hannig ist nicht nur als Romanlesung geplant. Sie will Anschluss mit ihrem Publikum ins Gespräch kommen und dabei die aktuelle Entwicklungen und Gefahren im Bereich der sozialen Netzwerke, der Datensicherheit und der  Überwachung aufgreifen.  Stadt- und Schulbücherei und der Bürgernetzverein Gunnet laden gemeinsam zu dieser Veranstaltung ein, bei der es um die Schattenseiten eines digitalen Schlaraffenlandes geht. Denn zunächst scheint das Leben in einem zur „Bundesrepublik Europa“ geeinten System paradiesisch: Die vollautomatische Küche serviert das Frühstück, der öffentliche Verkehr ist so effizient, dass keiner mehr ein eigenes Auto fährt, und das Smartphone als Vehikel für den Eintritt in die digitale Welt ist längst von einer ins Auge eingesetzten Digitallinsen ersetzt, über die jeder Zugang zu den Informationsnetzen hat.

Theresa Hannig studierte Volkswirtschaft, Politik und  Philosophie und ihr Wissen um Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme und deren Schwachstellen hat sie beim Schreiben ihres Zukunftsromans durchaus anwenden können. Sie arbeitete u.a. als Softwareentwicklerin und Beraterin für IT-Sicherheit. So kommt es nicht von ungefähr, dass in der von ihr erdachten Wohlfühlökonomie zwar alle eintönigen und gefährlichen Arbeiten von Maschinen erledigt werden, aber  Sicherheitsroboter nicht beleidigt werden dürfen. Die Leserinnen und Leser verstehen schon nach den ersten Kapiteln: Der Leitsatz „Jeder an seinem Platz!“ mag zwar gut gemeint sein, wurzelt aber in einer dirigistischen und letztlich diktatorischen Weltsicht.

Der Romanheld in „Die Optimierer“, Stefan Freitag, ist ein glühender Verfechter des Systems. Er steht kurz vor dem nächsten Karrieresprung in der Agentur für Lebensberatung, die jedem einzelnen Bürger den auf ihn zugeschnittenen Platz im Arbeitsleben zuweist. Doch dann gerät sein wohlgeordnetes Leben aus den Fugen: Seine Freundin verlässt ihn, er wird beschuldigt, eine junge Frau falsch beraten zu haben und hat zudem Probleme mit der digitalen Technik, da er die übliche digitale Linse nicht mehr dauerhaft tragen kann. In der schönen neuen optimierten Welt ein Defizit zu viel und in der Folge soll Samson Freitag selbst optimiert werden…

Büchereileiterin Carolin Bayer und Bürgernetzvereinsvorsitzende Monika Wopperer haben für die Medienwelten-Reihe im Winter 2019 zwei weitere Vortragsthemen ausgewählt: Am Donnerstag, 28. Februar, referiert der Autor und führende Experte für Kindermedien und Computer Thomas Feibel zum Thema „ Jetzt pack doch mal dein Handy weg – wie wir unsere Kinder von der digitalen Sucht befreien“. Am 14. März sind junge Eltern und pädagogische Fachkräfte angesprochen, wenn es beim Vortrag „Tablet & Co – spielend lernen in der Kita“ von Sonja Di Vetta um Apps als Lernabenteuer für Kindergartenkinder geht.

 

Neues Maststallgebäude

Öffentlichkeitsbeteiligung läuft an

Im Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz des Herrn Matthias Rutz zur Errichtung eines Mastschweinestalles im Ortsteil Aha der Stadt Gunzenhausen verweist das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen auf die geänderten Auslegungs- und Einwendungsfristen.

Der Antrag und die Unterlagen zum Vorhaben liegen in der Zeit vom 21.01.2019 bis einschließlich 20.02.2019 zur Einsichtnahme im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen, Umweltamt, Dienstgebäude F, ehemaliges Postgebäude, im Zimmer F 2.07 (Bahnhofstraße 2, 91781 Weißenburg i. Bay.) und bei der Stadt Gunzenhausen, Zimmer 28 (Marktplatz 23, 91710 Gunzenhausen) aus.

Einwendungen können vom 21.01.2019 bis 20.03.2019 schriftlich oder elektronisch bei den beiden genannten Behörden erbracht werden. Bisher erbrachte Einwendungen werden weiterhin berücksichtigt.

Der Erörterungstermin findet am Dienstag, 07.05.2019 um 08:30 Uhr im Sitzungssaal des Landratsamtes Weißenburg – Gunzenhausen statt.

Auf die amtliche Bekanntmachung vom 07.01.2019, Az. 43-824-18/048, die im Amtsblatt des Landratsamtes Weißenburg – Gunzenhausen am 12.01.2019 veröffentlicht ist, wird verwiesen.

 

Repair-Cafés wieder geöffnet

Die Reparateure starten in das neue Jahr

Der ehrenamtliche Service der drei Repair Cafés in Weißenburg, Gunzenhausen und Treuchtlingen geht auch im neuen Jahr wieder ans Werk. Dabei unterstützen ehrenamtliche Reparateure die Besucherinnen und Besucher der Repair Cafés, Defekte an mitgebrachten Gebrauchsgegenständen zu untersuchen und gemeinsam zu reparieren. Für verschiedene Reparaturen aus den Bereichen Elektronik sowie Holz- und Textilarbeiten stehen Reparaturfachkundige sowie die notwendigen Materialien und Werkzeuge vor Ort bereit. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt – repariert wird hier in entspannter und gemütlicher Atmosphäre bei guten Gesprächen, Kaffee und Kuchen.

Fleißig repariert wird jeweils an folgenden Freitagen:

  1. Januar in der Kiss-Kontaktstelle, Westliche Ringstr. 2, in Weißenburg
  2. Januar im Mesnerhaus, Am Kirchplatz 8, in Gunzenhausen
  3. Februar im Kulturladen, Bahnhofstr. 26 in Treuchtlingen.

Die Repair Cafés sind jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Bis spätestens jeweils 17 Uhr können die Besucherinnen und Besucher mit ihren defekten Gegenständen vorbeikommen.

Durch das gemeinsame Reparieren setzen engagierte Bürgerinnen und Bürger ein Zeichen gegen eine sorglose Wegwerf-Gesellschaft. Zudem teilen Menschen untereinander ihr Wissen über das Reparieren und die Technik, die dahintersteckt. Laien und Experten arbeiten gemeinschaftlich zusammen, geben Hilfe zur Selbsthilfe und regen so zu einem bewussten Konsumverhalten an.

Weitere Informationen rund um die Repair Cafés im Landkreis sind bei der Freiwilligenagentur altmühlfranken unter der Tel. 09141/902235, per Mail unter freiwilligenagentur@altmuehlfranken.de oder bei Margit Kleemann unter Tel. 0160/1101664 erhältlich.

 


 

 

20 Prozent für Ben

 Spendenaktion bei der Cronamer Dorfbühne

Am kommenden Wochenende stehen die Cronheimer Mimen noch einmal im örtlichen Feuerwehrhaus auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“ und geben ihr diesjähriges Stück „Da Blaue Kruag“ zum Besten. Als besondere Aktion gehen dabei 20 Prozent der Eintrittsgelder an das Norddeutsche Knochenmark- und Stammzellspender-Register (NKR), das eng mit der bekannteren DKMS zusammenarbeitet. Anlass dafür ist das Schicksal des 16-jährigen Ben Heigl aus dem thüringischen Greiz.

Alle 15 Minuten erhält ein Patient in Deutschland die Diagnose Blutkrebs und nur ein Drittel der Patienten findet in der Familie einen passenden Stammzellenspender. Jeder zehnte Patient sucht vergeblich. Einer davon ist aktuell der 16-jährige Ben Heigl.

Der Jugendliche aus dem thüringischen Greiz erkrankte vor zwei Jahren an akuter myelotischer Leukämie (AML) einer besonders aggressiven Form von Blutkrebs und galt nach erfolgreicher Behandlung eigentlich als geheilt. Doch nun ist die Leukämie zurück und Ben sucht nach einem Stammzellenspender. Über 4.300 Neuspender haben sich bereits wegen Ben beim Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellenspender-Register (NKR) registrieren lassen. Doch nun fehlt es an finanziellen Mitteln um die Proben auch auswerten zu können. Die Laborkosten für die Analyse von Neuspendern werden über Geldspenden finanziert. Pro Typisierung sind das 35 Euro.

Um Ben und den vielen anderen Menschen zu helfen, die verzweifelt nach einem Stammzellenspender suchen, haben wir uns nachdem wir am Wochenende auf Bens Geschichte aufmerksam gemacht wurden, spontan entschlossen, 20 Prozent unserer Karteneinnahmen aus unseren Vorstellungen am kommenden Wochenende zugunsten der Auswertung der für Ben eingegangenen Proben an den NKR zu spenden. Zusätzlich wird eine Spendenbox für freiwillige Geldspenden bereitstehen.

Der Jugendliche erkrankte vor zwei Jahren an einer akuten myeloischen Leukämie (AML), einer besonders aggressiven Form von Blutkrebs. Im Universitätsklinikum Jena wurde der begeisterte Fußballer und WingTsun-Sportler unter anderem mit Chemotherapie behandelt galt als geheilt. Doch nun ist die Leukämie zurück.

Um die Krankheit zu besiegen, benötigt Ben, der in Jena von Professor Gruhn betreut wird, die Stammzellen eines passenden Spenders. Über 4.300 Neuspender (Stand: 3. Januar 2019) haben sich wegen Ben bereits beim NKR registrieren lassen.

Doch nun fehlt es an finanziellen Mitteln, um die vielen Proben auch auswerten zu können. Die Laborkosten für die Analyse der Proben von Neuspendern werden von den Spenderdateien ausschließlich über Geldspenden finanziert und belaufen sich pro Typisierung auf 35 Euro.

Deshalb haben sich die Cronheimer Theaterspieler entschieden, 20 Prozent ihrer Karteneinnahmen aus den Vorstellungen am kommenden Wochenende zugunsten der Auswertung der für Ben eingegangenen Proben an den NKR zu spenden. Zusätzlich wird eine Spendenbox für freiwillige Spenden von Theaterbesuchern bereitstehen.

Die Aufführungen finden am 11. und 12. Januar 2018 ab 19.30 Uhr im Feuerwehrhaus Cronheim statt. Kartenreservierungen sind unter 09836/9729578 oder per SMS/WhatsApp unter 0175/5695281 möglich und zu empfehlen.

„Reines Blendwerk“

FDP-Expertin: Bei der Pflege „einen Zahn zulegen“

Zur Personalnot in der Pflege erklärt die pflegepolitische Sprecherin der FDP-Fraktion Nicole Westig:

„Die aktuellen Zahlen zur Arbeitsmarktsituation in der Pflege zeigen: Die im Pflegepersonal-Stärkungsgesetz vorgesehenen 13.000 neuen Pflegestellen sind reines Blendwerk von Gesundheitsminister Spahn. Diese können nicht besetzt werden, weil es vorne und hinten an Fachkräften mangelt. Nur neue Stellen zu schaffen, reicht nicht aus, um den Pflegenotstand effektiv zu bekämpfen. Im Vergleich zu 2017 hat sich die Zahl der offenen Stellen sogar noch erhöht. Stattdessen braucht wir neue Impulse und Konzepte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Ausbildung sowie ein Einwanderungsgesetz, das Fachkräftezuwanderung erleichtert. Zudem müssen wir dringend das Entlastungspotenzial der Digitalisierung ausschöpfen. Hier muss die Bundesregierung einen Zahn zulegen. Die dazu von Spahn ins Leben gerufene ‚Konzertierte Aktion Pflege‘ wird dies kaum lösen können.“

Mit Krisen richtig umgehen

Wie kann Resilienz gefördert werden?“

Sie haben den Fachtag „Resilienzförderung“ vorbereitet und wirken selbst an der Ausgestaltung der zentralen Veranstaltung mit. Foto: ZIA

Unter dem Motto „Wie kann Resilienz gefördert werden?“ findet am Mittwoch, 13. März , von 13 bis 17 Uhr in der Stadthalle in Treuchtlingen ein überregionaler Fachtag zur Resilienzförderung statt, der sich an Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen, der Jugendhilfe, den Kindertageseinrichtungen sowie unterschiedlichen Beratungsstellen richtet.

Stress und Krisen gehören zum Leben. Ob wir verzweifeln oder gestärkt daraus hervorgehen, hängt von vielen Faktoren ab. Der Grundstein für die Art und Weise, wie Menschen mit belastenden Lebensumständen umgehen, wird bereits in der frühen Kindheit gelegt. Seelische Widerstandskraft ist dabei nicht angeboren, sondern braucht verschiedene Bedingungen und Voraussetzungen. Insbesondere das Konzept der Resilienz rückt hierbei in den Fokus. Mit Resilienz wird die Fähigkeit verstanden, mit belastenden Situationen und Krise umzugehen und sie erfolgreich zu bewältigen. Resilienz ist somit einer der wichtigsten Schutzfaktoren für die gesunde seelische Entwicklung. Das Konzept der Resilienz hat in den letzten Jahren eine breite Beachtung in Fachdiskussionen gefunden. Aufgrund der Aktualität des Themas kooperieren die Koordinierenden Kinderschutzstellen (KoKi – Netzwerk Frühe Kindheit) der Landkreise Weißenburg-Gunzenhausen, Eichstätt, Roth und der Stadt Schwabach. Die genannten Fachstellen haben sich deshalb zusammengeschlossen, um einen überregionalen Fachtag zu diesem Thema zu organisieren.

Den Organisatorinnen des Fachtags ist es dabei gelungen, Prof. Dr. Klaus Fröhlich-Gildhoff, den wohl führendsten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Resilienzförderung, als Hauptreferenten für die Veranstaltung zu gewinnen. Der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut ist Leiter am Zentrum für Kinder- und Jugendforschung der Evang. Hochschule Freiburg und entwickelt seit mehr als zehn Jahren entsprechende Konzepte zum Thema Resilienz.

Neben dem Fachvortrag von Prof. Dr. Fröhlich-Gildhoff wird anschließend in drei Workshops die Thematik mit dem Blick auf Kinder, Eltern und Fachkräfte vertieft und die konkreten Möglichkeiten der Umsetzung beleuchtet. Dafür konnten neben dem Hauptreferenten zusätzlich Corinna Lippert, Sozialpädagogin, Systemische Therapeutin, Integrale Eltern-Säuglings-/Kleinkind-Beraterin, und Jörg Mangold, Kinder- und Jugendpsychiater, Ärztlicher Psychotherapeut, Achtsamkeitslehrer als weitere Fachreferenten zur Vertiefung der Thematik gewonnen werden.

Gemeinsam mit den Teilnehmenden möchten die vier KoKis den Blick darauf richten, wie innere Stärke und seelische Widerstandsfähigkeit in der frühen Kindheit gefördert werden kann bzw. was Kinder von Anfang an brauchen, um den Herausforderungen des Lebens gewachsen zu sein. Hierzu werden wissenschaftlich gesicherte Grundlagen der Resilienzforschung vorgestellt.

Obwohl die Grundlagen von Resilienz in der frühen Kindheit angelegt sind, versteht sich Resilienz als dynamischer Anpassungs- und Entwicklungsprozess. Auch zu einem späteren Zeitpunkt können durchaus Resilienzfaktoren noch weiterentwickelt und gestärkt werden. Somit ist das Anliegen der Organisatorinnen  auch zu betrachten, was für Eltern und pädagogische Fachkräfte wichtig ist, um trotz Alltagsstress und Krisen gesund und handlungsfähig zu bleiben.

„Unser Anliegen ist aber auch zu betrachten, was für Eltern und pädagogische Fachkräfte wichtig wäre, um trotz Alltagsstress und Krisen gesund und handlungsfähig zu bleiben“ betont die Mitorganisatorin der KoKi Sandra Heuberger-Streb.

Allen Veranstaltenden liegt besonders das Thema am Herzen, wie Menschen seelisch gesund und glücklich bleiben können, getreu dem Motto Astrid Lindgrens und ihrer Pippi Langstrumpf „Lass Dich nicht unterkriegen. Sei frech und wild und wunderbar!“.

Für die Teilnahme an dieser Veranstaltung wird eine vorherige Anmeldung erbeten. Für Anmeldungen und weitere Informationen zum Fachtag steht die KoKi Weißenburg-Gunzenhausen unter Telefon (09141/902-188/-189), Fax: 09141/902-7188/-7189, E-Mail: koki.lra@landkreis-wug.de, gerne zur Verfügung.