Archiv: Falk-report

Ziel war die Burg Abenberg

Weitere Station der „Samstagsexkursionen“

Im Rahmen seiner Reihe „Samstagsexkursionen“ besuchte  der Verein für Heimatkunde Gunzenhausen mit seinem Vorsitzenden Werner Falk die Burg Abenberg. Im Haus fränkischer Geschichte begaben sich die Teilnehmer mit der ausgesprochen sachkundigen Führerin Frau Engl auf eine lebendige „Zeitreise durch Franken“ vom Mittelalter bis heute: Wie kann man sich das Leben im Mittelalter vorstellen? Wie entwickelte sich Franken in der beginnenden Neuzeit? Wie wirkten sich Reformation, Bauernkrieg und 30-jähriger Krieg auf die Bevölkerung aus?

Bei der Entdeckungstour durch das Klöppelmuseum, die einzelne Teilnehmer unternahmen,  waren einzigartige Kunstwerke der Spitzenkunst zu sehen.  Nach der Burgführung trafen sich die Teilnehmer im Landhaus Kaiser, wo sie bestens bewirtet wurden. Unser Foto zeigt einen Teil der Gruppe auf dem einstigen Ritterplatz, der heute noch Schauplatz mittelalterlicher Kultur ist und der gerne von Konzertagenturen für ihre Events genutzt wird.

Leicht und süffig

Spalter Stadtbrauerei stellte das Gunzenhäuser Kerwabier vor

Das Spalter Bier ist als ein hopfenbetonter Gerstensaft bekannt. Bei der Auswahl eines Kirchweihbiers, das den Geschmack einer breiten Masse von Konsumenten fallen soll,  achten Braumeister Uwe Schulz und seine Kollegen darauf, dass auch der Malzgehalt stimmt und der Alkoholgehalt nicht zu hoch ist. Schließlich sollen die Kerwagäste nach dem Gusto von Brauereichef und Bürgermeister Udo Weingart lieber noch eine zweite Maß trinken ohne in Gefahr zu geraten, nach dem Kirchweihbesuch müde darniederzuliegen.

Die Präsentation des Kirchweihbiers gehört inzwischen zum festen Ritual des Gunzenhäuser Volksfests. Das war früher schon so, als die Tucherbräu aus Nürnberg ihren Gerstensaft an die Altmühl lieferte. Nun ist die Spalter Stadtbrauerei als eine regionale Braustätte an der Reihe. Sie enttäuscht ihre Auftraggeber und Kunden nicht. Im schönen Garten des Posthotels der Familie Arnold prangte das Logo der Brauerei und daneben waren die Bierflaschen mit Sonderetikett „Gunzenhäuser Kerwabier“ aufgereiht. Sie sind ab jetzt im Getränkehandel als Geschenkpräsente in ansprechender Verpackung erhältlich und natürlich werden sie auch kistenweise verkauft.

Nach dem Geschmack der Gäste, darunter Gambrinus Claus Karl und Festplatzorganisator Timo Zöllner (von der Festwirtsfamilie Wittmann war niemand zugegen), ist das Kirchweihbier eine angenehme Kombination von Hopfen und Malz. Und es ist nicht ganz so alkohollastig, wie es im allgemeinen Sud hergestellt wird. Unter den Gunzenhäusern weilte auch die  Spalter Bierkönigin Johanna Merkenschlager. Die neue Repräsentantin „ist gesellig, charmant, schlagfertig und trägt unsere Bierprodukte im Herzen“, lobte Bürgermeister Udo Weingart die 27-Jährige anlässlich ihrer Wahl. Als Spross einer Hauslacher Hopfenbauernfamilie ist ihr die Leidenschaft für die grünen Dolden und der süffigen Spezialitäten schon in die Wiege gelegt worden.

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz und der für die Kerwa zuständige Touristikchef Wolfgang Eckerlein dankten den Mitwirkenden der Kirchweih und stellten in groben Zügen das diesjährige Programm vom 7. bis 15. September vor.

Das Team von den Gastwirten Josef und Yvonne Arnold tischte den Gästen die vorzüglichen Gunzenhäuser Bratwürste auf. In der angenehmen Atmosphäre des Biergartens waren sich alle einig: Das Kerwabier ist ist super!

WERNER FALK

Zwischen Konkurrenz und Gemeinschaft

Kreisjugendfeuerwehrtag in Pappenheim

Der Höhepunkt im Kalender eines jeden Jugendlichen aus der Jugendgruppe ist der jährlich stattfindende Kreisjugendfeuerwehrtag, an welchem auch die Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Gunzenhausen dieses Jahr wieder mit sieben Jugendlichen teilnahmen.

Kreisjugendfeuerwehrtag – das bedeutet Spaß, Action, sportliche Wettkämpfe, neue Kontakte knüpfen – einfach ein besonderes Erlebnis. Nachdem im Gerätehaus in Gunzenhausen alles nötige für das Wochenende eingepackt wurde, machte sich die Gruppe erwartungsvoll auf den Weg. Für rund die Hälfte der Jugendlichen der Feuerwehr Gunzenhausen war es nämlich der erste Kreisjugendfeuerwehrtag.

Pappenheim war Austragungsort

Ausgetragen an jährlich wechselnden Orten, war dieses Jahr das schöne Pappenheim an der Reihe. 36 Jugendgruppen aus dem gesamten Landkreis nahmen teil. Erste Kontakte wurden bereits beim Zeltaufbau und der Rallye durch Pappenheim geknüpft. Bei dieser setzte sich die Jugendgruppe der Feuerwehr Gunzenhausen an 9 verschiedenen Stationen, unter anderem ein Hindernisparcour und beim Zusammenbinden von feuerwehrtechnischen Gerätschaften sehr gut durch und erreichte am Ende des Tages Platz 19 von 36.

Damit hatten sie sich ihr Abendessen und die Abkühlung im nahegelegenen Freibad redlich verdient und konnten den Rest des Abends mit den anderen Gruppen gesellig ausklingen lassen.

Am Ende reichte es zu einem erfolgreichen 13. Platz

 Nach dem Frühstück am Sonntagmorgen mussten noch zwei weitere Stationen absolviert werden. Unter anderem galt es einen Ball im Slalom durch Pylonen zu buxieren und das Haus vom Nikolaus mit Hilfe von Feuerwehrleinen formgerecht und in einem Zug in den Rasen zu legen. Mit dem richtigen Adrenalinschub aus dem vorangegangenen Spiel drehten die Jugendlichen der Feuerwehr Gunzenhausen nochmal richtig auf und konnten am Ende mit einer guten Teamleistung einen sehr guten 13. Platz erreichen.

Du und deine Freunde/Freundinnen – ja richtig gelesen, auch Mädels sind in der Jugendfeuerwehr herzlich willkommen – wollt auch einmal so ein actionreiches Wochenende erleben? Dann kommt zur Freiwilligen Feuerwehr Stadt Gunzenhausen in die Jugendgruppe! Alle weiteren Informationen dazu findest du auf deren Internetseite unter www.ffw-gunzenhausen.de

MANUEL REUTER

Innovative Ideen gesucht

Sozialministerium verleiht den Innovationspreis Ehrenamt

Das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales verleiht 2020 zum dritten Mal den bayerischen Innovationspreis Ehrenamt. Gesucht werden innovative Ideen und Projekte des Bürgerschaftlichen Engagements. „In unserer Region gibt es viele tolle ehrenamtliche Projekte. Es würde mich sehr freuen, wenn auch Ehrenamtliche aus dem Landkreis ausgezeichnet werden“, gibt der Stimmkreisabgeordnete für den Bayerischen Landtag Manuel Westphal bekannt.

Der Preis, der im nächsten Jahr bei einem Festakt in München verliehen wird, steht unter dem Motto „Ehrenamt ist nachhaltig! – Ehrenamt gestaltet unsere Zukunft!“. Das Motto ist mit Absicht sehr weit gefasst: „Gesucht werden Personen, Initiativen und Organisationen, die gute Ideen rund um das Ehrenamt aufgreifen und innovativ umsetzen. Wie kann Lebensqualität, Zukunftswirksamkeit, Beständigkeit oder Nachhaltigkeit aufgegriffen werden und mit Leben gefüllt werden. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt“, fasst Westphal das Ziel des Preises zusammen.

Der Bayerische Innovationspreis Ehrenamt wird in zwei Kategorien verliehen: Innovative Projekte, die bereits realisiert werden, können sich um sechs Einzelpreise bewerben, die jeweils mit 10.000 Euro dotiert sind. Aber auch neue Ideen und Konzepte, deren Umsetzung noch in den Startlöchern steht, werden mit fünf Förderpreisen à 3.000 Euro ausgezeichnet.

„Bewerben können sich Interessierte bis zum 13. Oktober 2019 online unter www.innovationehrenamt.bayern.de. Hier stehen auch viele weitere Informationen rund um den Innovationspreis Ehrenamt 2020 zur Verfügung“, so Westphal abschließend.

Richterliches Ehrenamt

Wer will zum Verwaltungsgericht?

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen sucht Personen, die sich eine ehrenamtliche Tätigkeit beim Verwaltungsgericht vorstellen können. Die Bewerbungsfrist endet am 11. August 2019.

Die Verwaltungsgerichte entscheiden in den klassischen Rechtsgebieten, wie zum Beispiel Baurecht, Straßenrecht, Umweltrecht, Beamtenrecht, Kommunalrecht, Polizeirecht, Ausländer- und Asylrecht, Schul- und Hochschulrecht, Wasserrecht und Streitigkeiten um kommunale Abgaben. Dies kann z.B. bei Bauanträgen der Fall sein, ebenso bei Streitigkeiten um die Vergabe von Studienplätzen oder bei Führerscheinangelegenheiten.

Gerade weil die Verwaltungsgerichte über Fälle des täglichen Lebens entscheiden, wirken ehrenamtliche Richter, sogenannte Laienrichter, neben den Berufsrichtern an der mündlichen Verhandlung und der Urteilsfindung mit. Sie haben dabei das gleiche Stimmrecht wie die Berufsrichter und tragen dieselbe Verantwortung für die Entscheidung.

Die Laienrichter werden Anfang 2020 von einem Wahlausschuss neu gewählt. Die Amtsperiode geht von 01. April 2020 bis 31. März 2025.

Ablauf der Wahl

Die Wahl läuft in einem zweistufigen Verfahren ab. Zunächst erstellt das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen anhand der eingegangenen Bewerbungen eine Vorschlagsliste mit wählbaren Bürgerinnen und Bürgern. Der endgültige Beschluss über diese Vorschlagsliste wird vom Kreistag in der Sitzung am 23. September gefasst. Aus der vom Kreistag beschlossenen Vorschlagsliste werden in einem zweiten Schritt insgesamt acht Personen vom Wahlausschuss beim Verwaltungsgericht Ansbach bestellt.

Voraussetzungen

Voraussetzungen für die Aufnahme in die Vorschlagsliste des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen sind:

  • Deutsche Staatsangehörigkeit
  • Mindestalter 25 Jahre zu Beginn der Amtsperiode, d. h. vor dem 01.04.1995 geboren
  • Hauptwohnsitz im Regierungsbezirk Mittelfranken
  • Gesundheitliche Eignung
  • Kein Vermögensverfall, z. B. Privatinsolvenz
  • Keine Ausschlussgründe nach § 21 und 22 Verwaltungsgerichtsordnung

 

Nicht berufen werden können Personen, die nach §21 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) ausgeschlossen sind. Dies trifft gleichermaßen auch auf Mitglieder des Bundestages, des Europäischen Parlaments, Richter, Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes, Soldaten sowie Rechtsanwälte und Notare zu (§22 VwGO).

Juristische Kenntnisse sind für die Tätigkeit als Laienrichter nicht erforderlich, Ein gesunder Menschenverstand und Lebenserfahrung sind hingegen unerlässlich. Die Tätigkeit erfordert ein hohes Maß an Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils sowie Zeit und Energie. Interessierte müssen damit rechnen, im Falle ihrer Wahl zu etwa zwölf ordentlichen Sitzungstagen im Jahr herangezogen zu werden. Die Sitzungen finden im Verwaltungsgericht in Ansbach statt.

Für ihre Tätigkeit erhalten die Laienrichter eine Entschädigung von Nachteilen, die durch das Ehrenamt entstehen. So erhalten sie zum Beispiel eine Entschädigung für den Verdienstausfall, Zeitversäumnis oder die Fahrtkosten.

Interessierte Personen können sich bis 11. August 2019 beim Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen bewerben. Der Bewerbungsbogen und weitere Informationen sind online unter www.landkreis-wug.de/ehrenamtliche-richter/ zu finden. Fragen zum Wahlverfahren beantwortet Elisabeth Margraf vom Büro des Landrats telefonisch unter 09141 902-201 oder per Mail an elisabeth.margraf@landkreis-wug.de.

 

 Anfang 2020 werden ehrenamtliche Richterinnen und Richter für das Verwaltungsgericht Ansbach (hier im Bild) neu gewählt. Interessierte Personen können sich bis 11. August 2019 beim Landratsamt für das Amt bewerben. Bildnachweis: Kate Rubensdörfer

 

200.000ster Besucher auf der Gartenschau

Nächste Marke geknackt

Von links: Geschäftsführer Peter Schubert, Erster Bürgermeister Stefan Ultsch, Besucher Angelika Hofmann, Denis und Silvia Hofacker, mit ihren Kindern Sarah und David sowie Roland Albert, Vorsitzender der Bayerischen Landesgartenschau GmbH. Foto: Laureen Eggmann

Am Dienstag wurde auf der Gartenschau der Heimatschätze in Wassertrüdingen eine weitere wichtige Marke geknackt: Denis und Silvia Hofacker mit ihren Kindern Sarah und David sowie Mutter und  Großmutter Angelika Hofmann sind die glücklichen Besucher, die an diesem Dienstag mit einem Geschenkkorb und einem wunderschönen Blumenstrauß am Eingang des Wörnitzparks in Empfang genommen wurden. 68 Tage nach der Eröffnung konnte  der 200.000ste Besucher der Gartenschau verzeichnet werden.

Auch  Bürgermeister Stefan Ultsch ist begeistert von den vielen Gästen, welche Wassertrüdingen nun besuchen: „Wir sind stolz und sehr glücklich, dass die Gartenschau hier und in der ganzen Region so gut angenommen und besucht wird. Viele Menschen reisen auch von weit her an, um sich Wassertrüdingen anzusehen. Wir hoffen alle sehr, dass unsere Stadt – auch nach der Gartenschau – Touristen ein schönes Ziel bieten wird.“
Die Ehrengäste sind aus Mögersbronn bei Feuchtwangen und Marktheidenfeld für die Gartenschau angereist. „Wir haben den Besuch der WassertrüdingerGartenschau meiner Schwiegermutter zum Muttertag geschenkt“, erklärt Silvia Hofacker. Auch die Kinder freuen sich schon auf den Ausflug. Die achtjährige Sarah möchte gerne die Seerose noch einmal bestaunen, die sie bereits mit derSchule kurz begutachten durfte. Der Erlebnisspielplatz wird sicherlich auch eine der Stationen mit längerem Aufenthalt darstellen, gleich daneben kann man in der Gastronomie entspannen oder beim Gartenmarkt für das heimische Grün einkaufen. „Auch wenn wir keine Profigärtner sind und vielleicht keinen ganz so grünen Daumen haben – anschauen tun wir trotzdem gern.“, sagt Silvia Hofacker amüsiert.
Noch 40 Tage liegen vor dem Team und den Besuchern der Gartenschau – das sind noch knapp sechs Wochen voller toller Erlebnisse und Natur. Zudem stehen noch einige Events an, die sicherlich ebenfalls noch zahlreiche Besucher anlocken werden: Eines der Highlights wird das Thailandfest am kommenden Wochenende, sowie für Kinder der Thementag „Verzauberte Gartenschau“ oder der Kinderkulturtag, die jeweils am 17. und 18. August stattfinden werden.
Geschäftsführer Peter Schubert blickt hoffnungsvoll auf die verbleibenden Tage: „Es wird noch einiges geboten in den kommenden Wochen. Wir hoffen, dass deswegen sehr viele Besucher die Gartenschau nutzen, solange noch die Zeit dafür ist.“

Theaterschmankerl im Falkengarten

„Ekel Alfred – Ein Herz und eine Seele“

Als besonderes Highlight gibt es auch in diesem Jahr wieder ein Open-Air Theater im Markgräflichen Hofgarten. Die Stadt Gunzenhausen bietet auf der Freilichtbühne des Markgräflichen Hofgartens am Freitag, 9. August das Theaterstück „Ekel Alfred – Ein Herz und eine Seele“ von Wolfgang Menge an.

Es werden zwei Episoden nach der TV-Kultserie der 1970er Jahre gespielt.

Besuch aus der Ostzone: Die Beziehungen zur „DDR“ beginnen sich gerade auf politischer Seite etwas aufzulockern. Die ideologischen Grenzen sind aber immer noch „zugemauert“. Und in dieser Situation steht der Familie Tetzlaff Besuch ins Haus. Michaels Eltern wollen endlich ihre angeheirateten Verwandten kennen lernen. Alfred zeigt sich wieder einmal von seiner „besten“ und „charmantesten“ Seite. Nicht genug, dass die Eltern seines „roten“ Schwiegersohns aus der Ostzone sind, und dann ist es noch eine besondere Schikane, dass sie ausgerechnet zu der Übertragung von der Fußballweltmeisterschaft im Fernsehen kommen.

Massage: Stechschritt und Kommandoton gibt es in dieser Folge. Alfred fällt unglücklich vom Stuhl und sein Rücken schmerzt, ein Arzt wird bestellt. Und der ehemalige Oberstabsarzt der Wehrmacht kann sogar „Ekel Alfred“ einen Lehrgang in Unverschämtheit geben. Doch der ist nicht zu eingeschüchtert, um bei der verordneten Massage unsittlich handgreiflich gegen seine Masseuse zu werden.

Regie führen Steffen Löser (Besuch aus der Ostzone) und Christian A. Schnell (Massage)

Zum Theater wird eine kleine Bewirtung angeboten, die nicht im Eintrittspreis enthalten ist. Die Vorstellung beginnt um 19 Uhr, Einlass ist um 18 Uhr. Eintrittskarten gibt es im Kulturbüro der Stadt Gunzenhausen, Rathausstraße 12, Tel. 09831/508-109 und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie unter www.reservix.de

Foto: stageworkers

Thailandfest an der Wörnitz

Thailandfest in Wassertrüdingen erstmals an zwei Tagen

Am 3. und 4. August 2019, zur besten Sommerferienzeit und während der gleichzeitig stattfindenden Gartenschau der Heimatschätze, wird Wassertrüdingen wieder Schauplatz für das einmalige Thailandfest. Auch in diesem Jahr verwandelt sich der Sonnenuhrenpark in einen kleinen thailändischen Markt mit zahlreichen Essens- und Verkaufsständen. Das Speisenangebot reicht von traditionellen Thai-Curry-Gerichten über Frühlingsrollen, typische Nachspeisen sowie typische thailändische Getränke.

Im Gartenschau-Gelände auf der Sparkassenbühne im Wörnitzpark und auf der Seebühne im Sonnenuhrenpark zeigen Tänzerinnen und Tänzer auf ihr Können und verzaubern das Publikum mit bunten Gewändern und traditioneller Musik. Hier treffen Tradition und Kultur aus einem weit entfernten Land auf Neugier und Interesse der einheimischen Bevölkerung. „Das Fest ist schon weit über die Grenzen Wassertrüdingens bekannt und erfreut sich größter Beliebtheit“, weiß Nina Maurer vom Touristikservice Wassertrüdingen. Erstmals findet das Fest über zwei Tage statt. Einige Highlights konnten für dieses Jahr gewonnen werden, so hat sich beispielsweise Carving-Meister der Obst- und Gemüseschnitzkunst Somlux Ouklai angekündigt. Er zeigt im Wörnitzpark seine einmaligen und filigranen Kunstwerke. Auch eine Musikschule zeigt an beiden Tagen ihr Können beim Spielen von traditionellen Instrumenten.

Die Veranstaltung wird am Samstag um 12 Uhr offiziell auf der Sparkassenbühne im Wörnitzpark eröffnet. Danach zieht ein kleiner Festzug in den Sonnenuhrenpark, um auch dort die Gäste zu begrüßen. Das Programm dauert im Wörnitzpark bis 18 Uhr, im Sonnenuhrenpark bis ca. 21 Uhr. Am Sonntag beginnt das Fest auch in den Mittagsstunden und die Gäste haben nochmals  bis 18 Uhr Zeit sich durch die thailändische Küche im Sonnenuhrenpark zu schlemmen oder die Tänzer und Musiker zu bestaunen. Der Eintritt im Sonnenuhrenpark ist frei – für das Programm auf der Sparkassenbühne ist eine Tageskarte oder das Vorzeigen der Dauerkarte notwendig.

Parkmöglichkeiten stehen am offiziellen Gartenschauparkplatz in der Oettinger Straße 56 zur Verfügung – von dort erreicht man das Gartenschaugelände und den Sonnenuhrenpark in wenigen Gehminuten. Der Parkplatz ist von allen Zufahrtsrichtungen mit dem Gartenschaulogo ausgeschildert.

Regenbogenfahne wird gehisst

„Christopher Street Day“ im  Bezirk Mittelfranken

Zum  diesjährigen Christopher Street Day (CSD) findet vom 2. bis 4. August in Nürnberg ein großes Fest-Wochenende statt. Dem Bezirk Mittelfranken ist es wichtig, ebenfalls ein Zeichen für Toleranz, gegen Diskriminierung und Ausgrenzung zu setzen.

Deshalb wird Christa Naaß, Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten, am Freitag, 2. August, um 11.30 Uhr die Regenbogenfahne vor dem Bezirksrathaus, Danziger Straße 5, in Ansbach hissen. Die Flagge ist das Symbol der LGBTQ-Community – die englische Abkürzung für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer. In der New Yorker Christopher Street begann vor 50 Jahren die weltweite Bewegung für die Rechte Homosexueller. Im dortigen „Stonewall Inn“ widersetzten sich Homosexuelle zum ersten Mal einer Polizei-Razzia. Zehn Jahre später organisierten Schwule und Lesben auch in Deutschland den ersten CSD. Zu diesen beiden Jubiläen gesellt sich ein weiteres: Vor 25 Jahren wurde der sogenannte „Schwulen-Paragraf“ 175 aus dem deutschen Strafgesetzbuch gestrichen, er stellte sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe.

Dillinger Politiker zu Gast

Zwei Landkreise mit schönen Parallelen

Dillingen und Weißenburg-Gunzenhausen sind zwei Landkreise mit sehr ähnlichen Strukturen. Die Kreisräte und Bürgermeister aus dem Landkreis Dillingen haben kürzlich Altmühlfranken besucht und sich ein Bild von der Region gemacht. Begrüßt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Landrat Gerhard Wägemann.

Einmal im Jahr unternehmen der Kreistag und die Bürgermeister aus dem Landkreis Dillingen eine Informationsfahrt. In diesem Jahr führte die Fahrt nach Weißenburg-Gunzenhausen. Landrat Gerhard Wägemann nahm die 60-köpfige Gruppe im kunststoffcampus bayern in Empfang und stellte den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen vor.

„Wir sind der südlichste Landkreis Mittelfrankens und die südlichste Ausprägung der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Bei uns sind zwei Tourismusregionen vereint und zahlreiche römische Stätten sind Zeitzeugen der damaligen Geschichte“, sagte Landrat Gerhard Wägemann. „Mit dem kunststoffcampus bayern in Weißenburg und dem Adventure Campus in Treuchtlingen haben wir interessante Weiterentwicklungsmöglichkeiten vor der Haustür geschaffen“, so der Landrat weiter. Mit zwei Kliniken hat Weißenburg-Gunzenhausen eine zukunftsfähige Krankenhausstruktur. Auch im Landkreis Dillingen gibt es zwei Krankenhäuser.

„Unsere Landkreise haben schöne Parallelen“, erwiderte der Dillinger Landrat Leo Schrell. „Mit 96.219 Einwohnern zählen wir nahezu gleich viele Einwohner wie Weißenburg-Gunzenhausen mit 94.393. Beide Landkreise haben 27 Gemeinden und fünf Städte“, stellte Leo Schrell weiter fest. Dillingen hat sechs, Weißenburg-Gunzenhausen fünf Verwaltungsgemeinschaften. Auch im Bereich Tourismus gibt es interessante Gemeinsamkeiten: Beide Landkreise verzeichnen steigende Übernachtungszahlen und wünschen sich die Ansiedlung von mindestens einem Hotel. Im Jahr 1847 ist in Dillingen das Regens-Wagner-Werk entstanden und auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist Regens-Wagner seit vielen Jahrzehnten fest verwurzelt.

Nach der Begrüßung und einer Führung durch den kunststoffcampus bayern erlebten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Rundgang durch die historische Altstadt von Weißenburg. Am kleinen Brombachsee in Langlau war Zeit für eine Kaffeepause. Am späten Nachmittag begrüßte Weißenburgs Oberbürgermeister Jürgen Schröppel die Gruppe. Eine Führung durch die Römischen Thermen von Weißenburg rundete das Programm ab.

Den Abend ließen die Dillinger in ihrer Heimat am Apollo Grannus Tempel in Faimingen, ebenfalls eine römische Stätte und damit Gemeinsamkeit der beiden Landkreise, die Informationsfahrt ausklingen.

Landrat Gerhard Wägemann begrüßte Landrat Leo Schrell (beide erste Reihe, Mitte, v. r. n. l.) sowie die Kreisräte und Bürgermeister aus dem Landkreis Dillingen. Bildnachweis: Lena Kagerer/Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen