Leiterin der Forschungsstelle

Forschungsstelle für fränkische Volksmusik führt Dr. Heidi Christ

Dr. Heidi Christ mit Dr. Armin Griebel. Foto: FFV

Die Forschungsstelle für fränkische Volksmusik mit Sitz in Uffenheim bekommt mit Dr. Heidi Christ ab September eine neue Leiterin. Sie ist die Nachfolgerin von Dr. Armin Griebel, der nach rund 24 Jahren im Amt in den wohlverdienten Ruhestand wechselt. Dr. Heidi Christ studierte von 1987 bis 1994 an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und an der Karl-Franzens-Universität in Graz Volksmusik, Volkskunde und Denkmalpflege. Für ihre herausragende Doktorarbeit „Musikantenhandwerk. Untersuchungen zu musikalischen Traditionen in der Hersbrucker Alb“ erhielt sie 2012 den Otto-Meyer-und-Elisabeth-Roth-Promotionspreis.

Die Volksmusikforscherin ist in der Uffenheimer Bezirkseinrichtung kein unbekanntes Gesicht, schon seit 1995 ist sie dort stellvertretende Leiterin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin. Schwerpunktmäßig widmet sich Heidi Christ der Lied- und Tanzforschung in der fränkischen Volksmusik. Bereits während ihrer Studienzeit kam sie zum Bayerischen Rundfunk. In der Volksmusik-Redaktion des Studio Franken assistierte sie bei Studio- und Liveproduktionen, heute moderiert sie eigene Sendungen bei „Fränkisch vor 7“ auf BR Heimat. Dr. Christ nimmt zudem Lehraufträge an den Universitäten in Würzburg und Bamberg wahr. Seit ihrer Kindheit ist sie aktive Volkstänzerin und -musikantin. Mit der Gruppe „Ohrerhüller“ spielt sie Tanzmusik aus Urgroßmutters Zeiten, am liebsten im Wirtshaus.

Die Forschungsstelle wird von den Bezirken Ober-, Mittel- und Unterfranken gemeinsam getragen. Sie erforscht frühere und heutige Er-scheinungsformen der Volksmusik in Franken. Sie sammelt, ordnet, interpretiert und archiviert Lieder, Instrumentalnoten, Tonträger und Musikinstrumente und unterhält eines der größten Archive für historische Gebrauchsmusik in Bayern. Die Ergebnisse der Forschungen werden in einer eigenen Veröffentlichungsreihe oder in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen in Franken und Bayern publiziert und online gestellt.

 

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