Monthly Archives: Mai 2018

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Siegel als „fahrradfreundliche Stadt“

Kommission der AGFK Bayern erkannte der Stadt das Prädikat  zu

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz darf die Anerkennung von Gunzenhausen als 14. „Fahrradfreundliche Stadt in Bayern“ als Lohn seiner engagierten und zielstrebigen Arbeit empfinden. Rechts Ingrid Pappler von der Agenda 21.

Drei Stunden informierten die Vertreter der Stadt die Juroren der AGFK über die bisher geleisteten Anstrengungen, um das begehrte Prädikat zu bekommen.

Die Arbeit der letzten drei Jahre war nicht vergeblich: Gunzenhausen darf sich „fahrradfreundliche Kommune“ nennen – als 14. Gemeinde in Bayern. Die Auszeichnung wird ihr im Herbst offiziell vom Ministerium für Wohnen, Bau und Verkehr verliehen. Das größte Kompliment kam von Juryvorsitzendem MdL Markus Ganserer: „Gunzenhausen hat Strahlkraft und ist ein Leuchtturm der Fahrradfreundlichkeit.“ Und Bürgermeister Karl-Heinz Fitz kommentierte die Entscheidung der Kommission nach deren Votum am Mittwoch vor Ort: „Die Entscheidung macht uns stolz. Die Auszeichnung tut unserer Stadt gut, denn sie ist ein hervorragendes Qualitätsmerkmal.“

Die Fahrradfreundlichkeit der Stadt wurde bestätigt – jetzt auch amtlich. Links Kommissionsleiter MdL Ganserer, rechts Kommissionsmitglied Sarah Guttenberger.

Die Kommission bewertete jetzt die jahrelange Arbeit der Stadtverwaltung und des Stadtrats nach einer Vorprüfung vor drei Jahren. Ihr gehörten der Landtagsabgeordnete der Grünen, Markus Ganserer, Robert Burschik vom ADFC-Landesverband, Harald Eckert (Chef der Gunzenhäuser Polizei), Sarah Guttenberger (AGFK-Geschäftsführerin), Johannes Ziegler (Oberste Baubehörde München) sowie der Gunzenhäuser Fahrlehrer Roland Schmidt als Repräsentant der Landesverkehrswacht an. Gunzenhausen gehört zu den Gründungsmitgliedern der AGFK, der heute 61 Kommunen angehören.

Die strammen Radlerwadeln gehören MdL Markus Ganserer, der mit seinem betagten (aber aufgemotzten) „Triumph“-Rad angereist war.

Die Qualifizierung der Stadt für das Prädikat ist Ausdruck einer mehrjährigen und zielgerichteten Arbeit der Stadtverwaltung. Vor allem Klaus Stephan, der Hauptamtsleiter, und sein Stellvertreter Stefan Brändlein engagierten sich stark. Beide übernahmen zusammen mit Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, dem Touristik-Chef Wolfgang Eckerlein, der Agenda 21-Vorsitzenden Ingrid Pappler, Altmühlsee-Zweckverbands-Geschäftsführer Daniel Burmann und Thomas Hinterleitner (stellvertretender Leiter des Bauamts) die Präsentation. Das allein war nach dem Urteil der Kommission beeindruckend. Immerhin: drei Stunden dauerte die Vorstellung alle der Maßnahmen, die von der Stadt bisher ergriffen wurden bzw. noch anstehen. Mit am Tisch saßen auch MdL Manuel Westphal und Heinrich Schmidt, der Chef des Staatlichen Bauamts Ansbach.

Nach der Mittagspause im Gasthaus „Zum Lauterbacher“ folgte eine zweistündige Rundfahrt auf den Leihrädern von „Radsport Gruber“, deren Chefin Erika Gruber auch Beiratsmitglied der AGFK ist.  Ansprechpartner waren dabei u.a. Volker Sanwald (San-aktiv-Tours) und Empfangschef Andreas Nägele vom Parkhotel Altmühltal.

985000 Euro hat die Stadt, so Rathauschef Fitz, in den letzten Jahren in den Ausbau der Geh- und Radweginfrastruktur investiert.  Positiv beurteilt wurde von der Kommission die Tatsache, dass der Radverkehr in den Abteilungen der Stadtverwaltung als Querschnittsaufgabe angesehen wird und es eben nicht nur einen einzigen Radwegebeauftragten gibt.  Fitz nannte als Prioritäten u.a.: Fortführung der „Seepromenade“ bis zum Surfzentrum und  Radweg Frickenfelden bis zur Staatsstraße 2222. In der Vorprüfung sind Radwege in der Sonnenstraße, der Bahnhofstraße, Nürnberger Straße, am Knotenpunkt Hensoltstraße/Blütenstraße, Bismarckstraße und Oberasbach-B 13. Der Rathauschef: „Wir sind im Austausch mit unseren Nachbargemeinden, auch wenn die Stadt Weißenburg eine Mitgliedschaft in der AGFK abgelehnt hat.“ In der Stadt gibt es bisher 3,1 Kilometer Radfahrstreifen, 3,4 Kilometer Radfahrschutzstreifen, zehn sichere Querungshilfen. Seit wenigen Tagen kann die Stadt auch eine Satzung zur Schaffung von Abstellplätzen für Fahrräder vorweisen. Unter dem bayerischen Durchschnitt liegen die Fahrradunfälle, die im letzten Jahr nach Mitteilung von Polizeichef Eckert und seines Verkehrserziehers Peter Lassnig zurück gegangen sind  (die hauptsächlichen Einzelmaßnahmen siehe nebenstehendem Kasten).

„Ihr Präsentation ist äußerst positiv aufgefallen“, verriet Kommissionsvorsitzender Markus Ganserer nach der internen Beratung, „die Fahrradfreundlichkeit wird ernst genommen, ja mit Begeisterung verfolgt“.  Gunzenhausen sei hinsichtlich der baulichen Investitionen „an der oberen Grenze“ der bisher prämierten 13 Kommunen. Er sagte, die Stadt sei an die Zertifizierung konsequent herangegangen, habe die Radwegebenutzungspflicht systematisch überprüft. Die Sensibilität für die Belange der Radfahrer sei vorhanden: „Hier wird pragmatisch nach Lösungen gesucht.“ Was der Kommission gefallen hat ist die Einladung von Bürgermeister Fitz an die Neubürger, mit ihnen eine gemeinsame Radtour  zu machen. Fitz will den Service zweimal im Jahr anbieten. Robert Burschik vom ADFC-Landesverband befand: „Sie haben tolle Arbeit geleistet!“

„Ein paar Sachen“ hatte Ganserer dann doch als „Anmerkungen“  zu machen, beispielsweise das Fehlen eines Radnetzplans und eine einheitliche Beschilderung der Radwege.

WERNER FALK

Karin und Ulrich Steeb aus Muhr am See wünschen mit dieser Impression vom Altmühlsee allen Lesern des Falk-Reports einen entspannten Feiertag.

KirschHofFest am 8. Juli

Brombacher Spezialitäten werden vermarktet

Brombchseer Kirschen und europäische Kirschspezialitäten werden beim „KirschHofFest“ präsentiert, das am Sonntg, 8. Juli, in Großweingarten und Kalbensteinberg stattfindet. Es dauert von 10 bis 18 Uhr. Zwischen beiden Orten gibt es einen Shuttle, so dass die Gäste nichts versäumen.

Die Aktion der Initiative „Echt Brombachseer“ (Frankens frische Früchtchen) ist in diversen Höfen beiden Orten zu erleben. Präsentiert wird die breite Getränkevielfalt: Kirschsäfte, Kirschwein, Kirschbier,Kirschsecco, Kirschlikör, Kirschbrände, Kirschstrudel, Kirchenmichel, Kirschtorte, Kirscheis, Tartuffe und Whiskykonfekt. Natürlich werden auch das gute Spalter Bier und die vorzüglichen Frankenweine serviert.

Daneben gibt es ein buntes Kinderprogramm, unterhaltsame Wettbewerbe, eine Ausstellung von alten Traktoren und die Besucher können sich zu Musik in den Höfen niederlassen.

Festtagsschmaus und Einheitsbrei

Austellung im Markgrafenmuseum Ansbach

Der Bezirk Mittelfranken hat zum „Tag der Franken“ in Ansbach eine Ausstellung im Markgrafenmuseum konzipiert. Das Thema ist einladend: „Festtagsschmaus und Einheitsbrei“.  Die Vernissage ist am Mittwoch, 20. Juni, um 18 Uhr. Die mittelfränkische Bezirksheimatpflegerin Dr. Andrea M. Kluxen spricht  und das Theater „kopfüber“ interpretiert mit einer kleinen theaterpädagogischen Einlage  das Thema.

Unterschiedliche Ernährungsweisen definieren nicht erst seit dem Mittelalter sozialen Status und kulturelle Zugehörigkeit. Die Veränderung von Ernährungsgewohnheiten spiegelt historische Entwicklungen und gesellschaftliche Zustände wider. Warenversorgung und Zubereitungsarten sind abhängig von naturräumlichen Bedingungen, kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen sowie von technischen Neuerungen.

Die Ausstellung will diese komplexen Beziehungen am kulinarischen Raum Franken konkretisieren und einen Überblick über wechselnde Ernährungssituationen in verschiedenen zeitlichen Epochen und sozialen Schichten liefern.

Eröffnet wird die Ausstellung von Bezirkstagspräsident Richard Bartsch.

Weißenburger Erlebnisführungen 2018

Angebote der Nachtwächterin und Historikerin Dr. Ute Jäger

 

Die Bösmüllerin (oder: „Die Jagd nach der Weißenburger Hexe“)

„Die Bösmüllerin“, das ist die szenische Darstellung eines mittelalterlichen Hexenprozesses, dargestellt von der Weißenburger Bühne. Begeben Sie sich mit der Nachwächterin und ihren Gefährten auf eine Zeitreise ins dunkle 16. Jahrhundert. Erleben Sie den „Fall der Bösmüllerin“, ein wahrhaft schauriges Spektakel aus einer Zeit des Aberglaubens und Hexenwahns.

Termine: 12. Juli und 2. August, jeweils um 20.30 Uhr auf dem Marktplatz in Weißenburg (Anmeldung unter 09141/997207, E-Mail: kontakt@nachtwaechterin.de), Erwachsene 10 Euro, Kinder 5 Euro.

 

Die Nachtwächterin

Um Geschichte und Geschichten  geht es bei den Führungen der Weißenburger Nachtwächterin in Gestalt der Historikerin Dr. Ute Jäger. An jeweils passenden Orten hören die Teilnehmer von dem skandalösen Stadtbankrott des Jahres 1481, dem Streit dreier Nachbarn um ein heimliches Gemach und dem grausamen Mord an einem unschuldigen Kind.

Termine: 7., 9., 14., 16., 21., 23., 28. Und 30. August, jeweils um 20.30 Uhr am Marktplatz Weißenburg (8 Euro, Kinder 5 Euro), Anmeldung wie oben.

 

Sacrilegium (oder: Das Versteck der Götter)

In ständiger Angst vor den feindlichen Germanen lebten die Christen des Jahres 233 n.Chr. im Weißenburger Römerlager Biriciana. Erfahren Sie, was es mit dem berühmten Römerschatz auf sich hat und begeben sie sich auf eine packende Zeitreise ins kriegerische 3. Jahrhundert. Die Szenen werden von Schauspielern der  Weißenburger Bühne dargestellt. Die Historikerin Dr. Ute Jäger erzählt das spannende Geschehen.

Termine: 14. Juni und 19. Juli, jeweils 20.30 Uhr (Treffpunkt: Römische Therme), Erwachsene 10 Euro, Kinder 5 Euro (Anmeldung wie oben)

 

 

Bewusst gut für Mensch und Tier

Die Philosophie von Metzgermeister Robert Prosiegel

Auf „You Tube“ ist Robert Prosiegel mit einem eigenen Kanal vertreten. Dort hat er ein Podium für seine Sicht der Dinge. Er schreibt:

Metzgermeister und Philosoph: Robert Prosiegel

Als ich vor drei Jahren dieses großartige Projekt „Sonnentiere“ mit unseren ersten fünf „Sauwohl“ -Schweinen begründete, gab es kaum Alternativen zu Fleisch aus Massentierhaltung. „Regional, Bio aus China, artgerechte Haltung“ und das aus dem Discounter zu Minimalpreisen – kann das sein? Nicht nur ich habe das Vertrauen in Produkte aus solcher Erzeugung verloren. Ein Vertrauen, dass ich Ihnen mit unseren Tieren wiedergeben möchte. Seit ich mit unseren Partnern aus der Landwirtschaft Tiere nach unseren Prinzipien aufziehe, habe ich das Vertrauen in eine nachhaltige und respektvolle Tierhaltung wieder gewonnen. Unsere Tiere wachsen ohne Druck auf, denn jeder Landwirt bekommt einen festen und fairen Abnahmepreis. Im Gegenzug dürfen die Tiere auf die für sie natürlichste Art leben und gedeihen. Unsere Tiere wachsen bei naturbelassener Nahrung, ohne Medikamente, auf der Weide und vor allem fast doppelt so lange wie in der Industrie üblich heran. Ich bin davon überzeugt, dass Verbraucher und Erzeuger umdenken müssen. Nur der bewusste Fleischgenuss wird uns gemeinsam eine nachhaltige und auf Werten errichtete Zukunft für Mensch und Tier ermöglichen. Indem Sie ein Pate werden, können Sie diese Zukunft mitgestalten.

„Sonnentiere“ ist eine Gemeinschaft aus Idealisten, Vorandenkern, Tierlieberhabern, und Genießern bestehend aus Erzeugern und Verbrauchern, die sich für ein Umdenken im Umgang mit Nutztieren in unserer Gesellschaft einsetzt. Um diesen Wandel Wirklichkeit werden zu lassen, haben wir mit unseren Projekten gezeigt, dass es durchaus möglich ist bewussten Fleischgenuss und respektvollen Umgang mit Tieren zu vereinbaren. Ziel von Sonnentiere.bayern ist es dieses Modell der Tierhaltung durch das Gewinnen von neuen Paten, Unterstützern und Partnern aus der Landwirtschaft als eine echte Alternative zu etablieren.

 

Ausflug in die Landeshauptstadt

Mit MdL Westphal im Maximilianeum

 Die Freiwillige Feuerwehr Trendel und weitere Besucher aus Polsingen, Gunzenhausen, Merkendorf, Laubenzedel und Muhr am See haben auf Einladung des Landtagsabgeordneten Manuel Westphal die Landeshauptstadt München besucht.

Die Feuerwehr hatte im vergangenen Jahr ihr 125-jähriges Bestehen gefeiert. Manuel Westphal war als Stimmkreisabgeordneter für den Bayerischen Landtag Schirmherr des Jubiläums. Als Dank und Geschenk hat Westphal die Feuerwehrmitglieder zu einer Landtagsfahrt eingeladen. Auch die Patenwehr aus Polsingen schloss sich der Fahrt nach München an. Zusätzlich nahmen noch einige Gäste aus Gunzenhausen, Merkendorf, Laubenzedel und Muhr am See an der Fahrt teil.

Der Tag begann für die Gruppe mit einer Führung durch die Allianz Arena, ehe es auf Einladung des Abgeordneten weiter in das Maximilianeum ging. Dort angekommen begrüßte Westphal die rund 90 Gäste aus seinem Stimmkreis, die das Parlamentsgebäude gleich bei einer Führung durch den Besucherdienst kennenlernen durften.

„Schön, dass die Feuerwehr meiner Einladung gefolgt ist und sich das politische München einmal näher anschauen wird. Die Gäste lernen so viel über den Bayerischen Landtag und dessen Arbeit. Aber auch ich kann während der Diskussionsrunde meine Arbeit als Abgeordneter vorstellen und auf die Fragen und Anliegen der Besucher reagieren“, verdeutlicht Westphal.

Die Besucher erhielten mittels eines kurzen Films einige Informationen über das Maximilianeum sowie über die Arbeit des Bayerischen Landtags. Anschließend konnten die Teilnehmer bei einer interessanten Diskussionsrunde ihrem Abgeordneten Fragen stellen. Neben Fragen zum Arbeitsalltag eines Abgeordneten wurde zum Beispiel auch der Breitbandausbau diskutiert.

Nach dem traditionellen Gruppenfoto auf der Treppe des Foyers ging es für die 90 Gäste mit vielfältigen Eindrücken aus der Landeshauptstadt wieder zurück in die Heimat.

N-ERGIE rüstet Turmstation um

Mehr Sicherheit für Störche, Eulen und Greifvögel

Einsatz für mehr Vogelschutz: Netzmonteure der N-ERGIE Service GmbH haben die Turmstation in Pagenhard bei Westheim mithilfe eines Hubsteigers nachgerüstet und noch sicherer für Großvögel gemacht.

Unter anderem installierten sie zusätzliche Abdeckhauben an den Stationsdurchführungen und Überspannungsableitern, um so potenzielle Gefahrenquellen abzusichern. Zudem bauten sie Abdeckhauben für die vorhandenen Porzellan-Abspann-Isolatoren ein. Diese Maßnahmen schützen gerade Vögel mit großer Flügelspannweite besser vor Stromschlägen.

Die Umrüstung ist Teil eines bis 2023 angelegten Programms. Die N-ERGIE investiert sechs Millionen Euro, um sukzessive alle Turmstationen in ihrem Netzgebiet umzurüsten. Seit 2015 wurde bereits rund die Hälfte der 2.400 Stationen vogelsicherer gestaltet.

„Wir nehmen den Vogelschutz sehr ernst und engagieren uns bereits seit vielen Jahren dafür“, erklärt Klaus Gstädtner, Vogelschutzbeauftragter bei der Main-Donau Netzgesellschaft, die als Tochterunternehmen die Netze der N-ERGIE betreibt. „Neben den Umrüstungen von Turmstationen investieren wir zum Beispiel in Abdeckhauben für Isolatoren auf unseren Freileitungs-, Trag- und Abspannmasten. So leisten wir auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in unserer Region.“

Aufklärung sieht anders aus

FDP-Politikerin Josefa Schmid hat couragiert gehandelt

Im Zusammenhang mit dem Asylbetrug in Bremen findet heute im Innenausschuss eine Anhörung des CSU-Vorsitzenden und Bundesinnenministers Horst Seehofer statt. Die Affäre wurde durch die FDP-Politikerin und Landtagskandidatin Josefa Schmid aufgedeckt. E-Mails und weitere Unterlagen lassen den Schluss zu, dass Horst Seehofer rund sechs Wochen früher vom BAMF-Skandal unterrichtet wurde, als er selbst einräumt. Alleine in der Außenstelle des BAMF in Bremen könnte die Zahl der Asylbetrugsfälle inzwischen auf mehr als 3.000 angestiegen sein.

Zu der Affäre der Spitzenkandidat der FDP Bayern für die bayerische Landtagswahl, Martin Hagen:

„Horst Seehofer hat wohl sechs Wochen früher vom BAMF-Skandal gewusst, als er öffentlich zugibt. Heute hätte er erneut die Gelegenheit, reinen Tisch zu machen. Zudem ist es höchste Zeit für einen Untersuchungsausschuss! Wenn der CSU die Aufklärung so wichtig ist, könnte sie im Bundestag der Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zustimmen. Dann würden die Vertreter der Bürger in unserem Land mit der Aufklärung betraut. Dazu ist die CSU aber offenbar nicht bereit. Der Skandal und der Versuch ihn zu vertuschen, untergraben das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Rechtsstaat.

Die FDP-Politikern Josefa Schmid wurde extra nach Bremen beordert, um dort Aufklärung zu betreiben. Sie klärte auf, sammelte Beweismaterial für die Justiz und informierte umfassend Seehofers Ministerium. Es war Horst Seehofer selbst, der angeboten hat, dass sich jeder Kommunalpolitiker zum Thema Asylverfahren direkt an ihn wenden kann. Die nach Bremen versetzte Kommunalpolitikerin Schmid wird genau dafür nun bestraft, indem man sie gegen ihren Willen umgehend versetzt hat. Dass es bei der Versetzung um Fürsorge gegenüber Frau Schmid gehen soll, ist blanker Hohn. In Wahrheit arbeitet Innenminister Seehofer für CSU-Chef Seehofer, der im Herbst eine Landtagswahl bestreiten muss. Frau Schmid ist als Aufklärerin schlicht ein politisches Bauernopfer. Die BAMF-Affäre in all ihren Facetten ist ein Paradebeispiel dafür, warum immer mehr Menschen frustriert über die Politik in Deutschland und Bayern sind.“

Mehr Geld für Innenentwicklung

Bessere Fördermöglichkeiten für die Dörfer

 Das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hat eine neue Initiative zur Förderung des ländlichen Raumes gestartet. Der Landtagsabgeordnete Manuel Westphal teilt dazu mit: „Mit der Initiative wird die Innenentwicklung der Kommunen gefördert, aber auch Kleinstunternehmen der Grundversorgung werden unterstützt.“

„Unsere Staatsministerin Michaela Kaniber hat die Initiative „HeimatUnternehmen“ vor kurzem gestartet. Dabei können Kleinstunternehmen der Grundversorgung mit bis zu 200.000 Euro bei Investitionen oder Neugründungen unterstützt werden. Bei meinen Gemeindebesuchen im ganzen Stimmkreis ist die wohnortnahe Versorgung mit Bäckern, Metzgern oder Dorfläden immer wieder ein Thema. Das Förderprogramm des Landwirtschaftsministeriums kommt da gerade richtig“, erklärt der Landtagsabgeordnete Manuel Westphal.

Auch Handwerksbetriebe können von einer Förderung profitieren. Der Freistaat möchte so die Vitalität gerade der ländlichen Gemeinden langfristig sichern und die Kommunen für Jung und Alt attraktiv halten.

„Wir wollen die Menschen und Familien in den Dörfern halten oder dorthin zurückholen. Dazu brauchen wir lebendige Ortskerne und eine positive Innenentwicklung bei unseren Dörfern. Damit begegnen wir zugleich dem Flächenverbrauch, indem wir auf Freiwilligkeit statt auf zusätzliche Paragraphen setzen. Nach dem Motto ‚Innen statt außen‘ ist es daher sinnvoll, das Instrument der Dorferneuerung zu stärken.

Künftig erhalten daher Kommunen bis zu 80 Prozent Förderung, wenn sie leerstehende Gebäude modernisieren, instand setzen oder abbrechen, um die Grundstücke für eine Wiederbebauung bereitzustellen. Für finanzschwache und vom Bevölkerungsrückgang besonders stark betroffene Gemeinden sind sogar bis zu 90 Prozent Förderung möglich“, verkündet Westphal.

Im aktuellen Nachtragshaushalt werden dafür 25 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Bereits bisher konnten im Rahmen der Dorferneuerung zahlreiche Leerstände einer neuen Nutzung zugeführt werden. „Auch davon habe ich mich während meiner Besuche in den Gemeinden überzeugen können. Das Amt für ländliche Entwicklung in Ansbach steht den Kommunen hier beratend zur Seite“, verdeutlicht Westphal.