Das Ende von Vorstand Nawratil

Der Verwaltungsrat hat die Konsequenzen gezogen

Der Verwaltungsrat der Bezirkskliniken Mittelfranken unter Vorsitz von Bezirkstagspräsident Richard Bartsch hat heute in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen, die Voraussetzungen zu schaffen, das Dienstvertragsverhältnis mit Herrn Helmut Nawratil zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu beenden. Gleichzeitig wurde Nawratil mit sofortiger Wirkung als Vorstand der Bezirkskliniken Mittelfranken von seinen Rechten und Pflichten vorläufig freigestellt. Das Vorgehen steht im Zusammenhang mit Erkenntnissen aus der Sonderprüfung der Bezirkskliniken, die der Verwaltungsrat im Mai dieses Jahres beauftragt hatte.

Die Ergebnisse wurden Montag letzter Woche im Verwaltungsrat und im mittelfränkischen Bezirkstag vorgestellt und heute (25. September) nochmals intensiv beraten. Die Staatsanwaltschaft am Landgericht Nürnberg-Fürth hat zwischenzeitlich Vorermittlungen eingeleitet und den Sonderprüfbericht angefordert. Helmut Nawratil war seit Mai 2013 Vorstand des Kommunalunternehmens Bezirkskliniken Mittelfranken mit Sitz in Ansbach. Die Bezirkskliniken Mittelfranken werden bis auf weiteres von den stellvertretenden Vorständen Dr. Matthias Keilen und Kai Schadow geleitet. Die weiteren Fraktionsanträge zur heutigen Verwaltungsratssitzung über Konsequenzen aus der Sonderprüfung und möglichen Umstrukturierungen im Kommunalunternehmen werden in der nächsten Verwaltungsratssitzung am 05. Oktober behandelt.
Das Kommunalunternehmen hat in 2017 bei einem Jahresumsatz von 192 Mio. Euro einen Gewinn von 8,2 Mio. Euro ausgewiesen. Mit 1700 Betten sowie 18.000 stationären und 35.000 ambulanten Patientinnen und Patienten sind die Bezirkskliniken Mittelfranken eines der größten Klinikunternehmen der Region.

One Thought on “Das Ende von Vorstand Nawratil

  1. Hannfried Reinhardt on 1. Oktober 2018 at 9:10 said:

    Hier hat sich niemand mit Ruhm bekleckert. Ein Verwaltungsrat der sich wegduckt hat,ein Bezirkstagspräsident der uneinsichtigt, vielleicht zum eigenen Vorteil, dem Verwalter (noch)
    die Stange hielt bis es nicht mehr ging und die Bezirkspolitiker, gleich welcher Coleur, die dem Ganzen solange zugesehen haben ohne rechtzeitig die Notbremse zu ziehen.

    Wozu braucht es dann noch einen VerwaltungsRAT wenn er keinen Einfluss auf Fehlentwicklungen hat.

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