Muss ethisch vertretbar sein

Neuer Vorstoß der FDP zur Organspende

Die Organspende ist hilfreich, um Leben zu retten. Aber bei der Frage, wie die Organspende rechtlich geregelt wird, scheiden sich die politischen Geister. Die FDP schlägt jetzt vor, dass jeder Bürger bei der Beantragung eines Personalausweises oder Reisepasses eine Entscheidung zu treffen hat, ob er Organ- oder Gewerbespender sein will.  Der stellvertretende Bezirksvorsitzende Thomas Geilhardt erklärt, ein Zwang zur Organspende sei ethisch unvertretbar.

Auf einer Vorstandssitzung der Kreis-FDP in der Weißenburger Napo-Bar erklärte er, in Deutschland müßten jährlich 12000 Menschen sterben, weil es nicht genügend Organspender gebe. Die Menschen hätten noch immer unnötige Ängste. Die FDP sei gegen die Widerspruchsregelung mit Einspruchsrecht, wie sie neuerdings Gesundheitsminister Jens Spahn favorisiert.  Bisher ist in Deutschland eine Organspende nur dann möglich, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten aktiv einer Organentnahme zustimmt.

Wie Kreisvorsitzender Geilhardt darlegte, hätten sich die Freidemokraten auf Bezirks- und Landesebene für eine Vereinfachung der Datenschutzgrundordnung ausgesprochen, die vor allem kleineren Organisationen nützen soll. Aktuell sei auch die Forderung, die Legislaturperiode des Bundestags von vier auf fünf Jahre zu verlängern und das Amt des Bundeskanzlers auf zwei Amtsperioden zu beschränken. Geilhardt kündigte an, dass die bayerische FDP im nächsten Jahr die ethischen Aspekte der Digitalisierung in den Mittelpunkt der Diskussion rücken will. „Wir wollen uns stärker der Sozial- und Umweltpolitik sowie der Frauen in der Gesellschaft  widmen“, sagte er.

Geilhardt bekräftigte die Forderung der FDP-Landtagsfraktion nach Abschaffung der „Beauftragten“ der Staatsregierung und kritisierte zugleich das Verhalten der Freien Wähler: „Kaum in der Staatsregierung, sind sie auch schon umgefallen.“ Noch im Wahlkampf hätten sie mit einer Klage gedroht, jetzt wollten sie davon nichts mehr wissen.

Die Kreisräte Dr. Axel Peiffer und Sigrid Niesta-Weiser sind in die Kreisvorstandschaft kooptiert worden. Mit Stolz berichtete der stellvertretende Kreisvorsitzende und Gunzenhäuser Stadtrat Werner Falk von der erfolgreichen Teilnahme des „Teams FDP“ am Gunzenhäuser Stadtradeln (2. Platz mit 106 Radlern unter 37 Teams) sowie zweier Mannschaften am Kirchweihschießen der HSG Gunzenhausen (10. und 21. Rang unter 25 Teams). Zufrieden äußerte er sich über die Resonanz des „FalkTalks“, einem Gesprächs- und Begegnungsangebot an die Gunzenhäuser.

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