Monthly Archives: November 2016

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„Harmonic Brass“ wieder zu Gast

Konzert am 17. Dezember in der Merkendorfer Stadtkirche

harmonic-brassAm Samstag, 17. Dezember, ab 19.30 Uhr ist „Harmonic Brass“ Gast zu einem adventlichen Konzert in der Stadtkirche. Das Münchner Blechbläserensemble seit 1991 für großen, eleganten Blechbläserklang. Carnegie Hall New York, Arts Center Seoul, Gewandhaus zu Leipzig waren Stationen: In der ganzen Welt ist das Ensemble zu Hause und gleichzeitig willkommen. Wiederholt spielte das Ensemble in den zurückliegenden Jahren in Gunzenhausen, Theilenhofen und im Innenhof der Burg Spielberg und begeisterte die Zuhörer. „Harmonic Brass“, ein Ensemble, das Laune macht. Akribisches Feilen an der Performance trifft auf barocke Lebensfreude. Seele und Ohren werden gleichermaßen verwöhnt. Das Programm stellt die Quintessenz der Advents-und Weihnachtszeit dar: Gloria, Es ist eine Ros` entsprungen, Auszüge aus dem Messias von Georg Friedrich Händel. Dazu Johann Sebastian Bach, ohne dessen Musik es nur sehr mühsam Weihnachten werden kann sowie köstliche Miniaturen aus Engelbert Humperdincks Oper Hänsel und Gretel und ein kräftig-fetziger Rudolph.

Die vier Herren und ihre bezaubernde Kollegin überlassen nichts dem Zufall, alles ist musikalisch darauf ausgerichtet, den Zuhörern eine wunderschöne Adventszeit zu bereiten. Und wenn man dann noch mit einer charmanten Moderation an der Hand genommen wird und herrliche Geschichten erzählt bekommt, dann kann es getrost Weihnachten werden.

.Kartenvorverkauf ab sofort in den beiden Vorverkaufsstellen im Evang. Pfarramt Merkendorf (Tel.09826/ 202) und bei Schuh-Kistner (Tel. 09826/9660). Ansonsten an der Abendkasse.

Barockfeuerwerk und Budenzauber

Wolframs-Eschenbacher Sternlesmarkt am 10. und  11. Dezember

Seit 21 Jahren findet nun der Sternlesmarkt am dritten Adventswochenende statt und bietet Jung und Alt ein abwechslungsreiches Programm.

Am Samstag, 10. Dezember, um 16 Uhr eröffnet das Christkind (Leonie Kocher) mit dem Laternenzug des Kindergartens den Sternlesmarkt und lädt die Besucher zur Vorweihnachtlichen Adventszeit ein.
Anschließend wird es wieder ein Adventsspiel mit der „Alten Pfeyferey“, dem Ensemble Wolframs-Eschenbacher Holzwürmern und dem Flex-Ensemble der Musikschule Rezat-Mönchswald geben. Der Musikverein gibt am späten Nachmittag ein Adventskonzert im Liebfrauenmünster. Für den Abend, konnte der Wassermungenauer Gospelchor „Querbeet“ für einen Auftritt gewonnen werden. Die Sänger treten um  19 Uhr an der Museumstreppe am Kirchhof auf. Der krönende Abschluss wird am Samstag das Barockfeuerwerk um 20.30 Uhr auf dem Wolfram-von-Eschenbach-Platz sein.

Für die Kinder, gibt es am Wochenende wieder eine „Lebende Krippe“ im Gewölbe unter dem Museum zu bestaunen. Für Groß und Klein werden heuer zum ersten Mal Kutschfahrten angeboten. Außerdem können kleinere Gäste am Sonntagnachmittag einige Kasperltheater-Aufführungen besuchen und wer will, bastelt mit dem Elternbeirat der Grund- und Mittelschule Wolframs-Eschenbach.

Natürlich dürfen auch der Nikolaus und das Christkind nicht fehlen, welche die Kinder zu verschiedenen Zeiten mit Geschenken überraschen werden.

Am Sonntag,  11. Dezember,  stimmt die „Fränkische Weihnacht“ im Liebfrauenmünster um 16 Uhr mit Musik und Geschichten in die stille Zeit ein (Eintritt: 5 Euro). Den Sternlesmarkt wird dieses Jahr der Gesangverein „Frohsinn“ und der neu gegründete Kinderchor mit weihnachtlichen Liedern abschließen und die Gäste in die Vorweihnachtszeit verabschieden.

Eine Besonderheit am Sternlesmarkt ist auch dieses Mal die Ausstellung auf der Galerie des Bürgersaals. Dieses Jahr wird die Fotoausstellung  „Wolfram-Festspiele“ 1921 und 1952/1953 zu sehen sein.

Der Heimatverein hat vom 27. November  bis 18. Dezember zusammen mit der Stadt Wolframs-Eschenbach und den Anwohnern der Oberen Hauptstraße und des Marktplatzes erstmals einen Krippenweg eingerichtet. Mit Hilfe der Anwohner werden in den Fenstern/Schaufenstern die verschiedensten Krippen und weihnachtliche Dekorationen gezeigt. Ein Rundgang lohnt, denn bei Dunkelheit sind die Krippen stimmungsvoll beleuchtet.

Neben zahlreichen Buden mit Essen und Trinken laden verschiedene Stände mit handwerklichen und anderen Angeboten zum Bummeln ein. Heuer werden zudem zwei kostenlose Kirchturmführungen angeboten. Außerdem gibt es wieder eine kleine Sonderaktion: Wer das Museum besucht, bekommt für die bezahlten 2,50 Euro Eintritt einen Verzehrgutschein über 1,50 Euro, der an allen Buden eingelöst werden kann. Alle weiteren Informationen und genaue Uhrzeiten des Programms sind nachzulesen unter www.wolframs-eschenbach.de.

Konzert im Liebfrauenmünster

Fränkische Weihnacht am 11. Dezember

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Der Wolframs-Eschenbacher Dreigesang.

Die Stadt stimmt sich auf Weihnachten ein. Am 11. Dezember  (16 Uhr) ist im Liebfrauenmünster ein Konzert mit fränkischen Gruppen. Adventliche Musik und Gesang kommt von den Maierbach-Sängern, der Onolzbacher Musikwerkstatt, dem Gesangverein „Frohsinn 1860“ und dem  Wolframs-Eschenbacher Dreigesang. An der Orgel: Jörg Scholkowski.

Veranstalterin ist die Katholische Pfarrei Mariä Himmelfahrt.

Eintritt: 5 Euro. Der Erlös des Konzertes kommt der Lautsprecheranlage des Münsters zugute.

Das Stadtjubiläum beginnt im Januar

100 Jahre Namensgebung „Wolframs-Eschenbach“ wird gefeiert

konzert-weDie Stadt darf sich seit 100 Jahren „Wolframs-Eschenbach“ nennen – und nicht mehr nur Eschenbach oder Obereschenbach. Dieses Jubiläum wird würdig begangen, und zwar mit einer Fülle von Veranstaltungen, die sich durch das ganze Jahr ziehen.

Begonnen wird am 28. und 29. Januar mit einem Konzert der Orchestergemeinschaft Nürnberg in der DJK-Sporthalle am Steingrubenweg, an dem unter der Leitung von Christopher Zeher 60 Musiker mitwirken. Das ist zugleich das 9. Neujahrskonzert in der Wolframstadt. Es beginnt an beiden Tagen um 18 Uhr (Einlass ab 17 Uhr). Die Musiker spielen Walzer- und Operettenmelodien sowie die Romantisch Oper „Lohengrin“.

Karten gibt es ab 1. Dezember im Rathaus, in der Sparkasse und in der Stadtapotheke (13 Euro, Schüler und Studenten 12 Euro). Es gibt freie Platzwahl.

Jan Hus, ein Kämpfer für die Reformation

Vortrag von Chefredakteur Arnd Brummer beim Klosterforum

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Chefredakteur Arnd Brummer referierte in Heidenheim über Johannes Huss. Foto: epd

Arnd Brummer (59), der Chefredakteur des evangelischen Monatsmagazins „chrismon“, das aus dem bis zum Jahr 2000 erschienenen „Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt“ hervor gegangen ist, ist eine bemerkenswerte Persönlichkeit, die sich in keine Schablone stecken lässt. Er ist in Konstanz katholisch erzogen worden, ist aber schon als junger Mann zum evangelischen Glauben übergetreten. Bevor er den Chefposten in der evangelischen Publizistik übernahm war er etliche Jahre politischer Korrespondent verschiedener großer Regionalzeitungen in Bonn.  Auch politisch hat er sich exponiert: 1997 bis 1999 war er Landesvorsitzender der Hamburger FDP bevor er den Liberalen 2011 den Rücken kehrte.

Schon als Jüngling beeindruckte ihn der Sozialpfarrer Johannes Huss (oder: Jan Hus), der sich bereits hundert Jahre vor Martin Luther gegen den katholischen Klerus wandte, seinen weltlichen Besitz kritisierte und auch das lasterhafte Leben der geistlichen Herren verabscheute. Nach seinem Studium veröffentlichte er eine Monographie über Jan Hus. Ihn porträtierte Brummer vor Freunden des „Klosterforums Heidenheim“ im fast voll besetzten Kapellensaal.

Jan Hus (1372 geboren) besuchte als Hochbegabter die Klosterschule. Der Vater (er war Fuhrmann) hätte niemals  für die Kosten aufkommen können. So ist Hus Priester geworden und näherte sich schon bald der Hussiten-Bewegung an, die der Engländer John Wyclif personifizierte. Die Thesen der reformatorischen Theologie gingen um die Welt. Hus predigte in der Prager Bethlehemkapelle und übersetzte die Bibel ins Böhmische. Es war ihm wichtig, dass die „gemeinen Leute“  (und nicht nur die Mönche)  die christliche Botschaft lesen konnten. Dabei beließ er sich nicht bei theologischen Betrachtungen, sondern steuerte auch politische Bemerkungen bei. Er kritisierte immer wieder die Geistlichkeit der katholischen Kirche, der er vorwarf, sich selbst zu überhöhen.

Übrigens war es der Reformer Spalatin, der Luther mit den Schriften von Johannes Huss konfrontierte. Die theologischen Streitigkeiten nahmen zu, so dass der Reformprediger seine Position auf dem Konzil von Konstanz (1414) darlegen sollte. Es war ihm freies Geleit zugesichert, das ihm König Sigismund gewährte. Auf seiner Reise an den Bodensee kam Huss in viele Städte und stieß überall auf Zustimmung obgleich er exkommuniziert und mit dem Kirchenbann belegt worden war.   Dennoch kam er in Gefangenschaft und wurde dort misshandelt, doch der Häretiker blieb standhaft und widerrief seine theologischen Positionen nicht. Es war übrigens Reichsmarschall Haupt II. von Pappenheim, der ihn im Auftrag von König Sigismund (er hatte Huss fallengelassen, weil er auf den böhmischen Thron und somit auf die Nachfolge König Wenzels spekulierte) ultimativ zum Widerruf aufforderte. Als Huss verweigerte leitete der Pappenheimer den Vollzug des Feuertods.

Arnd Brummer ist zu einem „Fan“ von Johannes Huss geworden, weil der schon vor Jahrhunderten eines erkannt hat: Wer mit den Leuten reden will, der muss es in ihrer Sprache tun! Für die Gegenwart heißt das, die Kirchen müssen auch die Menschen erreichen, die nicht in die Kirche gehen. Der Blick auf die Realität lehrt Brummer: „Die Religion wandert aus!“ In Prag hat sie es schon getan, denn dort gibt es heute nur mehr zehn Prozent Katholiken und vier Prozent „Böhmische Brüder“, hingegen 85 Prozent Atheisten.

WERNER FALK

Der etwas andere Weihnachtsmarkt

Heuer erstmals in Enderndorf

seeweihnacht_02sml-1Glühwein mit Seeblick: Weil Kerzenschein und Fackelfeuer am Wasser besonders stimmungsvoll sind, gibt es mittlerweile schon zwei Weihnachtsmärkte direkt am Ufer des Brombachsees. Der „Kleinste Weihnachtsmarkt“ in Langlau findet bereits zum zweiten Mal statt, die „BrombachSeeWeihnacht“ in Enderndorf feiert heuer im Advent Premiere.

Er soll der „etwas andere“ Weihnachtsmarkt sein. Schon weihnachtlich zwar, mit Fackelschein, Glühwein und Bratwurstsemmel, aber eben auch anders. Mit heißen Cocktails, Whisky, Pulled Pork und Antipasti. Die „BrombachSeeWeihnacht“ in der Sand & Sofa Lounge in Enderndorf, genau zwischen Großem Brombachsee und Igelsbachsee, feiert heuer an den Wochenenden vom zweiten und dritten Advent Premiere.

„Unsere Gäste verbinden mit einem Besuch in der Sand & Sofa Lounge eine ungezwungene Atmosphäre, ein qualitativ hochwertiges Speisen- und Getränkeangebot, spannende Events und eine traumhafte Location direkt am See. Warum soll man das nur im Sommer genießen können?“, fragte sich Sandra Zottmann, die den Strandkiosk gemeinsam mit ihrem Mann betreibt. Aus dieser Überlegung ist dann die „BrombachSeeWeihnacht“ entstanden.

Live-Musik, Feuershows und Kinder-Nachmittage

Für weihnachtliche Stimmung sorgt das urige Hüttendorf am Seeufer und eine Feuershow der Abenberger Hexen jeweils am Samstagabend. Satt dem klassischen Posaunenchor jedoch setzen die Zottmanns für ihren Markt auf Live-Musik aus dem Rock-Pop-Genre – schließlich ist die „BrombachSeeWeihnacht“ ja „etwas anders“. Jeweils am Freitag- und Samstagabend des zweiten und dritten Adventwochenendes gastiert eine Band aus der Region auf der Bühne am Strandhaus. Den Anfang machet „Spinning Coin“ am 2. Dezember, tags drauf spielen „Elena Jank & the Acoustics“. Am Freitag, 9. Dezember kommen die „Soulbreakers“ und am Samstag. 10. Dezember tritt „Tacum“ auf.

„Der Sonntag steht im Zeichen der Familien und Kinder“, kündigt Sandra Zottmann an. „Ein Märchenerzähler lädt ein in sein Zelt. Kinder haben die Möglichkeit Pony zu reiten. Am Nachmittag kommt der Nikolaus und bringt kleine Geschenke für die Kinder. Und bei der Wunschzettelfee können die Kleinen Ihre Wunschzettel abgeben und bekommen ein Glas Kinderpunsch.“

„Kleinster Weihnachtsmarkt“ in Langlau bereits zum zweiten Mal

2016-19-kleinster-weihnachtsmarktDer „Kleinste Weihnachtsmarkt am Brombachsee“, der vom Strandhotel Seehof ausgerichtet wird, hat sein Debüt schon hinter sich. Nach einer erfolgreichen Premiere findet er heuer am Wochenende des vierten Advents bereits zum zweiten Mal statt. Wie auch im Vorjahr gibt es direkt am Langlauer Seeufer den „Seehofwinterwald“ mit Glühwein, Lebkuchen, Bratwürsten und vielen Feuerkörben mit knisterndem Holz.

Weitere Informationen unter: www.zv-brombachsee.de/advent

Tierisch (und) gut besucht

Adventsbasar bei Regens Wagner in Absberg

Als echter Publikumsmagnet erwies sich einmal mehr der traditionelle Adventsbasar von Regens Wagner Absberg im Innenhof des Deutschordensschlosses am vergangenen Sonntag. Bereits vor 13 Uhr, eine gute halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn, strömten die Besucher auf das Gelände, um sich mit weihnachtlichen Dekorationen einzudecken und einen der leckeren Adventsstollen oder Nusszöpfe zu Gunsten der Asinotherapie zu erstehen. Kaum waren die zahlreichen Bleche mit dem duftenden Gebäck auf den Platz gerollt, bildete sich

Alpakabegegnung in Absberg. Foto: Freddy Robin

Begegnung von Robin mit dem Alpaka „Freddy“ in Absberg.

an dem Verkaufsstand eine lange Schlange. Obwohl die fleißigen Bäcker vom Regens-Wagner-Küchenteam in diesem Jahr deutlich mehr gebacken hatten, ging der letzte Zopf bereits vor 15 Uhr über die Theke. Guten Absatz vermeldeten auch die Stände der Werk- und Förderstätten sowie der Wohngruppen, die neben Adventskränzen viele hübsche Weihnachts-Accessoires aus natürlichen Werkstoffen pfeilboten, überwiegend hergestellt von Menschen mit Behinderung. Bei Glühwein oder anderen Heißgetränken, süßen oder herzhaften Genüssen wurde mit alten und neuen Bekannten geredet, gescherzt und sich gegenseitig die neuesten Errungenschaften gezeigt. Insbesondere die Jüngeren zog es naturgemäß zu den Therapie-Esels und -Alpakas. Letztere, Nobby, Freddy und Ikarus, stehen nur selten als Streicheltiere zur Verfügung, so dass viele Besucher die seltene Gelegenheit wahrnahmen, den flauschigen Zehengängern ganz nahe zu kommen. Als echte Verkaufsrenner entpuppten sich Tassen mit Aufdrucken der Müßighof-Tiere. Bastelfreudige trafen sich zum Aktiv-Angebot, wo unter kundiger Anleitung hübsche Heusterne angefertigt und mit nach Hause genommen werden konnten. In der Kirche hatten die Dillinger Franziskanerinnen in Zusammenarbeit mit dem Seelsorgeteam von Regens Wagner Absberg einige Stationen eingerichtet, die, Abseits vom Konsum und Treiben auf dem Innenhof, zur stillen Einkehr einluden. An verschiedenen Stationen wurde unter anderem der sorgsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen angemahnt, an die extrem verschiedenen Lebensumstände der Menschen hier und in Entwicklungsländern erinnert und auch Verstorbener gedacht. Alles in allem war es wieder ein schönes, sehr gut besuchtes Familienevent, das seinen festen Platz im Kalender der Menschen aus der Region hat.

Vorschau: Stallweihnacht am Mittwoch, 14. Dezember, um 17 Uhr auf dem Müßighofgelände. Jung und Alt sind herzlich willkommen. Die RW-Leute beginnen mit einem Krippenspiel über dem Hofgelände und im Eselstall. Natürlich wird auch gemeinsam gesungen. Anschließend besteht im Bistro die Möglichkeit, die Feier bei warmen, herzhaften und süßen Leckereien ausklingen zu lassen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

FDP: Innovationsallianz für die Region

Veranstaltung am 15. Dezember in der Stadthalle

sattelbergerDie FDP im Landkreis lädt zu  einer Veranstaltung am 15. Dezember, um 18.30 Uhr
in die Stadthalle Gunzenhausen ein.
Freuen Sie sich auf den früheren Daimler-Bereichsvorstand und Buchautoren Thomas Sattelberger, Prof. Dr. Ute Ambrosius (Leiterin der Fachhochschule Ansbach), Dirk von Vopelius (Präsident der IHK Mittelfranken), Paul Habbel (Vorsitzender der IHK im Landkreis) und Johannes Dallheimer (Bundestagskandidat der FDP).

Deutschland, Mittelfranken und unser Landkreis Weißenburg- Gunzenhausen brauchen ein wirksames Gefüge zwischen Wirtschaft, Hochschule und Talenten, um unsere gemeinsame Zukunft zu
gestalten und zu sichern.
Grundlage dafür sind Innovationen – Ideen, die zu Ergebnissen und Produkten geworden sind. Dies umfasst auch soziale Innovationen in Unternehmen und Netzwerken. Was muss hier auf Bundesebene, in Bayern und im Landkreis ab sofort verändert, begonnen aber auch beendet werden, damit dies – noch besser – gelingt?
Innovation und Bildung beginnt und endet nicht in der Hochschule. Daher braucht es auch einen Blick auf unser Klima und unsere Konzepte für Bildung und Ideen. Ein Leben lang. „Unsere Region verdient es noch vernetzter und robuster zu werden. Dieser Abend möchte hier weitere Impulse setzen und mutige neue Aktionen begründen“, schreibt der FDP-Kreisvorsitzende Thomas Geilhardt in seiner Einladung.

Thomas Sattelberger (67) war als Schüler und Student revolutionär. Er gründete mit anderen die „Revolutionäre Deutsche Jugend“ und war im Kommunistischen Arbeiterbund. Als er 1972 in die Dienste von Daimler-Benz trat merkte er sehr schnell, dass die einst von ihm verteufelte Marktwirtschaft nicht für jeden das Paradies versprechen kann, wohl aber die beste Grundlage für eine freiheitliche Gesellschaft ist. Er war danach bei Continental, der Lufthansa und bei Telekom im Vorstandsbereich tätig. 2015 ist er in den „aktiven Unruhestand“ getreten. Bei der Bundestagswahl im nächsten Jahr kandidiert er im Wahlkreis München-Süd für die FDP.

Wussten Sie schon, …

… dass die Stadt Gunzenhausen  (mit der  Hostpitalstiftung) 148 Wohnungen in ihrem Besitz hat? 20 Prozent davon sind an Sozialhilfeempfänger vermietet. Die Quadratmeter-Miete liegt bei fünf Euro (Marktmiete: acht Euro).

… dass die Stadt selbst nur mehr 13 Baugrundstücke zu verkaufen hat? Die anderen Bauflächen sind in privater Hand.

… dass von 1000 Euro Gewerbesteuer nur 168 Euro im Stadtsäckel verbleiben? Der Rest geht an die Staatskasse.

… dass die vom Stadtrat neu zu beschließende gesplittete Abwassergebühr zu einer finanziellen Entlastung der kleinen Grundstücke führen wird?  Beispiel: Der 3-Personen-Haushalt, der im Jahr 120 Kubikmeter Wasser verbraucht, zahlt künftig 270 Euro und spart somit 16 Euro gegenüber der bisherigen Berechnung ein. Der 1-Personen-Haushalt wird künftig 56 Euro mehr zahlen. Eine Familie mit vier Personen, die eine landwirtschaftliche Hofstelle hat, zahlt 56 Euro mehr (424 Euro im Jahr), die 1-Personen-Hofstelle zahlt 104 Euro mehr. Stärker zu Kasse gebeten werden jene Betriebe, die große Dachflächen haben. Sie müssen sich auf eine Mehrung um  476 Euro einstellen (neue Gebühr 614 Euro). Mehr Aufklärung gibt es bei der Bürgerversammlung am Montag, 21. November, um 19 Uhr in der Stadthalle.

Simon Marius und seine Forschung

Der neue Forschungsstand wird in einem Buch festgehalten

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Die 15jährige Kunstschülerin Maria Dementeva von der Jugendkunstschule „Obraz“ in Protwino bei Moskau hat Simon Marius nach der Vorlage des einzig vorhandenen Porträts gemalt, allerdings mit künstlerischer Freiheit. Deshalb liegen vor ihm nicht sein Fernrohr und sein Buch, sondern der Orbitalplan der vier großen Jupitermonde. In der Hand hält er eine Beschreibung des Kometen.

Das Simon-Marius-Jahr ist 2014 auch in Gunzenhausen begangen worden. Und das mit gutem Grund, denn schließlich ist der berühmte Astronom in der Altmühlstadt geboren worden. Die Nürnberger Astronomische Gesellschaft  hat mit 66 Kooperationspartnern rund 60 Veranstaltungen angeboten, die sich in mehr als 250 Medienberichten niedergeschlagen haben. Zudem ist das Marius-Portal in vielsprachiger Menüführung eingerichtet worden (simon-marius.net). Die Website ist inzwischen die umfangreichste Präsentation zu Simon Marius, der als Mathematiker in den Diensten der Ansbacher Markgrafen stand.

Der jetzt in der Akademischen Verlagsanstalt Leipzig (AVA) erschienene Band „Simon Marius und seine Forschung“ (Herausgeber sind Hans Gaab und Pierre Leich) ist zugleich der 57. Band in der Reihe „Acta Historica Astronomiae“. Er ist für 34 Euro im Buchhandel erhältlich (ISBN 978-3-944913-40-0). Er fasst die mehr als zehn Beiträge einer Tagung  „Simon Marius und seine Zeit“ in Nürnberg zusammen und weist somit den aktuellen Forschungsstand auf.

Simon Marius wird gern der fränkische Galileo Galilei genannt. Der Streit, wer die Jupitermonde zuerst entdeckte, währt schon lange. Die Autoren des Buches wollen keinen inquisitorischen Prozess führen oder die liebe gewordenen Wissenschaftsmythen fortzusetzen, sondern ganz einfach um eine wissenschaftsgeschichtlich faire Behandlung von Simon Marius. Sie wollen nicht mehr und nicht weniger als diese Festschreibung: „Simon Marius war ein Zeitgenosse von Galileo Galilei und er hat von Franken aus ähnlich wichtige Beiträge zu unserem modernen Weltbild geliefert wie der Mann aus Pisa.“

Simon Marius wurde am 10. Januar 1573 in Gunzenhausen geboren. Wie Stadtarchivar Werner Mühlhäußer nachweisen kann, war Großvater Michael Mayr ein Büttner und Ratsmitglied. Vater Reichart (später: Reinhard) fungierte 1585 als Amtsbürgermeister und war somit höchster Repräsentant der Stadt. Die Mutter war Veronica Fischer aus Cronheim. Sie starb früh, so dass sich Mayr mit der Wirtstochter Elisabeth aus Sammenheim verehelichte.  Beide starben 1599 als Opfer einer Seuche.  Simon war das siebte und letzte Kind aus der zweiten Ehe (sein Bruder Jakob war Pfarrer in Gräfensteinberg und Pfofeld).

Der Meinheimer Lehrer und Pfarrer Georg Vogtherr führte ihn quasi in die Astronomie ein. Es aber mehr Legende als Wahrheit, dass der 13-jährige Simon dem Markgrafen Georg Friedrich durch seinen Gesang so stark beeindruckte, dass ihn dieser nur deswegen in die Fürstenschule im Kloster Heilsbronn aufnahm. Nicht bewiesen ist, ob er in Königsberg studierte, wohl aber in Prag und Padua (Medizin). Nach seiner Rückkehr aus Italien tafelte er 1606 in seiner Geburtsstadt mit den Räten, die ihm zu Ehren ein Festmahl gaben.  Als Mathematiker und Mediziner fand er im Ansbacher Hof eine Anstellung. Dort heiratete er Felicitas Lauer, mit der er sieben Kinder hatte. Im Jahr 1614 veröffentlichte er seine Fernrohrbeobachtungen  in seinem Hauptwerk „Mundus Iovialis“. Schüler des Simon-Marius-Gymnasiums Gunzenhausen haben es 1988 unter Anleitung ihres Lehrers Joachim Schlör ins Deutsche übersetzt. Simon Marius starb am 26. Dezember 1624. Er war „ein eifriger Verehrer der Religon“, der 19 mal die Bibel durchgelesen hat, wie Johann August Vocke im „Ansbacher Todten-Almanach“ schreibt.                                                                                                              WERNER FALK