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Dr. Neumann ist 2. Bürgermeister

19:5-Entscheidung zugunsten des SPD-Stadtrats

Der Stadtrat von Gunzenhausen hat den SPD-Stadtrat Dr. Hans-Peter Neumann zum 2. Bürgermeister gewählt. Er erhielt 19 von 25 Stimmen. Eine war ungültig, je eine entfielen auf Werner Falk (FDP), Erika Gruber (CSU) und drei auf Friedrich Kolb (CSU).

Die Wahl des 3. Bürgermeisters entschied Friedrich Kolb (CSU) für sich. Er erhielt im ersten Wahlgang 12 Stimmen, ebenso viele entfielen auf Peter Schnell (Grüne), eine bekam Dr. Werner Winter (FW). In der Stichwahl siegte Kolb mit 13 Stimmen vor Schnell mit 12 Stimmen. Mit Verärgerung nahmen die Grünen das Resultat zur Kenntnis.

Mit 24:1 Stimmen abgelehnt wurde der Antrag von Werner Falk (FDP), die Zahl der Ausschüsse auf vier zu reduzieren (Finanzausschuss, Bauausschuss, Kulturausschuss, Rechnungsprüfungsausschuss). Mit dem gleichen Ergebnis endete die Abstimmung über einen Falk-Antrag, drei Sitzungen des Stadtrats im Jahr in den Ortsteilen abzuhalten.

Die vierstündige Sitzung hatte mit einer ökumenischen Andacht in der Spitalkirche begonnen. Dekan Klaus Mendel und der katholische Stadtpfarrer Christian Koneczny gestalteten ihm gemeinsam.

Verabredungsgemäß wird die Stadtratssitzung mit der Besetzung der Ausschüsse am Donnerstag um 16 Uhr in der Stadthalle fortgesetzt.

Die konstituierende Sitzung war geprägt von einer überaus sachlichen Atmosphäre. Von keiner Seite gab es konfrontative Beiträge. Der Wille zur kooperativen Zusammenarbeit war erkennbar.

Auf Einladung des neuen Bürgermeisters trafen sich die Stadträte anschließend im Gasthof „Adlerbräu“ zu einem Umtrunk.

Unser Bild entstand bei der Vereidigung der neuen Gunzenhäuser Stadträte (von links): Monika Wopperer, Alfred Müller, Dr. Hans-Peter Neumann (alle drei SPD), Werner Falk (FDP), Jürgen und Gerald Brenner (CSU). 

„Walder Dorfladen“ vitalisiert das Leben im Gunzenhäuser Stadtteil

 Ehrenamtliches Engagement einer Projektgruppe

Wald (10)Wir haben den Rahmen geschaffen, das Bild dazu können wir nur gemeinsam malen.“ Mit diesem bildhaften Vergleich von Mareike Falk, der Projektleiterin des „Walder Dorfladens“ ist der dörfliche Treffpunkt eröffnet worden. In acht Wochen haben freiwillige Helfer die Räume der ehemaligen Bäckerei Horn in der Dorfmitte umgebaut. „Ich sehe, unser Dorf hat Zukunft. Und das macht mich stolz“, sagte Stadtrat und Ortssprecher Gerald Brenner. Die Projektgruppe „Walder Dorfladen“ ist nur eine von mehreren Initiativen, die im Rahmen des Dorferneuerungsprozesses tätig sind, der maßgeblich von Ingeborg Herrmann und Gerald Brenner befördert wird. Beide dankten Renate Schwarz, Hertha Kratz, Elise Kränzlein und Ernst Birke, die in den letzten vier Jahren die Versorgung durch den Dorfladen gewährleistet haben. Brenners Dank galt den Eigentümern Rosemarie und Joachim Horn, die ihre Räume gegen eine geringe Kostenpauschale überlassen.

Wald (8)Gäste der Eröffnung waren neben Bürgermeister Karl-Heinz Fitz auch Personalchefin Kathrin Schuster von der Sparkasse und Jürgen Zischler von der Raiffeisenbank, die beide nicht mit leeren Händen gekommen waren und dem Heimatverein Wald-Streudorf für das Projekt „Unser Dorf hat Zukunft“ jeweils einen Scheck überreichten. Carola Simm von der Zukunftsinitiative „altmühlfranken“ war ebenso zugegen wie Pfarrer Johannes Wagner und die Streudorfer Ortssprecherin Irene Dänzer. Die  Unterstützung der Stadt haben Sie“, versprach Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. Er äußerte den Wunsch, dass die Menschen in den Stadtteilen Wald und Streudorf, aber auch die durchfahrenden Passanten aus Arberg und anderen Orten den neuen Dorfladen so annehmen, dass er auch lange Zeit bestehen kann.

Konkretes zum Projekt, das in mehr als 400 ehrenamtlichen Arbeitsstunden eines motivierten Teams entstanden ist, teilte die Organisatorin Mareike Falk mit. Der Maler Roland Barthel, die Schreiner Marco Held, Roland Kleemann und Thomas Burger, der Kaminbauer Andre Ertel, der Fliesenleger Markus Schöppler sowie der Naturstein-Unternehmer Alexander Roll („Alpha Stone“) und vor allem die Grafikerin Doreen Herzig von der Agentur„Hinherzigzag“ aus Muhr, die alle Intentionen perfekt zu einem schlüssigen Werbekonzept geformt hat. Handwerkliche und organisatorische Hilfe haben Andreas Schwarz, Tina Roll, Annett Rienow, Wolfgang Ring, Katja Heimerl und Katja Rüger in reichem Maße beigesteuert.

Wald (5)Der geschäftliche Umfang des neuen „Walder Dorfladens“ geht über den reinen Verkauf von Backwaren der  Bäckerei Kleeberger hinaus. Die Frauen möchten in Zukunft auch selbstgebackenen Kuchen verkaufen und hoffen hier auf zahlreiche Backwillige. In den Regalen stehen fast nur Regionalprodukte, also Getreideerzeugnisse von der Kräutleinmühle, Säfte und Seccos von „hesselberger“, Käse von der Schmalzmühle, Wurst von der Metzgerei Lyrhammer aus Trommetsheim, Molkereierzeugnisse von Frankenland“, Weine vom Weingut Probst, welcher sagenhafte Weine in einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis anbietet Meerettich und Delikatessen von Hörrlein, Aufstriche von „Marmalädle“ in Irsingen und für das Bier der Brauerei Dorn aus Bruckberg hat Heiko Pfahler aus Wald das Etikett „Urlaub-Bier“ gesponsert. Für abwechslungsreichen Lesegenuss in der Kaminecke sorgt neben Zeitschriften ein öffentlicher Bücherschrank, wo man sich gegen Tausch eines Buches, eines mitnehmen kann. Ebenso eine nette Idee sind die Kleinkunstkisten von handwerklichen Kreativen aus der Region, wo man z.B. Selbstgenähtes, Gehäkeltes, aber auch Geschnitztes als Geschenkidee erwerben kann. Hier findet man auch teilweise fränkische Spiele des Spieleautors Fritz Gruber aus Wald. Wenn es personell zu schaffen ist, soll der Laden auch an einigen Nachmittagen die Gäste zu Kaffee, Eis, einem Feierabendbierchen oder -Weinchen einladen. Renate Schwarz, Annett Rienow, Claudia Looks und Katja Heimerl sind vorerst die Stammbesetzung. Mareike Falk blickt in die Zukunft: „Wir möchten auch gern eine Plattform für Workshops, Kaffeekränzchen, Näh- oder Stricknachmittage sein“.

Wichtig ist den Organisatoren der Hinweis, dass die Produkte im Dorfladen sich preislich nicht von anderen Läden unterscheiden, also nicht höher liegen. Die Verantwortlichen des Heimatvereins mit ihrer agilen Vorsitzenden Marion Schwarz bauen auf den sprichwörtlichen Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft – und auf Spenden. Als Eröffnungsangebot bekommt man in den ersten Wochen beim Kauf von Dorfladen-Gutscheinen im Wert von insgesamt 100 Euro, einen weiteren Gutschein in Höhe von fünf Euro geschenkt – somit erhalten eifrige Unterstützer fünf Prozent Ermäßigung auf ihren Einkauf.

Gruppenfoto (von links): Wolfgang Ring, Katja Rüger, Katja Heimerl, Gerald Brenner, Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Mareike Falk, Andreas Schwarz, Annett Rienow, Tina Roll und Pfarrer Johannes Wagner. Fotos: Falk

 Annett Rienow, Katja Heimerl, Mareike Falk im neuen Dorfladen, in dem es auch eine Lese-Ecke gibt.

 Renate Schwarz, Ernst Birke, Hertha Kratz und Elise Kränzlein haben in den letzten vier Jahren den Laden betreut.

Kathrin Schuster von der Sparkasse (links) und Jürgen Zischler von der Gewerbebank überreichten Schecks an Ortssprecher und Stadtrat Gerald Brenner und Projektleiterin Mareike Falk. 

Nordic Walking am Brombachsee nach dem „Leonardo da Vinci-System“

Rolf Gsänger vom „NW Brombachsee Team“  stellte das System vor

Der 8. NW-Kongress war in Bad Mergentheim. Das Team „Brombachsee Nordic Walking“ unter der Leitung von Rolf Gsänger stellte drei Systeme vor und war der Mittelpunkt bei diesem Kongress.

  1. Vorstellung des kompletten „Leonardo da Vinci-Systems“
  2. Konzept zur Ausbildung des „Kidscoach“ im Fränkischen Seenland
  3. Vorstellung des neuen NW-Park-Systems für Tourismus-Regionen und Kommunen

Für den Kidscouch, der erstmals im Herbst 2014 statt findet, meldeten sich beim Kongress bereits 174 Personen an. Die Ausbildung dafür wird in Zukunft im Fränkischen Seenland am Brombachsee sein. Zu dem Parksystem gibt es eine eigene Veranstaltung, ebenfalls vor Ort im neuen Park, am Brombachsee.

Der Nordic Walking-Sportpark auf der Badehalbinsel ist erst kürzlich von dem kreativen Sportmanager vorgestellt worden.

„Alle sprechen von Saisonverlängerung – wir tun es“, sagt Rolf Gsänger, den weltweit alle nur als „Surfsepp“ kennen.

Unser Foto: Gudrun Armstroff erklärte den Teilnehmern das System des Kinder-Nordic Walkings.

„Unser Kloster ist die Welt!“

Dillinger Franziskanerinnen stellen ihr Gemeinschaftsleben in Absberg vor

Am ersten bundesweiten „Tag der offenen Klöster“ können Interessierte wertvolle Einblicke in das Leben der Dillinger Franziskanerinnen in Absberg gewinnen. Am Samstag, 10. Mai 2014, öffnen die drei Schwestern um 15 Uhr die Tür zu ihrem Konvent im Herzen der Marktgemeinde Absberg. „Wir wollen zeigen, was Klosterleben heute bedeutet“, sagen sie und laden herzlich dazu ein.

Die Gemeinschaft der drei Dillinger Franziskanerinnen in einer „normalen“ Wohnung in der Hauptstraße 9 in Absberg könnte man als ein „Kloster der modernen Art“ bezeichnen. Schwester Regitta, Schwester Elisabeth und Schwester Regina-Maria teilen hier miteinander Leben und Glauben. Von ihrem Konvent ausTretbootfahrt 013 gestalten sie das religiöse Leben in der Einrichtung Regens Wagner Absberg und in der Pfarrgemeinde Absberg mit. „Wir möchten bewusst machen, dass das Leben in einer Ordensgemeinschaft erfüllend und spannend ist“, so Schwester Regitta. „Wir wollen neugierig machen, und wir sind für Fragen offen“, ergänzt Schwester Elisabeth. Ein wichtiges Thema an ihrem Tag der offenen Klöster wird auch die Franziskanische Lebensweise sein, die sich beispielsweise in gelebter Gastfreundschaft ausdrückt. „Wer an der Tür läutet, ist herzlich willkommen“, verdeutlicht es Schwester Regitta. Die Tür des Absberger Konventes öffnet sich gerade auch an Tagen wie Weihnachten für Menschen, die alleine sind. Die Dillinger Franziskanerinnen in Absberg sind offen für die Nöte der Zeit. Die Ordensgemeinschaft der Kongregation der Dillinger Franziskanerinnen wirkt in einer langen Tradition: 1241 ist sie in Dillingen/Donau entstanden. Weltweit gibt es derzeit etwa 725 Schwestern in sieben Provinzen: in Deutschland, Brasilien, Nordamerika und Indien.

Der „Tag der offenen Klöster“ bei den Dillinger Franziskanerinnen in Absberg wird in ihrem Konvent in der Hauptstraße 9 um 15 Uhr mit einer „Ankommrunde“ bei Kaffee und Kuchen beginnen. Um 15.30 Uhr geht es weiter mit persönlichen Berichten zum Berufungsweg und Einblicken in das Ordensleben. Um 17 Uhr laden sie zum gemeinsamen Abendgebet ein. Ab 17:30 Uhr findet ein gemütliches Beisammensein mit Imbiss statt.

Unser Foto: Sie wagen geschwisterliche Gemeinschaft in der Nachfolge des Heiligen Franziskus: die drei Dillinger Franziskanerinnen in Absberg: (von links) Schwester Regina-Maria, Schwester Elisabeth und Schwester Regitta. Ihr Leben stellen sie am ersten „Tag der offenen Klöster“ vor.

Was ist uns wieviel wert?

Gedanken zu nachhaltiger Lebensmittelwirtschaft von Robert Prosiegel

Unser Leben wird aktuell sehr stark vom Preis dominiert. Die Zahl der Menschen, die über soviel finanzielle Mittel verfügen,  dass ein Preis, egal wie hoch, keine Rolle spielt, bewegt sich  wahrscheinlich im einstelligen Prozentbereich. Wie sieht es aber aus, wenn es um den Wert geht?Pros

Ist Preis und Wert unterschiedlich?

Nehmen wir als Beispiel eine Flasche Wasser. Im Supermarkt ist der Preis, je nach Größe und Marke,  Zwischen ca. 50 Cent und 2 Euro.

Und der Wert der Flasche Wasser?

Der wird sichtbar, wenn ein Mensch in der Wüste am verdursten ist –   da ist der Wert hoch. Oder der Regen nach einer Trockenphase. Der Wind für ein Segelschiff. Die Sonne mit ihrer Wärme und Energie.  Das Wachstum der Pflanzen. Die Zellerneuerung unseres Körpers .Der Hauch des Lebens. Liebe,  Vertrauen, Dankbarkeit, alles Geschenke , die einen Wert haben.

Und wo bleibt der Preis? Warum kosten 100 g Schnitzel im Supermarkt 39 Cent und wo ist hier der Wert? Dieser Preis für das Supermarktschnitzel hat Auswirkungen. Zuerst denken Verbraucher: „Oh, das ist ein Preis bei dem ich spare!“ Irgendwann denken sie darüber nach, wie dieser Preis zustande kommt.

Wie kann damit der Landwirt Geld verdienen? Ist es dadurch notwendig, dass immer mehr Schweine auf immer weniger  Platz, immer schneller „produziert“ werden? Was bedeutet das für die Tiere, für die Natur und die Menschen? Wird damit der Wert von Tier und Natur und der Wert der Arbeit von  Landwirt und Metzger honoriert?

Der Preis für Biolebensmittel erweist sich manchmal als Hürde, die zu hoch ist.  Der Preis für das neueste I-Pad als notwendig, genauso notwendig wie  der Preis für Breitreifen, Markenklamotten und Designerbrillen. Also stellen wir jetzt den Wert gegenüber.

Was ist uns unsere Gesundheit wert? Was ist uns unsere Natur wert? Was ist uns das Wohlergehen der Tiere wert? Wenn wir bei diesen wertvollen Aspekten des Lebens Abstriche machen  und für Schnitzel 39 Cent pro hundert Gramm ausgeben, kann der Preis  für Luxusgüter mehr sein.

Die Frage ist, wollen wir das wirklich? Wollen wir zur Ausbeutung der Natur beitragen? Wollen wir die Massentierhaltung unterstützen, in der die Tiere kein  Tageslicht und keine Sonne sehen?

Wollen wir riesige Monokulturen, durch die natürliche Vielfalt  zerstört wird?

Jeder von uns trifft jeden Tag eine Entscheidung,  bewusst oder  unbewusst, ob wir uns fremd bestimmen lassen, oder ob wir selbst  bestimmen was die Auswirkungen unseres Denkens und Handelns sind.

Robert Prosiegel

Sothmann: „Wir stehen zur Energiewende“

Erklärung des LBV-Vorsitzenden im Magazin „Vogelschutz“

Der Landesbund für Vogelschutz steht hinter der Energiewende im Land, wenn sie naturverträglich nach den Zielen der Biodiversitätsstrateiee umgesetzt wird. Das verspricht Ludwig Sothmann, der Landesvorsitzende in der neuen Ausgabe des Magazins „Vogelschutz“ (2/2014). Er kritiert, dass bereits installierteFitznerSothmann 10.09.2012 19-06-11 Windkraft nicht genutzt wird, weil die Netzkapazität zu gering ist und deshalb nicht bis zum Verbrauer gelangt.

Von der Bundesregierung vordert er einen Masterplan der langfristigen regenerativen Energieversorgung. Dazu gehört die Forschung und „massive Förderung“ von moderner Speichertechnik.

Mit den Demonstranten (Sothmann spricht von „Energiewutbürgern“) fragt sich auch der LBV-Chef, ob die vorgeschlagene Leitung auf der Trasse von Lauchstädt in Thüringen bis Meitingen bei Augsburg sein muss.  Er will klarstellen, dass die Leitung für den Transport von mindestens 80 Prozent regenerativ erzeugten Stroms benötigt wird. „Es darf nicht sein“, so Sothmann, „dass hier durch die Hintertür die klimaschädlichste Energiequelle Braunkohle zur Freude der Stromkonzerne für die nächsten 30 Jahre im Netz bleibt“.

Der Landesvorsitzende äußert in der Mitgliederzeitung zugleich seine Zufriedenheit mit der Staatsregierung, die eine Biodiversitätsprogramm Bayern 2013“ auf den Weg gebracht hat. Allerdings verlangt er mehr Geld als die Regierung bereitstellen will. „Uns sterben die Arten unter den Händen weg“, klagt er und verweist auf die Gründe, die von schädlichen Subventionen bis zum Flächenverbrauch reichen. Von Umweltminister Dr. Marcel Huber verspricht sich Sothmann durch die Umschichtung von Finanzmitteln mehr Spielraum für den Artenschutz: „Die Sicherung von Arten und Lebensräumen soll eine neue Qualität bekommen. Ein entscheidender Schritt nach vorne ist getan.“

Ludwig Sothmann erwartet, dass die Kofinanzierung der sieben LBV-Gebietsbetreuer (am Altmühl- und Brombachsee ist dies die Umweltingenieurin Verena Auernhammer) durch den Europäischen Sozialfonds ESV auch nach dem 1. April 2015 weitergeht. „Ein Ende“, so der  Landeschef, „wäre fatal für den Naturschutz in Bayern“.

Unser Foto: Ludwig Sothmann (links) mit Roland Fitzner, dem Bürgermeister von Muhr am See. Der Kommunalpolitiker hat das Altmühlsee-Informationszentrum (AIZ) initiiert, in dem sich auch das LBV-Naturschutzzentrum befindet.

Vom Leben der sympathischen Landfrau Susanne Krafft

Zeitschrift „Landfrauenküche“ im Buchhandel erhältlich

Krafft Titel 2915x2208Die „Landfrauenküche“ ist eine der populärsten Fernsehsendungen im Vorabendprogramm. Man kennt sie nicht nur in Bayern, auch in anderen Ländern läuft sie mit Erfolg.

Mit von der Partei war im letzten Jahr Susanne Krafft vom Schlossgut in Polsingen. Die sympathische Frau präsentierte sich als prima Botschafterin Altmühlfrankens.  Sie und ihr Mann Hartmut haben das Gut 2003 erworben und 18000 Apfelbäume gepflanzt. Zu den 14 Sorten zählen Pinova, Rubinette, Red Falstaff oder Topaz. Das sind neue Namen, im Geschmack sind sie noch besser wie die alten Sorten. Am 12. Oktober präsentieren sie sich mit ihrem Apfelfest der Öffentlichkeit, am 28. Oktober ist das Kürbisfest. Tausende von Menschen kommen zu diesen Events.

Übrigens: Bei ihrem TV-Auftritt tischte Susanne Apfelpastete an Roten Beete-Apfelmus, Salat und Walnuss-Baguette als Vorspeise, dann Rouladen vom Gallowayrind mit Kürbisnockerl und karamelisierten Tomaten als Hauptspeise und schließlich ein Apfelstrudeleis  mit Kürbiswaffeln als Nachtisch auf (siehe Foto).

Im Verlag „LandIdee“ (Ismaning) ist jetzt der Titel „Landfrauenküche“ erschienen. cheferedakteurin Katrin Temel und ihr Reporterteam haben alle sieben bayerische Landfrauen besucht und bringen in der Zeitschrift (4,80 Euro im Buchhandel)  mehrseitige Porträts von ihnen.  Sie stellen regionale Rezepte vor und geben einen Einblick in ihre Arbeit auf dem Bauernhof. Daniel Reiter hat dazu sehr schöne Fotos gemacht.

Unser Fotos zeigten die sympathische Susanne Krafft aus Polsingen als Obstbäuerin, das Titelbild der BR-Zeitschrift  „Landfrauenküche“ und ihr darin abgebildetes Hauptmenü mit Rouladen vom Gallowyrind mit Kürbisnockerln und karamelisierten Tomaten.

Freundeskreis Synagoge Hainsfarth präsentiert sich mit attraktivem Jahresprogramm

Veranstaltungen zur jüdischen Kultur

Mit einer Reihe von interessanten Vorträgen wartet der „Freundeskreis Synagoge Hainsfarth“ in diesem Jahr auf.  Zum Auftakt war Dr. Josef Schuster, der Präsident des Landesverbands der Israelitischen Kutusgemeinden in Bayern, zu Gast.

IMGP0585„Grabsteine erzählen Geschichte“ ist eine Exkursion zum jüdischen Friedhof in Hainsfarth betitelt, die am Sonntag, 18. Mai, um 14 Uhr angesetzt ist. Fachkundige Begleiter sind Sigi Atzmon aus Nördlingen und Rolf Hofmann aus Stuttgart. Es ist ein Gebot des Anstands, dass die Männer nur mit Kopfbedeckung erscheinen.

Am 22. Mai, um 19 Uhr wird ein Schülerkonzert des AEG Oettingen geboten. Unter der Leitung von Günther Simon spielen die Schüler Ausschnitte aus den Abiturprogrammen.

„Tanz unter dem Galgen“ heißt es am Montag, 26. Mai, um 9 Uhr, wenn Werke von Mendelssohn und anderen Klassikern erklingen. Die Texte präsentieren Sprecher des Bayerischen Rundfunks, die Musik kommt von Talia Or und Eva Pons.

Dem christlichen Widerstand gegen Hitler ist ein Lese-Abend am Dienstag, 8. Juli, um 20 Uhr gewidmet. „Gott will Taten sehen“, dieses Buch von Margot Käßmann wird von Jovita Dermota, der Inhabern des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst, gelesen.

Chorische und solitisches Gesänge unter dem Titel „von Brahms bis Bartok“ sind am Sonntag, 13. Juli, um 11 Uhr zu hören. Der Kammerchor der Rieser Musikschuöle singt unter der Leitung von Thorsten Roth.

Ein Sommerkonzert der „LöpSingers“ ist am Sonntag, 20. Juli, um 19 Uhr in der Synagoge. 53 Sängerinnen und Sünger aus allen Gegenden des Rieses gehören dem Pop- und Rockchor an. Das Repertoire umfasst sowohl sanfte Liebeslieder wie auch jazzige Melodien.

„Frauen im Judentum“ ist das interessante Thema einer Begegnung mit der Rabbinerin Dr. Elisa Klapheck am Dienstag, 9. September, um 19.30 Uhr.  Die Vortragende ist eine von vier Rabbinerinnen in Deutschland. Sie gilt als liberal. Aus ihrer Feder stammt die Biographie über die erste Rabbinerin Regina Jonaus, zudem hat sie die Gebete von Bertha Pappenheim veröffentlicht.

Einen „Tag der europäisch-jüdischen Kutlur“ gibt es am Sonntag, 14. September, von 14 bis 18 Uhr. Kreisheimatpfleger Herbert Dettweiler  begleitet die Besucher auf dem Rundgang, Sigi Atzmon und Hermann Kucher führen sie zum jüdischen Friedhof.

Weitere Informationen zum Freundeskreis gibt es im Internet (synagoge-hainsfarth.de).  Wie der Vorsitzende Sigi Athmon mitteilt, kann die Synagoge außerdem jederzeit von Gruppen gegen Voranmeldung besucht werden.

Neu: „Ökumenischer Pilgerweg“

51 Kilometer von Heidenheim nach Eichstätt

Pilgerweg 3319x1570 Mit Dr. Anne Müller hat das „Kloster Heidenheim“ eine Kulturmanagerin, die Impulse gibt für die kulturelle Arbeit, die mit der Vitalisierung des ehemaligen Benediktinerklosters verbunden sind. Am Samstag, 17. Mai, ist beispielsweise die erste große Wanderung auf dem „Ökumentischen Pilgerweg“, der sich von Heidenheim bis Eichstätt (51 Kilometer) erstreckt. Treffpunkt ist um 11 Uhr am Bahnhof in Treuchtlingen (Rückkehr ist mit Bus organisiert/Kontakt: anne.mueller@elkb.de). Von dort aus geht es nach Suffersheim zum „Schneckenhaus Gottes“, wie die St. Gundhildiskapelle auch genannt wird. Dass sie heute von vielen Pilgern aufgesucht werden kann, das ist hauptsächlich ein  Verdienst von Heinz Ottinger aus Weißenburg, dem Initiator des Kirchenbaus. Er hat mit engagierten Weggefährten, darunter dem Weißenburger Architekten und  Städteplaner Prof. Johannes Geisenhof,  die Kapelle als Vorsitzender des Fördervereins 1993-95 erbaut.

Im Heidenheimer Kloster stellte Heinz Ottinger zusammen mit dem Eichstätter Domvikar Reinhard Kürzinger und Dekan Klaus Kuhn den neuen „Ökumenischen Pilgerweg“ der Öffentlichkeit vor. Natürlich werden nur die wenigsten Pilger den Weg in Gänze gehen. Jeder kann sich nach Belieben eine Etappe aussuchen. Der Weg istmit einem gelben Logo markiert, auf dem die Türme des Heidenheimer Münsters abgebildet sind. Die erste Tour führt von Heidenheim nach Markt Berolzheim (10 km), die zweite nach Schambach (12 km), die dritten nach Bieswang (14 km) und die vierte nach Eichstätt (15 km). Außerdem gibt es noch einen „Schlaufenweg“, der von Solnhofen nach Bieswang führt 87 km).

Auf dem Weg begegnen dem Pilger das Naturdenkmal „Steinerne Rinne“ bei Wolfsbronn, oberhalb von Markt Berolzheim bietet sich ein herrlicher Panoramablick ins Altmühltal, die Sola Basilika in Solnhofen kann angesteuert werden, in Pappenheim lädt die Weidenkirche ein und in Suffersheim die St. Gundhildiskapelle bevor es zum Endpunkt, dem Eichstätter Dom, geht.

Heinz Ottingers Wunsch: „Der Weg kann vom Getrennsein zu einem Miteinandergehen führen.“

Von Pontius zu Pilatus

Die Bibel erklärt fast alltägliche Redewendungen

Pontius 1928x2242Redewendungen verraten viel über die Vergangenheit und haben sich über viele Jahrhunderte bis heute im täglichen Gebrauch bewahrt. Oft sind sie uns nur vage bekannt, bei anderen können wir die Bedeutung kaum noch entschlüsseln. Gerade das Christentum hat die westliche Zivilisation geprägt. Da verwundert es kaum, dass zahlreiche Redewendungen der Bibel entnommen sind.

Im Adamskostüm dastehen oder eine Hiobsbotschaft bekommen – hier tritt der biblische Kontext deutlich hervor. Andere lassen sich nicht so offensichtlich zuordnen: Oder hätten Sie gedacht, dass ein Auge auf jemanden werfen oder auf keinen grünen Zweig kommen Sprüche aus der Bibel sind, die sich im Laufe der Zeit als Redewendungen in unsere Sprache eingefunden haben?

Gerhard Wagner lässt Sie nicht weiter im Dunkeln tappen und erklärt in diesem Buch kurzweilig und unterhaltsam die Hintergründe und Bedeutungen zahlreicher Redewendungen biblischen Ursprungs.

„Von Pontius zu Pilatus“ (Redewendungen aus der Bibel) von Gerhard Wagner; 160 Seiten mit rund 80 Abbildungen; ISBN 978-3-8062-2906-6; 14,95 Euro; Theiss-Verlag.