Monthly Archives: Februar 2017

You are browsing the site archives by month.

Gewässerrandstreifen sind notwendig

Forderung des Landesbunds für Vogelschutz

Dr. Norbert Schäffer, LBV-Vorsitzender

Im neuen Magazin „Vogelschutz“ appelliert Dr. Norbert Schäffer, der Vorsitzende des Landesbunds für Vogelschutz in Bayern, für die verpflichtende Einführung von Gewässerrandstreifen, um  die Zuführung von Nährstoffen in die Fließgewässer zu verringern. In allen anderen deutschen Bundesländern ist der Gewässerrandstreifen bereits gesetztlich vorgeschrieben. Einzige Ausnahme: Bayern.  Der massive Eintrag von Schadstoffen in die Gewässer 3. Ordnung ist nach wie vor maßgeblich für die schlechte Gewässerqualität in Flüssen und Seen (Beispiel: Altmühlsee).

Dass die biologische Selbstreinigungskraft der Fließgewässer nicht mehr ausreicht, das bestätigt auch Prof. Albert Göttle vom Landesfischereiverband Bayern. Den Schmutzfrachten sei damit nicht mehr Herr zu werden. Die veränderte Landnutzung (Vermaisung) habe der Eriosiosanfälligkeit der Äcker  und somit die Einschwemmungen immens erhöht. 90 Prozent der bayerischen Fließgewässerarten seien Kieslaicher. Sie benötigten für die Eiablage sauberes, von sauerstoffreichem Wasser durchströmtes Kiessubstrat.

Enttäuscht stellt der Fischereiverbandspräsident fest, dass die Freiwilligkeit bei Bodenschutzmaßnahmen versagt.  In Bayern gebe es beispielsweise keine bodenschonenden Ansaatverfahren an erosionsgefährdeten Hanglagen. Die Umsetzung von Schutzmaßnahmen auf der Basis der Freiwilligkeit sei bisher überhaupt nicht   wirksam. „Sie ist kein taugliches Instrument, die Nitratwerte zu senken“, sagt Prof. Göttle.   –fa-

Kaufst Du noch oder reparierst du schon?

Informationsveranstaltung zur Eröffnung eines Repair Cafés

Werkeln gegen den Konsumwahn – Viele Leute haben handwerkliches Geschick, andere kaputte Dinge. Die Idee des Repair Cafés ist es, die beide Gruppen zum Basteln zusammenbringt. Und dies ohne Geld.

Auf Initiative der Freiwilligenagentur altmühlfranken und in Kooperation mit der Flüchtlingshilfe Wald e. V. findet  im „Café mittendrin“ in Gunzenhausen ab Ende März  2017 jeden letzten Freitag im Monat nachmittags ab 14 Uhr ein Repair Café statt. Erster Termin: Dienstag,  14. März 2017, um 19.30 Uhr

Der Infoabend im „Café mittendrin“  ist für alle Interessierten, die Lust haben, ihre handwerklichen Fähigkeiten einzubringen. Dabei sind Leute gefragt, die gerne reparieren beispielsweise Elektrogeräte oder Fahrräder oder die mit der Nähmaschine umgehen können.

Es geht darum, Dinge zu reparieren, die ansonsten weggeworfen würden. Ein Repair Café  ist keine Konkurrenz zu örtlichen Handwerksbetrieben.

Aus einer guten Idee ist inzwischen eine weltweite Bewegung geworden. Das Konzept des Repair Cafés kommt aus Amsterdam. Dort gründete im Jahr 2009 die Journalistin Martine Postma das erste Repair Café. Nachdem der Erfolg so groß war, gründete sie im Jahr darauf die Stiftung „Stichting Repair Café“, die nun weltweit lokale Gruppen unterstützt, die ein Reparaturcafé eröffnen wollen.

„Mit unserem Reparaturtreff wollen wir vermeiden, dass noch mehr Dinge in den Müll geworfen werden, wie dies leider oft der Fall ist“, so Margit Kleemann, Ansprechpartnerin für die Reparaturwerkstatt.

Beste Sanierungen werden prämiert

Mustergültige Denkmäler aus dem Bezirk Mittelfranken

Birgit und Klaus Schmidt haben dieses Anwesen am Heunischhof mustergültig saniert. Foto: Bezirk Mittelfranken

Der Bezirk Mittelfranken spricht seit vielen Jahren Bürgerinnen und Bürgern sowie Institutionen, die sich durch besondere denkmalpflegerische Leistungen verdient gemacht haben, Dank und Anerkennung aus. Kenntnis-reichtum, Herzblut und finanzielles Engagement sind notwendig, um alte Bausubstanz vor dem Verfall zu bewahren und für kommende Generationen zu erhalten. Dies würdigt der Bezirk Mittelfranken erneut in seiner 41. Denkmalprämierung, die insgesamt 53 historische Bauwerke berücksichtigt und wie in den Vorjahren in zwei Veranstaltungen aufgeteilt ist.
Die erste Prämierungsveranstaltung mit 25 Sanierungen aus der Stadt Schwabach sowie den Landkreisen Nürnberger Land, Roth und Weißenburg-Gunzenhausen findet statt am
Freitag, 10. März 2017, 14 Uhr, im Schloss Ratibor in Roth.

Preisträger sind aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen:
Alexander Schulz aus Störzelbach (Gesamtsanierung des Anwesens)
Alexander Huber (Sanierung der Fassade) in Göppersdorf (Höttingen)
Inge und Albrecht Bedal (Konservierung und Sanierung) in Pappenheim
Birgit und Klaus Schmidt (Gesamtsanierung des Gutshauses) in Heunischhof (Treuchtlingen)

Die übrigen 28 Denkmäler werden am Freitag,  24. März , um 14 Uhr im Bezirksrathaus Ansbach prämiert. Sie stammen aus den Städten Erlangen und Nürnberg sowie den Landkreisen Ansbach, Erlangen-Höchstadt, Fürth und Neustadt/Aisch-Bad Windsheim.

Unterwegs in China

Reiseführer und Bildband aus dem Kunth-Verlag

Das vom Kunth-Verlag herausgegebene Buch „Unterwegs in China“ erschließt das „Reich der Mitte“ auf 340 Seiten. Es ist Bildband, Reiseführer und Atlas zugleich. Längst sind Reisen  in das Land nichts Unmögliches mehr. Etliche Reiseveranstalter haben sich spezialisiert, auch vor Ort sind die Angebote den Erwartungen der europäischen Reisenden entsprechend.

„Steigst Du nicht auf die Berge, so sieht du auch nicht in die Ferne!“ Ein altes chinesisches Sprichwort lädt ein, das Land kennenzulernen. Es ist so kontrastreich wie selten eines. Die riesigen Großstädte an der Ostküste, altehrwürdigen Klöster und die endlose Weite der mongolischen Wüste kennzeichnen China. Mehr als die Hälfte ist Hochland. China ist der drittgrößte Staat der Erde und ein buntes Mosaik an Kulturen und keinesfalls ein Einheitsbrei als Ausdruck jahrzehntelanger kommunistischer Gleichmacherei.

China ist eine Hochkultur. Bereits vor 12000 Jahren hat es hier Jäger und Sammler gegeben, also rund 5000 Jahre vor den Europäern.  Papier und Porzellan beispielsweise hat man dort schon lange vor der christlichen Zeitrechnung gekannt. Das Land ist in 22 Provinzen eingeteilt, darunter sind auch die Sonderwirtschaftszonen Hongkong und Macau. 92 Prozent sind nach der ethnischen Zuordnung Han-Chiesen, daneben gbit es aber noch viele Minderheiten mit unterschiedlichen Sprachgruppen.

Wohl das bekannteste kulturelle Highlight ist die „Chinesische Mauer“, die auf das Jahr 214 vor Christi zurückgeht, aber im 16. Jahrhundert neu errichtet wurde.  Sie ist 6000 Kilometer lang.  Fast ebenso bekannt ist die Terrakotta-Armee, ein archäologisches Denkmal aus dem dritten vorchristlichen Jahrhundert. 1974 wurde das Werk mit seinen 7600 Soldaten in Ton entdeckt. Natürlich ist die Hauptstadt Peking  eine Dominante, schon allein wegen der größten Palastanlage der Welt (einstmals „Verbotene Stadt“) mit 900 Palästen und einer 4300 Kilometer langen Mauer.

Um 1800 war China die größte Handelsmacht der Welt (mit der Hälfte der Weltproduktion). Die Monarchie ging 1911 zu Ende, ein Jahr später gab es die Revolution und 1949 rief Mao Zedong die Volksrepublik aus. Er dominierte jahrzehntelang das Reich der Mitte, unterwarf es 1966 der Kulturrevolution, die Chinas Gesellschaft zurückwarf. Nach Maos Tod 1977 änderte sich die Philosophie der alles beherrschenden Partei. Im Zuge der Neuorientierung kamen kapitalistische Elemente in die Politik. Allerdings wuchs mit der alleinigen Herrschaft der kommunistischen Kader auch die Korruption.  So schnell die industrielle Entwicklung fortanschritt, so langsam kamen die Provinzen in Gang. So gibt es noch heute Millionen von Wanderarbeitern, die vom armen Land in die großen Zentren ziehen, um dort den Lebensunterhalt ihrer Familien zu verdienen. Den Menschen geht es um Wohlstand und Fortkommen, weniger um Ideologie.  Nicht zu verleugnen sind die gesellschaftlichen Verwerfungen  und die hohe Umweltbelastung.  Das viertgrößte Land der Erde mit seinen 1,37 Milliarden Menschen (56 ethnische Gruppen). Die gigantischen Städte sind in Europa gar nicht vorstellbar.  Im Ballungsraum Chongqing zum Beispiel leben 28 Millionen Menschen auf einem Gebiet, das so groß ist wie Österreich.

In allen Belangen hat China mächtig aufgerüstet.  Heute verkehrt dort die größte Flotte an Hochgeschwindigkeitszügen. Die 2300 Kilometer von Peking nach Guangzhou dauert acht Stunden, vorher benötigten andere Züge dafür zwanzig Stunden. Seit 2009 ist China der größte Automarkt der Welt.                                                                                                                                           WERNER FALK

„Unterwegs in China“, Kunth-Verlag, 340 Seiten, Tipps für vier Reisetouren, ISBN 978-3-95584-220-2, 24,95 Euro.

 

Weitere Rekorde des Landes listet Christian Geinitz in seinem Werk „Chinas verborgene Schätze“ (FAZ-Verlag) auf:

–   Die längste Brücke der  Welt (165 Kilometer) verbindet Peking mit Schanghai

–   Der höchste Bahnhof der Welt liegt auf 5068 m und somit 260 Meter höher als der Mont Blanc

–    Das weltweit größte Einkaufszentrum ist die „New South China Mall“ in Donggnan. Es ist zehnmal so groß wie der größte deutsche Konsumtempel, das KaDeWe in Berlin.

–   Das höchste Gebäude der Welt entsteht derzeit in Changsha. Die „Sky City“ ist 838 Meter hoch.

–   China hat auch die weltweit meisten Smogopfer. Jährlich sterben an den Folgen der Luftverpestung  1,2 Millionen Menschen, das sind 40 Prozent der weltweiten Smogopfer.

–    In China sterben täglich 3600 Menschen an den Folgen des Rauchens. Jeder Dritte Diabetiker ist ein Chinese.

–   Im Land werden jährlich 13 Millionen Abtreibungen vorgenommen. Das sind dreimal so viele Menschen wie zur gleichen Zeit in den USA geboren werden.

–   3000 Menschen werden in China jährlich hingerichtet, somit zehnmal mehr als im Iran, der dafür immer wieder in der Kritik des Westens steht.

–   Die Chinesen trinken 44 Milliarden Liter Bier im Jahr. Ihnen schmeckt auch das „Felsenbräu-Bier“ aus Thalmannsfeld und sie lassen sich vom Weltrekordbier  (57,5 Prozent Alkoholgehalt) des Gunzenhäuser Brauers Georg Tscheuschner („Schorschbrau“) berauschen.

–   Einen ganzen Berg von Abfall ergeben die 45 Milliarden Wegwerf-Eßstäbchen, die jährlich im Müll landen. Um sie zu produzieren müssen 25 Millionen Bäume abgeholzt werden (25000 Hektar Wald).

Fossilien und Dinos auf der Messe

Naturpark Altmühltal war in München präsent

Begeisterung für das urzeitliche Erbe des Naturpark Altmühltal vermittelten den Messebesuchern der „f.re.e” in München (von links) Naturparkgeschäftsführer Christoph Würflein, Heike Baumgärtner und Weißenburgs Landrat Gerhard Wägemann, Vorsitzender des Naturpark-Vereins. Foto: NPA

Mit einer Größe von acht Fußballfeldern war die „f.re.e“ in München Bayerns größte Reise- und Freizeitmesse und damit auch für den Naturpark Altmühltal ein wichtiges Forum zur Präsentation.

Der Naturpark Altmühltal ist mit seinem Messestand alle fünf Messetage vor Ort – und Geschäftsführer Christoph Würflein zeigte sich schon nach den ersten beiden Messetagen sehr zufrieden: „Bereits zum Auftakt herrschte großer Andrang, was uns beweist, dass diese Messe gerade für den bayerischen Markt etwas besonderes ist.“ Da die meisten Messebesucher aus Bayern stammen, wurden am Stand des Naturparks vor allem Tipps für Kurzurlaube und Tagesausflüge nachgefragt. Doch auch für das benachbarte Ausland ist die Messe relevant, so interessierten sich zum Beispiel viele österreichische Besucher für das Angebot des Naturparks, vor allem in den Bereichen mehrtägiger Rad- und Wandertouren.

Darüberhinaus punktet der Naturpark mit dem Thema Fossilien, das von der Urlaubsregion mit dem Thema „Fossilienland” 2017 besonders in den Mittelpunkt gerückt wird. „Vor allem die Besuchersteinbrüche, der Archaeopteryx und der neue Dinosaurierpark in Denkendorf sind den Besuchern, die an unseren Stand kommen, bereits ein Begriff“, erklärt Heike Baumgärtner vom Naturpark Altmühltal. Von der Begeisterung für das urzeitliche Erbe „in Urvogels Heimat” ließ sich auch Gerhard Wägemann, Landrat von Weißenburg-Gunzenhausen und Vorsitzender des Vereins Naturpark Altmühltal, anstecken, der bereits am Eröffnungstag der Messe am Stand Präsenz zeigte.

Unterstützung bekommt der Naturpark Altmühltal auf der „f.re.e” auch von einigen Mitgliedsorten: Eichstätt, die LimesGemeinden – vertreten durch Kipfenberg–, Greding, Beilngries, Treuchtlingen, Pappenheim, Kelheim und Neumarkt i.d.OPf. nutzen die Möglichkeit sich ebenfalls für jeweils ein oder zwei Tage am Stand des Naturpark Altmühltal dem Publikum der Münchner Freizeitmesse zu präsentieren.

Aschermittwoch mit Johannes Dallheimer

Am „Politischen Aschermittwoch“ sind die Parteien mit ihrem Anhang in  niederbayerischen Gefilden zuhause. Auch die FDP beteiligt sich an der prominenten Polit-Heerschau, und zwar ganz prominent  mit ihrem Bundesvorsitzenden Christian Lindner (10 Uhr in der Dingolfinger Stadthalle).

Trotz der zentralen Veranstaltung in Niederbayern behalten die Liberalen aus Mittelfranken ihren „Politischen Aschermittwoch“ in Frickenfelden bei. Um 19.30 Uhr beginnt der Abend mit einer Rede des Bundestagskandidaten Johannes Dallheimer. Selbstverständlich servieren die Gastwirtesleute Brigitte und Norbert Krug an diesem Abend einen leckeren Hering (Bismarck oder Matjes).

Danach ist noch Gelegenheit, sich auf geselliger Ebene auszutauschen.f

Neues aus dem Stadtrat Gunzenhausen

Abwasserprojekt wird teurer

Um fast zwei Millionen Euro teurer als ursprünglich angenommen wird die Abwasseranlage (mit dem Bau eines Stauraumkanals entlang der Altmühlpromenade und einem Hochwasserpumpwerk) in Gunzenhausen . In der letzten Sitzung des Stadtrats haben die Fachplaner bereits Ausschreibungsergebnisse präsentiert. Weil sich die Kosten erhöht haben, ist jetzt zwingend eine europaweite Ausschreibung erforderlich. Zwar hätte der Stadtrat nach dem Stand der Ausschreibung vergeben können, doch die Sache wäre rechtlich auf wackligen Füßen gestanden. Ein Mitbewerber, der nicht zum Zug gekommen ist, hat Beschwerde angekündigt. Und die hätte zur Folge, dass der Zeitplan nicht mehr  eingehalten werden könnte. Deshalb hat sich der Stadtrat auf Anraten der Fachplaner dafür ausgesprochen, eine neue Ausschreibung (jetzt europaweit) vorzunehmen. Er erwartet das gleiche Ergebnis, aber sicher ist das nicht. Im Stadtrat war man sehr angetan von einer technischen Lösung der Firma Uhrig aus dem schwäbischen Geisingen, die für einen speziellen Rohrausbau ein Patent entwickelt hat. Es ermöglicht einen bequemeren Kanalbau.

Im Kern geht es um den Überflutungschutz für die Kernstadt und um die Aufnahmekapazität der Abwasseranlage bei Starkregen und Hochwasser an der Altmühl.  8,2 Millionen (von 9,1 Millionen Euro Gesamtkosten) bleiben an der Stadt hängen, das sind 1,4 Millionen mehr als zunächst veranschlagt.

Erste Aufträge für Stadthallensanierung

Der Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung auch die ersten Aufträge für die Sanierung der Stadthalle vergeben. Sie entsprechen etwa 30 Prozent des Gesamtpakets. Wie die Fachplaner mitteilten,  sind bisher schon 70 Prozent der Gewerke ausgeschrieben. Positiv ist die Unterschreitung der Kosten um rund 380000 Euro (bezogen auf 70 Prozent der Vergaben). Begonnen werden soll am 10. April 2017. Die Baumeisterarbeiten wird die Firma Moezer aus Lichtenau für 2,5 Millionen Euro übernehmen, den Abbruch nimmt die Firma KS Engineering aus Laupheim für 359000 Euro vor.

430000 Euro für Feuerwehrhaus

In die Höhe geschnellt sind auch die Kosten für das neue Feuerwehrhaus in Laubenzedel. Nach dem gegenwärtigen Stand kostet es 430000 Euro. Ursprünglich war einmal von 250000 Euro ausgegangen worden, dann standen 320000 Euro im Raum.  Im Stadtrat war man sich einig, dass die Laubenzedeler Wehr einen Eigenleistungs-Anteil erbringen muss. 2018 feiert die Wehr ihr Jubiläum. Bis dorthin soll der Neubau fertig sein.

Grünes Licht für Gruber-Neubau

Die in der Region bestens beleumundete Firma „Radsport Gruber“ kann an der Weißenburger Straße 60 (gegenüber dem jetzigen Standort) einen zusätzlichen Bau errichten. Dort sollen schwerpunktmäßig E-Bikes präsentiert und verkauft werden. Der Stadtrat hat der Aufstellung eines Vorhabens- und Erschließungsplans und der Änderung des bestehenden Sanierungsbebauungsplans „Südliche Vorstadt“ zugestimmt. Damit hat er grünes Licht für das Projekt gegeben.

Werner Falk, Stadtrat der FDP in Gunzenhausen

Keine Sicherheitswacht in Gunzenhausen

Ausschuss-Beschluss mit 12:12 gekippt

Mit 5:3 war die Entscheidung für eine Sicherheitswacht in Gunzenhausen im zuständigen Ausschuss knapp ausgefallen, deshalb hatte SPD-Stadtrat Gerd Rudolph eine Nachprüfung im Stadtrat beantragt. In der Aussprache wurden die Argumente noch einmal ausgetauscht. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass für die Stadt keine Kosten entstehen (die 8,50 Euro pro Stunde übernimmt der Freistaat, der ebenfalls die ehrenamtlichen Wächter aussucht).

Ich habe mich in der Diskussion gegen die Sicherheitswacht ausgesprochen. Hier mein Redebeitrag dazu:

Für Sicherheitswachen mag es in den großstädtischen Bereichen eine Notwendigkeit geben, nicht aber in unserer strukturell kleinräumigen Region

Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass die Freiheitlichkeit unserer gesellschaftlichen Ordnung nicht eingeschränkt werden sollte. Der Einführung einer Sicherheitswache stehe ich deshalb tendenziell skeptisch gegenüber.

Die Autorität der Sicherheitswache reicht nicht aus, um ernsthaften Problemen wirkungsvoll begegnen zu können, d.h. jene in die Schranken zu verweisen, die sich falsch verhalten. Ich fürchte, dass die Sicherheitswachen  im schlimmsten Fall von Menschen in einer Weise unanständig und beleidigend angegangen werden, so dass sie bald resignieren  und  sich fragen werden:  „Wieso tue ich mir das an?“

Andererseits müssen an die Sicherheitswachen natürlich auch charakterlich geeignet sein. Wir dürfen jedenfalls die öffentliche Ordnung nicht einmal andeutungsweise selbsternannten Sheriffs, womöglich noch  in Gestalt einer Bürgerwehr, übergeben. Ich warne vor einer Blockwarte-Mentalität, wie wir sie in Deutschland schon einmal in schrecklicher Form erlebt haben.

Der anständige Bürger soll nicht das Gefühl haben, überwacht und gegängelt zu werden.  Als Freiheitlicher im Lande sage ich: Mir reicht diesbezüglich der Parkwächter.

Bei Stimmengleichheit (12:12) ist der Antrag, eine Sicherheitswacht aufzustellen, mit den Stimmen der SPD, Grünen und FDP gescheitert. Damit steht fest, dass es in Gunzenhausen keine „Hilfspolizisten“ geben wird.

Werner Falk, Stadtrat der FDP, in Gunzenhausen

Große, kleine Schwester

Peter Härtlings berührender Roman als Leseperformance

Mit der Schwester hat man es nicht immer leicht. Und das schon gar nicht, wenn in die persönliche Geschwisterbeziehung die große Geschichte von Krieg und Vertreibung, von Heimatlosigkeit und Neuanfang hineingerät.
Peter Härtling hat mit „Große, kleine Schwester“ einen Roman geschrieben, der in einzigartiger Weise die Beziehung zweier Schwestern mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts verknüpft. Am Samstag,  11. März, präsentieren die Schauspielerinnen Susanne Weckerle und Barbara von Münchhausen diesen Roman ab 19 Uhr im Sängermuseum Feuchtwangen in Form einer Leseperformance.
Ihr Dasein verläuft alles andere als harmonisch, dennoch können sie nicht voneinander lassen: Die Schwestern Ruth und Lea, geboren 1907 und 1908 in Brünn, sind Zeuginnen des 20. Jahrhunderts; geprägt von zwei Weltkriegen. Sie nehmen die Zuschauer mit auf eine Zeitreise von ihrer Kindheit in Mähren bis zur Gegenwart in Schwaben. Ihr Autor, der Essayist, Lyriker, frühere Verleger und Journalist Peter Härtling, den es 1945 selbst von Chemnitz in Sachsen über Mähren und Österreich nach Nürtingen in Schwaben verschlagen hatte, schrieb 1998 diesen Roman. Laut „Welt am Sonntag“ hält er „Zeitgeschichte und individuelles Familienschicksal in bewundernswerter Schwebe, Privates und Politisches verschmilzt zu einem exemplarischen Zeitbild“. Die Schauspielerinnen bewegen sich zwischen Lesung und szenischem Spiel auf der Spur der beiden einprägsamen Romanfiguren.
Der Schriftsteller Peter Härtling gehört zu den wichtigsten und populärsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. Zu seinem umfangreichen literarischen Werk zählen Gedichte, Erzählungen, Romane, Kinderbücher und Essays. Dafür wurde er mit diversen Auszeichnungen (u. a. Bundesverdienstkreuz, Deutscher Bücherpreis, Gerty-Spies-Literaturpreis, CORINE) gewürdigt.

Und hier noch eine kurze Vorschau auf die Kreuzgangspiele 2017:

Porter & Spewack / Kiss me, Kate / Premiere 8. Juni 2017

Nach Thomasson & Gavigan / Luther / Premiere 15. Juni 2017

Michael Ende / Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer / Premiere 14. Mai 2017

Wolfgang Herrndorf / Tschick / Premiere 10. Juli 2017

Hans Christian Andersen / Die Prinzessin auf der Erbse / Premiere 26. Juni 2017

Jürgen Hoffmann / Argula – Die Reformatorin / Premiere 23. Juni 2017.

„Neuer Start für Frauen“ hat noch Plätze frei

6. März: Orientierungsseminar zum Wiedereinstieg in die Arbeitswelt

Bereits zum dritten Mal in Folge führt die Zukunftsinitiative altmühlfranken in Kooperation mit der Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg sowie der Gleichstellungsstelle des Landratsamtes das Orientierungsseminar für Frauen durch, die sich schwer tun, nach langer Zeit Pause wieder Fuß im Berufsleben zu fassen.

Dieses Jahr wird der Kurs in Weißenburg stattfinden, Kooperationspartner auf Bildungsebene ist die Volkshochschule Weißenburg. Das Seminar „Neuer Start für Frauen“ beginnt am 06. März und dauert bis zum 17. Mai. Der Kurs findet werktäglich von 08.15-12.30 Uhr statt. Er kostet die Teilnehmerinnen einen Beitrag von je 150 Euro. Bezuschusst ist der Kurs jedoch zu 80 Prozent durch die Förderung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, sowie die Unterstützung durch die Sparkasse Mittelfranken-Süd sowie die Vereinigten Sparkassen Gunzenhausen.

Frauen mit langer Berufspause, die sich viele Jahre um Kinder und Familie gekümmert haben, zweifeln oft an ihrem Selbstwert. „Kann ich das überhaupt noch?“ oder „Bin ich nicht zu alt dafür“ sind oft Fragen, die man zu Beginn des Kurses hört. „In meinem Alter nimmt mich doch kein Betrieb mehr“.

Daher stehen die Stärkung des Selbstwertgefühls sowie die Entwicklung von persönlichen Visionen und Zielen im Mittelpunkt des Seminars. Durch ein dreiwöchiges Praktikum werden geschäftliche Kontakte geknüpft, viele der bisherigen Teilnehmerinnen fanden dadurch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Interessierte können sich bei Fragen telefonisch an Kathrin Kimmich bei der Zukunftsinitiative altmühlfranken des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen wenden, Tel.: 09141 902-165, E-Mail: kathrin.kimmich@altmuehlfranken.de. Eine Anmeldung ist auch online unter www.altmuehlfranken.de/neuer-start oder direkt bei der Volkshochschule Weißenburg bzw. im Kulturamt Weißenburg, Pfarrgasse 4, möglich.

Kathrin Kimmich empfiehlt den Frauen: „Sollten Sie nicht alle Teilnahmekriterien erfüllen, zögern Sie dennoch nicht, sich zu melden. Ausnahmen sind möglich.“