Monthly Archives: März 2019

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Über das Leben des Heiligen Benedikt

Die Historikerin Dr. Anne Müller referiert im Kloster

Historikerin Dr. Anne Müller.

Der Zweckverband Kloster Heidenheim und das Diözesanbildungswerks Eichstätt veranstalten am Mittwoch, 3. April, um 19.30 Uhr im Foyer des jüngst wiedereröffneten Westflügels des Klosters (1. Obergeschoss) einen Vortragsabend zum Thema

„Wer war der hl. Benedikt – und wie sahen seine Klöster aus?“

Referentin ist die Historikerin Dr. Anne Müller, die seit Jahren in und für das Kloster Heidenheim tätig ist.

Worum geht es? Der Vortrag lädt zu einer Zeitreise in die Welt des frühen Mönchtums ein. Im Mittelpunkt steht Benedikt von Nursia, der „Vater des abendländischen Mönchtums“. Als junger Mann erprobte Benedikt in Italien neue Formen des religiösen Lebens. Er zog als Einsiedler in eine Höhle, scharte Anhänger um sich und wäre aufgrund seiner Strenge fast vergiftet worden. Schließlich gründete er die Abtei Monte Cassino. Dort schrieb er seine berühmte Ordensregel nieder, die bis heute eine Art Grundgesetz unzähliger Frauen- und Männerklöster ist. Der Vortrag beleuchtet einerseits Benedikts legendäres Leben. Andererseits wird Benedikts Idee des Klosterwesens vorgestellt. Wie waren die frühen Klöster organisiert? Wie gestaltete sich das Alltagsleben der Mönche? Und warum konnte das benediktinische Mönchtum schließlich einen unangefochtenen Siegeszug im frühmittelalterlichen Europa antreten?

Der Eintritt ist frei. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, bei einem Glas Wein ins Gespräch zu kommen.

Das Beste aus 25 Jahren

Ausgewählte Erzählungen von Helmut Haberkamm

Autor Hermann Haberkamm.

»Eine Stunde hat viele Gesichter, und ein einziger Tag unglaublich viele Jahre.« – Helmut Haberkamm ruft Erinnerungen an vergangene Zeiten wach, an alte, beinahe in Vergessenheit geratene Redewendungen und Wörter auch, »mit langen, staubbraunen Schatten, mit Wärme und Licht«. Ebenso einfühlsam wie
kritisch erzählt er von den Wunden, die das letzte Jahrhundert in den Familien und in der Gesellschaft hinterlassen hat. Die Geschichten seiner Figuren handeln
von Schicksalsschlägen und Ausgrenzung, aber auch von den hellen Momenten, die das Leben immer wieder bereithält. Und wenn Haberkamms Erzählungen in Franken angesiedelt sind und seine Sprache auf unvergleichbare Art vom Mündlichen, dem Fränkischen, gefärbt ist, so wird doch klar, dass er auf kleinem Raum von der ganzen Welt spricht – und von dem, was uns als Menschen ausmacht. Ein wahres Lese-Highlight!
• Helmut Haberkamms schönste Erzählungen aus den letzten 25 Jahren, gesammelt in einem Band – vom Autor ausgewählt
• Zwölf unterhaltsame, berührende und musikalische Geschichten, sechs davon bisher unveröffentlicht

Helmut Haberkamm, 1961 in Dachsbach, geboren, zählt zu den bekanntesten und vielseitigsten fränkischen Schriftstellern. Er ist promovierter Germanist, Anglist und Amerikanist und als Mundartdichter, Theater- und Romanautor sowie als Betexter von Bäckereitüten und Kunstfotografi en tätig.  Außerdem ist er Initiator des Mundartfestivals Edzerdla. Bei ars vivendi erschienen zuletzt der Roman Das Kaffeehaus im Aischgrund (2016), der Gedichtband Englische Grüß (2017) sowie das literarische Sachbuch Kleine Sammlung fränkischer Dörfer (2018).

Helmut Haberkamm: „Die warme Stube der Kindheit“ ( Erzählungen), Hardcover mit Schutzumschlag, 168 Seiten, ISBN 978-3-7472-0017-9, 19 Euro.

Kostenlos zum neuen Style

Wettbewerb auf der WIR in Gunzenhausen

Der Frühling macht Lust auf Veränderung. Anders aussehen. Den Typ wechseln. Ein Traum, den jeder von uns immer wieder träumt und sich dabei die spannende Frage stellt: Wie werden Freunde und Bekannte auf die Veränderung reagieren. Was passiert mit mir ? Werde ich geflashed vor dem Spiegel stehen und verwundert die Augen reiben: bin das wirklich Ich? Zeit, das eigene Potential zu entdecken. Das haben sich auch die Organisatoren der Messe WIR in Altmühlfranken gedacht und kurzerhand einen Wettbewerb, zusammen mit der „Schönheitsstube“, für ein komplettes Umstyling gestartet. Für die 12 Gewinner, die gestern gezogen wurden, erfüllt sich der Traum vom neuen Ich zum Nulltarif.
Die Resonanz, ein Umstyling zu gewinnen, war riesengroß, freut sich Ausstellungsleiter Josef Albert Schmid. Kaum waren die Postkarten in den Briefkästen und das Gewinnspiel online, ging`s richtig zur Sache. Im Zeitfenster vom 14. – 28. März hatten Frauen, Männer, Senioren und Familien die Chance am Umstyling-Wettbewerb teilzunehmen. Besonders engagiert taten dies die Frauen. Nach der Auslosung gab’s Freudensprünge bei den Siegern. In der Kategorie „Senior“ gewannen Alexandra und Reinhard Krause. Die Kategorie „Frauen“ entschieden Susanne Tscheuschner, Emma Lindenmeyer und Lisa Rösch für sich. Ulrich Pelz und Herbert Treiber gewannen die Kategorie „Männer“. Peter Bancyk, Nicole Helmstetter, Jonah Treiber, Georg Braun und Frau Huber holten sich das Siegerticket in der Kategorie „Familie“.
Alle Sieger werden sich auf der WIR in Altmühlfranken in Halle B wiederfinden. Jeden Tag wird ein anderer „Kategorie-Typ“ umgestylt. Es beginnt am Donnerstag mit „Senioren“, geht weiter am Freitag mit „Frau“, am Samstag mit „Mann“ und endet am Sonntag mit „Familie“. Vier Tage dauert die WIR in Altmühlfranken. Vier Tage zeigen Friseure und Kosmetikerinnen der Firma „Schönheitsstube“ am Beispiel der Gewinner, wie sie jeden Typ zu seinem Vorteil verändern können. Wie sie Gesichter und Haare gekonnt in Szene setzen. Wie schlummernde Schönheit mit dem neuen Bewusstsein erwacht und erstrahlt. Für jeden sichtbar aufleuchtet. Beginnt hier gar eine Modellkarriere ? Neue Frisur, neues Make-up, die Profis verstehen ihr Handwerk. Das wird auch den Messebesuchern sehr schnell klar, die das Umstyling Schritt für Schritt live miterleben können. Zeit zum Zuschauen sollte man sich dafür schon einplanen. Und mancher mag bedauern, dass er/sie nicht unter den Siegern war. Inspirierend ist es allemal, über ein eigenes Umstyling nachzudenken.
Zum „Rundum-Umstyling-Paket“ gibt es für fünf Gewinner (Sieger vom Freitag und Samstag) zu Frisur und Make-up noch passende Teile aus der aktuellen FrühlingsKollektion. So wird das Glück perfekt. Gesponsert werden die Mode-Outfits vom Modehaus Steingass und Äni’s Fashion.
Mehr Mode präsentiert die WIR in Altmühlfranken am Sonntag, den 7. April in Halle B. Zwei Modenschauen mit Trends und Neuheiten laden ein. Den Anfang macht um 14 Uhr die Modeboutique „Äni’s Fashion“ mit italienischen Kreationen aus Bologna. Um 15 Uhr startet Päckerts Landhausmode aus Pappenheim mit „Lederhos und Dirndl“, dem richtigen Outfit für zünftige Feiern und Feste. Erleben Sie selbst, warum Mode immer wieder aufs Neue begeistert. Wie faszinierend die Welt der Farben und Schnitte ist. Wie Mode zum Glückshormon wird. WIR in Altmühlfranken genießen und lassen uns gerne überraschen.

Syrische Geschichten

Lesung im Kulturladen in Treuchtlingen

Im Rahmen einer Veranstaltung der Freiwilligenagentur altmühlfranken erzählt eine Frau aus Damaskus am Mittwoch, den 3. April, von 10.00 bis 12.00 Uhr im Kulturladen in der Bahnhofstr. 26 Geschichten aus ihrer früheren Heimat sowie über ihre Migration.

Seit fünf Jahren lebt die Syrerin Hayat Algzawi in Weißenburg. Geboren und aufgewachsen ist sie in Damaskus. An der Universität hat Hayat Algzawi den Abschluss des Magisters für arabische und orientalische Wissenschaften erworben und arbeitete dort mehrere Jahre als Dozentin. Zurzeit schreibt sie an Ihrer Doktorarbeit. Mit ihrem Mann, der als Allgemeinarzt im Landkreis arbeitet und ihren drei Kindern hat sie mittlerweile in Weißenburg eine neue Heimat gefunden. Wenn es ihre Zeit erlaubt, besucht sie dort das Evangelische Seniorenheim St. Andreas und kümmert sich dort ehrenamtlich um Freizeitangebote für die Heimbewohner. Im Treuchtlinger Kulturladen engagiert sie sich bei Frauenprojekten und ist zudem als Dolmetscherin immer gefragt.

Hayat Algzawi erzählt bei dieser Veranstaltung der Freiwilligenagentur altmühlfranken Geschichten aus ihrer Kindheit in Damaskus und über ihren Weg nach Deutschland. Die Freiwilligenagentur lädt zu dieser Veranstaltung herzlich ein und verwöhnt die Gäste und Zuhörer dabei noch mit syrischen Köstlichkeiten.

Die Felsenkeller von Gunzenhausen

Vortrag von Lothar Hiemeyer beim Verein für Heimatkunde

Diese Aufnahme vom Lehnerskeller zeigt die Charakteristik der früheren Kellerwirtschaften. Foto: Archiv Himsolt

Traditionelle Bierkeller stehen heute hoch im Kurs. Allerdings gibt es nur noch wenige, die diesen Namen wirklich verdienen. Der Wettelsheimer Keller ist wohl der bekanntesten in der Seenlandregion, in Gunzenhausen ist der Röschelskeller eine gute Adresse für alle, die zur Sommerzeit gerne im Schatten mächtiger Bäume verweilen wollen. Ganz anders war das vor hundert Jahren und noch früher.

Diese Skizze verdeutlicht die Massierung von Felsenkellern an der Frickenfelder Straße. Traurige Berühmtheit erlangte der Braunskeller, in dem beim Bombenabwurf 1945 141 Gunzenhäuser den Tod fanden. STAN – Forstamt Gunzenhausen Abg. 2005, Nr. 287

Bis in die fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts gab es in Gunzenhausen allein 25 Felsenkeller, von denen etliche als Sommerkeller auch gastronomisch genutzt wurden. „Der Spaziergang auf den Felsenkeller war damals ein sonntägliches Ausflugserlebnis für Jung und Alt“, sagt der aus Gunzenhausen stammende und in Würzburg lebende Heimatforscher Lothar Hiemeyer. Vor Mitgliedern und Freunden des Vereins für Heimatkunde Gunzenhausen stellte er in der überfüllten Adlerbräu-Gaststätte die einzelnen Keller vor.

Auch der Rauchclub „Blaue Wolke“ war präsent.

Hiemeyer hat ein Mammutwerk hinter sich, aber auch noch vor sich. Seit vielen Jahren forscht er nach den Ursprüngen der Gunzenhäuser Gastwirtschaften vom Mittelalter bis 1945. Er gibt sich damit aber nicht zufrieden und ist auch noch den Felsenkellern auf der Spur. Was er bisher an Forschungsergebnissen gesammelt hat, das füllt etliche Aktenordner. In zwei Büchern will der 80-jährige Heimatfreund seine Recherchen veröffentlichen. Was ihn nicht zum Abschluss  kommen lässt, das ist die Tatsache, dass er immer wieder auf neue Quellen stößt. Von den ursprünglich 25 Kellern sind drei nicht mehr vorhanden (Himmlerskeller, Braunskeller, Spitzbartskeller), sieben Kellereingänge sind mit Erdreich verschüttet, 15 sind zwar noch begehbar, aber massiv verschlossen und öffentlich nicht zugänglich.

Die Brauer und Wirte zogen mit attraktiven Veranstaltungen die Menschen auf die Keller.

Was die Felsen- oder Sommerkeller betrifft, so gehen seine Erkenntnisse bis 1802 zurück, einige Kaufverträge bis auf 1744. Für die Zeit davor fehlen weitgehend die sicheren Quellen. „Viele Unterlagen sind vernichtet worden und haben die Zeitläufte nicht überstanden“, muss er enttäuscht zur Kenntnis nehmen. Dennoch ist er im Gunzenhäuser Stadtarchiv und auch im Staatsarchiv fündig geworden, bei den Staatsforsten ist er auf bereitwillige Kooperation gestoßen und von der Stiftung Hensoltshöhe, die in den fünfziger Jahren viele Keller im Burgstall erworben hat, hat er Unterstützung erfahren. Soweit sie zugänglich sind, hat Lothar Hiemeyer sie erkundet und dokumentiert.

In der Regel dienten die Sommerkeller der Lagerung des Bieres, aber auch von landwirtschaftlichen Produkten. Viele von ihnen waren bewirtschaftet. Die ersten Erwähnungen stammen aus den Jahren 1744 und 1751, später – so um 1828 – werden Kegelbahnen und Lauben genannt (am Spitzbartskeller, Himmleskeller, Braunskeller, Meyerhuberskeller, Postkeller, Lehnerskeller und Bärenwirtskeller) Die Gunzenhäuser Brauereien (u.a. Röschel, Braun, Müller, Lehner, Finkler), die einen Keller gepachtet hatten, vergaben die Nutzung an ansässige und „ambulante“ Wirte. Sehr beliebt waren die sonntäglichen Konzerte und sonstigen Lustbarkeiten.

21 der 25 Keller konzentrierten sich an der heutigen Frickenfelder Straße am Rande des Burgstalls und am südlichen Hang. Etliche sind die alten Gunzenhäuser noch namentlich geläufig: der Finklers-Keller, der Brauns-Keller, der Müllers-Keller oder der Post-Keller. Traurige Berühmtheit erlangte der Brauns-Keller, in dem am 16. April 1945 die Menschen Schutz gesucht hatten und 140 bei einem Bombenangriff ihr Leben verloren.  Ein Notkrankenhaus war im Müllers-Keller (heute Haus Bethanien) untergebracht. Vier Kellereingänge ordnet der Forscher dem Reutberg zu.  Hiemeyer hat die Sissyphusarbeit nicht gescheut, um alle Besitzverhältnisse zu ermitteln. Aufgezeichnet sind u.a. die auswärtigen Brauer Sameth aus Windsfeld, Leonhard Zeh,  Adam Schroedel aus Pflaumfeld sowie die Brauerswitwe Barbara Heumann aus Neuenmuhr. In einem der drei Felsenkeller am Reutberg war nach dem Krieg eine Championzucht. Streitigkeiten gab es am Gentnerskeller (später: Müllerskeller) zeitweilig mit der Spielgruppe „Kreuz im Altmühltal“, die dort ihre Freilichtbühne hatte. Die Nachkommen der Familie Familie Röschel, die den Keller 1853 einrichtete, sind bis heute im Besitz der Immobilie.

WERNER FALK

11:9 gegen Schwammspinnerbekämpfung

Falk: Burgstallwald in seiner Existenz nicht aufs Spiel setzen

Der Stadtrat hat nach einer sehr sachlichen Diskussion mit 11:9 Stimmen dafür plädiert, auf eine Bekämpfung des Schwammspinners im Burgstallwald zu verzichten.

Ich habe dagegen votiert, und zwar mit folgender Begründung:

So hat es im letzten Jahr im Burgstall ausgesehen. Für heuer wird mit einem ebenso starken Befall gerechnet. Foto: FR Presse

Der Schutz des Eigentums ist eine der klassischen liberalen politischen Positionen. Wir müssen sehen, dass im Fall eines Nichteingreifens gegen den Schwammspinner im Burgstallwald ganze Bestände von alten Eichen zerstört werden können. Zwar könnte der Einschlag wirtschaftlich verwertet werden, aber die Sparbüchse des Waldbauern wäre geleert.

Wir leben vom Prinzip Hoffnung, wenn wir uns der chemischen Bekämpfung verweigern und uns trösten: Es wird schon nicht so schlimm kommen! Aber wenn heuer wieder ein extrem trockenes Jahr wird, dann sieht es schlecht aus. Dessen müssen wir uns bewusst sein.

Es ist gut, den Burgstallwald in ein staatliches Wissenschaftsprogramm aufzunehmen. Aber bis ein Gutachten einen ausreichenden Erkenntnisgewinn bringt, kann der Burgstallwald längst tot sein. Hilfe dürfen die privaten und kommunalen Waldbesitzer aber von der Gesellschaft, sprich dem Staat, erwarten. Er muss sich im Fall einer unterlassenen Hilfeleistung der Entschädigungsfrage zuwenden und Wege aufzeigen, wie im gegebenen Fall die Wiederaufforstung gelingen kann.

Es geht mir vorrangig um das Wohl der Menschen, die hier Entspannung und Ausgleich vom Stress unserer Tage suchen und um die Ehrfurcht vor der jahrhundertealten Baumsubstanz – vor der fragwürdigen Gefährdung von Tieren, Vögeln und Kleinlebewesen. Fragwürdig deshalb, weil sich die Experten unterschiedliche Einschätzungen liefern, wie die Auswirkungen von Mimic auf Mensch, Tier und die Natur sind.

Ich zolle all jenen Respekt, die sich für unsere Natur leidenschaftlich einsetzen. Ich sehe mich in meinem persönlichen Verhalten auch als Natur- und Landschaftsschützer – und zwar nicht verbal, sondern in der Tat. Auch als Vorsitzender des historischen Vereins stehe ich in der Pflicht, dem Burgstall als identitätsstiftende und stadtbildprägende Einrichtung seine Vitalität zu erhalten.

Nach reiflicher Überlegung komme ich zu der Meinung, dass wir unseren Burgstall als funktionierendes Ökosystem nicht sehenden Auges ins Verderben schicken sollten. Das darf eigentlich auch die Staatsforstverwaltung nicht tun, wenn sie ihrer Verantwortung nachkommen will. Insofern erwarte ich, dass die Staatsforsten ihre Position überprüfen, zumal ja alle Forstleute vor Ort dafür sind, eine wirksame Bekämpfung des Schwammspinners vorzunehmen, um so einer ökologischen Katastrophe aus dem Weg zu gehen.

WERNER FALK

 

Betty Strobel 95 Jahre

Bürgermeisterstellvertreter und FDP-Vize gratulierten

Mit Franz und Christa Mödl aus Weißenburg gratulierten der Jubilarin Betty Strobel ihre Tochter Ulrike und Zweiter Bürgermeister Richard Zäh (links) sowie stellvertretender FDP-Kreisvorsitzender Werner Falk (rechts).Foto: Günther Rauscher

Im Städtischen Seniorenheim Treuchtlingen, wo sie seit zehn Jahren fürsorglich betreut wird, feierte Betty Strobel ihren 95. Geburtstag. Ihr gratulierten neben Richard Zäh, dem Zweiten Bürgermeister von Treuchtlingen, auch Stadtrat Werner Falk, der stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende.

Die gebürtige Langenzennerin kam schon als Sechsjährige mit ihren Eltern nach Weißenburg (1929), wo der Vater eine Schmiede bewirtschaftete. Betty absolvierte eine Banklehre bei der Sparkasse in Weißenburg.  1948 verehelichte sie sich mit Karl Strobel, der jedoch schon vier Jahre später verstarb. Seither widmete sich Betty allein der Erziehung ihrer beiden Töchter.  Ulrike Rauscher ist nach ihrer aktiven Berufsphase nach Treuchtlingen gezogen, um der Mutter näher zu sein.

Dem Dienst an kranken Menschen hat sie sich schon früh verschrieben. Bei Dr. Leo Schneider in Weißenburg genoss sie 1945-48 die Schwesternausbildung des Roten Kreuzes, dem sie seit 77 Jahren angehört. Später war sie viele Jahre ehrenamtlich für das Rote Kreuz tätig. In Würdigung ihrer Verdienste hat sie die goldene Ehrennadel des BRK erhalten, ferner die Ehrennadel der Stadt Weißenburg. „Heute bin ich die älteste noch lebende BRK-Schwester von Weißenburg“, sagt die Jubilarin, die mit 95 noch geistig voll auf der Höhe ist. Nur das Gehen ist für sie beschwerlich geworden.

Betty hat sich immer um ihre Mitmenschen gekümmert , ganz gleich an welcher Stelle. Sie hat sich in der FDP politisch engagiert, hat lange Jahre die Kasse des Kreisverbands geführt und in kontroversen Debatten ist es ihr gelungen, ausgleichend zu wirken.  „Sie ist eine gütige Frau, sie findet für jeden ein gutes Wort und  ist dank ihres großen Erinnerungsvermögens eine anregende Gesprächspartnerin“, rühmte Gratulant Werner Falk im Auftrag des Kreisvorsitzenden Thomas Geilhardt. Im Treuchtlinger Seniorenheim findet sie Gefallen an der Gestaltung und Betreuung der gärtnerischen Anlagen. Sie hat sehr oft im Stillen gearbeitet. Sie sagt zufrieden: „Dort, wo ich war, habe ich mich mit vollem Herzen eingesetzt.“

Das bestätigten ihr auch die Gratulanten aus dem Freundeskreis, zu denen Franz und Christa Mödl aus Weißenburg zählten.

Foto: Günther Rauscher

WIR kümmern uns ums Klima

Moderne Energieversorgung – alle Infos in Halle E

Erneuerbare Energien bestimmen immer mehr unser Leben. Sonnenenergie und Biomasse sind zwei der vier Energiearten, die besonders auf unser tägliches Leben einwirken. Deren Nutzung auch Veränderungen nach sich zieht. Solar-Strom, Solar-Module, Solar-Speicher und BHKW-Anlagen sind die großen Themen auf der WIR in Altmühlfranken. Zu Pro Klima gehört aber auch Holz, ökologisches Bauen, incl. ökologische Dämmstoffe bis hin zur Energieberatung.
Speiste eine Solaranlage auf dem Dach ehemals nur Energie ins Netz ein, hat sich das mit der sinkenden Einspeisevergütung grundsätzlich geändert. Damit sich die Anlage rechnet, wird immer mehr der verbrauchte Eigenanteil zugrunde gelegt. Je mehr vom eigenen Strom selbst verbraucht werden kann, umso wirtschaftlicher. Vorausgesetzt die Energie kann sinnvoll eingesetzt werden. Eigenproduzierter Strom kostet rund nur die Hälfte des Strompreises. Das beflügelt die Phantasie. Der Staat fördert dieses Betreibermodell zusätzlich, indem der Kauf eines Stromspeichers durch die KfW bezuschusst wird. Eigentümern von Solaranlagen eröffnen sich damit ganz neue Perspektiven: z.B. eine eigene Stromtankstelle (Wallbox) fürs Elektroauto bauen oder auf eine Infrarotheizung umsteigen… Mehrere Fachfirmen auf der WIR in Altmühlfranken stellen zu diesem spannenden Themenkomplex aus.
Pro Klima, das heißt auch Wärmeschutz am Haus. Bei einem unsanierten Einfamilienhaus sind Fassaden, Fenster, Türen und Dach große Energieverschwender. Hier entweicht viel Energie die teuer bezahlt wird, ungenutzt ins Freie. Wieviel Energie ungenutzt entweicht, berechnen Energieberater die ebenfalls vor Ort auf der Messe sind. In diesem Zusammenhang ist auch die Energie-Einsparung im Haushalt zu nennen. Eine intelligente Heiz- und Kühltechnik – vielleicht auch mit einer Lehmdeckenheizung/-kühlung wie auf der WIR gezeigt – reduziert deutlich die Energiekosten. Durch die Nutzung von Solarthermie und den Einbau einer Wärmepumpe können ebenfalls die Heizkosten abgesenkt werden. Vom Kühlschrank bis zur Waschmaschine – im Haushalt kann jeder sparen.
Pro Klima – das beginnt beim Hausbau schon vor Baubeginn. Energiesparhäuser sind längst Baustandard. Denn beim Hausbau zählt neben Form, Material und Lage vor allem die Energieeffizienz. Hier reicht das Spektrum vom Effizienzhaus über Passivhaus bis hin zum Energieplushaus. Zur optimalen Dämmung dieser Niedrigenergiehäuser sind auch die ökologischen Dämmstoffe wie Holzfasern und Zellulose zu sehen. Auf der WIR in Altmühlfranken treffen Sie alle Spezialisten rund um Pro Klima.
Mehr Infos unter www.wir-altmühlfranken.de

Altmühlsee-Fische im Fokus

Ein kulinarisches Fisch-Erlebnis aus dem See

Ein Genusserlebnis der besonderen Art bietet Slow Food Altmühlfranken mit einem Menü, bei dem ausschließlich Fischspezialitäten serviert werden, die im Altmnühlsee heimisch sind. Am 6.April um 19 Uhr kann im Gasthaus „Zum Hirschen“ in Muhr am See im Rahmen eines moderierten 4-Gänge-Menüs erlebt werden, welche besondere Geschmacksvielfalt in den heimischen Fischen unserer Seen steckt. Wie schon beim Fränkischen SeenLandFischerFest, das alljährlich am Altmühlsee begangen wird, steht auch hier ausschließlich Binnenfisch im Mittelpunkt.

Dahinter steht auch eine eindeutige Philosophie, denn unsere heimischen Fische aus den Binnenseen kann man  ohne Bedenken genießen. Sie stammen aus Lebensräumen mit hoher Umweltqualität und sind überwiegend auch nicht in ihrer Existenz bedroht. Dies sieht beim Meeresfisch schon völlig anders aus. Hier hat die Überfischung der Meere einerseits und die Verwandlung mancher Meeresbereiche als Entsorgungsdeponien unserer Konsumgesellschaft zu massiven Einbrüchen in die Bestände dieser Fische geführt. Regelmäßig muss z.B. die Europäische Union deswegen die Fangquoten neu festlegen, um den bedrohten Fischbeständen wieder eine Entwicklungschance zu bieten.

Mit dem Verzehr von Fischspezialitäten unserer Binnenseen, wie z.B. dem Altmühlsee wird jedoch im Rahmen einer nachhaltigen Fischbewirtschaftung der jährliche Überhang genutzt. Ein System, das vor Jahren auch noch in den Weltmeeren möglich war. Mit der Nutzung der Binnenfische erhalten wir aber hier auf Dauer ausgewogene Populationen, die im Einklang mit den Nahrungsgrundlagen der Seen stehen.

Interessenten an diesem Informations- und Genussabend über die Altmühlsee-Fische melden sich unter altmuehlfranken@slowfood.de für diesen Menüabend an.

Slow Food Altmühlfranken
Dieter Popp, 91729 Haundorf, Vogelherdweg 1
altmuehlfranken@slowfood.de, Tel. 09837-975708

Michel aus Lönneberga

Lindgren-Stück wird am 8. April aufgeführt

Wer kennt ihn nicht, den kleinen Michel aus Lönneberga. Das Stück basiert auf dem Buch „Michel in der Suppenschüssel“ von Astrid Lindgren. In der Übersetzung von Anna-Liese Kornitzky wird das lustige Stück für Kinder und Erwachsene am 8. April um 15 Uhr auf der Bühne der Zionshalle (Stiftung Hensoltshöhe) gezeigt.

Michel hat mehr Unfug im Kopf als irgendein anderer Junge in ganz Lönneberga oder ganz Småland oder ganz Schweden oder vielleicht sogar auf der ganzen Welt! Aber Michel ist kein Bösewicht, sondern ganz einfach ein kleiner Lausbub. Seine Streiche plant er nicht, sie passieren, ganz von alleine – wie zum Beispiel die Sache mit der Suppenschüssel…

Und wenn er wieder was angestellt hat, sperrt ihn sein Papa in den Schuppen. Da sitzt er dann und schnitzt Holzmännchen. Aber Michel ist auch hilfsbereit, großzügig und mutig. Kein Wunder, dass er eine der Lieblingsfiguren von Astrid Lindgren war.

Astrid Lindgren ist die beliebteste und berühmteste Kinderbuchautorin der Welt, weltweit beträgt die Gesamtauflage ihrer Bücher über 120 Millionen. Sie wurde 1907 im idyllischen Nas in Schweden geboren, wo sie im Kreise ihrer Geschwister eine überaus glückliche Kindheit verbrachte, der Grundstock für ihre späteren Bucherfolge. “Es ist überhaupt nicht nötig, eigene Kinder zu haben, um Kinderbücher schreiben zu können. Man muss nur selbst einmal Kind gewesen sein“, sagte Lindgren einmal. Für ihre mehr als siebzig Bilder-, Kinder- und Jugendbücher, die in 85 Sprachen übersetzt wurden, wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Als Auszeichnung für ihr lebenslanges Engagement für die Rechte der Kinder, erhielt Lindgren 1994 den Ehrenpreis des alternativen Nobelpreises.

Fast alle ihre Bücher, darunter die bekanntesten wie Pippi Langstrumpf (1945), Wir Kinder aus Bullerbü (1946), Mio, mein Mio (1954), Die Brüder Löwenherz (1973) und Ronja Räubertochter (1981), wurden auch für Film und Fernsehen adaptiert, wobei Astrid Lindgren die Drehbücher meistens selbst verfasste. Auch für das Kindertheater schrieb sie die dramatisierten Fassungen meist selbst. Astrid Lindgren starb am 28. Januar 2002 im Alter von 94 Jahren in Stockholm.

Karten gibt es — unter anderem — bei der Gunzenhäuser Tourist-Information (Rathausstraße 12, Tel. 09831/508-109), der Buchhandlung Fischer (Hensoltstraße 35 a, Tel. 09831/2380), der Tabakbörse Stöhr (Ansbacher Str. 11, Tel. 09831/89428) und beim Altmühl­ Boten (Marktplatz 47,  Telefon 0 9831/ 5 00 80) und bei www.reservix.de.

Bei den Kinder-Theaterstücken gibt es Parkmöglichkeiten am Sonnehof in der Frickenfelder Straße 17, am Beruflichen Schulzentrum in der Bismarckstraße 24, neben dem „Haus Waldeck“ der Stiftung Hensoltshöhe in der Frickenfelder Straße 4 und auf dem Parkplatz des griechischen Restaurants „Meteora“ in der Frickenfelder Straße 8. Direkt an der Zionshalle kann nicht geparkt werden.