Werner Falk führt die FDP

Ortsverband Gunzenhausen der Freien Demokraten hat neue Leitung

Die neue Führungsmannschaft der Gunzenhäuser FDP mit Vorsitzendem Werner Falk (Zweiter von links), Stellvertreterin Sigrid Niesta-Weiser (links), Schriftführerin Winni Rathsmann und Beisitzer Jürgen Meyer. Foto: FR Presse/J. Loos

Zum neuen Vorsitzenden des FDP-Ortsverbands Gunzenhausen ist Stadtrat Werner Falk gewählt worden. Er tritt damit die Nachfolge von Pierre Horrolt an, der im letzten Jahr zurückgetreten war. Seine Stellvertreterin ist Kreisrätin Sigrid Niesta-Weiser, Schriftführerin Winni Rathsmann aus Muhr am See und Beisitzer Jürgen Meyer aus Gunzenhausen.

Sigrid Niesta-Weiser, die in den letzten Monaten den Ortsverband kommissarisch geführt hatte, widmete dem jüngst verstorbenen langjährigen Stadtrat Diethelm Schoen ein ehrendes Gedenken. Sie sprach von einem „großen Verlust“ für die Liberalen im Kreis. Der Ortsverband habe ihm viel zu verdanken. 52 Jahre habe er der Partei angehört und über viele Jahrzehnte sei er das Aushängeschild der FDP gewesen. „Er hat Gunzenhausen und die FDP stark in das Bewusstsein gerückt“, sagte die langjährige Wegbegleiterin. In das Gedenken eingeschlossen war auch Studiendirektor i.R. Horst Wahl, der nach 40jähriger Mitgliedschaft verstorben ist.

Nach dem formalen Wahlvorgang unter der Leitung des Kreisvorsitzenden  und stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Thomas Geilhardt (Pleinfeld) diskutierten die Mitglieder über das vom 31. Januar bis 13. Februar laufende Volksbegehren „Rettet die Bienen“ durchaus kontrovers. Der Kreisvorstand will dazu in seiner Sitzung am 16. Januar eine abschließende Meinungsbildung herbeiführen.

Der neue Ortsvorsitzende Werner Falk kündigte an, die Parteiarbeit künftig stärker inhaltlich ausrichten zu wollen. Er will, dass sich die FDP an den aktuellen Bedürfnissen der Menschen ausrichtet und zu den anstehenden gesellschaftlichen Fragen klar Stellung bezieht. „Wichtig ist mir die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen für Menschen, Tiere und Pflanzen“, erklärte er im Rahmen der Diskussion, in der die grundsätzlichen Positionen liberaler Politik zur Sprache kamen. Die gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahre und die Wahlergebnisse der jüngsten Zeit zeigten, dass die Menschen den bisherigen Stil und die Inhalte der Politik in Frage stellten.  Falk äußerte sich zustimmend zur Ankündigung des Kreisvorsitzenden, die „Pleinfelder Gespräche“ zu nutzen, um die Inhalte liberaler Politik zu aktualisieren.  Kreisrätin Sigrid Niesta-Weiser betonte, die wirtschaftliche Kompetenz der Partei müsse ihr Kern bleiben. Die Bürger dürften nicht noch stärker mit staatlichen Reglementierungen in ihrem Aktionsfeld eingeschränkt werden.

„Ich möchte die Kommunikation unter den Mitgliedern verbessern“, bemerkte der neue Vorsitzende zum künftigen Arbeitsprogramm der „Mitmachpartei“, wie sich die Liberalen nach ihrem Parteichef Christian Lindner nennen. Neben dem „FalkTalk“, das als ein Gesprächsangebot an die Gunzenhäuser zu sehen ist, sollen viermal im Jahr die Inhalte liberaler Politik von den Mitgliedern und Sympathisanten diskutiert werden.

Stadtrat Werner Falk äußerte sich abschließend auch zum Zentren- und Entwicklungskonzept für Gunzenhausen und hob hervor, dass nach Feststellung des Gutachters der örtliche Einzelhandel 54 Prozent der Kaufkraft der Gunzenhäuser abschöpfe, was ein hoher Wert sei. Die „qualifizierte Grundversorgung“ in der Innenstadt sei illusorisch, denn Investoren wollten mindestens 400 Quadratmeter Verkaufsfläche. Durch das neue Zentrenkonzept dürften die Gewerbefreiheit und der Wettbewerb nicht ausgehebelt werden. „Das Konzept kann deshalb auch nicht als Schutzmechanismus  für ansässige Betriebe vor lästiger Konkurrenz missverstanden werden“, erklärte der Stadtrat. Der Bessere setze sich bei den kleinen Läden als auch bei den großen Märkten durch.  Das Kaufverhalten habe sich verändert und es werde sich weiter verändern. „Ich verkenne nicht, dass der Onlinehandel gewaltige Probleme für den stationären Handel bringt, aber er lässt sich auch nicht aufhalten“, erklärte der Kommunalpolitiker. Der örtliche Einzelhandel könne aber durch konsequente Qualitätsorientierung in Angebot und Service seinen Rang behaupten.

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