Monthly Archives: August 2019

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Volksbegehren war ein Weckruf

LBV-Chef Dr. Schäffer sieht gute Chancen für Biodiversität

„Bayern ist mit dem Volksbegehren und dem daraus entstandenen Gesetzes- und Maßnahmenpaket Trendsetter, zwar zunächst nur auf die Papier, aber bald hoffentlich auch in der Realität.“ Das sagt Dr. Norbert Schäffer, der Chef des Landesbunds Bayern für Vogelschutz. In der neuen Ausgabe der Verbandszeitschrift “Vogelschutz“ äußert er, die Volksabstimmung sei ein deutliches Zeichen für den Bewusstseinswandel gewesen.

Dr. Norbert Schäffer, LBV-Vorsitzender

Notwendig sei ein Waldumbau hin zu mehr Baumarten, um das Risiko zu streuen. Schäffer sieht sich durch die Haltung von Markus Söder bestätigt, denn der Ministerpräsident spricht von einem Paradigmenwechsel in der Waldbewirtschaftung vom reinen Wirtschaftswald hin zum Klimawald.  Er konstatiert, dass die freiwilligen Leistungen der Landwirte im Vertragsnaturschutzprogramm und im Kulturlandschaftsprogramm bisher nicht den Artenrückgang aufhalten konnten, obwohl die bayerischen Landwirte dafür rund 250 Millionen Euro pro Jahr  erhalten haben.

Dr. Schäffer und seine Getreuen wollen wachsam darauf achten, dass die Vorhaben auch tatsächlich realisiert und nicht etwa im Verwaltungsalltag verwässert werden. Der Anteil der Wiesen, die erst nach dem  15. Juni erstmals gemäht werden, soll von fünf auf zehn Prozent erhöht werden. Der Vertragsnaturschutz, der bisher den Landwirten 320 Euro pro Hektar einbringt, muss seiner Ansicht nach attraktiver werden und außerdem soll die Gebietskulisse ausgedehnt werden.

Vor allem richtet sich der Blick auf die Streuobstwiesen, die zu den artenreichsten Lebensräumen zählen. Von 1965 bis heute sind mehr als 70 Prozent der Streuobstwiesen verschwunden. Meist sind sie Wohn- und Gewerbegebieten geopfert worden.  Nach dem jetzigen Gesetz sind sie unter Biotopschutz gestellt.

„Mehr Biokost“ – das ist die Forderung des LBV-Chefs. Das Landwirtschaftsministerium soll nach seiner Meinung mehr Förderanreize für den Ökolandbau schaffen und der Staat soll verstärkt die Umstellung der Verpflegung in den Kantinen von Schulen und Ämtern auf Biokost achten. In den Staatswäldern sollen nach dem Waldgesetz zehn Prozent als Naturwaldflächen ausgewiesen werden, auf denen es keine Nutzung mehr gibt. Im Naturschutzgesetz ist zudem künftig der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen verboten, der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln soll bis 2028 halbiert werden.

WERNER FALK

Altmühlsee-Festival steht bevor

Acht Band spielen am 24. August rund um den See

Eine „Band“: die Betreiber der Restaurants und Kioske rund um den Altmühlsee bilden eine stimmungsvolle Einheit. Foto: ZVA

Seebeben ist garantiert am Samstag, 24. August beim 17. Altmühlsee-Festival. Rund um den See spielen acht Bands an sieben verschiedenen Locations. Vom feinsten Rock´n Roll über Beatles-Cover, cooler Pop-Punk-Musik bis hin zu Independent wird es bunt und hippig am See. Die Bühnen verteilen sich auf die Stationen Seezentrum Schlungenhof, Surfzentrum Schlungenhof, Seezentrum Muhr am See und Seezentrum Wald, ZanZiBar am Erlebnisspielplatz sowie die Freizeitanlagen Mörsach und Gern.

 Zu den diesjährigen Acts des Altmühlsee-Festivals gehören am Seezentrum Schlungenhof im Boothaus –Bumsi and the Pimperboyz, am Terrassencafé im Surfzentrum Schlungenhof am  spielen CASH. Am Strandhaus im Seezentrum Muhr am See sind The Confederates zu hören. Yellowcakes und Strife 85 kann man im Strandcafé im Seezentrum Wald erleben. Die Zanzibar am Erlebnisspielplatz im Seezentrum Wald verzaubert Diana Ortner mit ihrer Musik. Smashed Potatoes sind an der Freizeitanlage Mörsach im Biergarten KraftWerk zu hören und an der Freizeitanlage Gern im Biergarten spielen Sound Transit.

Auch dieses Jahr gibt es eine Bonuskarte zusammen mit dem Altmühlsee-Festival-Bändchen. Die Festival-Bändchen gibt es in allen Biergärten rund um den Altmühlsee und am Altmühlsee-Zuleiter sowie in der Tourist-Information der Stadt Gunzenhausen sowie in der Geschäftsstelle des Zweckverbandes Altmühlsee. Ein Bändchen kostet 3,– Euro. Beim Erwerb des Festival-Bändchens erhalten die Gäste eine Bonuskarte, die nach dem Festival attraktive Vergünstigungen am See bietet.

Neu ist dieses Jahr, dass für die Nutzung des Shuttle-Busses und der MS Altmühlsee das Festivalbändchen benötigt wird. Die Bändchen gibt es neben den Gaststätten rund um den See auch an den Schiffsanlegestellen und im Shuttlebus.

Ein Jahr Bienenpakt

Westphal zieht Bilanz

Der Bienenpakt Altmühlfranken wurde vor einem Jahr gegründet. Grund genug eine Bilanz zu ziehen: Was wurde bisher erreicht? Welche Ziele wurden gesteckt? Welche Maßnahmen umgesetzt? Der Bienenpakt-Initiator und Landtagsabgeordneter Manuel Westphal fasst das erste Jahr des Bienenpakts zusammen.

Gemeinsam mit dem heutigen Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands Erwin Auernhammer hatte Manuel Westphal vor einem Jahr die Idee, einen Bienenpakt zu gründen. Mit im Boot waren der Landkreis, die Kommunen, das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, die Untere Naturschutzbehörde, der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege sowie der Kreisverband der Imker. Am Rande einer Blühfläche unterschrieben alle Initiatoren den Bienenpakt mit dem Ziel, gemeinsam verschiedene Maßnahmen zu entwickeln, um einen aktiven Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten. Dabei sollten vom Landwirt über die Kommunen bis hin zu Privatpersonen alle angesprochen werden. „Mir war damals schon klar – lange bevor sich die Aktionen um das Volksbegehren Artenvielfalt formierten, dass wir nur gemeinsam etwas für den Erhalt unseres Kultur- und Landschaftsraums tun können. Schließlich sind wir alle Verursacher und Nutzer zugleich“, erklärt Westphal.

Schnell umgesetzt wurde zum Beispiel eine Vortragsveranstaltung im Rahmen der Gartenpflegeseminare zum Thema „Bienenfreundliche Gärten und Balkone“. „Damit erfüllen wir auch eines der Hauptanliegen des Bienenpakts. Nicht nur einzelne Gesellschaftsgruppen sollen Verantwortung tragen, schließlich können wir alle etwas zum Erhalt unserer Arten beitragen“, führt der Kreisobmann Erwin Auernhammer weiter aus.

 

Bei verschiedenen Gesprächsrunden wurden weitere Maßnahmen entwickelt: Blühpatenschaften, die Nutzung von Photovoltaikanlagen als Biodiversitätsbausteine oder die Aktion „Biene sucht Bauer“ werden von den Beteiligten gut angenommen.

Vor Kurzem konnten dann auch eine Bienenpakt-Homepage sowie eine Facebook-Seite gestartet werden, damit die Aktionen auch besser vermittelt werden können. „Bei etlichen Veranstaltungen konnten wir einige Neumitglieder dazugewinnen. Stand heute haben sich über 60 Personen, Einrichtungen, Unternehmen, Vereine und Verbände zu den Zielen des Bienenpakts bekannt“, ergänzt Westphal.

Im Frühsommer wurde die Aktion „Blühender Sportverein“ gestartet. Vier Vereine aus der Region haben sich bereit erklärt, am Rand ihrer Sportplätze Blühwiesen anzulegen. Unterstützt wird der Bienenpakt dabei von der Raiffeisenbank Weißenburg-Gunzenhausen, die die Blühsamen gesponsert hat. Eine ähnliche Aktion stellt das „Blühende Unternehmen“ dar, wofür sich ebenfalls bereits einige Firmen angemeldet haben.

Weiter konnte in Zusammenarbeit mit den Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf die Biodiversitätskommune gegründet werden. „Das Projekt haben wir bereits Anfang des Jahres der Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber vorgestellt, die uns ihre Unterstützung zugesagt hat“, freut sich der Bienenpakt-Initiator.

Bei der Biodiversitätskommune sollen verschiedene Biodiversitäts-Maßnahmen in der Fläche getestet und bewertet werden. In Altmühlfranken hat sich dazu die Gemeinde Alesheim bereit erklärt. In Zusammenarbeit mit Landwirten, Privatpersonen und den Obst- und Gartenbauvereinen werden verschiedene biodiversitätsfördernde Maßnahmen im Ort und in der Flur geschaffen oder weiterentwickelt. Dazu gehören beispielsweise Streuobstwiesen, Blühflächen inner- und außerorts, Biotopstrukturen oder Gewässerrandstreifen. Die Kommune kann dann aus ihren eigenen Erfahrungen berichten und mittels einer breit angelegten Öffentlichkeitsarbeit, ihre Aktivitäten auch in die Gesellschaft tragen. „Durch die Zusammenarbeit mit den Lehranstalten und der Hochschule in Triesdorf ist ein weiteres Ziel, die Biodiversitätsstrukturen im Rahmen einer Projektarbeit auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Durch ein Monitoring soll so beispielsweise die Anzahl unterschiedlicher Insektenarten innerhalb einer Blühfläche geprüft werden. Daraus kann man dann den Wert einer Maßnahme für die Biodiversität bestimmen“, führt Westphal aus.

Der Verband für landwirtschaftliche Fachbildung (vlf) Gunzenhausen-Weißenburg, der ebenfalls Mitglied im Bienenpakt ist, hat während des Frühjahrs und Sommers Hof- und Flurbesichtigungen für interessierte Bürger angeboten. Dabei wurde anschaulich erklärt, welche Maßnahmen in Land- und Forstwirtschaft umgesetzt werden, um der Tier- und Insektenwelt genügend Nahrung und Lebensraum zur Verfügung zu stellen.

Eine noch junge Aktion des Bienenpakts ist die Bewerbung alternativer Energiepflanzen wie beispielsweise die Durchwachsene Silphie. Bei einer Feldbesichtigung des Landwirtschaftsamtes, die kürzlich im Rahmen des Bienenpakts stattgefunden hat, konnten sich Landwirte über die Vorteile der Silphie informieren. Die bis in den August bzw. September blühende Pflanze wird immer beliebter und stellt eine gute Ergänzung zum Mais als Energiepflanze dar. „Wir überprüfen derzeit Möglichkeiten, den Anbau von Silphie in unserer Region noch besser zu bewerben. Auch eine finanzielle Fördermöglichkeit steht im Raum“, so Westphal.

„Alles in allem haben wir mit dem Bienenpakt, lange bevor die Gesellschaft im Volksbegehren mehr Artenvielfalt gefordert hat, ein Instrument geschaffen, um gemeinsam den Erhalt unserer Kulturlandschaft zu unterstützen und zu fordern. Unsere Region geht dabei mit gutem Beispiel voran und hat bereits Nachahmer gefunden: Auch im Landkreis Ansbach soll ein Bienenpakt gegründet werden“, freuen sich Westphal und Auernhammer und merken abschließend an: „Was bis heute schade ist: Die Befürworter des Volksbegehrens haben sich unserer Initiative nicht angeschlossen. Dabei könnte über die Arbeit des Bienenpakts jeder einen aktiven Beitrag zur Artenvielfalt leisten.“

Kunst- und Handwerkermarkt am See

Angebot für die ganze Familie

 Ein Markt für die ganze Familie ist der Kunst- und Handwerkermarkt am Samstag, 24. August und am Sonntag, 25. August am Altmühlsee.

 Der Schwerpunkt beim Kunst- und Handwerkermarkt liegt auf handwerklichem Können und künstlerischer Eigenständigkeit. Qualität ist die Grundlage für den Erfolg. Die „ideenreichen Märkte“ sind ein Begriff für hochwertiges Kunsthandwerk und zeitgenössische Kunst. Im Mittelpunkt steht das Unikat, das unverwechselbare Einzelstück aus Künstlerhand.

Viele Kunsthandwerker lassen sich beim Anfertigen ihrer Unikate gerne über die Schulter schauen, wie z.B. Glockengießer, Töpfer, Drechsler, Weber etc. Der Markt präsentiert ein breites Spektrum außergewöhnlicher und ausgefallener handgemachter Objekte. Zu finden sind außerdem Lederwaren, Goldschmiedearbeiten, außergewöhnliche Kopfbedeckungen, Drechslerarbeiten, handgemachte Seifen, Töpferwaren, Körbe, Bürsten, Gemälde, Schmuck, Kalligraphie, Glückwunschkarten, Kunstfotografien, Handgewebtes, Mode uvm. Bei diesem tollen Angebot ist für alle Besucher etwas dabei.

Piratenfahrten auf der MS Altmühlsee

Auch nach den Sommerferien geht es mit den Piratenfahrten auf der MS Altmühlsee spannend weiter. Ab dem 11. September startet die MS Altmühlsee jeweils mittwochs um 15.15 Uhr zu den aufregenden Piratenfahrten mit Schatzsuche. Der Fahrkartenverkauf ist direkt an Bord der MS Altmühlsee.

Abendfahrt mit Live-Musik auf der MS Altmühlsee mit Edi & the hurricane

Mit der Rockband „Edi & the hurricane“ der Lebenshilfe Ansbach endet am Freitag, 30. August die Reihe der musikalischen Abendfahrten 2019 auf der MS Altmühlsee. Dementsprechend wird an diesem Abend nochmal richtig Gas gegeben. Fetziger Rock´n´Roll und Rockcover vom Feinsten präsentieren die sechs Musikbegeisterten aus Ansbach. Wer mag, darf gerne das Tanzbein schwingen. Leinen los heißt es am 30. August um 19.30 Uhr an der Anlegestelle Gunzenhausen Schlungenhof.

Musikalische Abendfahrt mit den Wormer Musikanten

Zu einer musikalischen Abendfahrt mit den Wormer Musikanten lädt die MS Altmühlsee am Freitag, 23. August ein. Die Wormer Musikanten wurden 1987 von sieben Unterwurmbacher Musikanten gegründet. Unter der Leitung von Hans Mark wurde zu dieser Zeit hauptsächlich fränkische Volksmusik gespielt. Es entstanden auch die CDs „So klingt´s bei uns“ und „Volksmusik aus Franken 2“. Als 2001 der Unterwurmbacher Joachim Seifert die Leitung übernahm, änderte sich auch das musikalische Repertoire von der reinen fränkischen Volksmusik, die natürlich weiterhin gespielt wird, hin zur böhmisch-mährischen Volksmusik. Die MS Altmühlsee legt am 23. August um 19.30 Uhr an der Anlegestelle Gunzenhausen-Schlungenhof ab.

 

Antrittsbesuch in Tschechien

Bezirkstagspräsident  Kroder und seine Stellvertreterin Naaß in Brünn

Bezirkstagspräsident Armin Kroder und seine Stellvertreterin Christa Naaß mit Kreishauptmann Simek in Brünn. Foto: Region Südmähren

Bezirkstagspräsident Armin Kroder reiste kürzlich zu einem Antrittsbesuch in die tschechische Region Südmähren, begleitet wurde er von seiner Stellvertreterin Christa Naaß. Sie ist Beauftragte für die Regionalpartnerschaft des Bezirks Mittelfranken mit der polnischen Woiwodschaft Pommern und für die Kontakte zu Südmähren.

Kreishauptmann Bohumil Šimek empfing die Gäste in seinem Amtssitz in Brünn, der zweitgrößten Stadt Tschechiens und dem Verwaltungssitz der Region Südmähren. Dabei kam das gegenseitige Interesse nach einer engeren Zusammenarbeit zur Sprache, die tschechische Seite strebt künftig insbesondere gemeinsame Projekte in den Bereichen Landwirtschaft und Bildung an.

In der Region Südmähren gibt es 160 Mittelschulen, die mit den deutschen berufsbildenden Schulen vergleichbar sind. Bereits diesen Herbst, spätestens im Frühjahr nächsten Jahres, ist ein Informationsbesuch tschechischer Lehrkräfte in Mittelfranken geplant. Im Rahmen des Antrittsbesuches sprachen Bezirkstagspräsident Kroder und Christa Naaß auch mit der stellvertretenden Direktorin der Tourismuszentrale Südmährens, Martina Grůzová. Dabei wurden Möglichkeiten einer Beteiligung Mittelfrankens an einer Tourismusmesse in Brünn sowie die Präsentation Südmährens auf der Freizeit-Messe in Nürnberg ausgelotet. Auf dem weiteren Programm der Gäste aus Mittelfranken stand ein Besuch des Museums für Roma-Kultur in Brünn.

Politische Grundlage für die Fahrt nach Tschechien ist ein Beschluss des mittelfränkischen Bezirkstages vom Mai 2015. Damals hatte das Gremium dafür plädiert, dass die Bezirksverwaltung gemeinsam mit der Bayerischen Vertretung in Prag und im Benehmen mit dem Auswärtigen Amt mögliche Partner und Partnerregionen in der Tschechischen Republik zwecks einer Kontaktaufnahme sondiert. Südmähren gehört in Tschechien zu den Regionen mit einem hohen wirtschaftlichen Potenzial. Daneben verfügt die Region über reiche kulturhistorische Wurzeln und wertvolle architektonische Denkmäler.

Haus der Bayerischen Geschichte

Moderne Architektur für neues Museum in Regensburg

Einen „gewaltigen Gewinn für die bayerische Kulturlandschaft“  hat Bayerns Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, das nach zehnjähriger Planungs- und Bauzeit im Juni fertig gestellte „Haus der Bayerischen Geschichte“ in Regenburg bezeichnet. Es hat 88 Millionen Euro gekostet und geht auf die Initiative des früheren Ministerpräsidenten Horst Seehofer zurück.

Das Museum, das eigentlich keines sein will, sondern ein breiter angelegtes Angebot zur Darstellung bayerischer Geschichte ab 1800, hat mit seiner futuristischen Gestalt natürlich nicht nur Freunde, sondern auch Kritiker. Direkt an der Donau wirkt der Komplex mit seinen rund 8000 Quadratmetern mächtig, aber er stellt einen reizvollen Kontrast zur herkömmlichen Architektur der benachbarten Gebäude dar.

Im Erdgeschoss gibt es auf 923 Quadratmetern viele Platz für Sonderausstellungen und Veranstaltungen (das Foyer ist flexibel nutzbar), im Obergeschoss ist die Dauerausstellung mit kindgerechten Stationen, der Schauraum ermöglicht in filmischen Sequenzen (Moderation Christoph Süß) einen amüsanten Zugang zur bayerischen Geschichte.  Zu sehen sind dort u.a. das Rennrad von Franz Josef Strauß, der in jungen Jahren auch Straßenrennen gefahren ist,  aber auch dem Nürnberger Elektropionier Sigmund Schuckert  ist Raum gegeben. Dass bayerisches Bier weltberühmt werden konnte, das hat es auch Carl Linde, dem Erfinder der Kältemaschine, zu verdanken. Die Bavariathek als modernen, pädagogische Einrichtung mit Bildarchiv, Tonstudio und Schulungsräumen ist zugleich Sitz der Museumsverwaltung. Abgerundet wird das Angebot durch den Museumsladen und das Museumswirtshaus (mit Vollküche und Biergarten an der Donauseite). Im Foyer ist ab September die Landesausstellung „Hundert Schätze aus tausend Jahren“ zu sehen. In der Nachbarschaft befindet sich das Sammlungsdepot  „Österreicher Stadel“ (2264 qm).

WERNER FALK

Margarete Engelhard 90

Langjährige Mitarbeiterin des Altmühl-Botens und der Stadt

Es gibt sie, die Menschen, die in einer Gemeinschaft über viele Jahrzehnte aktiv und ehrenamtlich tätig sind. Margarete Engelhard aus Gnotzheim zählt zu ihnen. Am Donnerstag (Mariä Himmelfahrt) wird sie 90 Jahre alt. Mehr als 50 Jahre hat sie aus dem gesellschaftlichen Leben der Marktgemeinde im Altmühl-Boten als freie Mitarbeiterin der Redaktion berichtet – vom Crashclub ebenso wie vom Seniorenkreis. Sie hat viele Gnotzheimer anlässlich ihrer runden Geburtstage charakterlich treffend porträtiert. Margarete Engelhard war jahrzehntelang Korrektorin im Verlag des Altmühl-Boten und danach lange Zeit die erste Kontaktperson für Menschen, die telefonisch mit der Stadtverwaltung in Kontakt traten. In der Telefonzentrale war sie die sympathische Stimme der Stadt.

Die Jubilarin entstammt einer etablierten Gnotzheimer Familie, die sich vielfältig im gesellschaftlichen Leben engagiert. Sie trug als an den kirchlichen Feiertagen mit Stolz ihre kostbare Tracht und als gläubige Katholikin gehört für sie bis heute der Besuch der Messen und Gottesdienste zum festen Lebensritus. Zu den Geistlichen von Gnotzheim pflegte Margarete Engelhard stets engen Kontakt. Viele Jahrzehnte lang war sie Schriftführerin des Katholischen Frauenbunds in der Gemeinde.

Ihr Freundeskreis, der weit über Gnotzheim hinausreicht, ist glücklich, sie heute zum 90. Geburtstag beglückwünschen zu können, zumal sich die Jubilarin noch guter Gesundheit erfreuen darf und ein beeindruckendes Erinnerungsvermögen hat.  fa/Foto: FR Presse

Markt am See

Am 18. August am Seezentrum Schlungenhof

Viel Buntes verspricht der Markt am See am Sonntag, 18. August ab 11 Uhr im Seezentrum Schlungenhof. Entlang der Radwege bieten die Händler von Haushaltswaren, Bekleidung, Nachtwäsche, Lederwaren, Wäsche, Blumen bis hin zu Dekorationsartikeln alles an, was das Herz begehrt. Einkaufen und Bummeln direkt am Wasser – ein Genuss wie im Süden, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Passend zum Markt bietet die MS Altmühlsee ein Marktfrühstück bei frischer Seeluft an. So kann der Tag beginnen: Mit einem herzhaften und guten Frühstück. Ab 7.30 Uhr gibt es an Bord des Schiffes ab 7.30 Uhr ein Frühstück à la carte an. Der Zustieg an Bord ist jederzeit möglich, da die MS Altmühlsee vor Anker liegt. Anschließend geht es gestärkt zum bunten Treiben auf den Markt direkt am Seezentrum Schlungenhof.

 Der Bartholomäusmarkt, der vor einigen Jahren von der Innenstadt an den See verlegt wurde, hat seinen Namen vom Gedenktag an den Heiligen Bartholomäus im 24. August. Der Markt erfreut sich an dem neuen Standort größter Beliebtheit bei Urlaubsgästen und Einheimischen.

Manfred Geyer gewürdigt

Bundesverdienstkreuz am Bande für verdienten Banker

Innenminister Joachim Herrmann hat in Erlangen das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Manfred Geyer aus Weihenzell  ausgehändigt, der sich im genossenschaftlichen  Bereich vorbildlich für ihre Mitmenschen eingesetzt hat..

Manfred Geyer aus Weihenzell, Landkreis Ansbach, hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten neben seinem beruflichen Wirken in verschiedenen herausgehobenen Ämtern im Genossenschaftswesen und der Förderung des Mittelstandes in Bayern verdient gemacht. Darüber hinaus ist er im gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich ehrenamtlich

Manfred Geyer war lange Vorstandschef der Gewerbebank Ansbach und der regionalen Wirtschaft ein verlässlicher Partner. Foto: StMI

engagiert. Seine berufliche Karriere startete er im Jahr 1969 als Auszubildender bei der Raiffeisen Volksbank eG Gewerbebank, die damals noch unter dem Namen Gewerbebank Ansbach firmierte. Im Jahr 1983 wurde er in den Vorstand berufen und stand diesem ab 1994 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand vor drei Jahren als Vorsitzender vor. Dabei verstand er es auf einzigartige Weise, die Kräfte der Region im Bankenbereich gezielt zu bündeln, um die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit zum Wohle der Kunden und Genossenschaftsmitglieder zu stärken. Sein besonderer Einsatz galt hierbei dem Mittelstand, aber auch der Förderung des Unternehmernachwuchses.Daneben engagierte er sich fast zwei Jahrzehnte lang im Industrie- und Handelsgremium Ansbach und war seit 2000 Mitglied der Vollversammlung der ‚IHK Nürnberg für Mittelfranken‘. Auch für die Europäische Metropolregion Nürnberg trat er ein und erreichte mit seinem couragierten Einsatz, dass sich die Volks- und Raiffeisenbanken finanziell und ideell maßgeblich engagierten. Seit dem Jahr 2000 ist er Mitglied des Kuratoriums der ‚Stiftung für Kinder und Jugendliche‘ der Diakonie Neuendettelsau. Weitere Ehrenämter im Hochschul- sowie im Stiftungsrat der Hochschule Ansbach runden sein Engagement für die Jugend ab. Auch für die ältere Generation setzt er sich ein. So wirkt er bereits seit zehn Jahren als Vorstandsmitglied und Schatzmeister im Förderkreis Geriatrie Ansbach e. V. am Bezirksklinikum Ansbach. Im Genossenschaftsverband Bayern war er viele Jahre Vorsitzender des Kreisverbandes Ansbach, Mitglied der Vertreterversammlung und zahlreicher Ausschüsse und Arbeitskreise sowie Bezirkspräsident für Mittelfranken. Er gehörte zudem über viele Jahre dem Verbandsrat an, zuletzt als dessen stellvertretender Vorsitzender. Darüber hinaus war er auch in vielen anderen Gremien aktiv, wie etwa beim Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken, im Genossenschaftsbeirat der Allianz AG oder als stellvertretender Vorsitzender der ‚Raiffeisen/Schulze-Delitsch Stiftung‘ Bayerischer Genossenschaften, um nur einige zu nennen.

Verdienstmedaille für Robert Westphal

Innenminister Joachim Herrmann hat in Erlangen die Kommunale Verdienstmedaille in Silber und Bronze sowie die Kommunale Dankurkunde an 31 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus dem Regierungsbezirk Mittelfranken verliehen. Zum Kreis der Geehrten zählte auch der stellvertretende Landrat und ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Meinheim, Robert Westphal.

Robert Westphal hat sich durch seine langjährige Tätigkeit in einer Vielzahl kommunalpolitischer Ämter nicht nur in seiner Heimatgemeinde Meinheim als ehemaliges Mitglied des Gemeinderates, als zweiter Bürgermeister (von 1984 bis 1996) sowie anschließend als Erster Bürgermeister (von 1996 bis 2014), sondern auch als langjähriges Mitglied des Kreistages (seit 1990 bis heute) sowie in verantwortlicher Position als stellvertretender Landrat – zunächst von 2002 bis 2007 als weiterer Stellvertreter des Landrats und anschließend von 2007 bis heute als gewählter Stellvertreter des Landrats – um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht.

 Stellvertreter wie aus dem Bilderbuch

Stellvertretender Landrat Westphal hat in den letzten Jahrzehnten mit großer Tatkraft und vorbildlichem persönlichen Einsatz die kommunale Selbstverwaltung im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen geprägt und sich neben seinem Hauptberuf als Rechtsanwalt bzw. Inhaber einer Kanzlei in mehreren kommunalpolitischen Funktionen für die kommunale Daseinsvorsorge und damit für das Wohl der Bürgerinnen und Bürger eingesetzt.

1984 wurde er erstmals in den Gemeinderat seiner Heimatgemeinde Meinheim gewählt und übernahm dort sofort als zweiter Bürgermeister gesteigerte Verantwortung in seiner Gemeinde. Nach seiner Wahl zum Ersten Bürgermeister der Gemeinde Meinheim im Jahr 1996 konnte er die Entwicklung seines Heimatortes bis zu seinem Ausscheiden aus diesem Amt im Jahr 2014 in jeder Hinsicht erfolgreich gestalten. In dem Zusammenhang hat er nicht nur die kommunalen Pflichtaufgaben erfüllt, sondern einige wegweisende Projekte umgesetzt. Unmittelbar nach Beginn seiner Amtszeit als Bürgermeister konnte er den Bau einer Umgehungsstraße zu einem erfolgreichen Abschluss führen und damit die Lebensqualität seiner Gemeinde im erheblichen Maße steigern. Der Bau der Umgehungsstraße war eine wichtige Voraussetzung für das spätere Dorferneuerungsverfahren, das Westphal in seinem Amt als Bürgermeister als weiteres Großprojekt neben der Sicherstellung der gemeindeeigenen Wasserversorgung sowie dem Bau einer Schule mit großer Weitsicht umsetzte. Zudem förderte er die Gründung von zwei Nahwärmegenossenschaften in Meinheim und dem Ortsteil Wolfsbronn, so dass in beiden Orten eine umweltfreundliche Energieversorgung aufgebaut werden konnte.

Das langjährige erfolgreiche kommunalpolitische Wirken von Robert Westphal als Bürgermeister sowie die Förderung des ehrenamtlichen Engagements der Bürgerinnen und Bürger unter der Regie seines Nachfolgers Wilfried Cramer innerhalb der Dorfgemeinschaft schlug sich auch im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – unser Dorf soll schöner werden“ nieder. Zunächst auf Landkreisebene (2013), dann in Mittelfranken (2014) und schließlich auch im bayerischen Vergleich (2015) wurde Meinheim mit der Goldmedaille bedacht. Beim bundesweiten Wettbewerb 2016 wurde die Gemeinde Meinheim mit Silber ausgezeichnet.

Auch auf Ebene des Landkreises hat sich Robert Westphal als Kreisrat in den vergangenen Jahrzehnten ebenfalls erfolgreich für die Belange der Bürgerinnen und Bürger eingesetzt. Seit 1990 bis heute ist er Mitglied des Kreistages des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Während dieser Zeit übte er zahlreiche ehrenamtliche Funktionen in den verschiedensten Ausschüssen und Gremien aus und übernahm zunächst in der Zeit von 2002 bis 2007 als weiterer Stellvertreter des Landrats zusätzliche Pflichten und Aufgaben. Im Jahr 2007 wurde Robert Westphal nach dem Tod seines Amtsvorgängers vom Kreistag zum stellvertretenden Landrat gewählt. In dieser Funktion musste er dann in den Jahren 2010 und 2011 aufgrund der schweren Erkrankung sowie Todes des früheren Landrats Franz Xaver Uhl neben seiner Tätigkeit als ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Meinheim bis zur Übergabe des Amtes an den neu gewählten Amtsnachfolger und jetzigen Landrat Gerhard Wägemann am 5. Dezember 2011 vollumfänglich die Dienstgeschäfte des Landrats übernehmen. Diese vollumfängliche Wahrnehmung der Vertretungsaufgaben als Landrat ist in dem Zusammenhang nicht hoch genug einzuschätzen, da auf Landkreisebene im Jahr 2008 ein umfassender Regionalentwicklungsprozess gestartet wurde mit einer Vielzahl an koordinierungsbedürftigen Entwicklungsprozessen, Projekten, Initiativen und Maßnahmen. Aus der Verantwortung heraus, die eingeschlagenen Weichenstellungen beizubehalten und den begonnenen Regionalentwicklungsprozess fortzusetzen, hat sich Robert Westphal hier in dieser Vertretungszeit mit großem juristischen Sachverstand und seiner positiven Gestaltungskraft eingebracht. Als herausragende Beispiele dieses Engagements können hier die Ansiedlung der privaten Hochschule für angewandtes Management im Jahr 2010 sowie die einleitenden Weichenstellungen für die spätere Ansiedlung eines Technologiezentrums für Kunststofftechnologie sowie eines akademischen Studienzentrums im Landkreis als Kooperationsprojekt mit der Technischen Hochschule Deggendorf sowie der Hochschule für angewandte Wissenschaften Ansbach genannt werden. Wegweisend war auch seine tatkräftige Unterstützung der eingeleiteten Entwicklungsprozesse zur Erstellung eines Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts sowie eines Integrierten Klimaschutzkonzepts aus Landkreisebene jeweils unter Einbeziehung der Bevölkerung.

Stellvertretender Landrat Westphal ist eine allseits geachtete Persönlichkeit, die ihrer Heimat eng verbunden ist. Mit großer juristischer Fachkompetenz, Umsicht, Souveränität, mit großem Pflichtbewusstsein und Verantwortungsgefühl hat er seine kommunalpolitischen Ämter bislang wahrgenommen und sich sowohl bei Behörden bzw. Institutionen als auch bei der Bevölkerung große Achtung, Vertrauen und Wertschätzung erworben. Dabei hat er seine persönlichen Belange stets seinen kommunalpolitischen Pflichten untergeordnet und sich damit um die kommunale Selbstverwaltung im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen verdient gemacht.