Monthly Archives: Januar 2019

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Messungen auf dem Prüfstand

 Verunsicherung muss beseitigt werden

Die hundert deutschen Lungenärzte, die sich in der Diskussion um die Gesundheitsgefährdung durch Stickoxide und Feinstaub zu Wort gemeldet haben, um eine rationale Diskussion einzufordern, sprechen aus, was viele Menschen im Land denken. Die Öffentlichkeit wird seit Monaten mit einer Diskussion überzogen, die oftmals skurille Züge trägt.  Wie der LungenarztDieter Köhler in „Hart, aber fair“ bemerkte, sind die Zahlen der Gesundheitsbehörden bezüglich der Schadstoffe anzuzweifeln. Ein Beispiel wird immer wieder gern angesichts des Diesel-Fahrverbots:  Wer eine Zigarette raucht, der setzt 500 g Sticksstoffdioxid pro Kubikmeter frei.  Und an Feinstaub ist das so viel, wie ein alter Diesel in eineinhalbstündigem Betrieb ausstößt. Die ganz einfach Schlussfolgerung der Lungenärzte: Die Raucher müßten eigentlich schon nach wenigen Wochen tot umfallen.

Die Schadstoffbelastung hat viele Ursachen, wenn gleich die Industrie, der Verkehr und die privaten Haushalte die größten Kontingente stellen. Der Kohlenstoffdioxidausstoß eines Ferienfliegers liegt bei 356 Gramm je Person und Kilometer (Pkw: 138 g, Eisenbahn 77 g). Die Massentierhaltung gilt weltweit als der größte Verursacher von klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid. Die Ammoniakvergasungen verbinden sich und werden zu Feinstaub.

Die Frage ist, wieviel Schadstoffe verträgt der Mensch, um gesund leben zu können? Nimmt man die immer wieder in den Medien zitierten Anteile von Industrie, Verkehr, Landwirtschaft und Privathaushalten her, dann stellt sich die Frage:  Was wäre, wenn die Schadstoffbelastung auf Null zurückginge?  Vielleicht würden sie dann 150 Jahre alt und noch älter. Aber, wer will das?

Sind Fahrverbote vom Tisch?

Aktuelle Messungen der Stadt München zeigen, dass die Luft in vielen Teilen der Stadt nicht den bisherigen Hochrechnungen entspricht. Die Luftqualität ist deutlich besser, als bislang angenommen. Die Stadt München geht deswegen davon aus, dass Fahrverbote aufgrund der neuen Ergebnisse vom Tisch sind. Hintergrund der Neubewertung sind eigene Messungen der Stadt. Bislang hat sich München auf Modellrechnungen des Landesamts für Umwelt verlassen. Grundlage von dessen Modellrechnungen ist wiederum das sogenannte „Handbuch für Emissionsfaktoren“, welche das Bundesumweltamt herausgibt. Damit soll grob aus dem Verkehrsaufkommen auf die Schadstoffkonzentration bestimmter Gebiete geschlossen werden.

Zur aktuellen Entwicklung der Landesvorsitzende der FDP Bayern, Daniel Föst: „Das Beispiel München zeigt den ganzen Wahnsinn in der Dieseldebatte. Die Große Koalition stellt sich nach wie vor offen gegen die Autofahrer. Statt für valide und vor allem vergleichbare Messdaten zu sorgen, wird weiter mit Verboten und staatlicher Enteignung gearbeitet. Das SPD geführte Umweltbundesamt muss dringend seine eigenen Vorgaben in Frage stellen. Es kann nicht sein, dass alle betroffenen Kommunen jetzt selbst Messdaten erheben müssen, um die Fehler aus Berlin auszubügeln.“

WERNER FALK

Wertstoffhof geschlossen

Vorerst keine Anfuhren beim Wertstoffhof Treuchtlingen

Auf Grund zahlreicher Krankheitsfälle muss der Treuchtlinger Wertstoffhof auch am Freitag und Samstag, 1. und 2. Februar 2019, geschlossen bleiben. Die Abfallwirtschaft des Landkreises bittet um Verständnis für diese Maßnahme und wird alles daran setzen, den Wertstoffhof in der kommenden Woche wieder zu öffnen.

Bis dahin können die Recyclinghöfe in Weißenburg und Gunzenhausen zu den bekannten Öffnungszeiten genutzt werden. Diese sind

Dienstag, Mittwoch und Freitag: 08:30 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 17:00 Uhr

  • Donnerstag: 08:30 bis 13:30 Uhr
  • Samstag: 08:30 bis 13:00 Uhr

 

Es geht um die Artenvielfalt

Biodiversität muss erhalten bleiben

Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ist am 31. Januar gestartet. Es zielt darauf ab, die Lebensgrundlagen für Mensch, Tier und Pflanze zu sichern. Das ist ein großes Ziel und ein hoher Anspruch. Aber wie wir wissen geht ohne Zielvorgabe nichts voran. Der Weg der Freiwilligkeit ist zunächst richtig, aber wenn sich die Erkenntnis durchsetzt, dass sie keinen durchgreifenden Erfolg bringt, dann sind gesetzliche Regelungen notwendig.

Die Fakten benennen die Gefährdung unserer Natur. Mir geht es vorrangig um den Schutz unserer Biodiversität. Der Boden ist nicht so leicht austauschbar. Er bleibt die Grundlage für die Pflanzenwelt und auch die Tierwelt. Die Leistungen der Landwirtschaft sollen nicht in den Dreck gezogen werden, denn tatsächlich sind in den letzten Jahren schon viele richtige Schritte unternommen worden, nur reichen sie nicht aus, sind nicht durchschlagend, um tatsächlich eine Wende in der Umweltpolitik erreichen zu können. Deshalb formieren sich die Menschen und engagieren sich für das Volksbegehren. Man sollte sie nicht zu Gegnern der Landwirtschaft machen, denn sie sind eher die Partner der Bauern, jedenfalls einer bäuerlichen Landwirtschaft.  Die öffentliche Diskussion ist manchmal schon sehr fragwürdig. Allein in den letzten 30 Jahren war das Bauernsterben so stark wie nie zuvor.  57 Prozent der Höfe in Deutschland sind in dieser Zeit aufgegeben worden (heutige Durchschnittsgröße im Westen 47 ha, im Osten 224 ha). Tatsache ist doch, dass die Erzeuger für ihre Ware keinen gerechten Preis bekommen. Die großen Handelsriesen drücken die Preise für Lebensmittel und lassen den Produzenten keine Luft zum Atmen. Kein Bauer kann zu diesen Konditionen wirtschaftlich  arbeiten. Die höchsten Fördergelder der EU gehen an jene Konzerne, die an den Bauern verdienen.  Wenn wir eine gute Bodendiversität erhalten wollen, dann bedarf es Veränderungen in der Bewirtschaftung. Und die zivile Gesellschaft muss bereit sein, für qualitätvolle Lebensmittel auch einen gerechten Preis zu zahlen.  Nicht alle können und wollen das tun, aber es werden  immer mehr. Die Leistungen der Bauern für die Umwelt werden jetzt schon honoriert, aber künftig wird es notwendig sein, sie noch stärker zu unterstützen, wenn sie nach ökologischen Kriterien für eine gesunde Umwelt arbeiten.

Mir geht es nicht darum, die Menschen mit noch mehr Vorschriften einzudecken, aber unsere staatliche Ordnung beruht nun einmal auf gesetzlichen Fundamenten. Wenn es anders wäre, hätten wir eine Anarchie. Es geht um eine wirksame Steuerung des menschlichen Verhaltens. Ge- und Verbote gehören zu allen Regelwerken. Ich bin aber auch dafür, die überschaubaren Strukturen zu erhalten. Das gilt für alle Bereiche unseres Daseins, also auch für unsere Gastwirte, Handwerker und die mittelständischen Unternehmen, denen das Überleben durch ein Zuviel an bürokratischem Aufwand erschwert wird. Wir erleben auf der europäischen Ebene, wie auf gut gemeinte EU-Standards in Deutschland noch einmal ein Regelwerk daraufgesetzt wird, nur um unserem Anspruch auf deutsche Gründlichkeit und Perfektion gerecht zu werden.

Deshalb mein Appell: Gehen Sie ins Rathaus oder in die Gemeindeverwaltung und tragen Sie sich in die Unterstützungslisten ein. Bis zum 13. Februar müssen bayernweit rund 900000 Unterschriften zusammenkommen, damit das Volksbegehren erfolgreich sein kann.

WERNER FALK

 

Die Stadt ist auf einem guten Weg

Gute Perspektiven für die Gunzenhäuser

Die Stadthalle wird am 27. Juni offiziell eingeweiht. Das steht heute schon fest. Die Bevölkerung ist für 29. Juni zu einem Tag der offenen Tür eingeladen, um das Projekt kennenzulernen. Foto: FR Presse

Seit vier Jahren ist in der Stadt eine rege Bautätigkeit zu verzeichnen. Der Stadtrat hat die Grundlagen dafür gelegt, indem er Baugebiete („Sonnenwiese“ in Frickenfelden, „Östliche Nürnberger Straße“) ausgewiesen hat, zudem wurden Bebauungspläne für Quartiere  in der Albert-Schweitzer-Straße (zwei Projekte), in der Schützenstraße, in der Frankenmuther Straße,  in der Osianderstraße, in der Sonnenstraße  und  in der Weinbergstraße beschlossen. Die Baumaßnahmen sind teilweise schon realisiert worden, zum Teil laufen sie noch oder werden 2019 begonnen. Als Perspektive für qualitätvolles Wohnen darf Reutberg III gesehen werden. Der Stadtrat hat sich auf seiner Klausur im November zudem auf verschiedene kleine Baugebiete in Ortsteilen verständigt. In meiner Haushaltsrede habe ich dafür plädiert, die derzeit noch günstigen Umstände zu nutzen, um Bauland bereitzustellen. Zu berücksichtigen ist auch eine mittel- bis langfristige Nachfrage, die sich aus der Ansiedlung des Landesamts für Schule in Gunzenhausen ergibt. Der Wunsch nach sozialverträglichen Mietwohnungen ist verständlich, aber die Stadt ist von sich aus nicht in der Lage als Bauherr aufzutreten, wenngleich sie  einen 30-Prozent-Zuschuss erhält. Nach Aussage der Verwaltung ist die Bauverwaltung derzeit über die Maßen belastet. So bleibt die Suche nach einem gewerblichen Investor, der „Sozialwohnungen“ baut. Die Aussichten dafür sind schlecht, zumal  die Mieter natürlich keine großen Abstriche am Wohnkomfort hinnehmen wollen. Es gibt dennoch Überlegungen, wie solche Wohnungen entstehen können (privates Projekt in der Jahn-Straße). Der Stadtrat wird sich 2019 mit der Nutzung des  Grundstück in der Weißenburger  Straße (ehemals Baustoff-Union) befassen. Grundsätzlich darf festgestellt werden, dass das Angebot an neuen und komfortableren Objekten den Weg frei macht für Nachnutzer bestehender Wohnungen, die gegebenenfalls günstiger zu haben sind.

Jugendzentrum

In meiner Haushaltsrede habe ich auf die geringe Frequentierung des Kommunalen Jugendzentrums hingewiesen und für 2019 eine Initiative angekündigt, die darauf hinausläuft, die Jugendarbeit neu aufzustellen. Das JZ ist nunmehr an die 40 Jahre alt. In dieser Zeit haben sich die Erwartungen und auch das Verhalten der Jugend stark verändert, dass die Nutzung heute nicht mehr den finanziellen Aufwand von 92000 Euro im Jahr rechtfertigt.  Notwendig ist eine neue Gewichtung der Jugendarbeit unter Einbeziehung des Stadtjugendpflegers und des Streetworkers.

Seepromenade

Zwar hatte bereits der ISEK-Arbeitskreis schon vor 2014 den Wunsch geäußert, zwischen der Gunzenhäuser Altstadt und dem Altmühlsee eine fußläufige Verbindung zu schaffen und zu gestalten, doch erst der FDP-Antrag (fixiert in unserem Wahlprogramm) hat nach der positiven Aufnahme bei  Bürgermeister Fitz  das Projekt  auf die Schiene gebracht. Bisher sind nach unseren Vorstellungen die Beleuchtung und die Ruhezonen geschaffen worden. Im neuen Jahr soll die Beleuchtung bis zum Seezentrum Schlungenhof  mit Unterstützung des Wasserwirtschaftsamts weitergeführt werden. Ich stelle mir vor, anstelle einer Beschilderung der „Seepromenade“ ein farbliches Leitsystem zu schaffen, auch die von einem Arbeitskreis des Stadtmarketingvereins  in Vorschlag gebrachte Ergänzung als „Kunstmeile“ entspricht voll unseren Vorstellungen von 2014.

Stadthalle

Das Großprojekt ist auf knapp 16 Millionen Euro veranschlagt worden und wird wohl nach dem gegenwärtigen Stand mit 17 Millionen Euro abschließen. Das wäre beachtlich angesichts der Teuerungen im öffentlichen Auftragswesen. Der Stadtrat hat mit meiner Stimme eine professionelle Vermarktung der Stadthalle in die Wege geleitet. Geschaffen wurde ein eigenes Amt innerhalb der Verwaltung mit einer klaren Zuordnung des Personals. Holger Syhre als der Leiter des Amts ist ein ausgewiesener Kenner. Mit ihm hat die Stadt einen guten Griff getan. Er hat ein Nutzungs- und Vermarktungskonzept vorgelegt, das die Stadt als Veranstaltungs- und Kongressort bayern- und deutschlandweit klar positioniert. Ich hatte vorgeschlagen, der neuen Stadthalle einen eigenen Namen  (z.B. AltmühlCentrum) zu geben, konnte mich damit aber nicht durchsetzen.

Sicherheitswacht

Der Stadtrat hat der Bitte des Innenministers entsprochen und eine Sicherheitswacht beschlossen, die unter der Regie der örtlichen Polizei tätig wird. Sie kostet der Stadt nichts, bringt aber „gefühlte Sicherheit“. Zu hoch möchte ich die Erwartungen an die Sicherheitswacht nicht schrauben, aber immerhin sind bisher 150 bayerische Städte mit ihr gut gefahren. Die Sicherheitswacht soll – und das habe ich mehrmals öffentlich erklärt – keine Blockwarte-Mentalität fördern, sondern Partner der Bürger (und unserer Gäste) sein. Immerhin müssen wir erkennen, dass es auch in Gunzenhausen mehr Rücksichtslosigkeit und Gewaltbereitschaft gibt.

Hochwasserschutz und Altmühlaue

Von dem ursprünglich neun Meter hohen Pumpwerkstorso ist derzeit nur noch die Hälfte zu sehen. Die Absenkung schreitet voran.  Am 15. Februar  ist ein Info-Tag für die Bevölkerung. Foto: FR Presse

Ein finanziell dicker Brocken ist die Binnenentwässerung. Mit ihr wurde bereits begonnen. Ich habe dem Bürgermeister empfohlen, die Absenkung des Pumpwerks zum Anlass zu nehmen,  die Bürgerschaft zu einem „Tag der offenen Baustelle“ einzuladen. Dem ist er auch nachgekommen: Am 15. Februar ist ein Informationstag ab 14 Uhr (Treffpunkt Altmühlbrücke in der Oettinger Straße). Fachleute erläutern der interessierten Bevölkerung das Projekt bei einem „Spaziergang“ bis zum Pumpwerk, das bis dahin wohl erdbodengleich sein wird.  Bürgermeister Fitz will, dass das Projekt   transparent vermittelt wird. Dieses Ansinnen hat bereits bei der Planung gegolten und es gilt weiter. Die Stadt hat sogar einen bundesweiten Wettbewerb gewonnen und von der

Eine Aufnahme vom Kran aus. Damals stand das Bauwerk noch vollständig über der Erde. Foto: Stadt Gunzenhausen

Bundesumweltministerium einen Preis bekommen. Weiter geht das Projekt mit der Neugestaltung der Altmühlaue. Die Pläne dafür sind fertig. Im Zentrum steht die Heranführung der Altmühl an die Stadt, wie das schon vor Jahrzehnten so war. Die Pläne geben zu erkennen, dass Gunzenhausen mit der naturnahen Gestaltung seiner Westseite eine erhebliche Aufwertung erfährt. Die Realisierung wird wohl erst in den Jahren nach 2020 erfolgen.

WERNER FALK, Stadtrat der FDP in Gunzenhausen

Reservisten stehen nicht still

Viele Aktivitäten: 392 Veranstaltungen in 2018

Vizepräsident Zech (links) und Kreisvorsitzender Höhenberger (rechts) mit den Jubilaren. Foto: FR Presse

Wenn auch die Bundeswehr in Südmittelfranken kaum mehr wahrgenommen werden kann, so haben die 33 Reservistenkameradschaften doch einen Mitgliederzuwachs zu vermelden. 1108 ehemalige Soldaten gehören  dem Kreisverband Mittelfranken-Süd an, der von dem früheren Gerolfinger Bürgermeister Robert Höhenberger geführt wird.

In den Gemeinden im südlichen Mittelfranken zählen die Reservistenkameradschaften zum festen Bestandteil der Gesellschaft. Das bestätigten viele kommunale Würdenträger durch ihren Besuch des Neujahrsempfangs im Gasthaus Vogt in Lentersheim, darunter Bürgermeister Karl-Heinz Fitz (Gunzenhausen) und Dr. Christoph Hammer (Dinkelsbühl). Zu den Reservisten gesellte sich später auch noch MdL Manuel Westphal (CSU).

Der Neujahrsempfang im Veranstaltungsscheune des Gasthauses Vogt war bestens besucht.

Der gastgebende Bürgermeister Friedrich Steinacker  aus Ehingen („Wir müssen aufpassen, dass wir nicht alles in Frage stellen, was die Grundlagen unseres Wohlstands sind“) und der FW-Landtagsabgeordnete Wolfgang Hauber („Unser Land kann auf seine Soldaten bauen“) äußerten sich  ebenso wie Landrat Dr. Jürgen Ludwig („Die Aussetzung der Wehrpflicht war ein Fehler und muss kompensiert werden“).

Markus Paul ließ das Leben der Kreisgruppe anhand einer Powerpointpräsentation vorüber ziehen und bemerkte, dass es im letzten Jahr 392 Veranstaltungen mit 16400 gegeben hat.  Zusammen mit Kreisorganisationsleiter Dietmar Eitel und Liane Förster von der Geschäftsstelle zeichnete Kreisvorsitzender Robert Höhenberger Hermann Müller aus Dinkelsbühl für 55 Jahre Mitgliedschaft aus.  Für 40-jährige Treue galt sein Dank Friedrich Schwenk und Johann Gegg aus Bieswang,  Erwin Dörsch aus Gräfensteinberg, Gerhard Vogt, Werner Spatz aus Unterschwaningen, Karl Keil, Wolfgang Leibrich und Helmut Ballheimer aus Wittelshofen. Die Bezirksehrennadel in Silber überreichte stellvertretender Bezirksvorsitzender Heinz Martin an Robert Beierlein aus Treuchtlingen, Klaus Kemmelmeier aus Weißenburg, Walburga Klemmeier aus Raitenbuch und Mario Strobel aus Wassertrüdingen.

„Sax and more“, das Saxophonensemble der Jugendkapelle  Gunzenhausen, begleitete den Empfang musikalisch und intonierte am Ende das Bayernlied und die deutsche Nationalhymne.

WERNER FALK

Kein „schöner Westerwald“ mehr

Erlass der Ministerin wird von Reservisten kritisiert

Die Traditionspflege in der Bundeswehr bleibt umstritten, zumal die Bundesverteidigungsministerin die emotionalen Bindungen der einstigen Soldaten zur Truppe in einem aktuellen Erlass neu interpretiert. Gestrichen ist beispielsweise aus dem Liederbuch das Marschlied „O, du schöner Westerwald“, das für Generationen von Soldaten als Ausdruck von Zusammengehörigkeit gegolten hat. Auf dem Neujahrsempfang der Kreisgruppe Mittelfranken-Süd des Deutschen Reservistenverbands, ging es aber nicht vorrangig um die Kritik an dieser Entscheidung, vielmehr um die Rolle des Militärs in der Gesellschaft und ihr internationales  Engagement. „Was die Bundeswehr im Ausland geleistet hat, auf das müssen wir stolz sein dürfen“, erklärte Tobias Zech, der Vizepräsident des Bundesverbands.

Tobias Zech, der Vizepräsident des Bundesverbands Reservisten in der deutschen Bundeswehr. Foto: FR Presse

Der Repräsentant des Verbands, in dem 120000 Mitglieder in 2500 Gruppen organisiert sind,  war von 2013-2017 CSU-Abgeordneter des Bundestags und steht heute als Manager im Dienst von Airbus. Er war acht Jahre als Gebirgspionier bei der Bundeswehr. Vor mehr als 150 Gästen des Neujahrsempfangs in der Veranstaltungsscheune des Gasthauses Vogt äußerte sich Tobias Zech auch zur Frage, wie die Bundeswehr heute mit dem Veteranenbegriff umgehen soll.  Seit dem letzten Jahr gilt: Veteran ist jeder Soldat, der ehrenvoll aus der Truppe entlassen wird. Es wird nicht unterschieden, ob er im Einsatz war oder nicht.  „Jeder, der in der Uniform einen Schaden erlitten hat, muss die gleiche Fürsorge erhalten“, erklärte der 37-Jährige aus Garching an der Alz, der die Praxis anderer Länder als Vergleich heranzog: „Dort werden Soldaten, die aus dem Dienst im Ausland zurückkehren, öffentlich begrüßt.“

Der Sicherheitspolitiker beklagte, die Bundeswehr  werde im Inland kaum mehr wahrgenommen. Eine Reaktivierung der Wehrpflicht hält Zech aber nicht für möglich. Für wünschenswert hält er jedoch eine allgemeine Dienstpflicht für junge Menschen: „Es schadet niemandem, ein Jahr im Leben etwas an den Staat zurück zu geben.“ Die Reduzierung der Bundeswehr von 500000 auf 200000 Soldaten habe die Truppe nicht unbedingt effektiver gemacht: „Wir sind heute beispielsweise nicht mehr in der Lage, größere Truppentransporte zu koordinieren.“  Der Bundeswehr, die jedes Jahr an die 30000 Männer austauschen müsse, fehle der Nachwuchs. Eine Trendwende sei notwendig, um die Einsatzfähigkeit der Truppe zu gewährleisten.

In einer veränderten Nato-Struktur müsse Deutschland mehr Verantwortung übernehmen, betonte Tobias Zech in seiner frei vorgetragenen und rhetorisch geschliffenen Rede: „Wer glaubt, wir seien ohne unsere Nachbarn  verteidigungsfähig, der irrt. So gibt es keine Abschreckung.“ Eine stärkere europäische Verzahnung müsse  aber nicht  zwangsläufig zu einer europäischen Armee führen.  „Unsere Zukunft ist Europa“, so der Stabsunteroffizier der Reserve, „und die müssen wir als Uniformträger mit Leben erfüllen“.

Zech setzt dem Rückzug der Bundeswehr aus der Fläche die bayerische Idee eines Landesregiments entgegen, um die ehemaligen Soldaten sozusagen bei der Stange zu halten.  Viele ihrer früheren Einheiten gebe es nicht mehr, sie hätten keinen Heimatstab mehr. Dem entgegenwirken soll ein bayerisches Pilotprojekt, das den Reservisten mehr Attraktivität verspricht.  Zech findet:  „Wie die Welt und die Bundeswehr, so müssen auch wir Reservisten uns verändern.“

WERNER FALK

Einschränkungen für Landwirte

Westphal steht Volksbegehren kritisch gegenüber

Im vergangenen Jahr wurde im Landkreis auf Initiative des Landtagsabgeordneten Manuel Westphal ein umfassender „Bienenpakt“ gegründet, der bereits zahlreiche Maßnahmen vorsieht, die Artenvielfalt gemeinsam zu erhalten. (Bild: Büro Westphal)

Verschiedene Organisationen haben das Volksbegehren zur Artenvielfalt eingebracht, das in Kürze starten wird. Grundsätzlich begrüßt der Stimmkreisabgeordnete für den Bayerischen Landtag Manuel Westphal Initiativen, um die Artenvielfalt zu erhalten. Schließlich hat Westphal im vergangenen Jahr selbst einen Bienenpakt für den Landkreis ins Leben gerufen, der ebendies zum Ziel hat. Allerdings steht Westphal dem Volksbegehren aus verschiedenen Gründen kritisch gegenüber.

„Basisdemokratische Initiativen sind eine gute und wichtige Sache! Mich freut es sehr, dass sich so viele Menschen für den Artenschutz engagieren wollen! Um die Artenvielfalt zu erhalten, ist ein Umdenken notwendig. Doch hängt das Fortbestehen unserer reichhaltigen Kulturlandschaft von vielen verschiedenen Faktoren ab, weshalb ein ganzheitlicher Ansatz notwendig wäre. Die Frage sollte sein, was kann jeder Einzelne von uns für den Erhalt der Artenvielfalt beitragen.

Das Volksbegehren ‚Rettet die Bienen! Für die gesamte Artenvielfalt in Bayern‘ greift meiner Meinung nach zu kurz und wird vor allem enorme Einschränkungen für unsere Landwirtschaft zur Folge haben. Die Diffamierung der Landwirte, die teilweise durch das Volksbegehren betrieben wird, kann ich so keinesfalls hinnehmen: Bestes Beispiel dafür ist das Video, das sich derzeit über die sozialen Medien stark verbreitet: Man sieht Insekten auf einer Wiese herumfliegen, bis ein Landwirt mit einer komisch anmutenden Maschine kommt und die Wiese mäht, woraufhin die Insekten verschwinden. Eine solche ‚Werbung‘ für ein Volksbegehren finde ich geschmacklos und gegenüber der für den Umweltschutz so wichtigen Landwirtschaft keinesfalls tragbar!

Das Volksbegehren setzt nicht auf gemeinsame freiwillige Lösungen, sondern auf Verbote und Regelungen, die einen enormen Eingriff in das Eigentumsrecht der Landwirte bedeuten.

Der Ökolandbau entwickelt sich in Bayern sehr gut. Nun müsste die Nachfrage nach regionalen Bioprodukten nachziehen, denn Molkereien führen bei Biomilch bereits lange Wartelisten. Besonders fatal schätze ich in diesem Zusammenhang eine gesetzlich festgeschriebene Ausdehnung des Öko-Landbaus auf zwanzig bis dreißig Prozent ein. Bereits jetzt gibt es knapp über 10.000 Öko-Betriebe in Bayern.

Übersehen wird in der aktuellen Diskussion völlig, was wir heute schon durch die Initiativen der Landwirtschaft geschaffen haben: Fast vierzig Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Bayerns werden nach Richtlinien des Kulturlandschaftsprogramms (KULAP) bzw. des Vertragsnaturschutzprogramms (VNP) bewirtschaftet. In Altmühlfranken sind es etwa 3.100 Hektar Weide, die extensiv genutzt werden. Gerade kleinere Betriebe hätten enorme Schwierigkeiten, die neuen gesetzlich vorgeschriebenen Bewirtschaftungsmethoden einzuhalten.

Im Koalitionsvertrag ist geregelt, VNP und KULAP weiter auszuweiten und zu flexibilisieren. Damit werden die Programme für die Landwirte noch attraktiver und es wird ein großer Beitrag geleistet, unsere einzigartige Kulturlandschaft zu erhalten und zu schützen.

Auch neben rein landwirtschaftlichen Maßnahmen haben wir in den vergangenen Jahren schon viel für den Erhalt der Artenvielfalt getan. Wichtig ist allerdings ein ganzheitlicher Ansatz – jeder muss mitgenommen werden vom Landwirt, über die Kommunen und Privatpersonen bis hin zu Unternehmen! Dieser Ansatz findet sich wieder im ‚Blühpakt Bayern‘, der im vergangenen Jahr gestartet wurde. Bevölkerung, Landwirtschaft, Naturexperten, Wirtschaft und öffentliche Stellen sind dabei gefordert, beispielsweise Nahrungsquellen für Bienen und Insekten auf öffentlichen Flächen zu schaffen, aber auch durch den Wettbewerb ‚Blühender Betrieb‘ Gewerbeflächen zum Blühen zu bringen. Außerdem gibt es in Bayern deutschlandweit die erste Wildlebensraumberatung und wir beteiligen uns am Aktionsprogramm Insektenschutz des Bundes, worüber ab 2020 100 Millionen Euro für den Insektenschutz bereitstehen. Die Naturparke und Landschaftspflegeverbände werden mit den Maßnahmen des Koalitionsvertrages gestärkt. Der BBV hat durch die Aktion ‚Bayern blüht auf‘ viele Blühflächen in Bayern gefördert. Auch in Altmühlfranken gibt es schon rund 218 Hektar Blühflächen.

Doch auch wir sehen regional Aufholbedarf, weshalb wir im vergangenen Jahr auf meine Initiative hin zusammen mit Imkern, Landwirten und dem Kreisverband für Gartenbau und Landespflege den Bienenpakt gegründet haben. Auch der Landkreis und die Kommunen sind dabei im Boot. Der Bienenpakt sieht Maßnahmen vor, wie wir die Artenvielfalt gemeinsam schützen und erhalten können. Im Februar wird beispielsweise der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege gemeinsam mit dem Imkerverband bei einem seiner Gartenbauseminare über bienenfreundliche Gärten referieren. Denn jeder kann etwas zur Artenvielfalt beitragen! Diese Woche treffe ich mich zudem mit unserer Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, um über weitere Maßnahmen unseres Bienenpakts zur Biodiversität zu sprechen.

Der Landkreis hat neben dem Bienenpakt 2018 noch ein Biodiversitätsprojekt ‚Vielfalt.Erleben.Altmühlfranken – Biodiversität auf öffentlichen Flächen‘ gestartet, das eine modellhafte Umsetzung der Bayerischen Biodiversitätsstrategie auf Landkreis- sowie kommunalen Flächen zum Ziel hat.

Es wird ganz deutlich: Wir sind nicht untätig! Das Volksbegehren sieht zu viele unnötige und auf lange Sicht zweifelhafte Regelungen vor. Freiwilligkeit, Eigenverantwortung und kooperativer Umweltschutz stehen vor staatlicher Regulierung. Bestehende Kooperationen zwischen Landwirten und Imkern wie bei uns durch den Bienenpakt dürfen nicht ausgehebelt, sondern müssen unterstützt werden. Ziel soll sein, gemeinsam unsere Schöpfung zu bewahren und zeitgleich die bäuerliche Kultur im Land zu stärken!“

 

Landrat bei Augustin

Gerhard Wägemann setzt Unternehmensbesuche auch 2019 fort

Stephan Henzold (Werkstattleiter), Marian Münich (Verkaufsleiter), Christian Söllner (Einkaufsleiter), Kurt und Helene Augustin (Geschäftsführer) und Landrat Gerhard Wägemann. Foto:LRA

Auch im Jahr 2019 werden die monatlichen Betriebsbesichtigungen durchgeführt, sodass Landrat Gerhard Wägemann der Firma Augustin GmbH mit Sitz in Gunzenhausen im Januar einen Besuch abstattete. Erneut lernte er dort ein vielseitiges Unternehmen kennen.

 Es war ein freundlicher Empfang, den Helene und Kurt Augustin der Abordnung des Landratsamtes in den gerade erst umgebauten Verkaufsräumen bereiteten. Beide übernahmen im Jahr 1972 eine damalige Motorenwickelei und bauten diese über die Jahre zum jetzigen Unternehmen aus, das neben dem Firmensitz Gunzenhausen ebenfalls eine Zweigstelle in Weißenburg betreibt. Neben den beiden Geschäftsführern nahmen auch der Einkaufs-, der Verkaufs- sowie der Werkstattleiter an der Betriebsbesichtigung teil, welche alle drei in der Geschäftsleitung tätig sind und eng mit dem Unternehmen verwurzelt sind.

Aus dem damaligen Werkstattbetrieb ist über die Jahre ein Fachhandel für Werkzeuge aller Art geworden, der vor allem Maschinen und Werkzeuge für die Stein-, Holz- und Metallbearbeitung vertreibt. „Bei uns finden Sie sämtliche Werkzeuge für gehobene Ansprüche, vom handlichen Schraubenzieher bis zur kompletten Drehbank“, erklärte Kurt Augustin. Großer Wert wird hier vor allem auf hervorragende Qualität gelegt, sodass ausschließlich namhafte Hersteller vertrieben werden und überwiegend berufsmäßige Handwerker zur Zielgruppe zählen. Ebenso zählt der Service zu den Stärken des Verkaufsteams, denn durch ausgewiesene Experten können die Kunden bestmöglich beraten werden.

Nach wie vor wird jedoch als zweites Standbein die Fachwerkstatt betrieben, in der vor allem Maschinen aus der Antriebstechnik gewartet und repariert werden. Das Wickeln von Motoren wird aus Kostengründen heutzutage nur noch bei speziellen Antrieben durchgeführt. So werden heute in der Reparaturwerkstatt überwiegend Bauteile wie Pumpen und Kompressoren, teilweise auch hochwertige Maschinen wie das Rührwerk einer Biogasanlage oder der Motor eines Steinbrechers im Schotterwerk wieder auf Vordermann gebracht. In diesem Bereich hat die Augustin GmbH zudem einige Alleinstellungsmerkmale, die sie in gewissem Maße von der Konkurrenz abheben. Für den Probebetrieb von Pumpen steht beispielsweise eine unterirdisch angelegte Wasserkammer zur Verfügung, in welcher die Pumpen auf Herz und Nieren geprüft werden können. „Einen solchen Prüfstandslauf kann nicht jeder anbieten, weshalb sich mittlerweile Kunden von weit überregionaler Entfernung bei uns melden“, betonten die Fachmänner des Unternehmens.

Um diesen Service kundengerecht anbieten zu können, wurde das Betriebsgelände durch Neubau und Zukäufe stetig erweitert. Im Jahr 2007 wurden die Werkshallen des Nachbarbetriebs übernommen, sodass die Fachwerkstatt auf rund 1300m² Fläche genug Platz bietet und seit der Unternehmensgründung mittlerweile ca. 200.000 Reparaturen erfolgreich durchgeführt werden konnten. Von enormer Bedeutung sind natürlich auch die gut ausgebildeten Fachkräfte, die sich Tag für Tag mit den Spezialmaschinen beschäftigen. Im Unternehmen, in dem derzeit 35 Mitarbeiter beschäftigt sind und drei Azubis ihrer Lehre nachgehen, wurden insgesamt schon an die 70 junge Menschen für das Berufsleben ausgebildet. Aktuell wird vor allem im Werkstattbereich qualifiziertes Personal gesucht, da durch zukünftige Renteneintritte oder Weiterbildungen von Mitarbeitern ein Bedarf entsteht.

Nach dem ausführlichen Rundgang durch die Verkaufsräume und die Werkshallen bot sich während eines ungezwungenen Gesprächs noch die Möglichkeit, bestimmte Themen genauer anzusprechen. Landrat Gerhard Wägemann zeigte sich erfreut über die Leistungsfähigkeit des Unternehmens. „Durch Ihren Service und die schnellen Reparaturen komplexer Bauteile sind Sie ein verlässlicher Partner für andere Unternehmen im Landkreis“, lobte Wägemann die anwesenden Unternehmensvertreter. Nach den interessanten Eindrücken während des Unternehmensbesuchs wünschte er für die Zukunft alles Gute und verabschiedete sich von den Gastgebern.

Die Hölle von Stalingrad

Erschütternde Wahrheit, erzählt von einem Kriegsteilnehmer

Am 2. Februar 1943 endete die Schlacht von Stalingrad. Kein anderer Ort ist seither so fest mit dem Zweiten Weltkrieg verknüpft. Die Katastrophe an der Wolga gilt als Wendepunkt des Krieges im Osten.
Spätestens seit Heiligabend 1942 war die Schlacht nur noch ein Schlachten. Hitler war entschlossen, die umkämpfte Stadt nicht preiszugeben – koste es auch Hunderttausende Soldatenleben. Seine verratenen Krieger hörten am 30. Januar 1943 über den Großdeutschen Rundfunk bereits den Abgesang auf ihren „Heldentod“. Einen Tag später ergab sich Feldmarschall Paulus im Südkessel, zwei Tage später legten auch die Truppen im Nordkessel die Waffen nieder. Rund 100.000 deutsche Soldaten gingen in sowjetische Gefangenschaft. Sie waren die überlebenden Reste einer Armee von 350.000 deutschen und verbündeten Soldaten. Nur 6.000 von ihnen sollten ihre Heimat wiedersehen.

Dieter Peeters ist einer der letzten Überlebenden von Stalingrad. Er schildert die Wochen in der Hölle des Kessels aus Sicht eines einfachen Soldaten. Nach seiner Gefangennahme im Januar 1943 galt er wie Zehntausende andere als „vermisst in Stalingrad“. Er durchlebte das Grauen in einem Todeslager und sechs lange Jahre in einem Straflager am Ural. 1949 kehrte er heim nach Deutschland.

Erst nach den Dokumentationen zum 60. Jahrestag der Tragödie von Stalingrad fand er die Kraft, seine bewegenden Erlebnisse niederzuschreiben. Seine Erinnerungen sind ein erschütterndes Dokument des Leidens. Sie werden ergänzt durch knapp 30 authentische Fotos, auf die Peeters im Dezember 2004 in einem privaten Antiquariat stieß. Aufgrund zahlreicher Leserzuschriften hat er seine Aufzeichnungen in späteren Auflagen mehrfach erweitern können.

Dieter Peeters wurde 1921 in Duisburg geboren und wuchs in Düsseldorf auf. Im Januar 1943 geriet er in russische Gefangenschaft, aus der er erst im April 1949 wieder zurückkehrte. Nach seiner Heimkehr beendet Peeters seine Ausbildung und stieg zum Verkaufsleiter in einem bedeutenden Edelstahlunternehmen auf. Seit 1983 im Ruhestand, lebt Peeters heute in Düsseldorf.
Dieter Peeters: „Vermißt in Stalingrad“ (Als einfacher Soldat überlebte ich Kessel und Todeslager); 116 Seiten, 32 Fotos, vier Dokumente, eine Karte, broschiert.  Sammlung der Zeitzeugen, Band 28. Zeitgut Verlag, Berlin, www.zeitgut.com, ISBN 978-3-933336-77-4.  12,80 Euro.

 

Süß und pikant

„Kochen mit Honig“ gibt viele Tipps

 Honig als Zutat ist eine Bereicherung beim Kochen und Backen. Die Zuckerbestandteile karamellisieren und sorgen sowohl bei süßen als auch pikanten Speisen für einen vollmundigen, besonderen Geschmack.

Das flüssige Gold ist das natürlichste alternative Süßungsmittel. Noch dazu kann man mit Honig Kalorien sparen, denn 100 g Honig haben etwa 75 kcal weniger als die gleiche Menge Haushaltszucker.
Alle wissenswerten Fakten über Honig, seine gesundheitlichen Vorzüge und seine Verwendung in der Küche erläutert der Präsident des österreichischen Imkerbundes, Johann Gruscher.
Die gelingsicheren Rezepte aus der Zeitschrift „Kochen & Küche“ zeigen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Honig für pikante Köstlichkeiten, wie Putenkeule mit Honig-Sesam-Kruste, Kuchen und Torten, wie Honig Gitterkuchen oder Desserts, wie weiße Honigmousse.

Johann Gruscher ist begeisterter Imker, ausgebildeter Honigsensoriker und seit über zwei Jahrzehnten aktiv im Imkerbund tätig (seit 2013 Präsident des österreichischen Imkerbundes).

„Kochen mit Honig – Süß und pikant“  von Johann Gruscher (Hg.); 127 Seiten, durchgehend farbig bebildert, Großformat, Hardcover; ISBN 978-3-7020-1749-1; 16,90 Euro;  stv-Verlag Graz