Monthly Archives: Januar 2020

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Stadtmarketing in Fakten

Informationsveranstaltung mit 20 Unternehmern

Sie haben schon die nächste Aktion im Fokus: Andreas Zuber, Jeanette Holzschuh und Markus Jocher. Foto: Klaus Heger

Jeanette Holzschuh vom Stadtmarketing Gunzenhausen, Wirtschaftsreferent Andreas Zuber und Citymanager Markus Jocher informierten über die Evaluation zu den 2019 im Stadtmarketing durchgeführten Projekten. Dabei waren verkaufsoffene Sonntage, KulturHerbst, Eisbahn, Winterzeit, Frequenzmessung und der lokale Online-Marktplatz www.ingunzenhausen.de nebst Social Media-Auftritt Thema.

Etliche Erhebungen durchgeführt

Um zu ermitteln, wie die verschiedenen im Rahmen des Stadtmarketings Gunzenhausen durchgeführten Projekte und Aktionen wirken und von Teilnehmern und Besuchern wahrgenommen werden, wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Erhebungen und Befragungen durchgeführt. Die Ergebnisse daraus, die auch Einfluss in zukünftige Planungen finden, wurden nun im Rahmen der Infoveranstaltung vorgestellt. So hat die an den verkaufsoffenen Markt-Sonntagen durchgeführte Postleitzahlenerhebung ergeben, dass diese Tage verstärkt Bürger aus dem Gunzenhäuser Umland anziehen und damit einen
wichtigen Faktor bei deren Bindung an Gunzenhausen – und hier insbesondere an die Innenstadt – als zentralen Handels- und Dienstleistungsstandort in der Region bilden. Positiv wirkt sich hier auch die seit 2018 vom Stadtmarketing durchgeführte Gemeinschaftswerbung aus. Gerade die Bewerbung der speziellen Angebote von Händlern, Gastronomen und Dienstleistern über ingunzenhausen.d und die sozialen Medien zeigt hier eine erfreulich positive Resonanz.

KulturHerbst kommt immer besser an

Dem gegenüber wird der jährlich Ende September/Anfang Oktober durchgeführte KulturHerbst verstärkt von Gunzenhäuser Bürgerinnen und Bürgern besucht. Mit über einem Drittel Besucher von außerhalb Gunzenhausens zeigt sich aber auch hier wieder die zentrale Bedeutung von Gunzenhausen. Dass man mit dem gewählten Konzept, ein möglichst breites und vor allem auch hochwertiges Kulturprogramm, abseits der in vielen anderen Kommunen weit verbreiteten reine „Musik-Veranstaltungen“, anzubieten, richtig fährt, zeigt sich ebenfalls aus den Ergebnissen der Besucherbefragung. Diese lässt erkennen, dass rund zwei Drittel der Besucher wegen der besonderen Kombination „Kultur – Einkaufsnacht“ kommen, dass aber auch über ein Viertel nur und gerade wegen dem Kulturangebot kommen. Die Möglichkeit, an diesem Tag bis 23 Uhr einkaufen zu können, wurde demgegenüber nur von 8 % der Befragten als Grund für den Besuch des KulturHerbstes genannt.

Eisbahn ist Besuchermagnet im Winter

Eine erfreuliche Entwicklung hat auch die Eisbahn in den vergangenen Jahren genommen und zähl inzwischen zu den festen Programmpunkten im städtischen Leben in Gunzenhausen. Wie die auf der Homepage der Eisbahn durchgeführte Online-Befragung zeigt, kommen die Besucher der Eisbahn zu jeweils rund der Hälfte aus Gunzenhausen selbst und aus dem näheren und weiteren Umland. Auch wenn diese Befragung, wie auch die übrigen Befragungen, nicht repräsentativ ist, zeigt sich doch dass die Eisbahn viele auswärtige Gäste nach Gunzenhausen lockt. Und die Besucher der Eisbahn kommen nicht nur zum Eislaufen, sondern über 50% verbinden dieses in der Region einmalige Freizeitangebot auch mit anderen Erledigungen wie einem Einkauf oder einem Besuch der lokalen Gastronomie.

Aktion mit den Stadtwerken

Doch die Eisbahn ist nur eine Aktion von vielen rund um Weihnachten in Gunzenhausen. Um hier einen Überblick zu geben, gibt es seit 2018/2019 die Winterzeit-Broschüre mit einem gemeinsamen Marketing. Auch hier versucht man, das Angebot stets zu erweitern, und so wurde 2019/2020 erstmals die kostenlose Nutzung des Stadtbusses an den Adventssamstagen angeboten. Diese gemeinsame Aktion von Stadtwerken Gunzenhausen und Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. bracht gleich einen Fahrgastzuwachs von 60% und kann somit als Erfolg gewertet werden.

Soziale Medien werden immer wichtiger

Um das vielfältige Angebot der Gunzenhäuser Geschäftswelt auch digital gut präsentieren zu können, spielen der lokale Online-Marktplatzes www.ingunzenhausen.de und die Sozialen Medien eine wichtige Rolle. Dabei ist es wichtig, diese stets aktuell und interessant zu halten. Auf ingunzenhausen.de erschienen im Jahr 2019 rund 150 Nachrichten und über 300 Werbungen und Angebote von Gunzenhäuser Unternehmen. Zusätzlich wird dort über Veranstaltungen informiert, Vereine können sich vorstellen und es wurden verschiedene Mitmach-Aktionen wie Osternester- Basteln, Treuepunkte, Kerwa-Rätsel oder Adventskalender durchgeführt. Im vergangenen Jahr hat sich die wöchentliche Besucherzahl auf „ingunzenhausen.de“ kontinuierlic von rund 500 auf über 1.000 gesteigert. Bei Aktionen konnten die Besucherzahlen nochmal um bis zu 75% gesteigert werden. Auch die Reichweite im Bereich Social Media (Facebook: www.facebook.com/stadtmarketinggunzenhausen) hat eine rasante Entwicklung erlebt. Die Abonnentenzahl hat sich binnen eines Jahres von 230 auf 611 gesteigert. Die wöchentliche Reichweite war stark von Aktionen abhängig und konnte durch die Verkaufsoffenen Sonntage und Aktionen wie besonders den Adventskalender gesteigert werden. Gerade im Bereich Social Media kam es dabei aber auf besonders beliebte Einzelbeiträge an. Die wöchentliche Reichweite (Impressionen) lag zumeist zwischen 2000 und 5000, konnte aber besonders mit dem Adventskalender zeitweise auf über 20000 gesteigert werden.

Stadt war gut wahrzunehmen

Insgesamt lässt sich sagen, dass der Großteil der im Rahmen des Stadtmarketings durchgeführten Aktionen und Veranstaltungen erfolgreich im Hinblick auf die Attraktivität Gunzenhausens sowie der Wahrnehmbarkeit des hier vorhandenen vielfältigen Angebots ist. Die erhobenen Daten helfen dabei, diese Projekte weiterzuentwickeln und noch besser auf Wünsche und Anforderungen vo Bürgern, Gästen und nicht zuletzt auch der Wirtschaft eingehen zu können. Für diejenige, die Teil dieser positiven Entwicklung sein möchten, gibt es auf dem digitalen Marktplatz ingunzenhausen.de einen kostenlosen Grundeintrag. Vereine können darüber hinaus Vereinsnachrichten und Termine kostenlos an info@ingunzenhausen.de melden. Für Unternehmen gibt es außerdem die Möglichkeit einer Premiummitgliedschaft auf ingunzenhausen.de. Bei diese kann auf der Plattform und auf Facebook für Aktionen und Angebote geworben werden. Es werden außerdem redaktionelle Inhalte und 360-Grad-Bilder erstellt. Die Premiummitgliedschaft kostet 40 €
im Jahr für Mitglieder des Stadtmarketing Gunzenhausen e.V., 70€ für Nicht-Mitglieder, das erste Jahr ist kostenlos. Informationen zur Premiummitgliedschaft sind per E-Mail an info@stadtmarketing-gunzenhausen.de oder Tel. 09831/508-308 zu erfragen.

Premiummitgliedschaft mit vielen Vorteilen

Zum Ende der Veranstaltung gingen Andreas Zuber, Markus Jocher und Jeanette Holzschuh noch auf die Möglichkeiten ein, von denen Unternehmer und Vereine – abgesehen von den laufenden Projekten und Aktionen sowie der Premiummitgliedschaft auf ingunzenhausen.de – profitieren können. Dazu zählen sowohl Store Checks, Online Präsenz Checks als auch Workshops. Letztere werden sich an die aktuell laufende Workshopreihe „Fit für die digitale Welt“ anschließen und weiterhin auf die Bedarfe und Nachfrage vor Ort eingehen. Außerdem sind alle Gunzenhäuser Unternehmer und Vereine aufgerufen, Ihre Einträge auf www.ingunzenhausen.de auf Aktualität zu überprüfen. Für Fragen stehen die Akteure rund um das Stadtmarketing unter E-Mail info@stadtmarketing-gunzenhausen.de oder Tel. 09831/508-308 zur Verfügung.

Fasching in der Stadt

Drei Termine in der Stadthalle

Am Sonntag, 16. Februar 2020, von 14 – 20 Uhr veranstaltet die Stadt Gunzenhausen einen großen Faschingsball für Senioren und alle Tanzbegeisterten in der neuen Stadthalle.

Mit launiger Moderation durch Wolfgang Näßer und musikalischer Umrahmung der „Sunny-Boys“ dürfen sich die Gäste auf einen unterhaltsamen Nachmittag freuen. In gewohnter Manier sind auch in diesem Jahr Büttenreden und Gardeauftritte der KaGe Spalt feste Programmpunkte. Die Teilnahme an der Tombola mit vielen schönen Gewinnen ist im Eintrittspreis enthalten.

Karten mit Tischreservierung gibt es im Kulturbüro Stadt Gunzenhausen, Rathausstraße 12, Tel. 09831/508-109 oder eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn im Foyer der Stadthalle.

Kinderfasching am 25. Februar

Am Faschingsdienstag, 25. Februar findet der traditionelle Kinderfasching der Stadt Gunzenhausen in der neuen Stadthalle statt. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr und dauert bis 17 Uhr.

Mit Musik und einem Faschingsprogramm von Kinderliedermacher Geraldino sorgt unter anderem auch Luftballon-Künstler Roland wieder für strahlende Kinderaugen.

Die Kindergarde der KG Minnesänger aus Wolframs-Eschenbach verzaubert die kleinen und großen Gäste mit ihren Tanzdarbietungen. Am Eingang erhält jedes Kind eine kleine Überraschung.

Karten sind im Vorverkauf beim Kulturbüro der Stadt Gunzenhausen, Rathausstraße 12, Tel. 09831-508 109 erhältlich. Der Eintritt beträgt 7 €.

Tanznachmittag für alle Tanzbegeisterten

Am Mittwoch, 5. Februar von 14 bis 18 Uhr veranstaltet die Stadt Gunzenhausen Ihren ersten Tanznachmittag in der Stadthalle in diesem Jahr für alle, die gerne das Tanzbein schwingen. Karten können eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Tageskasse für 5 Euro erworben werden.

Die weiteren Termine für das erste Halbjahr 2020 stehen bereits fest. Getanzt werden darf am Mittwoch, 18. März 2020, 22. April 2020, 6. Mai 2020, 27. Mai 2020 und am  24. Juni 2020.

Prof. Czysz referiert

Am 27. Februar im Limeseum: „Wie war das Klima zu Zeiten der Römer?


Auch wenn aus der Sicht eines Menschenlebens alles
„schon immer so gewesen“ zu sein scheint: Der Klimawandel ist allgegenwärtig, seine Erscheinungen weder zu übersehen, geschweige denn ernsthaft zu leugnen. Das Limeseum im Römerpark Ruffenhofen (Gemeinde Markt Weiltingen, Landkreis Ansbach) wirft vor diesem Hintergrund ganz andere Fragen auf: Wie sah das Klima zur Römerzeit aus? Mit welchen Quellen und Methoden kann die Forschung solche Fragen beantworten Klimageschichte und Archäologie beginnen gerade zu erkennen, dass wichtige Phasen der Kulturentwicklung und historische Ereignisse unmittelbar mit klimatischen Veränderungen in der Umwelt zusammenhängen.

Wissenswertes dazu vermittelt Professor Dr. Wolfgang Czysz bei seinem Vortrag am Donnerstag, 27. Februar, um 19 Uhr im Limeseum. Der provinzialrömische Archäologe Czysz befasst sich an diesem Abend mit Fragen der historischen Klimakunde anhand ausgewählter archäologischer Beispiele.
Der Eintritt ist frei. Der Bezirk Mittelfranken fördert das Limeseum mit einem jährlichen Betriebskostenzuschuss von 60.000 Euro.

Essen in Franken

Wanderausstellung vom 7. Februar bis 19. April 2020 im Hirtenmuseum


„Festtagsschmaus und Einheitsbrei – Essen in Franken von
den Römern bis heute“ nennt sich eine von der Bezirksheimatpflege konzipierte Wanderausstellung, die vom 7. Februar bis zum 19. April im Deutschen Hirtenmuseum in Hersbruck zu sehen ist.

Essen geht uns alle an und Ernährung ist ein weites Feld, insbesondere über die Jahrhundert betrachtet. Was und wie wir heute essen und trinken, ist das Ergebnis zahlreicher Umstände, die über Jahrhunderte hinweg auf unsere Gesellschaft eingewirkt haben und wirken. Der soziale Status und die kulturell Zugehörigkeit bestimmen nicht erst seit dem Mittelalter die unterschiedlichen Ernährungsweisen. Die Veränderung von Ernährungsgewohnheiten spiegelt historische Entwicklungen und gesellschaftliche Zustände wider. Warenversorgung und Zubereitungsarten sind abhängig von der Region, von kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen sowie von technischen Neuerungen. Die Ausstellung geht der Frage nach, was die typisch fränkische Küche ist, seit wann es diese gibt und was eigentlich die Franke essen oder gegessen haben. Dabei wird ein Bogen über die verschiedenen zeitlichen Epochen und sozialen Schichten gespannt.

Bezirkstagspräsident Armin Kroder und Hersbrucks Bürgermeister Robert Ilg eröffnen die Wanderausstellung „Festtagsschmaus und Einheitsbrei – Essen in Franken von den Römern bis heute“ offiziell am Donnerstag, 6. Februar um 18.30 Uhr im Deutschen Hirtenmuseum, Eisenhüttlein 7, Hersbruck.
Die wissenschaftliche Einführung übernimmt Kulturdirektorin und Bezirksheimatpflegerin Dr. Andrea M. Kluxen.

Zur Aussstellung erscheint ein Buch

„Festtagsschmaus und Einheitsbrei. Ernährung in Franken von
der Antike bis zur Gegenwart.“ So war eine wissenschaftliche Tagung anlässlich des Tags der Franken 2018 überschrieben, bei der es darum ging,
wie Franken zu seiner kulinarischen Identität gekommen ist, seit wann es
diese gibt und wie Franken im Laufe der Geschichte gegessen hat. Nun ist
im Nachgang dazu das gleichnamige Buch erschienen. Die Herausgeberinnen Dr. Andrea M. Kluxen, Kulturdirektorin und Bezirksheimatpflegerin, und ihre Stellvertreterin Julia Krieger, die schon die Tagung organisiert hatten, haben in dem 432 Seiten starken Band (Hardcover) die seinerzeit gehaltenen Referate zusammengefasst und um weitere Aufsätze ergänzt.
Mit seinen 19 Beiträgen spannt das Buch den Bogen von der Antike bis in
die Gegenwart und es liefert zugleich einen Überblick über wechselnde
Ernährungssituationen in verschiedenen Epochen und sozialen Schichten.
Konkret in den Blick genommen werden dabei auch typisch fränkische
Speisen mit ihrem historisch-kulturellen Kontext. Das Buch „Festtagsschmaus und Einheitsbrei. Ernährung in Franken von der Antike bis zur Gegenwart“ ist bei Ergon erschienen, einem Verlag in der Nomos Verlagsgesellschaft.
Es ist im Buchhandel erhältlich (ISBN 978-3-95650-614-7) und kostet 25 Euro.

Start in Wittenberg

Deutsche Stiftung Denkmalschutz zeichnet Wittenberg aus

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz eröffnet in Wittenberg den Denkmaltag.

Im 30. Jahr der deutschen Wiedervereinigung ernennt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) Lutherstadt Wittenberg zur offiziellen Eröffnungsstadt des Tags des offenen Denkmals. „Wo Häuser verkommen, verkommen auch Menschen“ – dieser Satz prangte 1989 auf einem Transparent bei Protesten gegen den Verfall der Wittenberger Cranach-Höfe. Heute gilt Lutherstadt Wittenberg als Stadt vorbildlicher Denkmalpflege. Als Gastgeberstadt leitet Wittenberg am 13. September 2020 nun den Tag des offenen Denkmals stellvertretend für die bundesweite Aktion ein.

Auszeichnung für Wittenberg: Jedes Jahr am zweiten Sonntag im September findet das größte Kulturevent für die Denkmalpflege statt. Veranstaltungsort für die offizielle Eröffnung ist immer eine historisch bedeutsame Stadt, die sich durch vorbildhaften Umgang mit ihrer Denkmalsubstanz auszeichnet. Entscheidend im Bewerbungsprozedere war Wittenbergs denkmalpflegerischer Ansatz, erklärt Dr. Steffen Skudelny, Vorstand der DSD: „Es ist beeindruckend, wie das Wittenberger Schloss in seiner Bausubstanz erhalten wird und gleichzeitig durch Umnutzungen eine neue nachhaltige Funktion erhält. Das Gebäude darf so neue Geschichte schreiben.“ Wittenberg bietet so zahlreiche Anknüpfungspunkte an das diesjährige Motto „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.“ und rückt die Frage in den Fokus, welche Rolle die Denkmalpflege in der aktuellen Nachhaltigkeitsdebatte einnimmt.

„Wittenberg steht exemplarisch für den Reichtum an Denkmälern, der Sachsen-Anhalt auszeichnet. Hier lebte und wirkte Luther. Hier nahm die Reformation ihren Ausgangspunkt. Ihren Spuren kann man heute anhand von perfekt sanierten Denkmälern folgen, vom Lutherhaus über das Melanchthonhaus und die Cranachhöfe bis zur Schlosskirche. Die Lutherstadt hat 2017 anlässlich des Reformationsjubiläums gezeigt, dass sie ein hervorragender Gastgeber ist, sie wird auch ein würdiger Eröffnungsort des bundesweiten Tages des offenen Denkmals sein“, so Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt.

Eröffnungsstadt mit besonderem Programm: Interessierte in und um Wittenberg dürfen sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen: Dank starker Partnerschaften der Stadt und der DSD sollen auch sonst nicht zugängliche Orte geöffnet werden. „Es ist uns eine Ehre, den Tag des offenen Denkmals mit diesem Fest eröffnen und damit Wittenberg präsentieren zu dürfen“, freut sich Oberbürgermeister Torsten Zugehör über die Zusage der DSD und ruft alle privaten Denkmaleigentümer, Vereine und städtischen Einrichtungen Wittenbergs auf, am 13. September 2020 ihre Denkmaltüren für Besucher zu öffnen. Ab Anfang März bis Ende Mai können alle bundesweiten Veranstalter ihre historischen Bauten und Stätten zum Tag des offenen Denkmals online anmelden unter www.tag-des-offenen-denkmals.de. 

Bewerbungen als bundesweite Eröffnungsstadt: Ab sofort können sich Städte, die wie Wittenberg Gastgeberstadt werden möchten, für 2021 und die Folgejahre informieren und bewerben unter www.tag-des-offenen-denkmals.de/aktionstag/bundesweite-eroeffnung/ sowie www.denkmalschutz.de/eroeffnungsstadt

Digitaler Nachlass

Vortrag von Datenforensiker Joachim A. Hader

Fast jeder ist in der digitalen Welt unterwegs, eröffnet personalisierte Accounts, veröffentlicht Bilder und Statements bei Facebook, Twitter, Instagram und Co und hat vielleicht auch ein oder mehrere Online-Konten eröffnet. Was aber geschieht nach dem Ableben einer Person mit diesen persönlichen Spuren im Netz? Im Rahmen der Vortragsreihe „Medienwelten“ erläutert der Experte für Datenschutz Joachim A. Harder am Donnerstag, 6. Februar, um 19.30 Uhr in der Stadt- und Schulbücherei wie wichtig das Verfassen eines digitalen Testaments ist.

Der IT-Sachverständige und Datenforensiker Joachim A. Hader ist zertifizierter Datenschutzbeauftragter und berät Unternehmen und Privatpersonen im sensiblen und vertrauensvollen Umgang mit fremden und den eigenen personenbezogenen Daten. Bei seinem Vortrag wendet er sich  den technischen und rechtlichen Seiten des digitalen Nachlasses zu. Darüber hinaus geht es auch um die Wahrung von Persönlichkeitsrechten und die Fragen: Was soll geschehen, wenn die Erben die Wiederherstellung gelöschter Dokumente verlangen? Und was müssen Hinterbliebene beachten, um den Digitalen Nachlass zu regeln?

Die gemeinsam von gunnet e. V. und Bücherei organisierte Medienwelten-Reihe wird nun bereits in der 14. Auflage angeboten. Zwei weitere Vortragstermine stehen bereits fest: Am Donnerstag, 5. März, um 19.30 Uhr wird sich der IT-Experte Linus Einsiedel dem Thema „VR-Brille – Virtuelle Realität in Aktion“ widmen. Dabei will er bereits nutzbare Anwendungen zeigen und aktuelle Entwicklungen in den Blick nehmen. An Eltern, Erziehende und  Lehrkräfte ist der Vortrag des Beraters für digitale Medienbildung Stefan Schaller am Donnerstag, 2. April, um 19.30 Uhr gerichtet. Sein Thema: Digitale Spuren im Netz – was das Internet über Dein Kind weiß“. Mit medienpädagogischem Elan wird er vermitteln, welche Spuren unsere Kinder im Netz hinterlassen – und natürlich Tipps zur Medienerziehung geben. Alle drei Vorträge finden in den Räumen der Stadt- und Schulbücherei statt und der Eintritt ist frei.

Nun Medienzentrum

Neues Konzept für die Kreisbildstelle

Stefan Schaller leitet die Kreisbildstelle und jetzt ein zeitgemäßes Konzept entwickelt, das in der Zukunft Bestand haben kann.

Die frühere Kreisbildstelle des Landkreises soll sich neu aufstellen und die Bezeichnung „Medienzentrum Altmühlfranken“ führen. Der Leiter Stefan Schaller stellte den Mitgliedern des Schulausschusses des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen das neue Konzept vor.

Woher kommen eigentlich die Medien, die im Schulunterricht verwendet werden und hat jede Schule ihr eigenes Mediendepot? Für den Verleih von Medien an Schulen betreibt der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen die sogenannte Kreisbildstelle. Dort konnten sich bislang alle Schulen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Medien ausleihen.

Doch die Anforderungen der Schulen haben sich in den letzten Jahren stark verändert, was nicht zuletzt an der Digitalisierung liegt. Die Nachfrage nach der klassischen Videokassette oder einer DVD hat mächtig abgenommen – beide sind nicht mehr zeitgemäß. Außerdem ist der Verleih umständlich, wo doch heutzutage gestreamt werden kann. Vor allem der Leiter des Medienzentrums Stefan Schaller hat diese Veränderung gespürt und reagiert.

In einer Sitzung des Schulausschusses des Landkreises im November 2019 hat er deshalb in Absprache mit dem zuständigen Sachgebiet im Landratsamt und Landrat Gerhard Wägemann den Vorschlag unterbreitet, ein neues Konzept für die Kreisbildstelle erarbeiten zu dürfen. Der Schulausschuss hat dem zugestimmt. Im Januar wurde das detaillierte Konzept zur Digitalisierung des Medienzentrums Weißenburg-Gunzenhausen präsentiert. Die wichtigste Änderung: Die Medienbeschaffung soll künftig über den Erwerb von Onlinelizenzen erfolgen, diese können dann von den Bildungseinrichtungen genutzt werden. Die klassische Leihe soll es nicht mehr geben, dadurch entfällt auch das abholen und zurückbringen der Medien. Für die Nutzung der Onlinelizenzen hat Stefan Schaller klare Nutzungsbedingungen entworfen.

Eine weitere Änderung ist die Öffnung des Medienzentrums für den weiteren pädagogischen Bildungsbereich. Dies würde bedeuten, dass die Medien in Zukunft zum Beispiel auch von Kindertageseinrichtungen oder Altenheimen genutzt werden können, sofern die Nutzung nicht gewerblicher Art ist und ein erzieherischer Auftrag dahinter steckt.

Auch die Finanzierung soll neu geregelt werden. Bislang wurden die Kosten der Kreisbildstelle am Jahresende auf die Gemeinden im Landkreis aufgeteilt. Entscheidend dabei war nicht die tatsächliche Inanspruchnahme der Kreisbildstelle, sondern die Anzahl der Klassen. Mit der Systemumstellung sollen die Gemeinden über die Kreisumlage an den Kosten beteiligt werden, den verbleibenden Kostenanteil trägt der Landkreis. Damit entfällt sowohl die jährliche Rechnungsstellung durch die Landkreisverwaltung als auch unnötiger Verwaltungsaufwand. Zusätzlich soll die Kreisbildstelle in Medienzentrum Altmühlfranken umbenannt werden.

Der Schulausschuss hat dem neuen Konzept einstimmig zugestimmt. Die abschließende Entscheidung trifft der Kreistag des Landkreises in seiner Sitzung im April 2020.

Lust auf den Radweg

Fränkisches Seenland auf der Augsburger Frühjahrsausstellung

Anke Freiman von der Stadt Roth und Sylvia Schaller vom Tourismusverband Fränkisches Seenland informieren die Gäste über Neuigkeiten aus der Region.

Ein ausgezeichneter Standplatz in Halle 1 und großes Interesse der über 59.000 Messebesucher: Die Bilanz nach dem Abschluss der Augsburger Frühjahrsausstellung (afa) fällt für den Tourismusverband Fränkisches Seenland rundum positiv aus. Vom 24. bis 28. Januar 2020 warb die kontrastreiche Urlaubsregion im nahen Schwaben um Gäste.

Viele der Messebesucher hatten Lust auf eine Tour auf dem Fränkischen WasserRadweg: Das Serviceheft zu der neuen Rundstrecke durch das Fränkische Seenland und den Nachbarregionen, war sehr gefragt. Aber auch über die weiteren Radwege und die Wanderwege in der Region informierten sich die Aktivurlauber. Zudem standen die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten rund um die sieben Seen im Fokus. Schließlich ist das Fränkische Seenland nur rund 100 Kilometer vom Augsburger Raum entfernt und damit auch ein ideales Tagesausflugsziel für Familien und Sportbegeisterte, die dort wohnen.

Wie bereits im vergangenen Jahr fand die afa an fünf Tagen statt. Die verkürzte Dauer erwies sich auch diesmal als kluge Entscheidung, wie sich an den Besucherzahlen zeigte, die im Vergleich zu 2019 noch einmal deutlich anstiegen. Den großen Andrang am Stand musste das Seenland-Team aber nicht allein bewältigen. Unterstützung gab es von den Touristikern der Stadt Roth, der Gemeinde Pfofeld, der Stadt Spalt, der Gemeinde Unterschwaningen, des Marktes Pleinfeld, der Stadt Hilpoltstein, der Stadt Wassertrüdingen, der Gemeinde Haundorf und des Marktes Absberg, die den Messeauftritt ebenfalls nutzten, um für ihre Angebote zu werben.

Altmühlfranken muss attraktiv bleiben

FW-Landratskandidat Stefan Bauer im Interview

Landratskandidat der Freien Wähler: Stefan Bauer aus Gunzenhausen. Foto: Heger

„Unser Altmühlfranken ist lebens- und liebenswert und muss so attraktiv erhalten werden“. Mit diesen Worten fasste der Landratskandidat der Freien Wähler, Stefan Bauer, seine politischen Ideen und Vorstellungen bei einem Pressegespräch zusammen. Der Gunzenhäuser Hotelier freut sich sehr über die positiven Reaktionen, die er besonders auch im südlichen Landkreisgebiet zu seiner Bewerbung zum Landrat erfahren hat.
In seinem Wahlkampfprogramm legt Stefan Bauer die Schwerpunkte seiner politischen Ideen und Aktivitäten auf fünf Grundthemen:


Ausbau des ÖPNV

Die Angebote des ÖPNV müssen für die Menschen günstiger und attraktiver sein als die Fahrt mit dem privaten Pkw. Dafür ist der Rufbus in Gunzenhausen bereits ein guter Anfang, der aber landkreisweit ausgebaut werden muss. Auch müssen die Taktungen der verschiedenen Linien im ÖPVN besser an die Fahrplän auf den Hauptverkehrslinien angepasst werden. Weiterhin möchte Stefan Bauer auch barrierefreie Bahnhöfe im gesamten Landkreis erreichen und die Möglichkeit schaffen, die Fahrräder in absperrbaren Boxen sicher an den Bahnhöfen abstellen zu können.


Tourismusgebiete müssen gleichberechtigt gefördert werden

Die großen Tourismusgebiete Naturpark Altmühltal und das Fränkische Seenland müssen gleichwertig gefördert und erhalten werden. Im Jahr 2019 mussten die Hoteleriebetriebe zwischen 5 und 10 Prozent Stornierungen abfangen, berichtet dre Hotelier aus der eigenen und der Erfahrung seiner Kollegen. Bei Gesprächen mit Gästen kamen dabei immer wieder die Blaualgensituation und der Schwammspinnerbefall im Burgstall ins Gespräch. Die Tourismusgebiete sind ein wichtiger Wirtschafts- und Erholungsfaktor, findet Stefan Bauer. Sie müssen dahe erhalten, geschützt und gefördert werden.


Mittelstand in Entscheidungen besser mit einbinden

Der im Landkreis sehr gut vertretene Mittelstand muss in die Entscheidungen durch bessere Kommunikation und Information enger eingebunden werden. Der vorhandene Fachkräftemangel kann dabei durch verschiedene Modelle (familienfreundliche Betriebe, mehr Homeoffice-Arbeitsplätze, Betriebskindergärten und ähnliche Maßnahmen) verringert werden. Durch entsprechende Zertifizierungen kann auch für die Betriebe ein zusätzlicher Anreiz für die Beteiligung an derartigen Maßnahmen geschaffen werden. Dafür ist aber die Verbesserung der Infrastruktur durch entsprechende Verkehrsanbindungen und das Internet zwingend erforderlich. Die noch vorhandenen Breitbandlücken und Funklöcher müssen geschlossen werden.


Der gute Ruf der Kliniken muss erhalten werden

Die Kliniken in der Region haben sich in den vergangenen 10 Jahren erheblich verbessert und ihren Ruf nicht nur regional, sondern auch international verbessert. Dieser Status quo muss unbedingt erhalten bleiben, um die medizinische Versorgung im Landkreis auch weiterhin qualitativ hochwertig zu sichern. Sie muss dabei aber besser auf die Bedürfnissen des ländlichen Raums abgestimmt werden und ihre
derzeitige Städtelastigkeit verlieren. Dies kann zum Beispiel durch die Förderung mobiler Landarztmodelle geschehen (z.B. einen Praxisbus der, regelmäßig die Dörfer besuch). Die bevorstehenden Investitionen in der Senefelder-Schule und dem Klinikum Weißenburg machen Kreditaufnahmen auf dem noch sehr günstigen Kreditmarkt erforderlich. Dabei muss die aktuell für die Gemeinden sehr günstige Kreisumlage solange als möglich gehalten werden. Der Landkreis hat sich auf Kosten der Städte und Gemeinden entschuldet und ist jetzt bei den anstehenden Investitionsmaßnahmen in der Pflicht, nicht wieder die Städte und Gemeinden damit zu belasten.
Die Demokratie lebt von den unterschiedlichen Meinungen. Daher lebt die politisch sehr stark engagierte Familie des Landratskandidaten auch lösungsorientiert und alle Familienmitglieder lernen dabei, mit Kompromissen eine gemeinsame Lösung zu finden. Als Freie Wähler will Stefan Bauer eine bürgernahe Sachpolitik betreiben ohne sich dabei von ideologischen und populistischen Strömungen beeinflussen zu lassen. Nur der gesunde Menschenverstand bringt den Landkreis und seine Bürgerinnen und Bürger auch weiter nach vorne. Er ist gesprächsbereit für alle Menschen und hat ein sehr kollegiales Verhältnis zu seinen Mitkonkurrenten. Grundsätzlich strebt er einen politischen Wechsel im Landratsamt an. Alles weitere entscheiden die Wähler mit ihrer Stimmabgabe. Dabei ist er sich auch bewusst, dass er gegen drei starke Konkurrenten antritt, die alle ihre Vor- und Nachteile haben.
KLAUS HEGER

Stadtmarketing ist zufrieden

Aktionen des Stadtmarketings 2019 zeigten gute Erfolge

Jeanette Holzschuh vom Stadtmarketingverein präsentierte im Hotel Adlerbräu zusammen mit Wirtschaftsreferent Andreas Zuber und Citymanager Markus Jocher den Mitgliedern des Stadtmarketingvereins  die Auswertung der erfassten Besucherdaten bei den verschiedenen Events im Jahr 2019. Dabei gingen sie nicht nur auf die verkaufsoffenen Sonntage an den Markttagen sondern auch auf Veranstaltungen wie den KulturHerbst, das Bürgerfest, die Eisbahn und das Feierabend-Shopping ein.

Bei den verkaufsoffenen Sonntagen kommen die Besucher mit rund 70 % überwiegend aus dem Umland. Dagegen besuchen das Bürgerfest mit 53 % mehr Gunzenhäuser die Stadt. Beim KulturHerbst war es für Andreas Zuber besonders erfreulich dass rund 25 % der befragten die Veranstaltung zum ersten Mal besuchten. Auch bei der Eisbahn kamen bei der Besucherbefragung erfreuliche Ergebnisse zu Tage. Über 75 % verbanden den Eisbahnbesuch mit Einkäufen in Gunzenhausen und über die Hälfte der Befragten besuchten beim Eisbahnbesuch auch die örtliche Gastronomie.

Es wurden für die Unternehmer in Gunzenhausen auch immer wieder Fortbildungsveranstaltungen zur besseren Nutzung der Online-Werbemöglichkeiten wie dem Onlineportal ingunzenhausen.de oder die verschiedenen Plattformen in den sozialen Netzwerken durchgeführt. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass die Besucher im Internet keine Rabattangebote erhalten möchten sondern sich einen schnellen Eindruck durch Bilder von den Geschäften machen möchten um einen emotionalen Anreiz zum Besuch zu erhalten. Diese Weiterbildungsangebote werden auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden versicherte Jeanette Holzschuh.

Zusammenfassend kann man feststellen, dass sich die Meinungsumfragen und Frequenzmessungen bei den verschiedenen Veranstaltungen bewährt haben und sehr gute Ergebnisse zeigten. Diese sind die Grundlage für weitere Planungen und der Anpassung des aktuellen Angebots an die aktuellen Wünsche und Bedürfnisse der Einzelhändler und ihrer Kunden.

KLAUS HEGER