Monthly Archives: Dezember 2018

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Aufbau der Wakeboardanlage

Für die Jungunternehmer das größte Weihnachtsgeschenk

Jonas Wörrlein (28 Jahre) und Matthias Bauer (32 Jahre) stehen am Rande des Kleinen Brombachsee und können ihr Glück kaum fassen. Seit Anfang Oktober laufen die Bauarbeiten an der neuen Wasserski- und Wakeboardanlage am Kleinen Brombachsee. Mehrere Jahre Planung und harte Arbeit sind vergangen, doch kurz vor Weihnachten erfüllt sich ihr größter Wunsch und die neue Wasserskiund
Wakeboardanlage wird aufgestellt.

Der Rückblick

2014 haben die beiden Freunde in einem Zeitungsbericht die Ausschreibung des Zweckverband Brombachsees für eine Wakeboardanlage am Kleine Brombachsee gelesen und waren sofort begeistert. Jonas und Matthias sind leidenschaftlicheWakeboarder und träumten schon lange von einer eigenen Wakeboardanlage. Seitdem ist viel Zeit vergangen, doch im Vergleich zu anderen Wakeboardanlagen
waren sie noch recht schnell, wie uns Jonas Wörrlein verrät: „Viele andereWakeboardanlagen brauchen für einen Neubau oft acht bis zehn Jahre Vorlauf. Es müssen unglaublich viele Stolpersteine gemeistert werden. Allein die spezifische artenschutzrechtliche Prüfung, damit die Seilbahn bestmöglich naturverträglichgestaltet werden kann, hat über ein Jahr gedauert.

Nach Änderung des Flächennutzungsplans durch den Zweckverband Brombachsee, konnte der
vorhabenbezogene Bebauungsplan aufgestellt werden, der dann die Grundlage für den Bauantrag der Wakeboardanlage mit entsprechendem Betriebsgebäude war. Dazu kommen Verhandlungen für den Pacht- und Nutzungsvertrag, Planungen mit Architekten und Anlagenplaner und vieles mehr. Man braucht wirklich einen langen Atem, aber ich bin unglaublich froh, dass wir solange an unserem Traum
festgehalten haben. An dieser Stelle möchte ich mich auch für die politische Unterstützung bedanken, ohne die es sicherlich nicht so schnell gegangen wäre.“

Erdarbeiten seit Oktober

Anfang Oktober musste das Wasserwirtschaftsamt Ansbach im Langlauer Hafen eine Spundwand saniert und den Kleinen Brombachsee um 50 cm absenken. Der Zeitpunkt der Maßnahme konnte im Vorfeld abgestimmt werden, so dass beim Wakepark in diesem Zeitraum die notwendigen Erdarbeiten durchgeführt werden konnten. Der See musste an mehreren Stellen ausgebaggert und vertieft werden, damit die Wakeboardanlage die Tiefenvorgaben des TÜV erfüllt. Das entnommene Erdreich wurde für die Gestaltung der neuen Landzunge verwendet, auf der sich der zukünftige Startplatz befindet. Dafür war auch die Installation einer 25 Meter lange Spundwand notwendig, deren sechseinhalb Meter langen Dielen über zwei Tage hinweg in den Boden gerammt wurden. Die neue Landzunge wurde schlussendlich mit tonnenweise Wasserbausteinen umbaut und befestigt. Um die Masten der neuen Wasserski- und Wakeboardanlage abzuspannen, mussten zwölf massive Fundamente an Land und ins Wasser gebaut werden. Dafür wurden vorgefertigte Betonplatten verwendet – 40 Stück, jeweils drei Tonnen schwer. Mit einem Montagefloß transportierten sie die Monteure an die richtige
Position und stapeln sie innerhalb mehrerer Tage aufeinander.

Die Masten sind das Herzstück der Anlage

Anfang Dezember begann die Montage der Masten. Aus über 35 Einzelteilen wurden die sechs Masten mit einer Länge von jeweils 13 Meter zusammengeschraubt. Mit einem Kettenbagger wurden die Masten auf das Montagefloß gehoben und an die mit GPS bestimmte Position transportiert. In der Absberger Bucht ist der Wasserstand nur wenige Meter tief, wodurch die Arbeiten erleichtert wurden. Von
den Masten wurden die Abspannseile zu den vorinstallierten Ankern gespannt und mit Hilfe eines Greifzugs Zentimeter für Zentimeter hochgezogen. Als alle sechs Masten montiert waren, folgte die Montage der Ausleger. In zehneinhalb Meter Höhe mussten die acht Meter langen Ausleger an den Masten befestigt werden. Ebenfalls mit Hilfe des Greifzugs wurde durch reine Muskelkraft
der Ausleger auf die richtige Höhe gepumpt und verschraubt. Im letzten Schritt wurde das 600 Meter lange Umlaufseil eingezogen und gespannt.
Für Geschäftsführer Matthias Bauer geht damit ein Kindheitstraum in Erfüllung:
„Seid ich als Kind das erste Mal auf einem Wakeboard stand, war es mein Traum
eine eigene Wasserski- und Wakeboardanlage zu bauen. Für mich ist es das größte
Weihnachtsgeschenk und ich bin unglaublich glücklich das der Lift jetzt steht.“

Anlage ist 600 m lang

Die neue Sechsmast-Wasserski- und Wakeboardanlage ist 600 Meter lang und bis zu acht Wassersportler können gleichzeitig ihre Runden drehen. Wakeboarden ist der Trendsport schlecht hin und keine andere Sportart verzeichnet in den letzten Jahren mehr Zulauf. Jung und Alt sind begeistert davon, das unbeschreibliche Gefühl zu erleben, mit bis zu 30 km/h über´s Wasser zu gleiten. Dazu eignet sich die Sportart perfekt für Einzelpersonen und Gruppen wie z.B. Kindergeburtstage, Junggesellenabschiede oder Firmenevents. Wakeboarden kommt ursprünglich vom Wasserskifahren und unterscheidet sich lediglich darin, dass die Sportler statt auf zwei Skier auf nur einem Brett fahren – ähnlich wie beim Snowboarden. Matthias Bauer ist überzeugt davon, dass die Wasserski- und Wakeboardanlage der ganzen Region dient: „Das Fränkische Seenland war geradezu prädestiniert für eine Wakeboardanlage. Die Attraktivität der Urlaubsregion wird durch die Wakeboardanlage enorm gesteigert und wir bieten unseren Gästen eine moderne Freizeitattraktion.“

Der Zeitplan

Die Bauarbeiten wurden zum Großteil durch das Team des WAKEPARK BROMBACHSEE durchgeführt. Die rund zehn Helferinnen und Helfer sind hoch motiviert und packen an allen Ecken und Enden mit an. Der milde Herbst und das gute Wetter haben dem Team stark in die Karten gespielt. So konnten schon viele Arbeiten erledigt werden, die eigentlich erst zu einem späteren Zeitpunkt geplant waren. Unterstützt wird das Team von verschiedenen Handwerkern wie den Firma Erdbau Frey, Zimmerei Bickel, Elektro Kühleis, Sanitär Huter uvm.
Mit dem Aufstellen der Wasserski- und Wakeboardanlage endet nun die erste Bauphase und es geht guten Gewissens in die Winterpause. Der Beginn des zweiten Bauabschnitts ist für Anfang März geplant. Im Fokus steht dann das neue Betriebsgebäude mit Gastronomie und großer Sonnenterrasse. Die Eröffnung der neuen Wakeboardanlage ist für Anfang Juni, also kurz vor den Pfingstferien geplant.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.wakepark-brombachsee.de
sowie Facebook und Instagram.

Positive Aussichten

 Geschwisterpaar kann hoffen

Mitte Oktober 2018 hatte das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen öffentlich nach einer Pflegefamilie für zwei junge Mädchen gesucht. So wie es aktuell aussieht, erhalten die beiden Mädchen pünktlich zum Weihnachtsfest ein ganz besonderes Geschenk: Ein erstes Treffen mit einer möglichen Pflegefamilie.

Das Schicksal der beiden Mädchen aus Altmühlfranken hat viele Menschen weit über die Landkreisgrenzen hinaus bewegt. Rund 200 Antworten aus dem gesamten Bundesgebiet hat das Jugendamt des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen erreicht. 40 davon aus der näheren Umgebung, acht aus dem Landkreis. Alle eingegangenen Unterlagen wurden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Landratsamt geprüft. Daraufhin wurden zahlreiche Gespräche geführt.

„Nun befinden wir uns auf der Zielgeraden“ sagt der Leiter der Jugendamtes Stefan Lahner. Noch vor Weihnachten wird es zu einem ersten Treffen zwischen dem Geschwisterpaar und der potentiellen Pflegefamilie kommen. Wenn sich die beiden Mädchen bei dem Treffen wohlfühlen, wird es weitere Möglichkeiten zum Kennenlernen geben. Danach könnten die beiden Mädchen bereits einige Tage in der Familie verbringen. „Das letzte Wort haben die beiden Kinder und die leibliche Mutter“, so Stefan Lahner weiter.

Die Mutter der sechs und zehn Jahre alten Mädchen kann sich aufgrund einer Behinderung nicht mehr selbst um ihre beiden Töchter kümmern. Der Vater ist verstorben. Derzeit sind die Mädchen mit Einverständnis der Mutter vorübergehend in einer Bereitschaftspflegefamilie untergebracht.

Im BR Fernsehen wird voraussichtlich im Laufe dieser Woche in der Abendschau zwischen 18 und 18.30 Uhr ein allgemeiner Beitrag zum Thema „Familienleben mit Pflegekindern“ ausgestrahlt. Er ist nach Ausstrahlung in der Mediathek des BR unter www.br.de/mediathek/sendungen_a-z abrufbar.

Winterpause der Museen

Abenberger Museen sind Januar/Februar geschlossen

Ab dem kommenden Wochenende gehen die Museen Burg Abenberg in die Winterpause. Von Donnerstag, 20. bis Sonntag 23. Dezember, jeweils von 11 bis 17 Uhr besteht noch die Möglichkeit, diese zu besuchen.

Im Haus fränkischer Geschichte können die Besucher die Ausstellung „Eine Zeitreise durch Franken“ mit der Urkunde „Geprüfter Franke“ besuchen oder sich in der Kunstausstellung von Frau Brigitte Geiß aus Schwanstetten umsehen. Im Klöppelmuseum besteht noch die Möglichkeit die Sonderausstellung „Einfach Spitze“ zu bestaunen. In dieser Ausstellung werden Meisterwerke aus der Sammlung des Klöppelmuseums präsentiert.

Januar und Februar sind beide Museen geschlossen, für Gruppen und museumspädagogische Aktionen besteht aber die Möglichkeit nach Absprache Termine zu vereinbaren. Tel. 09178/90618. Internet: www.museen-abenberg.de

Neue Öffnungszeiten an Recyclinghöfen

Künftig samstags nur bis 13 Uhr geöffnet

Zum 01. Januar 2019 gelten für die beiden Recyclinghöfe in Gunzenhausen und Weißenburg sowie für die Wertstoffhöfe in Pleinfeld und Treuchtlingen andere Öffnungszeiten. Außerdem macht die Abfallwirtschaft des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen auf die Feiertagsverschiebungen für die Leerung der Restmüll- und Biotonnen aufmerksam.

 Feiertagsverschiebungen der Leerung für die Restmüll- und Biotonnen

Eine nicht geleerte Mülltonne ist in der Weihnachtszeit besonders ärgerlich. Die Abfallwirtschaft des Landkreises macht deshalb darauf aufmerksam, dass auch in diesem Jahr die Feiertage Verschiebungen bei der Mülltonnenleerung nach sich ziehen. Die Restmülltonnen, die am Montag, den 24.12.2018, geleert werden würden, werden bereits am Samstag, den 22.12.2018, geleert. Die Dienstagsleerung wird auf Montag, 24.12.2018, vorgezogen. Die Leerungen ab Mittwoch, 26.12.2018 (Zweiter Weihnachtsfeiertag), werden um jeweils einen Tag nach hinten verschoben. Dies betrifft auch die Leerungen in der ersten Januarwoche. Hier werden die Leerungen der Biotonne um je einen Tag nach hinten verschoben.

Geänderte Öffnungszeiten

Die letzte Öffnungszeitenänderung für die beiden Recyclinghöfe im Landkreis und die Wertstoffhöfe in Pleinfeld und Treuchtlingen liegt noch nicht lange zurück. Vor genau einem Jahr verlängerte der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen die Öffnungszeit am Samstag von 12 auf 14 Uhr. Nachdem die Besucherzahlen am Samstag vor allem ab 13 Uhr stark zurückgehen und zu diesen Zeiten kaum Wertstoffe abgegeben werden, hat sich die Landkreisverwaltung dazu entschieden, die Öffnungszeiten ein weiteres Mal zu ändern.

Ab 1. Januar 2019 haben die beiden Recyclinghöfe am Samstag bis 13 Uhr geöffnet. Dafür können die Bürgerinnen und Bürger ihre Wertstoffe künftig Dienstag bis Samstag bereits ab 8.30 Uhr abgeben. So hofft die Abfallwirtschaft, den Ansturm vor allem Dienstag und Samstag Früh etwas entzerren zu können.

Am Treuchtlinger Wertstoffhof bleibt es bei den Öffnungstagen Mittwoch, Freitag und Samstag, wobei an diesen Tagen dieselben Öffnungszeiten wie an den Recyclinghöfen gelten. Der Pleinfelder Wertstoffhof öffnet am Samstag schon um 8 Uhr die Tore und schließt sie dafür ebenfalls um 13 Uhr.

Besonders zum Jahreswechsel fällt erfahrungsgemäß besonders viel Abfall wie zum Beispiel Papier und Kartonagen an. Ist die Papiertonne voll, so können diese auch an den Wertstoffhöfen in den Gemeinden abgegeben werden.

AbfallApp Altmühlfranken

Umfangreiche Informationen über die Öffnungszeiten aller 21 Wertstoffhöfe und der beiden Recyclinghöfe im Landkreis, die Abgabemöglichkeiten, eventuell anfallende Kosten und vieles mehr, sind in der Müllfibel, auf der Homepage des Landratsamtes unter www.landkreis-wug.de/abfall/ und am bequemsten über die AbfallApp Altmühlfranken zu finden.

Die kostenlose AbfallApp Altmühlfranken ist eine wichtige Ergänzung zur Müllfibel, dem druckbaren Abfuhrkalender und dem ICS-Kalender, den man sich in seinen Outlookkalender importieren kann. Die wohl wichtigste Funktion ist die Erinnerung an die Leerungstermine. Die Erinnerungsfunktion kann spezifisch und straßenbezogen eingestellt werden. Jeder Nutzer kann sich zu seinem Wunschtermin über sein Smartphone oder Tablet flexibel an den Abholtermin erinnern lassen. Es können auch mehrere Adressen hinterlegt werden, was die App zum Beispiel für Hausmeisterdienste interessant macht. Abfuhrtag verpasst? Das gehört damit der Vergangenheit an.

Die AbfallApp ist im Google-Play-Store bzw. im Apple Store unter AbfallApp Altmühlfranken bzw. AbfallApp Wug zu finden. Sie ist kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.

Gelbe Säcke zum Jahresanfang

Für die Sammlung von Kunststoffverpackungen aus dem Haushalt, wie Milchtüten, Joghurtbecher, Plastiktüten, Einwickelfolien, etc. werden Anfang des Jahres an alle Haushalte Gelbe Säcke verteilt.

 

Große Kunst als Geschenk

Ingrid Gerner vermacht dem Klinikum Gemälde von Reinhard Zimmermann

Lange musste Ingrid Gerner aus Gunzenhausen nicht überlegen, was sie mit dem beeindruckend großen Gemälde aus dem Atelier Zimmermann tun könnte. Es sollte seinen Platz an einem Ort finden, an dem das Bild der Öffentlichkeit zugänglich ist und viele Menschen es sehen können. Für die Wände ihrer Wohnung sei es einfach zu groß und komme bei weitem nicht so zur Geltung, wie in einem großzügigen Raum, in dem es möglich sei, das Bild auch aus einiger Entfernung zu betrachten.

Mit dem neuen Konferenzraum im frisch sanierten Trakt des Klinikums Altmühlfranken Gunzenhausen ist nun ein solcher Ort mit viel Weite und ausreichend Freiraum gefunden, um das abstrakte Werk des in Mörsach am Altmühlsee lebenden Künstlers Reinhard Zimmermann gelungen zur Geltung zu bringen. Nachdem der richtige Platz für das Gemälde gefunden war, bedankte sich Klinikvorstand Jürgen Winter „Wir am Klinikum Altmühlfranken freuen uns sehr, das Original eines bekannten Künstlers aus der Region zeigen zu können. Zimmermann selbst sagt, dass die Kunst im Original die einzigartige Fähigkeit schenke, mehr zu sehen, ein Fenster zur Seele zu öffnen. Sie gebe die Möglichkeit, sich von den Tagesproblemen zu lösen und in ganz neue Gedankenwelten einzutauchen.  Diese Interpretation seiner Malerei ist ein Ansatz, der hervorragend zu uns als Klinikum und für unsere Patienten passt.“

Viele Erfahrung, Wandel und neue Ideen

Klinikum Altmühlfranken ehrte langjährige Mitarbeiter mit einem festlichen Abend.

Landrat Wägemann (rechts) und Vorstand Jürgen Winter (Zweiter von links) mit den Jubilaren des Gunzenhäuser Krankenhauses.

Vor allem den Wandel thematisierte Jürgen Winter, Vorstand des Klinikums Altmühlfranken, in seiner Ansprache zur Ehrung der langjähriger Mitarbeiter. Die Anforderungen an Krankenhäuser und damit auch an Ihre Mitarbeiter steige stetig. Dieser Entwicklung könne man sich nur schwer entziehen, man müsse sie annehmen und sie mit den eigenen Möglichkeiten und Ideen bestmöglich gestalten. Auch dem neuen Pflegestärkungsgesetz sieht Winter gespannt entgegen und hofft, dass es die Politik schaffe, die Rahmenbedingungen für eine menschenwürdige Pflege neu zu stecken und die finanzielle Unterstützung bereitzustellen, um ausreichend Pflegekräfte für die Pflege schwerstkranker Patienten einsetzen zu können.

Die Jubilare des Weißenburger Krankenhauses.

Das Klinikum Altmühlfranken versucht stetig, Lösungen zu finden und neue Wege zu gehen, um den Arbeitsalltag zu erleichtern  und die Patientenversorgung auf einem qualitativ hohen Niveau zu halten. So wurden zum Beispiel in vielen Abteilungen schon Teamboards eingeführt, die durch regelmäßige Teambesprechungen den  Austausch stärken, die Mitarbeiter anregen, Ideen und Weiterentwicklungen einzubringen, diese zu diskutieren und die Ergebnisse im Team umzusetzen. Und gerade die langjährigen Mitarbeiter sind mit ihrer umfangreichen beruflichen Erfahrung in diesem Prozeß nicht nur eine wichtige Unterstützung für die jungen Kollegen, sondern vor allem eine wertvolle Säule für den langfristigen Erfolg des Klinikums Altmühlfranken.

Hierfür dankte  Jürgen Winter zusammen mit Landrat Gerhard Wägemann den kaufmännischen Direktoren Andrea Kramp und Stefan Leubert, dem ärztlichen Direktor Dr. Christian Maune, dem stellvertretenden ärztlichen Direktor Dr. Marc Gutsche, den Pflegedirektoren Cornelia Kerschbaum und Stefan Gütinger und der Personalratsvorsitzenden Inge Huber.

Seit 10 Jahren sind in Gunzenhausen Katja Aganovic, Sonja Herzog, Annemarie Huber, Stefanie Kirchdörfer, Heidi Lehr, Renate Petsch, Tanja Schletterer, Christina Schmidt, Julia Stimpfle, Margit Stoll und Gabriele Zottmann. 25 Jahre Silvia Ammler, Emese Heipel, Silke Huber, Sandra Rieger, Petra Schön und Jürgen Winter. Das 40-jährige Dienstjubiläum feierten Irene Beck, Friedlinde Bergdolt, Petra Kolb, Irmgard Schwarz, Erna Wagner und Josef Weiß.

In den wohlverdienten Ruhestand gehen Helene Bayrle, Marion Engelhardt, Ulrike Herzog, Christine Hofmann, Angelika Ott, Christa Seibert und Erna Spurny.

In Weißenburg begingen ihr 10-jähriges Jubiläum Dr. Kristof Brauner, Sonja Hoyer, Stephanie Kaiser, Gertrud Wißmüller, Pogos Grigoryan und Sabine Satzinger. 25-jähriges Claudia Schmidt-Scheuerich, Petra Gabler, Dr. Silvester Sedlmeier und Tabhita Andruszko. 40 Jahre sind Petra Auernhammer, Christine Philipp, Gerlinde Kiehnlein und Annitta Ranzenberger dabei und in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedeten sich Sylvia Schön, Karola Schubert, Rainer Hemmeter, Marianne Engelhardt, Helga Wörrlein, Pogos Grigoryan und Margit Schuster.

Auch Landrat Gerhard Wägemann sprach den Jubilaren seine herzlichen Glückwünsche aus und bedankte sich für die langjährige treue Verbundenheit zum Haus und die gute Zusammenarbeit, denn darauf baue der gute Ruf des Klinikums Altmühlfranken im Hinblick auf die hohe medizinische Qualität der Versorgung und die freundlichen und kompetenten Mitarbeiter auf.

Winter ehrte jeden Einzelnen der Jubilare mit  einem Geschenk und betonte „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, jeden Mitarbeiter in seiner persönlichen Lebens- oder Berufsphase als Arbeitsgeber bestmöglich zu unterstützen. Wir wollen Ihnen und Ihren Kollegen einen Arbeitsplatz bieten, der Ihnen abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Aufgaben schenkt, Ihnen Raum gibt für Ideen und Ihnen Arbeitszeiten ermöglicht, die zu Ihrem Leben passen.“

Mit einem festlichen Abendessen und guten Gesprächen klangen die ehrenabende in Gunzenhausen und Weißenburg feierlich aus.

Reise zum Wein

Das Ziel vieler deutscher Weinfreunde: die Toskana

Die neue, genussvolle Reihe der Süddeutsche Zeitung Edition: Passend zur beliebten SZ-Vinothek erzählt das Buch Wissenswertes, Charmantes, Überraschendes über die Toskana, eines der schönsten Weinanbaugebiete in Europa.  Mit Markus Del Monego, einem der bekanntesten Weinexperten der Welt, lernen die Leser nicht nur die wichtigsten Rebsorten und Weine der Region kennen, sondern entdecken mit ihm auch ausgewählte Weingüter, in denen sie exquisite Tropfen verkosten können. Die einzigartige Atmosphäre eines Weinkellers inmitten alter Kulturlandschaften und die Gastfreundschaft der Weinbauern machen die Reise zum Wein zu einem besonderen Erlebnis. Autoren der Süddeutschen Zeitung vermitteln zudem einen Überblick über die topografischen und historischen Besonderheiten des unterschiedlich Weinanbaugebiets, angereichert mit diversen Tipps zu touristischen und kulinarischen Highlights. Nicht ganz alltägliche, süffige Geschichten aus der Welt der Weine runden den handlichen Weinreiseführer ab.

Die Toskana, eine Lieblingsregion der deutschen Weinfreunde, zählt touristisch zu den bevorzugten Gegenden deutscher Urlauber. Für sie ist der neue Weinführer ein guter Begleiter. Natürlich ist es am besten, ihn schon vor Antritt der Reise zu studieren, denn er gibt erschöpfend Antwort auf die Fragen nach Wein und Landschaft in der Toskana.

 

Reise zum Wein – Toskana, Herausgegeben von Markus Del Monego, kartoniert, Klappenbroschur, 248 Seiten, zahlreiche Fotos, Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek (2018), ISBN-13: 978-3-86497-390-1, 16,90 Euro.

Dank an Horst Böhm

23 Jahre für den Naturschutz tätig

Der ehrenamtliche Naturschutzwächter Horst Böhm aus Gunzenhausen wurde bei der Jahresabschlussfeier von Landrat Gerhard Wägemann verabschiedet.  Einmal im Jahr treffen sich alle Naturschutzwächter im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zur Jahresabschlussfeier. Das Landratsamt lädt dazu ein und dankt den Ehrenamtlichen für die erbrachten Leistungen des vergangenen Jahres und das freiwillige Engagement.

Einer der insgesamt 15 Naturschutzwächter ist nun auf eigenen Wunsch ausgeschieden: Horst Böhm aus Gunzenhausen hat sein Amt nach stolzen 23 Jahren niedergelegt. „Sie erledigten Ihre Aufgaben stets sehr sachkundig, gewissenhaft und freundlich“, lobte Landrat Gerhard Wägemann bei der Verabschiedung. „Mit Ihnen verliert der Landkreis einen vorbildlichen Wächter unserer Natur“, so der Landrat weiter.

Die ehrenamtlich tätigen Naturschutzwächter unterstützen die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes. In regelmäßigen Streifgängen durch ein zugewiesenes Gebiet stellen sie Verstöße gegen naturschutzrechtliche Bestimmungen fest und unterbinden diese. Darüber hinaus informieren sie Bürgerinnen und Bürger und klären über die Anforderungen des Naturschutzes und der Landschaftspflege auf.

Gruß zu Weihnachten

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Jahr 2018 neigt sich langsam dem Ende zu und die Weihnachtstage stehen vor der Tür. Das ist genau der richtige Zeitpunkt, um – zumindest für eine kurze Zeit – der Hektik des Arbeitsalltags zu entfliehen und sich ein wenig Ruhe zu gönnen.

Voll Dankbarkeit dürfen wir auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken, in dem wir viel erreicht und viel auf den Weg gebracht haben.

Das Jahr 2018 zeichnet sich durch eine rege Bautätigkeit der Stadt Gunzenhausen aus. Im Februar konnten wir die neue Turnhalle an der Stephanischule einweihen, die nun modernsten Erfordernissen im Bereich des Schul- und Vereinssports gerecht wird.

In Laubenzedel konnten wir das neue Feuerwehrhaus einweihen. Das neue Haus bietet den Mitgliedern der Ortsteilwehr gute Voraussetzungen für ihren wertvollen Einsatz. Ich danke den Laubenzedler Feuerwehrleuten für ihren unermüdlichen Einsatz beim Bau des Hauses, der sonst nicht möglich gewesen wäre.

Die „Dreifach-Baustelle“ an der Altmühlpromenade begann mit dem Spatenstich für den Stauraumkanal. Den Bauarbeiten am Stauraumkanal folgen in den nächsten beiden Jahren der Hochwasserschutz, die Renaturierung der Altmühl und die Freiraumgestaltung. Die damit entstehende Freizeit- und Erholungslandschaft in unmittelbarer Nähe zum Marktplatz wird unsere Stadt enorm aufwerten.

Der neue Mehrgenerationen-Spielplatz am Weinberg, der ebenfalls – wie der Hochwasserschutz – von einem Bürgerbeteiligungsprozess begleitet wurde, konnte im Juli seiner Bestimmung übergeben werden.

Die Bürger des Ortsteiles Obenbrunn dürfen sich seit diesem Sommer über ihren Pavillon als Begegnungsstätte für die Bürgerinnen und Bürger freuen. Mein herzlicher Dank gilt hier allen, die sich ehrenamtlich eingebracht haben.

In Frickenfelden konnte im September das neue Baugebiet „Sonnenwiese“ seiner Bestimmung übergeben werden. Die Bauplätze sind bis auf wenige bereits verkauft und zum Teil schon bebaut.

Im November haben wir an der neuen Halle am Bauhof Richtfest gefeiert. Mit der neuen Stahlhalle entsteht neuer Lagerraum, damit auf angemietete Lagermöglichkeiten verzichtet werden kann. In der angegliederten Waschhalle können vor allem im Winter nach Einsätzen die Fahrzeuge vom Salz befreit werden.

Am Burkhard-von-Seckendorff-Heim ist die Sanierung des Gebäudes II in vollem Gange. Ende 2019 stehen moderne, seniorengerechte Wohnungen zur Verfügung.

Die Generalsanierung unserer Stadthalle schreitet mit großen Schritten voran. Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass wir im Sommer mit der Halle in Betrieb gehen können.

Begonnen wurden die Vorbereitungen für den Rathausumbau. Im Laufe des nächsten Jahres wird das Rathaus so umgebaut, dass alle Stockwerke barrierefrei über einen Aufzug zugänglich sein werden. Ein modernes Foyer wird künftig die Bürgerinnen und Bürger willkommen heißen. Außerdem werden Brandschutzmaßnahmen durchgeführt. In der Umbauzeit sind verschiedene Ämter ortsnah ausgelagert, dass den Besuchern des Rathauses keine allzu großen Wege zugemutet werden müssen.

Dem Radverkehr kommt in unserer Stadt immer mehr Bedeutung zu  –  ob im Tourismus oder bei unseren Stadtbürgerinnen und -bürgern. Deswegen haben wir für die Radfahrer – vor allem baulich – sehr viel getan. Eine Bewertungskommission, zusammengesetzt aus unterschiedlichen Fachleuten – kam im Mai zur Hauptbereisung für einen Tag zu uns, um Gunzenhausen auf Fahrradfreundlichkeit hin zu prüfen. Mit Stolz konnte ich Ende Oktober in Dachau die Auszeichnung für Gunzenhausen als „Fahrradfreundliche Stadt“ entgegennehmen.

Beim diesjährigen STADTRADELN haben alle beteiligten Radler gemeinsam die 200.000 km Marke geknackt. Teilgenommen haben in diesem Jahr 799 Personen. Eine stolze Bilanz für den Klimaschutz!

Zum ersten Mal haben wir in diesem Jahr zu einer Neubürger-Radtour eingeladen. Die neu zugezogenen Bürgerinnen und Bürger bekamen so einen umfassenden Einblick in alle Bereiche unserer Stadt.

Die Seenland-Linie, die seit 2015 am Wochenende und an Feiertagen um und zwischen den Seen unterwegs ist, kann seit diesem Jahr kostenlos mit der Seenland-Card genutzt werden. Die beteiligten Gemeinden freuen sich in diesem Jahr über Zuwächse von über 70% beim Altmühlsee-Express und fast 300% beim kleinen Brombachsee-Express.

Von Bundesumweltministerin Svenja Schulze wurde Gunzenhausen für vorbildliche Bürgerbeteiligung ausgezeichnet. Von 160 beteiligten Gemeinden gingen wir nach einer Präsentation im Umweltministerium in Berlin mit dem Projekt „Altmühlaue“ in der Kategorie „Vorhaben“ als Sieger hervor.

Ab Januar 2019 steht unseren Ortsteilbürgerinnen und –bürgern ein Rufbussystem zur Verfügung. Dies ist ein Meilenstein für den Öffentlichen Personennahverkehr in unserer Stadt. Ich rufe Sie alle auf, den Rufbus rege zu nutzen.

Im Sommer hat eine Familientragödie unsere ganze Stadt erschüttert. Eine Frau und ihre drei Kinder wurden vom Ehemann und Vater ermordet. Wer hätte gedacht, dass so etwas bei uns passieren könnte? Da war zu spüren, wie gut Gemeinschaft tut. Direkt betroffene Schul- und Kindergartenfreunde, Kollegen, Sportskameraden – sie alle fanden Unterstützung in einer starken Gemeinschaft. Dafür danke ich Ihnen allen!

Ein besonderes Anliegen ist mir das Thema Altersarmut. Deswegen habe ich bereits Mitte dieses Jahres das Projekt „Hand in Hand gegen Altersarmut“ initiiert.  Es ist dessen Ziel – zusammen mit der Caritas – von Altersarmut betroffenen Menschen in Gunzenhausen das Leben etwas leichter zu machen. In der Geschäftsstelle der Caritas in der Bühringerstraße erhalten Betroffene Beratung und Freizeitangebote wie z.B. Teilnahme an städtischen Theatervorstellungen, eine Schifffahrt oder einen Schwimmbadbesuch. Auch kleine „Herzenswünsche“ können erfüllt werden und zweimal

wöchentlich wird ein warmes Mittagessen angeboten. Inzwischen wurde ein Verein als Träger des Projektes gegründet, der sich über Mitglieder und Spender für das Projekt freut.

Im September liefen beim Gunzenhäuser Charity Run rund 900 Schülerinnen und Schüler für die gute Sache. Regionale und überregionale Firmen überwiesen namhafte Spenden und so kamen am Ende gut 31.000 € zusammen, die zur Hälfte „Kinderschicksale Mittelfranken“ und zur anderen Hälfte dem genannten Projekt „Hand in Hand gegen Altersarmut“ zu Gute kommen. Der Charity Run findet künftig jedes zweite Jahr statt.

Die Eisbahn darf dieses Jahr schon ein kleines Jubiläum feiern. Sie steht inzwischen zum 5. Mal auf dem Marktplatz. Ich freue mich jedes Jahr über die vielen Menschen, die die Eisbahn und den Gastronomiebereich besuchen und genießen. Ich danke allen Sponsoren, die die Eisbahn-Saison in Gunzenhausen Jahr für Jahr unterstützen.

Nach diesem für unsere Stadt erfolgreichen sowie ereignis- und arbeitsreichen Jahr freuen wir uns nun auf eine ruhige und besinnliche Weihnachtszeit. Viele Advents- und Weihnachtskonzerte, andere kulturelle Ereignisse und vielleicht auch der eine oder andere Besuch auf der Eisbahn stimmen uns auf Weihnachten ein.

Mein besonderer Dank gilt den Mitgliedern des Stadtrates, den Ortssprecherinnen und Ortssprechern, meinen beiden Stellvertretern, den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmern, Dienstleistern und deren Mitarbeitern. Ich danke meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rathaus, allen Ämtern und Abteilungen und nicht zuletzt im Burkhard-von-Seckendorff-Heim. Sie alle zeichnen sich durch großes Engagement und Zuverlässigkeit aus und sind stets bereit, die vielfältigen Aktivitäten und Projekte zum Wohle unserer Stadt nach Kräften zu unterstützen und zu fördern.

Ich danke allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich ehrenamtlich engagieren. Danken möchte ich auch allen Verantwortlichen der Vereine und Institutionen, Kindertagesstätten, Schulen, Kirchen, Feuerwehren, Feldgeschworenen und Seniorenkreisen, die sich zum Wohle der Allgemeinheit einbringen. Herzlichen Dank allen Privatpersonen und Einrichtungen, die sich unermüdlich um die Pflege unserer alten, kranken und behinderten Menschen kümmern.

Ich freue mich sehr, dass sich in unserer Stadt viele Menschen zum Wohle der Allgemeinheit einsetzen. Nur Hand in Hand können große Aufgaben bewältigt werden.

Ganz besonders danke ich meiner Ehefrau Angelika und meiner Familie, die mich dabei unterstützen, mich mit ganzer Kraft zum Wohle Gunzenhausens und deren Bürgerinnen und Bürger einzusetzen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, mit dem folgenden Spruch wünsche ich Ihnen allen ein fröhliches und friedliches Weihnachtsfest mit Zeit für Ihre Familien und Freunde. Für das neue Jahr 2019 wünsche ich Ihnen Glück, Gesundheit und persönlichen Erfolg.

 

Mit herzlichen Grüßen

Karl-Heinz Fitz, Erster Bürgermeister

 

Porträt der Markgräfin Friederike Louise

Biographie der Frau des „Wilden Markgrafen“ erschienen

Markgräfin Friederike Louise.

 Mit der kürzlich erschienenen Biographie über Friederike Louise von Ansbach (*1714, + 1784) hat Arno Störkel ein langerwartetes Thema aufgegriffen. Seit Jahrzehnten ist ein frischer Blick auf die als „Gefangene von Unterschwaningen“ verkannte Persönlichkeit ein echtes Desiderat der fränkischen Landesgeschichte. Störkels Ansatz, die Markgräfin nicht mit dem Namen „Friederike Louise“ anzusprechen, der sich in der Literatur als eindeutiges Identifikationsmerkmal für ihre Person gefestigt hat, sondern sich auf ihren Rufnamen „Friederike“ festzulegen (S. 14), ist grundsätzlich ein mutiger und durchaus vielversprechender Ansatz.

Für den 311 Seiten umfassenden Textteil greift Störkel auf ein beachtliches Archivmaterial von ungedruckten und gedruckten Quellen aus 17 überregionalen Archiven zurück sowie auf eine Vielzahl bekannter und weniger bekannter Literatur. Dies spiegelt sich in knapp 2200 Fußnoten. So ist es eine zu honorierende Leistung, aus diesem Material die Person Friederike Louise herauszuschälen und ein Lebensbild daraus zu entwickeln. In seinem individuellen Ansatz scheut sich der Autor nicht, immer wieder Gemälde-Interpretationen sowie architektonische oder numismatische Aspekte in die Biographie einfließen zu lassen. Sein scharfes kunsthistorisches Auge öffnet hier oft den Blick für neue Sichtweisen.

In seiner Sprachwahl wendet sich Störkel gezielt gegen die Gepflogenheiten der in der Geschichtswissenschaft anerkannten historisch-kritischen Methode. Damit bezweckt er einen Kontrapunkt gegen den oft biederen, romantisierenden und kaschierenden Erzählduktus früherer Lokalhistoriker. Doch tut diese saloppe, oft jovial wirkende Sprache der Biographie keinen Gefallen. Sie gefällt sich zu sehr als auktorialer Erzähler, der gerne überzeichnet, unpräzise formuliert und vorschnell Urteile fällt. Statt einen modernen systemischen Ansatz zu wählen, der Friederike Louise in ihren Sozialstrukturen und ihren Handlungsspielräumen multikausal zeigt, gestaltet Störkel das Lebensbild der fränkischen Markgräfin im Stil einer klassischen Biographie mit chronologischer Kapitelführung. Zu oft rückt der Biograph die scheinbar dominierende Männerwelt in den Vordergrund und verliert sich in stereotyp wiederkehrenden Analysen über die vielzitierte Ansbachisch-preußische Konkurrenz: „Der König hielt den armen Ansbachern den rettenden Kredit als Zuckerbrot weiter unter die Nase“ (S. 50). Störkel kolportiert auch gerne Carl Wilhelm Friedrichs Skandalgeschichten und weist wiederholt auf die Stellung seiner langjährigen Lebensgefährtin Elisabeth Wünsch hin.

Friederike Louise und ihre erstaunliche Persönlichkeit blitzen unter den altbekannten Platituden nur am Rande auf. Dem betriebswirtschaftlichen Agieren Friederike Louises schenkt Störkel zwar ein lesenswertes Kapitel, doch sind seine Ausführungen keine wissenschaftliche Analyse ökonomischer Handlungsspielräume einer hochadeligen Frau im 18. Jahrhundert.

Statt die Aspekte von Friederike Louises Mutterrolle, ihres Verhältnisses zur Religion und ihre Interessensfelder multikausal herauszuarbeiten, diskreditiert Störkel seine Protagonistin als „Prinzesschen“ (S. 64), „Gebärmaschine“ (S. 89) und willenloses Opfer adeliger Heiratspolitik. Sie könne keinen Anspruch erheben, eine Schönheit gewesen zu sein (S. 56, Fußnote 309). Auch die Tatsache, dass sich die normal begabte Friederike Louise offen für neue Hobbys zeigte, sich für Naturwissenschaften und Mode interessierte, gute Fertigkeiten im Sticken entwickelte (S. 177) und sich zeitweise im Klavierspiel übte (S. 176), entlocken dem Biographen keine wohlwollenden Worte. Das sei „alles Meilen entfernt von den Leistungen, wie sie ihre Geschwister Wilhelmine, Friedrich oder gar Amalie zustande brachten“ (S. 176). „Ihr Alltag war ereignislos (…), so dass sich die Korrespondenz ansonsten eben meist in Banalitäten erschöpfen musste“ (S. 177). Im Schlusssatz seiner Biographie resümiert Störkel schließlich: „sie wurde von niemandem vermisst“ (S. 319).

Tatsächlich funktionierte die adelige Gesellschaft des 18. Jahrhunderts nach strengen Regeln und konnte Fehlverhalten gnadenlos sanktionieren. Gerade von Frauen wurde in jeder Lebenslage – besonders auch in schwierigen Eheverhältnissen – Contenance erwartet. Dieser Spagat hinterließ bei vielen, wie auch bei Friederike Louise, seelische Schäden, was Störkel erstmals in dieser Klarheit formuliert. Dennoch gelingt es ihm nicht, die Lebenswelt von hochadeligen Frauen im 18. Jahrhundert im Kern zu erfassen. Für diese gab es durchaus Möglichkeiten, ihre Persönlichkeit und ihre Talente zu entwickeln. Gerade die Eheverträge hatten die Aufgabe, der Gattin und späteren Witwe eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit zu sichern. Zudem hatten adelige Töchter die Chance, eine gute Bildung zu erhalten und diese durch Bücher und Korrespondenzen zu erweitern. Natürlich war die Stellung einer adeligen Frau in der Frühen Neuzeit abhängig von der Verheiratung mit einem aussichtsreichen Kandidaten. Zudem war es ihre Pflicht, diesem männliche Erben zu schenken. Doch in solchen Normvorstellungen sind die Frauen erzogen worden und wussten – trotz mancher Klage – daraus ihre eigene Stellung zu definieren. Wenn also die Ansbacher Markgräfin als preußische Prinzessin auf den Titel „Königliche Hoheit“ bestand, dann war das ein Standesbewusstsein, das zwar Neid erzeugen konnte, aber nicht unangemessen war.

Problematisch ist in Störkels Abhandlung sein Umgang mit Primär- und Sekundärquellen. Häufig zieht er länder- und situationsübergreifende Parallelen zu anderen Fürstentümern, Personen oder Ereignissen. Was auf den ersten Blick überzeugend wirkt, entpuppt sich zu oft als willkürlich. Zitate dienen dem Autor zur Begründung seiner Hypothesen, die auch über das Ziel hinausschießen können. So geht Störkel zu weit, wenn er den Tod des vierjährigen Erbprinzen Carl Friedrich August mit „Spekulationen über Giftmord“ (S. 148) bei Thronfolgern in Frankreich und Bayern in Verbindung bringt. Das wird der ängstlichen Fürsorge um den erkrankten Erbprinzen und der daraufhin erfolgten gut gemeinten, aber sicher falschen Medikation von Mutter und Medizinern nicht gerecht.

Angesichts der Fülle der Quellen und Literatur wäre ein differenzierteres Bild der Ansbacher Markgräfin wünschenswert gewesen. Das Ideal einer modernen Biographie, die Friederike Louise in ihr Lebensumfeld einordnet und ein zeitgemäßes Porträt zeichnet, wurde nicht erreicht. Am Ende bleibt die „Gefangene von Unterschwaningen“ in den Fesseln alter Stereotypen gefangen.

Dr. ANDREA SCHÖDL

Arno Störkel: Friederike Louise. Prinzessin in Preußen. Markgräfin von Ansbach (= Gesellschaft für fränkische Geschichte Reihe IX – Darstellungen aus der fränkischen Geschichte – Band 60). Würzburg 2018. 356 Seiten. ISBN 978-3-86652-960-1 – 39 Euro.