Archiv: Falk-report

Stadtradeln meldet neuen Rekord

Gunzenhausen deutschlandweit auf dem 2. Platz

Bürgermeister Fitz und Agenda 21-Chefin Ingrid Pappler (rechts) mit den Gewinnern der Tombola. Foto: FR Presse

Das Stadtradeln in Gunzenhausen meldet einen neuen Rekord: 2018 haben 37 Teams mit 799 Radlern an der bundesweiten Aktion teilgenommen, deren Ziel es ist, die Menschen zu sportlicher Betätigung zu ermuntern, indem sie in drei Wochen gezielt die Pkw-Nutzung einschränken. Das tut darüberhinaus auch der Umwelt gut. Die Gunzenhäuser Radler strampelten 204301 Kilometer herunter und landeten damit in der Kategorie der Städte von 10000 bis 49000 Einwohner deutschlandweit auf dem 2. Platz. 3. Bürgermeister Fritz Kolb nahm an der Abschlussveranstaltung in Kaiserslautern teil.

In ganz Deutschland gibt es immer mehr Menschen, die die Aktion unterstützen. 295514 Radler aus 886 Gemeinden waren es 2018. Sie brachten es auf 59,3 Millionen Kilometer.

Agenda-Chefin Ingrid Pappler interviewte Markus Diepold, der ein Lastenbike anstelle eines zweiten Familienautos fährt.

Gunzenhausen hat damit seinen Ruf als fahrradfreundliche Stadt bekräftigt.  Sozusagen amtlich bescheinigt worden ist ihr das Prädikat schon vor etlichen Wochen, als der Bürgermeister  Karl-Heinz Fitz und dder Fahrradbeauftragte Klaus Stephan das Zertifikat entgegennehmen durften.  Voraus gegangen war ein mehr als dreijähriger Prozess der „Aufrüstung“. Gunzenhausen gehört jetzt zu den 17 fahrradfreundlichen Städten in Bayern. Bürgermeister Fitz  sagte auf der Abschlussveranstaltung im Bethelsaal der Stiftung Hensoltshöhe: „Wir können auf diese Auszeichnung stolz sein, wir wissen aber auch, dass wir noch nachbessern müssen.“ Die Fahrradfreundlichkeit ist für den Rathauschef ein Entwicklungsprozess, der niemals enden wird. Ein Knackpunkt ist der Knotenpunkt Sonnenstraße/Weißenburger Straße, also die Einfahrt in den Marktplatz. Lösungsvorschläge werden im Rathaus gerne entgegen genommen.

Von den 37 Teilnehmergruppen waren die „Wormer Radler“ mit 39742 gefahrenen  Kilometern die stärkste, gefolgt vom „Team FDP“ mit 32982 Kilometern und der CSU Gunzenhausen mit 23636 Kilometern.

Schöne Preise waren bei der Tombola zu gewinnen. Den Hauptpreis, ein Sportrad für 600 Euro,  erhielt Irmgard Fasold von den Radlern aus Unterwurmbach. Gestiftet hatte das Rad die Firma Radsport-Gruber. Die anderen Gewinner: Roswitha Rahm (Team FDP), Nathalie Brenner (CSU), Thomas Archinger (CSU), Rudolf Haller (Stiftung Hensoltshöhe), Ulrich Lutz (Landesamt für Schule), Friedrich Elterlein (Stiftung Hensoltshöhe), Bernd Brattinger (Landesamt für Schule), Tanja Wöllmer (Agenda 21), Beate Schlicker (CSU), Klaus Hattendorf (Schnelle Kette) Markus Holz (Sanmina), Inge Holderied (FDP), Hans Neumeyer (Wormer Radler), Petra Herzog (FDP), Anneliese Gabel (FDP), Gerda Wöllmer (Agenda 21), Hans-Jürgen Kieslich (FC Gunzenhausen), Claudia Pietrzak (Rathaus), Achim Pfeiffer (LKG), Monika Venzke (FDP).

Ingrid Pappler, die Vorsitzende der Agenda 21-Gruppe, und Bürgermeister Karl-Heinz Fitz äußerten sich lobend über die gute Beteiligung der Radler an den Gemeinschaftsaktionen. Sie stellten auch Markus Diepold aus Büchelberg und sein Lastenbike vor. Klaus Stephan, der Leiter des Hauptamts, ging auf die inzwischen realisierten Lösungen für mehr Fahrradfreundlichkeit ein. Dazu gehört auch die Neuregelung an fünf Einbahnstraßen. Sie dürfen jetzt von den Radlern auch entgegen der Fahrtrichtung befahren werden, an sieben weiteren Straßen ist die Benutzungspflicht für Radler aufgehoben worden. Zudem hat die Stadt eine neue Satzung erlassen, wonach beim Baum von Mehrfamilienhäusern eine bestimmte Zahl von Fahrradabstellplätzen geschaffen werden muss.  Erneuert wurde auch die Radunterstellhalle an der Stephani-Volksschule, zudem  sind auf dem Marktplatz neue Abstellbügel errichtet worden. Die Neubürger wurden von Bürgermeister Fitz zu einer Stadtrallye eingeladen, bei der sie ihre neue Heimat kennenlernen konnten.

Nach dem offiziellen Teil, den „Stadtmusikus“ Heinz Horst auf dem Klavier begleitete (es erklang der von ihm komponierte Radlersong), waren die Teilnehmer eingeladen, den Abend am Büfett  bei kleinen Häppchen und einem Bierchen ausklingen zu lassen.

Erste Lehrerfortbildung

 Lehrgang der bayerischen Landesstelle für den Schulsport in Gunzenhausen

 Die Bayerische Landesstelle für den Schulsport ist seit 1. September in das Landesamt für Schule in Gunzenhausen eingegliedert. Nun wurde der erste einwöchige Lehrgang „Fit für den Sportunterricht in der Mittelschule“ in Gunzenhausen durchgeführt.

Zum Start der Lehrerfortbildung in Gunzenhausen kamen neben 29 Teilnehmern auch Markus Meyer von der Bayerischen Landesstelle für den Schulsport, Bürgermeister Karl-Heinz Fitz und Schulleiterin Ingrid Pappler in die Grundschule Süd, um die Teilnehmer mit der Leiterin des Lehrgangs Sabine Thürauf zu begrüßen.

Im Mittelpunkt der zwei einwöchigen Fortbildungslehrgänge (Phase I und II) stehen grundlegende Aspekte des Sportunterrichts an Mittel- und Förderschulen (Mittelschulstufe) insbesondere im Bereich Methodik und Didaktik sowie der Sicherheitserziehung und des Gesundheitsschutzes. Die Fortbildung richtet sich an Lehrkräfte, die die zweite Lehramtsprüfung für das Lehramt an Mittelschulen erfolgreich abgeschlossen haben und keine Ausbildung und bis dato keine Prüfung im Fach Sport erworben haben.

Praktische Inhalte sind z.B. die Förderung der koordinativen Fähigkeiten mit Hand und Fuß, Geräteturnen, verschiedene Ballsportarten wie Handball, Fußball und Volleyball, Leichtathletik, ausdauerndes Laufen, Fitness und Tanzen. Ergänzt wird das Programm mit theoretischen Einheiten wie

Planung und Organisation einer Unterrichtseinheit, Organisation von Sportunterricht, Umgang mit Aggressionen, Förderung von Kooperation, Sicherheit vor Ort und vieles mehr.

 Die Lehrgangsteilnehmer aus ganz Bayern sind in Gunzenhausen untergebracht und lernen während des Lehrgangs auch die Stadt kennen. So enstehen Synergien, die der Wirtschaft in Gunzenhausen mehr als förderlich sind.

Damit zeigt sich einmal mehr, dass die Ansiedlung des Landesamtes für Schule in Gunzenhausen sichtbar Früchte trägt.

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, der in Gesprächen mit den für die Lehrerausbildung in Bayern Verantwortlichen, mit auf den Weg gebracht hat, dass Gunzenhausen als Lehrgangsort etabliert wird, ist im Hinblick auf eine weitere positive Entwicklung zuversichtlich.  Foto: Ingeborg Herrmann

 

Mit französischen und polnischen Gästen

Partnergemeinden sind auf den Weihnachtsmärkten präsent

Ein Hauch von Frankreich und Polen weht in den nächsten Tagen über verschiedene Weihnachtsmärkte in der Region. Französische und polnische Leckereien wie Piroggen, Crêpes, Pasteten oder Quiches bis hin zu Misteln, Stechpalmen und allerlei Kunsthandwerk ergänzen das Angebot der heimischen Fieranten. So bereichert beispielsweise Konditor Alain Ponthier aus Saint-Yrieix mit seinen duftenden Madeleines den Weihnachtsmarkt in Bad Windsheim (30. November bis 2. Dezember). Im westlichen Mittelfranken freut sich unter anderem Weihenzell auf Gäste aus Saint-Laurent-sur-Gorre, sie haben ein großes Angebot an Wein, Quiche, Pasteten und Walnüssen im Gepäck (1. bis 2. Dezember). 22 Franzosen aus der Partnergemeinde Flavignac verkaufen ihre Produkte auf dem Weihnachtsmarkt in Dietenhofen (15. bis 16. Dezember). In insgesamt 21 Kommunen sorgen engagierte Mitglieder der Partnerschaftsvereine dafür, dass in den kommenden Tagen die Freundschaft zwischen Franzosen, Mittelfranken und Polen unter dem Dach der Regionalpartnerschaften zwischen dem Bezirk Mittelfranken, der Region Nouvelle-Aquitaine und Pommern sichtbar wird. Wer französische oder polnische Produkte kaufen möchte, findet auf den Internetseiten des Bezirks Mittelfranken unter www.bezirk-mittelfranken.de eine Liste der diesbezüglichen Weihnachtsmärkte.

Die Notfalldose rettet Leben

Aktion des Seniorenbeirats Gunzenhausen

„Notfalldose“ – was ist das? Der Gunzenhäuser Seniorenbeirat klärt auf, und zwar mit einer Informationsoffensive auf dem Marktplatz. Vorsitzender Werner Seifert und seine Mitstreiter Erna Hohenstein sowie Hannfried Reinhardt rühren die Werbetrommel für die Notfalldose. Sie ist ein Angebot für Menschen, die allein im Haus oder ihrer Wohnung leben.

Die kleine grüne Dose kann Leben retten, nämlich dann, wenn die Helfer des Roten Kreuzes ins Haus  oder in die Wohnung kommen und in der Kühlschranktür das auffällige Gefäß finden. Darin befindet sich ein Notfall-Infoblatt mit allen wichtigen Informationen für die Ersthelfer und das Krankenhaus, beispielsweise Angaben über Medikamenteneinnahme, Allergien oder Unverträglichkeiten, Krankheiten und Therapien und dergleichen. Foto: FR Presse

Fünf Jahre Bildungsregion

Workshops und Festakt am 16. N0vember

Die Bildungsregion altmühlfranken feiert am Freitag, 16. November, von 15 bis 20 Uhr im Werner-von-Siemens-Gymnasium Weißenburg ihren fünften Geburtstag. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich zur Jubiläumsveranstaltung zu verschiedenen Workshops zum Thema Bildung anmelden.
Seit 15. November 2013 ist der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen „Bildungsregion in Bayern“. Doch was steckt hinter dem bayernweiten Qualitätssiegel, was hat sich in den letzten fünf Jahren getan, welche Akteure wirken mit?
„Bildungsregionen in Bayern“ ist ein Projekt des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, mit dem Ziel, die Zukunft der jungen Menschen wohnortnah mit einem passgenauen Bildungsangebot zu sichern. Zwei Drittel aller Landkreise und kreisfreien Städte in ganz Bayern sind bereits Bildungsregion, der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen war vor fünf Jahren einer der ersten, der sich beteiligt hat.
Seitdem hat sich viel getan. Es sind regionale Netzwerke und Strukturen in der Bildungslandschaft entstanden, die dazu beitragen, dass die Bildungs- und Teilhabechancen im Landkreis verbessert werden. Es gibt fünf Organisationseinheiten, die sich wie folgt gliedern: Die Geschäftsstelle der Bildungsregion ist am Landratsamt angesiedelt und für die Organisation, Koordination und Projektarbeit zuständig. Der Bildungsrat kümmert sich um die inhaltliche Weiterentwicklung, die Steuerungsgruppe berät die Geschäftsstelle. Die Bildungskonferenz ist ein offenes Veranstaltungsformat für alle Interessierten und dient zur Vernetzung, zum Austausch und zum Einbringen neuer Ideen. Das Bildungsmonitoring bildet die datenbasierte Grundlage für die Weiterentwicklung der Bildungsregion, dies erfolgt anhand eines Bildungsberichtes.
In den letzten fünf Jahren wurden über die Bildungsregion im Landkreis unter anderem zwei iPad-Klassen an der Wirtschaftsschule in Gunzenhausen eingerichtet oder die Weiterbildungsreihe AzubiWerkstatt altmühlfranken für regionale Auszubildende ins Leben gerufen. Auch das regionale Heimat- und Sachunterrichtsbuch für alle Dritt- und Viertklässler im Landkreis wurde gemeinsam mit den Akteuren der Bildungsregion erarbeitet.
Alle, die mehr über die Bildungsregion wissen oder sich mit Ideen einbringen möchten, haben am 16. November 2018 die Gelegenheit dazu. Das fünfjährige Jubiläum der Bildungsregion altmühlfranken wird am Freitag, 16. November 2018, um 17 Uhr im Rahmen einer Festveranstaltung im Werner-von-Siemens Gymnasium in Weißenburg (An der Hagenau 24) gefeiert.

Bereits am Nachmittag bietet der Marktplatz der Vielfalt bereits zahlreiche Informationsmöglichkeiten und Workshops zum Mitmachen und Mitgestalten. Folgende Workshops werden jeweils um 15 und 16 Uhr angeboten:
− Unterricht in einer iPad-Klasse
− Brotzeitboxphysik – Lernen durch Lehren
− Robbi aus dem Ei – Robotikklasse
− Grundlagen der Algorithmik mit Physical Computing und Robotik
− Snappet – die Arbeit mit Kindertablets in der Grundschule
− Lernen mit Lernbegleitung
− Interaktive Boards im Unterricht

Für die Workshops und den Festakt können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger anmelden. „Der Tag soll jedem die Möglichkeit bieten, sich umfassend über die Bildungsregion und –landschaft im Landkreis zu informieren und sich mit Ideen einzubringen“, wirbt die verantwortliche Mitarbeiterin des Landratsamtes, Greta Weisenseel.
Die Teilnehmerzahl für die Workshops ist begrenzt. Die Anmeldung für die Workshops ab 15 Uhr und den Festakt ab 17 Uhr ist bis 10. November 2018 online unter www.altmuehlfranken.de/5-jahre-bildungsregion möglich. Hier sind auch das detaillierte Programm und nähere Informationen zu den Workshops zu finden.

„Kunstpreis Skulptur“ der Gartenschau

Die fünf nominierten Arbeiten werden vorgestellt

Die fünf Nominierten für den „Kunstpreis Skulptur“, ausgelobt von der Gartenschau Wassertrüdingen und dem Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Nürnberg Mittelfranken, stehen fest. Sie werden ihre Skulpturen von 24. Mai bis 8. September 2019 auf der Gartenschau präsentieren. Ein Werk wurde bereits auf dem Gelände aufgestellt: die Steinskulptur „Mutter Erde“ von Peter Wittstadt

„Mutter Erde“ ist der Titel von Peter Wittstadts  tonnenschwerer Skulptur.

Albrecht Fersch: „N° 16927 – Gefüge“ (Installation aus Plastikfolien, 9 Meter). Auf artifizielle Weise versucht dieser Hybrid Lebendigkeit vorzutäuschen: Die Arbeit besteht aus unbelebtem Material, das das Organische imitiert und sich so, formal gesehen, in die Natur einfügt. Sie erinnert an ein überdimensionales Spinnengewebe, das sich zwischen den Bäumen und über dem Wasser spannt, womöglich in der Absicht, Lebensnotwendiges aus der Umgebung einzufangen, um die eigene Vitalität zu erwecken.
Christian Heß: „Wurm“ Da ist der Wurm drin! An mehreren Stellen im Klingenweiher- und Wörnitzpark kann man ihm begegnen: Immer wieder ist der überdimensionierte Regenwurm aus eingefärbtem Beton kurz zu sehen – nur um darauf neugierig zu machen, wo er sich als nächstes blicken lässt. Wo ist der Anfang? Wo das Ende?
Younghun Lee: „K-12“ (Polyester mit Glasfaser, 210x55x55cm) Die Skulptur ist ein Werk aus der Serie Mensch & Tier. Sie vereinigt Hund und Mensch und lässt laut der Künstlerin Assoziationen auf jede Interpretation zu.
Silvia Lobenhofer-Albrecht: „Kathedrale“.  Glas mit seiner Leuchtkraft und Tiefenwirkung steht im Zentrum dieser Arbeit: ein Material, das die Künstlerin fasziniert, ein Werkstoff, der immateriell erscheint und doch Licht zur Form verhilft. So leicht und doch so schwer, ist Glas konträr wie kein anderes Material. Den Betrachter fasziniert sein facettenreicher Schimmer und das Feuer, aus dem es geboren wurde.
Peter Wittstadt: „Mutter Erde“ (Stein, 3 Tonnen, 1,40 Meter). Die Skulptur entstand in der kraftvollen Umgebung eines unterfränkischen Steinbruchs. Der Künstler über sein Werk: „Die Skulptur „Mutter Erde“ erscheint
zwischen materieller Wahrheit und geistig seelischer Verbundenheit, lässt sich geheimnisvoll als Rätsel und Lösung erkennen, erscheint als gewachsenes organisches Wesen mit Lebensidee, gleicht der Natur, aus der sie entstand.“
Alle Informationen zur Gartenschau: www.wassertruedingen2019.de

Flemmings 13. Fall

Unterhaltsamer Krimi aus ars vivendi-Verlag

Paul Flemmings Sonntagsvergügen am Herzogenauracher Flughafen wird jäh beendet: Eine kleine rote Sportmaschine geht nach einer missglückten Landung vor seinen Augen in Flammen auf. Kurz darauf bittet die Familie des Todesfliegers um Flemmings Hilfe, denn sie sind sich sicher: Das war kein Unfall! Doch wer könnte ein Interesse daran gehabt haben, den jungen Piloten Tommy Buchholz aus dem Verkehr zu ziehen? Nachdem seine Kontakte zur Polizei ihm diesmal nicht weiterhelfen, schleusen sich Flemming und seine Stieftochter Hannah bei Tommys Arbeitgeber ein. Missgönnte
ihm jemand von der Gesellschaft für Materialforschung in Fürth seinen Erfolg bei der Entwicklung eines Überschall-Jets? Oder fiel ihm sein privates Engagement für den verkannten fränkischen Flugpionier Gustav A. Weißkopf auf die Füße? Als Paul eine heiße Spur entdeckt, wird die Luft für ihn sehr dünn …

Flemmings verflixter 13. Fall: Ein unterhaltsamer Krimi über einen fränkischen Flugpionier in der Tradition von Gustav A. Weißkopf.

Von Jan Beinßen sind bisher erschienen: Dürers Mätresse (2005), Sieben Zentimeter (2006), Hausers Bruder (2007), Die Meisterdiebe von Nürnberg (2008), Herz aus Stahl (2009), Das Phantom im
Opernhaus (2010), Lebkuchen mit Bittermandel (2011), Die Paten vom Knoblauchsland (2012), Und wenn das vierte Lichtlein brennt … (2012), Lokalderby (2013), Die Tote im Volksbad (2013), Görings Plan (2014), Die Schäufele-Verschwörung (2014), Sechs auf Kraut (2015), Tod im Tiergarten (2016), Frankenwein und eine Leiche (2017) sowie die Kurzkrimibände Die toten Augen von Nürnberg (2014) und Tod auf Fränkisch (2017).
Jan Beinßen: „Tod am fränkischen Himmel“, Paul Flemmings dreizehnter Fall, Kriminalroman, Broschur mit Farbschnitt, 208 Seiten, ISBN 978-3-86913-984-5,  14 Euro, Verlag ars vivendi, Cadolzburg

Fränkische Tabas

Neuer Krimi von Susanne Reiche

Karola Kampe, Ex-Model, Grünen-Stadträtin und Mutter eines Fünfjährigen verschwindet nach der Sitzung des Stadtplanungsausschusses spurlos. Es verstreicht ungewöhnlich viel Zeit, bis eine Lösegeldforderung bei ihrem Lebensgefährten im Briefkasten landet und Kommissar Kastner sich einschaltet.
Wurde Karola wirklich entführt? Sind hier Trittbrettfahrer am Werk? Oder stammt der Brief am Ende gar von ihr selbst? Ihr Lebensgefährte scheint jedenfalls weniger um seine Partnerin besorgt als um seine Karriere, die seines Erachtens schlecht mit der Betreuung eines Kindes in Einklang zu bringen ist. Kommissar Kastner setzt bei seiner Ermittlungsarbeit nach und nach die Puzzlesteine des Lebens der Verschwundenen zusammen und stößt schließlich auf einen ungelösten alten Fall …

Ein unterhaltsamer und spannender Kriminalroman über die Schattenseiten der Nürnberger Lokalpolitik.

Susanne Reiche studierte in Erlangen Biologie und war 14 Jahre lang beim Nürnberger Umweltamt tätig. 2014 gewann sie mit ihrer Geschichte »Der Tod des Baulöwen « den Publikumspreis des Fränkischen Krimipreises. 2016 erschien ihr erster Frankenkrimi Fränkisches Chili, 2017 folgte Fränkisches Sushi.
Susanne Reiche: „Fränkische Tapas“, Kriminalroman, Broschur mit Farbschnitt, 256 Seiten, ISBN 978-3-86913-986-9,
14 Euro, auch als eBook erhältlich

Aus den Lieselotte-Bilderbüchern

Stadt- und Schulbücherei zeigt Leihgaben des Zeichners und Autors Alexander Steffensmeier

Foto: Babett Gutmann

Die Kuh Lieselotte ist ein Bilderbuchstar. Der Illustrator und Autor Alexander Steffensmeier hat sich bereits 11 Lieselotte-Geschichten ausgedacht und lässt die eigenwillige Lieselotte auch in Pappbilderbüchern und Beschäftigungsbüchern kleine Kinderabenteuer erleben. In der Stadt- und Schulbücherei sind noch bis zum 21. Dezember die Originale aus „Lieselotte versteckt sich“ und weiteren Bilderbüchern zu sehen. Dazu Skizzen und Entwürfe, die einen Einblick in die Entstehung einer Bilderbuchgeschichte geben.

Lieselotte  und ihre Freunde vom Bauernhof erleben keine haarsträubenden Abenteuer, sondern eher Alltagsgeschichten. Dabei verhält sich Lieselotte wie ein Kindergartenkind – sie mag mal nicht baden, sucht sich ein riskantes Versteck in einer hohen Baumkrone, erlebt zum ersten Mal die Dunkelheit oder andere kleine Kinderkatastrophen wie Krankheit oder eine verspätete Geburtstagsfeier. Genau deshalb ist sie bei jüngeren Kindern enorm beliebt und die Bilderbücher erscheinen mittlerweile in 25 Ländern, wobei sich je nach Landessprache auch der Name der Kuh ändert, die beispielsweise in den USA „Millie“ und in Spanien „Josefina“ gerufen wird.

Zu den Ausleihzeiten ist Lieselotte derzeit ein richtiger Hingucker für alle Generationen. Besonders schön, wenn auch Kinder einmal als Ausstellungsbesucher durch die Räume streifen und mit einem erfreuten „Die kenne ich!“ die einzelnen Buchszenen beurteilen.

Das Team der Stadt- und Schulbücherei hat zu den 20 Illustrationen und Skizzen zu der Geschichte „Lieselotte versteckt sich“ zwei Führungen anhand des Konzepts „Kunst für Kinder“ entwickelt. 18 Kindergartengruppen aus Gunzenhausen und Umgebung kommen dazu in die Bücherei. Sie hören die Geschichte, entdecken Details auf den Bildern und es gibt spielerische Anregungen zum Nacherzählen und der Anwendung des gehörten Wortschatzes und ganzer Sätze.  Abgerundet wird diese Führung mit einer kleinen Bücherschau mit Lieselotte-Geschichten. Zudem gibt es eine Führung für die zweiten Grundschulklassen. Hier wird die Ausstellung als Anregung genutzt, sich doch selbst eine Geschichte zu den Illustrationen auszudenken. Anhand der Bilder lässt sich lernen: Wo muss ich genau beobachten, in welcher Stimmung sind die Akteure und wo  hat die Geschichte ihre Wendepunkte.

Als Illustrator hat Alexander Steffensmeier 2004 einen beruflichen Traumstart hingelegt: Sein Desingstudium an der Fachhochschule Münster schloss er mit den Entwürfen zu dem Bilderbuch „Lieselotte lauert“ ab – und dies ging dann gleich in Druck. Seither denkt er sich regelmäßig Geschichten aus, in denen Lieselotte die Hauptrolle spielt. Erst kürzlich ist der Titel „Lieselotte hat Langeweile“ erschienen. Viele Kinder kennen auch den von Alexander Steffensmeier gezeichneten Leseraben „Antolin“, der sich auf der von den Schulen viel genutzten Online-Plattform zu Leseförderung „Antolin“ tummelt. Passend zur Weihnachtszeit sind in der Bücherei auch vier Originale aus dem Wimmelbilderbuch „Wir warten auf den Weihnachtsmann“ zu sehen.

Bauhof wird größer

Richtfest an der neuen Halle im Bauhof gefeiert

Foto: I. Herrmann

 Auf dem Gelände des städtischen Bauhofes wird eine neue Lagerhalle mit Waschhalle und Waschplatz errichtet. Nun konnte bereits das Richtfest gefeiert werden.

Die neue Halle ist eine Stahlhalle mit 23,75 Metern Länge, 15 Metern Breite und 6,70 Metern Höhe. Sie erhält über die gesamte Länge ein Vordach mit 4 Metern. Im Inneren entsteht zusätzlicher Lagerraum. Eine Zwischenbühnenstahlkonstruktion mit einer Belastung von 750 kg/m² bietet reichlich Platz für schwergewichtiges Lagergut. Geliefert und aufgebaut wird die Halle von ELV-Hallen- und Maschinenbau aus Holzminden.

Die Waschhalle aus Stahlbeton erhält eine Metalldacheindeckung. Die Baumeisterarbeiten werden von der Firma Fritz Remberger aus Spielberg ausgeführt. Die Metalldacheindeckung wurde an die Firma Geißelmeier-Schmoll aus Gunzenhausen vergeben. Mit weiteren Gewerken sind die Firmen Schreinerei Ortner aus Aha, Tortechnik Schnabel aus Wassertrüdingen, Korn und Bauer aus Gunzenhausen und Loy Energie-Technik-Center aus Muhr am See beteiligt.

Als Fachplaner kamen die Firmen IPG Herzner und Schröder und Ingenieurbüro Kleemann, beide aus Gunzenhausen, zum Einsatz.

In Anwesenheit der Bauhofmitarbeiter, der am Bau beteiligten Firmen, Stadträte, Ortssprecher und Verwaltung sprach Klaus Brüggemann, Geschäftsführer und Inhaber der E.L.F. Hallen- und Maschinenbau GmbH den Richtspruch und wünschte der Bauherrschaft und den künftigen Nutzern der Halle alles Gute.

Bürgermeister Fitz dankte in seiner Ansprache allen beteiligten Firmen für ihre gute Arbeit und vor allem auch den Stadträten dafür, dass sie die Notwendigkeit der Halle sehen und durch ihre Beschlüsse den Bau möglich gemacht haben. Damit kommt diese Investition neben den Bauhofmitarbeitern vor allem den Bürgerinnen und Bürgern zu Gute.

Mit einem Imbiss klang das Richtfest aus.