Monthly Archives: Juni 2019

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100000. Besucher auf Gartenschau

Wassertrüdingen melden Zwischenergebnis

Von links: Geschäftsführer Robert Sitzmann, Roland Albert, Vorsitzender der Landesgartenschau GmbH, die glücklichen Besucher Sabine Wittmann, Helmut Sperber und Maria Wittmann-Sperber, Bürgermeister Stefan Ultsch mit seiner Frau Sabine, Geschäftsführer Peter Schubert und Prokuristin Ingrid Rott-Schöwel. Foto: Laureen Eggmann

Am 28. Juni konnte noch vor dem Sommerfest die 100.000. Besucherin begrüßt werden. Maria Wittmann- Sperber aus Erlangen wurde, zusammen mit ihrem Mann und ihrer Nichte, mit Blumen und einem Geschenkkorb aus der Region auf der Gartenschau empfangen.
Der Vorsitzende der Landesgartenschau GmbH, Roland Albert, sowie der Erste Bürgermeister von Wassertrüdingen Stefan Ultsch, Prokuristin der Gartenschau Ingrid Rott-Schöwel und die beiden Geschäftsführer Robert Sitzmann und Peter Schubert überreichten Maria Wittmann-Sperber, die zusammen mit ihrem Mann Helmut Sperber und ihrer Nichte Sabine Wittmann anreiste, Blumen und einen Geschenkkorb mit regionalen Produkten. Die drei Gäste, die mit ihrem Besuch die Marke der 100.000 knackten, sind aus Erlangen und knapp 80 Kilometer für die Gartenschau gefahren. Gerne wollten Sie sich, wie auch bei Würzburg im vergangenen Jahr, von der Wassertrüdinger Gartenschau der Heimatschätze und ihren Vorzügen überraschen lassen. Wirklich geplant war der Ausflug der drei nicht: „Wir haben uns nach dem Wetter gerichtet, heute soll es ja nicht ganz so warm werden.“ Nicht nur gutes Wetter haben die Erlanger somit bekommen, sondern zudem auch noch eine schöne Überraschung.
Noch knapp 70 Tage lang findet die Gartenschau der Heimatschätze in Wassertrüdingen statt. Insgesamt werden knapp 250.000 Besucher erwartet. Die erste große Hürde wurde heute mit dem 100.000sten Besucher bereits genommen. Auch das am Samstag stattfindende Sommerfest sowie der Streuobsttag am Sonntag werden, gerade bei dem tollen Wetter, nochmals einige Besucher nach Wassertrüdingen locken. Auch die Prokuristin zeigt sich begeistert angesichts des schönen Ereignisses dieses Tags: „Wir sind stolz und begeistert, wie viel positiven Zuspruch wir hier mit unserer Gartenschau in Wassertrüdingen erhalten und freuen uns auf die vielen schönen Tage und netten Besucher, die noch kommen.“

WLAN in Regionalzügen

Flächendeckendes WLAN  verlangen FW von der Bahn

Mit den Mehreinheitsstimmen von FW und CSU verabschiedete der Bayerische Landtag diese Woche einen Antrag der Regierungsfraktionen, der die Staatsregierung auffordert, sich beim Bund da-für einzusetzen, dass der Netzausbau für WLAN an den Schienenstrecken zügig vorangeht.
Ausgangspunkt hierzu war die Vorstellung der Konzernstrategie der Deutschen Bahn für einen zukunftsfähigen Bahnverkehr in der vergangenen Woche. Man strebt bis 2021 die flächendeckende Versorgung der Fernverkehrsstrecken mit WLAN in ICE-und InterCity-Zügen an.
Wolfgang Hauber, Landtagsabgeordneter der FREIEN WÄHLER aus Weißenburg und innenpolitischer Sprecher der FREIEN WÄHLER Land-tagsfraktion, erklärte hierzu: „Wir müssen die Zeichen der Zeit frühzeitig erkennen und bereits jetzt die Weichen stellen, dass die Attraktivität des bayerischen Zugverkehrs weiter gesteigert werden kann. Die Erlöse aus der Vergabe der 5G-Frequenzen müssen vom Bund strategisch in den Netzausbau eingebracht werden, damit wir die notwendige Infrastruktur haben.“
MdL Hauber weiter: „Gerade für Pendler ist ein sicheres und vor allem störungsfreies Netz notwendig, um die Pendelzeit effektiv nutzen zu können. Die so genannten weißen Flecken müssen möglichst vollständig und schnell von der Bayerischen Landkarte verschwinden. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden und vor allem immer schneller zunehmenden Digitalisierung ist dies mehr als notwendig, um unsere Konkurrenzfähigkeit zu gewährleisten.“

Jüdische Jugendliche kommen

Gunzenhausen strebt Austausch mit Rishon LeZion an

Gunzenhausen, die Stadt mit dem reichsweit ersten Hitler-Denkmal (am Zugang zum Burgstallwald) und dem ersten Judenpogrom (1934), will einen aktiven Beitrag zur Wiedergutmachung des Unrechts leisten, das in der Nazi-Herrschaft den Mitmenschen jüdischer Herkunft angetan wurde.

Stadtjugendpfleger Helmar Silcher hat nach einem Besuch in Israel die organisatorischen Voraussetzungen für eine Begegnung jüdischer Jugendlicher mit gleichaltrigen Deutschen geschaffen. Jetzt steht der Termin für die erste Begegnung fest: 20. bis 26. Juli.  Die zwölf Besucher wohnen in deutschen Familien mit Kindern im gleichen Alter.

Die offizielle Begrüßung ist am 20. Juli um 14.30 Uhr im Jugendzentrum. Danach geleitet die Stadtführerin Lesley Loy die Gruppe zu den Stätten des einstigen jüdischen Lebens in Gunzenhausen. In den Tagen danach gibt es eine Fahrradtor um den Altmühlsee, ein Treffen mit Schülern der 8. und 9. Klassen der Stephani-Volksschule, eine sportliche Begegnung, einen Arbeitseinsatz auf dem jüdischen Friedhof an der Leonhardsruhstraße, eine Fahrt nach Nürnberg (Doku-Zentrum und Reichsparteitagsgelände), einen Schnupperkurs am neuen Wakeboard-Areal Brombachsee sowie einen Abschlussgottesdienst.

Es ist geplant, dass sich im nächsten Jahr eine Gruppe von Gunzenhäuser Jugendlichen in die israelische Stadt (200000 Einwohner) begibt.

Sommerfest bei Regens Wagner Absberg

Im Schlossgarten in Absberg

Die Vorbereitungen für das diesjährige Sommerfest von Regens Wagner Absberg, am Sonntag, 7. Juli, laufen auf Hochtouren. Das traditionelle Fest für alle, die sich Regens Wagner verbunden fühlen, findet heuer erneut auf dem Gelände des Schlossgartens in Absberg statt und startet traditionell mit einem feierlichen Gottesdienst im Innenhof (Beginn 9.30 Uhr).

Neben dem großen Festzelt mit Musik und zahlreichen schmackhaften Angeboten für das leibliche Wohl gibt es natürlich wieder viel zu entdecken und zu erleben. So lädt die Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) ein zum Tag der offenen Tür. Besucher können sich vor Ort einen Eindruck von den Arbeitsbereichen der Werkstatt verschaffen und beispielsweise die große Lasergravurmaschine im Einsatz sehen. Im Foyer der WfbM werden farbenfrohe Bilder aus verschiedenen Kunstworkshops zum Verkauf angeboten und im Speisesaal erwartet die Besucher ein musikalisches Unterhaltungsprogramm. Kinder können unter anderem beim Armbrustschießen und auf der Strohballenburg aktiv werden. Der Müßighof wird für das Sommerfest nicht nur eine kleine Tierkarawane in das Schloss entsenden, sondern auch mit Produkten aus dem Hofladen präsent sein.  Attraktive Gewinne sind mit ein wenig Glück an der Losbude abzuräumen.

Einen Höhepunkt der Veranstaltung bildet das Freundschaftsspiel zwischen dem „F.C. Regens-Wagner“ und der Jugendauswahl der DJK Obererlbach am Nachmittag. Last but not least bietet das weitläufige Gartengelände mit seinem dichten Obstbaumbestand viele schattige Plätze im Freien und so zusätzlich Gelegenheit für gute Begegnungen und Gespräche. Parkplätze sind ausreichend vorhanden, der Weg dorthin ist ausgeschildert.

Think about it! Das neue Programm

Musikalischer Abend am 30. Juni in Mörsach

Die mehrfach preisgekrönten Stimmen der „VoicesInTime“ gehören in ihrem Bereich zu den Ensembles der ersten Stunde in München und lösen unter der Leitung von Stefan Kalmer die Grenzen zwischen den Genres gekonnt auf.
Goethe Lyrik, Nummern von Meat Olaf und den Weshly Arms, von Billie Holiday, Jamie Cullum oder der gerade verstorbenen Soul-Göttin Aretha Franklin zeigen ihre hohe Flexibilität. Sie intonieren Eternal Flames von den Banales genau so, wie Halleluja von Leonard Cohen.
Die in der Region sehr beliebte Gruppe tritt am Sonntag, 30. Juni, um 19 Uhr im Atelier Zimmermann in Mörsach auf.
Karten unter Tel.: 09831-4212 oder vorverkauf@mundus-artis.de

Lehrkräften eine Perspektive geben

MdL Hauber: Staatsregierung legt neues Sonderprogramm auf

MdL Wolfgang Hauber sieht die Situation der Schulen durch das neue Personalangebot verbessert.

Anders als andere Bundesländer verbeamtet Bayern im Regelfall seine Lehrkräfte und bietet ihnen eine im Ländervergleich sehr gute Besoldung. Diese Anstrengungen werden jetzt nochmals intensiviert und von der Staatsregierung ein aktuelles Sonderprogramm für die Verbeamtung bzw. Entfristung langjährig befristet beschäftigter Lehrkräfte aufgelegt. Im aktuellen Doppelhaushalt 2019/2020 wurden eine Umwandlung von Aushilfsmitteln in feste Planstellen durchgeführt, was bedeutet, dass insgesamt 808 feste Stellen mehr in den nächsten zwei  Jahren realisiert werden.

MdL Wolfgang Hauber äußert sich sehr erfreut hierüber: „Ich bin sehr froh, dass es unserem Kultusminister Michael Piazolo gelungen ist, unsere Forderung aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen. Dieses Sonderprogramm ermöglicht jetzt Lehrkräften den Einstieg in den Staatsdienst auf Basis einer Verbeamtung oder eines unbefristeten Arbeitsvertrages zu geben und gibt vielen ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern eine langfristige Perspektive, die unsere Schulen engagiert als Aushilfen unterstützt haben, was auch dringend verändert werden musste.“
Einige Details hierzu: Bayern stellt im Haushaltsjahr 2019 in einem ersten Schritt 519 Planstellen für das Sonderprogramm zur Verfügung und im Haushaltsjahr 2020 weitere 289 Stellen. Die Maßnahme richtet sich an Lehrkräfte, die eine vollständige Lehr-befähigung für die jeweilige Schulart haben und mehrere Jahre als Aushilfe an staatli-chen Schulen beschäftigt waren. Neben dem Sonderprogramm sieht der Koalitions-vertrag 5.000 zusätzliche Lehrerstellen bis zum Jahr 2023 sowie den Ausbau von Studienplatzkapazitäten vor.

MdL Hauber weiter: „Endlich passiert etwas, um an allen Schularten die Versor-gung mit qualifizierten Lehrerinnen und Lehrern zu verbessern. Der Freistaat bietet ihnen im Ländervergleich sehr gute Bedingungen und verbessert auch konsequent die Rahmenbedingungen für die Lehrkräfte“.

Recyclinghöfe geschlossen

Auch das Landratsamt hat am 5. Juli nicht geöffnet

Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen einschließlich seiner Dienststellen sowie die Recyclinghöfe Weißenburg und Gunzenhausen sind aufgrund einer dienstlichen Veranstaltung am Freitag, den 05. Juli 2019, geschlossen.

Betroffen von dieser Schließung am 05.07.2019 ist auch der Wertstoffhof in Treuchtlingen, der personell vom Landkreis mitbetreut wird.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes stehen ab Montag, 8. Juli, ab 7.30 Uhr zu den gewohnten Zeiten für den Parteiverkehr wieder zur Verfügung. Um unnötige Wartezeiten zu vermeiden und sicherzustellen, dass der zuständige Ansprechpartner im Amt ist, weist das Landratsamt in dem Zusammenhang noch einmal auf die Möglichkeit der vorherigen telefonischen Terminvereinbarung hin (siehe Informationen im Internet zu den aktuellen Servicezeiten unter www.landkreis-wug.de/landratsamt/servicezeiten ).

Die Recyclinghöfe in Weißenburg und Gunzenhausen haben am Samstag, 6.Juli, zu den gewohnten Zeiten jeweils von 8.30 bis 13 Uhr wieder geöffnet.

Viertes Oldietownfestival

Am 13. und 14. Juli  in Wolframs-Eschenbach

Die Gunzenhäuser Kult-Formation „The Sharks“ ist dabei.

Nach den großen Erfolgen in den vergangenen Jahren findet am13. Juli bis 14. Juli 2019 das vierte große Oldietownfestival statt. Erleben Sie wieder ein ganzes Wochenende lang „Das Beste von Gestern“: Petticoats, Pomade, Rockabilly und viele tolle Schlitten in der gesamten historischen Altstadt von Wolframs-Eschenbach. Auf sieben Bühnen werden so viele Bands wie nie zuvor Ohrwürmer und Klassiker von den 50er-Jahren bis zu den groovigen 1970ern zum Besten geben. Rock´n´Roll über Rockabilly bis hin zu „Rhythm and Blues“ wird zu hören sein von:

Das Foto vom letzten Jahr verrät die tolle Stimmung in der Eschenbacher Altstadt.

Billie and the kids, Cherry Casino, Miss Lily Moe, Hot Rod Gang, Sharks, Fab Four, Cat Lee King, North Side Playboys, Mark Summers – Rockin Elvis, uvm. Wir nehmen Sie mit auf eine Zeitreise und lassen die Musik der 40er- bis 70er-Jahre wieder aufleben. Das Erscheinungsbild des größten Retro-Events in Nordbayern, die kulinarischen Angebote der Wolframs-Eschenbacher Vereine und Gastwirte sowie die Verkaufsstände sind auf die Zeit der Wirtschaftswunderjahre abgestimmt. Erleben Sie eine Stadt im Oldie-Fieber! Lassen Sie sich begeistern von der großen Oldtimer-Parade mit Automobilen und Motorrädern der letzten hundert Jahre, dem Petticoat-Wettbewerb und genießen Sie das stilechte Treiben in unserer historischen Altstadt mit ihrem ganz besonderen Flair.

Tanzgruppen laden mit Boogie Woogie, Rock´n´Roll und ihren authentischen Vorführungen zum Mitmachen ein. Unser umfangreiches Rahmenprogramm versetzt Sie zurück in die „gute, alte Zeit“: Petticoat-Wettbewerb mit Wahl zur „Miss OldieTown 2019“, Nostalgiemarkt, Kinderprogramm und vieles mehr! Zwei einmalige Ausstellungen von „Bill Haley“ und dem „King of Rock´n Roll – Elvis Presley“ runden das ganze Festival ab. Wir drehen das Rad der Zeit zurück und das Lebensgefühl der 50er- und 60er-Jahre wird wieder lebendig, denn an diesen beiden Tagen tanzt, swingt und rockt zum vierten Mal die gesamte Altstadt von Wolframs-Eschenbach!

Wer sich so richtig aufs Festival einstimmen möchte, der hat am Freitag, 12. Juli, bei der großen Pre-Party die Gelegenheit dazu mit der einzigartigen Sun Lightning Show im Heubusch-Saal, Hauptstraße 9 in Wolframs-Eschenbach!
„Eintritts-Tickets“ mit Sammelbutton sind an allen drei Kassen an den Festivaltagen erhältlich. Alle Infos zum Festival finden Sie unter: www.oldietown.de

Ein „Leuchtturm“ in der Stadt

Stadthallensanierung nun abgeschlossen

Imposante Erscheinung zur Nachtzeit: die grundsanierte Stadthalle. Fotos: FR-Presse

Bürgermeister Fitz (rechts) dankte Stadtbaumeisterin Simone Teufel und Christoph Heller für ihren engagierten Einsatz. Fotos: FR-Presse

Die Stadt Gunzenhausen hat einen neuen „Leuchtturm“: die grundsanierte Stadthalle. Am Donnerstag ist sie im feierlichen Rahmen eingeweiht und somit in Betrieb genommen worden. Rund 350 geladene Gäste erlebten die „Uraufführung“ und waren begeistert von dem neuen Ambiente am Schießwasen. Vor  allem nachts erstrahlt die Stadthalle auf ganz imposante Weise und erfüllt so den optischen Anspruch, im wahrsten Sinne des Wortes ein Leuchtturm zu sein.

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz strahlte denn auch übers ganze Gesicht, als er aus der Hand von Architekt Michael Weinbrenner vom Büro Haindl & Kollegen (München-Ansbach) den symbolischen Hausschlüssel entgegennehmen konnte. Damit ist eine Bauzeit von etwas mehr als zwei Jahren zu Ende gegangen, in der das Veranstaltungs- und Kongresszentrum sozusagen von Grund saniert wurde. Auch wenn die genaue Kostenabrechnung noch nicht vorliegt, so ist doch festzustellen, dass das Projekt mit rund 17,5 Millionen Euro den veranschlagten Kostenrahmen nur gering überschritten hat. Und das ist doch auch eine gute Nachricht angesichts der vielen Maßnahmen, die kostenmäßig explodieren.

Fitz und Weinbrenner gingen auf die Vorgeschichte der Sanierung ein, die eigentlich schon 2008 gemacht werden sollte, doch kam der Stadt seinerzeit die Finanzkrise in die Quere. Das Projekt, das nach 2014 systematisch in Angriff genommen wurde, ist das Ergebnis einer einstimmigen Haltung des Stadtrats. Und diese Einmütigkeit galt bis an das Ende der Maßnahme. Von den Rednern wurde die gute Kooperation zwischen Planern und ausführenden Firmen hervorgehoben.

Genutzt werden kann die Stadthalle mit ihren 750 Sitzplätzen als Theater- und Konzerthaus, aber auch als Kongress- und Tagungsstätte. Die eigentliche Halle kann als Ganzes genutzt, aber auch in drei Teile aufgeteilt werden.  Zudem gibt es vier kleinere Veranstaltungsräume. Die Gäste können das 600 Quadratmeter große und lichtdurchflutete Foyer genießen, aber auch die herrliche Terrasse mit Blick auf die wunderschöne Auenlandschaft.

Zehn Fachplaner waren am Werk, die Handwerker von 55 Betrieben arbeiteten daran und 40 Kilometer Kabel wurden verlegt, allein 19 Kilometer Datenleitungen mit 400 EDV-Anschlussdosen. Überhaupt: die Haustechnik ist auf dem modernsten Stand. Natürlich sind alle Zugänge behindertenfreundlich und barrierefrei gestaltet.

Den geistlichen Segen erhielt das grundsanierte Haus von dem evangelischen Dekan Mendel und dem katholischen Stadtpfarrer Christoph Witczak.  „iPad-Magie“ vom Feinsten bekamen die Gäste von Christoph Wilke serviert, der sich als digitaler Magier vorstellte und dessen glänzender Auftritt mit dem stärksten Beifall des Abends quittiert wurde. Dr. Ingo Friedrich, der Ehrenbürger der Stadt, sparte in seiner Festrede nicht mit Lob für seine Heimatstadt, die sich prächtig entwickelt hat in den letzten vier Jahrzehnten. Der Leiter der Stadthalle, Holger Syhre, stellt skizzenhaft das Programm der nächsten Monate vor. Es verspricht eine anspruchsvolle Unterhaltung für die Freunde des Theaters und der Musik. Musikalisch begleitet wurde das Eröffnungsprogramm  von Bernhard Krikkay am Flügel und Martin Linck (Trompete) sowie vom Bläserquartett (Thomas Pentza, Alfred Maderer, Dieter Meyer und Jörg Puschan.

Der Bevölkerung ist am Samstag, 29. Juni, von 10 Uhr ab die Gelegenheit gegeben, die sanierte Stadthalle anzusehen. Stadtbaumeisterin Simone Teufel und Christoph Heller informieren in Kurzvorträgen über die Maßnahme (12.30, 14.30 und 16 Uhr). Am Abend (19.30 Uhr) gibt es ein Konzert des Münchner Pianistenclubs. Der Eintritt kostet nur fünf Euro.

WERNER FALK

Hilfe gut, aber etwas spät

Zur Schwammspinner-Diskussion

„Wir sind doch alle vom Ausmaß der Schwammspinner-Invasion überrascht worden“. Inge Postler, die Frau, deren Anwesen am Burgstall wohl am stärksten von der Verbreitung des Schwammspinners betroffen ist, sagt diesen Satz ganz freimütig. Andere reagieren emotionaler. Dagegen gibt es nichts zu sagen, denn die Beeinträchtigung ihres Alltags ist groß.

Wir müssen bei allem Ärger sachlich bleiben. Es war eine Entscheidung der Staatsforsten, den staatlichen Flächenanteil  des Burgstallwalds nicht mit einem chemischen Mittel zu bekämpfen. Der Stadt Gunzenhausen gehören nur rund 20 Hektar des insgesamt 112 Hektar großen Walds. Eine knappe Mehrheit des Stadtrats ist in der März-Sitzung der Staatsforsten-Entscheidung gefolgt und hat eine großflächige und wirksame Bekämpfung aus der Luft abgelehnt. Ein Argument war dabei immer, dass vom städtischen Anteil eine nicht geringe Fläche auszunehmen sei (Nähe zu den Wohnungen in der Leonhardsruhstraße und Frickenfelder Straße, Freibad, Seenlandklinik der AWO, Altmühlseeklinik der Stiftung Hensoltshöhe). Das hätte sicher die Wirksamkeit der Bekämpfung eingeschränkt, aber das spätere Dilemma vermieden.

Der Informationsstand des Stadtrats war es, dass es außer Mimic kein wirklich wirksames Mittel gibt. Jedenfalls haben die Fachleute des Forsts, der Unteren Naturschutzbehörde und auch der Naturschutzverbände keines empfohlen. Mich verwundert, dass die Biologin Dr. Lobinger von der Landesanstalt für Wald- und Forstbewirtschaftung im Internet schreibt, der Höhepunkt des Schwammspinnerbefalls sei 2019 zu erwarten, jedoch keine Vorschläge macht, wie die „Katastrophe“ auch ohne Mimic in den Griff zu kriegen ist. Das ist genau der Punkt, an dem ich an meine Erklärung im Stadtrat erinnern möchte: „Wir dürfen nicht sehenden Auges hinnehmen, wie der Wald kaputtgeht.“

Mich verwundert in diesen Tagen die Reaktion von denen, die in der seinerzeitigen Sitzung des Stadtrats für den Verzicht auf eine wirksame Bekämpfung aus der Luft gestimmt haben. Eine Geste des Einsehens oder ein Wort der Entschuldigung gegenüber den Geschädigten, wie es der CSU-Fraktionsvorsitzende Manfred Pappler über die Lippen gebracht hat,  wäre wohl angemessen gewesen. Ich habe gehört, dass sich einzelne Personen der Interessengemeinschaft an der Schadensbehebung beteiligt haben. Das ist ehrenwert, aber von den Wortführern steht eine Erklärung aus.

Ich habe den Eindruck, dass Bürgermeister Karl-Heinz Fitz couragiert und gerade noch rechtzeitig das Heft des Handelns an sich gerissen hat. Möglicherweise wäre  das ganze Paket der von ihm bewirkten Aktionen wirksamer gewesen, hätte der Einsatz zehn Tage früher begonnen. Aber er ist vom Ausmaß der Entwicklung ebenso überrascht worden wie alle anderen. Aber, wie sagt der Volksmund: Im Nachhinein ist man immer klüger!

Der Schutz des Eigentums ist mir wichtig. Deshalb war ich auch für die chemische Bekämpfung – und sehe mich heute in meiner Meinung bestätigt. Nun hoffe ich darauf, dass es im Frühjahr 2020 eine wirksame Bekämpfung gibt, damit sich die leidigen Vorgänge nicht wiederholen.

WERNER FALK, Stadtrat der FDP in Gunzenhausen