Monthly Archives: Juni 2018

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Toni Hofreiter kommt als Autor

Lesung im Hotel „Krone“ am 21. Juni

In der Politik hat sich der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Toni Hochreiter, längst einen Namen gemacht. Jetzt tritt Dr. Anton Hochreiter auch als Autor in Erscheinung. am Donnerstag, 21. Juni, um 19 Uhr liest er auf einer Veranstaltung der Grünen im Hotel „Krone“ aus seinem 2016 erschienenen Buch „Fleischfabrik Deutschland“.

Der gelernte Biologe will aufzeigen, welche realistischen Stellschrauben anzuziehen sind, um den Tierschutz und die Wasserqualität zu verbessern, die Artenvielfalt zu erhalten und gutes Essen für alle zu produzieren.

Der Biotrend kann die industrielle Massentierhaltung nicht stoppen. Hofreiter kritisiert, dass Deutschland in diesem System als einer der größten Fleischproduzenten Europas (drittgrößter der Welt hinter China und den USA) eine skandalöse Schlüsselposition einnimmt.  Überschüssige Fleischprodukte würden so billig nach Westafraka exportiert, dass die dortigen Landwirte daran verzweifelten und letztlich als Wirtschaftsflüchtlinge nach Europa drängten.

Dem Grünen-Politiker liegt auch das Tierwohl und die Artenvielfalt am Herzen. In den letzten 20 Jahren sei die Zahl der Masttierhaltungen zwar um 90 Prozent zurück gegangen, aber die Zahl der geschlachteten Tiere sei um 50 Prozent gestiegen. Hofreiter kritisiert auch den starken Eisnatz von Antibiotika und automatisierter Fütterungen. Bauern und Verbraucher seien „Getriebene eines falsch aufgestellten Systems“.

„Mein Herz schlägt für Cronheim“

Oktoberfest-Wirt Günter Steinberg war Schirmherr

Die FFW Cronheim beging ihr 125-jähriges Bestehen mit einem viertägigen Programm unter der Schirmherrschaft von Günter Steinberg. Der ehemalige Chef des Münchner Hofbräukellers  am Wiener Platz und Oktoberfest-Wirt (Zelt der Hofbräu) und seine Frau Margot feierten kräftig mit. Sie sind der Ortschaft seit vielen Jahren verbunden, denn Günter Steinberg ist mit seiner Mutter aus München „ausgebombt“ worden und fand sieben Jahre in Cronheim eine Bleibe. Auf diese Kindheit geht auch die Freundschaft mit dem Cronheimer Erich Pfeuffer zurück. Dieser kündigte auf der Festversammlung an, die Cronheimer Feuerwehr werde einen Teil des Fest-Erlöses für die Steinberg-Stiftung „s‘ Münchner Herz“ spenden.

Am Festabend, der von Vorstand und Kommandant Stefan Gloß sowie stellvertretendem Vorstand Florian Muhr moderiert wurde, durften Josef Strempfl, Richard Seefried, Andreas Steinhöfner und Werner Glas die Ehrenmitgliedschaft entgegennehmen.

Dr. Thomae (FDP) in Ellingen

Algorithmen müssen unter Kontrolle bleiben

MdB Dr. Stephan Thomae, der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende, mit seiner mittelfränkischen Kollegin Katja Hessel sowie Kreisvorsitzendem Thomas Geilhardt (links) und dem Gunzenhäuser Stadtrat Werner Falk. Foto: FR Presse

Einen Ordnungsrahmen für die digitale Marktordnung muss national, aber auch auf europäischer Ebene gefunden werden, um die Algorithmen einigermaßen in den Griff zu bekommen. Wie der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion,  Dr. Stephan Thomae, am Samstag in der Schlossbräugaststätte in Ellingen  bekräftigte, kommt Deutschland nicht daran vorbei , sich damit zu beschäftigen, wenn sich das Land nicht ausländischen Rechtsvorschriften unterordnen will: „Wir brauchen ein digitales Marktgesetzbuch, wissen aber heute schon, dass es kein gesetzliches Regelwerk sein kann, das hundert Jahre hält.“

Eigentlich ist das Thema „Industrie 4.0 – disruptive Geschäftsmodelle und Plattformlösungen“ keines, das die Massen bewegt. Und doch betrifft es jeden Unternehmer, eigentlich jeden Nutzer digitaler Systeme.  Der Kemptener Rechtsanwalt Dr. Thomae nennt den Begriff „sperrig, aber extrem real“. Er sprach vom Algorithmus, der heutzutage die Sprachwelt bewegt, als einem „Wenn, dann“-Prozess.   Für die digitale Gesellschaft sei ein neuer Rechtsrahmen notwendig, der neuartige Geschäftsmodelle nicht abwürge.  „Wir müssen“, so der Jurist aus dem Allgäu, „alte Zöpfe abschneiden,  um neue Ideen nicht zu blockieren“. Zugleich gelte es, Fehlentwicklungen im Auge zu behalten, zumal dann, wenn Algorithmen  genutzt würden, um Entscheidungsprozesse in eine bestimmte Richtung zu lenken.  Die Methoden müssten jederzeit hinterfragt werden. Wenn nicht mehr der Mensch hinter Beurteilungen stehe, sondern schwer durchschaubare Rechenprozesse, dann müsse ein Regelwerk gefunden werden, um die Abläufe nachvollziehbar zu machen. „Das ist schwierig“, so Dr. Thomae, „aber muss sein“.  Das betreffe vor allem auch das Haftungsrecht.

Wie aber soll das Regelwerk für die digitale Marktordnung umgesetzt werden?  Der FDP-Mann, der auch im Berliner Parlamentarischen Kontrollgremium sitzt, das von der Regierung  über alle geheimen Vorgänge informiert wird, konstatiert, dass auf europäischer Ebene bereits seit letztem  Jahr eine neue Verordnung zum Schutz der Konsumentenrechte  erarbeitet wird. Er nennt dies ein Rahmenkonstrukt für die  „digitale Marktordnung“.

In der Diskussion im „Schlossbräustüberl“ ging es in Anwesenheit der mittelfränkischen FDP-Vorsitzenden MdB Katja Hessel, aber auch um die aktuelle bundespolitische Frage, wie die nächste „Eskalationsstufe“ in der Kontroverse zwischen den Unionsparteien aussehen wird. Hessel wörtlich: „Die CSU sieht in der Einwanderungspolitik kein Fernziel, sie fährt nur auf Sicht.“ Einen Bruch könne sie sich nicht vorstellen, denn dann würde die CSU in Deutschland zur reinen Regionalpartei.

Stadtradeln auch in diesem Jahr

„Team FDP“ ist wieder dabei

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz hat die Gunzenhäuser zur Teilnahme am Stadtradeln 2018 aufgerufen.  Damit die Stadt ihr neues Prädikat „Fahrradfreundliche Stadt in Bayern“ (als eine von 14 hat sie es kürzlich bekommen)  unter Beweis stellen kann, wäre es natürlich gut, wenn es heuer noch mehr Teilnehmer und noch mehr gefahrene Kilometer gäbe.

Im letzten Jahr war das „Team FDP“  mit 107 Teilnehmern  (und geradelten 28829 Kilometern) die zweitstärkste Gruppe beim Stadtradeln (hinter den Wormer Radlern mit 141 Teilnehmern und 36458 Kilometern).

Ingrid Pappler, die Leiterin der Agenda 21-Gruppe in Gunzenhausen,  und Rathauschef Karl-Heinz Fitz haben folgende Appell an die Gunzenhäuser gerichtet:

„Auf dem Rad begegnen sich Menschen statt Maschinen. Gesichter sind erkennbar, ein Small-Talk möglich. Das schafft Vertrauen und sorgt für ein gutes Klima, nicht nur untereinander. Wir in Gunzenhausen möchten dazu beitragen, dass Jung und Alt sich bei uns wohlfühlen und mit Spaß bewegen. Deshalb rufen wir Sie auf, für eine lebenswerte Stadt in die Pedale zu treten.“

Das Stadtradeln ist vom 8. Bis 28. Juli. Es kommt nicht auf extreme sportliche Leistungen an. Jeder Kilometer, der auf dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit gefahren wird, zählt. Die Idee des Stadtradeln ist es ja schließlich, öfter mal vom Auto auf das Rad umzusteigen. Damit leisten wir einen Beitrag zum Klimaschutz und auch für unsere Fitness.

Wer beim „Team FDP“ mitmachen will (und nicht im letzten Jahr schon dabei war), der kann sich gleich anmelden (stadtradeln.de/Gunzenhausen/Team FDP).  Die Teilnahme verlangt nicht viel ab, lediglich die gefahrenen Kilometer sind in eine Online-Liste einzutragen.  Wer nicht zurechtkommt, für den kann ich gerne die Anmeldung vornehmen und dem bringe ich auch gern die Wochenzettel vorbei.  Zu den Teilnahmebedingungen gehört der Wohnsitz in Gunzenhausen,  auswärtige Radler können mitmachen, wenn sie in einem Gunzenhäuser Betrieb arbeiten oder einem Gunzenhäuser Verein angehören.

Der Startschuss fällt am Bürgerfest-Sonntag, 8. Juli, und zwar mit einer gemeinsamen Radtour um den Altmühlsee. Die Teilnahme ist selbstverständlich freiwillig, niemand wird gezwungen.

Werner Falk, Stadtrat und „Kapitän“ des Teams FDP

Sommertheater im Kirchhof

„Winnetou“ (Blutsbrüder des Baumarkts) in Wolframs-Eschenbach

Am Mittwoch, 29. August, Donnerstag, 30. August,  Freitag, 31. August und Samstag, 1. September, jeweils um 20 Uhr präsentiert die Stadt Wolframs-Eschenbach auf dem Kirchhof (vor dem Museum) wieder Sommertheater unter freiem Himmel.

Die zwei Helden können das Träumen nicht  lassen. Als Kinder wollten sie sein wie Winnetou und Old Shatterhand. Heute wollen sie den ersten Preis beim Akkuschrauberwettbewerb gewinnen: 6 Wochen auf dem Pferd durch Amerika. So schrauben sie faszinierende Gebilde aus Latten, Winnetou-Erinnerungen und viel Phantasie. Heiter, abwechslungsreich, voller Überraschungen. Poetisch, frech, witzig. Die Winnetougeschichte, fulminant geschraubt. Ein Muss für alle, die Winnetou kennen oder kennen lernen möchten.Regie: Harald Richter

Spiel: Klaus Michael Tkacz, Stefan Wey; Ausstattung: Ulrike Mitschke und Simon Exner; Musik: Andreas Kuch.

Spieldauer: 100 Minuten, plus Pause

(Bei  Regen im Bürgersaal, Wolfram-von-Eschenbach-Platz 1 oder in der Schulsporthalle, Steingrubenweg 3)

Veranstalter: Kultur- & Tourismusbüro der Stadt Wolframs-Eschenbach

Eintritt: Vorverkauf: 13 € / ermäßigt 10 €, Abendkasse: 14 € / ermäßigt 11 €.

Kartenvorverkauf:  Kultur- & Tourismusbüro, Tel. 09875/9755-32, – 31 oder  E-Mail: info@wolframs-eschenbach.de; Bürgerladen im Rathaus, Abendkasse (eine Stunde vor Vorstellungsbeginn).

 

 

Angebot der Agenda 21

Mit Bus und Fahrrad nach Bad Brückenau

Im Rahmen des STADTRADELNS 2018 bietet die Agenda 21 zum Abschluss eine besondere Veranstaltung an: Mit dem Bus mit Fahrradanhänger geht es zum Deutschen Fahrradmuseum nach Bad Brückenau. Im Anschluss ist eine Radtour rund um Bad Brückenau geplant.

 Treffpunkt ist am Samstag, 28. Juli, um 8.45 Uhr mit den eigenen Fahrrädern am Oettinger Parkplatz. Nach dem Verladen der Räder geht es auf die Bustour nach Bad Brückenau. Eine Führung durch das Deutsche Fahrradmuseum zeigt die Geschichte und die Entwicklung des Fahrrades in Deutschland auf.

Das Fahrradmuseum wurde im Jahre 2004 in der sogenannten „Villa Füglein“ eröffnet. Insgesamt 230 historische Fahrräder sind auf zwei Étagen Ausstellungsfläche zu sehen. Mit dieser Ausstellung wird der genialen Erfindung des Freiherrn von Drais würdevoll Rechnung getragen. Seine Laufmaschine markiert den Anfang des modernen Landverkehrs und das Überwinden von großen Distanzen mit eigener Muskelkraft.

Eine gemeinsame Radtour durch die reizvolle Landschaft um Bad Brückenau sorgt für Bewegung und Entspannung. Die Strecke ist  20 km lang und enthält fast keine Steigungen. An der Strecke liegen zahlreiche Einkehrmöglichkeiten. Nach der Radtour geht es um 16.30 wieder mit dem Bus nach Gunzenhausen. Rückkehr ist für ca. 18.30 Uhr geplant.

Die Kosten für Busfahrt und Eintritt mit Führung betragen15 Euro pro Person. Anmeldungen nimmt die Agenda21-Vorsitzende Ingrid Pappler per Email agenda21@gunzenhausen.de oder Telefon 09831-3131 entgegen. Anmeldeschluss ist der 20. Juli 2018.

Europa sichert unsere Arbeitsplätze

Zur aktuellen Diskussion um die Zukunft der EU

Angesichts der anhaltenden Diskussion in den europäischen Ländern, wie die Zukunft der EU aussehen soll, kommt mir immer wieder die alte Forderung in den Sinn, das Prinzip der Subsidiarität konsequent anzuwenden. Das heißt, dass die Dinge, die regional oder national geregelt werden können, nicht der europäischen Gleichmacherei zum Opfer fallen müssen. Es wird immer Unterschiede hinsichtlich des Reichtums der Staaten geben. Das Ziel der EU ist es ja, gleichwertige Lebensverhältnisse herzustellen, aber nicht überall die gleichen.

Wir leben heute von den Vorzügen der Europäischen Union. Das wird in der Diskussion immer wieder vergessen, weil  uns vieles selbstverständlich geworden ist. Absolute Reisefreiheit und eine einheitliche Währung – das sind Errungenschaften, die leicht übersehen werden.

Mit lebhaftem Interesse verfolgen den Austritt von Großbritannien. Er sollte zügig abgewickelt werden – und zwar mit allen Konsequenzen. Immer wieder Hintertürchen offen zu lassen, das darf nicht sein. Die Engländer müssen die Folgen des Austritts spüren.

Was mich mehr beschäftigt, das ist die zunehmende Abkehr von der „Faszination Europa“, also die Bestrebungen in einigen Ländern, einheitliche Regelungen aufzubrechen und zu nationalen Lösungen zurückzukehren. Diese Re-Nationalisierung wird natürlich befördert durch die egoistische Politik von Donald Trump und seinen geistigen Beifahrern. Linke und Rechte in Europa formieren sich als Europafeinde. Freilich: die Welt ist globaler geworden, viele Menschen finden keinen Halt mehr und empfinden die Herausforderungen als Gefahren für ihre eigene Zukunft.

Aber kann die Rückkehr zur Kleinstaaterei eine Alternative sein? Wohl kaum. Gerade in einer Welt, in der sich manche Stukturen auflösen und Verträge nichts mehr gelten, sondern per Twitter in Frage gestellt werden, bedarf es eines festen Werte-Korsetts.  Ein mafiöses Russland und ein autoritäres China zeigen uns jeden Tag, wie wichtig es ist, dass Europa mit einer Stimme spricht und geschlossen auftritt.

Deutschland ist als eine Exportnation auf eine funktionierende EU angewiesen. Viele Arbeitsplätze hängen bei  uns vom Export ab. Wer möchte sie gefährden? Doch wohl nicht der deutsche Arbeiter und Angestellte!  Aber häufig sind genau diese Leute unter den antieuropäischen Schreihälsen die lautesten. Das ist paradox, aber es ist so! Eigentlich müssten die deutsche Lohn- und Gehaltsempfänger für ihren sicheren Arbeitsplatz einstehen. Wenn sie es nicht tun, dann gefährden sie ihre soziale Sicherheit. Das müsste doch auch denen klar sein, die glauben, den Demagogen mit ihren einfachen Antworten hinterherlaufen zu müssen.

Also: Isolierung in Europa ist keine Alternative. Sie gefährdet wirtschaftlich und politisch unsere Stabilität. In stürmischen Zeiten bedarf es besonnener Kräfte und keiner Populisten.  Aber auch nicht jede publizistische Vorhersagung  muss richtig sein. Vielleicht sollten wir uns mehr Gelassenheit gönnen in dieser „hektisierten Welt“ .

Werner Falk, Stadtrat der FDP in Gunzenhausen

Bei Hetzner-online in Falkenstein

Wirtschafsjunioren Altmühlfranken auf Reisen

Die Gunzenhäuser Wirtschaftsjunioren waren zu Gast bei Hetzner Online in Falkenstein. Chef Martin Hetzner persönlich stellte die Anlage in Sachsen vor.

Unternehmer aus der Region sind nicht nur im Landkreis erfolgreich. Davon konnten sich die Wirtschaftsjunioren Altmühlfranken auf ihrer diesjährigen zweitägigen Exkursion nach Sachsen überzeugen. Rund 25 Teilnehmer aus der Region durften dies tolle Veranstaltung miterleben.

Auf dem Reiseplan stand unter Anderem der Besuch des Bayerischen Bahnhofes in Leipzig, der vom Weißenburger Unternehmer Thomas Schneider ein international bekanntes Reiseziel der bevölkerungsreichsten Stadt des Landes darstellt. Schneider, selbst ehemaliger Wirtschaftsjunior, ließ es sich nicht nehmen, seine Gäste durch die Brauerei und die Örtlichkeiten zu führen und seine Biere, vor allem die bekannte Gose vorzustellen. Dabei gab er auch einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Brauhauses mit seiner Gastronomie, das früher unter dem gleichen Namen als Bahnhof das Tor nach München und weiter nach Österreich und Italien war.

Die Tour führte weiter zu Hetzner Online, einem Webhosting-Dienstleister und erfahrenem Betreiber von Rechenzentren, der allein am Standort Falkenstein, ebenfalls in Sachsen gelegen, aktuell 200.000 Server verwaltet. Sitz des Unternehmens ist in Gunzenhausen. Den Wirtschaftsjunioren bot sich ein faszinierender Einblick in die Infrastruktur zur Versorgung einer derartigen Fülle an Rechnern mit Energie, kühler Luft und Daten. Gleichzeitig präsentierte der aus Gunzenhausen stammende Geschäftsführer Martin Hetzner einen Einblick in die Prozesse, die nötig sind, um den notwendigen Service sowohl in Bezug auf die Hardware, als auch die Software gewährleisten zu können.

Einmal mehr zeigte sich den Wirtschaftsjunioren Altmühlfranken, dass Unternehmer sowohl aus Weißenburg, als auch Gunzenhausen einen wichtigen Beitrag als Arbeitgeber auch außerhalb der Grenzen des Landkreises leisten.

Die beiden ersten Vorsitzenden Alexander Herzog (Gunzenhausen) und Stephan von Galkowski (Weißenburg), ließen bereits auf der Rückfahrt durchblicken, dass auch im kommenden Jahr eine weitere Exkursion dieser Art für die Mitglieder geplant sei.

 

50 Prozent für Anpassung

Bertelsmann-Stiftung  veröffentlicht „Religionsmonitor“

1500 Menschen hat die Bertelsmann-Stiftung im Rahmen ihres „Religionsmonitors“ zur Integration in Deutschland befragt.  Sie hat dabei ermittelt, dass 23 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen einen Migrationshintergrund haben. Das mag mancher als dünne Grundlage für eine zuverlässige und belastbare  Aussage ansehen.  Bei dieser Untersuchung ging es  um die Frage, wie das Zusammenleben in kultureller Vielfalt gelingen kann.  Kurzum: im Westen Deutschlands sind 50 Prozent dafür, dass sich Migranten an die Mehrheitskultur anpassen. 37 Prozent wollen ein Zusammenwachsen der verschiedenen  Kulturen. An der Befragung waren auch Einwanderer beteiligt.

Diese Fragen waren gestellt:

  1. Sind Sie für die kulturelle Anpassung der Zugewanderten an die deutsche Mehrheitsgesellschaft?
  2. Bevorzugen Sie ein Zusammenwachsen der verschiedenen Kulturen zu einer gemeinsamen Kultur?
  3. Wollen Sie die Eigenständigkeit der Kulturen bewahren?
  4. Soll sich die Mehrheitsbevölkerung den Eingewanderten anpassen?

Das Ergebnis: Die Mehrheit sieht die Anpassung der Einwanderer als beste Option an, aber die Jugend will ein Zusammenwachsen der Kulturen. 11 Prozent sind für ein Nebeneinander der Kulturen und nur ein Prozent meint, die Mehrheitsbevölkerung solle sich den Migranten anpassen.

Und eine Feststellung tritt „Die Zeit“ in ihrer jüngsten Ausgabe zu diesem Thema: „Je leichter der Zugang zu Sozialleistungen, desto schwieriger die Integration.“ Das bestätigt die Meinung derer, die dem Zustrom von Menschen absolut kritisch bis ablehnend  gegenüberstehen. Es ist ja nicht ganz abwegig, dass Asylbewerber einen Teil des Geldes, das sie vom deutschen Staat bekommen, in ihre Heimat transferieren.

 

Die Millionenmarke geknackt

Geld für den Vertragsnaturschutz im Kreis

Etwas mehr als 1,1 Millionen Euro fließen im Jahr 2018 für den Vertragsnaturschutz in den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Damit werden mehr als 2.300 Hektar Fläche ökologisch wertvoll erhalten und bieten Wiesenbrütern und besonderen Pflanzen wie dem Großen Wiesenknopf ein Zuhause.

Fast ein Drittel aller landwirtschaftlichen Betriebe in Altmühlfranken, über 500 an der Zahl, beteiligen sich am Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm (VNP). Damit verpflichten sie sich, land- und forstwirtschaftliche Flächen naturschonend zu bewirtschaften. Im Gegenzug erhalten sie für den zusätzlichen Aufwand und den entgangenen Ertrag ein angemessenes Entgelt.

Von links: Abteilungsleiter Marius Mauerer, Naturschutzfachkräfte Doris Baumgartner und Helen Sylvestre, die beiden Landwirtinnen Regina Gagsteiger und Gerda Wenderlein sowie Ulrike Grötsch von der Höheren Naturschutzbehörde, Landrat Gerhard Wägemann und Landtagsabgeordneter Manuel Westphal stellten das VNP nun vor. Fotos: LRA

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen steht hierbei in Mittelfranken und sogar in Bayern mit an der Spitze und kann sich über mehr als 1,1 Millionen Euro Fördersumme, sowie 185.000 Euro speziell für VNP in Waldgebieten, freuen. Der Schwerpunkt liegt in Altmühlfranken mit jeweils 1.000 Hektar auf der extensiven Mähnutzung mit einem späten Mahdzeitpunkt und Düngeverzicht sowie auf der Beweidung von Magerrasenflächen.

Entscheidend zu diesem Erfolg haben die über 500 teilnehmenden Landwirte aus dem Landkreis beigetragen, was von Landrat Gerhard Wägemann im Rahmen eines Pressegesprächs ausdrücklich gewürdigt wurde: „Ohne die Bereitschaft und die Kooperation der Landwirte könnten wir beispielsweise hier im Wiesenbrütergebiet bei Alesheim keinen Brachvogel, Uferschnepfe oder Kiebitz beobachten. Ich danke allen Landwirten außerordentlich für das Engagement.“

Auch Landtagsabgeordneter Manuel Westphal zeigte sich begeistert: „Der Erhalt unserer Landschaft ist wichtig, doch dazu ist es erforderlich, dass der Staat die finanziellen Mittel zur Verfügung stellt. Ich freue mich, dass das Vertragsnaturschutzprogramm hier in Altmühlfranken so gut angenommen wird, denn ohne die Landwirtschaft funktioniert Naturschutz nicht.“

Zum Pressetermin im Wiesenbrütergebiet bei Alesheim kam auch Naturschutzfachkraft Ulrike Grötsch von der Höheren Naturschutzbehörde an der Regierung von Mittelfranken und lobte die Umsetzung des Förderprogramms: „Hier in Weißenburg-Gunzenhausen spüre ich ein ganz großes Engagement, sowohl von Seiten der Landwirte, als auch von Seiten der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt. Mit über 500 VNP-Landwirten hat Altmühlfranken die Millionenmarke geknackt.“

„Das VNP war über die Jahre ein verlässlicher Partner für die landwirtschaftlichen Betriebe, hierdurch erhalten die Landwirte Planungssicherheit“, so die Naturschutzfachkraft Doris Baumgartner von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen. Dies konnten auch die beiden Landwirtinnen Regina Gagsteiger und Gerda Wenderlein aus Alesheim bestätigen, die sich mit dem VNP ebenfalls sehr zufrieden zeigten: „Hier in Alesheim und Umgebung gibt es viele kleine Flächen, die sich für das VNP sehr gut eignen. Auch die Zusammenarbeit mit den Jägern funktioniert bei uns sehr gut und ist wichtig, denn die Jagdpächter halten nach Kiebitz & Co Ausschau.“

Der Vertragsnaturschutz ist ein großes Plus sowohl für den Tourismus, als auch für die Menschen hier vor Ort. Auf den Vertragsnaturschutzflächen findet man eine große Artenvielfalt und kann gerade in den Wiesenbrütergebieten zahlreiche seltene Vogelarten entdecken. Alle Anwesenden waren sich einig, dass es wichtig ist, auch in Zukunft Flora und Fauna zu schützen und dass die Rahmenbedingungen für Flächenbesitzer nicht schwieriger werden dürfen. Ziel ist es, den Vertragsstand in Altmühlfranken in den nächsten Jahren zu behalten oder sogar noch zu erhöhen.