Archiv: Allgemein

Unterstützung für „Kunstbesetztes Haus“

Regens-Wagner-Stiftung ist für jede Hilfe dankbar

RWVerstärkerDas „Kunstbesetzte Haus“ ist längst zu einem Begriff geworden in Gunzenhausen. Dahinter verbirgt sich das Haus der Regens-Wagner-Stiftung  an der Rotkreuz-Straße inGunzenhausen.  Auch in diesem Jahr werden sich die Menschen mit Behinderung, die dort betreut werden, an kulturellen Leben der Stadt beteiligen.

Für seine Veranstaltungen hat das Regens-Wagner-Haus jetzt eine Spende zweier Persönlichkeiten der Stadt bekommen, die vorne mitmischen:  Karl-Heinz Fitz, 2. Bürgermeister der Stadt Gunzenhausen, ist  1. Vorsitzender der“ Freunde und Förderer von Regens Wagner Absberg e.V.“, Jürgen Pfeffer, der Vorstand der Sparkasse Gunzenhausen , fungiert als 2. Vorsitzender des Fördervereins . Joachim Gamperling, stellvertretender Gesamtleiter von Regens Wagner Absberg, bedankte sich für die  Verstärkeranlage. Sie sorgt für den „guten Ton“ musikalischen Veranstaltungen, bei  religiösen Festen bis hin zum „Kunstsommer“, zu dem viele kommen.

Erworben wurde die Anlage bei Elektro-Höhn in Gunzenhausen. Rudolf Höhn brachte sich indirekt über einen Preisnachlass in die Spende mit ein.

Karl-Heinz Fitz (hinten rechts) übergab im Namen der Freunde und Förderer von Regens Wagner Absberg e.V. die Spende an das Team vom Regens-Wagner-Haus Gunzenhausen: (hinten links) Maria Mydla, Bereichsleiterin Wohnen, und (hinten Mitte) Joachim Gamperling, Stellvertretender Gesamtleiter von Regens Wagner Absberg, zusammen mit Bewohnerinnen.

Bauerntheater an der Leine

Kommentar von Werner Falk

Wäre der Prozess gegen den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff vor einem bayerischen Gericht, würden wahrscheinlich über das „bayerische Bauerntheater“ spötteln. So aber spielt sich das Verfahren bei den Niedersachsen ab, die allgemein als nüchtern gelten und somit nicht der bayerischen Lebensart  entsprechen.

Ich behaupte von mir, ein Verfechter des liberalen Rechtsstaats zu sein. Aber wenn ich die Tagespresse lese und verfolgte, was sich im und um den Prozess in Hannover alles abspielt, dann muss ich zweifeln, ob die handelnden Personen noch alle nach den Gesetzmäßigkeiten eines ordentlichen Gerichtsverfahrens handeln.  Die Staatsanwaltschaft bemüht sich seit Monaten, dem einstigen Bundespräsidenten Vergehen anlasten zu können, die sich im Laufe der Zeit alle als mehr oder minder nichtig erwiesen haben. Geblieben sind letztendlich nur die 750 Euro, die Wulff angenommen haben soll. Das ist herzlich wenig, gemessen an dem ganzen Aufwand und auch an den Kosten des Verfahrens.

Es ist auch für die Journalisten und die Medien in unserem Land kein Ruhmesblatt, dass sie sich – gleichsam wie eine Meute – auf das vermeintliche Opfer gestürzt haben.  Jedenfalls waren die märchenhaftesten Geschichten zu lesen. Zugegeben: Sie hatten alle Unterhaltungswert für Leser, Hörer und Fernsehzuschauer, mehr ist aber nicht geblieben. Ziemlich kleinlaut muss jetzt eingeräumt werden, dass  die ganze Hatz auf Wulff ein Medienhype war. Schließlich waren es nicht nur die „Leitmedien“ in Deutschland, die überzogen haben, das Thema hatten zudem selbst die Lokalredaktionen noch ausgewalzt. Es stünde den Kritikern an, ihr Verhalten zu hinterfragen. Aber das ist wohl zuviel verlangt. Es wird bald den nächsten Medienhype geben –  und wieder wird sich alles so abspielen wie gehabt. Wichtig ist, dass die Leute unterhalten werden, die Einschaltquoten hochgehen und die Auflagen der Zeitungen stabilisiert werden.

Ich komme zur juristischen Seite des Wulff-Prozesses. Mit Befremden nehme ich zur Kenntnis, wie sich der Richter verhält. Ich war bisher der Meinung, in einem laufenden Verfahren dürfe sich das Gericht nicht öffentlich zum Gegenstand und dem Verlauf des Verfahrens äußern, um nicht in den Verdacht zu geraten, irgendwie eine vorgefasste Meinung zu haben. Jetzt lese ich, dass sich der Richter Frank  Rosenow mit der Staatsanwaltschaft emotionale Auseinandersetzungen liefert, und das nicht nur im Gerichtssaal (wo es noch hinnehmbar wäre), sondern über die Medien. Ich verstehe, dass ihm das ganze Verfahren mit immer wieder neuen und fadenscheinigen Anträgen ziemlich auf die Nerven geht, aber von einem Richter erwarte ich, dass er sich im Griff hat zum Verfahren schweigt bis er das Urteil gesprochen hat. Danach darf er es begründen. Aber vorher hat er sich nach meinem Rechtsverständnis zurückzuhalten.  Auch die Staatsanwaltschaft sollte sich mit öffentlichen Äußerungen zurückhalten. Aber von dieser Seite sind wir ja in der Zwischenzeit auch allerhand gewöhnt, was nicht ganz korrekt ist. Wir erinnern uns an die spektakuläre Verhaftung des früheren Post-Managers Klaus  Zumwinkel und an die sonderbare Rolle des Staatsanwalts im Prozess gegen den „Wetteronkel“ Kachelmann.

Portal für Hofastronomen Simon Marius

Fränkischer Astronom entdeckte zeitgleich mit Galilei Jupitermonde

Der markgräfliche Hofastronom Simon Marius (1573 – 1624) entdeckte zeitgleich mit Galileo Galilei die vier großen Jupitermonde und publizierte seine Ergebnisse im Jahr 1614 in seinem Hauptwerk Mundus Iovialis, das damit auf 400 Jahre zurückblicken kann. Seine Leistungen würdigtMarius_Mundus-Iovialis_GUN_Schloer_4 das Simon-Marius-Jubiläum 2014, dessen Kernprojekt das 24-sprachige Marius-Portal www.simon-marius.net ist, das zukünftig alles von und zu Marius zusammen-führt.

Nachdem Galilei ihn des Plagiats bezichtigt hatte, war sein Ruf für Jahrhunderte beschädigt. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde klar, dass Marius unabhängig forschte und mathematisch und astronomisch auf dem Niveau von Galilei und Kepler arbeitete. Er war einer der ersten Astronomen weltweit, die sensationelle Entdeckungen am Himmel machten. Daher löste er sich bereits vom mittelalterlichen Weltbild, vertrat aber noch keinen Copernicanismus mit der Sonne im Zentrum, sondern ein geschicktes Zwischenmodell

Zweiter Höhepunkt nach der Auftaktveranstaltung am 10. Februar um 19 Uhr im Nicolaus-Copernicus-Planetarium Nürnberg mit dem Festvortrag von Prof. Dr. Hans-Ulrich Keller über „Simon Marius und das Zeitalter der Teleskopastronomie“ ist die öffentliche Freischaltung des Marius-Portals am 18. Februar um 10 Uhr im Staatsarchiv Nürnberg. Zu dem kleinen Festakt sprechen mit Dr. Margit Ksoll-Marcon und Dr. Rolf Griebel die bayerischen Generaldirektoren sowohl der Staatlichen Archive als auch der Staatsbibliothek, was die Bedeutung des Portals markiert.

Am Abend des gleichen Tags wird bei der Festveranstaltung in Ansbach der Herausgeber des Marius-Portals, Pierre Leich, über „400 Jahre Jupiterwelt von Simon Marius“ sprechen und am 21. Februar lädt im Simon-Marius-Gymnasium Gunzenhausen der Simon-Marius-Tag. Über 34 Vorträge, Ausstellungen und Exkursionen listet das Marius-Portal im Menü Veranstaltungen.

Förderung erhält das Projekt von der Staedtler Stiftung, den Städten Ansbach, Gunzenhausen und Nürnberg sowie dem Bezirk Mittelfranken und dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, weiterhin den Vereinigten Sparkassen Gunzenhausen, Leoni, N-Ergie, der Nürnberg Loge, Kaller & Kaller und NOSCC.

Putin ist klüger

Kommentar von Werner Falk

Wer in diesen Tagen die Weltpolitik aufmerksam verfolgt und sein Interesse dem Konflikt in der Ukraine zuwendet, der muss sich fragen: Ist der russische Präsident Putin klüger als die Politiker der vereinigten Linken in Deutschland? Die Antwort kann eigentlich nur lauten: Ja! Er hat den Menschen in seinem Nachbarstaat zwar 15 Milliarden Dollar an Hilfe (welche?) zugesagt, aber aber bisher Medienberichten nur drei Milliarden überwiesen, den Rest will er erst freigeben, wenn der Machtkampf in der Ukraine zwischen den prowestlichen und den prostlichen Kräften entschieden ist. Zugleich wird erklärt, Russland stehe zu seinen Zusagen. Die allerdings gelten nur für den Fall, dass sich eine russlandfreundliche Politik durchsetzt.  Und was machen unsere Politiker? Sie sind offenbar bereit, den Ukrainern die gleiche Summe zu geben, aber nicht erst nach deren Machtkampf-Ende, sondern schon vorher, um den „Demokratisierungsprozess“ und eine prowestliche Ausrichtung zu beschleunigen. So blauäugig können nur die politischen Gutmenschen sein! Die Erfahrung mit anderen Ländern, die ähnlich demokratische Versprechungen gemacht haben zeigt, dass Ankündigungen nicht gleichbedeutend sind mit Handeln. Im Klartext: Im Vertrauen auf finanzielle Hilfe versprechen sie dem Westen alles, doch sie tun dennoch, was sie wollen! Und das ist in den seltensten Fällen das, was sich die Helferländer erwarten.

Eine Kontrolle der Gelder findet ohnehin nicht statt. Es gehört wenig Phantasie dazu, zu vermuten, dass das Geld in dubiosen Kanälen landet. Am Beispiel der politischen und gesellschaftlichen Struktur Russlands lässt sich sagen, dass die Oligarchen von heute wohl ihren Wohlstand nicht mit eigener Leistung erwirtschaftet haben, sondern indem sie sich mit krimineller Energie an staatlichen Einrichtungen bedient haben, die nach der kommunistischen Lehre Eigentum des ganzen Volkes waren.

Die Ukraine ist das eine, Usbekistan das andere.  Von dort wird gemeldet, dass der 76 Jahre alte Präsident „unmenschlich, korrupt und totalitär“ (taz) regiert und jegliche Demonstrationen unterbindet. Amerikanische Quellen behaupten sogar, dort würde systematisch gefoltert.  Nach anderen Meldungen sind bei einem Volksaufstand 2005 viele hundert Menschen getötet worden. Sie fragen sich, was das mit Deutschland zu tun hat? Hier die Antwort: Die Bundeswehr hat in Usbekistan einen Luftwaffenstützpunkt, von dem aus sie Afghanistan anfliegt. Ich liege wohl nicht gänzlich falsch, wenn ich annehme, dass  die Bundeswehr ordentlich blechen muss für derlei freundliche Hilfe. Nur frage ich mich vor dem Hintergrund ähnlicher Fälle: Darf die deutsche Regierung ein Land wie Usbekistan unterstützen, das die Menschenrechte missachtet, das keine legalen Medien zulässt und die Opposition mundtot macht? (taz). Darauf sollte sich die Aufmerksamkeit der kritischen Medien richten. Wo bleibt hier die Stimme derer, die Menschenrechte einfordern?

Kann die notleidende Welt am Geld der Deutschen genesen?

Kommentar von Werner Falk

Es waren nicht die besten Noten, die der vormalige Außenminister Guido Westerwelle für seine Zurückhaltung im Libyenkonflikt erhielt und sich Deutschland im Weltsicherheitsrat der Stimme enthielt, während andere westliche Partnerländer für ein militärischen Einschreiten votierten und Soldaten nach Nordafrika schickten. Auch in diesen Tagen geht es wieder um militärisches Engagement Deutschlands im Ausland.  In Mali und in der Zentralafrikanische Republik sollen nach dem Willen der Großkoalitionäre Steinmeyer und von der Leyen deutsche Soldaten einrücken, um dort logistische und sanitätsdienstliche Unterstützung zu leisten.

Derzeit stehen 4250 Bundeswehrsoldaten im internationalen Einsatz. Afghanistan, Kosovo, das Horn von Afrika, die Küste des Libanon, Türkei, Mali, Uganda, Sudan und der Kongo sind die Orte deutscher Truppenpräsenz.  Der Außenminister und die Verteidigungsministerin wollen noch mehr Soldaten ins Ausland schicken. Aber ist die Truppe überhaupt dazu in der Lage?  Das darf bezweifelt werden, wie der jüngste Bericht des Wehrbeauftragten zeigt.  Demnach beschweren sich immer mehr Soldaten über gesundheitliche und psychologische Schäden nach Auslandseinsätzen und die Truppe klagt, dass die „Ruhezeiten“ zwischen den Einsätzen immer kürzer werden.

Die neue Ministerin will die Bundeswehr familienfreundlicher und attraktiver machen. Aber wie soll das gelingen, wenn der Druck auf die Truppe durch vermehrte Auslandseinsätze und ihre Folgen immer größer wird?  Dieser Widerspruch  scheint sie bisher wneig zu kümmern. Aber sie um Antworten nicht herumkommen.  Ich frage: Machen der Außenminister und die Verteidigungsministerin jetzt die Politik unter sich aus? Es wird Zeit, dass die Bundeskanzlerin endlich ein klares Wort sagt, denn sie war es ja schließlich, die das bisherige defensive Verhalten Deutschlands bestimmt hat. Wo bleibt ihre Richtlinienkompetenz? Erleben wir ein erstes Signal für die Nach-Merkel-Ära?

Heute Mali und die Zentralafrikanische Republik – und was kommt morgen? Die Verteidigungsministerin sagt, Deutschland könne nicht wegschauen, wenn auf der Welt Menschen unterdrückt würden und es Völkermord gebe. Wenn wir diesen Gedanken vervollständigen, dann müsste Deutschland zwangsläufig Helfer (militärische und zivile) in zig-Länder der Welt schicken, in denen Not und Elend als Folge von Stammesfehden oder Bürgerkriegen herrschen.

Können die notleidenden Teile der Welt an deutscher Hilfe (im Klartext: dem Geld des Steuerzahlers) genesen?  Und es muss die Frage erlaubt sein: Was machen eigentlich die anderen Staaten, denen es gut geht? Oder sind es wieder einmal nur wir Deutsche, die ein schlechtes Gewissen haben und glauben, späte Abbitte leisten zu müssen für das, was ein totalitäres Regime einst verbrochen hat?

Der Witz der Woche

Der Ehemann kommt vom Arztbesuch nachhause. Seine Frau fragt ihn: „Und was hat der Doktor jetzt bei dir festgestellt ?“ Der Ehemann antwortet:“ Der Doktor hat gsagt ich hätte ein Porzellansyndrom, was des is weiß ich nicht. Daraufhin ruft die Frau beim Doktor an und will von ihm wissen was ihr Mann hat. Der Doktor antwortet: „Das wollte ich ihrem Mann nicht so deutlich sagen, ihr Mann hat nicht alle Tassen im Schrank!“

Der Witz der Woche

Fragt ein katholischer Pfarrer seinen Kollegen: „Glaubst Du, wir leben noch, wenn der Zölibat abgeschafft wird?“
Die ehrliche Antwort des geistlichen Bruders: „Wir nicht, aber unsere Kinder.“

Und hier noch einer:

Ein Apotheker freut sich, im Januar den Kunden wiederzusehen, dem er vor Weihnachten eine Schlammpackung verkauft hatte. „Hat’s geholfen? Ist Ihre Frau davon schöner geworden?“ „Ja, zunächst schon“ antwortet der Mann etwas zögerlich, „ aber mit der Zeit ist alles wieder abgebröckelt.“

 Diethelm Schoen ist der Grandsigneur der FDP in Gunzenhausen. Der langjährige Studiendirektor am Simon-Marius-Gymnasium gehörte 41 Jahre dem Stadtrat an und gilt als der „Kulturpapst“ der Stadt.  Als Historiker ist er ein kenntnisreicher  Mann, aber er hat auch die Gabe eines vorzüglichen Witze-Erzählers.

Markenstrategien entwickeln!

Veranstaltung für Unternehmer am 6. Februar in Gunzenhausen

Wirtschaftsreferent Andreas Zuber von der Stadtverwaltung Gunzenhausen hat zu einem Unternehmertreff eingeladen, in dessen Mittelpunkt das Thema „Markenstrategien im Internet-Zeitalter“ steht. Termin ist der Donnerstag, 6. Februar, um 18.30 Uhr in der Stadthalle Gunzenhausen (Raum Altmühltal).  Zuber schreibt: „Ihre Kunden sind im Internet – Sie auch? Die digitale Revolution in vielen Märkten können wir nicht aufhalten, weil den Takt die Kunden vorgeben. Aufgeklärter denn je suchen sie im Internat-Zeitalter nach nützlichen Informationen, Lösungen und Unterhaltung. Was nicht spontan anspricht, das wird weggeklickt.“

Der Abend soll den Unternehmern die Marktchancen aufzeigen. Dazu kommen erfahrene Referenten, die Anforderungsprofile und Praxisbeispiele erfolgreicher Unternehmer vorstellen. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr, offiziell wird sie um 19 Uhr eröffnet. Dr. Konrad Weßner, Geschäftsführer der „plus marktforschung“,  spricht zum Thema „Kunden 3.0, Marketing 3.0“. Dr. Nikolas Beutin redet über die digitale Transformation n Vertrieb und Marketing und Hans-Dieter Niederprüm, der Geschäftsführer des Tourismusverbands Fränkisches Seenland,  erläutert die Markenstrategie des Fränkischen Seenlands. Klaus Herrmann von der AOK Mittelfranken geht das Thema „Informations- und Kommunikationsplattform vernetzt mit persönlicher Beratung“ an. Eine Podiumsdiskussion schließt sich an.

Kollmar-Stiftung stellt sich vor

Förderung der Berufsbildung im Brauwesen ist das Ziel

Stiftung Januar 2014Die Günther und Ingrid Kollmar Förderstiftung, die sich die Förderung der Jugendhilfe und Berufsbildung zum Ziel gesetzt hat, stellt sich der Öffentlichkeit nun auch im Internet unter www.kollmar-foerderstiftung.de vor. Dort können sich Interessierte über die Voraussetzungen für ein Stipendium und die Förderregion informieren und Antragsformulare downloaden. Pia Kollmar,  Vorstand der Stiftung, freut sich über kürzlich eingegangene Spenden. Anlässlich der stimmungsvollen Betriebsfeier  der Oettinger Brauerei ersteigerte die IT-Abteilung zwei Gemälde. Der Erlös von 200 Euro wurde an die Förderstiftung gespendet. Bei den beiden „Picassos“ handelt es sich übrigens um Werke der Oettinger Geschäftsführer, die für den guten Zweck zu Pinsel und Farbe griffen. Auch die Sparkasse Donauwörth bezuschusst die Stiftung mit einer Spende in Höhe von 2.000 Euro. Pia Kollmar dankt diesen und allen anderen Spendern und Unterstützern.

Foto: Die IT-Abteilung der Oettinger Brauerei spendet 200 Eur (von links): Andreas Miller, Judith Härtle, Günter Schäfer, Pia Kollmar (Kollmar Stiftung), Harald Hubel

Jetzt erschienen: „Der neue große Knigge“

Was im Umgang mit E-Mails, SMS und Handy zu beachten ist

„Über den Umgang mit den Menschen“ hatte 1788 Freiherr Adolph Franz Friedrich Ludwig Knigge seine Schrift betitelt. Seither ist der „Knigge“ millionenfach verbreitet worden. Jetzt gibt es wieder einmal ein neues „Benimmbuch“. Es stammt von Silke Schneider-Flaig und nennt sich „Der neue große Knigge“.

Die Kommunikationsregeln, die heute zu beachten sind, waren damals natürlich noch nicht bekannt, schließlich gab es noch keine Mitteilungen per E-Mail, Handy und SMS. DieKnigge „Anstandsdame“ von damals heißt heute „Netiquette“ (das Wort setzt sich aus Etikette und Netz zusammen).  Es gilt als nicht besonders seriös, wenn jemand als Mailadresse „Skihasi21“ angibt. Der Vorname und Name sollte schon daraus hervorgehen. Wer sich um eine Stelle bewirbt, der tut gut daran,  vorher Einträge im Internet zu löschen, die an seiner Seriosität zweifeln lassen. Denn: immer mehr Personalchefs schauen sich auf den Plattformen im Internet um. Wer im Gespräch mit anderen das Handy neben sich legt, der gibt zu erkennen, dass ihm die Anrufe wichtiger sind als der Gesprächspartner. Wer das Theater, Kino, den Gottesdienst oder eine Beerdigungsfeier besucht, für den ist das Abstellen des Handys sozusagen Pflicht. Als unhöflich gilt es, im Restaurant mit dem Handy zu telefonieren.

Gutes Benehmen ist nichts Antiquiertes, sondern gilt auch heute noch als wichtiger Karrierefaktor. Die Sprichwörter „Wie man isst, so ist man!“ und „Kleider machen Leute!“ gelten immer.  Ist jemand in das sprichwörtliche Fettnäpfchen getreten, dann empfiehlt der „Knigge“ ruhig zu bleiben und durch freundliches Agieren Feingefühl zu beweisen. „Höflichkeit ist wie die Luft im Reifen“, sagt ein weiteres Sprichwort. Sie kostet nichts und hält die Stöße ab.

Beim Besuch von Restaurants offenbart der Gast Anstand, wenn er wartet bis ihm der Ober einen Platz anbietet und er nicht gleich auf einen Tisch losstürmt und sich hinsetzt. Das ist höchstens in Fast-Food-Lokalen gestattet. In Wirtshäusern, die der Gast schon kennt (und wo er bekannt ist), muss er sich natürlich auch nicht anstellen. Das wäre nun doch etwas zuviel des Guten.

„Der neue große Knigge“, von Silke Schneider-Flaig (Gutes Benehmen und richtige Umgangsformen), 320 Seiten, Compact-Verlag, ISBN 978-3-8174-6862-1,   12,99 Euro.