Kitaplätze reichen nicht

Enorme Anstrengungen von Gunzenhausen

Im Familienzentrum des neuen Hauses. Foto: FR Presse

So schnell können sich die Verhältnisse ändern: Noch vor zehn Jahren gab es genügend Kindergarten- plätze in der Stadt und den Ortsteilen, heute aber herrscht der blanke Mangel. Und das obgleich die Stadt in letzter Zeit enorm viel getan hat, um die Situation zu entschärfen. Aktuell gibt es elf Kindergärten und Kindertagesstätten mit 629 Plätzen (davon 115 Kitaplätze), dazu die Großtagespflege mit 16 Kleinkindern.

Im Familienzentrum begegnen sich Eltern und Kinder mit Erziehern.


Die Gruppenräume sind ganz toll eingerichtet.

In der Planung sind nach Auskunft von Bürgermeister Karl-Heinz Fitz:

Kindertagesstätte der Lebenshilfe im Hollerfeld mit 2 Kindergärten und zwei Kitas (Baubeginn hoffentlich im Frühjahr 2020)

Kita des BRK in Frickenfelden (zwei Kindergartengruppen, zwei Kita-Gruppen). Der Baubeginn steht noch nicht fest.

Großtagespflege in der Nürnberger Straße (ab Sommer 2020).

Gruppenraum im Kindergarten am Föhrenweg.

Derzeit gibt es folgenden Bestand in der Kernstadt Gunzenhausen: 5 Einrichtungen mit 405 anerkannten Plätzen, davon 330 Plätze in den Kindergärten und 75 in U3-Einrichtungen (unter drei Jahre). Sie sind voll belegt.  Zusätzlich stehen zwei Kinderhorte mit 78 belegten Plätzen zur Verfügung.

In den Ortsteilen sind es so aus: 6 Einrichtungen mit 224 anerkannten Plätzen, davon 200 Kindergartenplätze und 24 U3-Plätze. Belegt sind davon 194 Kindergartenplätze und 40 Kitaplätze. Es ist nichts mehr frei.

In der Großtagespflege in der Bühringer-Straße  („Die kleinen Strolche“) gibt es ein flexibles Betreuungsangebot für 16 Kleinkinder (oder 10 ältere Kinder), die von 6-20 Uhr geöffnet ist. Sie wird von der gfi GmbH betrieben. Die Vormittagsplätze sind alle belegt, am Nachmittag gibt es noch freie Kapazität.

Die Verantwortlichen der Stadt und der Träger (Kirchen und karitative Verbände)  können derzeit nicht genug Plätze schaffen, um tatsächlich alle Wünsche zu befriedigen.

Die Küche der Kindertagesstätte mit Familienzentrum

Die letzte große Investition, die jetzt abgeschlossen wurde, war der Sanierung und die Erweiterung des Integrativen Kinder- und Familienzentrums Wilhelm Löhe am Föhrenweg, ein 6-Millionen-Euro-Projekt unter der Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Gunzenhausen. Bei der Einweihung wurde deutlich, welch großen Anteil die Leiterin Diana Leickert an dem mustergültigen Projekt hat. Prof. Dr. Ralf Haderlein von der  Hochschule Koblenz würdigte vor zahlreichen Eröffnungsgästen die Pionierarbeit von Diana Leickert und ihren wissenschaftlichen Anteil am Entstehen von neuen Konzepten der integrativen Betreuung. Sie selbst war ganz überwältigt angesichts des hohen Lobs und ihres Standpunkts: „Inklusion ist eine Haltung, die man im Herzen trägt.“ Dekan Klaus Mendel offenbarte: „Ich umarme sie gern, denn sie hat Großartiges geleistet!“

Anerkennende Worte von Bürgermeister Karl-Heinz Fitz und Landrat Gerhard Wägemann gab es auch für den Architekten Dominique Dinies von der UTA Stuttgart für die vollständige Holzbau-Konzeption.  Betreut werden dort von 40 engagierten Mitarbeiterinnen 136 Kinder in drei Kinderkrippen und sechs Kindergartengruppen (davon eine Waldgruppe).

WERNER FALK

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