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Sportangebote für Kinder gesucht

 Neuauflage der Broschüre „Tipps rund um die Einschulung“

 Das Gesundheitsamt des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen gibt jährlich in Zusammenarbeit mit verschiedenen Amtsbereichen eine Broschüre mit Tipps rund um die Einschulung von Kindern heraus. Sie beinhaltet hilfreiche Informationen mit Kontaktdaten zur Unterstützung der Familien rund um die Zeit der Einschulung. Derzeit wird diese Broschüre überarbeitet und soll künftig alle Sportangebote der Vereine für Kinder im Landkreis aufzeigen.

Die Einschulung ist für die Kinder und Familien ein besonderes Erlebnis. Bis der Schulalltag eingekehrt ist und alles geregelt abläuft, ist dies eine aufregende Zeit für alle Beteiligten. Die Broschüre richtet sich daher rechtzeitig an alle betroffenen Familien und möchte einen reibungslosen Übergang vom Kindergarten in die Grundschule ermöglichen. Sie soll den Eltern einen schnellen Überblick über die verschiedenen Hilfsangebote der Region geben.

Die Broschüre wird zur Schuleingangsuntersuchung durch das Gesundheitsamt verteilt. Sie steht auch zum Download auf der Homepage des Landkreises unter www.altmuehlfranken.de/tipps-zur-einschulung/ bereit und wird derzeit aktualisiert.

Sie beinhaltet zahlreiche Informationen mit Kontaktdaten von Ansprechpartnern zur Einschulung, Förderung, Ernährung, Bewegung, musikalischen Erziehung, Therapeuten, Erziehungsberatungsstellen oder Gesundheit. Zur gesundheitlichen Förderung gehört auch die Bewegung in der Freizeit. Hier können Spiele mit der Familie und Freunden oder die Vereine mit ihren Sportangeboten für Kinder eine Bereicherung darstellen.

Die Broschüre soll wie bisher möglichst viele Vereine mit geeigneten Angeboten für Kinder in verschiedenen Sparten aufzeigen, um die sportliche Bewegung zu fördern. Daher bittet das Gesundheitsamt um Rückmeldung der örtlichen Vereine bis spätestens 15. Juni 2019, um in dieser Broschüre registriert zu werden und dort möglichst viele Sportmöglichkeiten für Familien anbieten zu können.

Für Fragen rund um die Erstellung dieser Broschüre steht im Landratsamt Frau Regina Bickel als Ansprechpartnerin telefonisch unter 09141 902-192 oder per Mail an regina.bickel@landkreis-wug.de gerne zur Verfügung.

Geld für Altmühlfranken

3,6 Millionen Euro aus dem Staatshaushalt

„Es freut mich, dass wir heuer 3.637.000 Euro für kommunale Hochbaumaßnahmen im Landkreis erhalten“, sagt Landtagsabgeordneter Manuel Westphal. „Der Freistaat Bayern bleibt ein verlässlicher Partner seiner Gemeinden und Landkreise – gerade mit Blick auf den Bau und Erhalt unserer Bildungs- und Betreuungseinrichtungen“, so Westphal. „Es ist sehr erfreulich, dass sich auch mein Einsatz für die 13 regionalen Projekte gelohnt hat.“

 So wird der Markt Absberg beim Neubau und der Erweiterung der Kindertageseinrichtung „Seepferdchen“ mit 697.000 Euro unterstützt. Weitere Baumaßnahmen an Kindertageseinrichtungen in Dittenheim, Haundorf, Gunzenhausen, Treuchtlingen und Weißenburg erhalten ebenfalls Fördermittel. Die Stadt Gunzenhausen profitiert zum Beispiel von 997.000 Euro

für den Ersatzneubau der Kindertageseinrichtung „Wilhelm-Löhe“. Die Stadt Weißenburg erhält unter anderem für den 2. Bauabschnitt an der Grundschule 600.000 Euro. Der Landkreis profitiert von 234.000 Euro für den Umbau des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums in Gunzenhausen.

Mit Blick auf den weiterhin hohen Investitionsbedarf der bayerischen Kommunen werden die Fördermittel in diesem Jahr nochmals um 50 Millionen Euro auf 550 Millionen Euro erhöht. „Bildung bleibt die wichtigste Investition in die Zukunft unserer Kinder. Mit der Erhöhung der Zuschüsse um zehn Prozent wird der Freistaat auch seiner Verantwortung gerecht, eine ausgewogene Infrastruktur in allen Landesteilen Bayerns zu erhalten“, erklärt Landtagsabgeordneter Manuel Westphal. Gefördert werden vor allem der Bau und die Sanierung von Schulen, schulischen Sportanlagen und Kindertageseinrichtungen. Der von den Kommunen angemeldete Bedarf kann auch in diesem Jahr wieder in vollem Umfang gedeckt werden. Die Zuweisungen hat das Bayerische Finanzministerium heute bekanntgegeben.

„Die Mittel für den kommunalen Hochbau sind ein fester Bestandteil der kommunalfreundlichen Landespolitik des bayerischen Haushalts“, so Westphal. Insgesamt werden die Bezirke, Landkreise, Städte und Gemeinden in diesem Jahr sogar die Rekordsumme von 9,97 Milliarden Euro aus dem kommunalen Finanzausgleich erhalten.

Die Mitteilung des Finanzministeriums hat uns auch FW-MdL Wolfgang Hauber übermittelt.

Tiger beim Johannitag

Vom Aussterben bedrohte Rinderrasse

Beim diesjährigen Johannitag am Sonntag, den 30. Juni, in Triesdorf, werden wieder zwei Ansbach-Triesdorfer Kalbinnen gezeigt. Sie sind in einem eigenen Areal in der Nähe des Milchviehstalls zu sehen.

Das Ansbach-Triesdorfer Rind, wie die Rasse offiziell heißt, im Volksmund aufgrund seiner interessanten Scheckung aber auch oft „Triesdorfer Tiger“ genannt wird, ist eine extrem vom Aussterben bedrohte Rinderrasse. Ihre Zucht begann bereits im Jahr 1740 unter Markgraf Carl Wilhelm Friedrich in seiner Triesdorfer Hofhaltung und ist damit die älteste in Deutschland auf Leistung gezüchtete Rinderrasse. Noch 1896 wurden in Bayern 190 110 Tiger gezählt. Heute gibt es nur noch 185 anerkannte Triesdorfer Tiger in Bayern. Seuchen, Gesetzesänderungen, aber vor allem die Industrialisierung der Landwirtschaft haben zu ihrem Niedergang geführt.

Seit 1992 versucht der „Verein zur Erhaltung des Ansbach-Triesdorfer Rindes e.V.“ die Rasse vor dem Aussterben zu bewahren und startete dazu im Frühjahr 2016 ein Projekt zur Nutzung des Fleisches männlicher, ausgewachsener Ansbach-Triesdorfer Rinder. In mehreren Restaurants und bei einigen Metzgern kann man nun hin und wieder Fleischprodukte des Triesdorfer Tigers erwerben und damit zum Erhalt der Rasse beitragen. (Näheres hier: https://ansbachtriesdorferrinddotde.wordpress.com/mitessen/

Nötig ist allerding auch, die genetische Basis der Triesdorfer Tiger zu erhalten und zu verbreitern. Deshalb veranlaßte der Verein zur Erhaltung des Ansbach Triesdorfer Rindes e.V. die Absamung eines Tigerbullen und wird dabei vom „Verein der Freunde Triesdorfs und Umgebung“ unterstützt. Die Freunde Triesdorfs informieren deshalb am Johannitag von 10-17 Uhr in der Villa Sandrina über die Triesdorfer Tiger und sammeln Spenden zur Absamung des Bullen „Gerhard“. In der Villa Sandrina kann man darüber hinaus zwei historische Gemälde der Triesdorfer Tiger aus dem Jahr 1780 sehen.

Geplant ist außerdem, einen Ochsen am Spieß anzubieten, gemäß dem Motto: „Bewahren durch Aufessen“. Denn nur dann, wenn die Landwirte auch Abnehmer*innen für die Tiger finden, wird die Rasse überleben können.

Jetzt: Cronheim glänzt

Abschluss der Dorferneuerung im Gunzenhäuser Stadtteil

Ortssprecherin Beate Schlicker durfte vom Landrat einen 500-Euro-Scheck für einen Defibrilator entgegennehmen. Foto: FR Presse

Nach 17 Jahren des Überlegens, Planens und Bauens ist die Dorferneuerung Cronheim nunmehr abgeschlossen worden. Wenn alle Leistungen zusammengefasst werden, dann sind rund 7,5 Millionen Euro in den letzten sechs Jahren verbaut worden. Die meiste Geld floss in die neue Gestaltung der Ortsdurchfahrt mit beidseitig  gepflasterten Gehwegen.  In Anwesenheit von Gerhard Jörg, dem Chef des Amts für Ländliche Entwicklung in Mittelfranken, feierten die Cronheimer das Ende aller Arbeiten.

„Die Cronheimer haben mit diesem Projekt ihre gemeinsame Verbundenheit gelebt“, erklärte Bürgermeister Karl-Heinz Fitz im Festzelt. Er sprach von einem „deutlichen Mehrwert“ für Cronheim.  Sein Kompliment an Amtschef Gerhard Jörg und seinen Projektleiter Anton Herrmann: „Sie haben einen hervorragenden Job gemacht.“ Er vergaß aber auch nicht den Landkreischef Gerhard Wägemann zu danken, denn der Kreis hat die Eisenbahnbrücke neu gebaut. Sein Dank galt ferner dem langjährigen Ortssprecher Oskar Rohrmann, der eigens aus seinem neuen Wohnort Kempten angereist war, sowie seiner Nachfolgerin Beate Schlicker, der er eine

„gute Kommunikation“ bestätigte.  Und der Rathauschef nannte einen Mann, der sich in vielfacher Weise für Filchenhard verdient gemacht hat: Ludwig Göttler. Er hat sich wie Edmund Abel als Wegebaumeister und „Pflanzmeister“ stark engagiert. Gekommen waren zur Abschlussveranstaltung auch die Geistlichen Karl-Heinz Brendel (evangelische Gemeinde) und Peter Wizgol (katholische Gemeinde).

Wie Fitz darstellte, begann der Dorferneuerungsprozess schon 2002, als sich die Cronheimer und Filchenharder in Klosterlangheim in Klausur gingen und zusammen mit den behördlichen Experten über die Zukunft ihrer Dörfer sich Gedanken machten.  Die ersten Baumaßnahmen setzten 2013 ein. Die Stadt Gunzenhausen hat sich – so Fitz – mit 1,1 Millionen Euro an der Finanzierung beteiligt, weitere 2,5 Millionen Euro aus dem Stadtsäckel sind in den Straßenbau, die Kanalsanierung und weitere Maßnahmen geflossen. Nach der Hochrechnung des Rathauschefs werden es wohl 7,5 Millionen Euro sein, die für Cronheim investiert wurden, denn der Kläranlagenbau in Filchenhard und die Ortssanierung Maicha stehen noch aus, auch die Jugendraum in der alten Ziegelei wird noch realisiert. „Die Dorferneuerung ist ein großer Nutzen für die Dorfgemeinschaft“, sagte der Bürgermeister unter dem Beifall der Cronheimer. An die Ortsteilbewohner appellierte er: „Pflegen Sie das, was sie bekommen haben!“

Landrat Gerhard Wägemann verwies auf den Bau der Bahnbrücke und dem Ausbau der Strecke nach Stetten (2,5 Millionen Euro) und überreichte der Ortssprecherin Beate Schlicker namens der Bürgerstiftung den Betrag von 500 Euro für die Beschaffung eines Defibrilators im Dorf.

„Sie haben die Zukunft Ihres Dorfes selbst in die Hand genommen“, lobte Behördenchef Gerhard Jörg das Engagement der Cronheimer und Filchenharder.  Der Prozess, die Dörfer als lebenswerte Heimat zu erhalten, gehe weiter.  In Mittelfranken gebe es nach wie vor eine starke Nachfrage nach der Dorferneuerung und Flurbereinigung. Derzeit stünden 190 Verfahren an, plus 28 einfache Dorferneuerungen. „Es ist ein Ortsbild geschaffen worden, um das Sie viele beneiden werden“, sagte Jörg.

Auf die Einzelheiten der sechsjährigen Bauphase ging Abteilungsleiter Anton Herrmann ein. Er rühmte die optische Aufwertung des Kapellenplatzes und die Revitalisierung eines alten Feldkreuzes in Filchenhard ebenso wie den Bau des „Kreisels“ an der Staatsstraße. Den Rest erledigten die beiden Dorffrauen Monika Abel und Jutta Pfeuffer, die alle Auffälligkeiten der letzten Jahre in Versform kleideten und daraus einen Song mit eingängigem Refrain machten.

Freuen dürfen sich die Cronheimer auch auf das neue Büchlein von Siglinde Buchner („Geschichte des Schlosses Cronheim und seiner Besitzer“), das für 8,50 Euro vorbestellt werden kann.  In Vorbereitung ist ein weiteres heimatkundliches Werk, nämlich die Häuserchronik von Cronheim. Günter Prechter sammelt seit vielen Jahren die Daten und würde sich freuen, wenn ihm ein Computerfreak helfen würde, die restlichen Arbeiten zu erledigen.

WERNER FALK

 

 

Stark ist hohe Wahlbeteiligung

Europawahl: Ergebnisse aus dem Landkreis

Hier das Europawahl-Ergebnis für den Landkreis Weissenburg-Gunzenhausen:

Wahlbeteiligung 58,6 Prozent (vormals 41,3), CSU 45,2 (+3,1), SPD 10,0 (-11,9), Grüne 16,3 (+5,2), AfD 7,6 (+0,7), FW 6,0 (+2,0), FDP 2,3 (+0,4), Linke 2,2 (-0,3), ÖDP 3,2 (-1,0). Wir beschränken uns nur auf die acht größten Parteien und verzichten auf die Darstellung der kleinen Parteien. Deren Ergebnisse und alle Resultate aus den Städten und Gemeinden sind im Internet (landkreis-wug.de) nachzulesen.

Für die FDP  war die Europawahl im Landkreis kein „Gipfelsturm“ der Prozente, aber für ihren Gunzenhäuser Stadtrat Werner Falk tatsächlich eine schöne Wanderung zum Walberla in der Fränkischen Schweiz. Foto: Thea Salomon

 

Wir wollen das Ergebnis der Stadt Gunzenhausen herausgreifen: Wahlbeteiligung: 57 Prozent, CSU 41,8 (49,6), SPD 10,9 (22,2), Grüne 18 (11,8), AfD 8,2 (7,8), FW 5,2 (3,2), FDP 2,8 (2,1), Linke 2,4 (2,4), ÖDP 3,9 (4,4).

Hier das Resultat der Stadt Weißenburg: Wahlbeteiligung 57,2 Prozent, CSU 41,2 (35,10), SPD 11,2 (30,4), Grüne 18,8 (12,3), FDP 2,3 (2,3), ÖDP 3,2 (4,0), Linke 2,6 (3,1), FW 5,6 (2),  AfD 7,3 (7,8).

Auffallend ist, dass die früheren „roten“ Gemeinden wie Treuchtlingen (8,4) und  Solnhofen (9,1)  mit die höchsten AfD-Werte  haben. Am meisten Zuspruch haben die Rechtsaußen übrigens in Haundorf (11,1), Bergen (8,7), Gunzenhausen (8,1), Langenaltheim (8,5), Pleinfeld (8,1).

Die CSU schnitt in Burgsalach mit 58,3 Prozent am besten ab, am schlechtesten in Muhr am See 37,3). Die SPD-Hochburgen sind immer noch Solnhofen (16/38 vor fünf Jahren), Markt Berolzheim 15 (28) und Pappenheim 13 (22).

Spitzenwert bei den Grünen erreichte Markt Berolzheim, die Heimatgemeinde des Grünen-Urgesteins  (und Bürgermeisters) Fritz Hörner mit 24,7 Prozent  (27) vor Polsingen mit 22,3  (12,4) und Muhr am See mit 19,4 (14,6). In Weißenburg erhielten sie 18,8 Prozent, in Gunzenhausen 17,9, Pfofeld 19,3, Theilenhofen 16,2.

Die FDP kann mit ihrem Ergebnis in Muhr am See, wo sie 3,5 Prozent (3,6) bekam, zufrieden sein. Über 2 Prozent erhielten die Freien Demokraten nur noch in Absberg, Burgsalach, Ellingen, Gunzenhausen, Haundorf,  Höttingen, Nennslingen, Pfofeld, Polsingen, Raitenbuch, Theilenhofen, Treuchtlingen, Weißenburg und Westheim.

Die Freien Wähler sind zwar in Langenaltheim mit 10,7 Prozent Spitze, aber sie verloren im Vergleich zu 2014 an die 5 Prozent. Sehr gut liegen sie noch in Alesheim (8,8), Bergen (8,2), , Ettenstatt (8,9), Höttingen (9,8), Pleinfeld (7,1), Dittenheim (7,5), Solnhofen (7,5).

Hochburg der ÖDP ist Westheim (6,4) vor Nennslingen (5,3) und Heidenheim (5,3), aber in Gnotzheim (1,4) haben die konservativen Ökologen keinen Zuspruch.

Die Linke brachte es in Muhr auf 3,2 Prozent, gefolgt von Pappenheim (3,1) und Solnhofen (3), am geringsten ist ihr Anteil in Raitenbuch (1).

Glaube zwischen Zusage und Erfahrung

Pfingstkonferenz  auf der Hensoltshöhe Gunzenhausen

Gerd-Walter Buskies.

Am Pfingstsonntag, 9. Juni 2019, findet auf dem Gelände der Stiftung Hensoltshöhe in Gunzenhausen wieder die traditionelle Pfingstkonferenz statt. In diesem Jahr wird Hauptreferent Pfarrer Gerd-Walter Buskies zu dem Thema „Spannung aushalten – Glaube zwischen Zusage und Erfahrung“ sprechen. Die Konferenz beginnt mit einem Festgottesdienst um 10.00 Uhr in der Zionshalle.
Schon die frühe Kirchengeschichte zeigt, dass es beides gibt: Bestätigung des Evangeliums durch offene Türen und so manches Wunder, aber genauso Verfolgung, Bedrohung und Not. Diese Spannung besteht bis heute. Mit ihr zu leben ist nicht einfach, und immer wieder besteht die Gefahr, dass sie auf einer der beiden Seiten aufgelöst wird. Wie man mit dieser Spannung leben kann, darum soll es auf der Pfingstkonferenz gehen.
Neben den Veranstaltungen im Plenum gibt es außerdem noch Seminare, bei denen ausgewählte Themen in kleineren Gruppen vertieft werden. Zu den Themen zählen beispielsweise die biblischen Grundzüge über den Heiligen Geist, das Gebet für Kranke oder auch praktische und theoretische Überlegungen zum gemeinsamen Singen im Gottesdienst. Nicht zuletzt wird Gerd-Walter Buskies die Erfahrungen aus seinem Arbeitsfeld in Form von Impulsen aus der weltweiten Arbeit mit Kindern weitergegeben.
Für alle Kinder zwischen vier und zwölf Jahren findet ein interessantes und abwechslungsreiches Programm statt. Außerdem wird es einen Eltern-Kind-Raum mit Videoübertragung geben.
Der Referent Gerd-Walter Buskies ist der Europaleiter von KEB, der Kinder-Evangelisations-Bewegung. Er studierte Theologie in Krelingen, Tübingen und Bonn und war nach dem Vikariat in Duisburg-Rheinhausen gut acht Jahre als Pfarrer in Nümbrecht (in der Nähe von Köln) tätig. Bereits als Student arbeitete er ehrenamtlich in der KEB mit. Später wurde er Mitglied im KEB-Verein, dessen Vorsitz er schließlich für einige Jahre innehatte. Seit 1995 ist er im vollzeitlichen Dienst der KEB, zuerst 14 Jahre als Missionsleiter der KEB-Deutschland e.V., dann als Gebietsleiter für Nord-West-Europa und seit 2010 als Europaleiter.
Die Veranstaltung findet in Kooperation von Geistlichem Zentrum der Stiftung Hensoltshöhe und Hensoltshöher Gemeinschaftsverband e.V. (HGV) statt.
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht nötig.
Weitere Informationen und das vollständige Programm finden sich unter www.stiftung-hensoltshoehe.de.

Auf gehts zum Feierabend-Shoppen

Einkaufsaktion  in Gunzenhausen

Feierabend-Shoppen – der gemütliche Einkaufsbummel bis 20 Uhr verbunden mit Musikgenuss bis 22 Uhr. Die beiden ersten Versuchsballons für diese neue Aktion steigen am am 13. Juni und am 18. Juli in Gunzenhausen.

Mit dem Feierabend-Shoppen finden die im letzten Jahr von Günther Neubauer (Bistro Adebar) und Amedeo Saltelli (Eiscafé Paradiso) ins Leben gerufenen Sommerabendkonzerte am Marktplatz eine Fortsetzung und entwickeln sich weiter.

Auf Initiative der beiden genannten Gastronomen – zu denen in diesem Jahr noch die Pizzeria Peperoncino gestoßen ist – finden unter dem Dach der KulturMacherei Gunzenhausen wieder fünf Sommerabendkonzerte am Marktplatz statt.

In Ergänzung dazu laden zahlreiche Gunzenhäuser Einzelhändler am 13. Juni und am 18. Juli zum gemütlichen Einkaufen bis 20 Uhr in die Gunzenhäuser Innenstadt ein. Die Idee hierzu kam von Erika Gruber, der Vorsitzenden des örtlichen Einzelhandelsverbandes. Der Vorschlag wurde vom Stadtmarketingverein Gunzenhausen und der städtischen Wirtschaftsförderung aufgegriffen und wird im Juni und Juli dieses Jahres umgesetzt.

Wer also gute Live-Musik liebt und vielleicht schon seit Langem mit Freunden oder mit der Familie mal entspannt shoppen gehen will, ist beim Feierabend-Shoppen in Gunzenhausen genau richtig.

Die beteiligten Geschäfte und die jeweiligen Musikgruppen sind unter www.ingunzenhausen.de zu finden. 

CSU, FW und FDP legten zu

Europawahl im Landkreis und in der Stadt Gunzenhausen

Mit 58,6 Prozent war die Wahlbeteiligung an der Europawahl 2019 im Landkreis erfreulich hoch (vor fünf Jahren: 41,3). Das ist die gute Nachricht, über die sich alle Demokraten freuen dürfen. Die starke Beteiligung ist als ein Signal zu werten, dass die Wähler Vertrauen in die  „etablierten“ Parteien haben und sich nicht von Rechtspopulisten beeindrucken lassen. Der Anteil der AfD im Landkreis mit 7,6 Prozent bedeutet ein leichtes Plus von 0,7 Prozent und spricht dafür, dass die Wähler den Hetzern nicht blind hinterherlaufen.

Es ist wohl dem bayerischen Spitzenkandidaten Manfred Weber zu verdanken, dass die CSU auch im Landkreis mit einem Plus von 3,1 Prozent (45,2 Prozent) abgeschnitten hat.  In der Stadt Gunzenhausen erreichte sie 41,8 Prozent.

Wie im ganzen Land verlief die Wahl für die SPD niederschmetternd, so dass man sich sorgen muss, wohin der Weg der einst starken Volkspartei noch führen wird. 10 Prozent im Kreis, das sind 11,9 Prozent weniger als vor vier Jahren,  das ist der aktuelle Tiefststand (in Gunzenhausen: 10,9 Prozent).

Am stärksten profitieren konnten von den Verlusten der SPD die Grünen, die im Kreis um 5,2 Prozent auf 16,3 Prozent zulegten (in Gunzenhausen: 18 Prozent).  Ganz sicher kommt die Partei bei der Jugend besser an als die anderen. Die Anteile der Grünen schwinden erst bei den Wählern über 60. Jedenfalls haben sie Oberwasser, so dass sie als Nummer 2 im Parteienspektrum rangieren.

Die Freien Wähler gewannen im Kreis  2,0 Prozent kamen auf 6,0 Prozent (Gunzenhausen: 5,2). Das ist ein sehr achtbares Ergebnis angesichts des jahrelangen Ringens um eine bundespolitische Rolle. Landesvorsitzender Hubert Aiwanger darf sich bestätigt sehen in seiner Auffassung, die Freien Wähler bundes- und auch europapolitisch zu verankern.

Nur auf 2,8 Prozent (Gunzenhausen: 2,8) kamen die Freien Demokraten, das sind zwar 0,4 Prozent mehr als vor vier Jahren, aber dennoch eine Marke, die keinesfalls zur Zufriedenheit Anlass geben kann.  Die Linken büßten 0,3 Prozent ein (2,2), die ÖDP 1,0 Prozent (3,2).  Das ist eigentlich verwunderlich, zumal die konservativen Ökologen zuletzt in Bayern mit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ so erfolgreich waren.

Stadtratssitzungen im Internet

Freie Demokraten laden zur Mitarbeit ein

„Die Freien Demokraten verstehen sich als Mitmach-Partei und wollen parteifreie Mitbürger animieren, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren.“ Werner Falk, der Vorsitzende des Ortsverbands Gunzenhausen, erklärte auf der Mitgliederversammlung im Parkhotel Altmühltal: „Wir wollen die Menschen für das Projekt Stadtratswahl gewinnen und laden sie ein, mit uns ihre Ideen voranzubringen.“

In den Verbänden und Vereinen ist es so wie in den Parteien: Die Menschen wollen sich nicht mehr langfristig binden. „Das mag bedauerlich sein“, so Stadtrat Werner Falk, „aber ist die gesellschaftliche Wirklichkeit.“  Für den Stadtrat oder den Kreistag zu kandidieren sei eine ehrenvolle Aufgabe und verlange ein bestimmtes Maß an Verantwortungsbereitschaft.  Deshalb greife der Ortsverband die Idee des Parteichefs Christian Lindner auf und biete eine „Mitarbeit auf Zeit“ an, die natürlich auch in einer langfristigen Bindung enden könne.  „Mit meinem Falk-Talk, den ich alle zwei Monate veranstalte, verfolgte ich das gleiche Ziel“, sagt der Stadtrat, „zumal die Begegnung mit den Menschen für mich das Wichtigste ist“. Die nächste Veranstaltung dieser Art ist übrigens am Mittwoch, 5. Juni, um 18 Uhr im Gasthaus „Altes Rathaus“.

Stadtrat Werner Falk äußerte sich in der Mitgliederversammlung auch zu den Eckpunkten des aktuellen Wahlprogramms. Demnach erkennt er die bisherigen Digitalisierungsbemühungen in der Stadtverwaltung an. „Wir haben in Horst Schäfer einen versierten Experten, dessen Rat landesweit gesucht wird und der die bayerische  IuK-Konferenz maßgeblich prägt“, erklärte der Kommunalpolitiker. Die Freien Demokraten begnügten sich aber nicht damit, dass Formulare online ausgefüllt gestellt werden  können.  „Wir gehen einen Schritt weiter und wollen, dass die Stadtratssitzungen im Internet live übertragen werden“, kündigte er an und verweist auf das Beispiel der Stadt Pfaffenhofen und anderer Kommunen, die diese Form der Transparenz politischer Entscheidungen schon jetzt gehen.

Der FDP liege daran, die Sozialstrukturen in den ländlichen Stadtteilen zu erhalten und zu kräftigen. Gemeinschaftshäuser seien nur dort sinnvoll, wo es keine gewerblichen Gastronomiebetriebe mehr gebe. „Jedenfalls darf die Kommunalpolitik dem privaten Gastgewerbe keine Konkurrenz machen“, äußerte Werner Falk. In der Kooperation mit den Eigentümern und gewerblichen Immobiliendiensten könne man sich stärker  der Vermarktung ehemals landwirtschaftlich genutzter Gebäude annehmen.

Für Kreisrätin Sigrid Niesta-Weiser steht fest: „Wir wollen keine Fußgängerzone auf dem Marktplatz von Gunzenhausen.“ Der Einbahnverkehr habe sich bestens bewährt. Man strebe eine noch stärkere Nutzung als Eventbühne an, um noch mehr Besucher (und Käufer) nach Gunzenhausen zu locken. Die Freidemokraten bekräftigten in der Diskussion auch ihr Nein zu einer durchgehenden „Tempo 30“-Regelung auf den Straßen der Stadt. Ausnahmen dürfe es nur in bestimmten Bereichen (vor Schulen, Kindergärten, Seniorenhäusern, radlersensiblen Zonen und ähnlichen Einrichtungen) geben.

„Was wir auch immer tun, wir wollen das Image von Gunzenhausen als touristisch geprägte Stadt stärken“, sagte Stadtrat Werner Falk. Erfreulicherweise habe sich die Stadt in den letzten Jahren bestens entwickelt, wobei er die Ansiedlung des Landesamts für Schule nannte. So stark wie nie sei die Nachfrage nach Wohnraum. Der Run,  in  “Betongeld“  zu investieren, sei ungebrochen. „Es gut, jetzt neues Bauland zu schaffen, denn nach den fetten Jahren werden auch wieder magere Jahre kommen“, prognostiziert er.

Wakeboardanlage ist fertig

Das Warten am Brombachsee hat ein Ende

Das Gelände der Wakeboardanlage Brombachsee ist am Absberger Hopfenstrand platiert. Foto: Wakepark Brombachsee

Am Pfingstsamstag, dem 8. Juni, eröffnet nach vierjähriger Planungs- und Bauzeit die neue Wasserski- und
Wakeboardanlage am Kleinen Brombachsee. Sie hat rund 1,6 Millionen Euro gekostet.

Zur Vorgeschichte

2014 entdeckten die beiden Freunde Jonas Wörrlein (29 Jahre) und Matthias Bauer (32 Jahre) die Ausschreibung des Zweckverband Brombachsees für eine Wakeboard Anlage am Kleine Brombachsee in der Zeitung und waren sofort begeistert. Jonas und Matthias sind leidenschaftliche Wakeboarder und träumten schon lange davon, eine eigene Wakeboard Anlage zu betreiben.
Seitdem ist viel Zeit vergangen, doch im Vergleich zu anderen Wakeboard Anlagen waren sie noch recht schnell, wie uns Jonas Wörrlein verrät: „Viele andere Wakeboard Anlagen brauchen für einen Neubau oft acht bis zehn Jahre Vorlauf, denn es müssen unglaublich viele Stolpersteine gemeistert werden. Allein die spezifische artenschutzrechtliche Prüfung, damit unsere Seilbahn bestmöglich naturverträglich gestaltet werden kann, hat über ein Jahr gedauert. Nach einer Anpassung des Flächennutzungsplans konnte der vorhabenbezogene Bebauungsplan aufgestellt werden, der dann die Grundlage für den Bauantrag wurde. Dazu kamen Verhandlungen für den Pacht- und Nutzungsvertrag, Planungen mit Architekten, Anlagenplanern, Handwerkern und vielen mehr. Man braucht wirklich einen langen Atem, aber ich bin unglaublich froh, dass wir an unserem Traum festgehalten haben.“

Die Bauphase

Im Oktober 2018 begannen schließlich die Bauarbeiten. In einem ersten Schritt wurde der Wasserstand um 50 cm abgesenkt, um den See an mehreren Stellen ausbaggern zu können und die vom TÜV vorgeschriebene Mindesttiefe zu erreichen. Das entnommene Erdreich wurde für die Errichtung einer neuen Landzunge verwendet, auf welcher sich der Startbereich der neuen Anlage befinden würde. Für das Starthaus musste wiederum eine 25 Meter lange Spundwand installiert werden,
deren sechseinhalb Meter lange Dielen über zwei Tage tief in den Boden gerammt wurden. Die neue Landzunge wurde anschließend mit tonnenweisen Wasserbausteinen umbaut und befestigt. Anfang Dezember begann die Montage der sechs Masten, dem Herzstück der Wakeboard Anlage. Aus über 35 Einzelteilen wurden die jeweils 13 Meter langen
Masten zusammengeschraubt und anschließend mit einem Kettenbagger auf ein Montagefloß gehoben. Dieses transportierte die Masten dann an die jeweilige, per GPS bestimmte Position. Anschließend

wurden die Abspannseile von den Masten zu den vorab installierten Ankern gespannt und mit Hilfe eines Greifzugs Zentimeter für Zentimeter hochgezogen. Als alle sechs Masten montiert waren, folgte die Montage der Ausleger. In zehneinhalb Meter Höhe mussten die acht Meter langen Ausleger an den Masten befestigt werden. Mit Hilfe des Greifzugs wurden die Ausleger durch reine Muskelkraft auf die richtige Höhe gepumpt und verschraubt. Im letzten Schritt wurde das 600 Meter lange Umlaufseil eingezogen und gespannt.
Im Frühjahr 2019 drehten sich die Bauarbeiten in erster Linie um das neue Betriebsgebäude inkl. Gastronomie. Von der knapp 600qm großen Sonnenterrasse erhalten die Besucher zukünftig einen tollen Blick auf den See und das Geschehen an den Wakeboard Anlagen. Hier sind kühle Getränke, Kaffee, Eis, Kuchen und verschiedene Leckereien aus der Region zu fairen Preisen erhältlich.

Eröffnungsprogramm

Der neue 600 Meter lange Rundkurs befindet sich auf der Badehalbinsel Absberg am Kleinen Brombachsee. Mit bis zu 30 km/h können bis zu acht Wassersportler gleichzeitig ihre Runden drehen. Geschäftsführer Matthias Bauer ist überzeugt davon, dass die Wasserski- und Wakeboardanlage der ganzen Region dient: „Das Fränkische Seenland war geradezu prädestiniert für eine Wakeboardanlage. Die Attraktivität der Urlaubsregion wird durch die Wakeboardanlage enorm gesteigert und wir bieten unseren Gästen eine moderne Freizeitattraktion.“ Wakeboarden gehört zu den Trendsportarten des Jahres und verzeichnet immer mehr Zulauf. Jung und Alt begeistert das unbeschreibliche Gefühl über das Wasser zu gleiten. Wakeboarden eignet sich perfekt für Einzelpersonen und Gruppen, wie Kindergeburtstage, Familienfeiern oder Firmenevents.
Der Trendsport hat seinen Ursprung übrigens beim Wasserski und Surfen. Kreative Surfer hingen ihre Boards einfach wie Wasserski an ein Motorboot – und schon konnten sie auf der Kielwelle (englisch: wake) über das Wasser gleiten und Tricks und Sprünge machen. Wakeboarden kann aber auch als sommerliches Pendant zum Snowboarden gesehen werden.
Beim Eröffnungsevent am 8. Juni wird die Anlage erstmals für den öffentlichen Betrieb freigegeben. Wakeboard-Profis aus ganz Deutschland sind zu Gast und zeigen spektakuläre Sprünge und Tricks. Die Gastronomie lockt mit köstlichen Eröffnungs-Schmankerln und auf der Sonnenterrasse gibt es Livemusik. Das Fest  beginnt um 11 Uhr und erstreckt sich über den ganzen Tag, sodass sich ein Besuch zu jeder Zeit lohnt.
Mehr Infos unter www.wakepark-brombachsee.de