Im Genussführer Slow Food Deutschland

Jetzt neun Betriebe aus Altmühlfranken bundesweit aktiv

Christian und Nadine Blank aus Ehingen sowie Ines Wieland und Bernhard Heinz aus Muhr am See (im Vordergrund) sind neu im Slow Food-Genussführer Deutschland geführt. Dahinter Wolfgang Schramm (Enderndorf), Gerhard Forster (Güsseldorf), Stefanie Glück (Pappenheim), Bürgermeister Dieter Rampe (Muhr am See), Walburga Gentner (Spielberg)  und Claus Christ (Herrieden). Foto: FR Presse

Altmühlfranken wird als Genussregion in Deutschland immer attraktiver. Neun gastronomische Betriebe aus drei Landkreisen sind im „Slow Food Genussführer 2019/2020“ enthalten.  Neu unter den kulinarischen Top-Adressen sind die Gasthäuser „Zum Löwen“ in Ehingen und „Zum Hirschen“ in Muhr am See.

Bei der Vorstellung des neuen Genussführers, der 548 Gasthäuser aus Deutschland auflistet, bekräftigte Dieter Popp, der Chef der Convivien Altmühlfranken: „Es geht um authentische Regionalität. Wir sind somit der Gegensatz zu den Gourmetführern, die ihre Sterne nach anderen Kriterien verteilen.“ So einfach ist die Aufnahme in die weltweit agierende Slow Food-Bewegung nicht: Zwölf Kunden (und nicht professionelle Tester) müssen den aufzunehmenden Betrieb zweimal besuchen  für ihn sozusagen die Hand ins Feuer legen. Das Restaurant „Zur Sonne“ in Pappenheim, der Gasthof Gentner in Spielberg, die „Linde“ in Stern, der „Siebenkäs“ in Pleinfeld, die „Sonne“ in Herrieden, „Forsters Einkehr“ in Spalt-Güsseldorf und der „Schäferhof“ in Spalt-Enderndorf haben das Qualitätssiegel mit der grünen Schnecke schon früher erhalten, nun sind Bernhard Heinz und Ines Wieland, die Betreiber der Gastwirtschaft „Zum Hirschen“ in Neuenmuhr sowie Christian und Nadine Blank vom Gasthaus „Zum Löwen“ in Ehingen  dazu gekommen.

Dieter Popp, der frühere Regionalmanager des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen, ist begeistert, wie sich Altmühlfranken kulinarisch entwickelt: „Die Gasthöfe und ihrer regionalen Zulieferer transportieren ein gutes Stück Heimatkunde.“ Die Slow Food-Betriebe können sich auf ihrer Anerkennung nicht ausruhen, sondern müssen alle zwei Jahre aufs Neue unter Beweis stellen, dass für sie der Slogan „Gut, sauber und fair“ gilt.  Popp zum Selbstverständnis der Betriebe: „Unser Prinzipien sind: Regional vor international, handwerklich vor extravagant, bezahlbar vor hochpreisig.“

Wer mit frischen und saisonalen Lebensmitteln der Region kocht und auf lieblose Fertigprodukte verzichtet, wer gutes Handwerk praktiziert und geschmackvoll würzt statt Geschmacksverstärker und andere Aroma-Booster einsetze, wer ein einladendes Ambiente und vorzüglichen Servicebietet, der ist bei Slow Food genau richtig. Die Bewegung gibt es weltweit in 160 Ländern, in Deutschland engagieren sich 15000 Mitglieder in 80 Convivien (Gruppen ). Dieter Popp, der Regionalberater aus Haundorf, leitet die 2012 gegründete Gruppe Altmühlfranken. Er rühmt das solide Fundament für seine Arbeit: „Wir haben mit 36 die höchste Zahl selbst schlachtender Metzger aller bayerischen Landkreise, eine Vielzahl von Mühlen und noch selbst backende Bäcker sowie fünfzehn handwerkliche Brauereien.“

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