Erste Erfahrungen im Berufsleben

Elena Beyreuther war Bufdi in der Bücherei

Bei ihrem Kindergartenprojekt hatte Elena Beyreuther, die BFD-Mitarbeiterin der Stadt- und Schulbücherei, auch ein Buchpaket für die Kindergartenkinder im Gepäck. Foto: Babett Guthmann/Stadt Gunzenhausen

Elena Beyreuther hat in der Stadt- und Schulbücherei ein Jahr lang ihren Bundesfreiwilligendienst absolviert. Jetzt heißt es für das Büchereiteam und die Leserinnen und Leser Abschied nehmen von einer sehr engagierten Mitarbeiterin. In einem kleinen Interview mit Babett Guthmann geht es um die Fragen: Wie war‘s? Was war wichtig? Und: Hat’s was gebracht?

Nach dem Abitur ein Jahr in der Arbeitswelt – wie schwer ist Ihnen der Wechsel von der Schulbank in die Arbeitswelt gefallen?

Elena Beyreuther: Es war auf jeden Fall ein Unterschied, gerade was die Arbeitszeit betrifft. In der Schule ist es eine vermeintliche Weltkatastrophe, wenn man einmal die Woche Nachmittagsunterricht hat und später nach Hause kommt. Im Beruf kommt man an jedem Tag später nach Hause.

Was waren denn so Ihre Aufgaben in der Bücherei?

Elena Beyreuther: Vormittags habe ich die zurückgegebenen Kindermedien eingeräumt, während der Öffnungszeiten habe ich häufig an der Ausleihtheke gearbeitet. Weitere Aufgaben waren die Zusammenstellung von Buchausstellungen, Tätigkeiten in der Buch-Einarbeitung, die  Mitarbeit bei den Vorbereitungen für Veranstaltungen und vieles mehr.

Im Laufe des Jahres habe ich drei eigenständige Projekte durchgeführt: ein Projekt in den Seniorenheimen mit Biografiearbeit und Erzählimpulsen, ein umfangreiches Kindergartenprojekt mit 33  Kindergruppen und eine Gaming-Aktion für Jugendliche.

 Haben Sie diese Projekte ganz alleine auf die Beine gestellt oder gab es Unterstützung?

Elena Beyreuther: Es gab Vorgespräche mit Büchereileiterin Carolin Bayer und dem Büchereiteam darüber, was bei den Projekten vermittelt werden sollte. Dann natürlich auch Unterstützung bei der Buchauswahl für das Kindergartenprojekt, wo ich dann das Bilderbuch „Briefträger Maus“ als Erzählreise umgesetzt habe.

Schätzen Sie doch mal, wie viele Menschen haben Sie während Ihres BFD-Jahres in der Bücherei kennengelernt?

Elena Beyreuther seufzt: Ich bin so schlecht im Schätzen. Also, es gibt schon mal rund 4000 aktive Leserinnen und Leser, dazu die Senioren und Kinder bei meinen Projekten, Autoren, das Büchereiteam, die Hausmeister, die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, also unzählbar viele Leute!

Und zum Schluss ein kritischer Rückblick: Hat Ihnen das Jahr in der Bücherei etwas gebracht oder hätten Sie besser früher mit dem Studium anfangen sollen?

Elena Beyreuther: Es hat bestimmt etwas gebracht: Arbeiten ist ganz anders als Schule, man hat einfach mehr Verantwortung: Man ist komplett eingeplant für den Tag und wenn man mal nicht da ist, müssen andere deinen Part übernehmen. Bei der Umsetzung meiner Projekte musste ich viel mit Kindergartenleiterinnen und Beschäftigungstherapeutinnen in den  Seniorenheimen telefonieren, mein Projekt vorstellen und Termine verbindlich vereinbaren. – Das kann ich jetzt.

Können Sie eine Begebenheit erzählen, an die Sie sich besonders gern erinnern?

Elena Beyreuther: Es gab schon wirklich süße Momente. Als ich im Kindergarten war, haben mich die Kleinen gleich angesprochen: „Du bist doch aus der Bücherei! Wir kennen dich!“ Es ist schon nach einem knappen Jahr so, dass man da dazugehört.

 

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