Monthly Archives: November 2017

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Erster runder Tisch „Energie & Klimaschutz“

Impulse für die Energiewende in Altmühlfranken

Die Teilnehmer am Runden Tisch zum Energie- und Klimaschutz.

Die Energiewende ist auf Bundes- und Landesebene erheblich ins Stocken geraten. Doch in Altmühlfranken will man sich damit nicht abfinden. Etwa 30 Praktiker kamen in Weißenburg zum ersten runden Tisch „Energie & Klimaschutz“ zusammen, um in einen Dialog zu treten und Anknüpfungspunkte für die Energiewende in Altmühlfranken zu finden.

Auf Initiative der Energieberater im Landkreis lud die Zukunftsinitiative altmühlfranken regionale ENERGIE-Praktiker aus Handwerk, Energieversorgung, Bauplanung, Landwirtschaft und Verkehr zu diesem ersten Dialog ein, um gemeinsam neue Impulse für die Energiewende im Landkreis auf den Weg zu bringen. Landrat Gerhard Wägemann begrüßte die etwa 30 Teilnehmer im kunststoffcampus bayern in Weißenburg und bereits in der Vorstellungsrunde wurde deutlich, dass die Akteure besonders das gegenseitige Kennenlernen, die gegenseitige Vernetzung, das Einbringen neuer Ideen und die Entwicklung eines Bewusstseins für ein nachhaltiges Leben als ihre Erwartungen an dieses erste Treffen formulierten.

Regionalmanager Andreas Scharrer stellte ausgewählte Energie-Projekte des Landkreises vor (Energiesprechstunden, Brennholz aus Altmühlfranken, Grüne Hausnummer, Altmühlfränkischer Energietag, Energieratgeber Altmühlfranken 2018) und gab einen Einblick in die Ergebnisse der Ende 2016 fortgeschriebenen CO2-Bilanz des Landkreises. Dabei wurde deutlich, dass der Energiebedarf seit 2009 in allen drei Sektoren „Wärme“, „Strom“ und „Mobilität“ gestiegen ist und damit auch der CO2-Ausstoss im Landkreis, der derzeit bei ca. 10,8 Tonnen je Einwohner und Jahr liegt.  Der international angestrebte für das Klima „noch verträgliche“ Kohlenstoffdioxid-Ausstoß von 2,5 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr liegt also noch in weiter Ferne.

In der Workshopphase des Treffens hielten die Teilnehmer ihre Impulse und Ideen zu den Themenkomplexen „Private Haushalte“, „Industrie & Unternehmen“ sowie „Mobilität“ in rotierenden Kleingruppen mittels spezifischer Leitfragen fest: „Was läuft bereits gut?“, „Was muss verbessert werden?“ und „Welche Projekte möchten wir noch angehen?“ in Altmühlfranken.  Dabei kamen einige Ideen zusammen. Bei den „Privaten Haushalten“ war den Teilnehmern wichtig die Solarthermie noch besser zu nutzen, ein Bewusstsein zu schaffen für unnötigen Energieverbrauch (z.B. überflüssige Fahrten mit dem Auto) und die Verwendung von regionalem Holz als Baustoff und Brennstoff zu befördern sowie Fachvorträge zu Spezialthemen anzubieten. Aber auch ein  Vermarktungsmodell für private Energieerzeugungsanlagen zu entwickeln, die demnächst aus der EEG-Förderung fallen, stand hoch im Kurs. Bei „Industrie & Unternehmen“ gab es Überlegungen ein spezielles Energieforum für Unternehmen zu etablieren, um voneinander zu lernen, die Kraft-Wärme-Kopplung besser zu nutzen (auch Prozesswärme) und sich Gedanken über ein gemeinsames Fuhrparkmanagement zwischen Unternehmen zu machen. Denn immerhin verbraucht die „Mobilität“ im Landkreis sogar mehr Energie als zum Beheizen von Häusern und Wohnungen im Landkreis aufgewendet wird. Weitere Ideen im Verkehrssektor waren die Schaffung von Infrastruktur für alternative Antriebskonzepte wie Elektro-Mobilität, CNG- (Compressed Natural Gas) oder Wasserstofftankstellen, aber auch das Carsharing in Kombination mit dem ÖPNV weiter zu fördern und die Fahrradwege auszubauen.

Nach dem Altmühlfränkischen Energietag in Treuchtlingen am 06. Mai 2018 möchten die Akteure wieder zusammenkommen, um die ersten Schritte zur Umsetzung dieser Ideen zu gehen. Interessierte ENERGIE-Praktiker, die mitgestalten möchten, können sich bei der Zukunftsinitiative altmühlfranken melden.

Weitere Informationen zum ersten Runden Tisch „Energie & Klimaschutz“ und den Energiethemen im Landkreis gibt es unter www.altmuehlfranken.de/klima-und-umweltschutz

 

„Wandern mit Profil“ im Naturpark Altmühltal

Urkunden für Schlaufenwege mit Qualitätssicherung

Urkunden für die erfolgreiche Nachzertifizierung erhielten die Mitgliedsorte Dietfurt und Breitenbrunn (Schlaufe 23), Altmannstein (Schlaufe 24 – Schambachtal-Wanderweg), Riedenburg (Schlaufe 25), Essing (Schlaufe 26) und Kelheim (Schlaufe 27 – Weltenburger Höhenweg). Übergeben wurden sie von Landrat Anton Knapp, Vorsitzender des Tourismusverbandes Naturpark Altmühltal, Christoph Würflein, Geschäftsführer (v.l.) sowie Heike Baumgärtner, Projektverantwortliche (2.v.r.) bei der Mitgliederversammlung in Kipfenberg.

Der beliebte Altmühltal-Panoramaweg im Naturpark Altmühltal ist als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ seit vielen Jahren zertifiziert – seit 2014 werden auch die angeschlossenen Schlaufenwege der hohen Wanderqualität des Hauptweges gerecht: 16 Rundwanderwege haben seitdem an der Qualitätssicherungsinitiative des Tourismusverbandes Naturpark Altmühltal „Wandern mit Profil“ erfolgreich teilgenommen. Im Herbst 2017 stand nun für die ersten fünf Schlaufenwege die erneute Überprüfung an – und alle Wege haben die Kontrolle bestanden und wurden erneut als Qualitätsschlaufenwege ausgezeichnet.

Die Mitgliedsorte, die für diese Wege zuständig sind, wurden am Donnerstag auf der Jahreshauptversammlung des Tourismusverbandes Naturpark Altmühltal in Kipfenberg geehrt. Landrat Anton Knapp, 1. Vorsitzender des Tourismusverbandes, überreichte die neue Urkunde. Er betonte: „Zurecht gehören diese Wege weiterhin zu den schönsten Rundwegen im Naturpark Altmühltal wie es auf den Urkunden heißt. Dieses Projekt ist ein großer Schritt in der Beibehaltung der Wanderqualität in der gesamten Naturparkregion.“ Landrat Knapp und Geschäftsführer Würflein bedankten sich im Namen des Tourismusverbandes bei den Mitarbeitern der örtlichen Tourist-Informationen, den Fremdenverkehrsvereinen und Wegewarten für den Erhalt und die Pflege der Wege. Ein ganz besonderes Lob erhielt Wegebeauftragten Alois Strobl, dem die abschließende Kontrolle der Wege oblag. Im Jahr 2018 geht die Überprüfung in die nächste Runde, dann stehen die nächsten fünf Wege erneut auf dem Prüfstand.

Naturparkgeschäftsführer Christoph Würflein verwies nochmals auf das Projekt „Wandern mit Profil“, das vor einigen Jahren gestartet wurde: „Durch eigens entwickelte Qualitätskriterien und einer flächendeckenden Verbesserung der Wege anhand dieser Kriterien gilt seitdem das Qualitätsversprechen des Altmühltal-Panoramaweges auch für die qualitätsgeprüften Schlaufenwege.“ Bei allen Wegen wurden damals die Markierung optimiert und teilweise die Routen auf attraktivere, naturnähere Strecken verlegt. Würflein hatte zudem einen Tipp für Wanderinteressierte parat: Die Wege sind in der Wanderbroschüre „Die schönsten Rundwanderwege im Naturpark Altmühltal“ zusammengefasst.

Urkunden für die Nachzertifizierung erhielten Dietfurt und Breitenbrunn (Schlaufe 23), Altmannstein (Schlaufe 24 – Schambachtal-Wanderweg), Riedenburg (Schlaufe 25), Essing (Schlaufe 26) und Kelheim (Schlaufe 27 – Weltenburger Höhenweg).

Entscheidungsfreiheit für Kommunen!

Aktuelles zum Thema Straßenausbaubeitrag

Im Bayerischen Landtag wurde  in Erster Lesung über den Gesetzesentwurf der Freien Wähler zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge beraten. Der hiesige Stimmkreisabgeordnete Manuel Westphal weist noch einmal auf seine Ansicht hin, die er bereits vor den Freien Wählern und dem Auftreten der Bürgerinitiative zu dem Thema vertreten hatte: „Wichtig ist, dass die Kommunen mehr Entscheidungsfreiheit erhalten und zwar insbesondere auch bei der Frage, ob eine solche Satzung überhaupt eingeführt werden muss.

Es war zunächst als erster Schritt wichtig, dass in unserem Landkreis keine „rechtlichen“ Tatsachen geschaffen wurden durch die Einführungen von weiteren Beitragssatzungen, nachdem eine Gesetzesänderung möglich erschien. Deshalb habe ich auch Landrat Gerhard Wägemann und alle Bürgermeister frühzeitig von den Entwicklungen informiert. Infolgedessen haben auch die akut betroffenen Städte Weißenburg und Gunzenhausen die Einführung einer Satzung zurückgezogen. Wichtig war auch, dass das Landratsamt dann von der zwingenden Frist zur Einführung und Umsetzung vorerst abgesehen hat.

Meinen Standpunkt zu der Thematik hatte ich bereits mitgeteilt. Diesen Standpunkt hat nunmehr in der Plenarsitzung auch die CSU-Fraktion so eingenommen: Nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes im vergangenen Jahr war das „soll“ im Gesetzestext faktisch zu einem „muss“ für die Gemeinden geworden. Es bestand seit dem also ein Zwang zur Einführung derartiger Satzungen und zwar weitestgehend unabhängig von der konkreten Situation vor Ort. Nach wie vor sehe ich es als die beste Lösungsmöglichkeit an, den Kommunen eine echte Entscheidungsfreiheit zu geben und zwar unabhängig von ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit!

Der zuletzt diskutierte Gesetzesentwurf ist dagegen nicht zu Ende gedacht. Es wird nicht ersichtlich, wie sich die Beträge errechnen sollen und wie die Verteilung unter den Kommunen erfolgen soll. Letztendlich müssen nämlich auch hier die Bürger für die Kosten aufkommen, wenn auch als Steuerzahler.

Neben der Entscheidungsfreiheit der Gemeinden bei der Einführung einer derartigen Satzung erscheint es aus meiner Sicht als weiteren Schritt sinnvoll, dass Mittel für die Straßen der Gemeinden im kommunalen Finanzausgleich zukünftig noch stärker berücksichtigt werden. Die Verteilung würde dabei nach dem bislang bewährten System erfolgen. Der kommunale Finanzausgleich, mit dem Mittel des Freistaats Bayern an die kommunalen Ebenen fließen, ist seit 2011 um mehr als 2,5 Mrd. Euro auf 9,5 Mrd. Euro angewachsen, wovon die Gemeinden bereits in den letzten Jahren erheblich profitiert haben.

Wichtig ist aber auch, dass noch mehr als bislang in den Kommunen auf den Erhalt von Straßen wert gelegt wird, so dass gar kein Ausbau oder eine Verbesserung erforderlich ist und dafür auch keine Kosten anfallen. Schließlich handelt es sich bei den Straßen einer Kommune auch um gemeindliches Vermögen, das es zu erhalten gilt und zwar primär durch den Erhalt dieser Straßen. Dies ist immer noch der beste Weg, um Geld zu sparen.

An und für sich soll im Frühjahr 2018 das aktuelle Kommunalabgabengesetz, welches die Erhebung von Beiträge regelt, überprüft und bewertet werden. Ich bin der Meinung, dass diese Evaluation vorgezogen, Details ausgiebig diskutiert und frühzeitig eine Änderung hin zu der genannten Entscheidungsfreiheit der Gemeinden vollzogen werden muss. Damit hätten die Bürger frühzeitig Klarheit, wie es hier weitergeht.“

Blumengruß im November

Ein zartes Pflänzchen hat sich behauptet. Die Magerwiesen-Margerite in einer Wasserpfütze des Kirchweihplatzes in Gunzenhausen trotz den bisherigen kalten Temperaturen, denn sie blüht immer noch.  Foto: Falk

Die Planung geht weiter

Schlungenhof: Mehrere Trassen sind vorstellbar

Die Holzbauer-Trasse (rote Linie in Verbindung mit der gepunktet dargestellten Bahnlinie) wird vom Verkehrsministerium favorisiert. Das Verfahren aber läuft ergebnisoffen.

Die Ortsumgehung von Schlungenhof ist in der Planung. Das Straßenbauamt Ansbach pflegt einen offenen Bürgerdialog mit den Anliegern und Grundstücksbesitzern in Schlungenhof, aber auch Laubenzedel, denn die Problematik betrifft schließlich beide Ortsteile. Die Schlungenhöfer haben seit Jahrzehnten die B 13 mitten durch ihr Dorf. Das bedeutet für sie eine enome Verkehrsbelastung, denn es sind dort täglich an die 12000 Fahrzeuge unterwegs. Als Vorort von Gunzenhausen  (und direkt am Altmühlsee) hat Schlungenhof ein großes Entwicklungspotenzial, dem eigentlich nur die B 13 im Wege steht, die den Ort durchtrennt. Möglicherweise wird Schlungenhof als ein städtdebauliches Sanierungsgebiet ausgewiesen, wenn erst einmal die Straßenproblematik gelöst ist.

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, der die Veranstaltung zusammen mit Projektleiterin Nadine Kießling vom Straßenbauamt Ansbach moderierte, äußerte an die Schlungenhöfer und Laubenzedeler die Bitte, das Verfahren als Chance zu sehen und nicht abzublocken. „Das Straßenbauamt könnte es sich auch leicht machen und eine vorgegebene Trasse durchziehen, aber es hat sich für den Bürgerdialog entschieden“, sagte der Rathauschef, der zusammen mit Amtschef Heinrich Schmidt, Abteilungsleiter Werner Ott und weiteren Mitarbeitern des Amts Rede und Antwort stand.

Nach dem von Heinrich Schmidt aufgezeigtem Terminplan soll bis Ende 2018 fest stehen, welche der fünf Varianten realisiert werden soll. Denn bis zu diesem Zeitpunkt verlangt auch die Deutsche Bahn Klarheit, wie es mit den drei höhengleichen Bahnübergangen weiter gehen soll. Die Bahn ist dabei, bundesweit alle Anlagen dieser Art zu beseitigen, denn sie blockieren einen schnellen Zugverkehr.  Beide Maßnahmen stehen in einem zeitlichen Zusammenhang.

In der letzten Zusammenkunft ging es darum, eine Vorauswahl vorzunehmen, aber das erwies sich als ein schwieriges Unterfangen. Die Vorstellungen der Schlungenhöfer stehen im Gegensatz zu denen der Laubenzedeler. Die einen wollen die B 13 draußen haben und endlich ihr Dorf entwickeln können, die anderen sind dagegen, dass die neue B 13 nahe an ihren Ort heranrückt. Und die Flur dazwischen soll nach den Wünschen der Landwirtschaft und des Naturschutzes nicht mit einer neuer Trasse durchzogen werden. „Wir müssen unsere Umwelt über die Politik stellen“, sagt daher die Ortssprecherin Ella Reichardt. Sie und die Schlungenhöfer favorisieren die Bündelung von B13 und Bahn auf der sogenannten „Holzbauer-Trasse“ von Muhr bis Schlungenhof, die im Osten der Stadt an die B 466 angebunden werden soll. Frau Steinweg-Pitsch von der Laubenzedeler Seite fürchtet ein starke Lärmbelästigung, wenn die Trasse nahe an Laubenzedel vorbeiführt.

Die Holzbauer-Trasse (4,3 Kilometer) würde an Laubenzedel vorbeiführen, im Einzelfall sogar wäre der Abstand zu Bahn/B13 nur 25 Meter (440 m von Schlungenhof entfernt). Diese Variante würde für Schlungenhof eine Verkehrsentlastung um 43 Prozent bringen.

Die Variante 2 (2,4 Kilometer) würde zwischen den beiden Orten hindurchführen (Abstand Schlungenhof 550 m, Laubenzedel 280 m). Für Schlungenhof würde sie eine Entlastung um 38 Prozent bringen. Daneben gibt es noch zwei weitere Varianten (3 und 5), die auf der oben abgebildeten Karte dargestellt sind. Die 5er würde vom Surfzentrum Schlungenhof aus in einem Bogen bis zu McDonalds führen, die 3er hätte in etwa den gleichen Verlauf, würde aber etwas früher (vor Surfzentrum) nach Norden abschwenken. Neu ist die so genannte Null-Variante. Sie sieht vor, an der jetzigen Trasse nichts zu ändern, sondern nur in Schlungenhof entsprechende bauliche Maßnahmen zu errichten, die den Verkehrslärm mindern.

Von Laubenzedeler Seite ist als neue Variante die Westumfahrung des Altmühlsees (von Ornbau, Muhr bis Schlungenhof) ins Gespräch gebracht worden. Ihr räumt Amtschef Schmidt aber keine Chance ein, denn eine völlig neue Trasse ist unrealistisch. Nicht zuletzt würde das Wiesenbrütergebiet zu stark tangiert. In einer „Faunistischen Planungsraumanalyse“, die später einmündet in eine Umweltverträglichkeitsstudie, geht es ohnehin darum, die Lebensräume des Gänsesägers,des Turmfalken und der Zauneidechse zu sichern. „Verdachtsflächen“ gibt es auch für die Fledermaus und die Haselmaus.

Amtschef Schmidt und Projektleiterin Nadine Kießling versicherten den Schlungenhöfern und Laubenzedelern: „Wir sind ergebnisoffen!“ Vom  Bundesverkehrsministerium allerdings weiß man, dass es die Variante 1 (Holzbauer-Trasse) bevorzugt.

 

Bald beginnt die Bebauung

Für die Gunzenhäuser ist es ein ungewohnter Anblick: In der Albert-Schweitzer-Straße gibt es eine ganz neue Perspektive, denn das zweistöckige Wohnhaus sowie die Geschäftsräume der Familie Stingl sind dem Erdboden gleichgemacht worden. Die Bauträger-Firma Köhnlein aus Wettelsheim baut dort ein Mehrfamilienhaus sowie mehrere Einfamilienhäuser. Der Stadtrat hat mit seiner Zustimmung zur Planu ng den Weg frei gemacht.

Kulturpreis für Andreas Oehlert

Auszeichnung wird am 1. Februar verliehen

Der Künstler Andreas Oehlert wird ausgezeichnet. Foto: Uwe Niklas

Der bildende Künstler Andreas Oehlert erhält den mit 7.500 Euro do-tierten Otto-Grau-Kulturpreis 2018. Damit würdigt die Jury die künstlerische Tä-tigkeit des 51-jährigen. Die Verleihung findet am 1. Februar statt.

Andreas Oehlert wurde 1966 in Fürth geboren, wo er heute noch lebt und arbei-tet. Von 1990 bis 1997 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Professor Rolf-Gunter Dienst und erhielt 1993/94 ein Stipendium für ein Gastsemester an der Akademie der Schönen Künste in Krakau. 1996 wurde er zum Meisterschüler ernannt. Es folgte 1999 ein Anschlussstudium am Chelsea College of Art and Design London mit einem Masterabschluss. 2004/5 führte ihn ein Stipendium an die Cité des arts in Paris.
Oehlert ist einer der kreativsten Künstler in Franken, der sich ständig weiter ent-wickelt und neue Facetten seines Werkes zeigt. Ob bei seinen raumfüllenden Werken oder im Kleinen, die Kunst von Oehlert ist stets von höchster ästhetischer Raffinesse, überrascht immer wieder mit neuen Sichtweisen und Perspektiven. Ob in seinen Fotoarbeiten, Installationen Videoarbeiten, Skulpturen, in seinem graphischen Werk, seinen Zeichnungen oder Bühnenbildern, Oehlert lotet Raum-situationen, lässt Räume neu erfahrbar werden und reflektiert Seinsbedingungen auf unterschiedlichste, immer wieder überraschende Art.
Für sein Wirken hat Andreas Oehlert bereits etliche Auszeichnungen erhalten, so beispielsweise den Debütantenpreis des Freistaates Bayern, den Kulturförder-preis der Stadt Nürnberg, den Förderpreis des Bezirks Mittelfranken und den Kul-turpreis der Stadt Fürth.
Die Otto und Hildegard Grau-Kulturstiftung wurde 1993 von Dr. Hildegard Grau gegründet in Würdigung des Lebenswerkes ihres Mannes, des Malers Otto Grau (1913 bis 1981). Seitdem wird alle zwei Jahre der Otto-Grau-Kulturpreis an bil-dende Künstler, Musiker oder Schriftsteller verliehen, deren Leben oder Werk in Beziehung zu Franken oder zur Arbeit Otto Graus steht. Bisherige Preisträger waren unter anderem Werner Knaupp, Werner Heider, Frank-Markus Barwasser, Inge Gutbrod, Bernd Böhner, Christian Rösner, Nora Gomringer, Hubertus Hess.
Die Verwaltung der Stiftung obliegt dem Bezirk Mittelfranken als Stiftungsvorstand.

Die „Marke FDP“ gewinnt

Gedanken zur aktuellen Politik

Belustigend schreibt der Glossist der „WELT“ (25. November) von einer „Koalition der Unwilligen“ (Union und SPD) . Und er fährt fort: „Deutschland wird zu einer konstitutionellen Demokratie mit Angela Mugabe Merkel als weltlichem und geistlichem Oberhaupt auf Lebenszeit, Frank-Walter Steinmeier als oberstem Gesprächstherapeuten, Sigmar Gabriel als Minister des Äußersten und allen anderen Sozialdemokraten als Hofnarren“.

SPD-Parteichef tut sich schwer, die Kurve zu kriegen. Er hat seine Partei schon einen Tag nach der Wahl auf die Oppositionsbank gesetzt. Nun muss er zurückrudern, und war auf Druck jener Abgeordneten, die um ihre Jobs und Diäten fürchten. Er hat die Stimmungslage zunächst richtig eingeschätzt („Wir gehen in die Opposition“), muss nun aber spüren, dass andere (Steinmeier) das Heft des Handelns an sich reißen. Aber was ist, wenn die Mitglieder gegen eine GroKo votieren? Kann es sich die Spitze erlauben, die Abstimmung zu missachten?

Die SPD hat ohnehin eine Strategie betrieben, die merkwürdig und unverständlich ist. In den letzten zwei Jahren, wenn nicht schon länger, hat sie in der Regierung mit den Unionsparteien sozusagen Opposition in der Regierung betrieben. Das ist Fakt. Sie hat nicht einmal ansatzweise versucht, ihre unbestrittenen Erfolge (Mindestlohn und Rente mit 63) herauszustellen. Wenigstens das hätte sie tun müssen.  Stattdessen war es ihr wichtiger, sich von der gemeinsamen Regierungsarbeit abzusetzen.

Die CSU darf sich nicht länger von Horst Seehofer vorführen lassen. Es käme einer Katastrophe  noch schlimmer als am 24. September gleich, wenn sie bis zur Landtagswahl im Herbst 2018 keine Klärung herbeiführen würde.  Es gibt nur einen Weg: Seehofer muss den Weg für Söder freimachen! Angenommen, es bliebe Seehofer Parteichef (und  würde Minister in Berlin) und Söder würde erst Im Sommer 2018 Ministerpräsidenten-Kandidat, so wäre das ein Dauerzoff auf höchster Ebene. Das kann die CSU nicht wollen. Söder hat schon zu oft erleben müssen, dass Seehofer hauptsächlich eines nicht ist: verlässlich.

Es geschieht immer wieder: Die fest in ihren Sesseln sitzenden Spitzenpolitiker verstehen nicht die Zeichen der Zeit. Im Fall von Angela Merkel erleben wir in diesen Wochen, wie die Zeit über sie hinweg geht. Die Diskussion bekommt eine eigene Dynamik. Sie hält sich für unersetzlich. Das gleiche gilt aber auch für Seehofer, der seiner CSU ein unwürdiges Schauspiel liefert. Sein Titel: „Wie verhöhne ich meine Parteifreunde?“

Mehr und mehr erkennen die Jamaika-Partner, wie fragwürdig und wenig belastbar ein solches Bündnis gewesen wäre.  Es hat sich wieder einmal bestätigt: Es kann noch so lange geredet werden, wenn das gegenseitige Vertrauen  (und vielleicht auch eine Portion persönliche Zuneigung) fehlt, dann hat alles Geschäftsmäßige keinen Sinn. Dass das Scheitern eines solchen Bündnisses bald  gekommen wäre, bedarf keiner besonderen prophetischen Begabung. Die nächsten Wochen werden das offenbaren. Wie gut, dass Christian Lindner die Reißleine gezogen hat!

Für die FDP, die nach vier Dürrejahren personell ausgedünnt und wenig ministrabel  ist, kommt es jetzt darauf an, sich programmatisch zu festigen. In der parlamentarischen Oppositionarbeit  werden sich dann auch neue Spitzenleute von Format herausbilden. Wie sehen jetzt schon, dass Marco Buschmann und Nicola Beer eine gute Figur machen. Ganz sicher kommen andere dazu, die Christian Lindner entlasten können. Die „Marke FDP“ jedenfalls wird an Wert gewinnen und an der Hauptstadtbörse wird sie nach oben klettern. Es kommt jetzt darauf an, die markanten Positionen (10 Leitlinien) plakativ herauszustellen.

Die „neue FDP“ muss deutlich machen, dass sie für eine freie und soziale Marktwirtschaft steht – und gegen Auswüchse des Finanzkapitalismus. In der Migrationspolitik muss sie auf einem Einwanderungsgesetz beharren, das zwischen Asyl für wirklich individuelle Verfolgte, einem vorübergehenden humanitären Schutz für Flüchtlinge und der Einwanderung in den Arbeitsmarkt unterscheidet. Das politische Asyl muss immer gelten, wenn für die Menschen eine Bedrohung von Leib und Leben vorliegt.  Menschen, die nach Deutschland kommen, weil sie sich hier eine bessere wirtschaftliche Zukunft erhoffen, können  nur dann ihre Familie nachziehen, wenn sie eine langfristige Aufenthaltserlaubnis bekommen haben. Das gleiche gilt für die Menschen, die subsidiären Schutz (ein Jahr, höchstens drei Jahre) genießen.  In der Europapolitik muss es ein deutliches Signal geben, dass eine Geldumverteilung allein auf Kosten der deutschen Steuerzahler nicht geben kann. Sicher ist ein gewisser Finanzausgleich unter den europäischen Staaten  geboten, aber noch wichtiger sind Anreize für die Problemländer, ihre Volkswirtschaften auf Vordermann zu bringen und stabile Verhältnisse zu erreichen. Europa muss viel stärker emotional wahrnehmbar sein und darf nicht nur als Umverteilungsmaschine agieren.

Auf gesellschaftspolitischem Gebiet ist noch stärker als bisher auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu achten und bei der Rente sollte es keine starren Altersgrenzen mehr geben, sondern mehr Flexibilität. Das gilt auch für die Arbeitszeit. Tarifverträge unter den Sozialpartnern werden nicht überflüssig, aber Detailregelungen sollten noch stärker betrieblichen Vereinbarungen überlassen werden.

Werner Falk, Stadtrat der FDP in Gunzenhausen

Eisbahn ist geöffnet

 Gunzenhausens Angebot für Wintersportler

Das Band wird durchschnitten und die Eisbahn freigegeben.

Jetzt können die Eisläufer auf dem Marktplatz ihre Runden drehen.

Nun ist sie wieder geöffnet, die Gunzenhäuser Eisbahn. Wie Bürgermeister Karl-Heinz Fitz erklärt, ist sie ein Gemeinschaftswerk von Stadt und der Gunzenhäuser Wirtschaft, die im Stadtmarketingverein zusammengeschlossen sind.  Die Firmen (vorneweg das Baustoffunternehmen Huber & Riedel) haben sich kräftig ins Zeug gelegt und einen ansehnlichen finanziellen Beitrag geleistet, damit sich die Gunzenhäuser und ihre Gäste am Eislaufen erfreuen können. Erstaunlicherweise sind unter den Sponsoren auch Firmen aus dem ganzen Landkreis und den Nachbarlandkreisen, darunter die Stadtbrauerei Spalt.

Wer keine eigenen Schlittschuhe hat, der kann sich am Kassenhäuschen die passenden Stiefel ausleihen (4 Euro). Wer sich nicht aufs Eis wagt, der kann nebenan bei Harry (Cafe „Am Wehrgang“) einen Glühwein schlürfen oder sich bei der Familie Maisel (Süßigkeiten) bedienen.

Der Andrang bei der Eröffnungsveranstaltung zeigte bereits, dass die Menschen aus der Region  das Angebot sehnsüchtig erwartet haben. Kaum hatte der Rathauschef allen Sponsoren und beteiligten Stellen (Sonderlob für den städtischen Bauhof, der in kurzer Zeit den Aufbau vorgenommen hatte) gedankt, waren die „Kids“ auch schon auf dem Eis, das auch heuer von Eismeister Klaus Carl gepflegt wird.

Übrigens ist die Eisbahn 2017 nicht mehr geleast. Der Stadtrat hatte im Vorfeld entschieden, dass eine eigene Eisbahn angekauft wird. Somit entfallen schon einmal die Mietgebühren, die auch nicht gerade gering waren.

Geöffnet ist die Eisbahn bis 7. Januar, und zwar montags von 14-18 Uhr, dienstags von 14-19 Uhr, mittwochs und donnerstags 14-20 Uhr, freitags von 14-21 Uhr, samstags von 11-21 Uhr, sonntags von 11-20 Uhr.

An Heiligabend und am 1. Weihnachtsfeiertag ist die Bahn geschlossen, aber am 2. Weihnachtsfeiertag ist sie von 11-20 Uhr, an Silvester von 11-15 Uhr und an Neujahr von 13-20 Uhr geöffnet. Wichtig für die Schulkinder: In den Ferien ist die Analge schon ab 13 Uhr zugänglich.

Für Kinder bis fünf Jahre ist der Eintritt frei!. Die Tageslarte für Kinder und Jugendliche kostet 2 Euro, die Tageskarte für Erwachsene 4,50 Euro, die Familienkarte 7,50 Euro, die Dauerkarte für Kinder und Jugendliche 20 Euro, die Dauekarte für Erwachsene 45 Euro.

 

Netzwerkmagazin für Entscheider

Doppelausgabe ist erschienen

Ein Podium für die westmittelfränkische Wirtschaft ist die „Business Lounge“, eine Begegnungsplattform „Utnernehmer treffen Unternehmer“. Das ist durchaus im doppelten Sinne zu verstehen, denn einmal ist es ein Marketingnetzwerk und Wirtschaftsforum für Westmittelfranken und das benachbarte Hohenlohe (Baden-Württemberg), andererseits ein gedrucktes „Netzwerkmagazin für Entscheider“, das viermal im Jahr erscheint. Verantwortlich dafür ist Andreas Fuhr (Trust Business Lounge GmbH), die Redaktionsleitung des Magazins hat der Journalist Mathias Neigenfind.

Die neue, als Doppelnummer erschienene Ausgabe hat eine Themenvielfalt wie noch nie. „Das genossenschaftliche Bankmodell ist zukunftsfäiger als andere“, sagen die vier Vorstände der VR-Bank Feuchtwangen-Dinkelsbühl, Dr. Christoph Glenk, Bernd Großmann, Markus Kober und Fabian Neitzel. Nicht zuletzt führte die anhaltende Niedrigzinsphase dazu, dass sich die ehemals selbständigen Banken vereinigten, aber auch die hohen Personalkosten waren ein Grund dafür. Die Vorstände sehen ihren Weg als optimal an, denn es werden keine Arbeitsplätze vernichtet, sondern die Mitarbeiter nicht mehr ersetzt, die altersbedingt ausscheiden. Das gilt übrigens auch für zwei der vier Vorstände. Auch sie werden nach ihrem Ausscheiden nicht mehr ersetzt.

Stefan Böhme vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, vertritt die Auffassung: „Wir produzieren zu viele Akademiker“. Hinter der „Kloßteigstory“ verbirgt sich die Erfolgsgeschichte des Wassermungenauer Unternehmers Hans Henglein. Daneben enthält das Magazin viele Berichte von erfolgreichen „Entscheidern“ aus der Region, von beispielhaften Aktionen und „preiswürdigen“ Resultaten.

Die nächsten großen Veranstaltungen sind schon geplant: 31. Januar Business Lounge in Rothenburg und 22. Februar Empfang der Wirtschaft im Landkreis Ansbach in Wassertrüdingen.

Wer sich für das Netzwerk interessiert, für den gibt es hier die Kontaktadresse im Internet: www.unternehmer-treffen-unternehmer.de