Archiv: Falk-report

13 Fischarten sind in Bestand gefährdet

Bezirk Mittelfranken hat die Gewässer ausgewertet

Abfischen

Jährlich wird der Altmühlsee abgefischt, um die Weißfische zu entnehmen. Ihre Verwertung in der Gastronomie stößt aber auf Widerstände.

43 Fischarten gibt es in den mittelfränkischen Gewässern. Das haben die Mitarbeiter der Fachberatung für das Fischereiwesen des Bezirks 2013 ermittelt. Sie berichten im „Bezirks-Report“ (22. Jahrgang, Nummer 85) darüber.
Zu den 43 Arten von Fischen kommen noch je drei krebs- und Muchelarten sowie ein Vertreter der sogenannten Rundmäuler. Als heimisch bezeichnen die Fachleute 35 Arten. Von ihnen sind 13 in ihrem Bestand gefährdet, zwei sogar haben das Prädikat „stark gefährdet“. Das Bachneunauge ist beispielsweise vom Aussterben bedroht. Den Rundmäuler gibt es in der Pegnitz.
Die fehlende Durchlässigkeit und die Strukturdefizite der Fließgewässer, die Schäden durch die knapp 300 Wasserkraftanlagen sowie die Verluste durch den Kormoran sind neben der Gewässerverbauung sowie den Abwässern aus Industrie-Haushalten und Landwirtschaft sind die größten „Feinde“ der mittelfränkischen Fische.
Ausgesetzte amerikanische Krebsarten haben zudem die Krebspest in die heimischen Gewässer übertragen.

Blasphemiepragrafen abschaffen

Zum Anschlag auf die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ erklärt Bayerns FDP-Landesvorsitzender Albert Duin:

„Das war ein Anschlag auf die Werte der offenen Gesellschaft. Die richtige Antwort auf den Terror ist nicht weniger Freiheit, sondern mehr Freiheit. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, Satirikern den Rücken zu stärken, indem wir in Deutschland den so genannten Blasphemieparagraphen §166 StGB abschaffen. Ein Gesetz, das Gotteslästerung unter Strafe stellt, passt nicht ins 21. Jahrhundert. Die Meinungsfreiheit darf auch vor der Religion nicht Halt machen.

Wer zum Hass gegen bestimmte religiöse Gruppen aufstachelt, macht sich der Volksverhetzung schuldig und wird zurecht bestraft. Das gleiche gilt für den Straftatbestand der Beleidigung. Einen zusätzlichen besonderen Schutz von Religionsgemeinschaften brauchen wir nicht. Kirchen müssen Kritik und Spott genauso aushalten können wie jede andere Institution auch. Päpste und Propheten brauchen keine Privilegien.“

TTIP bedroht nicht jede Bratwurst

Slow Food dankt Minister Schmidt für die Eröffnung einer überfälligen Diskussion

„Slow Food Altmühlfranken ist Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt für seine Äußerungen zum Schutz europäischer regionaler Spezialitäten sehr dankbar, obwohl er damit eine Debatte eröffnet hat, an deren Ende möglicherweise ausgerechnet die Nürnberger Bratwurst geopfert werden könnte,“ kommentierte Dieter Popp als Vorsitzender von Slow Food Altmühlfranken die durch Christian Schmidts ausgelöste heftige Debatte. In dieser entzünden sich nämlich nun die Gemüter über denkbare Zugeständnisse der EU beim Schutz eingetragener regionaler Spezialitäten gegenüber den USA im Zuge der Verhandlungen um das gemeinsame Freihandelsabkommen TTIP. Auch wenn man angesichts der massiven Bedenken gegen die Inhalte von TTIP nicht unbedingt Mifrank0512 121ein Freund amerikanischer Argumentationslinien sein kann, haben sie hier sehr geschickt argumentiert und den Finger in eine europäische Wunde gelegt, die bislang von der EU weitgehend verharmlost worden ist. Und damit hat Christian Schmidt – offenbar unbeabsichtigt – die europäischen Verhandlungspositionen deutlich geschwächt.
Um was es da im Detail geht, ist nicht so einfach zu erkennen. Bei der Anerkennung europäischer Regionalspezialitäten durch die Kommission in Brüssel wird zwischen drei Kategorien unterschieden. Da gibt es die „Garantiert traditionellen Spezialitäten“ (g.t.S.), die „Geschützte geografische Angabe“ (g.g.A.) sowie das „Geschützte Ursprungszeichen“ (g.U.). Bei g.t.S. geht es um traditionelle Rezepturen wie die Pizza Napoletana, unabhängig davon, woher diese Zutaten stammen. Bei g.g.A. müssen entweder Erzeugung, Verarbeitung oder Herstellung aus der angegebenen Region, wie z. B. bei der Nürnberger Bratwurst oder dem Abensberger Spargel stammen oder dort verarbeitet sein. Und nur bei g.U. müssen die Zutaten tatsächlich aus der benannten Region stammen und dort auch verarbeitet worden sein, wie z.B. der Limpurger Weideochse oder der Spalter Hopfen. Der Schwarzwälder Schinken, der dort nur verpackt und vertrieben wird, wäre ein g.g.A.-Produkt. Der Dresdner Stollen nach original Rezept in Ungarn hergestellt, dürfte g.t.S. als Siegel nutzen. Und die beantragte, aber noch im Anerkennungsverfahren befindliche „Altmühlfränkische Bratwurst“ dürfte danach g.U. tragen, da bei ihr alle Herstellungs- und Verarbeitungsstufen in Altmühlfranken liegen müssen.
So betrachtet hat sich Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt aber ein Eigentor geschossen, denn auch wenn er sich für die Nürnberger Bratwürste (geschützt nach g.g.A.) keine Sorgen macht, zeigt diese Beschreibung der europäischen Schutz-Kategorien eindeutig, dass die in Nürnberg hergestellte Bratwurst sehr wohl aus dänischen, holländischem oder – wie jetzt diskutiert – US-amerikanischen Fleisch gemacht sein dürfte. Genau auf diese Ungereimtheiten haben die Amerikaner hingewiesen. Ja die Nürnberger Bratwurst dürfte sogar von einem Metzger in Chicago hergestellt werden, wenn er dazu das Fleisch aus Nürnberg bekäme.
Nur wenn man sich diese nicht immer einfach nachzuvollziehenden EU-Verordnungen einmal genauer ansieht, werden diese widersinnigen Inhalte erkennbar. Hinzu kommt noch, dass die drei europäischen Schutzkategorien noch bis vor kurzem mit dem gleichen Siegel gekennzeichnet wurden, so dass Verbraucher die Unterschiede nur aus den millimetergroßen Textteilen entziffern konnten. Das wurde glücklicherweise geändert . Es sollte nun eine Aufgabe des Bundesland-wirtschaftsministers sein, dass hier in Europa zunächst einmal unmissverständliche Regelungen für den Schutz regionaler Spezialitäten aufgestellt werden und dabei die auch von den Verbrauchern abgelehnten Mogelpackungen erst gar nicht berücksichtigt werden. Erfolgt dies nicht, haben es die US-Amerikaner sehr leicht, diese Schutzbestimmungen über TTIP auszuhebeln. Slow Food ist also Agrarminister Schmidt dankbar, dass er diese europäischen Defizite im europäisch-amerikanischen Dialog entdeckt und den entsprechenden Handlungsbedarf aufgedeckt hat. Nun sollte aber auch rasch gehandelt werden, empfiehlt Dieter Popp für Slow Food Altmühlfranken, denn noch haben wir das Heft des Handelns selbst in der Hand!
Und dabei gibt es auch noch weiteren Handlungsbedarf, denn im europäischen Vergleich gibt es von der einzig nachvollziehbaren Schutzstufe g.U. in Deutschland nur relativ wenig anerkannte Produkte. Dabei erfüllen sehr viele der hier unter g.g.A. deklarierten Regionalspezialitäten aber die Voraussetzungen für diese höherwertige Schutzstufe, der sie aber viel zu häufig einer vor allem in Deutschland zu wenig praxisorientierten Richtlinien-Auswertung zum Opfer gefallen sind.
Wenn Kommissionssprecher Gabriel Rosario aber auch noch andeutet, dass nur die wirtschaftlich erfolgreichsten europäischen Regionalspezialitäten in die TTIP-Verhandlungen einbezogen werden sollen, wird damit das Ende vieler fränkischer und bayerischer Spezialitäten eingeläutet! Denn ihr Merkmal ist ja oft die räumlich enge Verbreitung ihrer handwerklichen Herstellung mit einer dann auch nur regional bedeutsamen Wertschöpfung. Wenn die EU diese Reduktion der Anzahl geschützter Spezialitäten wirklich vorsehen sollte, werden die europäischen Regionen ein eigenes Kennzeichnungssystem außerhalb staatlicher Einrichtungen etablieren müssen. Die Arche-Produkte von Slow Food sind dafür bereits ein ausgezeichneter Einstieg!
Dieter Popp, Slow Food Altmühlfranken (altmuehlfranken@slowfood.de)

Die Gaststätten von Gunzenhausen

Auflistung in „Alt-Gunzenhausen“

Welche ist die älteste Gaststätte in Gunzenhausen? Genau: das „Adlerbräu“-Gasthaus. Nachweislich wird dort seit 1564 Bier gezapft. Im Ranking folgt auf dem zweiten Platz das Gasthaus „Zum alten Rathaus“ (seit 1585), dahinter die „Bürgerstube“ (bis 1969), „Zum schwarzen Bären“ (bis 1951, heute Bäcker-Schmidt) und die „Post“ (sie wird von der Familie Arnold als Hotel Garni betrieben).

Alt-Gun 68 20.01.2013 10-15-31

Der Fränkische Hof um die Jahrhundertwende. Er wurde 1970 geschlossen und zu einem Lebensmittelmarkt umgebaut.

Lothar Hiemeyer nimmt sich im neuen Jahrbuch „Alt-Gunzenhausen“ des Vereins für Heimatkunde den Gastwirtschaften an, geht auf die Ursprünge der Gastronomie ein, liefert Kurzporträts von 67, die es vom Mittelalter bis 1945 gegeben hat und noch immer gibt. Der Leser erfährt, dass Wirte und Bierbrauer schon früh herrschaftliche Privilegien hatten. Viele von ihnen waren Ratsmitglieder oder Bürgermeister. Die wohl älteste und größte Herberge in der Stadt war die „Fürstenherberge“ (heute Zuber-Haus und dahinterliegendes Areal), die auch „Zum Wurm“ genannt wurde (nach seinem früheren Besitzer). Das älteste Stadtbuch von 1460 erwähnt bereits fünf Wirte. Sie waren u.a. die Gastgeber für Kaiser Maximilian I. (um 1500), den Schwedenkönig Gustav Adolf (1632), den Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe (1788) und Martin Luther (1518).
Einen gewaltigen Aufschwung für die Beherberger in der Stadt brachte natürlich der Eisenbahnbau (ab 1849). Mit der wirtschaftlichen Entwicklung vermehrten sich auch die Gasthäuser, aber selbst im 19. Jahrhundert regulierte der Magistrat noch ihre Häufigkeit. Nicht jeder Antrag hatte sein Wohlwollen. Zwischen den einzelnen Gasthäusern sollte ein gebührender Abstand sein. Und natürlich gab es auch noch moralische Bedenken. Beispielsweise blitzte der Schlossermeister Georg Beyer 1913 mit seinem Vorhaben ab, für sein Haus in der Bühringer-Straße 12 (heute „Lauterbacher“) eine „Conzessionserteilung zum Ausschank von Caffee, Wein und Liköre“ zu bekommen. Er wollte Damen als Kellnerinnen einsetzen, doch wegen ihnen hatte es andernorts öfter „Streitigkeiten und Raufhändel“ gegeben. Im Grunde galt die Regelung für die Konzessionserteilung novelliert bis 1945. Eifersüchteleien gab es auch damals schon unter den Wirten und gelegentlich gab es auch Beschwerden über ungleiche Behandlung durch die Polizei „wenn da bis in den tiefen Morgen fast täglich gezecht und getanzt wird“. Immerhin gab es auch Einigkeit unter den Wirten, die sich 1899 in der Gründung des „Gastwirte-Vereins“ ihren Niederschlag fand. Ein paar Jahre später, 1905, notierte die 5200-Einwohner-Stadt bereits 31 Gastwirtschaften und neun Schankwirtschaften. 1927 gab es sogar schon 44 Gasthäuser. Viele von ihnen sind inzwischen längst Vergangenheit, beispielsweise das Gasthaus „Zur Rose“ (bis 1970 von der Familie Gempel betrieben), das Gasthaus „Zum Storchen der Familie Fischer in der Bühringer-Straße (bis 1972) oder „Zum goldenen Lamm“ der Familie Wittmann am Marktplatz 28 (bis 1966/heute NKD).
Autor Lothar Hiemeyer erinnert an die gesellschaftliche Rolle der Gasthäuser, in denen sich die Gunzenhäuser traditionell zum Frühschoppen, zur Schlachtschüssel („mit gutem alten Stoff in der Wolfsschlucht“), zum Schafkopfen oder zum Faschingsball („Große Redoute bei gutbesetzter feiner Ballmusik“ in der Adler-Brauerei) trafen. Das Gasthaus war früher „das Wohnzimmer der einfachen Leute“. Der Geselligkeit hatten sich die Stammtischgesellschaften (beispielsweise „Grüner Kranz“ 1919 und „Unter uns“ 1926) verschrieben. In der Mitte des 19. Jahrhunderts schossen die Vereine nur so aus dem Boden. Sie hatten überall ihre Stammlokale. Im „Alten Rathaus“ waren der 1899 gegründete „Rauchclub Blaue Wolke“ und die „Dreizehner-Vereinigung“ (benannt nach dem 13. Infanterieregiment in Ingolstadt) heimisch.
Wenn sich auch nach 1945 viel geändert hat in der Gunzenhäuser Wirtshaushauskultur, es gibt schon noch einige traditionelle fränkische Gaststätten, zugegebenermaßen aber noch mehr Lokale mit italienischer, griechischer oder asiatischer Küche.

Jetzt schon für Seenland-Marathon anmelden!

Frühbucherrabatt bis Silvester – Gesundheit, Fitness und Spaß für 2015

Am 31. Dezember 2014 geht beim Seenlandmarathon die Phase der günstigsten Startgebühren zu Ende. Frühbucher können bis zum Neujahrsläuten bares Geld sparen und sich mit dem beliebten Landschaftslauf am Brombachsee ein Ziel für das kommende Jahr setzen.

Gute Vorsätze gibt es zum Jahresende viele. Mit dem Seenlandmarathon kann man gleichzeitig etwas für Gesundheit und Fitness tun und sich selbst ein besonderes Erlebnis gönnen. Dabei findet wirklich jeder ein passendes Ziel. So ist der Marathon zum Beispiel ein ehrgeiziges, sportliches Projekt und das Nordic Walking der Beginn eines aktiven und gesunden Lebensstils. Ein erster Schritt, um die guten Vorsätze in die Realität umzusetzen, ist die Anmeldung.

Disziplinen für Jedermann
Der Seenlandmarathon findet am 19. und 20. September 2015 in Pleinfeld am Brombachsee statt und bietet vielfältige Disziplinen für alle Altersgruppen. Große Sportfreunde haben die Wahl zwischen Marathon, Halbmarathon, Nordic Walking, Hobbylauf und Marathon-Staffeln. Der Nachwuchs kommt beim Bambini-, Schüler- und Hobbylauf auf seine Kosten.

Beliebter Landschaftslauf
Die Anmeldung ist seit Anfang Dezember möglich. Nur wenige Sekunden nach Öffnung des Meldeportals sicherten sich die ersten Läufer ihren Startplatz. „Anscheinend haben sich da einige Seenlandmarathon-Fans den Wecker gestellt“, so Veranstaltungsleiter Christian Weber. „Es ist immer wieder schön, bekannte Namen auf der Starterliste zu entdecken und zum Seenlandmarathon zu begrüßen. Gleichzeitig kommen jedes Jahr viele neue Gesichter hinzu. Toll!“

Teilnehmer loben besonders die beeindruckende Panoramalaufstrecke am Ufer des Brombachsees und die herzliche Unterstützung der Helfer. Die Nutzer des Laufportals marathon4you wählten den Seenlandmarathon im vergangenen Jahr sogar in die Bayerische TOP10 der beliebtesten Marathonläufe. Der Link zur diesjährigen Abstimmung sowie alle aktuellen Informationen sind auf der Internetseite www.seenlandmarathon.de zu finden.

Hier geht es auch zur Online-Anmeldung. Noch bis zum Silvesterabend können Teilnehmer mit den besonders günstigsten Startgebühren kräftig sparen und guten Gewissens auf das neue Jahr anstoßen.

Der SEENLANDMARATHON® ist ein Landschaftslauf rund um den Brombachsee mit Start und Ziel in Pleinfeld. Seit 2011 wird der SEENLANDMARATHON® von der Outdoor and Offroad Association International e.V. (OAI) ausgerichtet. BABOONS® ist Marken- und Rechteinhaber sowie Promoter dieser größten Sportveranstaltung in der Region Altmühlfranken. Der SEENLANDMARATHON® zeichnet sich durch die einzigartige Panoramalaufstrecke direkt am Seeufer sowie den breitensportlichen Charakter aus. Neben dem Marathon werden Marathon-Staffeln, Halbmarathon, (Nordic) Walking, Hobbylauf und Nachwuchswettbewerbe angeboten. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm rundet den Wettkampf ab, der rund 2.500 Teilnehmer und ein Vielfaches an Zuschauern nach Pleinfeld lockt.
Infos unter www.seenlandmarathon.de

2014 war ein Jahr der Veränderungen

Abschied vom Beruf und Neustart in der Politik

Seename

Zu Weihnachten ist auch noch dieser Wunsch in Erfüllung gegangen.

Ich grüße Sie zum Ausklang des alten Jahres und zum Eintritt in das Jahr 2015. Zurückzuschauen auf die letzten zwölf Monate, das gehört zum Jahreslauf. Für mich war das Jahr 2014 eine Zäsur, denn ich bin nach 50 Jahren im Erwerbsleben aus dem Beruf ausgeschieden. Wenn ich repliziere, dann kann ich mehr als zufrieden sein mit dem, was ich in dieser Zeit erlebt habe. Ich hatte als Redakteur des Altmühl-Botens einen interessanten Beruf, der mich mit vielen Menschen zusammengeführt hat. Die vielen Begegnungen haben mein Leben bereichert. Dass ich in den letzten 28 Jahren die Zeitung verantwortlich führen und gestalten durfte, war für mich eine erfüllende Aufgabe. Ich bin jeden Tag gerne in die Redaktion gegangen.
2014 war für mich Abschied und Beginn zugleich. Gestartet bin ich in meine neue politische Aufgabe, die mir mit der Wahl in den Stadtrat zugewachsen ist. Ich mache mir das Ehrenamt nicht leicht und schaue nicht unbedingt nach den Mehrheiten, wenn ich eine Idee habe, von der ich überzeugt bin, dass sie der Stadt Gunzenhausen dienlich ist. Danken möchte ich Bürgermeister Karl-Heinz Fitz für stets konstruktive und freundschaftliche Gespräche, aber auch die Kollegen im Stadtrat haben mich gut aufgenommen. Sie werden erleben, dass ich mich nicht damit begnüge, physisch präsent zu sein, sondern immer wieder neue Impulse gebe.
Nach Jahren des Stillstands kommt Gunzenhausen endlich in die Gänge. Der „Kulturherbst“ und die Eisbahn waren zwei Events, die wiederholt werden, denn sie sind ganz toll angekommen. So kann Gunzenhausen sein Image aufbessern. Die von mir angeregte „Seemeile“ wird 2015 auf die Schiene gesetzt und in den Folgejahren Zug um Zug nach den Vorstellungen der Bürger realisiert. Mitmachen können alle, wenn es darum geht, die Planung zu machen.
Auf den Stadtrat kommen viele Probleme zu. Viele werden von außen vorgegeben, andere Dinge können wir selbst bestimmen. Die unverbindliche Investitionsliste bis 2020 beläuft sich auf rund 20 Millionen Euro. Neben den „großen Brocken“ gibt es auch eine Reihe von eher kleinen Projekten, die wir angehen können. Zu denen zählt auch die Neuformierung der offenen Jugendarbeit, d.h. konkret die künftige Ausrichtung des Kommunalen Jugendzentrums. Dazu habe ich vom Bürgermeister ein gutes Signal vernommen. Er steht für den Aufbruch Gunzenhausens. Und das ist gut so! Allein die Nachrichten über die Bereicherung der gewerblichen Struktur und die geplanten Neubauaktivitäten im Gewerbegebiet Scheupeleinsmühle sprechen für sein permanentes und erfolgreiches Werben für Gunzenhausen als Gewerbestandort.
Wir durften erleben, wie der Marktplatz immer stärker als Eventbühne angenommen wird. Der „Kulturherbst“ und die Eisbahn sind Signale, wie es weitergehen kann. Ich bin dafür, dass wir nicht sofort, aber doch mittelfristig den Marktplatz stärker öffnen für die Gäste (und Kunden der Geschäfte). Beispielsweise könnte der mittlere Marktplatz von Mitte Juni bis zur Gunzenhäuser Nachkirchweih vom Durchgangsverkehr ausgenommen werden, um dort den Menschen eine noch schönere „Einkaufsbühne“ zu bieten. Ich stelle fest, dass unter den Geschäftsleuten ein Umdenken stattfindet, ganz sicher beflügelt durch die erfolgreichen Events des zu Ende gehenden Jahres. Jedenfalls sollten wir schon 2015 noch mehr Events auf dem mittleren Marktplatz planen und an diesen Tagen punktuell die Geschäftszone als einen Ort der Begegnung aufwerten.
Ich wäre dankbar, wenn Sie meine kommunalpolitische Arbeit weiterhin konstruktiv begleiten würden. In den letzten Monaten habe ich viel Zuspruch erfahren, nicht zuletzt auch dank meines „FalkTalks“, den ich alle acht Wochen als Wirtshausgespräch anbiete.
Allen, die mir bewogen sind, wünsche ich einen angenehmen Jahresausklang und im neuen Jahr alles Gute!
Werner Falk, Stadtrat der FDP in Gunzenhausen

Die Luna-Bühne im Januar

Programm beginnt am 10. Januar

Buehne 3872x2592Seit mehr als zwanzig Jahren gibt es in Weißenburg die „Luna-Bühne“ von Thomas Hausner (Foto). Sie war zunächst auf der Silbermühle daheim, seit einigen Jahren befindet sie sich in der Paradeisgasse 9 in der Weißenburger Altstadt. Hier können die Gäste Theater live erleben. Einer ist garantiert immer dabei: Intendant Thomas Hausner.  Jährlich bietet er an die 120 Veranstaltungen.  Im Internet gibt es auch das gesamte Programm zu sehen (lunabuehne.de/Telefon 09141/8744700). Karten gibt es aber auch beim Weißenburger Tagblatt und beim Altmühl-Boten. (www.reservix.de)

Das Programm für Januar:

10. Janaur, um 20 Uhr: „Määtschnik in se Är“ (Comedy-Magic mit Christopher Köhler)

11. Januar, 18 Uhr: „Mord an Bord“ (Theater mit 4-Gänge-Menü)

15. Januar, 20 Uhr: Kulturhäppchen (Kabarett-Theater mit Essen. Motto: „Winterliches“)

18. Januar, 18 Uhr: Mord an Bord2 (Theater und Dinner mit 4-Gänge-Menü, 39 Euro)

23. Januar, 20 Uhr: „Kennen Sie Goetze? (Fünf Szenen von Curt Goetz mit dem Laientheater „Weißenburger Bühne“

24. Januar, 19 Uhr: „Die 39 Stufen“ (Theater und Dinner, 4-Gänge-Menü, 39 Euro).

25. Januar, 18 Uhr: „Kennen Sie Goetz? (mit dem Laientheater „Weißenburger Bühne“

30. Januar, 20 Uhr: „Ois im Fluss“ (Musik-Kabarett mtiden „Isarschixn“

31. Januar, 20 Uhr: „Fränkisches Amtsgericht“ (24. Folge der humorvollen Verhandlung)

Die Weißenburger Brunnen

In der „villa nostra“ werden sie von Stadtarchivar Kammerl vorgestellt

villa nostra 3872x2592Eine Bestandsaufnahme der Brunnen, Denkmäle rund Skulpturen in Weißenburg findet sich im neuen Heft „villa nostra“ des Weißenburger Stadtarchivs. Reiner Kammel, der Leiter des Stadtarchivs, geht auf die Geschichte der Brunnen ein, die vor der Einführung der öffentlichen Wasserversorgung 1865 die Aufgabe hatten, das Trink- und Brauchwasser zu liefern. Zwei hölzerne Wasserleitungen führten das köstliche Nass zunächst vom Wülzburghang und von der Schönau in die Stadt. Nachgewiesen ist, dass es 1810 in Weißenburg 22 öffentliche und 155 private Brunnen gegeben hat, dazu den Stadtbach und fünf Weiher. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren bereits 370 der 870 Häuser in der Stadt an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen. Der Ausbau der Wasserversorgungseinrichtung ging voran, so dass 1865 die Willibaldsquelle eingespeist wurde, 1887 kam der erste Hochbehälter am rohrberg mit zwei Kilometer langer Leitung in der Stadt dazu. Die Steinriegelquelle bei Suffersheim war mit einer 12 Kilometer langen Leitung nach Weißenburg verbunden (1907), weitere Brunnen ergänzten nach nund nach das Wasservorkommen bis 1973 die Stadt an den Zweckverband Fränkischer Wirtschaftsraum.
Die öffentlichen Brunnen im Stadtbild liefern heute nicht mehr den so wichtigen Rohstoff für Menschen und Tier, dafür sind sie ein Schmuck für das Stadtbild. Autor Reiner Kammerl stellt den Lesern der „villa nostra“ (das Heft ist bei der Stadtverwaltung kostenlos zu beziehen). Aufführlich stellt er den „Schweppermannsbrunnen“ (an der Südseite des Gotischen Rathauses), den“Kaiser-Ludwig-Brunnen“ (in der Luitpoldstraße), den „Koppbrunnen“ (auf der Wied), den „Milleniumsbrunnen“ (nahe dem Ellinger Tor), den „Sparkassenbrunnen“, den Brunnen vor der Brauerei Schneider (Bachgasse) und viele weitere vor. Er erweitert den Rahmen sogar um die Denkmäler der Stadt (Bismarckturm, Wülzburg etc.)

Das ganze Kabinett war bei „Siebenkäs“

Weihnachtsfeier des bayerischen Staatsregierung in Pleinfeld

SeehofDie wenigsten wussten es im Vorfeld, dass das bayerische Kabinett seine Weihnachtsfeier im „Siebenkäs“-Restaurant von Ulrich und Edith Riedel in Pleinfeld abhalten würden.  Bürgermeister Markus Dirsch und der frühere Kultur-Staatssekretär Rudolf Klinger  (ein Pleinfelder) waren zur Begrüßung angetreten, um die Gäste in Empfang zu nehmen. Als letzter Gast trudelte Ministerpräsident Horst Seehofer ein, berichtete das Weißenburger Tagblatt, und gab die Order aus:  „Jetzt wollen wir erst einmal für uns beten“. Dne Gottesdienst in der St. Nikolauskirche hielten der katholische Pfarrer Dieter Bock, Kaplan Sturchio und der evangelsiche Pfarrer Uwe Bloch. Nach dem kirchlichen Programm servierte Christa Riedel den Gästen im Schlossgarten Glühwein und Plätzchen, danach waren die Regierungsmitglieder und ihre Frauen im Restaurant „Siebenkäs“, das Innenminister Joachim Herrmann dem MP vorgeschlagen hatte.  Die Crew servierte Holzinger Saiblingsfilet, Grießklößchen, Rehrücken mit Preiselbeerbirne und Spätzle, Zanderfilet im Lauchnest und um Schluss gab es noch ein Spekulatiuslsouffle.

Der Ministerpräsident war vollauf zufrieden und begeistert. Dem „Weißenburger Tagblatt“ vertraute er an: „In München ware das fünfmal so teuer gewesen, aber nur halb so gut.“ Horst Seehofer und seine Frau Karin stellte sich kurz vor dem Abschied mit der Crew von Ulrich und Edith Riedel zum Erinnerungsfoto. Schließlich passiert es ja nicht so oft, dass der bayerische „Regent“ mit seinem ganzen „Hofstaat“ in Pleinfeld auftritt.

Fremde in der Heimat

Filmfestival des Bezirks Mittelfranken vom 15. bis 18. Januar 2015

Der Bezirk Mittelfranken, der Bayerische Landesverein für Heimatpflege und das Filmhaus Nürnberg („KunstKulturQuartier“ in der Königstraße 93 in Nürnberg) wirken zusammen und veranstalten vom 15. bis 18. Januar „Heimat! Das Filmfestival“. Verschiedene Filme verschaffen einen Zugang zu einem altbekannten, aber immer wieder aktuellen Thema. img021Motive wie Heimat, fremdgewordene Heimat, Fremde, Migration, Menschen mit mehreren Heimaten und Integration werden aus unterschiedlicher Sicht gezeigt.  Von jeher waren Fremde in allen Filmgenres ein immer wiederkehrender Gegenstand.  Die Filmreihe präsentiert paradigmatische Filme zum Thema von den dreißiger Jahren bis heute, die jeweils von einem Experten vorgestellt und in den historischen Kontext gestellt werden. Im Anschluss an die Vorstellungen besteht die Gelegenheit zur Diskussion mit Fachleuten, Regisseuren, Schauspielern und Autoren.

Das Programm:

15. Januar, um 19 Uhr Eröffnung im Festsaal mit dem Film „Zu Hause“. Bezirksheimatpflegerin Dr. Andrea Kluxen führt in die Materie ein und danach wenden sich Bezirkstagspräsident Richard Bartsch und Prof Dr. Julia Lehner, die Kulturreferentin der Stadt Nürnberg, sowie Johann Böhm, der Vorsitzende des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege und Landtagspräsident a.D. an das Publikum. Der Kabarettist Django Asül hat einen Auftritt und danach gibt es einen Empfang.

16. Januar, um 15 Uhr im Filmhauskino (Kindervorstellung) „Lapislazuli – im Auge des Bären“, 17 Uhr: „Der Ruf“ und 20 Uhr „Das Geheimnis in Siebenbürgen“.

17. Januar, um 11 Uhr „Heiße Ernte“, 15 Uhr „Familie Villano kehr nicht zurück“, 15 Uhr „Lapislazuli – im Auge des Bösen“, 17 Uhr „Angst essen Seele auf“ und 19.30 Uhr „Als Großvater Rita Hayworth liebte“.

18. Januar, um 11 Uhr „Der verlorene Sohn“, um 15Uhr „Angekommen“, 15 Uhr „Lapislazuli – im Aug des Büären“, 17 Uhr „Gegen die Wand“, 20 Uhr „Frau Bu lacht“

Karten ( 3 Euro) können telefonisch reserviert werden (Filmhaus Nürnberg, Telefon 0911/231-7340).  Weitere Informationen gibt es auf Wunsch auchvon der Bezirksheimatpflege in Ansbach (Telefon 0981/4664-5002).