Monthly Archives: August 2018

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Grunderwerbssteuer abschaffen!

Hessel: Trendwende zur Eigentümernation einleiten

Deutschland ist innerhalb der EU das Schlusslicht bei der Wohneigentumsquote. Die hohen Erwerbsnebenkosten, zu denen auch die Grunderwerbsteuer gehört, erschweren den Erwerb von Wohneigentum. Deshalb fordert die FDP-Bundestagsfraktion die Einführung eines Freibetrags bei der Grunderwerbsteuer. In Bayern soll die Grunderwerbsteuer für die erste, selbstgenutzte Immobilie abgeschafft werden.

„Es kann nicht sein, dass das Aufkommen aus der Grunderwerbsteuer seit 2005 um mehr als das 2,5-fache ansteigt, aber die Wohneigentumsquote besonders bei jungen Familien sinkt“, moniert die zuständige Berichterstatterin der FDP-Bundestagsfraktion, Katja Hessel. Angesichts niedriger Zinsen müsse es eigentlich leichter fallen, Eigentum zu bilden. Aber besonders die von einigen Bundesländern in wenigen Jahren fast verdoppelte Grunderwerbsteuer sei eine große Belastung zur Finanzierung des Eigenheims, argumentiert die FDP-Steuerexpertin. Denn die Grunderwerbsteuer müsse aus dem Eigenkapital bezahlt werden und sei sofort zur Zahlung fällig. „Deshalb wollen wir einen Freibetrag von bis zu 500.000 Euro bei der Grunderwerbsteuer einführen, damit der Traum von den eigenen vier Wänden kein Traum bleibt.“ Der Freibetrag solle als Lebensfreibetrag ausgestaltet werden, damit die Menschen selbst bestimmen können, ob sie ihn auf einmal oder nach und nach verbrauchen wollen – je nach individueller Lebensplanung. Dem Baukindergeld erteilt die Nürnberger Bundestagsabgeordnete eine Absage: „Das ist eher eine Art Familienförderung, aber kein geeignetes Instrument um Wohneigentum zu fördern.“

Christuskirche öffnen ihre Pforten

Die Geheimnisse mittelalterlicher Schnitzkunst

Die beiden Restauratoren Anja Maisel und Ingo Trüper informieren am Tag des offenen Denkmals über ihre Arbeit.

Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz am zweiten Sonntag im September den „Tag des offenen Denkmals“ bundesweit. Vor allem aber setzt sie sich für die Rettung und Bewahrung unseres kulturellen Erbes ein.

Auch die Sanierung der Kalbensteinberger Rieter-Kirche wird von der Stiftung großzügig unterstützt, sie ist damit nach der Ev.-Luth. Landeskirche mit 100.000 Euro der größte Geldgeber. Nicht zuletzt dies war eine Verpflichtung für die Kalbensteinberger Kirchengemeinde, sich am „Tag des offenen Denkmals“ zu beteiligen, die Pforten der Rieter-Kirche zu öffnen und einen etwas tieferen Blick in die Geschichte ihres Gotteshauses zu bieten.

Die beiden Restauratoren Ingo Trüper und Anja Maisel sind um 12 und um 15.30 Uhr jeweils mit Vorträgen zum Thema “ mittelalterliche Schnitz- und Malkunst am Beispiel eines Altars in der Rieter-Kirche“ zu Gast. Die Nürnberger Experten referieren und beantworten Fragen zu diesem Thema, gerne auch in einem lebhaften Diskurs.

Um 14 Uhr findet eine Sonderführung durch Spalatin-Biograf Martin Burkert mit dem Thema “Die leidige Konfessionsgeschichte – evangelisch / katholisch – sichtbar gemacht in der Kalbensteinberger Kirche” statt. Die Kirche ist anschließend bis 18 Uhr geöffnet. Die anwesenden Kirchenführer und  Restauratoren sind gerne bereit,  Fragen zu beantworten.

Absberger Christuskirche geöffnet

Auch die Absberger Christuskirche öffnet um 18 Uhr ihre Pforten zu einer Führung, zu der Altbürgermeister Fritz Walter einlädt. Die durch die Herren von Absberg 1598 erbaute evangelische Pfarrkirche diente auch als deren Grablege, wie schmuckvolle Epitaphien bezeugen. Besonders hervorzuheben ist das Epitaph des Ritter Hans Christoph von Absberg von 1562. Mit Hans Veit ist das Absberger Geschlecht 1647 ausgestorben, wie das gestürzte Familienwappen zeigt. Der Hochaltar stammt aus der Spätrenaissance.

THOMAS MÜLLER

„Der Letzte“: Werner Falk

FDP-Listenbewerber für den Bezirkstag Mittelfranken

Es geht darum, Altmühlfranken im neuen Bezirkstag kraftvoll zu vertreten. Deshalb habe ich mich entschlossen, für das Bezirksparlament zu kandidieren. Das Gesamtstimmenergebnis (also Erst- und Zweitstimmen zusammen) entscheidet, wieviele Bewerber für die Freidemokraten in das Bezirkshaus in der Danziger Straße in Ansbach einziehen werden. Deshalb kommt es auf jede Stimme an, jede Stimme zählt und keine ist verloren.

Ich kandidiere  auf eigenen Wunsch auf dem letzten Platz der FDP (Liste 5), also auf dem 24. Rang. Hier meine persönliche und politische Vorstellung:

Zu meiner Vita

Geboren am 2. Januar 1950 in Haundorf als drittes Kind der Eheleute Konrad und Frieda Falk. Der Vater war selbständiger Schuhmachermeister. Mit der Mutter bewirtschaftete er eine kleine Landwirtschaft. Am 13. August 1976 verehelichte ich mich mit Sibylle Rührschneck aus Gunzenhausen. Die Kinder Felix, Mareike und Julius sind 1979, 1981 und 1987 geboren.

Zur beruflichen Entwicklung

Am 1. August 1964 begann ich eine Schriftsetzer-Lehre in der Buchdruckerei E. Riedel/Verlag Altmühl-Bote in Gunzenhausen. Nach Abschluss der Ausbildung und Verwendung als Metteur folgte ich dem Angebot der Verlagsleitung, eine journalistische Ausbildung zu machen, um in die Redaktion des Altmühl-Botens einzutreten. Dies erfolgte von 1969-71. Nach Absolvierung meiner Wehrzeit (Sanitätsausbildung) kehrte ich in die Redaktion zurück. Zu meinem Aufgabenfeld gehörte schon bald die Berichterstattung aus dem Stadtrat in Gunzenhausen und dem Kreistag. Die Leitung der Redaktion wurde mir von Verleger Bruno Schnell, dem Herausgeber der Nürnberger Nachrichten, im Juli 1986 übertragen. In dieser Funktion war ich bis zum Herbst 2013. Aus der Redaktion schied ich zum 1. September 2014 aus, um mit 64 Jahren  in Rente zu gehen.

Ich stehe treu zum liberalen Markenkern

1967 bin ich Mitglied der Deutschen Jungdemokraten geworden und habe die damals ruhende Arbeitsgemeinschaft der DJD aktiviert und über einige Jahre geführt. Der FDP bin ich ebenfalls 1967 beigetreten.  13 Jahre gehörte ich der Kreisvorstandschaft als Schriftführer an. Mit 22 Jahren kandidierte ich für den neu gebildeten Kreistag Weißenburg-Gunzenhausen. Die  aktive parteipolitische Arbeit ließ ich angesichts meiner journalistischen Tätigkeit und Verantwortung bis zur Wahl in den Stadtrat im Frühjahr 2014 ruhen. 2014 habe ich für den Stadtrat kandidiert. Seither bin ich der einzige FDP-Stadtrat im Gunzenhäuser Kommunalparlament.

Zum gesellschaftlichen Engagement

Mein Interesse gilt von jeher der Geschichte. 1978 schloss ich mich dem Verein für Heimatkunde Gunzenhausen an, in dem ich in den folgenden 32 Jahren als Schriftführer und Kassier tätig war.  Seit 2012 bin ich Vorsitzender des Vereins (305 Mitglieder). Ich gehöre seit 40 Jahren dem Historischen Verein für Mittelfranken an (heute Beiratsmitglied), ferner ebenso lange dem Landesverein für Heimatpflege in Bayern sowie dem Frankenbund (Gruppe Ansbach) und der Fränkischen Arbeitsgemeinschaft (FAG) an.

Meine politischen Vorstellungen

Ich sehe mich als einen leidenschaftlichen Franken, patriotischen Deutschen und bewussten Europäer.  Die FDP ist für mich die politische Heimat von Menschen, die sich für eine tolerante Gesellschaft einsetzen.   Ich sehe die Partei  auch als Plattform für das Engagement von Menschen, die sich nicht parteipolitisch binden möchten.  Sie alle lade ich zum Dialog ein. Diesem Zweck dient auch mein „FalkTalk“ (ein alle zwei Monate stattfindendes Wirtshausgespräch an wechselnden Orten) und mein Onlinedienst „falk-report.de“, den ich auch als Informationsangebot für die Öffentlichkeit verstehe.

Als Listenbewerber für den Bezirkstag Mittelfranken kämpfe ich dafür, dass die Identität Frankens in all ihren Facetten gestärkt wird. Ganz konkret: Ich möchte, dass alle Einrichtungen des Bezirks Mittelfranken mit der Bezirksfahne geschmückt werden. Ich habe die Entwicklung des Fränkischen Seenlands vom ersten Tag an beruflich begleitet und möchte mich heute dafür einsetzen, dass der Bezirk die drei Seenzweckverbände nach Kräften unterstützt. Ebenso wichtig ist mir der weitere Ausbau des landwirtschaftlichen Bildungszentrums in Triesdorf und das Bekenntnis des Bezirks zur Darstellung jüdischer Kultur in Franken.

WERNER FALK

Zuschuss für alte Handarbeitskunst

Klöppelschule erhält vom Bezirk  4500 Euro

Die Klöppelschule Abenberg erhält auch in diesem Jahr vom Bezirk Mittelfranken einen Zuschuss. Auf Empfehlung des Kulturausschusses des Bezirkstags bekommt die Einrichtung, deren Träger der Landkreis Roth und die Stadt Abenberg sind, aus den zur Förderung kultureller Maßnahmen im Bezirkshaushalt bereitgestellten Mitteln 4500 Euro. Das Klöppeln kann in Abenberg auf eine über 300-jährige Tradition zurückblicken. Bis zum Beginn der maschinellen Fertigung diente das Spitzenklöppeln ausschließlich dem Broterwerb. Besonders die Metallspitze machte Abenberg zur „Spitzenstadt“. Seit einigen Jahrzehnten erfährt das Spitzenklöppeln als handwerkliche Kunst und anspruchsvolles Hobby eine Renaissance. Die Klöppelschule Abenberg wurde im Jahr 1913 gegründet, der Bezirk Mittelfranken fördert die Einrichtung seit 1952 mit bisher rund 100.000 Euro.

Hexenverfolgung im Bistum

Symposium am 12./13. Oktober in Eichstätt

Der Eichstätter Diözesangeschichtsverein und sein Vorsitzender Prof. Dr. Erwin Naab haben zu einem Symposium „Hexenverfolgung im Bistum Eichstätt“ eingeladen. Die Präsenz der Experten ist hochrangig. Schon allein deshalb dürfte die Tagung großen Zuspruch erfahren

Nach der Begrüßung durch Dr. Klaus Littger spricht Bischof Dr. Gregor Maria Hanke ein Grußwort. Danach geht es an die Themenblöcke:

Hexenverfolgung im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation – ein Überblick von  Prof. Dr. Wolfgang Behringer, Saarbrücken

Manipulation und Quellenkritik – Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn als Hexenjäger von Dr. Robert Meier, Würzburg

Pause

Theologisches und juristisches Gutachten der Universität Ingolstadt von Prof. Dr. Erich Naab, Eichstätt

Theologisches und juristisches Gutachten des Nürnberger Rats von Stadtarchivar Reiner Kammerl, Weißenburg

Diskussion

Hexenverfolgung in der Kultur und Sozialgeschichte von Prof. Dr. Johannes Dillinger, Oxford

(Raiffeisensaal, Leuchtenberggasse ) in  Eichstätt

Hexenverfolgung im Hochstift Eichstätt von Klaus Kreitmeir, Eichstätt

Hexenverfolgung in Ingolstadt resp. im Herzogtum Bayern von Edmund Hausfelder, Ingolstadt

Hexenverfolgung in der Markgrafschaft Ansbach von Traudl Kleefeld, Erlangen

Pause

Hexenverfolgung im Deutschordensgebiet Ellingen von  Hermann Seis, Weißenburg

Hexenverfolgung in den katholischen und lutherischen Territorien der Grafschaft Oettingen von Dr. Alexandra Haas, Stuttgart

Diskussion

Ende der Tagung

 

­Zur Thematik des Symposiums:

Hexenverfolgungen hat es in Europa zu verschiedenen Zeiten und vielen Orten vom ausgehenden Mittelalter bis in die frühe Neuzeit gegeben. Sie konnten unfassbare Ausmaße annehmen. Mit schweren Folterungen sind Geständnisse erzielt und die so Geständigen oft bei lebendigem Leib verbrannt worden. Ursachen und Zusammenhänge werden in der Forschung heute neu diskutiert.

Für Gesamteuropa rechnet man zwischen  1400 und 1800 mit etwa 60000 Hinrichtungen; die Zahl der Angeklagten, die in Gefangenschaft und bei Folterungen verstorben sind, ist unbekannt. Vor allem Frauen, aber auch Männer und sogar Kinder sind als Hexen verurteilt worden, etwa die Hälfte davon in Territorien des Alten Reiches und unmittelbar angrenzenden Gebieten. Zu den Zentren der Verfolgung gehörten die drei fränkischen Hochstifte Würzburg, Bamberg und Eichstätt, die Fürstpropstei Ellwangen und die Deutschordenskommende Franken mit Sitz in Ellingen. Anfang des 17. Jahrhunderts kam es zu Verfolgungs und Hinrichtungsexzessen, die erst mitten im Dreißigjährigen Krieg vor allem durch das Einschreiten des Reichshofrats gestoppt wurden. Allein im Hochstift Eichstätt sind von 1585 bis 1723 etwa 230 Personen hingerichtet worden, die meisten in der Regierungszeit von Fürstbischof Johann Christoph von Westerstetten.

Lange Zeit galten katholisch e Herrschaftsgebiete­ als besonders anfällig für den Hexenwahn. Inzwischen ergeben zahlreiche quellenkritische Forschungen über einzelne Territorien jedoch ein wesentlich differenzierteres Bild. Beispielhaft lässt sich das an den unterschiedlich großen und kleinen konfessionsverschiedenen Territorien zeigen, die ganz oder teilweise im Bistum Eichstätt lagen. Einige von ihnen werden auf der Tagung näher ins Auge gefasst: neben dem Hochstift Eichstätt das katholische Herzogtum Bayern, die Deutschordenskommende Ellingen, die lutherische Markgrafschaft Ansbach, die Reichsstadt Weißenburg und die beiden Grafschaften Oettingen, deren eine katholisch und deren andere lutherisch war. Es wird deutlich, dass religiöse, politische, soziale, aber auch klimatische und andere Faktoren sich ganz unterschiedlich auswirkten. Auch zeitgenössische, meist an Universitäten erstellte theologische und juristische Gutachten zur Hexenfrage kamen, selbst innerhalb derselben Konfession, zu divergierenden Resultaten und forderten entsprechende Konsequenzen. Als Beispiele werden die Gutachten der (katholischen) Universität Ingolstadt und des (lutherischen) Nürnberger Rates vorgestellt.

Anmeldungen sind  bis 6. Oktober zu richten an: Eichstätter Diözesangeschichtsverein, Luitpoldstraße 2, 85072 Eichstätt (zugleich Anschrift der Tagungsstätte Marquardus-Saal).

Acht neue T-ENE-Plätze

Bezirksausschuss  erkennt den Bedarf an

Die Regens-Wagner-Stiftungen planen ihre Einrichtung für die Tagesstruktur für Erwachsene nach dem Erwerbsleben (T-ENE) in Absberg und Gunzenhausen um acht auf 56 Plätze zu erweitern. Den entsprechenden Bedarf hat der Bezirksausschuss des mittelfränkischen Bezirkstags per Beschluss anerkannt.

Mit der Erweiterung einhergehend sind Ersatz- beziehungsweise Erweiterungsbauten geplant, da die T-ENE bislang überwiegend in provisorischen Räumen untergebracht ist. Eine Schätzung der Investitionskosten liegt noch nicht vor. Der Beitrag des Bezirks Mittelfranken für die laufenden Jahreskosten der Einrichtung erhöht sich durch die Aufstockung um acht Plätze um knapp 110.000 Euro. Der jährliche Aufwand pro T-ENE-Platz liegt für den Bezirk Mittelfranken bei rund 13.700 Euro.

Dieses Angebot dient den Menschen mit Behinderung im Alter, insbesondere nach dem Ausscheiden aus der Werkstatt für Menschen mit Behinderung, zur Tagesstrukturierung.

Bezirkstagspräsident Bartsch in Anglet

Politische Gespräche in  französischer Partnerstadt

50 Jahre Partnerschaft zwischen Ansbach und Anglet: Bezirkstagspräsident Richard Bartsch und Bezirksrat Wolfgang Hofmann, Beauftragter des Bezirkstags für die Regionalpartnerschaften mit der Region Nouvelle-Aquitaine und den drei Départements Haute-Vienne, Creuse und Corréze, nehmen die Jubiläumsfeierlichkeiten in Ansbachs französischer Partnerstadt zum Anlass, um vom 7. bis 9. September zu politischen Gesprächen nach Anglet zu reisen.

Bartsch nimmt damit eine Gegeneinladung wahr, nachdem er Anfang Juli eine Gruppe aus Anglet im Bezirksrathaus empfangen hatte. Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Kommunalpartnerschaft hatte eine von Oberbürgermeister Claude Olive angeführte Gruppe aus Anglet die Rezatstadt besucht, nun unternimmt eine Ansbacher Delegation mit Bürgermeister Thomas Deffner an der Spitze den Gegenbesuch.

Eine Reisegruppe vom Club der Freunde von Anglet und Ansbacher Bürgerinnen und Bürgern trifft bereits am 2. September in Anglet ein. Höhepunkte der Reise sind die feierliche Erneuerung des Partnerschaftsvertrages am Samstag, 7. September im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung des Stadtrates von Anglet, am Sonntag, 9. September steigt die große Partnerschaftsfeier mit offiziellen Ansprachen.

Bezirkstagspräsident Richard Bartsch lobt die Städtepartnerschaft zwischen Ansbach und Anglet als sehr lebendig, wozu auch die vielen gemeinsamen Projekte und Kontakte in den Bereichen Bildung, Kultur, Sport und Jugend beitragen würden.

Naturschutz braucht Fläche

Landesbund  ist von Söder „bitter enttäuscht“

Bayern hat zwei Nationalparks: den in Berchtesgaden und den im Bayerischen Wald. Pläne, einen dritten im Steigerwald, dem Spessart, der Rhön oder an den Auen von Donau und Isar zu etablieren, konnten nicht durchgesetzt werden und wurden von der Staatsregierung folglich fallen gelassen.

Der Vorsitzende des Landesbunds für Vogelschutz, Dr. Norbert Schäffer,  äußert in der neuen Ausgabe des Mitgliedermagazins „Vogelschutz“ seine „bittere Enttäuschung“ über die Söder-Regierungserklärung mit dem anspruchsvollen Titel „Das Beste für Bayern“. Die Aufstockung des Vertragsnaturschutzes und die naturschutzfachliche Aufwertung der bestehenden Naturparks könnten ein neues und nutzungsfreies Großschutzgebiet nicht ersetzen.  Wörtlich schreibt er: „Wir brauchen  diese Flächen als wichtigen Baustein beim Schutz unserer biologischen Vielfalt. Aber auch als Referenzflächen, um herauszufinden, wie sich Lebensräume verändern, wenn der Mensch nicht eingreift, nicht nutzt, nicht steuert, sondern nur beobachtet, dokumentiert und staunt.“

Dr. Schäffer beklagt, dass es offenbar nur  darum geht, bestehende Naturschutzgebiete mit einem neuen Label u versehen. Für zwingend notwendig hält er es, die Unteren und Höheren Naturschutzbehörden personell aufzustocken, denn sie leisteten einen unschätzbar hohen Beitrag zum Schutz unserer Natur. „Darüber würde ich mich wirklich freuen“, sagt der Landesvorsitzende des LBV.

Gredinger Trachtenmarkt lockt

Mehr als 90 Aussteller haben sich angemeldet

Kleidung aus verschiedenen Jahrhunderten ist in Greding zu bestaunen.

Im Zeichen einer „Gewandreise durch die Zeiten“ steht der 25. Gredinger Trachtenmarkt, der am 1. und 2. September stattfindet. Hierzu werden Gäste aus Bosnien und Herzegowina erwartet. Die gemeinsame Veranstaltung der Stadt Greding, des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege und des Bezirks Mittelfranken geht an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr über die Bühne. Mehr als 90 Aussteller aus ganz Deutschland und einigen Nachbarstaaten werden auch in diesem Jahr die Besucher für die Vielfalt der Trachtenwelt begeistern. Einen Beitrag dazu leistet auch der Kulturverband Stecak aus Bosnien und Herzegowina. Dieser verfolgt das Ziel, das kulturelle Erbe der unterschiedlichen Völker dieses Staates zu bewahren und zu vermitteln. Offiziell eröffnet wird der Markt am Samstag, 1. September, um 11 Uhr auf dem Podium vor dem Rathaus – verbunden mit der Präsentation der Trachten aus Bosnien und Herzegowina.

Grußworte an die Gäste richten werden zum Auftakt Gredings Bürgermeister Manfred Preischl, Mittelfrankens Bezirkstagspräsident Richard Bartsch, Johann Böhm als Vorsitzender des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege sowie Ruzmira Tihic Kadric, Generalkonsulin von Bosnien und Herzegowina.

Eine tragende Rolle im doppelten Wortsinn wird beim Gredinger Markt auch die Trachtenforschungs- und -beratungsstelle des Bezirks Mittelfranken spielen. Sie präsentiert Kleidung aus verschiedenen Jahrhunderten vom Mittelalter bis zur Gegenwart und zeigt die Einflüsse der Epochen auf die Tracht auf. Bei dieser textilen Zeitreise begegnen sich auf dem Podium vor dem Rathaus neben einfachen Mägden aus der Zeit Albrecht Dürers auch Persönlichkeiten aus der Geschichte, wie zum Beispiel der fränkische Ritter Wolfram von Eschenbach. Auf dem Marktplatz finden an beiden Tagen zwei Modenschauen statt: jeweils ab 12.45 Uhr mit Kleidung aus dem Mittelalter bis in die frühe Neuzeit, ab 15.45 Uhr geht es dann um das 18. bis 21. Jahrhundert. Moderiert werden die Vorführungen von der Leiterin der Trachtenforschungs- und -beratungsstelle, Katrin Weber.

Der Gredinger Trachtenmarkt hat sich in den 25 Jahren seines Bestehens zur deutschlandweit wohl wichtigsten und renommiertesten Fachveranstaltung dieser Art entwickelt, welche Jahr für Jahr rund 10.000 Besucher aus dem In- und Ausland anzieht. Zum 25-jährigen Bestehen des Marktes haben sich die Veranstalter noch weitere Besonderheiten einfallen lassen. So gibt es bei einer Tombola verschiedenste Preise zu gewinnen. Ein Gratislos erhält jeder Besucher mit seinem Eintrittsclip. Eine Fotoschau im Museum weckt zudem Erinnerungen an vergangene Märkte. Der Eintritt zum Trachtenmarkt kostet drei Euro, Besucher unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Weitere Informationen zum Markt gibt es auf der Internetseite www.heimat-bayern.de des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege und auf der Homepage der Stadt Greding (www.greding.de) unter der Rubrik Veranstaltungen.

Das Buch zum Weinland Franken

Neuerscheinung im ars-vivendi-Verlag

Die Autoren Stefan Bausewein und Julia Schuller. Foto: Bausewein

Hinter jeder Flasche Wein stecken ein langer Weg – und Menschen, die mit Leidenschaft und Können ein jahrhundertealtes Handwerk bewahren und weiterentwickeln.
Stefan Bausewein und Julia Schuller haben der traditionsreichen und lebendigen Szene des fränkischen Weinbaus ein umfassendes Porträt gewidmet, das sich mit ihren Besonderheiten, aber auch ihren Ecken und Kanten beschäftigt.
Ein Jahr lang haben sie dafür über 25 fränkische Weingüter besucht und persönliche Gespräche mit Winzerinnen und Winzern aller Generationen geführt und aufgezeichnet. Sie erklären zudem anschaulich und anhand beeindruckender Aufnahmen die verschiedenen Arbeitsschritte vom Rebschnitt über die Traubenentwicklung bis hin zur Weinlese.
Hier erfahren Sie alles über den fränkischen Wein – und
seine Macher.
• Lernen Sie das Who-is-Who, aber auch die Jungwinzer und Querdenker der Szene kennen
• Über 200 Fotografien, die Handwerk und Persönlichkeiten unverblümt und authentisch zeigen
• Mit Weingütern in Auernhofen, Bergtheim, Bürgstadt, Castell, Escherndorf, Frickenhausen, Hüttenheim, Iphofen, Ramsthal, Randersacker, Retzbach, Retzstadt, Rimpar, Sommerach, Sulzfeld, Volkach und Würzburg.

Die Autoren: Stefan Bausewein ist in Würzburg als Fotograf, Julia
Schuller als Konzeptionerin und Designerin tätig. Die beiden zwicken
zusammen gerne das ein oder andere »Achtele« und wissen ein
gutes Glas Wein zu schätzen – darüber hinaus lieben sie es, komplexe Arbeitsprozesse verständlich zu machen und so zu gestalten, dass sie einfach Spaß machen. Für dieses Buch haben sie die fränkischen Winzer über ein Jahrlang begleitet und dabei unzählige Kilometer zurückgelegt.
Stefan Bausewein • Julia Schuller: „Die Weinmacher – Ein Jahr mit den fränkischen Winzern“, Text- und Bildband, Hardcover, 216 Seiten, 35 Euro, ISBN 978-3-86913-992-0, Verlag ars-vivendi Cadolzburg.