Monthly Archives: Juli 2017

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Bayer 3-Band rockte bei Regens Wagner

Partystimmung unter Menschen mit Behinderung

„Das hat tierisch Spaß gemacht bei euch, ihr seid super, danke!“ Mit diesen Worten verabschiedete sich Edi van Beek, BAYERN 3-Musikchef und Frontmann der BAYERN 3-Band, unter großem Beifall von der Regens Wagner Bühne. Am Freitagspätnachmittag, einen Tag vor dem Auftakt zur Bayern 3 Radl-Tour, spielten die Musiker ein Konzert für Bewohner, Mitarbeiter und Freunde von Regens Wagner Absberg im Garten des Kunstbesetzten Hauses in Gunzenhausen. Auf Anfrage hatten die Anheizer für Mark Foster extra den Termin für das Extrakonzert freigeschaufelt. „Wir finden es toll, für und mit Menschen mit Behinderung Musik zu machen und gemeinsam eine gute Zeit zu haben“, sagte Edi van Beek im Vorfeld des Auftritts. Neben dem Sänger und Gitarristen  sorgten Laura Wachter (Gesang), Thomas „Thommi“ Müller (Gitarre), Thomas „Thommi Stottrop (Schlagzeug) und Michael Müller (Bass) mit Rock-/Pop-Klassikern wie „Summer Of 69“, „So Lonely“ oder „Angels“ für ausgelassene Partystimmung unter den rund 200 Besuchern. Diese ließen sich nicht lange bitten und sangen lautstark mit, als für das Geburtstagskind Tommi Müller „Happy Birthday“ angestimmt wurde.

Schon beim Vorprogramm der Regens Wagner Band, bestehend aus Menschen mit und ohne Behinderung, wurde kräftig mitgeklatscht. Vor Ihrem eigentlichen Auftritt rockte die Bayern 3 Band bei drei Stücken gemeinsam mit den Regens Wagner Musikern die Bühne. Dabei sorgten besonders die ausgebildeten Powerstimmen der Moderatorinnen-Kolleginnen Kerstin Schulz (Radio IN) und Laura Wachter (Bayern 3 Musikredaktion) für Gänsehautmomente. Unter der Augen von Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Wolfgang Eckerlein, Amtsleiter Tourismus und Kultur sowie Pressevertreten wurde vor der Bühne getanzt und mitgesungen.

Während und auch nach Ende des Konzertes sah man nur strahlende Gesichter, so dass Einrichtungsleiter Dr. Hubert Soyer bei seinem Dankeschön an die Musikerinnen und Musiker zu Recht konstatierte: „Was kann man Schöneres erzielen, als Momente des Glücks? Und die haben wir heute erleben dürfen. Dafür herzlichen Dank an euch!“ Lob von Seiten der Bayern 3 Band gab es nicht nur für das Publikum und die Organisatoren der Veranstaltung, sondern auch für die vom Gunzenhäuser Gitarrenbauer Robert Walch zur Verfügung gestellten „Veranda Gitarren“-Unikate mit originell bayerischem Look.

 

Zu Ehren der Radler beflaggt

Sonnenaufgang in der chinesischen Wüste

„Bob“ Wiehn und Hans Metz grüßen von ihrer mehrmonatigen Reise nach China. Die letzte Nachricht der beiden Gunzenhäuser Liegerad-Touristen:

Unvorstellbar gigantisch: Unterirdische Geschäftsstraße.

Massentourismus: Beim Mittagessen herrscht große Hektik.

Unsere große China Radtour neigt sich dem Ende zu. Wir haben die uigurische Hauptstadt Ürümqi mit dem Rad erreicht. Wir sind jetzt über 7000 km geradelt, davon rund 600 km in China. Es ging zuletzt durch durch karge Steppe und wüstenähnliche Landschaft entlang der alten Seidenstrasse ostwärts bei hohen Temperaturen. So sind wir froh, dass wir nun in dieser 3,5 Millionen Einwohner großen Stadt sind. Von da aus haben wir eine Bustour zum Himmelssee (Naturschutzgebiet), umgeben von Gletscher der Fünftausender, unternommenen. Hier oben in 2000 Meter herrschen angenehme Temperaturen, im Gegensatz zum Tal mit über 35 Grad im Schatten. Es sieht aus wie am Königssee,  nur war es eine Tortur von vier Stunden  im überhitzten Bus dorthin zu kommen (und wieder zurück). Es waren gefühlte 10.000 Chinesen und Uigurien  außer uns auch noch dort. Allein das ist ein unglaubliches Erlebniss, auch wegen den übertriebenen Sicherheitsmaßnahmen. Das aber ist eine eigene Geschichte, die keiner glaubt, der nicht selber hier war. Z. B.  wurden uns die Taschenmesser am Bahnhof abgenommen.

Dann wir mit dem super tollen Schellzug über die Berge in die alte Stadt Turpan gefahren, der angeblich heißesten Stadt Chinas am Rande der Wüste Gobi und nördlich des in der uigurischen Sprache genannten Aydingkol-See („See des Mondlichts”) gefahren. Es hat 36 Grad im Schatten, gefühlte 45 Grad, wie in der Sauna. Daher sind die meisten Geschäfte unter der Erde in einem Labyrinth von Gängen (sehr interessant).  Als wir die trostlose Landschaft vom Zug aus sahen, waren wir wieder bestätigt, diese eintönige und menschenarme Gegend nicht über Wochen durchfahren zu müssen. Es wäre eine Tortur geworden bei den extremen Bedingungen.

Die Oberfläche des Aydingkol-Sees liegt 154 Meter unter dem Meeresspiegel. Er ist er damit der am niedrigsten gelegene See in China. Der Aydingkol See wird durch den geschmolzenen Schnee aus den Bergen gespeist, das Wasser verdunstet im Sommer und das ausgewaschene Salz bleibt dann übrig. Im See sind kristalines Salz und Glaubersalz im Überfluss vorhanden.  Kein Wunder: Es leben keine Fische mehr im See.
Nun haben wir eine sehr interessante Tour unternommenen. Dazu haben wir uns einen Fahrer genommen und die Liegeräder im Hotel gelassen. Diese Eindrücke möchte ich euch durch diese Bilder an euch weitergeben.  Sehr beeindruckend war die Fahrt bei Sonnenaufgang in die Wüste zu den flammenden Bergen, den dünenählichen Sandbergen (Foto) sowie die 1000-Buddha-Höhlen. Danach konnten wir Staunen wie ein Fluss aus den Bergen, der später versiegt, eine Lebensader für ein ganzes Weinbaugebiet bildet.

Das Jahrtausende alte unterirdische Bewässerungssystem der Stadt Turpan mit angeblich 5400 Kilometer Länge der Kanäle. Ansonsten gäbe es diese Stadt nicht in dieser unwirklichen Gegend.
Zum Schluss noch der Hammer: An unserem  Hotel in Ürümqi wehte heute die deutsche FLagge neben der chinesischen. Auf Nachfrage bei der Hotelleitung nach dem Grund dafür: „Wir haben Gäste aus Deutschland, die mit dem Fahrrad hier sind. Wir konnten es kaum glauben.“

Nun sind wir schon etwas aufgeregt, ob morgen (29. Juli)  alles klappt mit Gepäck, Fahrräder und Anhänger.  Da wir euch sechs Stunden voraus sind, hat unsere letzte Nacht auf dieser Reise schon begonnen.  In wenigen Stunden radeln wir nach dem Frühstück zum Flughafen von Ürümqi.

Flinke Nadeln, buntes Garn und edle Stoffe

Besuch bei der Stickmanufaktur Müller in Weißenburg

Von links: Gerhard Hertlein (AWO Therapiezentrum und Museum Schloss Cronheim), Anja Preul (Stickmanufaktur Müller), Arben Lumi (Friseur Schneider), Silke König (Stickmanufaktur Müller), Helena Herzog (Bäckerei Herzog), Christian Wendt (Grönharts Schreiner), Otto Herzog (Bäckerei Herzog), Daniela Müller, Florian Müller, Frank Schiesl (Weißenburger Lebkuchenmanufaktur), Martin Müller, Klisch (Uhren–Juwelen–Service Klisch), Max Müller, Klaus Hüttinger (Grönharts Schreiner), Harald Braun (Foto Atelier Braun), Eva Satzinger (Gold- und Silberschmiede Satzinger), Manuel Philipp (Uhren–Juwelen–Service Klisch), Stefanie Hoffmann (Marme-Lädle), Sandra Hüttinger, Stefan Renner (Renner Raumausstattung)


Diesmal startete das Netzwerktreffen mit einer Betriebsbesichtigung der Stickmanufaktur Müller in Weißenburg. Das Familienunternehmen gibt es schon seit 15 Jahren und veredelt Textilien aller Art mit Schriften oder Logos: bestickt oder bedruckt. Vor 2 ½ Jahren verlegte man den Unternehmensstandort von der Innenstadt in die Jahnstraße Weißenburgs. Das war viel Arbeit räumt Geschäftsführer Martin Müller ein. Denn immerhin musste ein ehemaliger Kuhstall zum Produktionsraum umgebaut werden. Doch der große Vorteil ist nun, dass Wohnen und Arbeiten unter einem Dach stattfinden. Gemeinsam mit Frau Daniela und zwei Mitarbeitern werden die individuellen Kundenwünsche durch die Manufaktur erfüllt.

Die Handwerkerkollegen staunten nicht schlecht, mit welcher atemberaubender Geschwindigkeit die Stickmaschinen ihre Muster auf die Hemden, Cappies oder Westen zaubern. Doch am Ende ist auch viel Handarbeit gefragt, wenn das Schutzflies oder überstehende Fäden abgeschnitten werden müssen.

Im Anschluss führte Regionalmanager Andreas Scharrer von der Zukunftsinitiative altmühlfranken im Brandenburger Hof durch das Arbeitstreffen der Gruppe. Im Mittelpunkt stand die Rückschau auf die erfolgreiche Präsentation des Netzwerks auf der Messe Altmühlfranken in Weißenburg. Doch auch in die Zukunft wurde geblickt: denn nächstes Jahr werden die Handwerker im Juni wieder einen Tag des Handwerks veranstalten.

Unternehmen, die an einer Netzwerkteilnahme interessiert sind, können sich gerne bei der Zukunftsinitiative altmühlfranken melden (Tel: 09141/902-196, andreas.scharrer@altmuehlfranken.de) oder zum nächsten Treffen kommen. Gastgeber ist dann die Weißenburger Lebkuchenmanufaktur.

Reichtum ohne Gier

Bemerkenswertes Buch von Sahra Wagenknecht

Sahra Wagenknecht, die Fraktionsvorsitzende der Linken im Deutschen Bundestag und attraktives Aushängeschild der Partei, mag dem politischen Beobachter lange Zeit als die „rote Sarah“ suspekt gewesen sein, aber vermutlich wird er sein Pauschalurteil korrigieren, wenn er ihr jüngstes Buch „Reichtum ohne Gier“ liest. In ihm lädt sie zu einem volkswirtschaftlichen Seminar ein, aber keinem, das strotzt vor Fremdwörtern und Fachbegriffen, sondern eine verständliche Auseinandersetzung mit der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung ist.

Sie findet, dass die europäische (nicht nur die deutsche) Gesellschaft den Stempel „Sackgasse statt Innovation“ verdient.  Ein Beispiel: In nur 88 Minuten bestrahlt die Sonne die Erde mit 470 Exajule. Das ist soviel wie die ganze Menschheit das ganze Jahr an Energie verbraucht.  Könnten wir nur ein Zehntelprozent der Sonnenenergie einfangen, ergäbe das sechsmal so viel Energie wie die Weltwirtschaft heute benötigt.  Wir müssten nur 20 Prozent des Windes nutzbar machen, um siebenmal soviel Elektrizität zu gewinnen wie die Weltwirtschaft heute benötigt. Es sind Zahlen wie diese, die den Leser nachdenklich machen.

Die Wirklichkeit sind anders aus. Der deutsche Energiemix schleudert mehr Kohlendioxyd in die Luft als vor der grünen Energiewende.  Die streitbare Linke sagt: „Mit staatlichen Subventionen werden Öko-Glücksritter reich gemacht anstatt die Entwicklung grüner Technologie voranzutreiben.“  Derzeit aber wird nach ihrer Meinung innovative Technologie nur dann entwickelt, wenn sie extrem hohe Renditeerwartungen erfüllt. Sie ärgert sich, dass die Weltunternehmen heute  ihre Gewinne mehr durch Finanzmanipulationen machen als durch Innovation und sie sich immer neuer Tricks des internationalen Steuerbetrugs bedienen.

Sahra Wagenknecht, die in Volkswirtschaft promoviert hat, wird heute von der Politikerkaste als eine Frau ernst genommen werden, die weiß, vorüber sie redet (und schreibt). Sie genießt reichlich Reputation über die Parteigrenzen hinweg. Peter Gauweiler von der CSU, steht nicht im Ruf, ein Linker zu sein, aber er räumt ein: „Die Autorin beherrscht die Kunst des klaren Denkens.“ In ihrem Buch erklärt sie selbst schwierige Zusammenhänge verständlich und so wird die Lektüre zu einem Vergnügen für alle, die kein Volkswirtschaftsstudium hinter sich haben.

In ihren politischen Grundpositionen  ist sie gefestigt. Sie ist dagegen, dass der Staat immerzu nur die Risiken trägt, den Unternehmen aber die Renditen garantiert werden. Die Privatisierung von ehemals staatlichen Leistungen hat ihrer Meinung nach den Abzockern in die Hände gespielt. Und sie sagt ganz klar: „Eine Staatsform, die aus einer Wirtschaft erwächst, in der wirtschaftliche Märkte von wenigen privaten Monopolisten beherrscht werden, ist nicht die Demokratie, sondern die Oligarchie.“

Wettbewerb und Kapitalismus sind nach ihrer Lehre ein Widerspruch. Sie wendet sich gegen eine Wirtschaftsordnung, in der  leistungsloses Kapitaleinkommen  dominiert. Dass Wettbewerb nicht gewollt ist, das liegt nach ihrer Ansicht klar auf der Hand, denn im Wettbewerb fallen Gewinne dem Konkurrenzkampf zum Opfer. Das Schlagwort  „Die Unternehmer brauchen den Kapitalismus“ liegt, so Dr. Wagenknecht , völlig daneben und ist ein großer Irrtum. Die Unternehmen würden wegen des schwierigen Zugangs zum Kapital eher in ihrer Entfaltung und Entwicklung behindert. Sie wählt in ihrer „Vorlesung“ den Begriff der „Inklusiven Gesellschaft“ als dem Gegenteil der kapitalistischen Gesellschaft. Durch die Ausschaltung von Konkurrenz, also dem Wettbewerb, werde es leichter möglich, leistungsloses Einkommen zu erzielen.  Solange möglichst hohe Renditen der Maßstab allen Wirtschaftens sei, werde auch die Digitalisierung den Menschen nicht von Mühsal und Stress befreien und ihm ein gutes Leben bringen. Ihr Horrorbild besteht darin, dass heute aus Postboten und Taxifahrern wie früher aus den Bergarbeitern verzweifelte Langzeitarbeitslose werden. Daraus folgert sie klar: „Es sind die Strukturen der kapitalistischen Wirtschaft selbst, die uns daran hindern, den technologischen Fortschritt zu unser aller Wohl zu nutzen.“

Wagenknecht, die von 2004 bis 2009 dem Europäischen Parlament angehörte,  strebt in ihrem wirtschaftspolitischen  Zielvorstellungen das Modell einer „Mitarbeitergesellschaft“  und „Gemeinwohlgesellschaft“ statt der Kapitalgesellschaft an. Ganz konkret fordert sie ein „Entflechtungsgesetz“, um die Konzentration wirtschaftlicher Macht zu begrenzen.  Das hatte übrigens der FDP-Wirtschaftsminister Reiner Brüderle auch schon gewollt, ist damit aber gescheitert.  Auf Wagenknechts Agenda steht eine neue Wirtschaftsordnung, die es ermöglicht, Wohlstand im Einklang mit der natürlichen Umwelt zu produzieren.                                               WERNER FALK

„Reichtum ohne Gier“ von Sahra Wagenknecht; 292 Seiten, ISBN 978-3-593-50516-9, Campus-Verlag, 19,95 Euro.

 

Starke Eltern und Kinder – gut gerüstet ins Leben

Teilnahme an der Elternbefragung noch bis zum 7. August möglich

Unendlich viele Anforderungen aus Gesellschaft, Schule und Beruf prasseln täglich auf Familien nieder und wollen bewältigt sein. Dabei allem gerecht zu werden ist schwierig. Angebote zum Thema Familienbildung helfen dabei die Elternkompetenz zu stärken und den Alltag leichter zu meistern. Angefangen bei Bewegung über Ernährung bis hin zu finanziellen Hilfestellungen gibt es vielfältige Familienbildungsangebote.

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen hat sich auf den Weg gemacht, zu untersuchen, was Familien im Alltag unterstützt und ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Universität Eichstätt-Ingolstadt dazu ins Leben gerufen. Angebote der Familienbildung bieten dabei eine große Chance, da sie Eltern und Familien von Anfang an begleiten und stark machen für die Herausforderungen des Alltags.

Dieses Projekt hat bereits über die Landkreisgrenzen hinaus Interesse geweckt und wurde  am 26. Juli 2017 bei einem Netzwerktreffen zum Thema „Frühkindliche Bildung“ von Prof. Dr. Stüwe, Leiter des Zentralinstituts für Ehe und Familie der Universität Eichstätt-Ingolstadt, in Maxhütte vorgestellt.

Um die Wünsche der Eltern zu erfahren und um herauszufinden, welche Angebote sie bereits nutzen, wurde eine breit angelegte Elternbefragung gestartet, die dies mit Hilfe eines anonymen Fragebogens ermittelt. Die Fragebögen wurden über Kindergärten und Schulen unseres Landkreises an die Eltern verteilt. Mehrere tausend Fragebögen sind mittlerweile wieder zurückgekommen. Familien, die bisher noch keinen Fragebogen erhalten haben, wie z.B. Eltern mit einem Kind, welches noch in keine Betreuungseinrichtung geht, finden den Fragebogen auf der Homepage des Landkreises unter www.landkreis-wug.de/familienbildung.

Der Fragebogen kann noch bis zum  07. August ausgefüllt und zurückgeschickt werden.

Für Rückfragen steht Susanne Ott, Jugendhilfeplanerin am Landratsamt, unter der Telefonnummer 09141 902-433 oder per Mail unter susanne.ott@landkreis-wug.de zur Verfügung.

 

 

Jakob an der Himmelsleiter

Open-Air-Musikal am 9. August in Absberg

Eine besondere Veranstaltung findet am 9. August im Bürgergarten Absberg statt, wenn das Musical „Was auch sein wird“ aus der Feder des in Haundorf lebenden Ruhestandspfarrer Helmut Müller aufgeführt wird. Premiere hatte das für das Lutherjahr 2017 geschriebene Stück beim Kirchentag am Pfingstmontag auf dem Hesselberg.
Nun kommen Solisten und Solistinnen sowie Chor und Band der Uraufführung erneut zur Wiederholung in Absberg zusammen, um die Geschichte der Zwillingsbrüder Jakob und Esau, ihrer Eltern Isaak und Rebekka und – aus Jakobs Zufluchtsort Haran – der beiden Schwestern Rahel und Lea zu spielen, zu singen und zu musizieren.
Am bekanntesten in dieser Geschichte ist wohl die nächtliche Szene „Jakob an der Himmelsleiter“ (1. Mose 28), als dem betrügerischen und flüchtenden Jakob im Traum ganz unverdient Gottes Vergebung und Segen zugesprochen wird. Manche Kirche schmückt diese Darstellung, so auch die Evangelische Kirche in Absberg. Den Schluss des Musicals bilden die bewegend in Szene gesetzte Versöhnung der verfeindeten Brüder und der darüber angestimmte Jubelgesang „Heute wolln wir wieder fröhlich sein / und uns der Versöhnung freun“, in den auch alle Besucherinnen und Besucher einstimmen dürfen.
Wie bei der Kirchentags-Premiere wird der Autor Helmut Müller wieder Regie führen, und der Nürnberger Musiker Chris Halmen, der die Lieder für die Bandbegleitung arrangiert hat, die musikalische Leitung übernehmen.
Die von der Evangelischen Kirchengemeinde und der Marktgemeinde Absberg veranstaltete Aufführung findet im Bürgergarten Absberg statt und beginnt um 20.30 Uhr (Einlass ab 19.30 Uhr). Sie dauert eineinhalb Stunden. Der Eintritt ist frei (hm).

Stadtradeln: „Team FDP“ auf Rang 2

Die stärkste Gruppe hinter den „Wormer Radlern“

Das Stadtradeln 2017 ist am Sonntag, 22. Juli, zu Ende gegangen. Fest steht, dass das „Team FDP“ hinsichtlich der Teilnehmer unter den 36 Mannschaften den 2. Platz einnimmt.

Nach dem endgültigen Stand sieht das Ergebnis so aus:

Gestartet sind 36 Teams mit 744 Teilnehmern, darunter 22 Kommunalpolitiker, für die eine extra Wertung vorgenommen wird. Alle zusammen sind in drei Wochen 185189 Kilometer geradelt, das ist das 4,4-fache der Länge des Äquators.

Die meisten Radler stellte das Team „Die Wormer Radler“ mit 141 Aktiven und 36458 gefahrenen Kilometern, gefolgt vom „Team FDP“ mit 107 Teilnehmern und 28645 Kilometern vor dem Team    der CSU Gunzenhausen mit 71 Radlern, die 13472 Kilometer gestrampelt sind. Dahinter rangieren 65 Radler aus dem Rathaus Gunzenhausen (17216 km) und vom FC Gunzenhausen mit 55 Teilnehmer (7464 km).   Gemessen an der Kilometerleistung ergibt sich folgendes Bild: 1. Wormer Radler, 2. Team FDP, 3. Rathaus, 4. CSU Gunzenhausen, 5. ReCycling.

Unser Team hat sich gegenüber dem letzten Jahr erheblich steigern können (2016: 83 Radler).  Die Kilometerleistung aller entspricht einer Kohlendioxid-Einsparung von 4067 Kilogramm. Im Durchschnitt sind die Teilnehmer 267,7 Kilometer gefahren (12. Platz). Besser waren die „Biergartenradler“ des TV Gunzenhausen, die einen Schnitt von 918 Kilometern erzielten.

Problemlöser mit Sitz in Haundorf

Landrat besuchte die Firma REMA Fügetechnik GmbH

Bei der Besichtigung von links nach rechts: Andreas Pitsch, Beate Steinweg-Pitsch, Landrat Gerhard Wägemann, Rainer Pitsch

Ein mittlerweile weltweit aktives Unternehmen steuert seine Geschäfte aus der Firmenzentrale im beschaulichen Haundorf heraus. Wie ein altes Bauernhaus Firmensitz der REMA Fügetechnik GmbH wurde, die Mitarbeiter Herausforderungen innerhalb der Automobilbranche meistern und stetiges Wachstum einen Neubau in Gunzenhausen nötig machte, diese Fragen wurden Landrat Gerhard Wägemann während eines Unternehmensbesuchs beantwortet.
Eigentlich war das Unternehmen bei seiner Gründung vor über 30 Jahren eine reine Handelsvertretung. Spätestens mit einer entscheidenden Erweiterung des Kundenstamms am damaligen Firmensitz in Altdorf gelang jedoch der Einstieg ins eigene Warengeschäft. Seither können die Geschäftsführer auf ein andauerndes Wachstum ihres Unternehmens zurückblicken. Mittlerweile werden insgesamt 40 Mitarbeiter beschäftigt, davon zehn im eigenen REMA Kompetenzzentrum in Österreich. Und dass REMA einiges an Kompetenzen vorzuweisen hat, davon zeugt nicht zuletzt die Referenzliste renommierter Automobilhersteller.
Das Familienunternehmen, neben den beiden Brüdern Andreas und Rainer Pitsch ist auch Andreas‘ Ehefrau Beate innerhalb der Geschäftsleitung aktiv, versteht sich als Problemlöser rund um das Thema Fügetechnik. Neben der langjährigen Vertriebserfahrung im Bereich Schweiß- und Klebetechnik gehören nämlich auch kompetente Dienstleistungen zum Firmenportfolio. „Unsere Geschäftspartner kommen mit einer Idee im Kopf auf uns zu und unsere Fachleute setzen diese als Full-Service-Systempartner um.“, beschreibt Andreas Pitsch das Vorgehen. So werden die Auftraggeber von der Projektierung bis hin zur erfolgreichen Endabnahme und Inbetriebnahme von Maschinen umfassend betreut. Die Ersatzteilversorgung, die technische Wartung und ein umfassendes Schulungsangebot runden das Portfolio ab.
Dabei ist die REMA Fügetechnik GmbH kein produzierendes Gewerbe. Das Unternehmen verfügt vielmehr über ein im Laufe der Jahre entstandenes Firmennetzwerk aus Komponentenherstellern, die die verschiedenen Bauteile für REMA anfertigen. So kann der Betrieb z.B. komplette Schweißzellen an seine Kunden ausliefern, die wiederum größtenteils aus der Automobilbranche kommen. „Der entscheidende Vorteil für unsere Auftraggeber liegt dabei darin, dass diese nur noch mit einem einzigen Ansprechpartner kommunizieren müssen. Das spart Zeit und manchmal auch Nerven!“, erklärte Rainer Pitsch das Geschäftsmodell. Der Qualitätsanspruch der Branche ist dabei sehr hoch, weshalb der Betrieb die Qualitätskontrolle bewusst selbst übernimmt und so für eine geringe Reklamationsquote und hohe Kundenzufriedenheit sorgt.
Wie sich eine Unternehmerfamilie mit hessischem Ursprung einen bayerischen Standort in Haundorf aussucht? „Es war der Charme eines alten fränkischen Bauernhauses, der letztlich den Ausschlag dazu gab. Nach liebevoller Renovierung entstand genau darin unsere neue Firmenzentrale.“, erklärten die Familienmitglieder ihre Entscheidung, die auf den ersten Blick außergewöhnlich erscheinen mag. Für die Unternehmer ist zudem die hohe Lebensqualität im Landkreis, das Seenland sowie die gute Lage in Europa ein entscheidender Standortvorteil, sodass dieser Schritt bisher nie bereut wurde. Im Gegenteil, der mit jährlich ca. zwei Azubis ausgestattete Ausbildungsbetrieb errichtete aufgrund der wachsenden Betriebsgröße eine neue, 1250 Quadratmeter große Lagerhalle im Gunzenhausener Industriegebiet. Durch diese Investition sieht sich das Unternehmen für die weitere Zukunft sehr gut aufgestellt. Entscheidend für den Erfolg als Dienstleister ist für REMA jedoch eine kompetente und hochmotivierte Mannschaft. Das Unternehmen bildet deshalb gezielt aus, fördert Weiterbildung und setzt als Familienunternehmen aus Überzeugung auf kollegialen Zusammenhalt während und neben der Arbeit.
Während des Betriebsrundgangs und des anschließenden interessanten Gesprächs zeigte sich Landrat Wägemann und die Wirtschaftsförderung angetan von den Eindrücken. „Wir freuen uns, dass die Vorzüge unseres Standortes erkannt wurden und ein aufstrebendes Unternehmen seinen Platz in Altmühlfranken gefunden hat!“, lautete das Resümee des Landrats. Für die sicherlich aufregende Zukunft, die im Zusammenspiel mit der Automobilbranche unweigerlich zu erwarten ist, wünschte Wägemann alles Gute und bedankte sich für die Gastfreundschaft.

Windsbacher Knabenchor ist Preisträger

Entscheidung über den Wolfram-von-Eschenbach-Preis 2017

Mit dem Wolfram-von-Eschenbach-Preis des Bezirks Mittelfranken ausgezeichnet wurde der Windsbacher Knabenchor. Foto: infranken.de

Der mit 15.000 Euro dotierte Wolfram-von-Eschenbach-Preis geht in diesem Jahr an den Windsbacher Knabenchor. Der Bezirkstag von Mittelfranken traf diese Entscheidung einstimmig.  „Die Windsbacher stehen für die Synthese von Musikalität, Vielseitigkeit, Genauigkeit und Reinheit des Klangs“, so die Auffassung der Jury.

Seit 70 Jahren behauptet sich der Windsbacher Knabenchor, dessen künstlerischer Leiter seit 2012 Martin Lehmann ist, als Spitzenensemble der Vokalszene weltweit. Der musikalische Schwerpunkt des Chors, dem rund einhundert Sänger im Alter von neun bis 19 Jahren angehören, liegt auf der geistlichen Musikebene, wobei das Repertoire von der Renaissance bis hin zur Moderne reicht. Neben A-cappella-Werken sämtlicher Epochen bis hin zu Werken von Duke Ellington umfasst es vor allem die großen Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel oder Wolfgang Amadeus Mozart. Zahlreiche Rundfunk-, Fernseh-, Platten- und CD-Aufnahmen sowie Konzertreisen ins Ausland und viele Preise belegen den internationalen Ruf des Windsbacher Knabenchors.

Die drei Förderpreise zu je 5.000 Euro gehen im Bereich Bildende Kunst an das Nürnberger Künstler-Duo Matthias Böhler und Christian Orendt, an die Papierkünstlerin Aja von Loeper aus Nürnberg sowie im Bereich Musik an die in Dietenhofen (Kreis Ansbach) gegründete fränkische Folkband Gankino Circus. Matthias Böhler und Christian Orendt arbeiten seit zehn Jahren gemeinsam an meist raumfüllenden, komplexen Installationen, die einen ironischen und zum Teil sarkastischen Blick auf die Welt werfen. Aja von Loepers bearbeitet Papier mit unterschiedlichen Werkzeugen, es entstehen Blätter von plastischer, reliefartiger Strukur. Cankino Circus stehen für einen Stilmix unter anderem aus fränkischen Kirchweihliedern, ungarischer Volksmusik, türkischen Klängen, gemischt mit Balkan-Zirkus-Klamauk. Die Preisverleihung findet am 24. Oktober in Wolframs-Eschenbach statt.

Finanzamt energetisch saniert

Das Finanzamt Gunzenhausen ist in den letzten beiden Jahren energetisch saniert worden. Das Staatliche Hochbauamt Ansbach hat dafür 950000 Euro ausgegeben. Das imposante Ämtergebäude am Hindenburgplatz ist zuständig für alle Steuerzahler aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.