Monthly Archives: April 2017

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Bankgeheimnis quasi abgeschafft

Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz verabschiedet

Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) bedauert die Entscheidung des Deutschen Bundestags, das Bankgeheimnis endgültig abzuschaffen. Die Steuerbehörden können somit in Zukunft unbegrenzt und ohne Anfangsverdacht Einblicke in Bankkonten nehmen. Dies ermöglicht das heute verabschiedete Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz. Es hebt den § 30a der Abgabenordnung auf, der die Finanzämter anwies, auf das besondere Vertrauensverhältnis zwischen Bank und Kunde Rücksicht zu nehmen. Für Sammelauskünfte, die bislang nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt waren, werden die Hürden wesentlich gesenkt.

„Das geht sehr weit“, kommentiert GVB-Präsident Jürgen Gros den Beschluss. Zwar sei es richtig, mit harten Bandagen gegen Steuerkriminalität zu kämpfen. Dies werde auch von den bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken mit Nachdruck unterstützt. Jedoch würden durch die neue Rechtslage alle Bankkunden unter Generalverdacht gestellt. Gros weiter: „Das Vertrauensverhältnis zwischen Kunde und Bank leidet enorm, wenn ohne seine Kenntnis massenhaft Daten vom Fiskus abgefragt werden.“

Zudem kritisiert der Verbandspräsident das Abrücken vom bewährten Prinzip der verdachtsbezogenen Überwachung: „Die Steuerbehörden können künftig nach Gutdünken uneingeschränkt Kundendaten durchforsten“, so Gros. „Das ist ein weiterer Schritt hin zum gläsernen Bürger.“

Der Genossenschaftsverband Bayern e.V. (GVB) vertritt die Interessen von 1.278 genossenschaftlichen Unternehmen. Dazu zählen 260 Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie 1.018 ländliche und gewerbliche Unternehmen mit insgesamt rund 51.000 Beschäftigten und 2,9 Millionen Mitgliedern. Damit bilden die bayerischen Genossenschaften eine der größten mittelständischen Wirtschaftsorganisationen im Freistaat.

Kommunale Hochbauprojekte

Geld des Freistaats für zehn Vorhaben im Landkreis

Das Bayerische Finanzministerium hat heute die Zuweisungen für kommunale Hochbauprojekte bekanntgegeben. In unserer Region werden 10 Projekte mit insgesamt rund 7 Mio. Euro gefördert. „Die Zuwendungen nützen vor allem der Bildung und Betreuung unserer Kinder“, verdeutlicht der Landtagsabgeordnete Manuel Westphal.
Zahlreiche Projekte können in diesem Jahr im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gefördert werden.
So erhält der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen für die Generalsanierung der Einfachsporthalle mit Umbaumaßnahmen sowie Herstellung eines barrierefreien Zugangs zu den Freisportanlagen des Simon-Marius-Gymnasiums in Gunzenhausen eine Förderung von 207.000 Euro. Auch für die Erweiterung der Staatlichen Realschule in Weißenburg werden 850.000 Euro in Aussicht gestellt.
Die Stadt Gunzenhausen profitiert für die Generalsanierung der Sporthalle der Stephani-Schule Gunzenhausen von 350.000 Euro.
Auch die Stadt Treuchtlingen bekommt eine Förderung für die Generalsanierung der Grundschule Hahnenkammstraße (312.000 Euro) sowie für den Neubau der Kindertageseinrichtung in Schambach (300.000 Euro).
Der Zweckverband Senefelder Schule Treuchtlingen erhält für den Ersatzneubau der Schule einschließlich einer Sporthalle mit Außensportflächen eine Förderung von 4.000.000 Euro. Den Förderbescheid hat Staatsminister Dr. Markus Söder vor wenigen Wochen bereits persönlich bei einem Besuch in Treuchtlingen überreicht.
Die Brandschutzertüchtigung und Generalsanierung der Grundschule in Weißenburg wird mit 300.000 Euro gefördert. Außerdem bekommt die Stadt für den Ersatzneubau mit Mensa, Schulküche, Ganztagsschulräumen sowie Fach- und Klassenräumen der
Mittelschule „Am Seeweiher“ eine Förderung von 700.000 Euro.
Auch die Gemeinde Alesheim kann bei der Sanierung der Grundschule von einer Förderung von 25.000 Euro profitieren.
Für die Umbaumaßnahmen im Kindergarten zur Schaffung neuer Kinderplätze erhält die Gemeinde Westheim eine Förderung von 26.000 Euro.
„Der Freistaat Bayern beweist mit dieser Förderung einmal mehr die Unterstützung gerade auch für den ländlichen Raum. Die Bildung und Betreuung unserer Kinder und Jugendlichen sollte möglichst wohnortnah möglich sein. Durch die hohe Förderung in diesem Jahr trägt der Freistaat Bayern wieder dazu bei, diese noch zu verbessern“, bekräftigt Westphal. Die Bauförderung von öffentlichen Schulen und die Förderung von Baumaßnahmen von Kindertageseinrichtungen nach Art. 10 FAG stellen einen der Schwerpunkte des kommunalen Finanzausgleichs dar. In diesem Jahr erreicht der kommunale Finanzausgleich bayernweit insgesamt über 8,9 Mrd. Euro. Aufgrund des nach wie vor sehr hohen Investitionsbedarfs wurde der Haushaltsansatz für Fördermittel nach Art. 10 FAG um über 70 Millionen Euro auf insgesamt 500 Millionen Euro erhöht. Dazu kommt, dass der bisherige Fördersatz-Orientierungswert für Kommunen mit durchschnittlicher finanzieller Lage um 10 Prozentpunkte auf nunmehr 50 Prozent
angehoben wurde.

Bachelorstudium ohne Abitur?

Das geht auch neben Vollzeitjob und Familie!

Lernen ist heute zu einem stetig andauernden Prozess geworden. Produkte werden immer schneller durch neue ersetzt. Innovationen müssen sich deshalb heute viel rascher am Markt positionieren. Was gestern noch als zeitgemäß galt, kann morgen bereits ausgedient haben. Nur wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter zum Lernen animieren, können sie ihre Wettbewerbsfähigkeit und die der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen erhalten. Wissenschaftliche Weiterbildung soll den Lernenden bei der Lösung
ihrer Herausforderungen im beruflichen Umfeld helfen.
Die Studienangebote am kunststoffcampus bayern ermöglichen lebenslanges Lernen auch ohne Abitur und neben Vollzeitjob und Familie. Derzeit werden von der Hochschule Ansbach am Studienzentrum Weißenburg die Bachelorstudiengänge „Strategisches Management (SMA)“ und „Angewandte Kunststofftechnik (AKT)“ angeboten.
Informationsveranstaltungen: 04.05.2017 und 29.06.2017 jeweils donnerstags um 16:30 Uhr und 21.07.2017 und 15.09.2017 jeweils freitags um 14:30 Uhr am kunststoffcampus bayern, Richard-Stücklen-Straße 3, 91781 Weißenburg
Wir bitten um Anmeldung unter sonja.hein@hs-ansbach.de
Gut zu wissen: Ab 2. Mai 2017 beginnt die Bewerbung für alle im Oktober beginnenden Studiengänge der Hochschule Ansbach.
Vorab finden Sie hier Informationen zu den Studiengängen:
Angewandte Kunststofftechnik www.hs-ansbach.de/akt
Strategisches Management: www.management-exzellenz.de
kunststoffcampus bayern Studienzentrum Weißenburg der Hochschule Ansbach Richard-Stücklen-Straße 3 91781 Weißenburg i. Bay.
Tel. 09141 874669-0 Fax 09141 874669-169 www.kunststoffcampus-bayern.de

Informationen zu den Studiengängen im Studienzentrum Weißenburg:
Der Studiengang „Strategisches Management“ ist ein branchenübergreifender betriebswirtschaftlicher
Studiengang, der mit dem „Bachelor of Arts“ abschließt.
Der Studiengang „Angewandte Kunststofftechnik“, ist ein ingenieurwissenschaftlicher Studiengang, durch
den der „Bachelor of Engineering erlangt wird.
Das Fachwissen wird von erfahrenen Hochschulprofessoren, Dozenten und Lehrbeauftragten aus
verschiedenen Bereichen der Hochschule Ansbach vermittelt. Da die Studiengänge sehr praxisnah sind,
kann das gewonnene Wissen im gewohnten Arbeitsumfeld vertieft und umgesetzt werden.
Die Studierenden stärken – mit ihren im Studium erworbenen Qualifikationen – durch die Einführung
neuer Ideen und Lösungen maßgeblich die Innovationskraft, die Wettbewerbsfähigkeit und nicht zuletzt
den Geschäftserfolg des jeweiligen Unternehmens.

Spalatin und die Reformation

Martin Burkert aus Spalt-Hagsbronn referiert

500 Jahre Reformation. Das bedeutet Luther auf allen Kanälen. Im protestantischen Kernland Altmühlfranken gibt es eine Reihe von Veranstaltungen im Lutherjahr. Der Verein für Heimatkunde Gunzenhausen beginnt damit am Dienstag, 23. Mai, um 19.30 Uhr im Gasthof „Adlerbräu“ . Der Vortragsabend hat das Thema „Spalatin und die Reformation“.

Weil  es im Team der Reformations -Mannschaft einen Mittelfranken aus Spalt gibt, wird die Sache für die Lokalgeschichte interessant. Es ist so, wie wenn ein Gunzenhäuser im Kader von Bayern München wäre und tolle Tore schießt. Da wacht selbst ein Fußballmuffel auf!

Beim Vortag des Vereins für Heimatkunde will der Spalatin-Biograf Martin Burkert aus Spalt-Hagsbronn Georg Spalatin, geborener Burkhardt, ins Licht neben Martin Luther rücken. Spalatinus, der kleine Mann aus Spalt, hat er sich nach seiner Heimat auf Lateinisch genannt, weil man den Namen Burkhardt nicht übersetzen kann – und lateinisch ging es damals bei den Studierten zu.

Er wird manchmal Steuermann der Reformation genannt. In der Mannschaft war er eher als Verteidiger eingesetzt. „Gemeinsam wollen wir – auch im Gespräch – seine Rolle im dramatischen Geschehen vor 500 Jahren betrachten“, kündigt Martin Burkert  an. Fast kein anderes Ereignis der Geschichte  wirkt so deutlich bis in unsere  hoffentlich endlich voll ökumenische Gegenwart hinein.

Die Veranstaltung wird eingeleitet mit dem Jahresbericht des Vorsitzenden Werner Falk und des Schatzmeisters Hans Minnameyer. Auch die Neuwahl der Vorstandschaft steht nach drei Jahren an.

 

Hervorragende Homepages gesucht

Mittelfränkischer Website Award 2017

Mittelständische Unternehmen mit innovativen und originellen Internet-Seiten können sich für den „Mittelfränkischen Website Award 2017“ bewerben, der von der IHK Nürnberg für Mittelfranken ausgeschrieben wird. Online-Bewerbungen sind bis 18. Juni 2017 unter www.mittelfraenkischer-website-award.de möglich. Eine Jury wählt die drei besten Internet-Auftritte aus, die sich durch besondere Kundenorientierung, hervorragende Funktio-nalität und hohe Benutzerfreundlichkeit auszeichnen.
IHK, Tel. 0911 1335-320
richard.duerr@nuernberg.ihk.de
www.mittelfraenkischer-website-award.de

„Das Montags-Thema“ im Lutherhaus

„Befreit leben lernen bei Martin Luther“

Die evangelische Kirchengemeinde Gunzenhausen lädt alle Interessierten sehr herzlich ein zu einem
Vortragsabend im Rahmen des Reformationsjubiläums: „Befreit leben
lernen bei Martin Luther“

Termin: Montag, 15. Mai, um 19.30 Uhr im Lutherhaus, Hensoltstraße 27a.
Referent ist Pfarrer Claus Bergmann. Nach dem Vortrag ist Gelegenheit für Rückfragen und zur Diskussion.
Der Eintritt ist frei.

„Edelsteine“ der Gesellschaft

Der wichtige Beitrag der Nachbarschaftshilfe Gunzenhausen

Sie gehen mit älteren, alleinstehenden, behinderten oder hilflosen  Menschen zum Arzt, sie kaufen mit ihnen ein, stellen die Mülltonnen raus, helfen ihnen bei Behördengängen, machen kleine Reparaturen in ihren Wohnungen und betreuen Migrantenkinder bei ihren Hausaufgaben. Die Rede ist von den fleißigen Helfern der „Nachbarschaftshilfe Gunzenhausen“. Im letzten Jahr haben die 18 Leute bei 327 Einsätzen 544 Stunden geholfen und sind dabei 3627 Kilometer gefahren.

Ihr Sprecher Werner Seifert, der Vorsitzende des Seniorenbeirats Gunzenhausen, äußerte sich in der letzten Stadtratssitzung zur Tätigkeit der Nachbarschaftshilfe und gab auch eine ungeschminkte gesellschaftliche Zustandsbeschreibung ab: „Wir verbessern ohne Unterlass unsere Wohnungen, unsere Gesundheitspflege, unsere Maschinen und Hilfsmittel, unseren Unterricht an den Schulen, aber sollte der Umgang miteinander keine Verbesserung erfahren?“ Aus Egoisten, die nichts für andere übrig hätten, baue man keine Gesellschaft, in der es sich gut leben lasse, sagte Seifert. Nur gute Menschen bildeten eine glückliche Nation.

Die Chronologie der Nachbarschaftshilfe: Aus der Mitte des Seniorenbeirats wurden im Frühjahr 2014 drei Koordinatoren bestimmt, die sich mit den inzwischen auf 18 Personen angestiegene Helferschaft bemühen, den Bürgern bis ins hohe Alter hinein die gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, denn:  „Jeder Tag, der zuhause verbracht werden kann, ist für die Gesellschaft als Ganzes ein Gewinn.“ Für die Helfer sei es ein gutes Gefühl sagen zu können, „ich habe jemanden geholfen“.

Im Koordinationsbüro im Fachwerkstadel, den die Stadt zur Verfügung stellte, wird nach dem Motto „So viel Bürokratie wie nötig, so wenig Bürokratie wie möglich!“  Der Service kommt bei den Gunzenhäusern gut an, denn immer mehr Hilfesuchende melden sich, aber gottlob kommen auch immer mehr Helfer dazu. Werner Seifert: „Dennoch ist es für viele ältere Menschen noch eine große Überwindung, nach Hilfe zu fragen.“

„Wir schenken den Hilfesuchenden vor allem Zeit und ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Nöte“, stellt Seifert fest. Die monatlichen Teamgespräche dienten den Problemlösungen und der Planung neuer Vorhaben.  Er äußerte sich zufrieden über die Zusammenarbeit mit der Stadt und ihre tätige Hilfe. Die Gründung eines Vereins sei deshalb bisher nicht notwendig erschienen.

WERNER FALK

Eine persönliche Bemerkung: Die Arbeit des Seniorenbeirats und mithin auch der Nachbarschaftshilfe verdient öffentliche Anerkennung. Ich danke als Stadtrat der FDP deshalb allen, die sich engagieren und denen keine Zeit zu schade ist, um den Menschen zu helfen, die der Unterstützung bedürfen. Ich wünsche ihnen auch das Augenmaß, um unangebrachte Leistungsanforderungen von berechtigten Ersuchen unterscheiden zu können. Die neueste Initiative, die Etablierung der „Mitfahrerbank“ in unseren Ortsteilen, die an kein öffentliches Nahverkehrsnetz angeschlossen sind, wird von mir nach Kräften unterstützt.

Respekt vor Fitzners Werk

Landesverein für Heimatpflege besichtigte AIZ in Muhr

Wer könnte das Altmühlsee-Informationszentrum (AIZ) kompetenter vorstellen als Roland Fitzner?  Niemand, denn der frühere Muhrer Bürgermeister war schließlich der Initiatior und die treibende Kraft des Projekts. Dass es gar nicht so einfach war, die Maßnahme durchzusetzen und die Fördergelder dafür zu bekommen, das vermittelte der aktive Ruheständler den Gästen recht anschaulich in seiner authentischen Art. Die Architekten unter den Teilnehmern der Exkursion des Landesvereins für Heimatpflege waren beeindruckt von der fachlichen Leistung des in Muhr engagierten Architekten Stefan Lautner (rechts), der aus Gunzenhausen stammt und in Freising ein Planungsbüro betreibt. Gast war auch Bezirksrat Alexander Küßwetter aus Ehingen (links).

Heute lässt sich sagen, dass Muhr am See in den letzten Jahrzehnten die richtige Politik betrieben hat. Die Kommune hat keine Leerstände aufzuweisen, wie so viele andere. Weil die Gemeinde Erfolg hat, sind auch die Bürger stolz darauf.  Das wiederum fördert die Identifikationsbereitschaft der Bewohner. Und einen direkten Vorteil haben sie auch davon, denn mit der Vitalität des Orts haben auch die Grundstücke ihren Wert erhalten bzw. erhöht.  Das lässt sich hingegen nicht von jenen Ortschaften sagen,  in denen Bauernhöfe und Wohnhäuser seit Jahren leerstehen und langsam verkommen. Sie gehören eindeutig zu den Verlierern des Strukturwandels.

Die Gäste brachten sozusagen ihren Mund gar nicht mehr zu, als sie ein weiteres architektonisches Denkmal sahen: das Franziskuskirchlein. Es ist das Vermächtnis von Roland Fitzner nach 27 Jahren als erfolgreicher Bürgermeister von Muhr am See. Das auffällige Kirchengebäude ist eine ökumenische Stätte.

„Kreativbier“ gewinnt immer mehr Freunde

Craftbier-Probe in Spalt

Für die traditionellen deutschen und speziell die bayerischen Brauereien waren die Biere, die außerhalb des Landes mit dem ältesten Reinheitsgebot (1516) nicht nach exakt den überlieferten Regeln gebraut werden, lange Zeit einfach unvorstellbar. Zum Teil gilt das auch heute noch für die allermeisten Brauereien. Sie wollen den Gerstensaft in seiner ganzen Reinheit und ohne jegliche Geschmackszusätze.

Die beiden Biersommelliers (rechts) und die Hoheiten gaben zusammen mit Moderator Alexander Höhn ihr Urteil ab.

Inzwischen aber formieren sich auch in Bayern die Craftbier-Produzenten. Es sind keine exotischen Spinner, sondern oftmals junge Braumeister, die einfach experimentieren wollen. Sie wissen, dass der traditionelle Biermarkt gesättigt ist, also braucht es neue Impulse. Und die kommen von ihnen. Im Landkreis ist die „Hechtbräu“ aus Zimmern experimentell unterwegs (der Falk-Report berichtet darüber), aber auch in der Fränkischen Schweiz, dem Stammland der handwerklichen Kleinbrauereien, mischen mutige Brauer nicht nur Hefe, Hopfen und Gerstenmalz ins Wasser, sondern auch Zusatzstoffe. Die sind nicht verboten, allerdings mussen sie entsprechend deklariert sein.  Aber das schmeckt der geübte Biertrinker ohnehin schon beim ersten Zug, ja bereits dann, wenn er seine Nase ans Glas hält.

Braumeister Uwe Schulz (links) und Moderator Alexander Höhn im Gespräch mit kreativen Braumeistern.

Für manchen Biertrinker, vielleicht auch für viele,  sind die Experimente „Teufelszeug“. Sie können sich nicht vorstellen,   ihre Kehle mit etwas anderem als mit „naturreinem“ Bier zu befeuchten. Wie gesagt, neuerdings gewinnen die „kreativen“ Biere Zulauf. Und das umso mehr, als die Konsumgewohnheiten sich ändern. Auf junge Leute und auch Frauen hat das Craftbier durchaus eine verlockende Wirkung. Der liberale Grundsatz „Jedem das Seine“ gilt auch in diesem Fall. Wir stehen zu unserem Reinheitsgebot, auf das wir als deutsche Biertrinker stolz sind, aber wir dürfen auch diejenigen nicht verächtlich machen, die sich den neuen Geschmacksvariationen hingeben. Für die Brauereiwirtschaft ist wichtig, dass der Absatz stimmt. Und den bestimmen längst nicht mehr die Handwerker (Brauer) allein, sondern ebenso die Marketingexperten, die auf der Suche nach neuen Absatzmärkten sind.

Die Spalter Stadtbrauerei hat das Craftbier „Heller Hans“ kreiiert. Braumeister Uwe Schulz präsentierte es zum Auftakt des Brauereifests. „1. Spalter CraftBier-Fest“ nannte sich das Event in der historischen Fasswichs, der schon nach kurzer Zeit ausverkauft war. Mit der Spalter Neuschöpfung zapften fünf weitere Brauereien für die Gäste ihr Craftbier: Braumanufaktur Hertl aus Schlüsselfeld, Hopferei Hertrich aus Feucht, New Beer Generation aus Nürnberg, Eppelein & Friends aus Nürnberg und Ravenkraft aus Nürnberg. Es gab vier Biere zum Verkosten (0,1-Liter), dazu durfte jeder Gast, der den Eintrittspreis von 15 Euro entrichtet hatte, ein schönes Craftbier-Glas mit heim nehmen. Vertreter der Craftbier-Brauereien äußerten sich gegenüber Moderator Alexander Höhn (Ellingen)  über das neue Angebot.

Knapp an einem Eklat vorbeigeschrammt

Die Veranstaltung in der Fasswichs ist allerdings nur knapp an einem Eklat vorbeigeschrammt. Die „Raith-Schwestern“, die jenseits der traditionellen Volksmusik ihren individuellen Style gefunden haben, gaben sich eingangs ausgesprochen „zickig“. Sie unterbrachen kurzerhand ihren Auftritt und drohten mit dem Abbruch, da ihnen der Geräuschpegel im Publikum („Haltet eure Papp’n“) zu hoch erschien. Der besserte sich nach einem Aufruf von Braumeister Schulz zwar, zugleich aber erhöhte sich die Leistung der Verstärkeranlage, so dass es für die meisten Zuhörer kein rechtes Vergnügen war, sich  zudröhnen zu lassen. Ihre Verpflichtung für das Bierevent war sicher falsche Entscheidung, was  die Raiths nicht in ein negatives Licht stellen soll. Die Localisation war einfach nicht geeignet für ihren Auftritt, der davon lebt, dass ihre Texte vom Publikum auch verstanden werden. Die Kabarettbühne ist für sie besser als eine bierseelige Community.

WERNER FALK

„Entdecke den Brombachsee“

Aktion „Abenteuerspielplatz“ am 29. April

Unter dem Motto „Entdecke den Brombachsee“ verwandelt sich der Brombachsee am 29. April 2017 in einen riesigen Abenteuerspielplatz für Familien. Stand-Up-Paddeln, Bogenschießen, Basteln, Schifffahren, Klettern, Angeln, Segeln oder Wakeboarden: An diesem Tag zeigt das Fränkische Seenland eindrucksvoll, was dieser See und mit ihm seine Anliegergemeinden Absberg, Pfofeld, Pleinfeld und Spalt sowie die Erlebnisschifffahrt Brombachsee und das Strandhotel Seehof in Langlau alles zu bieten haben. Ein besonderer Höhepunkt des Tages dürfte für viele Kinder die Schatzsuche sein: Daran teilnehmen können alle, die auf ihrer Stempel-Schatzkarte eine bestimmte Anzahl an Stationen absolviert haben: Auf einem festgesteckten Strandabschnitt sind kleine Holztruhen vergraben. Jeder Schatzsucher bekommt eine Schaufel – und auf Kommando darf gebuddelt werden. Gewinnen können die Goldgräber etwa ein Wochenende mit der ganzen Familie im Campingfass oder Tageskarten für verschiedene Freizeitangebote rund um den See (www.zv-brombachsee.de/entdeckedenbrombachsee).