Die Gaststätten von Gunzenhausen

Auflistung in „Alt-Gunzenhausen“

Welche ist die älteste Gaststätte in Gunzenhausen? Genau: das „Adlerbräu“-Gasthaus. Nachweislich wird dort seit 1564 Bier gezapft. Im Ranking folgt auf dem zweiten Platz das Gasthaus „Zum alten Rathaus“ (seit 1585), dahinter die „Bürgerstube“ (bis 1969), „Zum schwarzen Bären“ (bis 1951, heute Bäcker-Schmidt) und die „Post“ (sie wird von der Familie Arnold als Hotel Garni betrieben).

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Der Fränkische Hof um die Jahrhundertwende. Er wurde 1970 geschlossen und zu einem Lebensmittelmarkt umgebaut.

Lothar Hiemeyer nimmt sich im neuen Jahrbuch „Alt-Gunzenhausen“ des Vereins für Heimatkunde den Gastwirtschaften an, geht auf die Ursprünge der Gastronomie ein, liefert Kurzporträts von 67, die es vom Mittelalter bis 1945 gegeben hat und noch immer gibt. Der Leser erfährt, dass Wirte und Bierbrauer schon früh herrschaftliche Privilegien hatten. Viele von ihnen waren Ratsmitglieder oder Bürgermeister. Die wohl älteste und größte Herberge in der Stadt war die „Fürstenherberge“ (heute Zuber-Haus und dahinterliegendes Areal), die auch „Zum Wurm“ genannt wurde (nach seinem früheren Besitzer). Das älteste Stadtbuch von 1460 erwähnt bereits fünf Wirte. Sie waren u.a. die Gastgeber für Kaiser Maximilian I. (um 1500), den Schwedenkönig Gustav Adolf (1632), den Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe (1788) und Martin Luther (1518).
Einen gewaltigen Aufschwung für die Beherberger in der Stadt brachte natürlich der Eisenbahnbau (ab 1849). Mit der wirtschaftlichen Entwicklung vermehrten sich auch die Gasthäuser, aber selbst im 19. Jahrhundert regulierte der Magistrat noch ihre Häufigkeit. Nicht jeder Antrag hatte sein Wohlwollen. Zwischen den einzelnen Gasthäusern sollte ein gebührender Abstand sein. Und natürlich gab es auch noch moralische Bedenken. Beispielsweise blitzte der Schlossermeister Georg Beyer 1913 mit seinem Vorhaben ab, für sein Haus in der Bühringer-Straße 12 (heute „Lauterbacher“) eine „Conzessionserteilung zum Ausschank von Caffee, Wein und Liköre“ zu bekommen. Er wollte Damen als Kellnerinnen einsetzen, doch wegen ihnen hatte es andernorts öfter „Streitigkeiten und Raufhändel“ gegeben. Im Grunde galt die Regelung für die Konzessionserteilung novelliert bis 1945. Eifersüchteleien gab es auch damals schon unter den Wirten und gelegentlich gab es auch Beschwerden über ungleiche Behandlung durch die Polizei „wenn da bis in den tiefen Morgen fast täglich gezecht und getanzt wird“. Immerhin gab es auch Einigkeit unter den Wirten, die sich 1899 in der Gründung des „Gastwirte-Vereins“ ihren Niederschlag fand. Ein paar Jahre später, 1905, notierte die 5200-Einwohner-Stadt bereits 31 Gastwirtschaften und neun Schankwirtschaften. 1927 gab es sogar schon 44 Gasthäuser. Viele von ihnen sind inzwischen längst Vergangenheit, beispielsweise das Gasthaus „Zur Rose“ (bis 1970 von der Familie Gempel betrieben), das Gasthaus „Zum Storchen der Familie Fischer in der Bühringer-Straße (bis 1972) oder „Zum goldenen Lamm“ der Familie Wittmann am Marktplatz 28 (bis 1966/heute NKD).
Autor Lothar Hiemeyer erinnert an die gesellschaftliche Rolle der Gasthäuser, in denen sich die Gunzenhäuser traditionell zum Frühschoppen, zur Schlachtschüssel („mit gutem alten Stoff in der Wolfsschlucht“), zum Schafkopfen oder zum Faschingsball („Große Redoute bei gutbesetzter feiner Ballmusik“ in der Adler-Brauerei) trafen. Das Gasthaus war früher „das Wohnzimmer der einfachen Leute“. Der Geselligkeit hatten sich die Stammtischgesellschaften (beispielsweise „Grüner Kranz“ 1919 und „Unter uns“ 1926) verschrieben. In der Mitte des 19. Jahrhunderts schossen die Vereine nur so aus dem Boden. Sie hatten überall ihre Stammlokale. Im „Alten Rathaus“ waren der 1899 gegründete „Rauchclub Blaue Wolke“ und die „Dreizehner-Vereinigung“ (benannt nach dem 13. Infanterieregiment in Ingolstadt) heimisch.
Wenn sich auch nach 1945 viel geändert hat in der Gunzenhäuser Wirtshaushauskultur, es gibt schon noch einige traditionelle fränkische Gaststätten, zugegebenermaßen aber noch mehr Lokale mit italienischer, griechischer oder asiatischer Küche.

Jetzt schon für Seenland-Marathon anmelden!

Frühbucherrabatt bis Silvester – Gesundheit, Fitness und Spaß für 2015

Am 31. Dezember 2014 geht beim Seenlandmarathon die Phase der günstigsten Startgebühren zu Ende. Frühbucher können bis zum Neujahrsläuten bares Geld sparen und sich mit dem beliebten Landschaftslauf am Brombachsee ein Ziel für das kommende Jahr setzen.

Gute Vorsätze gibt es zum Jahresende viele. Mit dem Seenlandmarathon kann man gleichzeitig etwas für Gesundheit und Fitness tun und sich selbst ein besonderes Erlebnis gönnen. Dabei findet wirklich jeder ein passendes Ziel. So ist der Marathon zum Beispiel ein ehrgeiziges, sportliches Projekt und das Nordic Walking der Beginn eines aktiven und gesunden Lebensstils. Ein erster Schritt, um die guten Vorsätze in die Realität umzusetzen, ist die Anmeldung.

Disziplinen für Jedermann
Der Seenlandmarathon findet am 19. und 20. September 2015 in Pleinfeld am Brombachsee statt und bietet vielfältige Disziplinen für alle Altersgruppen. Große Sportfreunde haben die Wahl zwischen Marathon, Halbmarathon, Nordic Walking, Hobbylauf und Marathon-Staffeln. Der Nachwuchs kommt beim Bambini-, Schüler- und Hobbylauf auf seine Kosten.

Beliebter Landschaftslauf
Die Anmeldung ist seit Anfang Dezember möglich. Nur wenige Sekunden nach Öffnung des Meldeportals sicherten sich die ersten Läufer ihren Startplatz. „Anscheinend haben sich da einige Seenlandmarathon-Fans den Wecker gestellt“, so Veranstaltungsleiter Christian Weber. „Es ist immer wieder schön, bekannte Namen auf der Starterliste zu entdecken und zum Seenlandmarathon zu begrüßen. Gleichzeitig kommen jedes Jahr viele neue Gesichter hinzu. Toll!“

Teilnehmer loben besonders die beeindruckende Panoramalaufstrecke am Ufer des Brombachsees und die herzliche Unterstützung der Helfer. Die Nutzer des Laufportals marathon4you wählten den Seenlandmarathon im vergangenen Jahr sogar in die Bayerische TOP10 der beliebtesten Marathonläufe. Der Link zur diesjährigen Abstimmung sowie alle aktuellen Informationen sind auf der Internetseite www.seenlandmarathon.de zu finden.

Hier geht es auch zur Online-Anmeldung. Noch bis zum Silvesterabend können Teilnehmer mit den besonders günstigsten Startgebühren kräftig sparen und guten Gewissens auf das neue Jahr anstoßen.

Der SEENLANDMARATHON® ist ein Landschaftslauf rund um den Brombachsee mit Start und Ziel in Pleinfeld. Seit 2011 wird der SEENLANDMARATHON® von der Outdoor and Offroad Association International e.V. (OAI) ausgerichtet. BABOONS® ist Marken- und Rechteinhaber sowie Promoter dieser größten Sportveranstaltung in der Region Altmühlfranken. Der SEENLANDMARATHON® zeichnet sich durch die einzigartige Panoramalaufstrecke direkt am Seeufer sowie den breitensportlichen Charakter aus. Neben dem Marathon werden Marathon-Staffeln, Halbmarathon, (Nordic) Walking, Hobbylauf und Nachwuchswettbewerbe angeboten. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm rundet den Wettkampf ab, der rund 2.500 Teilnehmer und ein Vielfaches an Zuschauern nach Pleinfeld lockt.
Infos unter www.seenlandmarathon.de

Eisbahn ist bis 6. Januar geöffnet

Winter Eisbahn 3872x2592-025Noch bis zum 6. Januar ist die Eisbahn auf dem Gunzenhäuser Marktplatz geöffnet. Der Erfolg hat nicht nur Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, dem Ideengeber, sondern auch alle Stadträte und die beteiligten Stellen überrascht. Gerade in diesen winterlichen Tagen ist der Besuch der Eisbahn ein besonders stimmungsvolles Erlebnis, wie unser Foto zeigt.

2014 war ein Jahr der Veränderungen

Abschied vom Beruf und Neustart in der Politik

Seename

Zu Weihnachten ist auch noch dieser Wunsch in Erfüllung gegangen.

Ich grüße Sie zum Ausklang des alten Jahres und zum Eintritt in das Jahr 2015. Zurückzuschauen auf die letzten zwölf Monate, das gehört zum Jahreslauf. Für mich war das Jahr 2014 eine Zäsur, denn ich bin nach 50 Jahren im Erwerbsleben aus dem Beruf ausgeschieden. Wenn ich repliziere, dann kann ich mehr als zufrieden sein mit dem, was ich in dieser Zeit erlebt habe. Ich hatte als Redakteur des Altmühl-Botens einen interessanten Beruf, der mich mit vielen Menschen zusammengeführt hat. Die vielen Begegnungen haben mein Leben bereichert. Dass ich in den letzten 28 Jahren die Zeitung verantwortlich führen und gestalten durfte, war für mich eine erfüllende Aufgabe. Ich bin jeden Tag gerne in die Redaktion gegangen.
2014 war für mich Abschied und Beginn zugleich. Gestartet bin ich in meine neue politische Aufgabe, die mir mit der Wahl in den Stadtrat zugewachsen ist. Ich mache mir das Ehrenamt nicht leicht und schaue nicht unbedingt nach den Mehrheiten, wenn ich eine Idee habe, von der ich überzeugt bin, dass sie der Stadt Gunzenhausen dienlich ist. Danken möchte ich Bürgermeister Karl-Heinz Fitz für stets konstruktive und freundschaftliche Gespräche, aber auch die Kollegen im Stadtrat haben mich gut aufgenommen. Sie werden erleben, dass ich mich nicht damit begnüge, physisch präsent zu sein, sondern immer wieder neue Impulse gebe.
Nach Jahren des Stillstands kommt Gunzenhausen endlich in die Gänge. Der „Kulturherbst“ und die Eisbahn waren zwei Events, die wiederholt werden, denn sie sind ganz toll angekommen. So kann Gunzenhausen sein Image aufbessern. Die von mir angeregte „Seemeile“ wird 2015 auf die Schiene gesetzt und in den Folgejahren Zug um Zug nach den Vorstellungen der Bürger realisiert. Mitmachen können alle, wenn es darum geht, die Planung zu machen.
Auf den Stadtrat kommen viele Probleme zu. Viele werden von außen vorgegeben, andere Dinge können wir selbst bestimmen. Die unverbindliche Investitionsliste bis 2020 beläuft sich auf rund 20 Millionen Euro. Neben den „großen Brocken“ gibt es auch eine Reihe von eher kleinen Projekten, die wir angehen können. Zu denen zählt auch die Neuformierung der offenen Jugendarbeit, d.h. konkret die künftige Ausrichtung des Kommunalen Jugendzentrums. Dazu habe ich vom Bürgermeister ein gutes Signal vernommen. Er steht für den Aufbruch Gunzenhausens. Und das ist gut so! Allein die Nachrichten über die Bereicherung der gewerblichen Struktur und die geplanten Neubauaktivitäten im Gewerbegebiet Scheupeleinsmühle sprechen für sein permanentes und erfolgreiches Werben für Gunzenhausen als Gewerbestandort.
Wir durften erleben, wie der Marktplatz immer stärker als Eventbühne angenommen wird. Der „Kulturherbst“ und die Eisbahn sind Signale, wie es weitergehen kann. Ich bin dafür, dass wir nicht sofort, aber doch mittelfristig den Marktplatz stärker öffnen für die Gäste (und Kunden der Geschäfte). Beispielsweise könnte der mittlere Marktplatz von Mitte Juni bis zur Gunzenhäuser Nachkirchweih vom Durchgangsverkehr ausgenommen werden, um dort den Menschen eine noch schönere „Einkaufsbühne“ zu bieten. Ich stelle fest, dass unter den Geschäftsleuten ein Umdenken stattfindet, ganz sicher beflügelt durch die erfolgreichen Events des zu Ende gehenden Jahres. Jedenfalls sollten wir schon 2015 noch mehr Events auf dem mittleren Marktplatz planen und an diesen Tagen punktuell die Geschäftszone als einen Ort der Begegnung aufwerten.
Ich wäre dankbar, wenn Sie meine kommunalpolitische Arbeit weiterhin konstruktiv begleiten würden. In den letzten Monaten habe ich viel Zuspruch erfahren, nicht zuletzt auch dank meines „FalkTalks“, den ich alle acht Wochen als Wirtshausgespräch anbiete.
Allen, die mir bewogen sind, wünsche ich einen angenehmen Jahresausklang und im neuen Jahr alles Gute!
Werner Falk, Stadtrat der FDP in Gunzenhausen

Die Luna-Bühne im Januar

Programm beginnt am 10. Januar

Buehne 3872x2592Seit mehr als zwanzig Jahren gibt es in Weißenburg die „Luna-Bühne“ von Thomas Hausner (Foto). Sie war zunächst auf der Silbermühle daheim, seit einigen Jahren befindet sie sich in der Paradeisgasse 9 in der Weißenburger Altstadt. Hier können die Gäste Theater live erleben. Einer ist garantiert immer dabei: Intendant Thomas Hausner.  Jährlich bietet er an die 120 Veranstaltungen.  Im Internet gibt es auch das gesamte Programm zu sehen (lunabuehne.de/Telefon 09141/8744700). Karten gibt es aber auch beim Weißenburger Tagblatt und beim Altmühl-Boten. (www.reservix.de)

Das Programm für Januar:

10. Janaur, um 20 Uhr: „Määtschnik in se Är“ (Comedy-Magic mit Christopher Köhler)

11. Januar, 18 Uhr: „Mord an Bord“ (Theater mit 4-Gänge-Menü)

15. Januar, 20 Uhr: Kulturhäppchen (Kabarett-Theater mit Essen. Motto: „Winterliches“)

18. Januar, 18 Uhr: Mord an Bord2 (Theater und Dinner mit 4-Gänge-Menü, 39 Euro)

23. Januar, 20 Uhr: „Kennen Sie Goetze? (Fünf Szenen von Curt Goetz mit dem Laientheater „Weißenburger Bühne“

24. Januar, 19 Uhr: „Die 39 Stufen“ (Theater und Dinner, 4-Gänge-Menü, 39 Euro).

25. Januar, 18 Uhr: „Kennen Sie Goetz? (mit dem Laientheater „Weißenburger Bühne“

30. Januar, 20 Uhr: „Ois im Fluss“ (Musik-Kabarett mtiden „Isarschixn“

31. Januar, 20 Uhr: „Fränkisches Amtsgericht“ (24. Folge der humorvollen Verhandlung)

Die Weißenburger Brunnen

In der „villa nostra“ werden sie von Stadtarchivar Kammerl vorgestellt

villa nostra 3872x2592Eine Bestandsaufnahme der Brunnen, Denkmäle rund Skulpturen in Weißenburg findet sich im neuen Heft „villa nostra“ des Weißenburger Stadtarchivs. Reiner Kammel, der Leiter des Stadtarchivs, geht auf die Geschichte der Brunnen ein, die vor der Einführung der öffentlichen Wasserversorgung 1865 die Aufgabe hatten, das Trink- und Brauchwasser zu liefern. Zwei hölzerne Wasserleitungen führten das köstliche Nass zunächst vom Wülzburghang und von der Schönau in die Stadt. Nachgewiesen ist, dass es 1810 in Weißenburg 22 öffentliche und 155 private Brunnen gegeben hat, dazu den Stadtbach und fünf Weiher. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren bereits 370 der 870 Häuser in der Stadt an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen. Der Ausbau der Wasserversorgungseinrichtung ging voran, so dass 1865 die Willibaldsquelle eingespeist wurde, 1887 kam der erste Hochbehälter am rohrberg mit zwei Kilometer langer Leitung in der Stadt dazu. Die Steinriegelquelle bei Suffersheim war mit einer 12 Kilometer langen Leitung nach Weißenburg verbunden (1907), weitere Brunnen ergänzten nach nund nach das Wasservorkommen bis 1973 die Stadt an den Zweckverband Fränkischer Wirtschaftsraum.
Die öffentlichen Brunnen im Stadtbild liefern heute nicht mehr den so wichtigen Rohstoff für Menschen und Tier, dafür sind sie ein Schmuck für das Stadtbild. Autor Reiner Kammerl stellt den Lesern der „villa nostra“ (das Heft ist bei der Stadtverwaltung kostenlos zu beziehen). Aufführlich stellt er den „Schweppermannsbrunnen“ (an der Südseite des Gotischen Rathauses), den“Kaiser-Ludwig-Brunnen“ (in der Luitpoldstraße), den „Koppbrunnen“ (auf der Wied), den „Milleniumsbrunnen“ (nahe dem Ellinger Tor), den „Sparkassenbrunnen“, den Brunnen vor der Brauerei Schneider (Bachgasse) und viele weitere vor. Er erweitert den Rahmen sogar um die Denkmäler der Stadt (Bismarckturm, Wülzburg etc.)

Das ganze Kabinett war bei „Siebenkäs“

Weihnachtsfeier des bayerischen Staatsregierung in Pleinfeld

SeehofDie wenigsten wussten es im Vorfeld, dass das bayerische Kabinett seine Weihnachtsfeier im „Siebenkäs“-Restaurant von Ulrich und Edith Riedel in Pleinfeld abhalten würden.  Bürgermeister Markus Dirsch und der frühere Kultur-Staatssekretär Rudolf Klinger  (ein Pleinfelder) waren zur Begrüßung angetreten, um die Gäste in Empfang zu nehmen. Als letzter Gast trudelte Ministerpräsident Horst Seehofer ein, berichtete das Weißenburger Tagblatt, und gab die Order aus:  „Jetzt wollen wir erst einmal für uns beten“. Dne Gottesdienst in der St. Nikolauskirche hielten der katholische Pfarrer Dieter Bock, Kaplan Sturchio und der evangelsiche Pfarrer Uwe Bloch. Nach dem kirchlichen Programm servierte Christa Riedel den Gästen im Schlossgarten Glühwein und Plätzchen, danach waren die Regierungsmitglieder und ihre Frauen im Restaurant „Siebenkäs“, das Innenminister Joachim Herrmann dem MP vorgeschlagen hatte.  Die Crew servierte Holzinger Saiblingsfilet, Grießklößchen, Rehrücken mit Preiselbeerbirne und Spätzle, Zanderfilet im Lauchnest und um Schluss gab es noch ein Spekulatiuslsouffle.

Der Ministerpräsident war vollauf zufrieden und begeistert. Dem „Weißenburger Tagblatt“ vertraute er an: „In München ware das fünfmal so teuer gewesen, aber nur halb so gut.“ Horst Seehofer und seine Frau Karin stellte sich kurz vor dem Abschied mit der Crew von Ulrich und Edith Riedel zum Erinnerungsfoto. Schließlich passiert es ja nicht so oft, dass der bayerische „Regent“ mit seinem ganzen „Hofstaat“ in Pleinfeld auftritt.

Fremde in der Heimat

Filmfestival des Bezirks Mittelfranken vom 15. bis 18. Januar 2015

Der Bezirk Mittelfranken, der Bayerische Landesverein für Heimatpflege und das Filmhaus Nürnberg („KunstKulturQuartier“ in der Königstraße 93 in Nürnberg) wirken zusammen und veranstalten vom 15. bis 18. Januar „Heimat! Das Filmfestival“. Verschiedene Filme verschaffen einen Zugang zu einem altbekannten, aber immer wieder aktuellen Thema. img021Motive wie Heimat, fremdgewordene Heimat, Fremde, Migration, Menschen mit mehreren Heimaten und Integration werden aus unterschiedlicher Sicht gezeigt.  Von jeher waren Fremde in allen Filmgenres ein immer wiederkehrender Gegenstand.  Die Filmreihe präsentiert paradigmatische Filme zum Thema von den dreißiger Jahren bis heute, die jeweils von einem Experten vorgestellt und in den historischen Kontext gestellt werden. Im Anschluss an die Vorstellungen besteht die Gelegenheit zur Diskussion mit Fachleuten, Regisseuren, Schauspielern und Autoren.

Das Programm:

15. Januar, um 19 Uhr Eröffnung im Festsaal mit dem Film „Zu Hause“. Bezirksheimatpflegerin Dr. Andrea Kluxen führt in die Materie ein und danach wenden sich Bezirkstagspräsident Richard Bartsch und Prof Dr. Julia Lehner, die Kulturreferentin der Stadt Nürnberg, sowie Johann Böhm, der Vorsitzende des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege und Landtagspräsident a.D. an das Publikum. Der Kabarettist Django Asül hat einen Auftritt und danach gibt es einen Empfang.

16. Januar, um 15 Uhr im Filmhauskino (Kindervorstellung) „Lapislazuli – im Auge des Bären“, 17 Uhr: „Der Ruf“ und 20 Uhr „Das Geheimnis in Siebenbürgen“.

17. Januar, um 11 Uhr „Heiße Ernte“, 15 Uhr „Familie Villano kehr nicht zurück“, 15 Uhr „Lapislazuli – im Auge des Bösen“, 17 Uhr „Angst essen Seele auf“ und 19.30 Uhr „Als Großvater Rita Hayworth liebte“.

18. Januar, um 11 Uhr „Der verlorene Sohn“, um 15Uhr „Angekommen“, 15 Uhr „Lapislazuli – im Aug des Büären“, 17 Uhr „Gegen die Wand“, 20 Uhr „Frau Bu lacht“

Karten ( 3 Euro) können telefonisch reserviert werden (Filmhaus Nürnberg, Telefon 0911/231-7340).  Weitere Informationen gibt es auf Wunsch auchvon der Bezirksheimatpflege in Ansbach (Telefon 0981/4664-5002).

Parkraum gibt es nicht zum Nulltarif

Stadtrat hat die Entscheidung vertagt

Eigentlich wollte der Stadtrat von Gunzenhausen auf seiner vergangenen Sitzung über die Parkregelung auf dem Marktplatz und den angrenzenden Bereich diskutieren und entscheiden. Dazu ist es aber nicht gekommen, weil die SPD-Fraktion per Geschäftsordnungsantrag darauf aus war, das Thema abzusetzen. Auch die CSU-Stadträtin und Einzelhandelsverbands-Vorsitzende Erika Gruber hatte interveniert. Die FW hatten die „Brötchentaste“ ins Gespräch gebracht.

Trotz des Geschäftsordnungsantrags, das Thema abzusetzen, gab es eine dreiviertelstündige Diskussion über Formalien, aber auch über die Sache. Bürgermeister Fitz erklärte, die Sachlage sei in einem Vierteljahr nicht anders als heute und drängte auf eine Beratung. Mit 12:13 Stimmen von CSU und FDP zog er aber den Kürzeren.

Früher oder später wird es eine Änderung der Parkordnung auf dem Marktplatz geben. Das Thema darf nicht nur der dortige Einzelhandel vorgeben, auch die Meinung der Kunden ist gefragt. Die Geschäftsleute haben früher dafür gekämpft, die Parkzeit möglichst gering anzusetzen, um einen möglichst hohen „Durchsatz“ zu gewährleisten. Dass sie jetzt zu einer anderen Ansicht gelangt sind, ist ganz sicher darauf zurückzuführen, dass sie von ihren Kunden häufiger hören, die Zeit sei zu knapp bemessen. Deshalb der Vorschlag der Geschäftsleute, die Parkzeit maximal bis auf zwei Stunden auszudehnen.

Die Verwaltung der Stadt sind diesem Ansinnen mit ihrem neuen Entwurf gefolgt. Aber die Ausdehnung der Parkzeit geht natürlich nicht zum Nulltarif. Demnach soll die Gebühr für eine Stunde Parkzeit von 50 Cent auf einen Euro erhöht werden, folglich würde sie für zwei Stunden zwei Euro betragen. Möglich ist natürlich eine geringere Parkzeitvon einer halben Stunde (50 Cent) oder  von 12 Minuten (20 Cent), womit die „Brötchentaste“ als Gratisangebot eigentlich wegfällt, zumal ihre technische Umsetzung nicht einfach und nicht billig wäre.

Ich sehe nach der guten Resonanz des „Kulturherbsts“ und der Eisbahn die Stadt auf dem guten Wege das Projekt „Marktplatz vital“ zu realisieren. Das besagt auch, den mittleren Marktplatz mittelfristig von Mitte Juni bis nach der Kirchweih, also saisonal, stärker für Events zu öffnen und dafür den Durchgangsverkehr einzuschränken. In den Stadtratsfraktionen gibt es ganz klare Signale dafür. Der Wille der Konsumenten und der Gäste der Stadt ist genauso wichtig wie die Meinung der Geschäftsleute auf dem Marktplatz.  Jetzt bedarf es nur noch einer verbindlichen Regelung. Die sollte sich der Stadtrat für 2015 und die folgenden Jahre vornehmen.

Werner Falk, Stadtrat der FDP

Bürgermeister tanzt eine tolle Kür

Feststellung nach einem Dreivierteljahr

In der vergangenen Stadtratssitzung ist von mir die Berichterstattung im Altmühl-Boten aufgegriffen worden, in der von der Intensivierung der Kontakte zwischen der Stadt Gunzenhausen und der Kommunalen Allianz Altmühl-Mönchswald die Rede war.

Ich habe im Plenum erklärt:

Ich begrüße die Intensivierung der Zusammenarbeit von der Stadt Gunzenhausen mit den Gemeinden der Kommunalen Allianz Altmühl-Mönchswald und freue mich, dass es bereits erste konrete Maßnahmen gibt, die vereinbart wurden und bei denen es sich nicht nur um Worthülsen handelt. In meiner früheren Funktion als Redaktionsleiter des Altmühl-Botens habe ich mich bemüht, die ehemals nördlichen Gemeinden des Landkreises Gunzenhausen (Merkendorf, Wolframs-Eschenbach, Mitteleschenbach) sowie den benachbarten Orte Ornbau, Arberg, Unterschwaningen, Wassertrüdingen (mit den Ortsteilen Obermögersheim, Geilsheim und Altentrüdingen) mit in den Verbund des Fränkischen Seenlands einzubinden.

Das Vorgehen von Bürgermeister Karl-Heinz Fitz ist strategisch und perspektivisch richtig. Ich möchte ihn ermuntern, auf diesem Wege fortzufahren und mit seinen Kollegen im Norden ein gutes Verhältnis zu pflegen. Ein ebensolches wünsche ich mir auch zum Spalter Hopfenland (mit den früheren Landkreis-Gemeinden Fünfbronn und Enderndorf).

Wenn es um die Darstellung kommunaler Politik geht, dann wähle ich gern einen Vergleich mit dem Eiskunstlauf. Sowohl in der Kommunalpolitik wie im Eiskunstlauf gibt es in der „Pflicht“ nicht die meisten Punkte, wohl aber in der „Kür“.  Der „Kulturherbst“ und die Eisbahn sind zwei Events, die mich nach dem ersten Dreivierteljahr der Ära Fitz zur Aussage verleiten: „Unser Bürgermeister tanzt eine tolle Kür“.

Werner Falk, Stadtrat der FDP